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Thomas Reis
Geburtsdatum 04.10.1973
Alter 52
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Ludogorets Razgrad

Thomas Reis [ehem. Trainer]

26.10.2022 - 19:04 Uhr
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#941
05.09.2023 - 15:12 Uhr
Es ist schon auffällig, dass die Muskelverletzungen unter der Führung von Reis weiterhin Bestand haben.

In Bochum haben wir da nicht wirkliche Vergleichswerte gehabt, weil er sonst nie im professionellen Seniorenbereich trainiert hat.

Was das Thema Kondition angeht, da kann ich wirklich nur 2 extreme Situationen erkennen. Kurz vor seinem Rauswurf bei uns, da waren wir konditionell katastrophal. Aber ob man ihm da wirklich zu 100% die Schuld für geben kann, weiß ich nicht. Immerhin haben wir die komplette Vorbereitung mit einem riesigen Teil an U19 Spielern absolviert. Der Kader kam nach und nach zustande.

Wenn ich das Thema Kondition aufgreifen darf, da empfand ich uns in der Aufstiegssaison in den Anfangsspielen höchstens mal nicht auf Augenhöhe. Ganz extrem war es beim Eröffnungsspiel gegen St. Pauli, man führt 2-0, spielt den Gegner 80 Minuten gefühlt an die Wand und dann laufen die letzten 10-15 Minuten inkl. Nachspielzeit und plötzlich kann niemand mehr stehen und laufen. Da haben wir mit Glück noch 2-2 gespielt und nicht noch verloren. Sonst gab es in meinen Augen keine weiteren Ereignisse.

Ich glaube Thomas Reis versucht zu sehr der Kumpeltyp zu sein, jemand der den Spielern auch zu sehr vertrauen möchte. Der Ansatz ist ja grundsätzlich okay, wenn man aber Kontrolltermine festlegt und gewisse Dinge bzw. einen gewissen Leistungsstand überprüft. Wenn ich dann an seine letzte Vorbereitung bei uns denke und nachher hören muss, dass die Spieler alle Aufgaben mitbekommen haben, diese aber nicht wirklich umgesetzt haben, dann läuft da etwas gehörig falsch. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er dieses Jahr euren Spielern in der Sommerpause wieder zu sehr vertraut hat und jetzt im konditionellen Bereich einfach noch die paar Prozentpunkte fehlen, die dann ausschlaggebend sind.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#942
05.09.2023 - 15:20 Uhr
Quelle: schalke04.de
Umstrukturierung im Funktionsteam der Königsblauen: Jörn Menger übernimmt ab sofort das Amt des „Head of Performance“. Ihm unterstellt sind die Bereiche Therapie und Athletik. Er berichtet in seiner neuen Funktion direkt an Sportdirektor André Hechelmann.

PERSONAL 26.06.2023
Jörn Menger
„Wir haben die vergangenen Monate analysiert und ausgewertet. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns im Bereich Athletik, Prävention und Rehabilitation noch weiter verbessern können“, sagt Sportdirektor André Hechelmann. „Mit Jörn Menger haben wir einen exzellenten Fachmann, der mit seinen entsprechenden Qualitäten den Bereich der physischen Performance ab sofort verantworten wird. Zudem kennt er bereits das Innenleben des FC Schalke 04.”
Zitat von PeterMeier
Zitat von Jenne1710

Zitat von Heisenberg1848

Selbstreflexion ist nicht seine stärke und er kann sich nicht an Spielsituationen anpassen (Einwechslungen).
Außerdem nehmen unter ihm bei jedem Verein die muskulären Verletzungen zu.

Nein, wenn Du richtig liest und den Thread verfolgst dann ist es kein Beispiel....


Doch, wir haben genau dieselben Probleme die die Bochumer von vor einem Jahr in Bochum beschreiben.

Wir haben einen der Top 3 Kader der Liga, und mit einem Trainer wie Grammozis haben wir jetzt nach 5 Spieltagen mit dem Kader vermutlich auch einen Top 2 Platz.
Das meine ich ernst, dann ausser dem HSV-Spiel sollte unser Kader in Normalform jedes der anderen Spiele bisher gewinnen.
Stattdessen sind wir punktgleich mit der Abstiegsrelegation.

