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Benedikt Höwedes
Geburtsdatum 29.02.1988
Alter 38
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe k. A.
Vertrag bis -
Position Innenverteidiger
Fuß k. A.
Akt. Verein Karriereende

Leistungsdaten:

#4 Benedikt Höwedes

14.07.2015 - 19:04 Uhr
#4 Benedikt Höwedes |#1711
31.08.2017 - 22:40 Uhr
Zitat von Fibonacci1123

Aber ich finde es auch nicht akzeptabel, wenn ein 31-jähriger Trainerneuling ohne jegliche Erfolge (außer 2.Liga-Feuerwehrmann) direkt zum Amtsantritt den langjährigen Kapitän eigenhändig entmachtet und vergrault in einem Maße, dass dieser Schlüsselspieler den Verein verlässt.
Solche vermeintlichen Machtdemonstrationen sind Zeichen von Schwäche, nicht Souveränität.


sorry, aber so viel Dünnpfiff in einem einzigen Absatz ist ja echt nicht auszuhalten...

Ein 65-jähriger erfahrener Trainergreis mit mehreren CL-Gewinnen im Gepäck hätte also zum Amtsantritt Höwedes eigenmächtig entmachten und vergraulen dürfen?
Und dann redest du von Schlüsselspieler... Wo war denn Höwedes für uns die letzten Jahre ein Schlüsselspieler? Als Kapitän ging er vorweg und vom Einsatz her hat er auch immer alles gegeben. Aber unter einem Schlüsselspieler verstehe ich einen Spieler, der für unser Spielsystem unverzichtbar ist und mit seinem Spielstil unserem Spielsystem den Stempel aufdrückt. Das hat Höwedes sicherlich nie.

Kann es nicht vielleicht sein, dass die Entmachtung von Höwedes keine Machtdemonstration des Trainers war, sondern vielleicht was dies notwendig. Wir hatten die letzten Jahre unter Höwedes als Kapitän viele Grüppchenbildungen in der Mannschaft. Zudem hat Tedesco ja auch ausdrücklich die Entmachtung damit erklärt, dass er die Last auf mehrere Schultern verteilen will. Vielleicht war da ja auch schon klar, dass Höwedes wohl spätestens nächste Saison geht. Tedesco will wohl langfristig mit einem Kapitän zusammenarbeiten. Das ist mit Gorre nicht möglich - und mit Höwedes wäre es wohl auch nichts geworden; da beide Spieler wohl die nächsten 1-2 Jahre gewechselt wären.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 **** SpVgg Greuther Fürth

BILD - hinterfotzig, scheinheilig, volksverdummend, hetzerisch
#4 Benedikt Höwedes |#1712
31.08.2017 - 22:48 Uhr
http://m.11freunde.de/interview/drei-schalke-fans-fragen-benedikt-hoewedes-antwortet?kompletter-artikel

Ganz spannend in dem Kontext. Das Interview wirkt jetzt nicht so, als würde Bene wenige Wochen später allein wegen gelegentlichen Bankplatzes flüchten. Daran glaube ich auch nicht. Aber wer weiß, wer ihm alles (aus Mannschaft und Vereinsführung) das Misstrauen ausgesprochen hat.

Ist es nicht durchaus möglich, dass Mannschaft und AR ihm signalisiert haben, dass das ne gute Entscheidung von Tedesco war? Andeutungen, dass er bei Fans immer beliebter war als im Team gab es ja viele. Vielleicht bezieht sich seine Enttäuschung auf etwas mehr als DT? Ist mir zu einfach, 16 Jahre wegen dem bisschen Stammplatz wegzuwerfen.

Vielleicht ist es so simpel, dass er sich nicht wirklich willkommen und gewollt fühlte. Dann geht man besser, in sämtlichen Lebenssituationen.
#4 Benedikt Höwedes |#1713
31.08.2017 - 22:49 Uhr
Zitat von Sisyphos04
Zitat von Fibonacci1123

Aber ich finde es auch nicht akzeptabel, wenn ein 31-jähriger Trainerneuling ohne jegliche Erfolge (außer 2.Liga-Feuerwehrmann) direkt zum Amtsantritt den langjährigen Kapitän eigenhändig entmachtet und vergrault in einem Maße, dass dieser Schlüsselspieler den Verein verlässt.
Solche vermeintlichen Machtdemonstrationen sind Zeichen von Schwäche, nicht Souveränität.


