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Thilo Kehrer
Geburtsdatum 21.09.1996
Alter 29
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,86m
Vertrag bis 30.06.2028
Position Innenverteidiger
Fuß beidfüßig
Akt. Verein AS Monaco

Leistungsdaten: 26/27

#20 Thilo Kehrer

14.07.2015 - 19:04 Uhr
#20 Thilo Kehrer |#1631
13.08.2018 - 12:26 Uhr
Zitat von SpaceBoy94
hmm, tm.de hat jetzt erstmal wieder einen rückzieher gemacht und thilo wieder zu uns gepackt grins


Hat mich eh gewundert, dass er schon "transferiert" wurde. Kam bisher von keinem Verein eine offizielle Vollzugsmeldung.
#20 Thilo Kehrer |#1632
13.08.2018 - 12:31 Uhr
Zitat von Ruhrpott-Messi
Bei Neuer (20 Jahre im Verein, 14 in der Jugend), Kaan Ayhan (17, 14 Jugend), Joel Matip (16, 9 Jugend), Bene (16, 6 Jugend), Draxler (14, 10 Jugend), Leroy (Insgesamt 8 Jahre und 7 Jugend) und auch Max Meyer (9 und Jugend) konnte ich ja verstehen, wenn man vom Verlust von Identifikationsfiguren gesprochen hat.
Allesamt aus der Region oder wie Ralle langjährig im Verein. Allesamt haben aber auch bis auf Leroy langjährig für die Profis gespielt. Überdurchschnittlich lang für die heutige Zeit. Die Tottis und Gerrards kann man im Weltfußball an einer Hand abzählen. Natürlich ein romantischer Gedanke, aber alles andere als normal.
Wo der Unterschied zwischen Kehrer, Seo, Kübler, Krüger oder Czyborra die im Jugendalter aus ganz Deutschland geholt wurden und Spielern die direkt für die Profis verpflichtet wurden liegt, das ist mir nicht ganz klar. Ich identifiziere mich mit einem Burgstaller genauso wie mit einem Kolasinac und mit Czyborra, Krüger oder Kübler deutlich weniger als beispielsweise mit einem Naldo.
Natürlich ist das Prädikat "Knappenschmiede" nett und eine Auszeichnung, aber das ist für mich längst kein Indiz für Identifikation mit dem Verein. Bei den langjährigen Beobachtern kann ich die Enttäuschung ja verstehen, bei vielen wirkt es aber eher wie gekränkte Eitelkeit oder die Ernüchterung nicht mal ein Team aus 11 Spielern mit dem Stempel "GEschmiedet" auf dem Platz zu haben. Ohne Frage schöner Gedanke, aber absolut illusorisch.

Ich finde den Abgang von Thilo in erster Linie schade, weil man mit ihm einen guten Typen und einen guten Spieler verliert und nicht, weil es das nächste Talent aus der Knappenschmiede ist. Ich hätte einen Abgang von Naldo mindestens genauso schade gefunden, obwohl er erst zwei Jahre im Verein ist. Eher erfüllt es mich gewissermaßen mit Stolz, dass in den letzten Jahren allein für 3 Talente aus der Knappenschmiede stolze 130 Millionen eingenommen wurden. Wer hätte das vor Jahren gedacht?


Ich finde Deinen Punkt hinsichtlich der Verbundenheit mit Spielern, die mit 15 oder 16 aus Hoffenheim oder Stuttgart in die Knappenschmiede wechseln, absolut nachvollziehbar. Da geht es letztlich um Karriere-Entscheidungen. Einen Unterschied zu einem Spieler, der erst mit 25 kommt, kann ich emotional auch nur begrenzt ausmachen.

Das Ganze hat m.E. aber auch eine weniger emotionale Seite. Auf Schalke herrschen offensichtlich sehr gute Bedingungen, um den Sprung von der A-Jugend ins Profigeschäft zu schaffen. Das liegt im Wesentlichen an der hervorragenden Arbeit in der Knappenschmiede. Viele andere Vereine sind dazu nicht in der Lage.