Bei Taktik und Aufstellung ist das von Reis diese Saison bisher miserabel.
Und "Selbstreflexion ist nicht seine stärke" kommt uns inzwischen auch bekannt vor.

Die ersten Spieler haben nach einer Stunde Krämpfe.
Nach 80 Minuten ist die gesamte Mannschaft platt.

Karaman und Lasme sind verletzt, und dann jammern die Leute dass unser Kader auf den Flügeln zu schlecht besetzt sei.
Welcher Trainer ist denn daran schuld dass wir so viele Verletzungen haben?
Diese vielen Muskelverletzungen sind nicht normal, vor allem nicht am Anfang der Saison und ohne englische Wochen.


Die Fitnessprobleme kann man aber nicht ausschließlich Reis anlasten. Das Mannschaftliche Zusammenspiel obliegt seiner Gesamtverantwortung, die physische Performance Menger, der seit ca. 2 Monaten Head of Performance ist. Natürlich setzt jeder Cheftrainer einen unterschiedlichen Fokus (Magath, Grammozis waren für brutale Konditionseinheiten in der Vorbereitung bekannt), aber das wollte ich nicht unerwähnt lassen.

Eine Verletztenmisere haben wir seit Jahren mit Ausnahme der Vizemeisterschaft 2018. Vorher und nachher war es eigentlich stets heftig. Wenn es mal zahlenmäßig nicht enorm war, dann konzentrierten sich die Ausfälle auf eine Position. Vor ein paar Jahren musste Mal Gspurning im Pokal spielen als Keeper #4, letztes Jahr verpflichteten wir notgedrungen einen finished Kolodziejczak und wurden wochenlang mit Yoshida X Matriciani als IV gefoltert.

Der valideste Kritikpunkt an Reis ist seine (taktische) Sturheit, an der er aber in den letzten Wochen zu arbeiten scheint.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#943
05.09.2023 - 15:50 Uhr
Zitat von Jenne1710

Korrigiere mich, aber die Muskelverletzungen sind allesamt aus dem Spiel in Braunschweig, oder?


Zumindest Idrizi hatte schon vorher etwas.

Zitat von Jenne1710

Vielleicht ja wirklich das Wetter und zu wenig Elektrolyte? Oder sollen wir uns nun wirklich darauf einigen, dass Reis an Muskelverletzungen schuld ist, dies aber nicht für alle Spieler zutrifft (was nun aber die Theorie mit Reis ins schwanken bringt,


Wenn am Anfang der Saison und ohne englische Wochen die gesamte Mannschaft schon vor Spielende platt ist, dann hat der Trainer da etwas gewaltig falsch gemacht.

In so einer Situation sind dann auch gehäufte Muskelverletzungen erwartbar.

Zitat von Jenne1710

zumal wir das in der letzten Saison auch nicht hatten


Ich frage mich inzwischen ob eine Gemeinsamkeit zwischen Reis bei Bochum letzte Saison und diese Saison bei uns ist dass er (bewusst oder unbewusst) keinen Bock mehr hat.

Zitat von Jenne1710

Der Beitrag des Bochumers ist doch zu Offensichtlich in der Intention: er will a)seinen persönlichen Frust gegen Reis ausleben und dann noch b) bei uns schlechte Stimmung erzeugen........da lass uns doch erst gar nicht darauf eingehen, oder?


Der Beitrag war informativ und relevant - im Gegensatz zu deinen inhaltsfreien Beleidigungen darauf die nur dazu dienen schlechte Stimmung zwischen Benutzern zu erzeugen.

Die absolute Oberfrechheit ist wenn du dann dem Anderen genau das unterstellst was nur du selber machst.

Für "Fans" wie dich muss man sich als Schalker schämen und sich bei den Opfern deiner Attacken entschuldigen.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#944
05.09.2023 - 16:03 Uhr
Zitat von elias04
Natürlich setzt jeder Cheftrainer einen unterschiedlichen Fokus (Magath, Grammozis waren für brutale Konditionseinheiten in der Vorbereitung bekannt), aber das wollte ich nicht unerwähnt lassen.

Eine Verletztenmisere haben wir seit Jahren mit Ausnahme der Vizemeisterschaft 2018. Vorher und nachher war es eigentlich stets heftig.


