| Geburtsdatum | 04.10.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Ludogorets Razgrad |
Thomas Reis [ehem. Trainer]
26.10.2022 - 19:04 Uhr
03.09.2023 - 22:11 Uhr
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzkiste am 03.09.2023 um 22:14 Uhr bearbeitet
03.09.2023 - 22:43 Uhr
Ich habe ja auch schön häufiger Kritik geäußert und vor allem auch an den letzten Spieltagen, aber ich empfinde es auf das Spiel gestern bezogen übertrieben was er jetzt so abkriegt. Das ist einfach die Bewertungsgrundlage bei vielen grade eine andere, aufgrund der vorangegangenen Spiele (was auch verständlich ist).
Die Nummer gegen Wiesbaden war einfach mal so typisch 2. Liga. Das Spiel war von uns jetzt nicht herausragend, aber ich finde schon, dass wir (bis zur Schlussphase) ordentlich und auch deutlich verbessert aufgetreten sind. Das man halt gegen so tiefstehende Gegner immer wieder hoffnungslos anläuft und dann zum Schluss einen reingemurmelt bekommt, da können auch andere ambitionierte Mannschaften ein Lied von singen. Hätte auch der klassische Sonntagsschuss aus der Distanz sein können, der einfach mal in den Knick geht. Da hatten wir auch in der Aufstiegssaison häufig mit zu kämpfen, dabei oftmals knappe Ergebnisse noch so über die Linie gezogen und manchmal eben nicht (Aue/KSC).
Was mich aber am meisten nervt, ist dass man jetzt gefühlt seinen Frust an ihm abarbeitet und einfach mal so alles kritisiert wird, dass man denken müsste, er kann eigentlich gar nichts mehr richtig machen. Auf der PK wird er gefragt, ob er die Mannschaft kaputt trainiert, mit Blick auf die aktuellen Ausfälle. An anderer Stelle ist man dann der Meinung, er ist an dem miserablen Fitnesszustand der Mannschaft schuld. Das mit der Fitness ist eh eine Thematik die mir viel zu heiß gekocht wird. Letzte Saison hatten wir mit unserer Ausrichtung nochmal ne ganz andere Intensität und da lief es doch auch. Plötzlich soll er das Training nicht mehr richtig steuern können. Die Wechsel waren für viele gestern auch wieder alle Mist, dabei hatten 4 der 5 Einwechselspieler die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, was ja auch das eigentliche Problem war.
Ich finde es jetzt auch nicht sonderlich kritikwürdig, dass er sich beim Thema Aufstieg so offensiv geäußert hat. Das ist doch auch vielmehr Teil einer Trotzreaktion nach so einem knappen Abstieg und empfinde ich auch als angebracht. Unabhängig davon, ist die sportliche Situation ja gleich grausig. Wenn er jetzt gesagt hätte "ja, wir gucken erstmal", dann sind 4 von 15 Punkten immer noch deutlich zu wenig. Mich verwundert da viel mehr die abgeschlossene Kaderplanung mit den ausgegebenen Zielen, weil da herrscht für mich auch kein Einklang.
Das mit den 4,6 Millionen muss man dann aber auch nochmal in Relation setzen. Wir hatten auch dementsprechende Abgänge und durch den Abstieg auch wieder einen entsprechenden Umbruch. Jetzt kann man natürlich auch sagen, dass das Einnahmen/Ausgaben-Verhältnis so für einen Absteiger trotzdem üblich ist. Mir hat man mit den von dir erwähnten Aussagen von z. B. Knäbel aber tatsächlich was anderes vermittelt und durch den vorangegangenen Abstieg hatte man ja gewissermaßen schon 2. Liga-Strukturen geschaffen. Ich finde auch nicht, dass die einzelnen Transfers jetzt irgendwie schlecht sind und sie sind zu Teilen auch echt günstig geschossen, aber mir gefällt einfach am Ende das große Ganze nicht.
Die Spieler bringen alle irgendwie die Probleme mit, die sie schon bei ihren vorherigen Vereinen hatten, nur treffen sie hier noch auf eine ganz andere Erwartungshaltung. Bis auf Schallenberg hat von den Neuzugängen halt keiner letzte Saison ne gute Runde gespielt und kommt hier mit ordentlich Rückenwind an, wie es z. B. vor zwei Jahren bei Rodri der Fall war. Sorry wenn es jetzt zu off-topic wurde, aber das sind halt auch alles Dinge, die man mal durchbewerten kann, bevor man sich auf den Trainer einschießt.
Die Nummer gegen Wiesbaden war einfach mal so typisch 2. Liga. Das Spiel war von uns jetzt nicht herausragend, aber ich finde schon, dass wir (bis zur Schlussphase) ordentlich und auch deutlich verbessert aufgetreten sind. Das man halt gegen so tiefstehende Gegner immer wieder hoffnungslos anläuft und dann zum Schluss einen reingemurmelt bekommt, da können auch andere ambitionierte Mannschaften ein Lied von singen. Hätte auch der klassische Sonntagsschuss aus der Distanz sein können, der einfach mal in den Knick geht. Da hatten wir auch in der Aufstiegssaison häufig mit zu kämpfen, dabei oftmals knappe Ergebnisse noch so über die Linie gezogen und manchmal eben nicht (Aue/KSC).
