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Thomas Reis
Geburtsdatum 04.10.1973
Alter 52
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Ludogorets Razgrad

Thomas Reis [ehem. Trainer]

26.10.2022 - 19:04 Uhr
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#781
29.08.2023 - 00:48 Uhr
Zitat von tuncay04
Eine Trainerentlassung wäre eine Bankrotterklärung von allen. Dann wird Knäbel und Co. auch mitgehen müssen.

Warum sollte Knäbel gefeuert werden müssen, wenn man sich von Reis trennt? Reis hätte uns letzte Saison noch fast in der Liga gehalten, nachdem wir nach der Hinrunde weit abgeschlagen waren. Über die Gründe für den Aufschwung mag man im Detail diskutieren können, sportlich verantwortlich war aber Reis. Die Mannschaft hat unter ihm Leidenschaft gezeigt, sich gewehrt und war erfolgreich. Abgestiegen sind wir trotzdem, weil die Hypothek der Hinrunde zu schwer wog. Dass man diesen Trainer dann nicht vor die Tür setzt, sondern ihm die Mission Wiederaufstieg anvertraut, ist nahezu folgerichtig. Für eine Trennung hätte es schwerwiegende Vorfälle geben müssen oder einen Bruch zwischen Verantwortlichen oder Mannschaft mit ihm als Trainer. Ansonsten müsste man auch dem BVB einen Vorwurf machen, dass sie an Terzic festhalten, obwohl der am letzten Spieltag die Meisterschaft verpasst hat.

Wenn, dann müsste man argumentieren, dass man den Kader hätte anders zusammenstellen müssen, wenn Reis Trainer sein soll. So könnte man tatsächlich ansetzen, allerdings darf man von einem Trainer auch erwarten, dass er mit dem vorhandenen Spielermaterial etwas anfangen kann. Denn schlecht ist der Kader an sich nicht. Ob Reis mit seiner Art zu spielen die beste Besetzung auf Schalke ist, ist diskutabel. Ich sehe in der Manndeckung ein Problem und aktuell fehlt uns defensiv die Ordnung, weshalb unserem ganzen Spiel die Struktur und Stabilität fehlt. Reis hat aufgrund der letzten Rückrunde aber verdientermaßen Kredit, sowohl bei den Fans auch den Verantwortlichen. Schwer vorstellbar, wie man eine Trennung im Sommer hätte vermitteln sollen. Dass es jetzt nicht gut läuft war in der Form nicht abzusehen. Dass es Anlaufschwierigkeiten geben könnte ist nicht wirklich überraschend nach dem erneuten Kaderumbruch. In wie weit die aktuelle Situation ein holpriger Start oder eine ernsthafte Krise ist, ist für mich noch offen.

Was wir auf keinen Fall brauchen können ist eine Trainerdiskussion. Die ist zwar normal, wenn es bei einem Verein nicht läuft wie gehofft/erwartet, aber mir fällt kein Fall ein, wo sie jemals förderlich gewesen wäre. Wenn Außenstehende (beispielsweise Fans) die Arbeit der Verantwortlichen hinterfragen, ist das sinnvoll. Spekulationen über eine Ablösung und mögliche neue Kandidaten sind es aber nicht. Bei dem Spiel gibt es keine Gewinner. Am Ende steht der Verein über allem: Wir wollen alle, dass Schalke erfolgreich ist. Wenn das mit Reis gelingt, gut, wenn es nur ohne ihn gelingen können sollte, dann wär das so.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#782
29.08.2023 - 05:52 Uhr
Ich sag’s mal ganz deutlich: Wenn Hechelmann Reis entlässt, kann er gleich mitgehen. Es mag nicht laufen, auch Reis mag Fehler machen, aber im Grunde ist Reis vom Gesamtpaket der beste Trainer, den wir seit Rangnick hatten. Ihn zu entlassen und stattdessen wieder irgendeine Z-Lösung abzuschleppen, käme einer Bankrotterklärung gleich.