In der Aufstiegssaison vor 2 Jahren hatten wir nicht viele Verletzungen.

Latza hat sich damals am 1. Spieltag nach einer Viertelstunde das Knie verdreht, und Sané war ja schon lange vorher fast Sportinvalide.

Aber dass 4-5 Spieler gleichzeitig mit Muskelverletzungen ausgefallen sind hatten wir damals die ganze Saison nicht, ausser bei Ouwejan gegen Ende der Saison war da insgesamt nicht viel.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#945
05.09.2023 - 16:54 Uhr
Da ja immer mal wieder erwähnt wurde wie er als Trainer auch an der Kaderplanung beteiligt ist, möchte ich nur mal einwerfen, dass das nicht zwangsläufig heißt, dass er an einem schlecht zusammengestellten Kader Schuld ist.

Wenn ihm als simples Beispiel 3 Optionen für einen Transfer vorgelegt werden und alle 3 sind schlecht, dann ist es weniger seine Schuld wenn jemand schlechtes, oder sogar niemand, kommt.


Ob das im Falle von Reis und Schalke diese Saison so ähnlich war weiß ich natürlich nicht.
Es ist aber vielleicht nicht schlecht im Hinterkopf zu behalten, dass wir nicht wirklich wissen was da im Hintergrund passiert ist und was sich die Beteiligten gedacht haben.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#946
05.09.2023 - 17:34 Uhr
Schuld würde ich hier generell als das falsche Wort ansehen. Hechelmann ist der Hauptverantwortliche in Sachen Kaderplanung, aber Knäbel als dessen Vorgesetzter und Reis als der Trainer sind eben mitverantwortlich.

Die Vorstellung, dass Reis überhaupt irgendwas "vorgesetzt" wird halte ich für unrealistisch, in einer vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre. Hier im Forum wird das irgendwie immer so dargestellt, dass alle für sich und irgendwie auch gegeneinander arbeiten, damit man irgendwem dem schwarzen Peter zuschieben kann.

In Wahrheit haben doch alle drei dasselbe Ziel und zwar sportlichen Erfolg. Man hat sich für Reis entschieden und wie schon im Winter hat man zusammen den Kader geplant. Jenz und Uronen waren Spieler, die Hechelmann "entdeckt" hatte und Skarke ein Wunschspieler von Reis, Frey war ein Weggefährte von Knäbel.

Da haben sich offensichtlich alle eingebracht und zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass Reis da irgendwie unzufrieden war.

Jetzt läuft es nicht und plötzlich soll Reis quasi die Wahl gehabt haben zwischen Baumgartl und zwei Gurken, damit Hechelmann seinen Wunschspieler durchsetzen kann? Wenn Reis sagt, dass Baumgartl die Anforderungen nicht erfüllt und er mit dem nicht arbeiten kann, dann wird der auch nicht geholt. Genauso wie Flick im Winter abgegeben wurde.
Auch die Tatsache, dass man offenbar ohne gestandenen 10er plant, sondern ein 4-3-3 mit zwei Achtern, ist doch wohl eine Entscheidung des Trainers. Die Vorstellung, dass Reis Zulj oder Pantovic fordert, aber nur die Wahl zwischen Tempelmann, Gondorf und Erras bekommt, halte ich einfach nicht für haltbar, wenn man gemeinsam erfolgreich sein will.

Natürlich will man immer das beste und das beste wären wahrscheinlich Skarke, van den Berg und Leitsch gewesen, aber man kann doch nicht verlangen, dass der Sportdirektor immer Alternativen parat haben muss und sich dann beschweren, dass die Alternativen nicht die Wunschspieler sind.

Im Idealfall wäre Baumgartl schneller, aber wenn man an der Mittellinie verteidigt, ist es fast egal, ob man Schnecken oder Geparden in der Innenverteidigung hat, vor allem wenn das Mittelfeld keinen Widerstand leistet.
Der Kader hat Schwächen, aber in den bisherigen Spielen war nicht die individuelle Klasse das Problem, sondern das Zusammenspiel und wenn die Spieler nicht perfekt in das Wunschsystem des Trainers passen, muss der Trainer eben sein Wunschsystem anpassen oder die Konsequenzen tragen.