Was mich aber am meisten nervt, ist dass man jetzt gefühlt seinen Frust an ihm abarbeitet und einfach mal so alles kritisiert wird, dass man denken müsste, er kann eigentlich gar nichts mehr richtig machen. Auf der PK wird er gefragt, ob er die Mannschaft kaputt trainiert, mit Blick auf die aktuellen Ausfälle. An anderer Stelle ist man dann der Meinung, er ist an dem miserablen Fitnesszustand der Mannschaft schuld. Das mit der Fitness ist eh eine Thematik die mir viel zu heiß gekocht wird. Letzte Saison hatten wir mit unserer Ausrichtung nochmal ne ganz andere Intensität und da lief es doch auch. Plötzlich soll er das Training nicht mehr richtig steuern können. Die Wechsel waren für viele gestern auch wieder alle Mist, dabei hatten 4 der 5 Einwechselspieler die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, was ja auch das eigentliche Problem war.
Ich finde es jetzt auch nicht sonderlich kritikwürdig, dass er sich beim Thema Aufstieg so offensiv geäußert hat. Das ist doch auch vielmehr Teil einer Trotzreaktion nach so einem knappen Abstieg und empfinde ich auch als angebracht. Unabhängig davon, ist die sportliche Situation ja gleich grausig. Wenn er jetzt gesagt hätte "ja, wir gucken erstmal", dann sind 4 von 15 Punkten immer noch deutlich zu wenig. Mich verwundert da viel mehr die abgeschlossene Kaderplanung mit den ausgegebenen Zielen, weil da herrscht für mich auch kein Einklang.
Zitat von BWG
Mit einem Etat von rund 20 Millionen war ihm wohl schon klar, dass wir da keine allzu großen Sprünge machen können. Da hat leider Knäbel im Vorfeld Erwartungen geweckt (Transfergewinne werden in die Mannschaft gesteckt), die so nicht erfüllt wurden und wohl auch nicht erfüllbar waren.
Da wird Thomas Reis zu dem Zeitpunkt schon mehr gewusst haben.
Wobei man auch sagen muss, mit 4,6 Mio hat kein anderer Verein der zweiten Liga in diesem Sommer mehr Ablöse bezahlt als Schalke.
Mit einem Etat von rund 20 Millionen war ihm wohl schon klar, dass wir da keine allzu großen Sprünge machen können. Da hat leider Knäbel im Vorfeld Erwartungen geweckt (Transfergewinne werden in die Mannschaft gesteckt), die so nicht erfüllt wurden und wohl auch nicht erfüllbar waren.
Da wird Thomas Reis zu dem Zeitpunkt schon mehr gewusst haben.
Wobei man auch sagen muss, mit 4,6 Mio hat kein anderer Verein der zweiten Liga in diesem Sommer mehr Ablöse bezahlt als Schalke.
Das mit den 4,6 Millionen muss man dann aber auch nochmal in Relation setzen. Wir hatten auch dementsprechende Abgänge und durch den Abstieg auch wieder einen entsprechenden Umbruch. Jetzt kann man natürlich auch sagen, dass das Einnahmen/Ausgaben-Verhältnis so für einen Absteiger trotzdem üblich ist. Mir hat man mit den von dir erwähnten Aussagen von z. B. Knäbel aber tatsächlich was anderes vermittelt und durch den vorangegangenen Abstieg hatte man ja gewissermaßen schon 2. Liga-Strukturen geschaffen. Ich finde auch nicht, dass die einzelnen Transfers jetzt irgendwie schlecht sind und sie sind zu Teilen auch echt günstig geschossen, aber mir gefällt einfach am Ende das große Ganze nicht.
Die Spieler bringen alle irgendwie die Probleme mit, die sie schon bei ihren vorherigen Vereinen hatten, nur treffen sie hier noch auf eine ganz andere Erwartungshaltung. Bis auf Schallenberg hat von den Neuzugängen halt keiner letzte Saison ne gute Runde gespielt und kommt hier mit ordentlich Rückenwind an, wie es z. B. vor zwei Jahren bei Rodri der Fall war. Sorry wenn es jetzt zu off-topic wurde, aber das sind halt auch alles Dinge, die man mal durchbewerten kann, bevor man sich auf den Trainer einschießt.
04.09.2023 - 07:33 Uhr
Zitat von Niefer
Ich habe ja auch schön häufiger Kritik geäußert und vor allem auch an den letzten Spieltagen, aber ich empfinde es auf das Spiel gestern bezogen übertrieben was er jetzt so abkriegt. Das ist einfach die Bewertungsgrundlage bei vielen grade eine andere, aufgrund der vorangegangenen Spiele (was auch verständlich ist).
Die Nummer gegen Wiesbaden war einfach mal so typisch 2. Liga. Das Spiel war von uns jetzt nicht herausragend, aber ich finde schon, dass wir (bis zur Schlussphase) ordentlich und auch deutlich verbessert aufgetreten sind. Das man halt gegen so tiefstehende Gegner immer wieder hoffnungslos anläuft und dann zum Schluss einen reingemurmelt bekommt, da können auch andere ambitionierte Mannschaften ein Lied von singen. Hätte auch der klassische Sonntagsschuss aus der Distanz sein können, der einfach mal in den Knick geht. Da hatten wir auch in der Aufstiegssaison häufig mit zu kämpfen, dabei oftmals knappe Ergebnisse noch so über die Linie gezogen und manchmal eben nicht (Aue/KSC).