Auch wenn die Transfers finanziell reizvoll sind, stelle ich mir die Frage nach der Bedeutung der Knappenschmiede für die sportliche Seite. Neben allen wichtigen sozialen Funktionen, die die Jugendarbeit für die Mehrzahl der Jungs hat, mutet das momentan bzgl. der Besten eher wie ein Geschäftsmodell an.

Wenn man Thilo wirklich hätte halten können, wäre das neben der Vertragsverlängerung Tedescos ein tolles Signal gewesen. Ich würde verstehen, wenn man mit dem Geld eine andere Baustelle im Kader schließen möchte, um die Mannschaft insgesamt sportlich weiter zu bringen. Alles andere, was das Geld in Sachen Entwicklung bewirken kann, wiegt den Verlust eines hochtalentierten Spielers zu einem sehr frühen Zeitpunkt für mich nicht auf.
#20 Thilo Kehrer |#1633
13.08.2018 - 12:33 Uhr
Zitat von Stehgeiger04
Zitat von SpaceBoy94

hmm, tm.de hat jetzt erstmal wieder einen rückzieher gemacht und thilo wieder zu uns gepackt grins


Hat mich eh gewundert, dass er schon "transferiert" wurde. Kam bisher von keinem Verein eine offizielle Vollzugsmeldung.


Da war irgendeiner einfach zu voreilig.
Heidel selbst sagte, man habe sich geeinigt, dass müsse jetzt aber noch zu Papier gebracht werden und Anfang der Woche würde Thilo in Paris den Medizincheck absolvieren. Das ist dann einfach noch nicht perfekt und deshalb hat es auch Tuchel noch nicht bestätigt.
#20 Thilo Kehrer |#1634
13.08.2018 - 13:00 Uhr
Zitat von BWG
Zitat von Stehgeiger04

Zitat von SpaceBoy94

hmm, tm.de hat jetzt erstmal wieder einen rückzieher gemacht und thilo wieder zu uns gepackt grins


Hat mich eh gewundert, dass er schon "transferiert" wurde. Kam bisher von keinem Verein eine offizielle Vollzugsmeldung.


Da war irgendeiner einfach zu voreilig.
Heidel selbst sagte, man habe sich geeinigt, dass müsse jetzt aber noch zu Papier gebracht werden und Anfang der Woche würde Thilo in Paris den Medizincheck absolvieren. Das ist dann einfach noch nicht perfekt und deshalb hat es auch Tuchel noch nicht bestätigt.


Zumal die Info an Heidel, dass die letzten "Probleme" geklärt sind, auch erst während des Tages kam. Paris hat gestern das erste Ligaspiel gehabt & Tuchel wird sich darauf konzentriert haben. Von daher kann man davon ausgehen, dass er von einem fixen Transfer einach zu diesen Zeitpunkt noch nicht in Kenntnis gesetzt wurde wohlwissend, mit einer voreiligen Aussage seinem Verein verhandlungstechnisch einen Bärendienst zu erweisen.
#20 Thilo Kehrer |#1635
13.08.2018 - 13:13 Uhr
Zitat von Munich_S04
Das Ganze hat m.E. aber auch eine weniger emotionale Seite. Auf Schalke herrschen offensichtlich sehr gute Bedingungen, um den Sprung von der A-Jugend ins Profigeschäft zu schaffen. Das liegt im Wesentlichen an der hervorragenden Arbeit in der Knappenschmiede. Viele andere Vereine sind dazu nicht in der Lage.

Auch wenn die Transfers finanziell reizvoll sind, stelle ich mir die Frage nach der Bedeutung der Knappenschmiede für die sportliche Seite. Neben allen wichtigen sozialen Funktionen, die die Jugendarbeit für die Mehrzahl der Jungs hat, mutet das momentan bzgl. der Besten eher wie ein Geschäftsmodell an.

Wenn man Thilo wirklich hätte halten können, wäre das neben der Vertragsverlängerung Tedescos ein tolles Signal gewesen. Ich würde verstehen, wenn man mit dem Geld eine andere Baustelle im Kader schließen möchte, um die Mannschaft insgesamt sportlich weiter zu bringen. Alles andere, was das Geld in Sachen Entwicklung bewirken kann, wiegt den Verlust eines hochtalentierten Spielers zu einem sehr frühen Zeitpunkt für mich nicht auf.