•     •     •

„Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

(George Orwell)
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#783
29.08.2023 - 07:34 Uhr
Vielleicht würde es helfen, dass in den sozialen Medien und Foren wir Fans aufhören über eine nicht notwendige Trainerentlassung zu sprechen.

Ist doch ein normaler Kreislauf: hier (und anderswo) wird diskutiert. Aber ansich als Tenor, dass der Trainer nicht gehen soll. Das aber überlesen die Vertreter der Medien und bringen die Unruhe hinein. Und diese Unruhe sorgt durchaus für Instabilität innerhalb des Klubs. und durchaus auch für eine leider dann öffentlich geführte Trainerdiskussion.
Wenn wir hier also der Meinung sind, dass es Blödsinn wäre, dann lasst uns die Arbeit, die Taktik, was auch immer hinterfragen. Aber nicht die Person und den Trainer Reis!
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#784
29.08.2023 - 07:36 Uhr
Zitat von Leonidas89
Ich sag’s mal ganz deutlich: Wenn Hechelmann Reis entlässt, kann er gleich mitgehen. Es mag nicht laufen, auch Reis mag Fehler machen, aber im Grunde ist Reis vom Gesamtpaket der beste Trainer, den wir seit Rangnick hatten. Ihn zu entlassen und stattdessen wieder irgendeine Z-Lösung abzuschleppen, käme einer Bankrotterklärung gleich.


Thomas Reis kommt aber bald in die Situation das er zeigen muss noch das beste Gesamtpaket für diesen Verein zu sein. Gegen Wehen muss zwingend eine taktische Verbesserung zu erkennen sein und man sollte punkten.

Reis hat in Bochum über 3 Jahre noch viel mehr bewegt als bei uns und startete dann mit 6 Niederlagen in die Saison.....das Ende der Geschichte ist bekannt. Der VFL ist nicht untergegangen sondern hat Thomas Letsch an Land gezogen (der auch zuvor bei uns gehandelt wurde) und den Turnaround geschafft.

Wir alle möchten diesen Turnaround gerne mit Thomas Reis erleben, können dabei aber nicht außer Acht lassen was auf dem Feld passiert.

Der Trainer hat es selbst in der Hand.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#785
29.08.2023 - 08:51 Uhr
Zitat von nibo1904
Zitat von Runaway

Zitat von nibo1904

Ich habe jetzt schon mehrfach betont, dass Reis vor allem gegen Kiel auch Mist verzapft hat. Mir dann immer vorzuwerfen, ich würde das nicht sagen ist sowas von bescheuert.

Aber auch kein anderer Trainer wird strukturelle Fehler im Kader beheben können. Und jemand anders hätte auch Müller und Cisse bringen müssen und Mohr und Kozuki waren wohl auch nicht besser gewesen. Tempelmann ist auch unter wem anders nicht plötzlich der vertikale Spielertyp.

Geht das besser als aktuell mit dem Kader? Ja
Geht das gut mit dem aktuellen Kader? Glaube nicht
Geht Aufstieg wie von vielen behauptet mit dem Kader, zumindest ohne viel Glück? Nein denke ich nicht.

Da ist aber richtig viel Sympathie für Reis in deiner Kritik, die eigentlich eine an Hechelmann ist. Reis hat ja nicht nur gegen Kiel Fehler gemacht. In der Vorbereitung hat er darauf verzichtet, eine Startelf einzuspielen und lieber wild gemischt.
Er hätte gegen den HSV auch mit Matriciani spielen können, spätestens zur Pause, vor der wackligen Abwehr hätte auch nicht Ouedraogo sein Debut geben müssen. Tauer muss nicht als RV sein ersten Spiel für uns machen, wenn Matriciani auf der Bank sitzt und vor allem muss der nicht nach einer schweren Kopfverletzung weiterspielen.
Die Abwehr muss auch nicht so hoch stehen, wenn die IV lansgam ist, darf sie es nicht. Man kann meckern, dass Hechelmann nicht schnellere Spieler holte, aber dann kann der Trainer eben nicht einfach so tun als wäre es egal und wie gesagt, bei der aktuellen Taktik würden auch Upamecano und van de Ven schlecht aussehen.