Was mich aber am meisten nervt, ist dass man jetzt gefühlt seinen Frust an ihm abarbeitet und einfach mal so alles kritisiert wird, dass man denken müsste, er kann eigentlich gar nichts mehr richtig machen. Auf der PK wird er gefragt, ob er die Mannschaft kaputt trainiert, mit Blick auf die aktuellen Ausfälle. An anderer Stelle ist man dann der Meinung, er ist an dem miserablen Fitnesszustand der Mannschaft schuld. Das mit der Fitness ist eh eine Thematik die mir viel zu heiß gekocht wird. Letzte Saison hatten wir mit unserer Ausrichtung nochmal ne ganz andere Intensität und da lief es doch auch. Plötzlich soll er das Training nicht mehr richtig steuern können. Die Wechsel waren für viele gestern auch wieder alle Mist, dabei hatten 4 der 5 Einwechselspieler die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, was ja auch das eigentliche Problem war.
Ich finde es jetzt auch nicht sonderlich kritikwürdig, dass er sich beim Thema Aufstieg so offensiv geäußert hat. Das ist doch auch vielmehr Teil einer Trotzreaktion nach so einem knappen Abstieg und empfinde ich auch als angebracht. Unabhängig davon, ist die sportliche Situation ja gleich grausig. Wenn er jetzt gesagt hätte "ja, wir gucken erstmal", dann sind 4 von 15 Punkten immer noch deutlich zu wenig. Mich verwundert da viel mehr die abgeschlossene Kaderplanung mit den ausgegebenen Zielen, weil da herrscht für mich auch kein Einklang.
Das mit den 4,6 Millionen muss man dann aber auch nochmal in Relation setzen. Wir hatten auch dementsprechende Abgänge und durch den Abstieg auch wieder einen entsprechenden Umbruch. Jetzt kann man natürlich auch sagen, dass das Einnahmen/Ausgaben-Verhältnis so für einen Absteiger trotzdem üblich ist. Mir hat man mit den von dir erwähnten Aussagen von z. B. Knäbel aber tatsächlich was anderes vermittelt und durch den vorangegangenen Abstieg hatte man ja gewissermaßen schon 2. Liga-Strukturen geschaffen. Ich finde auch nicht, dass die einzelnen Transfers jetzt irgendwie schlecht sind und sie sind zu Teilen auch echt günstig geschossen, aber mir gefällt einfach am Ende das große Ganze nicht.
Die Spieler bringen alle irgendwie die Probleme mit, die sie schon bei ihren vorherigen Vereinen hatten, nur treffen sie hier noch auf eine ganz andere Erwartungshaltung. Bis auf Schallenberg hat von den Neuzugängen halt keiner letzte Saison ne gute Runde gespielt und kommt hier mit ordentlich Rückenwind an, wie es z. B. vor zwei Jahren bei Rodri der Fall war. Sorry wenn es jetzt zu off-topic wurde, aber das sind halt auch alles Dinge, die man mal durchbewerten kann, bevor man sich auf den Trainer einschießt.
Ich habe ja auch schön häufiger Kritik geäußert und vor allem auch an den letzten Spieltagen, aber ich empfinde es auf das Spiel gestern bezogen übertrieben was er jetzt so abkriegt. Das ist einfach die Bewertungsgrundlage bei vielen grade eine andere, aufgrund der vorangegangenen Spiele (was auch verständlich ist).
Die Nummer gegen Wiesbaden war einfach mal so typisch 2. Liga. Das Spiel war von uns jetzt nicht herausragend, aber ich finde schon, dass wir (bis zur Schlussphase) ordentlich und auch deutlich verbessert aufgetreten sind. Das man halt gegen so tiefstehende Gegner immer wieder hoffnungslos anläuft und dann zum Schluss einen reingemurmelt bekommt, da können auch andere ambitionierte Mannschaften ein Lied von singen. Hätte auch der klassische Sonntagsschuss aus der Distanz sein können, der einfach mal in den Knick geht. Da hatten wir auch in der Aufstiegssaison häufig mit zu kämpfen, dabei oftmals knappe Ergebnisse noch so über die Linie gezogen und manchmal eben nicht (Aue/KSC).
Was mich aber am meisten nervt, ist dass man jetzt gefühlt seinen Frust an ihm abarbeitet und einfach mal so alles kritisiert wird, dass man denken müsste, er kann eigentlich gar nichts mehr richtig machen. Auf der PK wird er gefragt, ob er die Mannschaft kaputt trainiert, mit Blick auf die aktuellen Ausfälle. An anderer Stelle ist man dann der Meinung, er ist an dem miserablen Fitnesszustand der Mannschaft schuld. Das mit der Fitness ist eh eine Thematik die mir viel zu heiß gekocht wird. Letzte Saison hatten wir mit unserer Ausrichtung nochmal ne ganz andere Intensität und da lief es doch auch. Plötzlich soll er das Training nicht mehr richtig steuern können. Die Wechsel waren für viele gestern auch wieder alle Mist, dabei hatten 4 der 5 Einwechselspieler die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, was ja auch das eigentliche Problem war.
