| Geburtsdatum | 23.11.1980 |
|---|---|
| Alter | 45 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | RC Lens |
Dino Toppmöller [Trainer]
12.06.2023 - 09:20 Uhr
19.01.2026 - 11:45 Uhr
Zitat von Adlerschwinge
Noch nicht, oder? Vielleicht möchten einige noch etwas zu Toppmöller schreiben?
Noch nicht, oder? Vielleicht möchten einige noch etwas zu Toppmöller schreiben?
Außerdem ist er ja weiter bei uns angestellt. Ist ja "nur" freigestellt.
Vielleicht könnte man den ja Threadtitel anpassen.
19.01.2026 - 12:12 Uhr
Zitat von Frankurt1988
Zembrod und Buck sind ziemlich sicher raus, dafür sind sie zu sehr mit Toppmöller verknüpft. Bei Fießer wäre es zumindest vorstellbar, dass er als Co trainer bleibt. Hängt natürlich maßgeblich vom neuen Trainer ab.
Zitat von Rooney2301
Weiß man eigentlich, was mit dem Trainerteam passiert? Also Zembrod, Buck und Fießer?
Weiß man eigentlich, was mit dem Trainerteam passiert? Also Zembrod, Buck und Fießer?
Zembrod und Buck sind ziemlich sicher raus, dafür sind sie zu sehr mit Toppmöller verknüpft. Bei Fießer wäre es zumindest vorstellbar, dass er als Co trainer bleibt. Hängt natürlich maßgeblich vom neuen Trainer ab.
Da hast du absolut richtig gelegen, nur Fießer bleibt.
https://www.kicker.de/eintracht-trennt-sich-von-toppmoeller-assistenten-nur-fiesser-bleibt-1185293/artikel
19.01.2026 - 12:39 Uhr
Danke Dino!
Der schwierige Plan der Umstellung des Systems hat Streckenweise gut, dieses Saison eher nicht mehr funktioniert.
Das Problem ist, wir alle habe die gleichen Probleme bei der Mannschaft erkannt. Keiner von uns ist nah genug an der Mannschaft, um von Außen die Lösung zu präsentieren. Das ist Aufgabe des Trainers.
Ich vermute, die gleiche Ratlosigkeit die wir haben, hatte am Ende auch das Trainerteam.
Machmal gibt es aber auch nicht "den" Grund, sonder irgendwas passt einfach nicht mehr, ohne das man genau sagen kann warum. Und das scheint hier einfach der Fall zu sein.
Daher ist die Trennung - so schade ich sie finde - richtig und konsequent.
Der schwierige Plan der Umstellung des Systems hat Streckenweise gut, dieses Saison eher nicht mehr funktioniert.
Das Problem ist, wir alle habe die gleichen Probleme bei der Mannschaft erkannt. Keiner von uns ist nah genug an der Mannschaft, um von Außen die Lösung zu präsentieren. Das ist Aufgabe des Trainers.
Ich vermute, die gleiche Ratlosigkeit die wir haben, hatte am Ende auch das Trainerteam.
Machmal gibt es aber auch nicht "den" Grund, sonder irgendwas passt einfach nicht mehr, ohne das man genau sagen kann warum. Und das scheint hier einfach der Fall zu sein.
Daher ist die Trennung - so schade ich sie finde - richtig und konsequent.
19.01.2026 - 12:51 Uhr
In der PK hat Krösche recht deutlich gesagt, dass die Entlassung darauf basiert, dass man das Gefühl hatte es passe nicht mehr zwischen Team und Trainer - und nach den Äußerungen Toppmöllers vor und vor allem nach dem Spiel (Art und Weise der Gegentore nach Fehlern der Außenspieler) wird es da sicher vor allem um die Taktik gehen . Toppmöllers Ansprüche an die Spieler konnten nicht umgesetzt werden und er war nicht in der Lage das zu skalieren. Und da man nicht die ganze Mannschaft austauschen kann musste man dann da reagieren und schauen ob man einen Trainer bekommt, der eine Taktik findet, die vom Denkansatz von den Spielern umgesetzt werden kann.
Toppmöller erinnert da vll. eher an Guardiola mit seinem tiefergehenden Taktikansatz, vll auch jemand der dann bei einem absoluten Topclub besser funktioniert.