Es ist meine inhaltliche Sichtweise. Dass du immer persönliche Sympathien unterstellen musst, ist und bleibt unangebracht und daneben. Das hat damit nichts zu tun. Zumal mir Reis mit seinen Aussagen aktuell auch nicht mega sympathisch ist und ich Hechelmann in den Interview alles andere als unsympathisch finde. Du kannst ja inhaltlich gerne anderer Meinung sein, aber kannst du es nicht lassen in mich als Person irgendwas reinzuinterpretieren?

Inhaltlich bringst du komische Argumente. Du siehst Henning genau wie ich und Reis außen und nicht innen. Und dann ist es der Fehler, dass er Henning lieber nicht innen brjgnen bringen wollte?

Bei Ouedraogo kann ich das noch weniger nachvollziehen. Der hat super gespielt in Hamburg. Das jetzt als Fehler anzusehen ist unfair und meiner Meinung nach komplett an der Realität vorbei.

Dass die Kopfverletzung von Tauer das Gegentor verursacht hat ist überhaupt nicht klar und reine Spekulation. Auch das ist ein Argument, was daneben ist.

Spannend finde ich, dass du bei Grammozis immer nichts hast gelten lassen, weil alles vermeintlich im Nachhinein erst bekannt war und das zu billig ist. Jetzt fängst du mit Sachen wie Tauer und Ouedraogo an, die inhaltlich sehr dünn sind und genau das sind, was du damals allen anderen vorgeworfen hast.

Und klar kann man tiefer stehen. Nur: Die Gegner lassen uns das nicht so wirklich meiner Meinung nach. Klar ein paar Meter natürlich immer. Aber von hoher Linie auf midblock zu gehen? Gegen Braunschweig und und Lautern hätte das überhaupt nicht geklappt. Da wäre offensiv noch weniger rumgekommen. Und den einzigen Linksverteidiger, der offensiv seine Stärken hat auf eine defensive Rolle zu stellen wäre auch nicht so sinnvoll ehrlich gesagt.

Auch Reis hat sich natürlich verschätzt aber viel was nicht lief ist für mich kaderbedingt gewesen, da bleibe ich klar bei.

An der Realität vorbei...Daneben... Nicht nachvollziehbar... Aber wenn ich schreibe, dass bei dir viel Sympathie für Reis mitschwingt, ist das drüber?
Cisse war merklich überfordert und nach der gelben Karte ein doppeltes Risiko. Da kann man besser Matriciani bringen. Ouedraogo war offensiv stark, aber fand defensiv nicht statt, so dass das Mittelfeld nicht existent war.
Wenn man schon in der Abwehr Risiko fahren muss, stabilisiert man wenigstens das Mittelfeld Zentrum.
Ob Tauers Kopfverletzung Einfluss auf den Gegentreffer hatte, ist natürlich Spekulation, aber ist positionsfremd und angeschlagen gewesen. Auch hier war Matriciani auf der Bank.