Ich finde es jetzt auch nicht sonderlich kritikwürdig, dass er sich beim Thema Aufstieg so offensiv geäußert hat. Das ist doch auch vielmehr Teil einer Trotzreaktion nach so einem knappen Abstieg und empfinde ich auch als angebracht. Unabhängig davon, ist die sportliche Situation ja gleich grausig. Wenn er jetzt gesagt hätte "ja, wir gucken erstmal", dann sind 4 von 15 Punkten immer noch deutlich zu wenig. Mich verwundert da viel mehr die abgeschlossene Kaderplanung mit den ausgegebenen Zielen, weil da herrscht für mich auch kein Einklang.
Zitat von BWG
Mit einem Etat von rund 20 Millionen war ihm wohl schon klar, dass wir da keine allzu großen Sprünge machen können. Da hat leider Knäbel im Vorfeld Erwartungen geweckt (Transfergewinne werden in die Mannschaft gesteckt), die so nicht erfüllt wurden und wohl auch nicht erfüllbar waren.
Da wird Thomas Reis zu dem Zeitpunkt schon mehr gewusst haben.
Wobei man auch sagen muss, mit 4,6 Mio hat kein anderer Verein der zweiten Liga in diesem Sommer mehr Ablöse bezahlt als Schalke.
Mit einem Etat von rund 20 Millionen war ihm wohl schon klar, dass wir da keine allzu großen Sprünge machen können. Da hat leider Knäbel im Vorfeld Erwartungen geweckt (Transfergewinne werden in die Mannschaft gesteckt), die so nicht erfüllt wurden und wohl auch nicht erfüllbar waren.
Da wird Thomas Reis zu dem Zeitpunkt schon mehr gewusst haben.
Wobei man auch sagen muss, mit 4,6 Mio hat kein anderer Verein der zweiten Liga in diesem Sommer mehr Ablöse bezahlt als Schalke.
Das mit den 4,6 Millionen muss man dann aber auch nochmal in Relation setzen. Wir hatten auch dementsprechende Abgänge und durch den Abstieg auch wieder einen entsprechenden Umbruch. Jetzt kann man natürlich auch sagen, dass das Einnahmen/Ausgaben-Verhältnis so für einen Absteiger trotzdem üblich ist. Mir hat man mit den von dir erwähnten Aussagen von z. B. Knäbel aber tatsächlich was anderes vermittelt und durch den vorangegangenen Abstieg hatte man ja gewissermaßen schon 2. Liga-Strukturen geschaffen. Ich finde auch nicht, dass die einzelnen Transfers jetzt irgendwie schlecht sind und sie sind zu Teilen auch echt günstig geschossen, aber mir gefällt einfach am Ende das große Ganze nicht.
Die Spieler bringen alle irgendwie die Probleme mit, die sie schon bei ihren vorherigen Vereinen hatten, nur treffen sie hier noch auf eine ganz andere Erwartungshaltung. Bis auf Schallenberg hat von den Neuzugängen halt keiner letzte Saison ne gute Runde gespielt und kommt hier mit ordentlich Rückenwind an, wie es z. B. vor zwei Jahren bei Rodri der Fall war. Sorry wenn es jetzt zu off-topic wurde, aber das sind halt auch alles Dinge, die man mal durchbewerten kann, bevor man sich auf den Trainer einschießt.
Die Erwartungshaltung ist denk ich das größte Problem. Meiner Meinung nach war der schlimmste Fehler von Reis noch vor der Saison rauszuposaunen, dass wir definitiv wieder aufsteigen werden. Das passt nicht zu der vorgegebenen Marschroute von Hechelmann, der auf Leihen verzichten und langfristig Kaderwert generieren möchte. Ganz ohne den ein oder anderen Unterschiedsspieler auszuleihen, wird es eben schwierig mit dem direkten Wiederaufstieg. Da hätten wir sicherlich noch ein paar Kandidaten gefunden, für die eine Festverpflichtung nicht realistisch gewesen wäre. Aber der Zug ist jetzt nunmal eben abgefahren.
Ich persönlich hätte es auch gar nicht schlimm gefunden, wenn man vor der Saison gesagt hätte: "Wir wollen oben mitspielen, aber setzen vor allem auf eine langfristige Strategie mit einigen jungen Spielern, die wir weiterentwickeln möchte". Fänds zwar schöner direkt wieder aufzusteigen, aber aktuell ist es irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Da wird die Erwartung für einen sicheren Aufstieg erzeugt und dann der Kader für oberes Mittelfeld der zweiten Liga geplant. Hier passt was nicht.
04.09.2023 - 08:39 Uhr
Warum man einem Trainer jetzt solch eine Aussage um die Ohren schmeißt verstehe ich nicht.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
04.09.2023 - 09:19 Uhr
Eine Außenansicht:
Ich war nie ein großer Reis-Freund, aber fraglos hat er mehrfach gezeigt, dass er eine Mannschaft formen kann.
Seine Aussagen zur Erwartung finde ich nicht im geringsten verwerflich oder 'schwierig', eure Kadersituation zeigte Bedarf zu Ergänzungen, aber nicht den Zwang eines 'Rebuild' á la Hertha.