Toppmöller erinnert da vll. eher an Guardiola mit seinem tiefergehenden Taktikansatz, vll auch jemand der dann bei einem absoluten Topclub besser funktioniert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Heikomm am 19.01.2026 um 12:52 Uhr bearbeitet
19.01.2026 - 13:01 Uhr
Die PK klang schwer nach Abnutzungserscheinungen zwischen Dino und dem Team, besonders hängen geblieben ist Krösches Formulierung die Mannschaft und das Trainerteam habe sich etwas "verkeilt".
19.01.2026 - 13:06 Uhr
Zitat von Tormund
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Zitat von CornyTalks
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Da werden wir nicht auf einen Nenner kommen, das ist mir klar und letztlich auch egal, denn meine Meinung zu dem Thema ist durch die bereits erfolgte Entlassung ja sowieso hinfällig (nicht, dass sie vorher eine Bedeutung für die Entscheidungsfindung der sportlichen Verantwortlichen gehabt hätte).
Ich halte sechs Monate kontinuierlich schlechte Entwicklung für eine übertriebene Darstellung der Thematik und ich schließe mich den vielen Stimmen an, die immer und immer wieder gesagt haben, dass es nicht (alleine) am Trainer liegt. Natürlich hat Toppmöller Fehler gemacht, das leugne ich überhaupt nicht. Und viele seiner Entscheidungen haben die Situation nicht verbessert und auch womöglich manchmal verschlechtert. Aber ein unrunder Kader, ein sehr viel größeres Verletzungspech als in den vergangenen beiden Jahren und dazu noch einige langanhaltende Formtiefs absoluter Leistungsträger kommen auf teils mangelhafte Trainerleistungen eben auch noch obendrauf und das ist dann nichts, wofür man den Trainer belangen kann. Traditionell ist das dann aber eben die erste Stellschraube, an der gedreht wird. Vielleicht spricht aus mir jetzt auch einfach das Gefühl der emotionalen Überforderung, weil es eine so ungewohnte Situation ist, die wir als Eintrachtfans seit fast zehn Jahren nicht mehr erleben mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ihm weitermacht.
Wie Du oder andere Fans, die seinen Entlassung fordern, das finden, interessiert mich letztlich nicht. Nenn mich gern einen naiven Fußballromantiker, aber ich hätte ihn gerne weiter an der Seitenlinie gesehen. Ich finde, er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er die richtigen Schlüsse aus schwierigen Situationen ziehen kann und jetzt war es das erste Mal so, dass eine sportlich unbefriedigende Lage über eine längere Zeit nicht besser geworden ist. Ich hätte ihm zugetraut, das zu drehen und die unbestritten vorhandene Qualität im Kader herauszuholen, aber das wird jetzt jemand anderes tun müssen.
Die Frage wird jetzt eben sein, wer das machen kann und ich hoffe, Krösche wird die beantworten können. Namen wie Marco Rose, Edin Terzic oder Roger Schmidt, die ich alle schon gelesen habe, überzeugen mich null und ich hoffe, es wird keiner der drei. Menschlich wären alle drei für mein Empfinden ein Downgrade zu Dino, ganz zu schweigen davon, was die Identifikation mit der Eintracht angeht. Aber der Schuss muss sitzen, denn wenn der Nachfolger die Lösung nicht parat hat, wird es unbequem werden. Dann hat man einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, der sich zudem mehr mit der SGE identifiziert hat als viele andere vor ihm, unnötigerweise rausgehauen und die Kurve hinterher nicht bekommen. Ich hoffe, dass es nicht so kommen wird, aber leider ist das auch nach einer Nacht drüber schlafen meine Erwartungshaltung für die Rückrunde. Ich glaube, wir müssen uns auf eine Saison 26/27 ohne Europa einstellen und die Verantwortung wird letztlich auf Krösches Kopf fallen und nicht auf den von Dino. Aber das ist Zukunftsmusik und gehört in diesem Thread nicht weiter ausgeführt.
19.01.2026 - 16:18 Uhr
Ich bedanke mich für die letzten interessanten wie aus meiner Sicht erfolgreichen 2,5 Jahren und wünsche Dino Toppmöller beruflich und privat alles Gute.
20.01.2026 - 10:17 Uhr
Zitat von CornyTalks
Da werden wir nicht auf einen Nenner kommen, das ist mir klar und letztlich auch egal, denn meine Meinung zu dem Thema ist durch die bereits erfolgte Entlassung ja sowieso hinfällig (nicht, dass sie vorher eine Bedeutung für die Entscheidungsfindung der sportlichen Verantwortlichen gehabt hätte).