Genau das ist überhaupt kein Kriterium und darf es nicht sein. Tedesco ist Cheftrainer und er MUSS seine Kompetenz als Cheftrainer einfordern, sonst, demontiert er sich schon mit dem ersten Trainingstag selbst. Hierbei ist irrelevant, welches Alter oder Meriten er hat, er ist in der Position des Cheftrainers...

Die Kapitänsfrage oder auch die in Rede stehende Stammplatzgarantie würde ich - bei allen Unklarheiten - aber nicht notwendig als symbolischen Akt sehen, das wäre in der Tat diskutabel als Manifest der Schwäche. Nach den Erklärungen (ob glaubhaft oder nicht) ging es ja eher darum, die Hierarchie der mannschaft breiter zu machen und das "Führerprinzip" (sorry, aber so heißt es noch, oder sonst eben in englisch Leader...) aufzubrechen. Das ist alles rational und plausibel

Ich will aber nichts behaupten, was ich nicht wissen kann. Ich denke es gibt rationale und emotionale Aspekte, und in dem Fall dürften die auch ein Gemenge bilden, zumindest auf Benes Seite, was ich ihm zugestehe... - ist halt auch nen Schalker, der Jong'...


Effenberg hat als Trainerneuling auch erstmal in Paderborn gepoltert und ein paar Spieler ausgemustert. Das sollte Stärke zeigen, verpuffte aber und stieß auf Ablehnung. Das Resultat war der totale Absturz.

Alles was ich sagen möchte: Es kommt mir persönlich so vor, dass Tedesco das Gefühl hat, Stärke aktiv durch solche Aktionen zeigen zu müssen. Meiner Ansicht nach zeigt er damit aber Schwäche und betreibt gleichzeitig Raubbau an der Kaderqualität. Dass diese durch Höwedes' Abgang gesunken ist, wird wohl niemand bestreiten.
Man kann auch die "Kompetenz als Cheftrainer" auf eine sanftere, nicht weniger respektable Art einfordern. Klopp hatte nie Respektprobleme trotz seiner Kumpel-Art, Tuchel hingegen hat sich viele Feinde gemacht mit seiner offensiven Art. Ich würde das eher als Unerfahrenheit und Unsicherheit des Neulings betrachten.

Aber wieder zurück zu Höwedes: Hier wird sich zu sehr an das Wort "Stammplatzgarantie" geklammert als wären wir beim EA Fußballmanager, wo ich das tatsächlich ein Problem war. Höwedes wollte sicher nicht die Garantie, alle 34 Spiele + Pokal zu bestreiten. Er wollte aber logischerweise auch nicht auf eine Stufe mit einem Jugendspieler gestellt werden. Da ist einfach Feingefühl gefragt. Weder dem Bestandspersonal zuviel Macht geben, noch deren Bedeutung ins Lächerliche ziehen.

Ich schätze, dass Höwedes einfach ein bisschen mehr Dankbarkeit und Respekt erwartet hat für seine Rolle im Verein. Er hat Schalke nun mal die Stange gehalten in Krisenzeiten und wurde dafür allerorten gelobt. Jetzt soll er einfach ein x-beliebiger Spieler sein. Das akzeptiert er nicht und geht. Davon kann man halten was man will. Ich find's richtig, manch anderer findet es feige. Faktisch bleibt aber eine große sportliche Schwächung eines ohnehin schon über die Jahre geschundenen Kaders.
#4 Benedikt Höwedes |#1714
31.08.2017 - 22:57 Uhr
Ich finde es irgendwie auffällig, dass sich kein Spieler auf den Social Media Portalen zum Höwedes Abschied äußert. Keine warmen Worte zum Abschied. Weder von Goretzka, noch von Fährmann, Embolo, Meyer oder Di Santo. Bei Seos Abgang hatte noch jeder ein Bild gepostet und viel Erfolg gewünscht. Ja, selbst bei Caicara haben sich einige zu Wort gemeldet.
Eventuell will man nicht den Hauch der Vermutung zulassen, dass man sich gegen den Trainer stellt. Jedoch glaube ich nicht, dass es ihnen aus dem Verein jemand übel nehmen würde. Nicht bei so einem verdienten Spieler wie Bene.
Gab es eventuell tatsächlich einen Bruch zwischen Team und Kapitän? Natürlich nur Spekulation, allein beruhend auf Social Media Aktivitäten, aber möglich wäre es ja doch...