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Thomas Reis [ehem. Trainer] |#947
05.09.2023 - 19:41 Uhr
Zitat von Runaway

Schuld würde ich hier generell als das falsche Wort ansehen. Hechelmann ist der Hauptverantwortliche in Sachen Kaderplanung, aber Knäbel als dessen Vorgesetzter und Reis als der Trainer sind eben mitverantwortlich.

Die Vorstellung, dass Reis überhaupt irgendwas "vorgesetzt" wird halte ich für unrealistisch, in einer vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre. Hier im Forum wird das irgendwie immer so dargestellt, dass alle für sich und irgendwie auch gegeneinander arbeiten, damit man irgendwem dem schwarzen Peter zuschieben kann.

In Wahrheit haben doch alle drei dasselbe Ziel und zwar sportlichen Erfolg. Man hat sich für Reis entschieden und wie schon im Winter hat man zusammen den Kader geplant. Jenz und Uronen waren Spieler, die Hechelmann "entdeckt" hatte und Skarke ein Wunschspieler von Reis, Frey war ein Weggefährte von Knäbel.

Da haben sich offensichtlich alle eingebracht und zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass Reis da irgendwie unzufrieden war.

Jetzt läuft es nicht und plötzlich soll Reis quasi die Wahl gehabt haben zwischen Baumgartl und zwei Gurken, damit Hechelmann seinen Wunschspieler durchsetzen kann? Wenn Reis sagt, dass Baumgartl die Anforderungen nicht erfüllt und er mit dem nicht arbeiten kann, dann wird der auch nicht geholt. Genauso wie Flick im Winter abgegeben wurde.
Auch die Tatsache, dass man offenbar ohne gestandenen 10er plant, sondern ein 4-3-3 mit zwei Achtern, ist doch wohl eine Entscheidung des Trainers. Die Vorstellung, dass Reis Zulj oder Pantovic fordert, aber nur die Wahl zwischen Tempelmann, Gondorf und Erras bekommt, halte ich einfach nicht für haltbar, wenn man gemeinsam erfolgreich sein will.

Natürlich will man immer das beste und das beste wären wahrscheinlich Skarke, van den Berg und Leitsch gewesen, aber man kann doch nicht verlangen, dass der Sportdirektor immer Alternativen parat haben muss und sich dann beschweren, dass die Alternativen nicht die Wunschspieler sind.

Im Idealfall wäre Baumgartl schneller, aber wenn man an der Mittellinie verteidigt, ist es fast egal, ob man Schnecken oder Geparden in der Innenverteidigung hat, vor allem wenn das Mittelfeld keinen Widerstand leistet.
Der Kader hat Schwächen, aber in den bisherigen Spielen war nicht die individuelle Klasse das Problem, sondern das Zusammenspiel und wenn die Spieler nicht perfekt in das Wunschsystem des Trainers passen, muss der Trainer eben sein Wunschsystem anpassen oder die Konsequenzen tragen.


Es gibt aber auch etwas dazwischen. Es kann auch sein, dass Reis seine Spielerprofile nicht bekommen hat, aber Hechelmann ihm gute Spieler gegeben hat, die in etwa passen und sich beide das zu rosig ausgemalt haben. Dann bleibt es aber dabei, dass Reis seine Spielertypen nicht bekommen hat. Die passenden Spielertypen zu finden ist Aufgabe des Sportdirektors. Dass du Kritik daran direkt wieder als "es gab nicht nur Erras oder Tempelmann" reduzierst ist genauso unsachlich wie das was du anderen vorwirfst. Es hätte auch Baumgartl / Leistner / Heintz sein können, mit denen Hechelmann ankam und Reis sagte "naja gut, passt alles nicht perfekt, aber am ehesten nehme ich Baumgartl, der ist so gut, das kriege ich hin". Sowas halte ich schon für realistisch.

Dass es nicht an der individuellen Qualität lag, das sehe ich anders. Gerade wenn man sich die Gegentore ansieht.

Viel wichtiger ist mir aber: Da du ja von der Zusammensetzung des Kaders überzeugt zu sein scheinst, erkläre mir bitte, wie man aus dem Kader als Trainer etwas gut abgestimmtes bauen kann, was zur Aufgabe passt. Egal was man macht, irgednwas stimmt nie. Und das ist dann Verfehlung der Kaderplanung und macht es schwer das von einem Trainer zu fordern.

