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Daniel Meyer
Geburtsdatum 10.09.1979
Alter 46
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Sport
Akt. Verein SpVgg Greuther Fürth

Daniel Meyer [Trainer]

10.07.2020 - 11:49 Uhr
Daniel Meyer [Trainer] |#261
20.05.2021 - 02:16 Uhr
Vielleicht fallen mir auch ein oder zwei Trainer ein, denen ich in der nächsten Saison mehr zutrauen würde als Daniel Meyer.

Aber ich sehe ihn nicht so schlecht, wie er jetzt (oder schon die halbe Saison) von vielen gemacht wird. Ich glaube, wenn Meyer jetzt die Möglichkeit bekäme, den Kader für die nächste Spielzeit zu entwickeln, könnte sich diese Kontinuität auszahlen.
Dafür braucht er aber auch die Rückendeckung im Verein und im Umfeld. Beides scheint zur Zeit nicht gegeben.

Sollte Meyer gehen müssen, hätte ich schon ein bisschen Angst, dass dann ein Trainer kommt, der es eher schlechter als besser macht - eben weil mir nicht viele einfallen, die machbar und passend scheinen.
Daniel Meyer [Trainer] |#262
20.05.2021 - 07:59 Uhr
Dieser viel beschworene Wunsch nach Kontinuität und dieses Harmoniebedürfnis nervt mich mittlerweile.
Jetzt also, da es nicht läuft, wünschen sich viele, dass es so weitergehen soll???
Ist das eine Art Todessehnsucht?

Die letzten Trainer sind gegangen oder rausgeschmissen worden, als es gut lief.
Schubert, Flüthmann, Antwerpen.
Deren Leistung ist schlichtweg nicht anerkannt worden. Stattdessen wurden neue Kriterien (soziale Kompetenz, menschlicher Umgang) erfunden, um im Nachhinein die Trennung zu rechtfertigen.
Schubert und Antwerpen wurden nachträglich regelrecht mit Schmutz beworfen.

Bei Meyer ist es anders: Er liefert nicht, aber das Verhältnis zur Mannschaft scheint intakt.

Was ich sagen will: In erfolgreichen Zeiten, sollte man meiner Meinung nach versuchen die Strukturen zu festigen. Nicht in schlechten Zeiten wie jetzt.

Dann könnte man so argumentieren: "Mannschaft und Trainer, zusammen seid ihr erfolgreich. Um des Erfolges willen, rauft euch zusammen! Ihr müsst Euch nicht lieben, aber erkennt an, dass ihr gemeinsam gute Arbeit abliefert."

Jetzt hat man am erfolglosen Trainer festgehalten.
Der Umbruch, den jetzt der Abstieg nach sich zieht, wird viel größer sein als der, der von einem (rechtzeitigen) Trainerwechsel ausgegangen wäre.
Von wegen "Kontinuität".
Daniel Meyer [Trainer] |#263
20.05.2021 - 10:27 Uhr
:
Zitat von transfererror
Dieser viel beschworene Wunsch nach Kontinuität und dieses Harmoniebedürfnis nervt mich mittlerweile.
Jetzt also, da es nicht läuft, wünschen sich viele, dass es so weitergehen soll???
Ist das eine Art Todessehnsucht?

Die letzten Trainer sind gegangen oder rausgeschmissen worden, als es gut lief.
Schubert, Flüthmann, Antwerpen.
Deren Leistung ist schlichtweg nicht anerkannt worden. Stattdessen wurden neue Kriterien (soziale Kompetenz, menschlicher Umgang) erfunden, um im Nachhinein die Trennung zu rechtfertigen.
Schubert und Antwerpen wurden nachträglich regelrecht mit Schmutz beworfen.

Bei Meyer ist es anders: Er liefert nicht, aber das Verhältnis zur Mannschaft scheint intakt.

Was ich sagen will: In erfolgreichen Zeiten, sollte man meiner Meinung nach versuchen die Strukturen zu festigen. Nicht in schlechten Zeiten wie jetzt.

