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Steffen Baumgart
Geburtsdatum 05.01.1972
Alter 54
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Steffen Baumgart [Trainer]

11.05.2021 - 11:22 Uhr
Steffen Baumgart [Trainer] |#2171
18.12.2023 - 14:22 Uhr
Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...
Steffen Baumgart [Trainer] |#2172
18.12.2023 - 14:37 Uhr
Zitat von LuLuLu
Das Ding ist einfach, dass wenn man die Hoffnung haben dürfte, dass Baumgart seine Spielweise in der Winterpause nochmal überdenkt und dann zu den richtigen Schlüssen kommt, wie er einfache Mittel und Torgefahr zurückbringen kann, dann hätten glaube ich die wenigsten etwas gegen seinen Verbleib beim FC. Nur genau diese Hoffnung habe ich bei ihm zumindest nicht, selbst wenn wir uns gegen Union einen Sieg erkämpfen sollten (wobei dann ausschlaggebend wäre, wie das Zustande käme).

Natürlich ist es auch für ihn unglücklich, dass die Kaderplanung so leichtgläubig auf die Abgänge zweier Topspieler reagiert hat (und ich gebe zu, das habe auch ich unterschätzt), andererseits macht Baumgart auch den Eindruck, als überlässt er diese komplett anderen Personen. Schon darin sehe ich eine größere Problematik, aber wenn dann sein (zumindest bekanntermaßen) einziger bisheriger Wunschspieler Steffen Tigges war, dann ist es mit der Einschätzung von Spielerfähigkeiten bzw. deren Qualität bei Baumgart vermutlich auch nicht weit her. Vielleicht kann man mit so einem auch einfach keinen Kader sinnvoll planen, ungeachtet der Tatsache, dass Kellers Trefferquote bisher auch nur bestenfalls Durchschnitt ist.


Ich glaube Baumgart hat es bei uns auf eine wirklich gute Weise vermocht das vorhandene Spielermaterial auf ein neues Level zu bringen. Was ihm meiner Beobachtung völlig abgeht, ist die Weiterentwicklung der Mannschaft. Der Blick in den Markt auf bestimmte Spieler, die das Team nochmal ergänzen und wieder besser machen oder eben neue Möglichkeiten schaffen, durch höhere technische Fertigkeiten etc. Quasi so das Auge wie es Alonso für Grimaldo besaß, der zuvor nicht so wirklich auffällig war. Grimaldo liefert in Leverkusen aber wahnsinnig gute Leistungen ab und macht das Team abermals besser.

Bei Selke schien er diesen Effekt zumindest kurzfristig zu erreichen. Maina hat er eigentlich auch gut integriert. Aber ähnlich wie bei Huseinbasic und Martel weiß ich bei der Personalie nicht, ob sie ein Wunsch von Baumgart gewesen ist.

Bei anderen Spielern wie Adamyan, Soldo, Limnios, Christensen oder Alidou scheint er selber nicht so richtig zu wissen wie er sie einsetzen kann oder soll.
Steffen Baumgart [Trainer] |#2173
18.12.2023 - 16:14 Uhr
Zitat von ralf81
Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? Ich persönlich halte es für grundfalsch, jetzt einen Trainerwechsel zu vollziehen. All die Stärken, die Baumgart ausgemacht haben, die hat er ja nicht verloren. Was er über die vergangenen Jahre viel mehr immer und immer wieder verloren hat, ist Qualität im Kader. Diese Qualität hat er sicherlich auch nicht freiwillig verloren, er wird keine Optionen gehabt haben. Der Verein musste gesunden. Es war und ist kein Geld dafür da, um die verlorene Qualität zu ersetzen. Was soll er denn dann noch machen? Er hat es doch lange Zeit noch gut mit der Mannschaft aufgefangen. Der Genickbruch kam nun mit der Verlust von Hector und Skhiri.

