DFB und DFB-Teams

Der Fall Ballack & die Kapitänsfrage

02.06.2010 - 14:37 Uhr
Zitat von jim_nihilist:


Egal wer da jetzt recht hat, es steht Ballack und Frings nicht gut zu Gesicht, wenn sie nicht Manns genug sind das intern zu kommunizieren, was sie zu sagen haben. Irrtümlicherweise wird ihnen hier auf tm.de dann auch noch das Attest "starker unbequemer Mann der einfach nur die Wahrheit sagt" ausgestellt, was imo völlig verquer geht.

Für mich sind Leute die mir nicht privat ins Gesicht sagen können was sie stört alles andere als starke ehrliche Charaktere.



Woher weißt Du, dass sie es nicht auch intern kommuniziert haben?
Zitat von simtim:

[...]
Um auf einen Vorschreiber einzugehen, der meinte dass Ballacks fitnessstand eine Berechtigung zur Berufung nicht rechtfertigt ist allerdings mehr als fragwürdig. Denn wenn Löw in einem Konstanz nachzuweisen ist, dann im berufen von Spielern die nicht dem fitnessstand eines Spielers entsprechen, letztes Beispiel Khedira gegen Österreich.


Damit wird allerdings eher die Aussage des Vorschreibers bestätigt: der Fitnesszustand ist/sollte nicht primär ausschlaggebend für eine Nominierung sein. Es geht um die Qualität des Spielers und da kommt Löw - sicher im Gegensatz zur Meinung vieler Fans - zu dem Schluss, dass Khedira einem Ballack vorzuziehen ist. Insofern nominiere ich logischerweise lieber einen angeschlagenen Spieler, auf den ich in Zukunft bauen möchte als einen fitten Spieler, der meinen grundsätzlichen Anforderungen nicht genügt.

Nach den Äußerungen von Niersbach bin ich nun allerdings sehr gespannt, wie Ballacks Reaktion aussehen wird. Die Erläuterungen seitens des DFB sind jedenfalls an für sich sehr stringent,wenn auch keine Offenbarung, aber dafür im Rahmen dessen was man erwarten kann ausreichend dargelegt.
Zitat von Wellgunde:
Zitat von jim_nihilist:


Egal wer da jetzt recht hat, es steht Ballack und Frings nicht gut zu Gesicht, wenn sie nicht Manns genug sind das intern zu kommunizieren, was sie zu sagen haben. Irrtümlicherweise wird ihnen hier auf tm.de dann auch noch das Attest "starker unbequemer Mann der einfach nur die Wahrheit sagt" ausgestellt, was imo völlig verquer geht.

Für mich sind Leute die mir nicht privat ins Gesicht sagen können was sie stört alles andere als starke ehrliche Charaktere.



Woher weißt Du, dass sie es nicht auch intern kommuniziert haben?


Weil ich Zeitung lese und wenn da Ballack oder Frings Interviews geben und sich beschweren, dann ist das externe Kommunikation.

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Mut zu Lücke!
Zitat von jim_nihilist:


Weil ich Zeitung lese und wenn da Ballack oder Frings Interviews geben und sich beschweren, dann ist das externe Kommunikation.


*auch* intern...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wellgunde am 18.06.2011 um 18:20 Uhr bearbeitet
Zitat von Wellgunde:
Zitat von jim_nihilist:


Weil ich Zeitung lese und wenn da Ballack oder Frings Interviews geben und sich beschweren, dann ist das externe Kommunikation.


*auch* intern...


Weil man von draussen nach drinnen brüllt oder wie meinste das?

Zitat von DymMa:
hmm...naja das heißt eigentlich nur, dass es auch extern kommuniziert wurde, vielleicht, nachdem frings und Ballack intern kein Gehör gegeben wurde, somit war es nötig auf diese Weise Dampf ablassen und die Wahrheit ans Lickt bringen...alles nur Spekulation, aber auch so könnte es sein...


Hätte, wäre, wenn. Genau. ;)

Und wenn dein Chef dir kündigt, dann plakatierst du das direkte Umfeld mit deiner empörten Enttäuschung. Ist ja auch 'ne Wahrheit, klar, aber halt nur eine.

Mir tut's auch leid, aber Ballack hat sich hier selbst 'ne dicke Suppe eingebrockt. Kahn hat bestimmt auch vor Zorn gebebt damals, aber letzten Endes akzeptiert das es Dinge gibt, die er als Spieler nicht kontrollieren kann.
Es geht vielen Menschen auf der Welt genauso. Die Zeitungen könnten voll mit solchen Interviews sein. Wenn es intern nicht hinhaut, macht es aber keinen Sinn extern dann auf den Putz zu hauen. Eher im Gegenteil, das sollte halt auch klar sein. Und die "Wahrheit" lassen wir da besser aus dem Spiel, die ist nämlich relativ, je nachdem aus welcher Perspektive man das sieht.