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Thomas Reis [ehem. Trainer] |#786
29.08.2023 - 11:26 Uhr
Zitat von Shiranui
Ich bin ehrlich gesagt ein wenig verwundert darüber, wie überrascht einige User sind, dass die Neuzugänge im Mittelfeld noch nicht nach den Kriterien Fußball spielen können, wonach Thomas Reis diese (mit)ausgesucht hat. Ich bin seit Thomas Reis' Antritt unter der Prämisse ausgegangen, dass wir einen Trainer verpflichtet haben, der Einzelspieler zu einer Mannschaft formen kann, der auch gegen den Ball ordentliches Werkzeug an den Mann bringen kann, aber laut seiner Vita eben noch wenig bis keine Erfahrung damit gemacht hat, eine Mannschaft in deren Favoritenrolle über eine Saison erfolgreich oben in der Tabelle zu halten. Etwaiger "dominanter Fußball mit Spielkontrolle", den sich Leute hier wünschen und auch vom Umfeld gefordert wird, tut da gar nicht mal so viel zur Sache. So muss Reis ausgerechnet auf Schalke zum allerersten Mal eine neue Perspektive einnehmen, weg vom Underdog und ein Stück weit weg von bekannten Mustern und der Spielidee.
Da ist es doch das Naheliegendste, dass sich bei einer Spielidee, die erst noch reifen muss, auch Ungereimtheiten auf dem Transfermarkt einreihen. "Wenn ich noch nicht weiß, wonach ich suche, wie finde ich es dann?" Ob das klassische Fehleinschätzungen sind, oder Teil einer Transferstrategie ist schwer einzuschätzen so aus der Entfernung. Spieler wie Lasme, oder Kabadayi zeigen wohin es ursprünglich gehen sollte, aber zu viele Spieler auf zu vielen elementaren Positionen(AV, IV, Flügel) zwingen Reis gerade dazu, sich neue Ideen einfallen lassen zu müssen. Was also momentan passiert ist:

1. dass auf der einen Seite der bekannte Reisfußball nur so mittelprächtig funktioniert, weil die Kaderzusammensetzung ungenügend ist und dazu on top auch Mängel in Kaderbreite und Qualität in erster Linie auftreten. Das zu beheben und Spielermaterial auszutauschen bedarf mehr als ein Transferfenster (vgl. der HSV mit Walter, der mittlerweile in sein drittes Jahr gehen darf). Natürlich gilt es auch, dass gewisse Ansätze trotzdem schon mit dem jetzigen Kader zu sehen sein sollten. Selbst wenn er den perfekten Kader zur Verfügung gestellt bekäme, wäre das aber nur die Theorie und in der Praxis käme es zu

2. dass in Liga 2 der Underdog Fußball alleine nicht mehr funktioniert. Nach dem, was ich bisher gesehen habe und wie Reis jetzt auch den Entwicklungsschritt bewusst zurück geht, O-Ton "dachte, die Mannschaft wäre weiter/zurück zu den Basics" (btw. erinnert das an Tedescos ungute Zeiten) und vor allem wie er das handhaben will, komme ich zu dem Schluss, dass er taktisch einfach noch keine Lösung gefunden hat und da mglw. auch etwas limitiert zu sein scheint. Das sagt mir mein Bauchgefühl, weil die Grundidee von hoch stehen, ganze Breite des Feldes ausnutzen, alleinige 6 und Zweikämpfe suchen wie gegen Kiel unter Fehlbesetzungen von Spielern nur dazu da waren, um mehr Spieler ins Zentrum zu ziehen. Das kann man so machen, wird aber in Kombination mit der Manndeckung über kurz oder lang unsere Defensivschwäche und Offensivprobleme nicht beheben. Ich mag mir einfach nicht vorstellen, dass es auf Zweitliganiveau keine geeignetere Taktik gibt, um mehr Zweikämpfe zu forcieren, die aber dabei unsere Schwächen nicht so offenbart.

Anyway, es treten also zwei verschiedene Kräfte gleichzeitig ein, unter denen kein definierter Fußball möglich zu sein scheint. Da Kaderumbau Geduld und Zeit der Fans benötigt, wird er sich diese erst verdienen müssen, indem er schleunigst eine taktische Anpassung vornimmt, oder ein Neuzugang derart einschlägt und die Mannschaft stabilisiert. Momentan spüre ich nämlich kein Vertrauen im Team untereinander auf dem Platz, sondern Stückwerk, weil jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Und es muss taktisch erfolgen, denn Motivation ist nicht nachhaltig, wenn die Ergebnisse fehlen.