Und ganz ehrlich. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er die Qualität des übrig gebliebenen Kaders überschätzt hat. Aber hat er das wirklich? Was soll er denn in der Öffentlichkeit sagen, wenn er Hector und Skhiri verliert und auch keinen adäquaten Ersatz bekommt. Soll er öffentlich aussagen, dass der Kader zu schlecht ist, um die Bundesliga zu halten? Damit nimmt er den verbliebenen Spielern jegliche Motivation und damit zählt er seinen Vorgesetzten an, dass dieser einen schlechten Job gemacht hat.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass man mit diesem Trainer nötigenfalls in Liga 2 gehen sollte. Am Trainer liegt diese Saison nicht. Unser Kader ist zu schlecht. Bisher habe ich eigentlich auch noch Keller in Schutz genommen, da er viele Altlasten zu tragen hatte. Als ich aber lesen musste, dass Budget aus dem Sommer übrig geblieben sein soll, wenn ich auch lese, dass ein Verkauf von Ljubicic trotz der aktuellen Lage eine Option ist, ja dann muss auch ich nun inzwischen hinterfragen, ob Keller der richtige Mann für diesen Job ist. Konsolidierung und Gesundung finde ich gut und richtig. Aber ich kann doch nicht vorhandenes, wenn auch kleines, Budget ungenutzt lassen trotz der qualitativen Abgänge. Vor allem kann ich doch nicht ernsthaft einen der noch qualitativ stärkeren im Kader allen ernstes abgeben, wenn die Qualität offensichtlich so schon nicht ausreicht. Wenn das die Ideen und Lösungen von Herrn Keller sind, ja dann sollte man eher diese mal hinterfragen.

Übrigens zum Thema Abnutzung:
Das liegt auch ganz viel am Umfeld. Nimm dir mal Freiburg, denen wir gerade unterlegen waren. Die haben bereits seit vielen Jahren einen guten Trainer und permanente Kontinuität, der/die sich nicht abnutzt. Vor diesem Trainer hatten Sie ebenfalls lange Jahre einen Trainer, der bei uns kurzzeitig einmal Sportdirektor war. Auch dieser hat sich nicht abgenutzt. In Bremen gab es auch langjährige Trainer, die sich nicht abnutzten.

Ich sehe es als viel wichtiger an, dass wir Kontinuität halten. Wir sind nach wie vor Weltmeister darin, alles zu zerreden. Die jetzige Situation ist doch keine Überraschung. Es war doch klar, dass die Saison so verlaufen wird. Warum ist man nun darüber überrascht? Wenn ich den Maurermeister gehen lasse und die Mauer nur noch vom Auszubildenden bauen lasse, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die Mauer schief ist und umfällt.
Steffen Baumgart [Trainer] |#2174
18.12.2023 - 16:46 Uhr
Zitat von Effzeh-Jeck
Zitat von ralf81

Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? (...)


Über den Rest kann man sicherlich diskutieren und unterschiedliche Meinungen haben. Aber es gibt durchaus viele Trainer, die haben ein Jahr Erfolg und nutzen sich dann ab. Die rennen doch zu Hauf in erster und zweiter Liga rum...
Steffen Baumgart [Trainer] |#2175
18.12.2023 - 16:48 Uhr
Zitat von Effzeh-Jeck
Zitat von ralf81

Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? Ich persönlich halte es für grundfalsch, jetzt einen Trainerwechsel zu vollziehen. All die Stärken, die Baumgart ausgemacht haben, die hat er ja nicht verloren. Was er über die vergangenen Jahre viel mehr immer und immer wieder verloren hat, ist Qualität im Kader. Diese Qualität hat er sicherlich auch nicht freiwillig verloren, er wird keine Optionen gehabt haben. Der Verein musste gesunden. Es war und ist kein Geld dafür da, um die verlorene Qualität zu ersetzen. Was soll er denn dann noch machen? Er hat es doch lange Zeit noch gut mit der Mannschaft aufgefangen. Der Genickbruch kam nun mit der Verlust von Hector und Skhiri.