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<< Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben, was er will. Es gibt viele Dichter im Fußball, aber die gewinnen keine Titel. >>
#4 Benedikt Höwedes |#1715
31.08.2017 - 23:11 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Effenberg hat als Trainerneuling auch erstmal in Paderborn gepoltert und ein paar Spieler ausgemustert. Das sollte Stärke zeigen, verpuffte aber und stieß auf Ablehnung. Das Resultat war der totale Absturz.

Alles was ich sagen möchte: Es kommt mir persönlich so vor, dass Tedesco das Gefühl hat, Stärke aktiv durch solche Aktionen zeigen zu müssen. Meiner Ansicht nach zeigt er damit aber Schwäche und betreibt gleichzeitig Raubbau an der Kaderqualität. Dass diese durch Höwedes' Abgang gesunken ist, wird wohl niemand bestreiten.


Und du hast immernoch nicht verstanden, dass Höwedes nicht ausgemustert wurde. Geht langsam mal in die Köpfe rein, dass hier niemand abgesägt wurde und auch niemand aussortiert wurde? In deinem zweiten Teil des Beitrages hast du doch ein paar vernünftige Ansätze. Mensch, warum willst du es schon wieder Tedesco in die Schuhe schieben?

Höwedes wurde die Kapitänsbinde abgenommen (aus ziemlich verständlichen Gründen und mit einer plausiblen Erklärung, er sollte übrigens weiterhin wichtiger Teil des Mannschaftsrats sein). Dann hatte er im Sommer eine OP und wurde deshalb in den ersten Spielen noch geschont.

Aber passt natürlich super ins Bild. Der Junge Trainer entmachtet den Kapitän und lässt ihn auf der Bank schmoren, bis der weg will. Und alle denken sich dann "Was ein starker Typ". Hat aber nicht funktioniert, weil jetzt alle denken "Wegen dem ist Höwedes weg".

Klar, hat Effenberg mit Brückner und Saglik auch gemacht, jetzt steigen wir ein paar mal ab und wenn alle Vereine dann die Lizenz bekommen, spielen wir in 4 Jahren Regionalliga. rolleyes Muss ja alles ab jetzt genau so laufen wie in PB

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Fußball wird gespielt, um Ergebnisse zu erzielen, aber Ergebnisse sind nicht immer der beste Maßstab in der Bewertung
#4 Benedikt Höwedes |#1716
31.08.2017 - 23:38 Uhr
Zitat von Lord_Z
http://m.11freunde.de/interview/drei-schalke-fans-fragen-benedikt-hoewedes-antwortet?kompletter-artikel

Ganz spannend in dem Kontext. Das Interview wirkt jetzt nicht so, als würde Bene wenige Wochen später allein wegen gelegentlichen Bankplatzes flüchten. Daran glaube ich auch nicht. Aber wer weiß, wer ihm alles (aus Mannschaft und Vereinsführung) das Misstrauen ausgesprochen hat.

Ist es nicht durchaus möglich, dass Mannschaft und AR ihm signalisiert haben, dass das ne gute Entscheidung von Tedesco war? Andeutungen, dass er bei Fans immer beliebter war als im Team gab es ja viele. Vielleicht bezieht sich seine Enttäuschung auf etwas mehr als DT? Ist mir zu einfach, 16 Jahre wegen dem bisschen Stammplatz wegzuwerfen.

Vielleicht ist es so simpel, dass er sich nicht wirklich willkommen und gewollt fühlte. Dann geht man besser, in sämtlichen Lebenssituationen.


Das was du schreibst, und auch das was @Ruhrpott-Messi eingebracht hat, sind schon Indizien, aus denen man im dichten Nebel des Unwissens mehr machen kann, und ganz unplausibel erscheint es nicht.

Vielleicht aber zunächst zum AR - ich glaube nicht, dass der eine große Rolle gespielt hat, bin mir auch gar nicht sicher inwiefern dieser bei Verkäufen zustimmungspflichtig ist; Heidel dürfte sich aber sicher zumindest bei Tönnies abgesichert haben, falls das nicht der Fall ist.