Was soll ein Schalke Trainer nach einer Rückrunde mit respektablen 22 Punkten in Liga 1 denn bitte als Zielsetzung für die neuen Saison ausrufen - 'Konsolidierung'? Ich kann vielmehr die Phrasen im Sinne von "Wir wollen eine gute Rolle spielen" nicht leiden, finde es vielmehr richtig, legitime (!) Ansprüche auch korrekt zu formulieren.
Ihr kommt aus der Erwartungsnummer halt ebenso wenig heraus wie wir; bei den Gegnern in Liga 2 haben nun aber HSV-Spiele schon mehr Routinecharakter als solche gegen Schalke oder Hertha, da gehen nochmals die 10 Sprints und 2 km mehr als gegen Wiesbaden. Das anzunehmen ist das eine, sich dagegen Woche-für-Woche zu behaupten, immer wieder taktische Antworten einzustudieren und die Energie des Gegners an jedem Spieltag 1:1 zu matchen, ist dann nochmals etwa ganz anderes.
Die Liga ist ein 34-spieltägiger 'grind', kleinste Schwächen werden ausgenutzt, und wenn da so eine Findungsphase zu Saisonbeginn steht, kann die Ausbeute - und damit das Selbstvertrauen - schnell mal in den Keller rutschen.
Ich bin wirklich gespannt, wie Reis und das Team dieser Situation begegnen; die kurze Pause mag einen wertvollen Beitrag dazu leisten, sich zu sammeln und neu zu justieren.
Glück auf
Jottkah1887
Ich war nie ein großer Reis-Freund, aber fraglos hat er mehrfach gezeigt, dass er eine Mannschaft formen kann.
Seine Aussagen zur Erwartung finde ich nicht im geringsten verwerflich oder 'schwierig', eure Kadersituation zeigte Bedarf zu Ergänzungen, aber nicht den Zwang eines 'Rebuild' á la Hertha.
Was soll ein Schalke Trainer nach einer Rückrunde mit respektablen 22 Punkten in Liga 1 denn bitte als Zielsetzung für die neuen Saison ausrufen - 'Konsolidierung'? Ich kann vielmehr die Phrasen im Sinne von "Wir wollen eine gute Rolle spielen" nicht leiden, finde es vielmehr richtig, legitime (!) Ansprüche auch korrekt zu formulieren.
Ihr kommt aus der Erwartungsnummer halt ebenso wenig heraus wie wir; bei den Gegnern in Liga 2 haben nun aber HSV-Spiele schon mehr Routinecharakter als solche gegen Schalke oder Hertha, da gehen nochmals die 10 Sprints und 2 km mehr als gegen Wiesbaden. Das anzunehmen ist das eine, sich dagegen Woche-für-Woche zu behaupten, immer wieder taktische Antworten einzustudieren und die Energie des Gegners an jedem Spieltag 1:1 zu matchen, ist dann nochmals etwa ganz anderes.
Die Liga ist ein 34-spieltägiger 'grind', kleinste Schwächen werden ausgenutzt, und wenn da so eine Findungsphase zu Saisonbeginn steht, kann die Ausbeute - und damit das Selbstvertrauen - schnell mal in den Keller rutschen.
Ich bin wirklich gespannt, wie Reis und das Team dieser Situation begegnen; die kurze Pause mag einen wertvollen Beitrag dazu leisten, sich zu sammeln und neu zu justieren.
Glück auf
Jottkah1887
04.09.2023 - 11:16 Uhr
Zitat von RGB277740
Warum man einem Trainer jetzt solch eine Aussage um die Ohren schmeißt verstehe ich nicht.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
Warum man einem Trainer jetzt solch eine Aussage um die Ohren schmeißt verstehe ich nicht.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
Die Obrigkeit hat es einfach komplett verkackt richtig zu kommunizieren und entsprechend Ihrer getätigten Aussagen zu handeln.
Der Trainer muss halt versuchen das Beste aus seiner ihm zur verfügung gestellten Mannschaft zu machen. Ihm da jetzt alleine dem Vorwurf zu machen, ist halt auch nicht richtig.
Als Fan bzw. externer Beobachter hast du eben ganz andere Erwartungen wenn kommuniziert wird, dass alles was wir durch Transfers einnehmen sollten fast 1 zu 1 wieder in den Kader fließt.
Oder das man auf reine Leihgeschäfte ohne Optionen verzichten will um mehr Kaderwerte zu schaffen, heisst auch nicht das sie kategorisch komplett ausgeschlossen werden. Nur das die Rahmenbedingungen halt ein reines "wir bilden den Spieler für euch aus und ham nix davon" auszuschließen haben.
Dementsprechend hätten man beispielhaft folgende 2 Wege benennen können:
1) Wir wollen Kaderwerte schaffen und vermehrt auf die Ausbildung von jungen Spielern setzen. So in den kommenden Jahren die Substanz für erfolgreichen Fussball legen und ebenfalls durch den Verkauf eine gesundung des Vereins anstreben. Dafür nehmen wir auch in Kauf, dass wir ein oder zwei Saisons 2. Liga spielen könnten.