Und ganz ehrlich. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er die Qualität des übrig gebliebenen Kaders überschätzt hat. Aber hat er das wirklich? Was soll er denn in der Öffentlichkeit sagen, wenn er Hector und Skhiri verliert und auch keinen adäquaten Ersatz bekommt. Soll er öffentlich aussagen, dass der Kader zu schlecht ist, um die Bundesliga zu halten? Damit nimmt er den verbliebenen Spielern jegliche Motivation und damit zählt er seinen Vorgesetzten an, dass dieser einen schlechten Job gemacht hat.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass man mit diesem Trainer nötigenfalls in Liga 2 gehen sollte. Am Trainer liegt diese Saison nicht. Unser Kader ist zu schlecht. Bisher habe ich eigentlich auch noch Keller in Schutz genommen, da er viele Altlasten zu tragen hatte. Als ich aber lesen musste, dass Budget aus dem Sommer übrig geblieben sein soll, wenn ich auch lese, dass ein Verkauf von Ljubicic trotz der aktuellen Lage eine Option ist, ja dann muss auch ich nun inzwischen hinterfragen, ob Keller der richtige Mann für diesen Job ist. Konsolidierung und Gesundung finde ich gut und richtig. Aber ich kann doch nicht vorhandenes, wenn auch kleines, Budget ungenutzt lassen trotz der qualitativen Abgänge. Vor allem kann ich doch nicht ernsthaft einen der noch qualitativ stärkeren im Kader allen ernstes abgeben, wenn die Qualität offensichtlich so schon nicht ausreicht. Wenn das die Ideen und Lösungen von Herrn Keller sind, ja dann sollte man eher diese mal hinterfragen.

Übrigens zum Thema Abnutzung:
Das liegt auch ganz viel am Umfeld. Nimm dir mal Freiburg, denen wir gerade unterlegen waren. Die haben bereits seit vielen Jahren einen guten Trainer und permanente Kontinuität, der/die sich nicht abnutzt. Vor diesem Trainer hatten Sie ebenfalls lange Jahre einen Trainer, der bei uns kurzzeitig einmal Sportdirektor war. Auch dieser hat sich nicht abgenutzt. In Bremen gab es auch langjährige Trainer, die sich nicht abnutzten.

Ich sehe es als viel wichtiger an, dass wir Kontinuität halten. Wir sind nach wie vor Weltmeister darin, alles zu zerreden. Die jetzige Situation ist doch keine Überraschung. Es war doch klar, dass die Saison so verlaufen wird. Warum ist man nun darüber überrascht? Wenn ich den Maurermeister gehen lasse und die Mauer nur noch vom Auszubildenden bauen lasse, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die Mauer schief ist und umfällt.


Ein Trainer der sich nicht den Bedingungen anpassen kann, ist ein schlechter und falscher Trainer. Ein Klopp kann aus Großkreutz ein WMeister formen, ein SB aus Dietz kein Buli Stürmer. Das ist der Unterschied in der Trainerqualität. Wer aus viel viel macht, muss nicht unbedingt gut sein. Wer aus wenig nicht viel macht, ist eben schlecht. Daher muss der Wechsel vollzogen werden.
Steffen Baumgart [Trainer] |#2176
18.12.2023 - 16:57 Uhr
Zitat von Aachener-Jung
Zitat von Effzeh-Jeck

Zitat von ralf81

Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? Ich persönlich halte es für grundfalsch, jetzt einen Trainerwechsel zu vollziehen. All die Stärken, die Baumgart ausgemacht haben, die hat er ja nicht verloren. Was er über die vergangenen Jahre viel mehr immer und immer wieder verloren hat, ist Qualität im Kader. Diese Qualität hat er sicherlich auch nicht freiwillig verloren, er wird keine Optionen gehabt haben. Der Verein musste gesunden. Es war und ist kein Geld dafür da, um die verlorene Qualität zu ersetzen. Was soll er denn dann noch machen? Er hat es doch lange Zeit noch gut mit der Mannschaft aufgefangen. Der Genickbruch kam nun mit der Verlust von Hector und Skhiri.

Und ganz ehrlich. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er die Qualität des übrig gebliebenen Kaders überschätzt hat. Aber hat er das wirklich? Was soll er denn in der Öffentlichkeit sagen, wenn er Hector und Skhiri verliert und auch keinen adäquaten Ersatz bekommt. Soll er öffentlich aussagen, dass der Kader zu schlecht ist, um die Bundesliga zu halten? Damit nimmt er den verbliebenen Spielern jegliche Motivation und damit zählt er seinen Vorgesetzten an, dass dieser einen schlechten Job gemacht hat.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass man mit diesem Trainer nötigenfalls in Liga 2 gehen sollte. Am Trainer liegt diese Saison nicht. Unser Kader ist zu schlecht. Bisher habe ich eigentlich auch noch Keller in Schutz genommen, da er viele Altlasten zu tragen hatte. Als ich aber lesen musste, dass Budget aus dem Sommer übrig geblieben sein soll, wenn ich auch lese, dass ein Verkauf von Ljubicic trotz der aktuellen Lage eine Option ist, ja dann muss auch ich nun inzwischen hinterfragen, ob Keller der richtige Mann für diesen Job ist. Konsolidierung und Gesundung finde ich gut und richtig. Aber ich kann doch nicht vorhandenes, wenn auch kleines, Budget ungenutzt lassen trotz der qualitativen Abgänge. Vor allem kann ich doch nicht ernsthaft einen der noch qualitativ stärkeren im Kader allen ernstes abgeben, wenn die Qualität offensichtlich so schon nicht ausreicht. Wenn das die Ideen und Lösungen von Herrn Keller sind, ja dann sollte man eher diese mal hinterfragen.