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Mut zu Lücke!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von jim_nihilist am 18.06.2011 um 18:35 Uhr bearbeitet
Zitat von jim_nihilist:
Zitat von Wellgunde:
Zitat von jim_nihilist:


Weil ich Zeitung lese und wenn da Ballack oder Frings Interviews geben und sich beschweren, dann ist das externe Kommunikation.


*auch* intern...


Weil man von draussen nach drinnen brüllt oder wie meinste das?


Nein, weil man zuerst intern ein Gespräch suchen kann und anschließend immer noch ein Interview geben kann. Du behauptest, dass Frings und Ballack nicht Manns genug sind, Löw ihre Kritik ins Gesicht zu sagen, was allerdings pure Spekulation zu sein scheint, da niemand (außer den beteiligten Parteien) weiß, welche Gespräche auf persönlicher Ebene stattgefunden haben.
Zitat von Winchester77:
Seine Kollegen werden das natürlich scheisse gefunden haben, aber über Podolski's Aktion werden sie (ausser Lahm vielleicht) auch nicht besser gedacht haben.


Woher weisst Du das? Woher weißt Du, dass nicht die Mehrheit der Mannschaft innerlich gegrinst, und gedacht hat "endlich knallt dem arroganten Fatzke einer eine"? Du weißt es nicht, ich auch nicht. Genausowenig, wie wir wissen, was genau Ballack gesagt hat, um Podolski zu so einer Reaktion zu bewegen.

Die extrem auffällige Nichtreaktion damals sowohl von Löw, der Presse als auch des DFB auf eine eigentlich absolut unentschuldbare Aktion von Podolski spricht da allerdings Bände.

Es gibt jede Menge Hinweise, dass Ballack alles andere als beliebt bei seinen Manschafftskollegen war. Eine Zeitlang war er sportlich so unumstritten (übrigens schließe ich mich der Meinung an, dass das nichts mit Ballacks angeblicher Weltkasse zu tun hatte, sondern einfach nur damit, dass er zu dem Zeitpunkt in D halt konkurrenzlos war), dass das gut ging.
In dem Moment aber wo Ballack nur noch einer von vielen guten, und nicht mehr die herrausragende Lichtgestalt des deutschen Fußballs war, hat die autoritäre und "leicht" arrogante Art von Ballack eben nicht mehr funktioniert, und es spricht einiges dafür, dass Löw und auch der DFB dies genau wussten, nur Ballack eben nicht.
Zitat
Die Wahrheit über das Ballack-Aus
Löw wollte ihn noch das 100. Spiel machen lassen. Doch der Kapitän antwortete nicht auf Anrufe und SMS.

http://www.bild.de/sport/fussball/michael-ballack/loew-wollte-ihn-noch-das-100-laenderspiel-machen-lassen-18426470.bild.html
Geil vor allem, wie sich der DFB jetzt in die Rolle des Opfers zwängen wil, der dem "Rentner" Ballack gnädigerweise zwei Spiele gewährt hat um die 100 vollzumachen und nun angeblich von diesem düpiert wurde, da er seinen Rücktritt nicht verkünden wollte.

Ja, warum sollte er denn auch, wenn er noch weiterspielen will? Wenn Löw ihn nicht mehr dabeihaben will, dann soll er das gefälligst auch sagen und nicht die Verantwortung auf Ballack abwälzen um sich die Finger nicht schmutzig zu machen.

Im Endeffekt wäre alles doch ganz einfach und Ballack weiß das auch: Wenn er nächstes Jahr Leistung bringt ist er bei der EM dabei, wenn nicht, dann eben nicht. Durch diesen Rauswurf hat ihm Löw nun diese Chance genommen, eine vollkommen unnötige Maßnahme, die wir alle vielleicht noch bitter bereuen werden sollte Khedira nur Ersatz sein bei Real nächste Saison und Kroos wieder offensiver eingesetzt werden bei Bayern.
Wenn man sieht, wie der eine oder andere hier immer noch seinen Jogi verteidigt, verursacht bei mir schon fast körperliche Schmerzen. Mir wäre das wirklich viel zu peinlich, eine so haltlose Position zu verteidigen, nur um nicht sagen zu müssen, dass Löw mal wieder auf der zwischenmenschlichen Ebene versagt hat.

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