2) Wir wollen sofort wieder in die 1. Liga. Haben einen grundsolide Kader mit einigen Talenten, werden aber alles dafür tun diesen so stark aufzustellen, dass wir in dee Lage sein können die Liga zu dominieren und die Wahrscheinlichkeit dementsprechend hoch ist, dass wir um Platz 1 und 2 spielen.
Stattdessen wurde zwar das Ziel des direkten Wideraufstiegs ausgegeben, aber hinter den Kulissen doch eher der Sparkurs verwirklicht. Quasi nen Mischmasch aller Ideen.
Und nun stehen wir da mit grausigen Ergebnissen und Spielweise, von der Presse und Fans angezähltem Trainer und Führungsstab, sowie einem massiv unausgeglichenem Kader, der mittlerweile zwar auf jeder Position doppelt besetzt ist, wo aber nicht abzusehen ist ob überhaupt und wie hier die Spieler eine erfolgreiche Mannschaft bilden könnten.
Immerhin hat Reis jetzt 2 Wochen Zeit diesem Team leben einzuhauchen.
Was aber auch heisst, dass wir Fans dementsprechend gegen Magdeburg ein ganz anderes Gesicht der Mannschaft sehen wollen.
Bleibt nur Kopf hoch und nicht aufgeben.
04.09.2023 - 12:47 Uhr
Zitat von steb0
Die Obrigkeit hat es einfach komplett verkackt richtig zu kommunizieren und entsprechend Ihrer getätigten Aussagen zu handeln.
Der Trainer muss halt versuchen das Beste aus seiner ihm zur verfügung gestellten Mannschaft zu machen. Ihm da jetzt alleine dem Vorwurf zu machen, ist halt auch nicht richtig.
Als Fan bzw. externer Beobachter hast du eben ganz andere Erwartungen wenn kommuniziert wird, dass alles was wir durch Transfers einnehmen sollten fast 1 zu 1 wieder in den Kader fließt.
Oder das man auf reine Leihgeschäfte ohne Optionen verzichten will um mehr Kaderwerte zu schaffen, heisst auch nicht das sie kategorisch komplett ausgeschlossen werden. Nur das die Rahmenbedingungen halt ein reines "wir bilden den Spieler für euch aus und ham nix davon" auszuschließen haben.
Dementsprechend hätten man beispielhaft folgende 2 Wege benennen können:
1) Wir wollen Kaderwerte schaffen und vermehrt auf die Ausbildung von jungen Spielern setzen. So in den kommenden Jahren die Substanz für erfolgreichen Fussball legen und ebenfalls durch den Verkauf eine gesundung des Vereins anstreben. Dafür nehmen wir auch in Kauf, dass wir ein oder zwei Saisons 2. Liga spielen könnten.
2) Wir wollen sofort wieder in die 1. Liga. Haben einen grundsolide Kader mit einigen Talenten, werden aber alles dafür tun diesen so stark aufzustellen, dass wir in dee Lage sein können die Liga zu dominieren und die Wahrscheinlichkeit dementsprechend hoch ist, dass wir um Platz 1 und 2 spielen.
Stattdessen wurde zwar das Ziel des direkten Wideraufstiegs ausgegeben, aber hinter den Kulissen doch eher der Sparkurs verwirklicht. Quasi nen Mischmasch aller Ideen.
Und nun stehen wir da mit grausigen Ergebnissen und Spielweise, von der Presse und Fans angezähltem Trainer und Führungsstab, sowie einem massiv unausgeglichenem Kader, der mittlerweile zwar auf jeder Position doppelt besetzt ist, wo aber nicht abzusehen ist ob überhaupt und wie hier die Spieler eine erfolgreiche Mannschaft bilden könnten.
Immerhin hat Reis jetzt 2 Wochen Zeit diesem Team leben einzuhauchen.
Was aber auch heisst, dass wir Fans dementsprechend gegen Magdeburg ein ganz anderes Gesicht der Mannschaft sehen wollen.
Bleibt nur Kopf hoch und nicht aufgeben.
Zitat von RGB277740
Warum man einem Trainer jetzt solch eine Aussage um die Ohren schmeißt verstehe ich nicht.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
Warum man einem Trainer jetzt solch eine Aussage um die Ohren schmeißt verstehe ich nicht.
Viele tragen oder sind selbst der Überzeugung sie tragen einen gewissen Fussballsachverstand mit sich. Unser Kader stand früh genug, die Transfer-Politik wurde früh genug geäußert und so mit war vieles früh genug abzuwägen/abzuschätzen.
Jetzt mal runtergebrochen:
1. Wer beinahe alle Säulen verliert die bei uns den Unterschied machten(Kral, Jenz, Krauß) und zugleich noch die verbliebenen verkauft (Bülter,Zalazar) wird ohnehin erstmal vor einer ungewissen Zukunft stehen als Klub.
2. Wer dann noch eine neue Politik fährt und von einem Leih-Modell sich entfernen möchte, der wird es auf dem Markt schwerer haben potenzielle Spieler zu finden die in der 2. Liga den Unterschied machen könnten. Man läuft Gefahr oder bekommt die Gefahr sich dadurch arg zu limitieren.