Übrigens zum Thema Abnutzung:
Das liegt auch ganz viel am Umfeld. Nimm dir mal Freiburg, denen wir gerade unterlegen waren. Die haben bereits seit vielen Jahren einen guten Trainer und permanente Kontinuität, der/die sich nicht abnutzt. Vor diesem Trainer hatten Sie ebenfalls lange Jahre einen Trainer, der bei uns kurzzeitig einmal Sportdirektor war. Auch dieser hat sich nicht abgenutzt. In Bremen gab es auch langjährige Trainer, die sich nicht abnutzten.

Ich sehe es als viel wichtiger an, dass wir Kontinuität halten. Wir sind nach wie vor Weltmeister darin, alles zu zerreden. Die jetzige Situation ist doch keine Überraschung. Es war doch klar, dass die Saison so verlaufen wird. Warum ist man nun darüber überrascht? Wenn ich den Maurermeister gehen lasse und die Mauer nur noch vom Auszubildenden bauen lasse, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die Mauer schief ist und umfällt.


Ein Trainer der sich nicht den Bedingungen anpassen kann, ist ein schlechter und falscher Trainer. Ein Klopp kann aus Großkreutz ein WMeister formen, ein SB aus Dietz kein Buli Stürmer. Das ist der Unterschied in der Trainerqualität. Wer aus viel viel macht, muss nicht unbedingt gut sein. Wer aus wenig nicht viel macht, ist eben schlecht. Daher muss der Wechsel vollzogen werden.


Das Argument ist ja dann eher klar pro Baumgart. Er hat in den letzten zweieinhalb Jahren viele Spieler besser gemacht bzw. performen lassen.
Performen passt besser, wenn man in Bezug auf dein Beispiel berücksichtigt, dass Großkreutz nach der Klopp-Ära auch leistungsmäßig eingebrochen ist. Es war in dem Fall (auch) nicht nachhaltig.

•     •     •

Temporäre Sperren: 1
Steffen Baumgart [Trainer] |#2177
18.12.2023 - 17:01 Uhr
Zitat von Gagdele
Zitat von Aachener-Jung

Zitat von Effzeh-Jeck

Zitat von ralf81

Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? Ich persönlich halte es für grundfalsch, jetzt einen Trainerwechsel zu vollziehen. All die Stärken, die Baumgart ausgemacht haben, die hat er ja nicht verloren. Was er über die vergangenen Jahre viel mehr immer und immer wieder verloren hat, ist Qualität im Kader. Diese Qualität hat er sicherlich auch nicht freiwillig verloren, er wird keine Optionen gehabt haben. Der Verein musste gesunden. Es war und ist kein Geld dafür da, um die verlorene Qualität zu ersetzen. Was soll er denn dann noch machen? Er hat es doch lange Zeit noch gut mit der Mannschaft aufgefangen. Der Genickbruch kam nun mit der Verlust von Hector und Skhiri.