Beispiel:

Hoch stehen klappt nicht. Tief stehen geht auch nicht, weil wir ja Spiele häufig gewinnen wollen und die Gegner uns den Ball häufig lassen. Lösung wäre eventuell ein engangiert pressender midblock. Haben wir dafür die Pressingstarken Mittelfeldspieler? Sehe ich nicht.

Andere Variante wäre wie in Wiesbaden ein ruhiger Aufbau. Wie willst du dann den Gegner knacken, gerade wenn du einen weiteren Mittelfeldspieler nach hinten für den Aufbau und Absicherung ziehst. Da brauchst du dann 1 vs 1 Qualität in Mittelfeld und Außen. Die haben wir nicht.

Wierum anderes Problem: Wir haben sehr offensive LVs und einen langsamen LIV. Dazu wenig Qualität auf dem Flügel und viele Spieler, die super als zweite Spitze sind wie Karaman oder Lasme. Also Dreierkette? Ne geht nicht, da wir nur drei profitaugliche IVs haben. Viel zu dünn für eine Dreierkette. Mit Henning von mir aus vier. Auch das ist zu dünn. Und wer soll rechte Schiene machen? Brunner kannst da nicht besetzen. Also Brunner rauslassen oder auch in die IV? Könnt klappen als RIV, aber wer spielt dann rechts? Henning sicher nicht. Kozuki auch nicht. Tempelmann? Ne. Einzig Lasme ginge vielleicht. Allerdings hat der seine Stärken nicht im Flanken, wodurch wir wieder so ausrechenbar wären wie unter Grammozis. Und Defensivarbeit ist auch nicht seins. Heißt: Du musst eigentlich zusammen damit, dass Schallenberg sich im Zentrum nicht alleine wohl fühlt und um Lasmes fehlende defensive Kompetenz auszugleichen einen zweiten Mittelfeldspieler abstellen. Das dürfte im Aufbau gut aussehen mit Kaminski, Baumgartl, Brunner, Schallenberg, Seguin in einem 3+2 Aufbau. Aber dann? Dann haben wir Karaman und Terodde vorne, Ouwejan links und Lasme rechts. Alle nicht besonder spielstark oder gut im 1 vs 1. Wer soll im letzten Drittel also die Chancen kreieren? Alle Last würde auf dem Zehner liegen. Also auf einem 17 jährigen. Das ist auch nicht besonders erfolgsversprechend um stabil und verlässlich viele Spiele zu gewinnen.

Also du siehst: Egal was du machst, es gibt mit diesem Kader nichts, das man so bauen kann, dass man sagt es passt gut zusammen. Das nimmt von Reis nicht die Verantwortung von schlecht auf okay zu gehen. Aber für einen Trainer ist diese Kaderzusammenstellung für mich nahezu unlösbar, wenn das Ziel ist etwas gut passendes auf den Rasen zu kriegen, womit du aufsteigen kannst. Platz 6-9 ist drin aber für alles darüber fehlt mir die Kompatibilität. Egal was du machst, du musst entweder Situationen aufstellen, in denen Spiele gegenseitig ihre Schwächen betonen oder einzelen Spieler auf unpassenden Positonen aufstellen. Und wenn so ein Kader dann das Ergebnis der Kaderplanung ist, dann hat meiner Meinung nach der Sportdirektor keinen guten Job geleistet in diesem Transferfenster. Möglich wäre ein solcher aber gewesen. Auch it den dummen selbst auferlegten Fesseln, das Budget auf drei Jahre aufzuteilen und auf Leihen fast komplett zu verzichten. Ohne Kaufoption soogar ganz.

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Seit Geburt 1997 Schalker. Erste Bundesligaspiele in Bochum. Dazu Sympathie für den Club, die Fortuna und Ruhrgebiets- und Traditionsklubs. Top Elf der auf Schalke erlebten Spieler:
Raul Huntelaar
Böhme Lincoln Jones Farfan
Pander Naldo Bordon Rafinha
Fährmann
Bank: Rost, Nastasic, Höwedes, Kobiashvili, Rakitic, Sane, Asamoah, Kuranyi, Sand Trainer: Stevens/Rangnick Manager: Assauer

Dieser Beitrag wurde zuletzt von nibo1904 am 05.09.2023 um 19:43 Uhr bearbeitet
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#948
05.09.2023 - 20:09 Uhr
Zitat von Runaway

Eigentlich ist das ganz leicht. Wenn der Aufstieg das Ziel ist, dann hat Reis nicht mehr viel Zeit, bevor die Luft zu dünn für ihn wird. Wenn es für die Verantwortlichen prinzipiell kein Problem ist, wenn Schalke auch nächste Saison 2. Liga spielt, hat Reis auch noch mehr Zeit.