Es ist faktisch so, dass Schalke für Nachwuchsspieler eine gute Adresse ist, weil wir bekannt dafür sind, jungen talentierten Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Ein Wechsel in der Jugend zu Schalke ist daher vorallem ein bewusster Schritt in der Karriereplanung. Was aber nicht bedeutet, dass daraus nicht emotionale Verbundenheit erwachsen kann. Kola ist dafür ein gutes Beispiel, der erst recht spät zu uns kam, bei uns den Durchbruch schaffte und öffentlich weiterhin eine große Verbundenheit zu Schalke lebt.

Die Knappenschmiede ist sehr eindeutig ein Geschäftsmodell. Für mich ist das aber nur eine logische Folge unserer Situation. Wir sind ein Klub mit begrenztem Budget und die Förderung der Jugend hat für uns mehrere Vorteile. Zum einen generiert sie uns regelmäßig neue Kaderalternativen, weshalb wir weniger Transfers für die Breite tätigen müssen und zum Teil sind auch Spieler dabei, die uns in der Spitze verstärken können. Und von denen sind sogar einige so gut, dass sie attraktiv werden für Klubs die finanziell potenter sind als Schalke. Weder einen Goretzka, noch einen Kehrer könnten wir aktuell verpflichten. Aber wir können sie selber ausbilden, von ihrem sportlichen Wert profitieren und im Falle eines Abganges hoffentlich finanziell profitieren.
Das die Knappenschmiede einzig für den Eigenbedarf an Spielern gedacht ist, ist doch naiv. Unsere gute Nachwuchsarbeit ist etwas, was uns als Verein auszeichnet, eine Fähigkeit, die wir anderen Vereinen voraus haben. Deshalb ist es legitim, dies zu unserem Vorteil zu nutzen. Sportlich wie finanziell.

Das man Kehrer abgibt, war sicherlich keine Entscheidung gegen den Spielern oder für das Geld, sondern für die Möglichkeiten, andere Baustellen im Kader bearbeiten zu können. Natürlich wäre es eine Signalwirkung gewesen, hätte man ihn gehalten, aber es ist auch eine, dass der nächste Spieler der unsere Nachwuchsabteilungen durchlaufen hat und bei uns Profi geworden ist, zu einem internationalen Topklub wechselt. Womöglich hätte man zu einem späteren Zeitpunkt noch deutlich mehr Geld verdienen können, aber angesichts der Situation, kann ich die Entscheidung schon verstehen.
#20 Thilo Kehrer |#1636
13.08.2018 - 13:29 Uhr
Zitat von bluey04
Zitat von Munich_S04

Das Ganze hat m.E. aber auch eine weniger emotionale Seite. Auf Schalke herrschen offensichtlich sehr gute Bedingungen, um den Sprung von der A-Jugend ins Profigeschäft zu schaffen. Das liegt im Wesentlichen an der hervorragenden Arbeit in der Knappenschmiede. Viele andere Vereine sind dazu nicht in der Lage.

Auch wenn die Transfers finanziell reizvoll sind, stelle ich mir die Frage nach der Bedeutung der Knappenschmiede für die sportliche Seite. Neben allen wichtigen sozialen Funktionen, die die Jugendarbeit für die Mehrzahl der Jungs hat, mutet das momentan bzgl. der Besten eher wie ein Geschäftsmodell an.

Wenn man Thilo wirklich hätte halten können, wäre das neben der Vertragsverlängerung Tedescos ein tolles Signal gewesen. Ich würde verstehen, wenn man mit dem Geld eine andere Baustelle im Kader schließen möchte, um die Mannschaft insgesamt sportlich weiter zu bringen. Alles andere, was das Geld in Sachen Entwicklung bewirken kann, wiegt den Verlust eines hochtalentierten Spielers zu einem sehr frühen Zeitpunkt für mich nicht auf.