Zum Standing in der Mannschaft können wir im Endeffekt auch nur etwas sagen, was wir auf dem Platz mitbekommen. Du argumentierst ja gerne in der HR-Dimension, und da können wir schon etwas spekulieren, welche Rolle Bene als Führungskraft im Team gespielt hat. Das woran ich mich vor allem erinnere: Wenn es im Match nicht lief, dann neigte Bene stets dazu, einerseits seine Mitspieler anzuschreien (hier: Merkmal des Cholerikers) und überdies dann die Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten wie im Reflex an sich zu ziehen, dass er Plötzlich selbst als Box-to-Box-Player, Rechtsaußen, oder sogar Mittelstürmer in Erscheinung trat (hier: Merkmal des Misstrauenden). Das ist ein recht tradiertes Führungsmodell, das recht wenig mit der modischen (nennen wir sie mal) Leadership durch empowerment zu tun hat. Es braucht nicht viel Phantasie, dass selbstbewusste Jungstars mit diesem Führungsstils eher wenig anfangen können, insofern hätte die These eine gewisse Plausibilität. Genau diesem Typus des (eigentlich) einsamen Wolfs als Führungskraft ist gerne auch zu eigen, dass er sich selbst besonders hervorhebt, weil er ja letztlich immer alleine den Karren aus dem Dreck zu ziehen versucht. Überdies fühlt er sich tendenziell nicht ausreichend wertgeschätzt, weil er ja das Gefühl hat, dass er die Arbeit der Anderen mit erledigt....

Inwiefern das zutreffen könnte, bleibt im fantasiereichen Halbnebel; nimm es als Steilpass, ich wette du hast noch ein paar mehr Überlegungen zu Führungsmodellen parat als ich gerade spontan, zu dieser Uhrzeit...

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spassrakete - Fanboy

#4 Benedikt Höwedes |#1717
01.09.2017 - 00:17 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Zitat von Sisyphos04

Zitat von Fibonacci1123

Aber ich finde es auch nicht akzeptabel, wenn ein 31-jähriger Trainerneuling ohne jegliche Erfolge (außer 2.Liga-Feuerwehrmann) direkt zum Amtsantritt den langjährigen Kapitän eigenhändig entmachtet und vergrault in einem Maße, dass dieser Schlüsselspieler den Verein verlässt.
Solche vermeintlichen Machtdemonstrationen sind Zeichen von Schwäche, nicht Souveränität.


Genau das ist überhaupt kein Kriterium und darf es nicht sein. Tedesco ist Cheftrainer und er MUSS seine Kompetenz als Cheftrainer einfordern, sonst, demontiert er sich schon mit dem ersten Trainingstag selbst. Hierbei ist irrelevant, welches Alter oder Meriten er hat, er ist in der Position des Cheftrainers...

Die Kapitänsfrage oder auch die in Rede stehende Stammplatzgarantie würde ich - bei allen Unklarheiten - aber nicht notwendig als symbolischen Akt sehen, das wäre in der Tat diskutabel als Manifest der Schwäche. Nach den Erklärungen (ob glaubhaft oder nicht) ging es ja eher darum, die Hierarchie der mannschaft breiter zu machen und das "Führerprinzip" (sorry, aber so heißt es noch, oder sonst eben in englisch Leader...) aufzubrechen. Das ist alles rational und plausibel

Ich will aber nichts behaupten, was ich nicht wissen kann. Ich denke es gibt rationale und emotionale Aspekte, und in dem Fall dürften die auch ein Gemenge bilden, zumindest auf Benes Seite, was ich ihm zugestehe... - ist halt auch nen Schalker, der Jong'...


Effenberg hat als Trainerneuling auch erstmal in Paderborn gepoltert und ein paar Spieler ausgemustert. Das sollte Stärke zeigen, verpuffte aber und stieß auf Ablehnung. Das Resultat war der totale Absturz.

Alles was ich sagen möchte: Es kommt mir persönlich so vor, dass Tedesco das Gefühl hat, Stärke aktiv durch solche Aktionen zeigen zu müssen. Meiner Ansicht nach zeigt er damit aber Schwäche und betreibt gleichzeitig Raubbau an der Kaderqualität. Dass diese durch Höwedes' Abgang gesunken ist, wird wohl niemand bestreiten.
Man kann auch die "Kompetenz als Cheftrainer" auf eine sanftere, nicht weniger respektable Art einfordern. Klopp hatte nie Respektprobleme trotz seiner Kumpel-Art, Tuchel hingegen hat sich viele Feinde gemacht mit seiner offensiven Art. Ich würde das eher als Unerfahrenheit und Unsicherheit des Neulings betrachten.