Für Reis spricht, dass er der beste Trainer ist, den wir seit langem hatten. Tedesco war auch gut, ist aber vereinfacht ausgedrückt an seiner mangelnden Erfahrung gescheitert.
Ich glaube, dass mit Ausnahme von Breitenreiter und mit Abstrichen Weinzierl jeder Weg so weit gegangen wurde, wie es möglich war, teilweise auch zu lang.

Breitenreiter hat sich unbedingt die Erwartungen erfüllt, aber auch keine schlechten Ergebnisse erzielt. Da wollte Heidel für seinen Start eben einen neuen Trainer. Was ich verständlich fand, aber wenn es dann nicht funktioniert, ist das mehr als ärgerlich.
Weinzierl hat die Mannschaft zwar nach dem miesen Saisonstart stabilisiert, aber nie irgendeine Form von Aufbruchstimmung erzeugt, so dass man bis zum Saisonende der Musik hinterher lief. Nach Spieltag 5 waren die Ergebnisse allerdings so "gut", dass man mit ihm in die neue Saison hätte gehen können. Aber ich glaube, da passte es menschlich zwischen Heidel und ihm nicht.

Tedesco hatte dann eine sehr erfolgreiche Saison und bekam in der zweiten Saison sehr viel Kredit und das aus meiner Sicht so lange wie es irgendwie ging. Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit ihm die Klasse gehalten hätten.

Wagner hat dann mit seinem aggressiven Pressing wieder Schwung in die Mannschaft bekommen. Wie wir wissen war das aber nicht von langer Dauer. Ich stehe weiterhin zu meiner damaligen Position, dass der Einbruch in erster Linie durch das extreme Verletzungspech kam und verteidige auch, dass man mit ihm die Saison beendete. Aber als die Mannschaft nach dem Lockdown noch schlechter war als vorher, hätte man eben nie die neue Saison mit ihm beenden dürfen.

Baum und Gross gingen dann gar nicht.

Grammozis war unterm Strich zwar nicht der richtige für den Wiederaufbau, aber er hat eine Mannschaft geformt und stabilisiert, mit sehr einfachen Mitteln gepunktet und dafür gesorgt, dass die Mannschaft einen enorm hohen Fitnessstand hatte. Nicht von ungefähr, war das die einzige Saison in der wir nicht die Seuche hatten. Es fehlte dann am Feinschliff, den es für den Aufstieg brauchte. Auch hier würde ich sagen, dass er so lange blieb, wie es ging, andere sagen zu lang, aber Zeit hatte er.

Kramer war der falsche Trainer, aber in der Rückschau muss ich sagen, dass ihm vielleicht sogar etwas zu viel angelastet wird. Seine Entscheidung alle "Fußballer" aus der Mannschaft zu entfernen war eine Reaktion auf eine der seltsamsten Niederlagen, die ich je gesehen habe, die Klatsche gegen Union. Bis dahin war die Punktausbeute zwar nicht gut, aber die Spiele gar nicht mal so schlecht. Die extreme Niederlagen Serie würde ich zwar auch auf seine Fähigkeiten zurückführen, aber genauso auf die Tatsache, dass wir mit der Innenverteidigung des Todes Matriciani-Yoshida spielen mussten.
Da aber deutlich erkennbar war, dass er auf keinen Fall Lösungen finden würde, hat man da am Ende noch mindestens 2 Spieltage verschenkt.

Lange Rede kurzer Sinn, ich würde nicht sagen, dass Schalke keine Kontinuität hat, weil die Geduld mit den Trainer fehlt, sondern weil die Trainer nicht gut ausgesucht wurden.
Reis hingegen wurde gut ausgesucht. Die Frage ist, was größer ist. Die Überzeugung vom Trainer oder der kurzfristige Aufstiegszwang.