Dann könnte man so argumentieren: "Mannschaft und Trainer, zusammen seid ihr erfolgreich. Um des Erfolges willen, rauft euch zusammen! Ihr müsst Euch nicht lieben, aber erkennt an, dass ihr gemeinsam gute Arbeit abliefert."

Jetzt hat man am erfolglosen Trainer festgehalten.
Der Umbruch, den jetzt der Abstieg nach sich zieht, wird viel größer sein als der, der von einem (rechtzeitigen) Trainerwechsel ausgegangen wäre.
Von wegen "Kontinuität".
daumen-hochdaumen-hochdaumen-hoch
Daniel Meyer [Trainer] |#264
20.05.2021 - 11:11 Uhr
Verstehe einfach nciht, warum es manchen Usern so schwer fällt, sich ohne Beleidungen ausdrücken oder mal nicht abfällig andere Meinungen zu diskredetieren. Ist es für euch so schwer, zu akzeptieren, dass andere Leute eine andere Meinung haben und dass sowas auch einfach legitim ist?
Und wie häufig hier "Fakten" präsentiert werden, die einfach eine Meinung sind, finde ich auch sehr schwierig.
Wenn man dann noch wichtige Punkte einfach auslässt, weil es der eigenen Argumentation widerspricht, finde ich das extrem schade.
Diskutieren heißt nicht, dass man einfach sagt: "Eure Meinungen sind falsch! Ihr seid nur zu dumm um das richtig zu verstehen!".

•     •     •

Einmal Löwe, immer Löwe.

Hier darf leider keine Werbung stehen
Daniel Meyer [Trainer] |#265
20.05.2021 - 11:44 Uhr
Man stelle sich vor, es ginge hier um das politische Klima in Deutschland. Dann wäre wohl echt Schicht im Schacht und der Bannhammer würde nur so geschwungen werden.

Lachend

Offensichtlich ist die Führungsriege unserer Eintracht immer ein stark polarisierendes Thema und ich kann das verstehen. Der Umgang mit den vergangenen Trainern, eigentlich allen Trainern nach Lieberknecht wirft doch mehrere Fragezeichen auf. So richtig weiß man nicht mehr woran man ist, wie man die Trainerleistung denn noch selbst überhaupt hinreichend einzuordnen hat.

Wie hier schon richtig erwähnt, gab es zu objektiv erfolgreichen Trainern kein klares Bekenntnis. Teilweise wohl aus internen Gründen, aber auch weil dann die soziale Kompetenz wohl nicht ausreichend war, um sich einen Verbleib vorstellen zu können. Scheinbar ist Daniel Meyer in dieser Hinsicht ein guter Griff. Scheinbar möchte man auch aus den vergangenen Fehlern lernen. Vielleicht gibt es da auch eine Einsicht bezüglich der Entlassungen von Schubert oder Flüthmann.

Am Ende können wir hier nur mutmaßen. Die Meinungen zum Thema Trainerverbleib oder Trainerentlassung gehen jedenfalls weiter auseinander als ich das persönlich auch erwartet hätte. Ich glaube spätestens Montag wissen wir alle mehr.
Daniel Meyer [Trainer] |#266
21.05.2021 - 17:55 Uhr
Mal ein Dank an die, die sich bei Ihren Beiträgen Gedanken machen und nicht nur rumpoltern. Stellvertretend genannt sind @Rabona95, @kivi97, und @WruceBillis (keine abschließende Aufzählungzwinker), eure Beiträge sind überwiegend lesenswert, ich kann nur leider (noch?) nicht werten.

Nun zum Thema: Unabhängig vom Ausgang dieser Zweitligasaison kann ich mir durchaus eine weitere Saison mit Daniel Meyer als Trainer vorstellen. Warum? Nun, weil sich wohl alle handelnden Personen sicher waren, dass diese Saison ein Ritt auf der Rasierklinge wird und Daniel Meyer einen Vertrag für die 2. und 3. Liga angeboten haben, den dieser auch angenommen hat. Wenn man nun ein stückweit Kontinuität in diesen Verein bekommen möchte, muss man auch mit Rückschlägen leben, ich nehme mal als Beispiel den SC Freiburg.