Aber wieder zurück zu Höwedes: Hier wird sich zu sehr an das Wort "Stammplatzgarantie" geklammert als wären wir beim EA Fußballmanager, wo ich das tatsächlich ein Problem war. Höwedes wollte sicher nicht die Garantie, alle 34 Spiele + Pokal zu bestreiten. Er wollte aber logischerweise auch nicht auf eine Stufe mit einem Jugendspieler gestellt werden. Da ist einfach Feingefühl gefragt. Weder dem Bestandspersonal zuviel Macht geben, noch deren Bedeutung ins Lächerliche ziehen.

Ich schätze, dass Höwedes einfach ein bisschen mehr Dankbarkeit und Respekt erwartet hat für seine Rolle im Verein. Er hat Schalke nun mal die Stange gehalten in Krisenzeiten und wurde dafür allerorten gelobt. Jetzt soll er einfach ein x-beliebiger Spieler sein. Das akzeptiert er nicht und geht. Davon kann man halten was man will. Ich find's richtig, manch anderer findet es feige. Faktisch bleibt aber eine große sportliche Schwächung eines ohnehin schon über die Jahre geschundenen Kaders.

Das Effenberg gescheitert ist liegt aber auch daran, dass der einfach ein schlechter Trainer ist mit Hang zur Selbstdarstellung.

Wenn man sich die PK anschaut, auf der Tedesco die Entscheidung in der Kapitänsfrage bekannt gibt und erklärt, dann hat man eher den Eindruck es geht ihm vorallem darum, dass verstanden wird, weshalb er diese Entscheidung getroffen hat. Er sagt explizit, dass er die Mannschaftshierarchie verändern möchte damit und keinesfalls Höwedes demontieren.
Das wäre wie, wenn der Großwildjäger der darauf verzichtet neben dem erlegten Löwen zu posieren, dem aber vorgeworfen wird, sich mit diesem Abschuss profilieren zu wollen.

Ob er einen "Stammplatz" gefordert hat werden wir nicht erfahren. Offensichtlich war er aber mit der sportlichen Rolle, die Tedesco ihm zudachte nicht einverstanden. Vllt war es wirklich so, dass Höwedes eine Art Einsatzgarantie haben wollte, oder die Zusicherung viele Spiele zu machen. Auf seinen besonderes Status zu pochen, denn zumindest nicht zu unrecht bei den Fans hat.

Das es um Wertschätzung und gekränkten Stolz ging ist nicht unwahrscheinlich. Finde da die Punkte die @Ruhrpott-Messi und Sissy angesprochen haben sehr interessant.

Du bist ja öfter mal hier und scheinst dich also ab und an auch mal für gute Vereine zu interessieren (die kleine Spitze sei mir erlaubt, nachher glauben noch Gäste wir würden dich mögen zwinker ). Wenn dich das Thema interessiert empfehle ich dir mal den lesenswert-Filter zu aktivieren und dich mal ein bisschen einzulesen. Viele Punkte wurden heute schon mehrfach diskutiert und da bekommt man einen guten Einblick, welche Erklärungsansätze hier so kursieren. Da findet sich auch deine Einschätzung, bzw passende Entgegnungen dazu.
#4 Benedikt Höwedes |#1718
01.09.2017 - 00:24 Uhr
Bene hatte (leider) auch keine Stammplatzgarantie mehr verdient, obwohl er es sich sehr gewünscht hatte.Er war seit 2014 oft zu inkonstant was auch an seiner Leistenverletzung lag und somit ist es folgerichtig, dass das Kapitänsamt vakant wurde und an den besten und konstantesten Schalker der letzten drei Jahre weiter gegeben wurde, Ralf Fährmann. Ich verstehe Benes Problem leider auch nicht so ganz. Er hatte eine umfangreiche OP Ende Mai. Er sagt selbst, er ist noch nicht bei 100% seiner Leistungsfähigkeit. Kann man mit 90% in der Bundesliga spielen? Nein, das geht nicht. Ihm wurde gesagt, er wird bis Oktober nur im Notfall spielen, bis er wieder bei 1904% ist. Was ist denn passiert? Er hat jetzt zwei mal über 90 Minuten auf der Bank gesessen. Ich habe aus ähnlichen Gründen die letzten 4 Jahre einen Platz auf der Ersatzbank bei meinem Dorfverein schlucken müssen, und ich verdiene mit dem Fußball keinen Cent. Ich bin aber trotzdem nicht gleich sofort zum nächstbesten Verein abgehauen, sondern habe mein Gesicht gewahrt und bin erhobenen Hauptes gegangen, als man mich gehen ließ. So ein Verhalten kann man von einem Führungsspieler, der damit zudem Millionen verdient, erst recht erwarten... Schade Bene... schief