Und ganz ehrlich. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er die Qualität des übrig gebliebenen Kaders überschätzt hat. Aber hat er das wirklich? Was soll er denn in der Öffentlichkeit sagen, wenn er Hector und Skhiri verliert und auch keinen adäquaten Ersatz bekommt. Soll er öffentlich aussagen, dass der Kader zu schlecht ist, um die Bundesliga zu halten? Damit nimmt er den verbliebenen Spielern jegliche Motivation und damit zählt er seinen Vorgesetzten an, dass dieser einen schlechten Job gemacht hat.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass man mit diesem Trainer nötigenfalls in Liga 2 gehen sollte. Am Trainer liegt diese Saison nicht. Unser Kader ist zu schlecht. Bisher habe ich eigentlich auch noch Keller in Schutz genommen, da er viele Altlasten zu tragen hatte. Als ich aber lesen musste, dass Budget aus dem Sommer übrig geblieben sein soll, wenn ich auch lese, dass ein Verkauf von Ljubicic trotz der aktuellen Lage eine Option ist, ja dann muss auch ich nun inzwischen hinterfragen, ob Keller der richtige Mann für diesen Job ist. Konsolidierung und Gesundung finde ich gut und richtig. Aber ich kann doch nicht vorhandenes, wenn auch kleines, Budget ungenutzt lassen trotz der qualitativen Abgänge. Vor allem kann ich doch nicht ernsthaft einen der noch qualitativ stärkeren im Kader allen ernstes abgeben, wenn die Qualität offensichtlich so schon nicht ausreicht. Wenn das die Ideen und Lösungen von Herrn Keller sind, ja dann sollte man eher diese mal hinterfragen.

Übrigens zum Thema Abnutzung:
Das liegt auch ganz viel am Umfeld. Nimm dir mal Freiburg, denen wir gerade unterlegen waren. Die haben bereits seit vielen Jahren einen guten Trainer und permanente Kontinuität, der/die sich nicht abnutzt. Vor diesem Trainer hatten Sie ebenfalls lange Jahre einen Trainer, der bei uns kurzzeitig einmal Sportdirektor war. Auch dieser hat sich nicht abgenutzt. In Bremen gab es auch langjährige Trainer, die sich nicht abnutzten.

Ich sehe es als viel wichtiger an, dass wir Kontinuität halten. Wir sind nach wie vor Weltmeister darin, alles zu zerreden. Die jetzige Situation ist doch keine Überraschung. Es war doch klar, dass die Saison so verlaufen wird. Warum ist man nun darüber überrascht? Wenn ich den Maurermeister gehen lasse und die Mauer nur noch vom Auszubildenden bauen lasse, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die Mauer schief ist und umfällt.


Ein Trainer der sich nicht den Bedingungen anpassen kann, ist ein schlechter und falscher Trainer. Ein Klopp kann aus Großkreutz ein WMeister formen, ein SB aus Dietz kein Buli Stürmer. Das ist der Unterschied in der Trainerqualität. Wer aus viel viel macht, muss nicht unbedingt gut sein. Wer aus wenig nicht viel macht, ist eben schlecht. Daher muss der Wechsel vollzogen werden.


Das Argument ist ja dann eher klar pro Baumgart. Er hat in den letzten zweieinhalb Jahren viele Spieler besser gemacht bzw. performen lassen.
Performen passt besser, wenn man in Bezug auf dein Beispiel berücksichtigt, dass Großkreutz nach der Klopp-Ära auch leistungsmäßig eingebrochen ist. Es war in dem Fall (auch) nicht nachhaltig.


Wen genau hat er denn besser gemacht und zum CL Spieler geformt? Kenne keinen.
Steffen Baumgart [Trainer] |#2178
18.12.2023 - 17:56 Uhr
Zitat von Aachener-Jung
Zitat von Gagdele

Zitat von Aachener-Jung

Zitat von Effzeh-Jeck

Zitat von ralf81

Grundsätzlich finde ich, es ist ein normaler Prozess, dass sich ein Trainer mit der Zeit "abnutzt". Der Begriff "Abnutzen" kann hier sehr vielschichtig sein.

- Dem Trainer gehen die Ideen aus
- Die Spieler können die Ansprache des Trainers nicht mehr hören, bzw sie geht ihnen auf die Nerven
- Was bisher im Innenverhältnis als geradlinig galt, wird nun als stur aufgefasst.
- Was bisher im Innenverhältnis als flexibel galt, wird nun als wankelmütig aufgefasst.

Ein ganz normaler Prozess, der im Verhältnis Trainer - Spieler nahezu immer irgendwann auftritt. Es gibt tatsächlich im internationalen Profi-Manmschaftssport nur ganz wenige Trainer, die es schaffen, dass dieser Abnutzungseffekt sehr spät oder gar nie aufkommt. Diese Trainer bewundere ich persönlich sehr, was aber sicher nicht heißt, dass die Trainer, die das so nicht können, schlechte Trainer wären.