Es ist faktisch so, dass Schalke für Nachwuchsspieler eine gute Adresse ist, weil wir bekannt dafür sind, jungen talentierten Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Ein Wechsel in der Jugend zu Schalke ist daher vorallem ein bewusster Schritt in der Karriereplanung. Was aber nicht bedeutet, dass daraus nicht emotionale Verbundenheit erwachsen kann. Kola ist dafür ein gutes Beispiel, der erst recht spät zu uns kam, bei uns den Durchbruch schaffte und öffentlich weiterhin eine große Verbundenheit zu Schalke lebt.

Die Knappenschmiede ist sehr eindeutig ein Geschäftsmodell. Für mich ist das aber nur eine logische Folge unserer Situation. Wir sind ein Klub mit begrenztem Budget und die Förderung der Jugend hat für uns mehrere Vorteile. Zum einen generiert sie uns regelmäßig neue Kaderalternativen, weshalb wir weniger Transfers für die Breite tätigen müssen und zum Teil sind auch Spieler dabei, die uns in der Spitze verstärken können. Und von denen sind sogar einige so gut, dass sie attraktiv werden für Klubs die finanziell potenter sind als Schalke. Weder einen Goretzka, noch einen Kehrer könnten wir aktuell verpflichten. Aber wir können sie selber ausbilden, von ihrem sportlichen Wert profitieren und im Falle eines Abganges hoffentlich finanziell profitieren.
Das die Knappenschmiede einzig für den Eigenbedarf an Spielern gedacht ist, ist doch naiv. Unsere gute Nachwuchsarbeit ist etwas, was uns als Verein auszeichnet, eine Fähigkeit, die wir anderen Vereinen voraus haben. Deshalb ist es legitim, dies zu unserem Vorteil zu nutzen. Sportlich wie finanziell.

Das man Kehrer abgibt, war sicherlich keine Entscheidung gegen den Spielern oder für das Geld, sondern für die Möglichkeiten, andere Baustellen im Kader bearbeiten zu können. Natürlich wäre es eine Signalwirkung gewesen, hätte man ihn gehalten, aber es ist auch eine, dass der nächste Spieler der unsere Nachwuchsabteilungen durchlaufen hat und bei uns Profi geworden ist, zu einem internationalen Topklub wechselt. Womöglich hätte man zu einem späteren Zeitpunkt noch deutlich mehr Geld verdienen können, aber angesichts der Situation, kann ich die Entscheidung schon verstehen.



Es sollte aber in naher Zukunft nicht so sein, das wir einerseits sehr gut ausbilden und uns dafür von anderen Vereinen durch Ablösen das gut bezahlen lassen. Um dann nachher mit dem Fernglas zuzusehen das unsere ehemaligen Jugendspieler Topleistungen erbringen und dementsprechend Erfolg haben.Wünschenswert wäre doch das die hochtalentierten Jungs bei uns bleiben.
#20 Thilo Kehrer |#1637
13.08.2018 - 13:37 Uhr
Zitat von bluey04

Zitat von Munich_S04

Das Ganze hat m.E. aber auch eine weniger emotionale Seite. Auf Schalke herrschen offensichtlich sehr gute Bedingungen, um den Sprung von der A-Jugend ins Profigeschäft zu schaffen. Das liegt im Wesentlichen an der hervorragenden Arbeit in der Knappenschmiede. Viele andere Vereine sind dazu nicht in der Lage.

Auch wenn die Transfers finanziell reizvoll sind, stelle ich mir die Frage nach der Bedeutung der Knappenschmiede für die sportliche Seite. Neben allen wichtigen sozialen Funktionen, die die Jugendarbeit für die Mehrzahl der Jungs hat, mutet das momentan bzgl. der Besten eher wie ein Geschäftsmodell an.

Wenn man Thilo wirklich hätte halten können, wäre das neben der Vertragsverlängerung Tedescos ein tolles Signal gewesen. Ich würde verstehen, wenn man mit dem Geld eine andere Baustelle im Kader schließen möchte, um die Mannschaft insgesamt sportlich weiter zu bringen. Alles andere, was das Geld in Sachen Entwicklung bewirken kann, wiegt den Verlust eines hochtalentierten Spielers zu einem sehr frühen Zeitpunkt für mich nicht auf.