•     •     •

"Dieser Lucho dieser Zigeuner dieser argentinische Robustling"

Fritz von Thurm und Taxis
#4 Benedikt Höwedes |#1719
01.09.2017 - 03:43 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Zitat von Sisyphos04

Zitat von Fibonacci1123

Aber ich finde es auch nicht akzeptabel, wenn ein 31-jähriger Trainerneuling ohne jegliche Erfolge (außer 2.Liga-Feuerwehrmann) direkt zum Amtsantritt den langjährigen Kapitän eigenhändig entmachtet und vergrault in einem Maße, dass dieser Schlüsselspieler den Verein verlässt.
Solche vermeintlichen Machtdemonstrationen sind Zeichen von Schwäche, nicht Souveränität.


Genau das ist überhaupt kein Kriterium und darf es nicht sein. Tedesco ist Cheftrainer und er MUSS seine Kompetenz als Cheftrainer einfordern, sonst, demontiert er sich schon mit dem ersten Trainingstag selbst. Hierbei ist irrelevant, welches Alter oder Meriten er hat, er ist in der Position des Cheftrainers...

Die Kapitänsfrage oder auch die in Rede stehende Stammplatzgarantie würde ich - bei allen Unklarheiten - aber nicht notwendig als symbolischen Akt sehen, das wäre in der Tat diskutabel als Manifest der Schwäche. Nach den Erklärungen (ob glaubhaft oder nicht) ging es ja eher darum, die Hierarchie der mannschaft breiter zu machen und das "Führerprinzip" (sorry, aber so heißt es noch, oder sonst eben in englisch Leader...) aufzubrechen. Das ist alles rational und plausibel

Ich will aber nichts behaupten, was ich nicht wissen kann. Ich denke es gibt rationale und emotionale Aspekte, und in dem Fall dürften die auch ein Gemenge bilden, zumindest auf Benes Seite, was ich ihm zugestehe... - ist halt auch nen Schalker, der Jong'...


Effenberg hat als Trainerneuling auch erstmal in Paderborn gepoltert und ein paar Spieler ausgemustert. Das sollte Stärke zeigen, verpuffte aber und stieß auf Ablehnung. Das Resultat war der totale Absturz.

Alles was ich sagen möchte: Es kommt mir persönlich so vor, dass Tedesco das Gefühl hat, Stärke aktiv durch solche Aktionen zeigen zu müssen. Meiner Ansicht nach zeigt er damit aber Schwäche und betreibt gleichzeitig Raubbau an der Kaderqualität. Dass diese durch Höwedes' Abgang gesunken ist, wird wohl niemand bestreiten.
Man kann auch die "Kompetenz als Cheftrainer" auf eine sanftere, nicht weniger respektable Art einfordern. Klopp hatte nie Respektprobleme trotz seiner Kumpel-Art, Tuchel hingegen hat sich viele Feinde gemacht mit seiner offensiven Art. Ich würde das eher als Unerfahrenheit und Unsicherheit des Neulings betrachten.

Aber wieder zurück zu Höwedes: Hier wird sich zu sehr an das Wort "Stammplatzgarantie" geklammert als wären wir beim EA Fußballmanager, wo ich das tatsächlich ein Problem war. Höwedes wollte sicher nicht die Garantie, alle 34 Spiele + Pokal zu bestreiten. Er wollte aber logischerweise auch nicht auf eine Stufe mit einem Jugendspieler gestellt werden. Da ist einfach Feingefühl gefragt. Weder dem Bestandspersonal zuviel Macht geben, noch deren Bedeutung ins Lächerliche ziehen.

Ich schätze, dass Höwedes einfach ein bisschen mehr Dankbarkeit und Respekt erwartet hat für seine Rolle im Verein. Er hat Schalke nun mal die Stange gehalten in Krisenzeiten und wurde dafür allerorten gelobt. Jetzt soll er einfach ein x-beliebiger Spieler sein. Das akzeptiert er nicht und geht. Davon kann man halten was man will. Ich find's richtig, manch anderer findet es feige. Faktisch bleibt aber eine große sportliche Schwächung eines ohnehin schon über die Jahre geschundenen Kaders.