Können wir uns also nicht darauf einigen, dass sich Baumgart im Verhältnis zu Mannschaft und Verein jetzt abgenutzt hat und eine Veränderung beiden Seiten guttun würde. Und trotzdem kann man sich vielleicht auch in die Augen und gemeinsam auf zwei tolle Jahre zurückblicken?

Ich persönlich halte eine Trennung von Baumgart in der Winterpause für unumgänglich (ungeachtet des Ergebnisses in Berlin) und dennoch bin ich ihm für zwei angenehmere Jahre als FC Fan dankbar und wünsche mir auch, dass er selbst mit ein bisschen Abstand die erfolgreiche Zeit in Erinnerung behalten wird. Ohne Vorwurf, ohne "böses Blut"...

Noch ein Wort zum Kader: Ja, der ist sicher schwächer als letztes Jahr und ein Kader, der bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen muss. Aber er ist m.E. nicht so schwach, dass es in einem Heimspiel gegen Mainz nicht gelingt, mehr als eine Zufallschance herauszuspielen und gegen Mannschaften der oberen Hälfte nahezu IMMER chancenlos verliert...


Jetzt mal ganz ehrlich... Nach etwas mehr 2 Jahren eine Abnutzung zwischen Trainer und Spielern? Ich persönlich halte es für grundfalsch, jetzt einen Trainerwechsel zu vollziehen. All die Stärken, die Baumgart ausgemacht haben, die hat er ja nicht verloren. Was er über die vergangenen Jahre viel mehr immer und immer wieder verloren hat, ist Qualität im Kader. Diese Qualität hat er sicherlich auch nicht freiwillig verloren, er wird keine Optionen gehabt haben. Der Verein musste gesunden. Es war und ist kein Geld dafür da, um die verlorene Qualität zu ersetzen. Was soll er denn dann noch machen? Er hat es doch lange Zeit noch gut mit der Mannschaft aufgefangen. Der Genickbruch kam nun mit der Verlust von Hector und Skhiri.

Und ganz ehrlich. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er die Qualität des übrig gebliebenen Kaders überschätzt hat. Aber hat er das wirklich? Was soll er denn in der Öffentlichkeit sagen, wenn er Hector und Skhiri verliert und auch keinen adäquaten Ersatz bekommt. Soll er öffentlich aussagen, dass der Kader zu schlecht ist, um die Bundesliga zu halten? Damit nimmt er den verbliebenen Spielern jegliche Motivation und damit zählt er seinen Vorgesetzten an, dass dieser einen schlechten Job gemacht hat.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass man mit diesem Trainer nötigenfalls in Liga 2 gehen sollte. Am Trainer liegt diese Saison nicht. Unser Kader ist zu schlecht. Bisher habe ich eigentlich auch noch Keller in Schutz genommen, da er viele Altlasten zu tragen hatte. Als ich aber lesen musste, dass Budget aus dem Sommer übrig geblieben sein soll, wenn ich auch lese, dass ein Verkauf von Ljubicic trotz der aktuellen Lage eine Option ist, ja dann muss auch ich nun inzwischen hinterfragen, ob Keller der richtige Mann für diesen Job ist. Konsolidierung und Gesundung finde ich gut und richtig. Aber ich kann doch nicht vorhandenes, wenn auch kleines, Budget ungenutzt lassen trotz der qualitativen Abgänge. Vor allem kann ich doch nicht ernsthaft einen der noch qualitativ stärkeren im Kader allen ernstes abgeben, wenn die Qualität offensichtlich so schon nicht ausreicht. Wenn das die Ideen und Lösungen von Herrn Keller sind, ja dann sollte man eher diese mal hinterfragen.

Übrigens zum Thema Abnutzung:
Das liegt auch ganz viel am Umfeld. Nimm dir mal Freiburg, denen wir gerade unterlegen waren. Die haben bereits seit vielen Jahren einen guten Trainer und permanente Kontinuität, der/die sich nicht abnutzt. Vor diesem Trainer hatten Sie ebenfalls lange Jahre einen Trainer, der bei uns kurzzeitig einmal Sportdirektor war. Auch dieser hat sich nicht abgenutzt. In Bremen gab es auch langjährige Trainer, die sich nicht abnutzten.