Ich halte sechs Monate kontinuierlich schlechte Entwicklung für eine übertriebene Darstellung der Thematik und ich schließe mich den vielen Stimmen an, die immer und immer wieder gesagt haben, dass es nicht (alleine) am Trainer liegt. Natürlich hat Toppmöller Fehler gemacht, das leugne ich überhaupt nicht. Und viele seiner Entscheidungen haben die Situation nicht verbessert und auch womöglich manchmal verschlechtert. Aber ein unrunder Kader, ein sehr viel größeres Verletzungspech als in den vergangenen beiden Jahren und dazu noch einige langanhaltende Formtiefs absoluter Leistungsträger kommen auf teils mangelhafte Trainerleistungen eben auch noch obendrauf und das ist dann nichts, wofür man den Trainer belangen kann. Traditionell ist das dann aber eben die erste Stellschraube, an der gedreht wird. Vielleicht spricht aus mir jetzt auch einfach das Gefühl der emotionalen Überforderung, weil es eine so ungewohnte Situation ist, die wir als Eintrachtfans seit fast zehn Jahren nicht mehr erleben mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ihm weitermacht.
Wie Du oder andere Fans, die seinen Entlassung fordern, das finden, interessiert mich letztlich nicht. Nenn mich gern einen naiven Fußballromantiker, aber ich hätte ihn gerne weiter an der Seitenlinie gesehen. Ich finde, er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er die richtigen Schlüsse aus schwierigen Situationen ziehen kann und jetzt war es das erste Mal so, dass eine sportlich unbefriedigende Lage über eine längere Zeit nicht besser geworden ist. Ich hätte ihm zugetraut, das zu drehen und die unbestritten vorhandene Qualität im Kader herauszuholen, aber das wird jetzt jemand anderes tun müssen.
Die Frage wird jetzt eben sein, wer das machen kann und ich hoffe, Krösche wird die beantworten können. Namen wie Marco Rose, Edin Terzic oder Roger Schmidt, die ich alle schon gelesen habe, überzeugen mich null und ich hoffe, es wird keiner der drei. Menschlich wären alle drei für mein Empfinden ein Downgrade zu Dino, ganz zu schweigen davon, was die Identifikation mit der Eintracht angeht. Aber der Schuss muss sitzen, denn wenn der Nachfolger die Lösung nicht parat hat, wird es unbequem werden. Dann hat man einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, der sich zudem mehr mit der SGE identifiziert hat als viele andere vor ihm, unnötigerweise rausgehauen und die Kurve hinterher nicht bekommen. Ich hoffe, dass es nicht so kommen wird, aber leider ist das auch nach einer Nacht drüber schlafen meine Erwartungshaltung für die Rückrunde. Ich glaube, wir müssen uns auf eine Saison 26/27 ohne Europa einstellen und die Verantwortung wird letztlich auf Krösches Kopf fallen und nicht auf den von Dino. Aber das ist Zukunftsmusik und gehört in diesem Thread nicht weiter ausgeführt.
Zitat von Tormund
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Zitat von CornyTalks
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Da werden wir nicht auf einen Nenner kommen, das ist mir klar und letztlich auch egal, denn meine Meinung zu dem Thema ist durch die bereits erfolgte Entlassung ja sowieso hinfällig (nicht, dass sie vorher eine Bedeutung für die Entscheidungsfindung der sportlichen Verantwortlichen gehabt hätte).
Ich halte sechs Monate kontinuierlich schlechte Entwicklung für eine übertriebene Darstellung der Thematik und ich schließe mich den vielen Stimmen an, die immer und immer wieder gesagt haben, dass es nicht (alleine) am Trainer liegt. Natürlich hat Toppmöller Fehler gemacht, das leugne ich überhaupt nicht. Und viele seiner Entscheidungen haben die Situation nicht verbessert und auch womöglich manchmal verschlechtert. Aber ein unrunder Kader, ein sehr viel größeres Verletzungspech als in den vergangenen beiden Jahren und dazu noch einige langanhaltende Formtiefs absoluter Leistungsträger kommen auf teils mangelhafte Trainerleistungen eben auch noch obendrauf und das ist dann nichts, wofür man den Trainer belangen kann. Traditionell ist das dann aber eben die erste Stellschraube, an der gedreht wird. Vielleicht spricht aus mir jetzt auch einfach das Gefühl der emotionalen Überforderung, weil es eine so ungewohnte Situation ist, die wir als Eintrachtfans seit fast zehn Jahren nicht mehr erleben mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ihm weitermacht.