So ist es. Reis hatte bei uns das große Glück, dass fast die komplette Mannschaft am laufenden Band überperformt hat. Das fing an bei seinem Amtsantritt als er uns nach der Corona-Pause mit einer Mannschaft, die sichtlich erleichtert von der Abstinenz der Zuschauer war, vor dem Abstieg in Liga 3 gerettet hat. Im Aufstiegsjahr hatten wir einen auf dem Papier mehr als durchschnittlichen Zweitliga-Kader (also: wieder kein großer Druck). Im Nachhinein betrachtet war der Kader aber unglaublich stark und perfekt für Reis‘ Fußball ausgelegt. Schnelle und unglaublich gute Innenverteidiger mit Leitsch und Bella Kotchap, Top Außenverteidiger mit Gamboa und Soares, ein Torwart, der mit dem Ball am Fuß zu den besten in Deutschland (statistisch sogar Europa) gehört in Riemann, zwei defensive Mittelfeldspieler in Tesche und Losilla die sich für keinen Sprint zu schade sind und perfekt harmoniert haben, ein pfeilschneller Holtmann und ein torgefährlicher Blum auf den Außen und das Duo Zoller&Zulj, das zusammen auf 55 Scorer gekommen ist. Natürlich haben die zwischenmenschlichen Fähigkeiten von Reis auch immer eine große Rolle gespielt, aber ihm wurde die Arbeit eben auch sehr leicht gemacht. Ich kann mich an ein Spiel zuhause gegen Fürth erinnern, wo er das Spiel der Fürther spiegeln wollte und völlig ohne Not einen Zulj aus der Startelf nahm. Wir waren hoffnungslos unterlegen und haben 0:2 verloren. Generell haben spontane taktische Anpassungen unter Reis nur selten funktioniert.
Im ersten Bundesliga-Jahr unter Reis wollte er den Fußball aus der zweiten Liga zunächst beibehalten und ist damit in der ersten Hälfte der Hinrunde ganz schön auf die Fres*e geflogen. Zwar hat uns „nur“ Zulj als wichtiger Stammspieler verlassen, aber die Neuzugänge um Rexhbecaj, Polter und Asano haben ordentlich abgeliefert.
Nachdem Reis sich mehr mit der Rolle des Underdogs zufrieden gegeben hat, kamen auch wieder bessere Ergebnisse, die aber wiederum oft der individuellen Klasse einzelner Spieler, insbesondere unserer Abwehr, zu verdanken waren. Am Ende schafft man souverän den Klassenerhalt. Zwar ohne schönen Fußball, aber stets mit viel Leidenschaft und Emotionalität. Ihr könnt da mit Sicherheit ein Lied von singen. Diese Gier und der mannschaftliche Zusammenhalt wurden vor allen Dingen mit der Person Thomas Reis in Verbindung gesetzt und er wurde aus der Euphorie heraus fast schon in den imaginären Adelsstand neben Ata Lameck, Darius Wosz und Hermann Gerland erhoben.
Die zweite Bundesligasaison ließ dann alles vermissen. Ich möchte das Fass nicht wieder aufmachen, aber sein dementiertes Geflirte mit euch und die offensichtliche 0-Bock Einstellung seinerseits in den ersten Spielen, die schlussendlich von 0 Punkten nach 6 Spielen und seiner Entlassung gekrönt waren, hat dann nochmal eine andere Seite der Person Thomas Reis beleuchtet. Nämlich die sture Seite, die hier auf den letzten paar Seiten auch häufig diskutiert wurde. Er tut sich sehr schwer damit, Fehler einzugestehen und Dinge zu verändern, die er für richtig hält. Wir haben mit Leitsch und Bella Kotchap unseren Freifahrtsschein für die hohe Abwehrlinie verloren. Reis hat das nicht interessiert und mit einer nun deutlich langsameren Abwehr weiterhin versucht hoch zu pressen. Das wurde in der ersten Bundesliga entsprechend bestraft. Zudem verlor er zunehmend die Mannschaft, die sich mittlerweile lieber selbst aufstellte und taktische Anweisungen gab, weil jeder bis auf Reis selber wusste, dass sich etwas am Spiel ändern muss.
Was ich damit sagen will: Thomas Reis ist ein toller Menschenfänger und Experte darin, die letzten Prozente aus einer willigen Mannschaft herauszubekommen. Allerdings müssen dafür eben mehrere Faktoren stimmen. Reis selbst muss Lust haben, er braucht entsprechendes Spielermaterial (vor allen Dingen schnelle Spieler, die taktische Unzulänglichkeiten kaschieren können), er braucht das Vertrauen der Mannschaft und er braucht vor allen Dingen eine Mannschaft, die untereinander gut miteinander klarkommt und in der sich keiner zu schade ist, den ein oder anderen Fehler des jeweils anderen in absoluter Fleißarbeit auszubügeln. Den ein oder anderen Faktor sehe ich bei euch diese Saison allerdings einfach nicht gegeben.