Warum sollte Herrn Meyer der turnaround in der dritten Liga, sofern es zum Abstieg kommt, was aus heutiger Sicht höchstwahrscheinlich ist, nicht gelingen? Er hatte eine Saison Zeit, das Umfeld und die Spieler kennen und beurteilen zu lernen. Ich denke, er und Peter Vollmann wissen, welche Spieler uns da am ehesten wieder rausholen können und wollen, können also am Montag direkt mit den Planungen loslegen und versuchen, die wichtigen Spieler des aktuellen Kaders zu halten. Diesen Vorsprung hätte ein neuer Trainer nicht und es würde uns so ergehen wie 2018, als Spieler, die wohl geblieben wären, einfach in der Luft hingen und dann gegangen sind.

Wenn man DM den Neustart in Liga 3 nicht zutrauen würde, hätte man ihn vor Wochen freistellen müssen. Das hat man nicht getan. Was mich wahnsinnig stört ist, dass der Aufsichtsrat tagt, letztendlich aber nichts passiert, ausser das Infos an die BZ gelangen, die dort nichts zu suchen haben. Das sind Störfeuer, die die Position eines Trainers nicht stärken. Entweder handeln oder die Fre$$e halten.

Und alle, die mich jetzt zerreißen wollen und rumpoltern, bitte versucht wenigstens, die Namen unserer Spieler richtig zu schreiben. Ein Tipp: Sie stehen auf Transfermarkt.de und müssen einfach nur abgeschrieben werdenugly

Feuer freizwinker
Daniel Meyer [Trainer] |#267
21.05.2021 - 20:05 Uhr
Zitat von BTSV4me


Warum sollte Herrn Meyer der turnaround in der dritten Liga, sofern es zum Abstieg kommt, was aus heutiger Sicht höchstwahrscheinlich ist, nicht gelingen? Er hatte eine Saison Zeit, das Umfeld und die Spieler kennen und beurteilen zu lernen. Ich denke, er und Peter Vollmann wissen, welche Spieler uns da am ehesten wieder rausholen können und wollen, können also am Montag direkt mit den Planungen loslegen und versuchen, die wichtigen Spieler des aktuellen Kaders zu halten. Diesen Vorsprung hätte ein neuer Trainer nicht und es würde uns so ergehen wie 2018, als Spieler, die wohl geblieben wären, einfach in der Luft hingen und dann gegangen sind.


Ich frage mal nach: warum sollte Meyer denn der turnaround gelingen? Was meinst du eigentlich mit turnaround?

Spieler? Was nützt die Kenntnis über die Spieler, wenn man davon ausgehen muss, dass alle wesentlichen Leistungsträger den Klub verlassen?

Es ist klar, dass die Saison auch für Meyer eine große Herausforderung darstellen würde, u.a. weil fast ein kompletter Umbruch zu managen war und man bei der Kaderplanung aufgrund des begrenzten Budgets nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. Da muss man fair sein, dieser Ballast wog schwer. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Meyer, zumindest aus meiner Sicht, auch vemeidbare Fehler gemacht hat (z.B. nicht positionsgerechte Einsätze, Dornebusch, 3er-Kette) und Erwartungen in seine Trainertätigkeit nicht erfüllt hat (z.B. keine taktische Entwicklung, keine Spieler besser gemacht, Nichterfüllung von eigenen Vorgaben wie Ballbesitzfußball).