Wie Du oder andere Fans, die seinen Entlassung fordern, das finden, interessiert mich letztlich nicht. Nenn mich gern einen naiven Fußballromantiker, aber ich hätte ihn gerne weiter an der Seitenlinie gesehen. Ich finde, er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er die richtigen Schlüsse aus schwierigen Situationen ziehen kann und jetzt war es das erste Mal so, dass eine sportlich unbefriedigende Lage über eine längere Zeit nicht besser geworden ist. Ich hätte ihm zugetraut, das zu drehen und die unbestritten vorhandene Qualität im Kader herauszuholen, aber das wird jetzt jemand anderes tun müssen.
Die Frage wird jetzt eben sein, wer das machen kann und ich hoffe, Krösche wird die beantworten können. Namen wie Marco Rose, Edin Terzic oder Roger Schmidt, die ich alle schon gelesen habe, überzeugen mich null und ich hoffe, es wird keiner der drei. Menschlich wären alle drei für mein Empfinden ein Downgrade zu Dino, ganz zu schweigen davon, was die Identifikation mit der Eintracht angeht. Aber der Schuss muss sitzen, denn wenn der Nachfolger die Lösung nicht parat hat, wird es unbequem werden. Dann hat man einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, der sich zudem mehr mit der SGE identifiziert hat als viele andere vor ihm, unnötigerweise rausgehauen und die Kurve hinterher nicht bekommen. Ich hoffe, dass es nicht so kommen wird, aber leider ist das auch nach einer Nacht drüber schlafen meine Erwartungshaltung für die Rückrunde. Ich glaube, wir müssen uns auf eine Saison 26/27 ohne Europa einstellen und die Verantwortung wird letztlich auf Krösches Kopf fallen und nicht auf den von Dino. Aber das ist Zukunftsmusik und gehört in diesem Thread nicht weiter ausgeführt.
@CornyTalks Ich kann deinen Frust total verstehen und bin in einem Punkt absolut bei dir: Es wäre zu einfach und auch falsch, Dino Toppmöller die alleinige Schuld an der Misere zu geben. Da spielen – wie du sagst – Verletzungspech, individuelle Formkrisen und sicher auch Kader-Unwuchten eine Rolle. Dass er menschlich super gepasst hat, bestreitet glaube ich niemand ernsthaft.
Aber – und das ist der Haken an der Sache – wir sind jetzt an einem Punkt, an dem zwingend eine Veränderung her muss, wenn wir die Saisonziele nicht komplett begraben wollen. Und da greift leider der pragmatische Mechanismus des Profifußballs:
Der Trainer ist nun mal die Stellschraube, an der man am schnellsten, effektivsten und effizientesten drehen kann, um einen neuen Impuls zu setzen. Die anderen Faktoren, die du nennst (und die sicher Teil des Problems sind), lassen sich kurzfristig nicht lösen:
Du kannst nicht mitten in der Saison den kompletten Kader austauschen.
Eine Reform der medizinischen Abteilung oder der sportlichen Führung (also Krösche selbst) braucht viel zu lange, um auf dem Platz Wirkung zu zeigen.
Es geht hier weniger um "Schuld" im moralischen Sinne, sondern um Handlungsfähigkeit. Krösche hat das ja in seiner Begründung ähnlich durchblicken lassen. Die Trennung ist der Versuch, über die einzig verfügbare Variable kurzfristig die Blockade in den Köpfen und Beinen zu lösen.
Ob die Nachfolger (Terzic, Rose & Co.) menschlich ein Downgrade sind, steht auf einem anderen Blatt – da teile ich deine Skepsis sogar. Aber rein sportlich-strategisch war der Cut an dieser Stelle wohl leider alternativlos, weil alle anderen Maßnahmen zu lange dauern würden.
20.01.2026 - 11:00 Uhr
Am Ende greifen eben auch bei uns die Mechanismen - die Saisonziele sind (stark) gefährdet, die Verantwortlichen hatten nicht mehr das Gefühl, dass Dino das Ruder rumreißen kann und so kommt es zur ersten "echten" Trainerentlassung seit fast genau 10 Jahren (damals Armin Veh).