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VfL.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#787
29.08.2023 - 11:36 Uhr
Zitat von failerror

Was ich damit sagen will: Thomas Reis ist ein toller Menschenfänger und Experte darin, die letzten Prozente aus einer willigen Mannschaft herauszubekommen. Allerdings müssen dafür eben mehrere Faktoren stimmen. Reis selbst muss Lust haben, er braucht entsprechendes Spielermaterial (vor allen Dingen schnelle Spieler, die taktische Unzulänglichkeiten kaschieren können), er braucht das Vertrauen der Mannschaft und er braucht vor allen Dingen eine Mannschaft, die untereinander gut miteinander klarkommt und in der sich keiner zu schade ist, den ein oder anderen Fehler des jeweils anderen in absoluter Fleißarbeit auszubügeln. Den ein oder anderen Faktor sehe ich bei euch diese Saison allerdings einfach nicht gegeben.


Danke für deine Einblicke, ich kürze es mal der Leserlichkeit willen.
Die Frage ist ja, was man nun aus dieser Erkenntnis macht, denn nichts von dem was du schreibst ist ja irgendwie "neu".
Das fehlende Tempo betrifft ja primär die Abwehr, wo Reis seit Ewigkeiten Leitsch will, wir ihn aber wohl nicht bekommen können.
Im Mittelfeld hat er seine Dauerläufer bekommen, die sich für keine Grätsche zu schade sind.
Und in der Offensive haben wir zumindest gutes Tempo geholt, über die Qualität kann man streiten.

Die Frage, wenn ich deinen Beitrag richtig deute, ist also, ob Reis aus diesem Spielermaterial eine Einheit formen kann.
Das ist offensichtlich die große Frage, die man bei jedem Trainer stellt. Egal ob der Trainer einen spielerischen oder einen kämpferischen Ansatz verfolgt, ist die Mannschaft keine Einheit die voll hinter dem Plan ihres Trainers steht, wird es nicht funktionieren, erst recht nicht auf Dauer.


Edit: Aber wo du gerade hier bist. Wie sah das bei euch unter Reis mit den Themen Verletzungen und Fitness aus?
Bei uns wundert sich aktuell der ein oder andere, dass die Mannschaft gefühlt nur Luft für 70 Minuten hat, Spieler die die gesamte vorbereitung mitgemacht haben sogar nach ungefähr dieser Zeit Krämpfe bekommen und wir schon wieder gefühlt sehr viele Verletzte haben, speziell auf den intensiven Außenpositionen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von GelsenHandy am 29.08.2023 um 11:43 Uhr bearbeitet
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#788
29.08.2023 - 11:50 Uhr
Ich würde zur Spielidee von Grammozis zurückkehren, da das Reis System 4:3:3 aktuell mit dem Kader nicht funktioniert, weil Tempelmann, Seguin und Schallenberg nicht funktionieren. Warum ist zweitrangig, aber sie funktionieren einfach zurzeit nicht. Tempelmann und Seguin spielen bisher nur Alibi-Fußball, d. h. fast jeder Ball wird zurückgespielt.
Wenn Schalke aktuell das Spiel machen will, entstehen riesige Lücken in der Defensive. Man muss aber Punkte holen, also bleibt nichts anders übrig, als die Kompaktheit zu priorisieren. Den Gegner das Spiel machen lassen, auch mit langen Bällen agieren. Das wird nicht schön aussehen und entspricht nicht dem Anspruch, die aktuelle Ausrichtung der Mannschaft führt ins Verderben.