Es ist faktisch so, dass Schalke für Nachwuchsspieler eine gute Adresse ist, weil wir bekannt dafür sind, jungen talentierten Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Ein Wechsel in der Jugend zu Schalke ist daher vorallem ein bewusster Schritt in der Karriereplanung. Was aber nicht bedeutet, dass daraus nicht emotionale Verbundenheit erwachsen kann. Kola ist dafür ein gutes Beispiel, der erst recht spät zu uns kam, bei uns den Durchbruch schaffte und öffentlich weiterhin eine große Verbundenheit zu Schalke lebt.

Die Knappenschmiede ist sehr eindeutig ein Geschäftsmodell. Für mich ist das aber nur eine logische Folge unserer Situation. Wir sind ein Klub mit begrenztem Budget und die Förderung der Jugend hat für uns mehrere Vorteile. Zum einen generiert sie uns regelmäßig neue Kaderalternativen, weshalb wir weniger Transfers für die Breite tätigen müssen und zum Teil sind auch Spieler dabei, die uns in der Spitze verstärken können. Und von denen sind sogar einige so gut, dass sie attraktiv werden für Klubs die finanziell potenter sind als Schalke. Weder einen Goretzka, noch einen Kehrer könnten wir aktuell verpflichten. Aber wir können sie selber ausbilden, von ihrem sportlichen Wert profitieren und im Falle eines Abganges hoffentlich finanziell profitieren.
Das die Knappenschmiede einzig für den Eigenbedarf an Spielern gedacht ist, ist doch naiv. Unsere gute Nachwuchsarbeit ist etwas, was uns als Verein auszeichnet, eine Fähigkeit, die wir anderen Vereinen voraus haben. Deshalb ist es legitim, dies zu unserem Vorteil zu nutzen. Sportlich wie finanziell.

Das man Kehrer abgibt, war sicherlich keine Entscheidung gegen den Spielern oder für das Geld, sondern für die Möglichkeiten, andere Baustellen im Kader bearbeiten zu können. Natürlich wäre es eine Signalwirkung gewesen, hätte man ihn gehalten, aber es ist auch eine, dass der nächste Spieler der unsere Nachwuchsabteilungen durchlaufen hat und bei uns Profi geworden ist, zu einem internationalen Topklub wechselt. Womöglich hätte man zu einem späteren Zeitpunkt noch deutlich mehr Geld verdienen können, aber angesichts der Situation, kann ich die Entscheidung schon verstehen.


Mir geht aus auch gar nicht darum, dass die Knappenschmiede nur für den Eigenbedarf ausbildet. Wir werden noch eine ganze Zeit darauf angewiesen sein, immer mal Spieler aus der Knappenschmiede zu transferieren.

Wenn man aber wie kolportiert die Gelegenheit hatte, zu verlängern, hätte man das m.E. tun müssen. Das wirtschaftliche Asset “Thilo Kehrer” hätte man behalten und später noch versilbern können. In der aktuellen Lage des sportlichen Aufschwungs hätte uns ein Verbleib aus sportlicher Sicht gut getan. Wichtiger wäre das aber für das Selbstverständnis und die innere Verfasstheit gewesen.

Nutzt man das Geld jetzt um die sportliche Potenz insgesamt zu stärken, verstehe ich den Schritt zumindest. Bleibt das aber aus, stellt sich für mich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Verkaufs.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Munich_S04 am 13.08.2018 um 13:55 Uhr bearbeitet
#20 Thilo Kehrer |#1638
13.08.2018 - 13:55 Uhr
Zitat von Lantos04
Zitat von bluey04

Zitat von Munich_S04

Das Ganze hat m.E. aber auch eine weniger emotionale Seite. Auf Schalke herrschen offensichtlich sehr gute Bedingungen, um den Sprung von der A-Jugend ins Profigeschäft zu schaffen. Das liegt im Wesentlichen an der hervorragenden Arbeit in der Knappenschmiede. Viele andere Vereine sind dazu nicht in der Lage.