3. Hat man sich entschlossen von funktionierenden in Form stehenden Spielern (Flick) oder gar von Topspielern der zweiten Liga (Pieringer) sich zu trennen aus unterschiedlichen Gründen. Dafür hat man einige Spieler behalten oder sie gar in die Spitze eingebaut die in der vorherigen Saison wenig bis gar nicht überzeugen konnten sowie auch oft ein gewisses Alter besitzen - manche davon waren aber vertretbar Entscheidungen, vieles hängt eben auch von der Alternative dazu ab.
4. Potenziell haben wir nun einen reinen zweitligatechnisch durchschnittlichen bis teils oberen angehörigen Kader, der bisher absolut nicht harmoniert.
Letztlich war der Einrgiff in die sportliche Richtung (erneut) sehr groß, ob man nun dazu gezwungen wurde oder nicht spielt keine Rolle, wir haben tiefe Eingriffe gemacht.
Also egal was der Trainer sagte, es war offensichtlich: Es wird eine sehr schwere Sache mit dem Aufstieg, wenn nicht sogar unrealistisch. Das konnte sich jeder selbst ausmalen.
Zugleich eben noch der schwebende Faktor; wie kommen die miteinander zurecht ?! Wir haben quasi eine neue Truppe bekommen (mal wieder).
Die einzige Überraschung sind die Extremen, so schwach und schlecht in allen Belangen konnte man es logischerweise nicht erwarten.
Die Obrigkeit hat es einfach komplett verkackt richtig zu kommunizieren und entsprechend Ihrer getätigten Aussagen zu handeln.
Der Trainer muss halt versuchen das Beste aus seiner ihm zur verfügung gestellten Mannschaft zu machen. Ihm da jetzt alleine dem Vorwurf zu machen, ist halt auch nicht richtig.
Als Fan bzw. externer Beobachter hast du eben ganz andere Erwartungen wenn kommuniziert wird, dass alles was wir durch Transfers einnehmen sollten fast 1 zu 1 wieder in den Kader fließt.
Oder das man auf reine Leihgeschäfte ohne Optionen verzichten will um mehr Kaderwerte zu schaffen, heisst auch nicht das sie kategorisch komplett ausgeschlossen werden. Nur das die Rahmenbedingungen halt ein reines "wir bilden den Spieler für euch aus und ham nix davon" auszuschließen haben.
Dementsprechend hätten man beispielhaft folgende 2 Wege benennen können:
1) Wir wollen Kaderwerte schaffen und vermehrt auf die Ausbildung von jungen Spielern setzen. So in den kommenden Jahren die Substanz für erfolgreichen Fussball legen und ebenfalls durch den Verkauf eine gesundung des Vereins anstreben. Dafür nehmen wir auch in Kauf, dass wir ein oder zwei Saisons 2. Liga spielen könnten.
2) Wir wollen sofort wieder in die 1. Liga. Haben einen grundsolide Kader mit einigen Talenten, werden aber alles dafür tun diesen so stark aufzustellen, dass wir in dee Lage sein können die Liga zu dominieren und die Wahrscheinlichkeit dementsprechend hoch ist, dass wir um Platz 1 und 2 spielen.
Stattdessen wurde zwar das Ziel des direkten Wideraufstiegs ausgegeben, aber hinter den Kulissen doch eher der Sparkurs verwirklicht. Quasi nen Mischmasch aller Ideen.
Und nun stehen wir da mit grausigen Ergebnissen und Spielweise, von der Presse und Fans angezähltem Trainer und Führungsstab, sowie einem massiv unausgeglichenem Kader, der mittlerweile zwar auf jeder Position doppelt besetzt ist, wo aber nicht abzusehen ist ob überhaupt und wie hier die Spieler eine erfolgreiche Mannschaft bilden könnten.
Immerhin hat Reis jetzt 2 Wochen Zeit diesem Team leben einzuhauchen.
Was aber auch heisst, dass wir Fans dementsprechend gegen Magdeburg ein ganz anderes Gesicht der Mannschaft sehen wollen.
Bleibt nur Kopf hoch und nicht aufgeben.
Als Grammozis gesagt hat, dass er zufrieden wäre wenn wir am 30. Spieltag auf Platz 6 stehen, war das auch nicht recht.
Ich halte die verbliebene Substanz in der Mannschaft zuzüglich der früh feststehenden Transfers von Schallenberg und Tempelmann auch für zu hoch, um in Liga zwei vom Mittelmaß zu sprechen. Das hätte kaum ein Fan für voll genommen geschweige denn gut gefunden.
Einzig die gezeigte Leistung lässt jetzt die Vermutung zu, dass die Mannschaft und teilweise die Einzelteile nicht gut genug sind. Dieser Leistungseinbruch auf individueller Ebene ist für mich aber kaum zu erklären, weil wir in der vergangen Rückrunde wirklich einen anderen Eindruck hinterlassen haben.
Von außen betrachtet könnte man also mutmaßen, dass die vermeintlichen Schlüsselspieler durch ihr Alter nicht mehr die Leistung bringen könnten(Terodde, Latza, Kaminski, Polter, Drexler).
Aber wie gesagt, dieser Leistungsabfall innerhalb von wenigen Monaten ist nicht zu erklären. Drexler hat gegen Bremen an beiden Enden des Spielfelds den Sieg klar gemacht, jetzt ist er z.b hier im Forum nicht mehr gut genug.