Damals ein echter Wendepunkt, Kovac kam, Relegation wurde geschafft, Büffelherde, DFB Pokal-Sieg - naja, alles was dann eben so kam.
Muss ehrlich sagen, dass es sich für mich noch nicht nach Wendepunkt anfühlt - in erster Linie finde ich die Entlassung schade, auch wenn ich sie zu 100% nachvollziehen kann. Toppmöller war für mich der Trainer, der wahrscheinlich seit Funkel am meisten die Eintracht gelebt hat. Selbst hier gespielt, Papa Toppmöller als Trainer schon hier gewesen - da hat einfach sehr, sehr viel gepasst auf der menschlichen Ebene.
Genauso wie die sportlichen Ergebnisse in den ersten beiden Jahren gepasst haben.
Das erste super-schwierige Jahr mit einem riesen Umbruch (80% der Scorer aus der Vorsaison verloren), quasi ohne echten Stürmer in die erste Saisonhälfte gestartet - am Ende ein respektabler Platz 6. Spieler groß gemacht (Pacho, Marmoush, Ekitike - später Brown, Larsson usw.).
Im zweiten Jahr Platz 3 geholt - (tabellarisch) bestes Jahr seit mehr als 30 Jahren, erste CL Quali über die Liga.
Und doch konnten sich viele nicht mit Toppmöller anfreunden. Zu biederer Fußball, "kein System", "alles Glück", "nur wegen Spieler XYZ.." - was hat man nicht alles lesen müssen. Ruhig war es eigentlich nie um Toppmöller, auch wenn der sich nie hat aus der Ruhe bringen lassen.
Diese Saison sportlich deutlich unter unseren Möglichkeiten - das kann man Stand jetzt schon so sagen. Und dann kommen eben die "normalen" Mechanismen. Auch bei uns, nach fast genau 10 Jahren ohne echte Trainerentlassung. Ich bin gespannt darauf wer kommt, was da kommt und ob auch diese Entscheidung ein (positiver) Wendepunkt für uns wird - wie vor 10 Jahren.
Vielen Dank Dino - du hattest einen großen Anteil an dem Weg, den wir in den letzten 2,5 Jahren gegangen sind. Deinen Platz in unserer Geschichte hast du dir verdient.
Damals ein echter Wendepunkt, Kovac kam, Relegation wurde geschafft, Büffelherde, DFB Pokal-Sieg - naja, alles was dann eben so kam.
Muss ehrlich sagen, dass es sich für mich noch nicht nach Wendepunkt anfühlt - in erster Linie finde ich die Entlassung schade, auch wenn ich sie zu 100% nachvollziehen kann. Toppmöller war für mich der Trainer, der wahrscheinlich seit Funkel am meisten die Eintracht gelebt hat. Selbst hier gespielt, Papa Toppmöller als Trainer schon hier gewesen - da hat einfach sehr, sehr viel gepasst auf der menschlichen Ebene.
Genauso wie die sportlichen Ergebnisse in den ersten beiden Jahren gepasst haben.
Das erste super-schwierige Jahr mit einem riesen Umbruch (80% der Scorer aus der Vorsaison verloren), quasi ohne echten Stürmer in die erste Saisonhälfte gestartet - am Ende ein respektabler Platz 6. Spieler groß gemacht (Pacho, Marmoush, Ekitike - später Brown, Larsson usw.).
Im zweiten Jahr Platz 3 geholt - (tabellarisch) bestes Jahr seit mehr als 30 Jahren, erste CL Quali über die Liga.
Und doch konnten sich viele nicht mit Toppmöller anfreunden. Zu biederer Fußball, "kein System", "alles Glück", "nur wegen Spieler XYZ.." - was hat man nicht alles lesen müssen. Ruhig war es eigentlich nie um Toppmöller, auch wenn der sich nie hat aus der Ruhe bringen lassen.
Diese Saison sportlich deutlich unter unseren Möglichkeiten - das kann man Stand jetzt schon so sagen. Und dann kommen eben die "normalen" Mechanismen. Auch bei uns, nach fast genau 10 Jahren ohne echte Trainerentlassung. Ich bin gespannt darauf wer kommt, was da kommt und ob auch diese Entscheidung ein (positiver) Wendepunkt für uns wird - wie vor 10 Jahren.
Vielen Dank Dino - du hattest einen großen Anteil an dem Weg, den wir in den letzten 2,5 Jahren gegangen sind. Deinen Platz in unserer Geschichte hast du dir verdient.