Auch wenn die Transfers finanziell reizvoll sind, stelle ich mir die Frage nach der Bedeutung der Knappenschmiede für die sportliche Seite. Neben allen wichtigen sozialen Funktionen, die die Jugendarbeit für die Mehrzahl der Jungs hat, mutet das momentan bzgl. der Besten eher wie ein Geschäftsmodell an.

Wenn man Thilo wirklich hätte halten können, wäre das neben der Vertragsverlängerung Tedescos ein tolles Signal gewesen. Ich würde verstehen, wenn man mit dem Geld eine andere Baustelle im Kader schließen möchte, um die Mannschaft insgesamt sportlich weiter zu bringen. Alles andere, was das Geld in Sachen Entwicklung bewirken kann, wiegt den Verlust eines hochtalentierten Spielers zu einem sehr frühen Zeitpunkt für mich nicht auf.

Es ist faktisch so, dass Schalke für Nachwuchsspieler eine gute Adresse ist, weil wir bekannt dafür sind, jungen talentierten Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Ein Wechsel in der Jugend zu Schalke ist daher vorallem ein bewusster Schritt in der Karriereplanung. Was aber nicht bedeutet, dass daraus nicht emotionale Verbundenheit erwachsen kann. Kola ist dafür ein gutes Beispiel, der erst recht spät zu uns kam, bei uns den Durchbruch schaffte und öffentlich weiterhin eine große Verbundenheit zu Schalke lebt.

Die Knappenschmiede ist sehr eindeutig ein Geschäftsmodell. Für mich ist das aber nur eine logische Folge unserer Situation. Wir sind ein Klub mit begrenztem Budget und die Förderung der Jugend hat für uns mehrere Vorteile. Zum einen generiert sie uns regelmäßig neue Kaderalternativen, weshalb wir weniger Transfers für die Breite tätigen müssen und zum Teil sind auch Spieler dabei, die uns in der Spitze verstärken können. Und von denen sind sogar einige so gut, dass sie attraktiv werden für Klubs die finanziell potenter sind als Schalke. Weder einen Goretzka, noch einen Kehrer könnten wir aktuell verpflichten. Aber wir können sie selber ausbilden, von ihrem sportlichen Wert profitieren und im Falle eines Abganges hoffentlich finanziell profitieren.
Das die Knappenschmiede einzig für den Eigenbedarf an Spielern gedacht ist, ist doch naiv. Unsere gute Nachwuchsarbeit ist etwas, was uns als Verein auszeichnet, eine Fähigkeit, die wir anderen Vereinen voraus haben. Deshalb ist es legitim, dies zu unserem Vorteil zu nutzen. Sportlich wie finanziell.

Das man Kehrer abgibt, war sicherlich keine Entscheidung gegen den Spielern oder für das Geld, sondern für die Möglichkeiten, andere Baustellen im Kader bearbeiten zu können. Natürlich wäre es eine Signalwirkung gewesen, hätte man ihn gehalten, aber es ist auch eine, dass der nächste Spieler der unsere Nachwuchsabteilungen durchlaufen hat und bei uns Profi geworden ist, zu einem internationalen Topklub wechselt. Womöglich hätte man zu einem späteren Zeitpunkt noch deutlich mehr Geld verdienen können, aber angesichts der Situation, kann ich die Entscheidung schon verstehen.



Es sollte aber in naher Zukunft nicht so sein, das wir einerseits sehr gut ausbilden und uns dafür von anderen Vereinen durch Ablösen das gut bezahlen lassen. Um dann nachher mit dem Fernglas zuzusehen das unsere ehemaligen Jugendspieler Topleistungen erbringen und dementsprechend Erfolg haben.Wünschenswert wäre doch das die hochtalentierten Jungs bei uns bleiben.

Wünschenswert ja, aber auf absehbare Zeit eben auch unrealistisch. Wie sollen wir Spieler wie Sane halten können? Kehrer traue ich tatsächlich auch zu, zu einem internationalen Topspieler zu reifen, weil es einfach sehr viel dafür mitbringt. Es gibt Spieler, die einfach zu gut sind, als das sie dauerhaft auf Schalke bleiben würden. Unser Ziel muss es sein, dass wir diesen Spielern länger eine Perspektive bei uns bieten können.