Sehr guter Beitrag, auch wenn ich bei Wagner, Grammozis und Kramer die Sache schon noch ein bisschen negativer sehe als du. In der grundsätzlichen Linie gebe ich dir aber Recht. Wir können uns nicht vorwerfen lassen in den letzten Jahren zu wenig Geduld mit Trainer gehabt zu haben, sondern wenn dann eher zu lange an ihnen festgehalten zu haben. Dass die Qualität der Trainer mies war, sieht man ja an deren weiteren Karrieren. Alles was nach Huubs zweiter Amtszeit kam hatte keinen wirkklichen Erfolg nach uns außer Breitenreiter (der mit Heidels Beginn eine Sondersituation war) und Tedesco (der wegen seiner geringen Erfahrung eine Sondersituation war). Keller ist mehrmals gescheitert und vereinslos, Dii Matteo hatte einen kurzen Job nach uns, danach nichts mehr, Weinzierl ist mehrfach gescheitert und vereinslos. Klassenerhalt kann er noch irgendwie aber darüber wird es eng. Wagner hat Bern komplett in den Sand gesetzt. Championship geht gerade wieder, aber die Frage ist wie lang und diese Liga ist zwar individuell gut, aber taktisch eher nicht unbedingt plus etwas ganz anderes als um den Eurpapokal in der Bundesliga zu spielen, Gross hat keinen Trainerjob nach uns bekommen, Baum hat keinen Trainerjob nach uns bekommen, Grammozis ist vereinslos seit er hier war und Kramer ebenfalls.

Dass wir mit Reis endlich einen Trainer haben, der passt und der unbestritbar gute Fähigkeiten hat, sieht ja im Grundsatz nahezu jeder hier so. Jetzt ist die Frage: Aufstieg mit allem Biegen und Brechen oder diesen besten Trainer, den wir bekommen können auch eine schlechtere Saison im oberen Mittelfeld der zweiten Liga gönnen?

Aufstieg auf Biegen und Brechen würde mit der kommunizierten Strategie vom Budget her nicht zusammenpassen und eigentlich müsste man ihn dann jetzt austauchen. Denn 5 Punkte nach 7 Spielen haben und aufsteigen das kannst du knicken. Daher würde es für mich wenig Sinn ergeben, Reis nach den nächsten beiden Spielen zu entlassen. Gleichzeitig würde es ja nur Sinn ergeben, wenn man einen guten Nachfolger an der Hand hat und der Kader gut genug ist um aufzusteigen. Beides sehe ich nicht.

Ich befürchte aber, dass Hechelmann genau das tun wird. Er hat bereits in Interviews öffentlich Druck aufgebaut und sieht seinen Kader als Aufstiegskader. Eine für mich klare Fehleinschätzung. Und ich denke, er wird dann den besten Trainer für uns opfern, um sich an das Luftschloss Aufstieg zu klammern. Das würde ich für einen schweren Fehler halten. Bei dem track record von Knäbel in der Trainerauswahl, dem Markt und dem was Hechelmann so von seinem Lehrmeister Schröder mitbekommen hat an Trainerauswahl kann einem eigentlich nur Angst und Bange werden.

Für mich muss man mit Reis noch länger weitermachen. Sollten wir gegen Magdeburg und St. Pauli nicht jeweils 5:0 oder in die Richtung verlieren, muss man mit ihm weitermachen. Klar gibt es auch einen Punkt, an dem es nicht mehr geht. Aber wenn wir zur Winterpause nicht tief im Abstiegskampf steckken, dann sollte man das weiter durchziehen. Landen wir dann im oberen Mittelfeld, gilt es dann für mich im nächsten Sommer Reis die passenden Spieler zu geben, zur Not auch mit ein oder zwei Leihen und eventuell das Budget von drei Jahren auf zwei Jahre zu verkürzen. Dann muss man angreifen. Aber von Reis ewas zu verlangern, was ich mit diesem Kader als nicht möglich sehe und dann noch zu einem Zeitpunkt wo eh schon fast ales abgefahren ist, wäre dumm. Und das ganze dann für diese Kaliber an Trainern auf dem Markt aufgeben? Lieber nicht. Man kann sich zur Not ja auch nach der Saison trennen. Im Sommer hat man viel bessere Möglichkeiten auf dem Trainermarkt als jetzt. Aktuell kannst du fast nur ein gutes Projekt abbrechen für einen eher schwachen neuen Mann. Wenn ich aber die aktuell getötigten Aussagen höre, dann bekomme ich Angst, sehr große im Moment, dass wir hier alles an die Wand fahren werden diese Spielzeit.