20.01.2026 - 11:22 Uhr
Zitat von Moooob
@CornyTalks Ich kann deinen Frust total verstehen und bin in einem Punkt absolut bei dir: Es wäre zu einfach und auch falsch, Dino Toppmöller die alleinige Schuld an der Misere zu geben. Da spielen – wie du sagst – Verletzungspech, individuelle Formkrisen und sicher auch Kader-Unwuchten eine Rolle. Dass er menschlich super gepasst hat, bestreitet glaube ich niemand ernsthaft.
Aber – und das ist der Haken an der Sache – wir sind jetzt an einem Punkt, an dem zwingend eine Veränderung her muss, wenn wir die Saisonziele nicht komplett begraben wollen. Und da greift leider der pragmatische Mechanismus des Profifußballs:
Der Trainer ist nun mal die Stellschraube, an der man am schnellsten, effektivsten und effizientesten drehen kann, um einen neuen Impuls zu setzen. Die anderen Faktoren, die du nennst (und die sicher Teil des Problems sind), lassen sich kurzfristig nicht lösen:
Du kannst nicht mitten in der Saison den kompletten Kader austauschen.
Eine Reform der medizinischen Abteilung oder der sportlichen Führung (also Krösche selbst) braucht viel zu lange, um auf dem Platz Wirkung zu zeigen.
Es geht hier weniger um "Schuld" im moralischen Sinne, sondern um Handlungsfähigkeit. Krösche hat das ja in seiner Begründung ähnlich durchblicken lassen. Die Trennung ist der Versuch, über die einzig verfügbare Variable kurzfristig die Blockade in den Köpfen und Beinen zu lösen.
Ob die Nachfolger (Terzic, Rose & Co.) menschlich ein Downgrade sind, steht auf einem anderen Blatt – da teile ich deine Skepsis sogar. Aber rein sportlich-strategisch war der Cut an dieser Stelle wohl leider alternativlos, weil alle anderen Maßnahmen zu lange dauern würden.
Zitat von CornyTalks
Da werden wir nicht auf einen Nenner kommen, das ist mir klar und letztlich auch egal, denn meine Meinung zu dem Thema ist durch die bereits erfolgte Entlassung ja sowieso hinfällig (nicht, dass sie vorher eine Bedeutung für die Entscheidungsfindung der sportlichen Verantwortlichen gehabt hätte).
Ich halte sechs Monate kontinuierlich schlechte Entwicklung für eine übertriebene Darstellung der Thematik und ich schließe mich den vielen Stimmen an, die immer und immer wieder gesagt haben, dass es nicht (alleine) am Trainer liegt. Natürlich hat Toppmöller Fehler gemacht, das leugne ich überhaupt nicht. Und viele seiner Entscheidungen haben die Situation nicht verbessert und auch womöglich manchmal verschlechtert. Aber ein unrunder Kader, ein sehr viel größeres Verletzungspech als in den vergangenen beiden Jahren und dazu noch einige langanhaltende Formtiefs absoluter Leistungsträger kommen auf teils mangelhafte Trainerleistungen eben auch noch obendrauf und das ist dann nichts, wofür man den Trainer belangen kann. Traditionell ist das dann aber eben die erste Stellschraube, an der gedreht wird. Vielleicht spricht aus mir jetzt auch einfach das Gefühl der emotionalen Überforderung, weil es eine so ungewohnte Situation ist, die wir als Eintrachtfans seit fast zehn Jahren nicht mehr erleben mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ihm weitermacht.
Wie Du oder andere Fans, die seinen Entlassung fordern, das finden, interessiert mich letztlich nicht. Nenn mich gern einen naiven Fußballromantiker, aber ich hätte ihn gerne weiter an der Seitenlinie gesehen. Ich finde, er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er die richtigen Schlüsse aus schwierigen Situationen ziehen kann und jetzt war es das erste Mal so, dass eine sportlich unbefriedigende Lage über eine längere Zeit nicht besser geworden ist. Ich hätte ihm zugetraut, das zu drehen und die unbestritten vorhandene Qualität im Kader herauszuholen, aber das wird jetzt jemand anderes tun müssen.