Kontinuität finde ich grundsätzlich gut. Aber Kontinuität um der Kontinuität Willen macht m.E. keinen Sinn. Die Entscheidung für oder gegen Meyer muss sich doch daran orientieren wie die Vorgabe der sportlichen Führung und des Aufsichtsrates ist. Man muss wohl davon ausgehen, dass es wieder einen großen Kaderumbruch geben wird und deswegen ein Neuanfang ansteht. Traut man Meyer dies zu? Sollte man also mit Meyer weitermachen, dann muss er zur Vorgabe passen. Ob das der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich will aber nicht verhehlen, dass mich Meyer nicht vollständig überzeugt hat. Hierbei spielt insbesondere die Entwicklung nach dem Osnabrück-Sieg eine entscheidende Rolle. Man hatte alle Trümpfe in der Hand und im entscheidenden Saisonfinale vieles, um nicht zu sagen fast alles vermissen lassen, wofür die Löwen eigentlich stehen. Die Eintracht wirkte fast wie eine tote Mannschaft, von wenigen highlights in Düsseldorf mal abgesehen.

Sicher ist es auch die Frage, welche Alternativen zu Meyer ggf. zur Verfügung stehen würden. Aber im Ergebnis stellt sich zunächst die Frage, was für Meyer denn konkret spricht?
Daniel Meyer [Trainer] |#268
21.05.2021 - 20:40 Uhr
Zitat von fanbeauftragter
Zitat von BTSV4me

Warum sollte Herrn Meyer der turnaround in der dritten Liga, sofern es zum Abstieg kommt, was aus heutiger Sicht höchstwahrscheinlich ist, nicht gelingen? Er hatte eine Saison Zeit, das Umfeld und die Spieler kennen und beurteilen zu lernen. Ich denke, er und Peter Vollmann wissen, welche Spieler uns da am ehesten wieder rausholen können und wollen, können also am Montag direkt mit den Planungen loslegen und versuchen, die wichtigen Spieler des aktuellen Kaders zu halten. Diesen Vorsprung hätte ein neuer Trainer nicht und es würde uns so ergehen wie 2018, als Spieler, die wohl geblieben wären, einfach in der Luft hingen und dann gegangen sind.


Ich frage mal nach: warum sollte Meyer denn der turnaround gelingen? Was meinst du eigentlich mit turnaround?

Spieler? Was nützt die Kenntnis über die Spieler, wenn man davon ausgehen muss, dass alle wesentlichen Leistungsträger den Klub verlassen?

Es ist klar, dass die Saison auch für Meyer eine große Herausforderung darstellen würde, u.a. weil fast ein kompletter Umbruch zu managen war und man bei der Kaderplanung aufgrund des begrenzten Budgets nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. Da muss man fair sein, dieser Ballast wog schwer. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Meyer, zumindest aus meiner Sicht, auch vemeidbare Fehler gemacht hat (z.B. nicht positionsgerechte Einsätze, Dornebusch, 3er-Kette) und Erwartungen in seine Trainertätigkeit nicht erfüllt hat (z.B. keine taktische Entwicklung, keine Spieler besser gemacht, Nichterfüllung von eigenen Vorgaben wie Ballbesitzfußball).

Kontinuität finde ich grundsätzlich gut. Aber Kontinuität um der Kontinuität Willen macht m.E. keinen Sinn. Die Entscheidung für oder gegen Meyer muss sich doch daran orientieren wie die Vorgabe der sportlichen Führung und des Aufsichtsrates ist. Man muss wohl davon ausgehen, dass es wieder einen großen Kaderumbruch geben wird und deswegen ein Neuanfang ansteht. Traut man Meyer dies zu? Sollte man also mit Meyer weitermachen, dann muss er zur Vorgabe passen. Ob das der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich will aber nicht verhehlen, dass mich Meyer nicht vollständig überzeugt hat. Hierbei spielt insbesondere die Entwicklung nach dem Osnabrück-Sieg eine entscheidende Rolle. Man hatte alle Trümpfe in der Hand und im entscheidenden Saisonfinale vieles, um nicht zu sagen fast alles vermissen lassen, wofür die Löwen eigentlich stehen. Die Eintracht wirkte fast wie eine tote Mannschaft, von wenigen highlights in Düsseldorf mal abgesehen.

Sicher ist es auch die Frage, welche Alternativen zu Meyer ggf. zur Verfügung stehen würden. Aber im Ergebnis stellt sich zunächst die Frage, was für Meyer denn konkret spricht?