Ich sehe es als viel wichtiger an, dass wir Kontinuität halten. Wir sind nach wie vor Weltmeister darin, alles zu zerreden. Die jetzige Situation ist doch keine Überraschung. Es war doch klar, dass die Saison so verlaufen wird. Warum ist man nun darüber überrascht? Wenn ich den Maurermeister gehen lasse und die Mauer nur noch vom Auszubildenden bauen lasse, darf ich mich auch nicht wundern, wenn die Mauer schief ist und umfällt.


Ein Trainer der sich nicht den Bedingungen anpassen kann, ist ein schlechter und falscher Trainer. Ein Klopp kann aus Großkreutz ein WMeister formen, ein SB aus Dietz kein Buli Stürmer. Das ist der Unterschied in der Trainerqualität. Wer aus viel viel macht, muss nicht unbedingt gut sein. Wer aus wenig nicht viel macht, ist eben schlecht. Daher muss der Wechsel vollzogen werden.


Das Argument ist ja dann eher klar pro Baumgart. Er hat in den letzten zweieinhalb Jahren viele Spieler besser gemacht bzw. performen lassen.
Performen passt besser, wenn man in Bezug auf dein Beispiel berücksichtigt, dass Großkreutz nach der Klopp-Ära auch leistungsmäßig eingebrochen ist. Es war in dem Fall (auch) nicht nachhaltig.


Wen genau hat er denn besser gemacht und zum CL Spieler geformt? Kenne keinen.


Salih Özcan und Modeste durften dank Baumgart zum BVB wechseln und Championsleague spielen
Steffen Baumgart [Trainer] |#2179
18.12.2023 - 17:59 Uhr
Florian Kainz oder Benno Schmitz. Die haben zumindest zwei Jahre auf einem mehr als anständigen Niveau performt.

Das Problem bei Baumgart ist auch, dass aktuell nichts gelingt. Weder die Stöger'sche Taktik des unentschiedenen Eichhörnchens, das fleißig Punkte sammelt, noch anspruchsvollen Fußball zelebrieren und so tun als wäre weiter nichts los. Als Außenstehender ist es kaum zu beurteilen, ob Baumgart hier das Paradigma wechselt. Womöglich glaubt die Mannschaft selber kaum daran, dass sie einfach mal ein Tor erzielen kann. Aktuell ist auch wenig zu sehen, dass der Mannschaft Selbstvertrauen schenken könnte. Kainz muss vorne gefühlt den Alleinunterhalter spielen, Waldschmidt ist ein ewiges Talent, das zeigt warum er heuer bei uns spielt und Uth kann körperlich nicht so wie er will. Da fehlt im Augenblick die Idee, wie man das zu einer funktionierenden Offensive zusammenbastelt. Und hier sehe ich bei Baumgart ein Problem in der mangelnden Flexibilität. Er muss doch ein einsehen haben, dass die Mannschaft Sicherheit braucht und wenn sie das notfalls im 4-2-3-1 lernt. Mir fehlen bei den Aufstellungen jedenfalls die Ideen, wie das funktionieren soll. Da hilft auch kein Verweis auf die Abgänge.
Steffen Baumgart [Trainer] |#2180
18.12.2023 - 18:01 Uhr
Wenn man einen Trainer (korrekterweise) dafür lobt, wenn er Spieler besser gemacht hat, dann muss man ihn genauso auch dafür in die Verantwortung nehmen, wenn Spieler schlechter werden.

Kainz, Ljubicic, Schmitz sind nur Schatten ihrer selbst. Auch ein Maina war letzte Saison mit seinen 11 Scorern deutlich erfolgreicher. Waldschmidt hatte deutlich erfolgreichere Saison als die aktuelle und so ein bisschen kann man auch Paqarada da mit reinnehmen, der praktisch nichts von dem zeigt, was ihn bei St. Pauli so stark gemacht hat.
Dazu kommt komplette Stagnation bei seinen Wunschspielern Tigges und Kilian. Das lässt sich nicht alles auf Keller schieben.

•     •     •

"The blacksmith shook his head. He never whistled at his work, unless some disaster (such as frost in May) had duly occurred after he had foretold it. Since he was daily foretelling disasters of every kind, few happened that he had not foretold, and he was able to take credit of them. It was his chief pleasure; so naturally he was reluctant to do anything to avert them."
J.R.R. Tolkien, Farmer Giles of Ham
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