Die Frage wird jetzt eben sein, wer das machen kann und ich hoffe, Krösche wird die beantworten können. Namen wie Marco Rose, Edin Terzic oder Roger Schmidt, die ich alle schon gelesen habe, überzeugen mich null und ich hoffe, es wird keiner der drei. Menschlich wären alle drei für mein Empfinden ein Downgrade zu Dino, ganz zu schweigen davon, was die Identifikation mit der Eintracht angeht. Aber der Schuss muss sitzen, denn wenn der Nachfolger die Lösung nicht parat hat, wird es unbequem werden. Dann hat man einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, der sich zudem mehr mit der SGE identifiziert hat als viele andere vor ihm, unnötigerweise rausgehauen und die Kurve hinterher nicht bekommen. Ich hoffe, dass es nicht so kommen wird, aber leider ist das auch nach einer Nacht drüber schlafen meine Erwartungshaltung für die Rückrunde. Ich glaube, wir müssen uns auf eine Saison 26/27 ohne Europa einstellen und die Verantwortung wird letztlich auf Krösches Kopf fallen und nicht auf den von Dino. Aber das ist Zukunftsmusik und gehört in diesem Thread nicht weiter ausgeführt.
Zitat von Tormund
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Zitat von CornyTalks
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Ich halte das für einen Fehler, trotz der sportlich nicht befriedigenden Situation. Ich bin der Meinung, dass Dino perfekt zur Eintracht gepasst hat, definitiv menschlich und von der Mentalität her. Es gab unbestritten Tiefs unter seiner Ägide und ich bin alles andere als zufrieden mit der sportlichen Entwicklung diese Saison. Aber ich halte ihn grundsätzlich für einen guten Trainer und glaube, man hätte da gemeinsam rauskommen können. Außerdem wüsste ich nicht, wer es jetzt spontan besser machen könnte. Die Dino-Hater werden das feiern und als Bestätigung sehen, dass sie angeblich seit zweieinhalb Jahren recht gehabt hätten, was natürlich Unfug ist. Aber die Eintracht ist heute von einem fast zehn Jahre währenden Prinzip abgewichen. Finde ich extrem enttäuschend.
Wie kann man denn nach 6 Monaten kontinuierlich schlechter Entwicklung noch erwarten dass da wieder etwas in die richtige Richtung gegangen wäre gerade wenn man auch seine Aussagen zu Rate zieht. Man stellt sich gegen Bremen (!) hinten rein und er erzählt was davon das die Spieler zu offensiv verteidigen. Er war doch offensichtlich selbst ratlos wie man hier reagieren soll.
Er geht mit einem verdienten Erfolg aus der letzten Saison und bevor sein Bild hier komplett kaputt geht. Die Reißleine war hier notwendig um weiteren Schaden von allen Beteiligten zu verhindern. Der Weg zusammen war einfach zu Ende.
Da werden wir nicht auf einen Nenner kommen, das ist mir klar und letztlich auch egal, denn meine Meinung zu dem Thema ist durch die bereits erfolgte Entlassung ja sowieso hinfällig (nicht, dass sie vorher eine Bedeutung für die Entscheidungsfindung der sportlichen Verantwortlichen gehabt hätte).
Ich halte sechs Monate kontinuierlich schlechte Entwicklung für eine übertriebene Darstellung der Thematik und ich schließe mich den vielen Stimmen an, die immer und immer wieder gesagt haben, dass es nicht (alleine) am Trainer liegt. Natürlich hat Toppmöller Fehler gemacht, das leugne ich überhaupt nicht. Und viele seiner Entscheidungen haben die Situation nicht verbessert und auch womöglich manchmal verschlechtert. Aber ein unrunder Kader, ein sehr viel größeres Verletzungspech als in den vergangenen beiden Jahren und dazu noch einige langanhaltende Formtiefs absoluter Leistungsträger kommen auf teils mangelhafte Trainerleistungen eben auch noch obendrauf und das ist dann nichts, wofür man den Trainer belangen kann. Traditionell ist das dann aber eben die erste Stellschraube, an der gedreht wird. Vielleicht spricht aus mir jetzt auch einfach das Gefühl der emotionalen Überforderung, weil es eine so ungewohnte Situation ist, die wir als Eintrachtfans seit fast zehn Jahren nicht mehr erleben mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ihm weitermacht.