@Munich_S04 , sehe das insgesamt ähnlich. Kehrer hat enormes Potenzial und hätte uns weiterhelfen können. Versilbern hätte man ihn auch später noch können. Ginge es nur um ihn als Spieler, hätte man ihn halten müssen. Es kommen aber weitere Faktoren hinzu, eben beispielsweise die Möglichkeit mit den aktuellen Einnahmen den Kader insgesamt zu stärken und das kann wertvoller sein, als in 2 Jahren 60Mio zu kassieren. Zumal die Ablöse wahrscheinlich eher jenseits der 40Mio liegt, was einfach wahnsinnig viel Geld ist.
Keiner von uns kann auch wirklich beurteilen, was intern besprochen wurde. Und wie man intern weiter plant. Vllt hat man schon eine Auswahl an Kandidaten, die ihn auch positionsgetreu ersetzen könnten und deshalb schmerzt der sportliche Verlust weniger, zumal ja eh intern schon Alternativen bereit stehen.
#20 Thilo Kehrer |#1639
13.08.2018 - 14:22 Uhr
es geht ja auch gar nicht darum was in 2 Jahren kassiert werden kann. Machen wir uns nichts vor, bei Kehrer wird auch unter Berücksichtigung des Potenzials, weit über Wert bezahlt.
Abgesehen von Faktoren wie Verletzungen und Entwicklungen, usw. sind 60 Millionen € in zwei Jahren eventuell auch einfach weniger wert als 40-45 Millionen € heute. Bei der Entwicklung im Fußball momentan absolut vorstellbar.

Sollte man Harit für so einen Preis abgeben? Eher nicht, da dieser fußballerisch für uns einzigartig und spielerisch extrem wichtig ist. Ein Kehrer ist de facto nicht einmal gesetzt. Er kämpft mit vier weiteren starken Konkurrenten um 3 Plätze. Er ist verzichtbar. Und für so einen verzichtbaren Spieler kassierst du mal eben eine Ablösesumme um oder über 40 Millionen €. Das ist wahnsinn.
#20 Thilo Kehrer |#1640
13.08.2018 - 14:38 Uhr
Zitat von SpaceBoy94
es geht ja auch gar nicht darum was in 2 Jahren kassiert werden kann. Machen wir uns nichts vor, bei Kehrer wird auch unter Berücksichtigung des Potenzials, weit über Wert bezahlt.
Abgesehen von Faktoren wie Verletzungen und Entwicklungen, usw. sind 60 Millionen € in zwei Jahren eventuell auch einfach weniger wert als 40-45 Millionen € heute. Bei der Entwicklung im Fußball momentan absolut vorstellbar.

Sollte man Harit für so einen Preis abgeben? Eher nicht, da dieser fußballerisch für uns einzigartig und spielerisch extrem wichtig ist. Ein Kehrer ist de facto nicht einmal gesetzt. Er kämpft mit vier weiteren starken Konkurrenten um 3 Plätze. Er ist verzichtbar. Und für so einen verzichtbaren Spieler kassierst du mal eben eine Ablösesumme um oder über 40 Millionen €. Das ist wahnsinn.


Ich sehe es nicht so, dass klar über Wert bezahlt wird. Wenn wir jetrzt mit einem Innenverteidiger nachlegen würden, der in die Stammspielerrotation passen würde, dann werden schnell 20 Mio+ fällig für Spieler, die weniger für internationale Topclubs wie PSG, Barca oder ManCity (Thilo wäre für pep ein "der oder nix" gewesen, das behaupte ich mal- da hat jemand gepennt) interessant sein könnten, weil sie bei weitem nicht das spielerische Potenzial von Thilo haben und vielleicht eher ein unspektakulärerer Nastsic-Typus sind - ich nenne mal Anton, Stark oder Baumgartl. Insofern passt die Ablöse schon irgendwie.

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