Einzelne Spieler sind austauschbar, aber Reis muss die Defensive stärken, sonst holt er keine Punkte und wird herausgeschmissen in 3 Wochen.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#789
29.08.2023 - 11:50 Uhr
Ich würde zur Spielidee von Grammozis zurückkehren, da das Reis System 4:3:3 aktuell mit dem Kader nicht funktioniert, weil Tempelmann, Seguin und Schallenberg nicht funktionieren. Warum ist zweitrangig, aber sie funktionieren einfach zurzeit nicht. Tempelmann und Seguin spielen bisher nur Alibi-Fußball, d. h. fast jeder Ball wird zurückgespielt.
Wenn Schalke aktuell das Spiel machen will, entstehen riesige Lücken in der Defensive. Man muss aber Punkte holen, also bleibt nichts anders übrig, als die Kompaktheit zu priorisieren. Den Gegner das Spiel machen lassen, auch mit langen Bällen agieren. Das wird nicht schön aussehen und entspricht nicht dem Anspruch, die aktuelle Ausrichtung der Mannschaft führt ins Verderben.

Einzelne Spieler sind austauschbar, aber Reis muss die Defensive stärken, sonst holt er keine Punkte und wird herausgeschmissen in 3 Wochen.
Thomas Reis [ehem. Trainer] |#790
29.08.2023 - 12:12 Uhr
Zitat von MiosDios86
Zitat von Leonidas89

Ich sag’s mal ganz deutlich: Wenn Hechelmann Reis entlässt, kann er gleich mitgehen. Es mag nicht laufen, auch Reis mag Fehler machen, aber im Grunde ist Reis vom Gesamtpaket der beste Trainer, den wir seit Rangnick hatten. Ihn zu entlassen und stattdessen wieder irgendeine Z-Lösung abzuschleppen, käme einer Bankrotterklärung gleich.


Thomas Reis kommt aber bald in die Situation das er zeigen muss noch das beste Gesamtpaket für diesen Verein zu sein. Gegen Wehen muss zwingend eine taktische Verbesserung zu erkennen sein und man sollte punkten.

Reis hat in Bochum über 3 Jahre noch viel mehr bewegt als bei uns und startete dann mit 6 Niederlagen in die Saison.....das Ende der Geschichte ist bekannt. Der VFL ist nicht untergegangen sondern hat Thomas Letsch an Land gezogen (der auch zuvor bei uns gehandelt wurde) und den Turnaround geschafft.

Wir alle möchten diesen Turnaround gerne mit Thomas Reis erleben, können dabei aber nicht außer Acht lassen was auf dem Feld passiert.

Der Trainer hat es selbst in der Hand.


Grundsätzlich ist es natürlich an Reis abzuliefern, da stimme ich dir zu. Man muss sich dennoch fragen, warum es mit Reis in der Rückrunde lief und Reis in der 2. Liga in Bochum sowie in der 1. Saison in der 1. Bundesliga funktionierte. Es ist schon auffällig, dass es nun, wo Hechelmann den Kader zusammengestellt hat, plötzlich so gar nicht laufen will. Daran hat sich auch Reis seinen Anteil, zumal er in die Kaderplanung involviert sein wird.

Ich wüsste auch nicht warum die Mannschaft plötzlich gegen Reis sein sollte, immerhin war doch der Zusammenhalt in der letzten Saison das große Faustpfand.

Man weiß natürlich nie, aber irgendwie passt da für mich einiges nicht zusammen, was medial berichtet wird.

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„Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

(George Orwell)
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