Wie Du oder andere Fans, die seinen Entlassung fordern, das finden, interessiert mich letztlich nicht. Nenn mich gern einen naiven Fußballromantiker, aber ich hätte ihn gerne weiter an der Seitenlinie gesehen. Ich finde, er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er die richtigen Schlüsse aus schwierigen Situationen ziehen kann und jetzt war es das erste Mal so, dass eine sportlich unbefriedigende Lage über eine längere Zeit nicht besser geworden ist. Ich hätte ihm zugetraut, das zu drehen und die unbestritten vorhandene Qualität im Kader herauszuholen, aber das wird jetzt jemand anderes tun müssen.
Die Frage wird jetzt eben sein, wer das machen kann und ich hoffe, Krösche wird die beantworten können. Namen wie Marco Rose, Edin Terzic oder Roger Schmidt, die ich alle schon gelesen habe, überzeugen mich null und ich hoffe, es wird keiner der drei. Menschlich wären alle drei für mein Empfinden ein Downgrade zu Dino, ganz zu schweigen davon, was die Identifikation mit der Eintracht angeht. Aber der Schuss muss sitzen, denn wenn der Nachfolger die Lösung nicht parat hat, wird es unbequem werden. Dann hat man einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, der sich zudem mehr mit der SGE identifiziert hat als viele andere vor ihm, unnötigerweise rausgehauen und die Kurve hinterher nicht bekommen. Ich hoffe, dass es nicht so kommen wird, aber leider ist das auch nach einer Nacht drüber schlafen meine Erwartungshaltung für die Rückrunde. Ich glaube, wir müssen uns auf eine Saison 26/27 ohne Europa einstellen und die Verantwortung wird letztlich auf Krösches Kopf fallen und nicht auf den von Dino. Aber das ist Zukunftsmusik und gehört in diesem Thread nicht weiter ausgeführt.
@CornyTalks Ich kann deinen Frust total verstehen und bin in einem Punkt absolut bei dir: Es wäre zu einfach und auch falsch, Dino Toppmöller die alleinige Schuld an der Misere zu geben. Da spielen – wie du sagst – Verletzungspech, individuelle Formkrisen und sicher auch Kader-Unwuchten eine Rolle. Dass er menschlich super gepasst hat, bestreitet glaube ich niemand ernsthaft.
Aber – und das ist der Haken an der Sache – wir sind jetzt an einem Punkt, an dem zwingend eine Veränderung her muss, wenn wir die Saisonziele nicht komplett begraben wollen. Und da greift leider der pragmatische Mechanismus des Profifußballs:
Der Trainer ist nun mal die Stellschraube, an der man am schnellsten, effektivsten und effizientesten drehen kann, um einen neuen Impuls zu setzen. Die anderen Faktoren, die du nennst (und die sicher Teil des Problems sind), lassen sich kurzfristig nicht lösen:
Du kannst nicht mitten in der Saison den kompletten Kader austauschen.
Eine Reform der medizinischen Abteilung oder der sportlichen Führung (also Krösche selbst) braucht viel zu lange, um auf dem Platz Wirkung zu zeigen.
Es geht hier weniger um "Schuld" im moralischen Sinne, sondern um Handlungsfähigkeit. Krösche hat das ja in seiner Begründung ähnlich durchblicken lassen. Die Trennung ist der Versuch, über die einzig verfügbare Variable kurzfristig die Blockade in den Köpfen und Beinen zu lösen.
Ob die Nachfolger (Terzic, Rose & Co.) menschlich ein Downgrade sind, steht auf einem anderen Blatt – da teile ich deine Skepsis sogar. Aber rein sportlich-strategisch war der Cut an dieser Stelle wohl leider alternativlos, weil alle anderen Maßnahmen zu lange dauern würden.
Ich verstehe Deine Punkte, aber ich sehe halt bei keinem der aktuell genannten Namen, dass der es unbedingt besser machen wird. Fussball2000 hat ja gestern auch lange über das Thema gesprochen (u.a.) und da wurde auch angeführt, dass eines der größten Mankos beim aktuellen Favoriten Rose die mangelhafte defensive Stabilität sei. Bei Dortmund 52 Gegentore in 34 Ligaspielen und auch in Leipzig war das einer der Gründe, warum er gehen musste. Ich möchte das aber nicht weiter hier diskutieren, weil es dafür einen eigenen Thread gibt und es mir hier vor allem darum ging, meine Enttäuschung über die Entlassung von Dino auszudrücken. Wie die Zukunft aussieht, wird sich zeigen, aber ich bin nach der Demission skeptischer über den weiteren Saisonverlauf als vorher. Musst Du nicht teilen, die Sichtweise, ist in Ordnung für mich.
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