Sehr guter Beitrag. So sehe ich das auch. Ich bin der Meinung, dass Meyer grundsätzlich keine schlechte Arbeit geleistet hat. Er hat zum Ende der Saison aber leider auch Fehler gemacht, die ich nicht nachvollziehen kann. Bsp. das umstellen auf 3er Kette gegen Pauli und Fürth und das abschenken der Partie gegen Fürth. Er konnte die Mannschaft emotional nicht genügend auf die Spiele gegen Aue und Würzburg einstellen.

Meiner Meinung nach, wäre eine Trennung bei Abstieg von DM nötig, um komplett neu und unbelastet in die neue Saison zu gehen. Bei Abstieg ist man als Trainer in gewisser weise auch "verbrannt". Im Aufsichtsrat scheinen ja auch nicht alle hinter dem Trainer zu stehen. Sonst hätte es nicht schon 2 Sitzungen gegeben, bei welchen über eine vorzeitige Trennung von DM diskutiert wurde.

Ich bin für einen klaren cut nach der Saison. Es gibt ein paar interessante Trainer, die ich gerne bei der Eintracht sehen würde.
Daniel Meyer [Trainer] |#269
21.05.2021 - 21:11 Uhr
Die Mannschaft befindet sich seit dem Osnabrück-Spiel in einem Abwärtstrend, den es zu stoppen galt, was Meyer nicht gelungen ist.

Sollte sich diese Entwicklung in Liga 3 (ich gehe mal davon aus, dass wir dort nächste Saison unterwegs sind) fortsetzen, wird es uns wie 2018 ergehen. Ob das Ende genauso glücklich verläuft wie 2019 ist nicht vorhersehbar.

Ich glaube aber, dass Meyer diese negative Entwicklung in Liga 3 umkehren kann, das meine ich mit turnaround.

Meyer hat zweifelsohne nicht alles richtig gemacht, aber er hat auch Umstellungen vorgenommen, die die Mannschaft deutlich verbessert haben. Klar war das erst durch die Verpflichtungen von Diakhite und Behrendt möglich geworden, aber er hat es geschafft, die Defensive in der Rückrunde zu stabilisieren, zumindest bis zum Ausfall von ebengenannten Behrendt, der Lauf danach ist bekannt.

Für mich ist die Frage, ob denn alle wesentlichen Leistungsträger gehen werden, noch nicht beantwortet. Ich weiß nicht, wer einen Vertrag für die 3. Liga hat und wer bereit ist, mit in die 3. Liga zu gehen. Und ich weiß auch nicht, ob die Mannschaft pro oder contra Meyer ist. Zumindest ist mir nichts bekannt, dass sich die Mannschaft oder Teile davon gegen Meyer positioniert hätten. Von daher besteht ja zumindest die Hoffnung, dass der ein oder andere den Weg mit Meyer geht.

Diese Chance hätten wir nicht, wenn wir uns Montag von Meyer trennen würden, dann erginge es uns wie im Mai 2018. Es sei denn, der neue Trainer stünde bereits in den Startlöchern.

Kontinuität um der Kontinuität Willen ist sicher nicht zielführend. Aber wenn die Vorgabe diese Saison der unbedingte Klassenerhalt gewesen wäre, hätte man DM nicht mit einem Vertrag für die 2. und 3. Liga ausstatten müssen.

Ja, was spricht eigentlich konkret für Meyer. Fachlich kann ich das nicht beantworten, da ich letztendlich nur das beurteilen kann, was ich an den Spieltagen sehe. Das war zugegebenermaßen selten zum Zungeschnalzen.
Von daher spricht nicht viel für ihn. Aber ich muss das auch gar nicht beurteilen, dafür haben wir die sportliche Geschäftsleitung.

Für mich kommt DM authentisch rüber, das mag ich. Ich brauche keine Lautsprecher ala Trares oder Wollitz.