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Seit Geburt 1997 Schalker. Erste Bundesligaspiele in Bochum. Dazu Sympathie für den Club, die Fortuna und Ruhrgebiets- und Traditionsklubs. Top Elf der auf Schalke erlebten Spieler:
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Böhme Lincoln Jones Farfan
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Bank: Rost, Nastasic, Höwedes, Kobiashvili, Rakitic, Sane, Asamoah, Kuranyi, Sand Trainer: Stevens/Rangnick Manager: Assauer

Dieser Beitrag wurde zuletzt von nibo1904 am 05.09.2023 um 20:11 Uhr bearbeitet
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#949
05.09.2023 - 20:35 Uhr
Ich würde mitgehen, dass da nichts perfekt zusammenpasst. Aber ich glaube weiterhin, dass es auf Reis' Mist gewachsen ist, dass Zalazar durch keinen 10er, sondern einen 8er ersetzt wurde und dann ist es aus Sicht, auch seine Aufgabe das Mittelfeld so zu bilden, dass man da entsprechend Zugriff hat.
Wenn man zu tief steht und der Gegner uns den Ball gibt, dann entstehen neue Probleme, aber bisher fehlt eben überhaupt die Basis auf der man aufbauen kann.

Soll er halt mit Raute spielen lassen. Dann hat man zwar mit Ouedraogo ein Greenhorn auf der 10, aber das ist dann abgesichert durch Seguin, Tempelmann und Schallenberg.
Blöd ist zwar, dass man dann rechts mit Brunner keinen offensivstarken AV hat, aber die meisten Teams müssen irgendwo einen Kompromiss eingehen.

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Thomas Reis [ehem. Trainer] |#950
05.09.2023 - 20:48 Uhr
Zitat von Runaway
Ich würde mitgehen, dass da nichts perfekt zusammenpasst. Aber ich glaube weiterhin, dass es auf Reis' Mist gewachsen ist, dass Zalazar durch keinen 10er, sondern einen 8er ersetzt wurde und dann ist es aus Sicht, auch seine Aufgabe das Mittelfeld so zu bilden, dass man da entsprechend Zugriff hat.
Wenn man zu tief steht und der Gegner uns den Ball gibt, dann entstehen neue Probleme, aber bisher fehlt eben überhaupt die Basis auf der man aufbauen kann.

Soll er halt mit Raute spielen lassen. Dann hat man zwar mit Ouedraogo ein Greenhorn auf der 10, aber das ist dann abgesichert durch Seguin, Tempelmann und Schallenberg.
Blöd ist zwar, dass man dann rechts mit Brunner keinen offensivstarken AV hat, aber die meisten Teams müssen irgendwo einen Kompromiss eingehen.


Und was macht deine These es sei Reis Bestreben gewesen wahrscheinlicher als es sei nicht hauptsächlich wegen ihm so mit der Zehn? Das sind doch beides Vermutungen, für die es jeweils wenig konkretes an Anzeichen gibt. Du nimmst das aber als gesetzt.

Und Raute halte ich für eine schlechte Lösung. Nicht nur passt Brunner nicht nur nicht optimal dahin, die Seite alleine zu bespielen dafür ist er komplett ungeeignet. Und außerdem löst das auch nahezu keines unserer Probleme. Kaminski muss tendenziell noch mehr Raum abdecken, da es keinen miarbeitenden LA gibt. Schallenberg bleibt weiterhin im Zentrum alleine im Sefchserraum, es fehlt dann nahezu jegliche Dynamik in unserem Spiel und gerade mit den Tempodefizten hinten sind verwaiste Flügel doch ein Fest zum kontern für die anderen Mannschaften. Tempo auf dem Flügel hat doch fast jede Mannschaft in der zweiten Liga. Terodde ist auch überhaupt kein Ausweichen der Stürmer, den du in der Raute brauchst. Gehe da nicht mit.

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