Puhh, wenn man sich die letzten Tage hier man so quergelesen hat musste man als Außenstehender fast zwangsläufig hin und her schwanken zwischen pro Höwedes, pro Tedesco oder auch pro Schalke. Es gibt und gab wirklich viele Ansätze wo man sich im Anschluss fragte, wer ist jetzt eigentlich der gute und wer der schlechte?
Eure Diskussionsbasis ist mir spontan besonders sachlich aufgefallen @Fibonacci1123 und @Sisyphos04, da sieht man mal das man auch unter verschiedenen Vereinswappen angemessen diskutieren kann.daumen-hoch

Ob es jetzt "nicht akzeptabel" ist oder "überhaupt kein Kriterum" sein darf als 31 Jähriger Newcomer-Trainer einen langjährigen und bei vielen angesehenen Ur-Schalker abzusetzen ist natürlich eine spannende Frage, die ich persönlich vielleicht sogar noch um ein "wie schlau war es?" erweitern möchte. Sicherlich ist es "fragwürdig" dies zu tun, darf aber andererseits auch "kein Kriterium" sein, da der Trainer nun mal hauptverantwortlich für die Mannschaft ist und dem entsprechend auch als erstes den "Kopf hinhält". Meine Frage wäre es diesbezüglich wäre, wie sinnvoll war es, als neuer Trainer fast im ersten Schritt den langjährigen Kapitän zu "opfern"? Es war vielleicht ein sinnvoller Ansatz, aber in meinen Augen auch keine nötige "Baustelle", die man sich im nicht immer ruhigen Schalke quasi als erstes aufmachen musste. Ich finde als Außenstehender, das sich Tedesco mit dieser Maßnahme schon ziemlich schnell sehr angreifbar gemacht hat, auch wenn seine Maßnahme vielleicht nicht ganz unüberlegt war.

Man sieht ja jetzt schon, wie ein Aussage Tedesco´s "reisende soll man nicht aufhalten" so gedreht und zerpflückt wird, obwohl es aus dem Kontext gerissen, wie hier und mittlerweile auch beim Kicker von Tedesco selbst wiederlegt wurde. Nicht nur, aber besonders ab jetzt wird wahrscheinlich bei jedem Misserfolg sicherlich nicht mehr die ganzen Interviews im Fokus stehen sondern wahrscheinlich als erstes eine Schlagzeile a la "Schalke ohne Höwedes führungslos?" zu lesen sein. Wie sinnvoll war es, auch wenn Tedesco nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat, diese (unnötige?) Baustelle aufzumachen? Bzw. war es diese Entscheidung wert, auch längerfristig ruhig arbeiten zu können? Ich möchte gar nicht näher auf die "pro´s" und "Kontra´s" bezüglich aller Beteiligten eingehen, da dies sicherlich sowieso nie plausibel darstellbar und keiner Seite gerecht wäre.

Aber für mich gibt es dort keine wirklichen Sieger, sondern nur ausreichend Angriffsfläche, falls es mal nicht ganz nach Plan laufen sollte.
#4 Benedikt Höwedes |#1720
01.09.2017 - 05:50 Uhr
Die letzten Szenen hat man doch gesehen wie verbittert er war, erst nimmt man ihm die Binde ab, dann setzt man ihn Kehrer vor die Nase. Die Leiste wurde operiert und er war halt nicht auf 100% dennoch hat er davor mit Verletzung eine Saison gespielt. Was intern abging weiß auch keiner von uns.
Bescheuert ist, er hat sich nicht der Konkurenz gestellt und bringt mit der Aussage wieder richtig Kritik auf Schalke (Und dass weiß er).
Es tut weh dass er weg ist, dennoch gönne ich ihm den Traum im Ausland was er schon immer wollte.
Ich bin ihn aufjedenfall nicht böse, er ist unser Captain den man schon immer das Ausland gegönnt hat.

Viel Erfolg My Captain ich hoffe du kannst dich in Italien beweisen und zeigen was ein Schalker Jung so reißen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MessiLegend am 01.09.2017 um 06:06 Uhr bearbeitet
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