Die für mich unbeantwortete Frage ist doch: hätte es ein anderer Trainer mit dem vorhandenen (sorry) Spielermaterial besser gemacht?
Daniel Meyer [Trainer] |#270
21.05.2021 - 23:15 Uhr
Ich sehe das ähnlich wie BTSV4me, ansonsten geht mir das hier zum Teil schon zu sehr ins Legendenhafte:

Dornebusch war sicherlich kein positiver Faktor, der uns mit Glanzparaden Punkte gerettet hat, aber Punkte gekostet hat er uns meiner Erinnerung nicht, doch da kann man mich gerne korrigieren.

Zudem frage ich mich, womit man zweifelsfrei belegen kann, dass Meyer das Spiel in Fürth, wie das mancher vorher in den Foren gefordert hatte, "abgeschenkt" hat.

Die Niederlagen in Fürth und gegen St.Pauli waren in erster Linie dem Ausfall von Behrendt geschuldet, Dreier- oder Viererkette ist da nicht entscheidend.
Wenn ich mich richtig erinnere, hat er in einer PK vor diesen Spielen betont, dass man im Training beide Systeme probiert und sich dann für das entschieden habe, bei dem sich die Spieler besser gefühlt haben.

Alles in allem hat das neue System mit Viererkette vor allem des anderen Personals wegen besser gepasst, aber er ist nicht mutwillig wieder davon abgewichen, sondern weil er sich davon versprochen hat, den Ausfall von Behrendt besser kompensieren zu können.
Funktioniert hat es nicht, aber das hat die Viererkette gegen Düsseldorf, Aue und Würzburg auch nicht.

Das Hauptproblem war und ist die mangelnde Kadertiefe. Frei von Fehlentscheidungen war Meyers Arbeit hier sicher nicht, doch diese Vorwürfe gehen mir zu weit.

Ich kann nachvollziehen, dass man für die negative Entwicklung einen Schuldigen sucht, und dann nimmt man meist den Trainer.
Doch es wäre wirklich absolut fatal, wenn man sich unter anderem wegen solcher Sachen von ihm trennen würde.

Ich bin auch kein Freund von Kontinuität nur der Kontinuität wegen, das gilt vor allem für Vollmann. Nach dem Abstieg alles auf Null zu stellen kann jedoch, wie wir vor drei Jahren erleben mussten, äußerst gefährlich sein.
Mit Vollmann, "der Dritte Liga kann", wäre man also trotz aller grundsätzlichen Vorbehalte - zumindest kurzfristig - nicht schlecht aufgestellt. ( Von mir aus darf er aber nach der nächsten Saison gerne in den Ruhestand gehen.)

Was die Position des Trainers betrifft, so macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob er den Verein und die Mannschaft komplett neu kennenlernen muss oder ob er eben mit Vollmann schon eher eingespieltes Team bildet, zumindest Teile der Mannschaft kennt und die neuen zusammen mit Vollmann verpflichtet.

Es wurde schon erwähnt, ein Grund, sich für ihn zu entscheiden, war seine Bereitschaft, im Zweifel mit in die Dritte Liga zu gehen.

Grundsätzlich braucht jeder Trainer mindestens eine Saison, um einer Mannschaft seine Spielidee zu vermitteln und damit sich die Mannschaft einspielen kann.
Härtel zum Beispiel zeigt in Rostock, dass dann mit etwas Geduld Erfolge erreicht werden können.

Das Konzept, Kontinuität bei Erfolg, Wechsel bei Misserfolg, klingt grundsätzlich gut, man muss sich allerdings immer genau die jeweiligen Bedingungen und Gegebenheiten anschauen.

Mit Schubert konnte man wegen seiner Probleme im zwischenmenschlichen Bereich nicht weitermachen, bei Antwerpen wollten beide Seiten keine weitere Zusammenarbeit, bei Flüthmann fehlte die Geduld.

Solange es in Hamburg keine Katastrophe wie in Kiel gibt, sollte man meiner Auffassung nach diese Geduld bei Meyer aufbringen.

•     •     •

Mensch, saa helle, wenns ooch duster is.




Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rabona95 am 21.05.2021 um 23:30 Uhr bearbeitet
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