Gemessen an der Rückrunde und den Transfers (auf dem Papier) finde ich die Aufstiegsambition absolut gerechtfertigt und alles andere wäre auch nicht glaubwürdig zu verkaufen gewesen.
Und der Trainer hat nun mal die Aufgabe das Maximum an Leistung aus seinen Spielern herauszuholen. Davon ist man momentan aber was die fußballerischen Basics angeht sowie der mannschaftstaktischen Ausrichtung sehr sehr weit entfernt.
04.09.2023 - 17:54 Uhr
Zitat von Holzkiste
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
Qualifikation auf dem Papier ist das eine (und auch da hat Reis jetzt nicht so viel mehr vorzuweisen als Weinzierl oder Breitenreite). Was immer wieder außen vorgelassen wird ist die psychologische Komponente. Domenico Tedesco war kein schlechter Trainer, Seoane ist auch kein schlechter Trainer. Nach einer gewissen Anzahl von Nackenschlägen wird aber jeder Mensch irgendwann resignieren und nicht mehr die Energie wie früher bringen können. In der Mamnschaft genau so. Irgendwann wird das Vertrauen zum Trainer einfach nachlassen, einzelne Spieler fangen an zu resignieren.
Diese Prozesse zu durchbrechen ist doch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel, nicht die bessere Qualifikation. Bei Büskens war es genau die psychologische Komponente, die den Aufstieg gebracht hat, nicht dass er so ein taktisches Genie ist.
Ich würde Reis noch 2 Spiele geben, aus denen er entweder min. 4 Punkte holen oder massive spielerische Verbesserungen zeigen muss. Ansonsten hat er 8 Spiele Zeit gehabt und es wäre schon fast die letzte Chance die Trainerwechselkarte mit dem Ziel Aufstieg zu ziehen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an Situationen, wo ein Trainer nach dann 8 schlechten Spielen noch eine 180° Wende geschafft hätte.
04.09.2023 - 23:26 Uhr
Zitat von DrWho
Qualifikation auf dem Papier ist das eine (und auch da hat Reis jetzt nicht so viel mehr vorzuweisen als Weinzierl oder Breitenreite). Was immer wieder außen vorgelassen wird ist die psychologische Komponente. Domenico Tedesco war kein schlechter Trainer, Seoane ist auch kein schlechter Trainer. Nach einer gewissen Anzahl von Nackenschlägen wird aber jeder Mensch irgendwann resignieren und nicht mehr die Energie wie früher bringen können. In der Mamnschaft genau so. Irgendwann wird das Vertrauen zum Trainer einfach nachlassen, einzelne Spieler fangen an zu resignieren.
Diese Prozesse zu durchbrechen ist doch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel, nicht die bessere Qualifikation. Bei Büskens war es genau die psychologische Komponente, die den Aufstieg gebracht hat, nicht dass er so ein taktisches Genie ist.
Ich würde Reis noch 2 Spiele geben, aus denen er entweder min. 4 Punkte holen oder massive spielerische Verbesserungen zeigen muss. Ansonsten hat er 8 Spiele Zeit gehabt und es wäre schon fast die letzte Chance die Trainerwechselkarte mit dem Ziel Aufstieg zu ziehen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an Situationen, wo ein Trainer nach dann 8 schlechten Spielen noch eine 180° Wende geschafft hätte.
Zitat von Holzkiste
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
Qualifikation auf dem Papier ist das eine (und auch da hat Reis jetzt nicht so viel mehr vorzuweisen als Weinzierl oder Breitenreite). Was immer wieder außen vorgelassen wird ist die psychologische Komponente. Domenico Tedesco war kein schlechter Trainer, Seoane ist auch kein schlechter Trainer. Nach einer gewissen Anzahl von Nackenschlägen wird aber jeder Mensch irgendwann resignieren und nicht mehr die Energie wie früher bringen können. In der Mamnschaft genau so. Irgendwann wird das Vertrauen zum Trainer einfach nachlassen, einzelne Spieler fangen an zu resignieren.
Diese Prozesse zu durchbrechen ist doch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel, nicht die bessere Qualifikation. Bei Büskens war es genau die psychologische Komponente, die den Aufstieg gebracht hat, nicht dass er so ein taktisches Genie ist.
Ich würde Reis noch 2 Spiele geben, aus denen er entweder min. 4 Punkte holen oder massive spielerische Verbesserungen zeigen muss. Ansonsten hat er 8 Spiele Zeit gehabt und es wäre schon fast die letzte Chance die Trainerwechselkarte mit dem Ziel Aufstieg zu ziehen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an Situationen, wo ein Trainer nach dann 8 schlechten Spielen noch eine 180° Wende geschafft hätte.
Es geht doch wenn dann vor allem auch darum jemanden zu holen, der die Probleme angehen kann. Also der Stärken in Bereichen hat, die gerade fehlen.
Aber zum Rest: Reis hat eine Mannschaft vom Abstieg in die dritte Liga gerettet und in der Saison darauf hat er sie in die erste Liga geführt und dort den souveränen Klassenerhalt geschafft.
Breitenreiter ist mit einer besseren Mannschaft aufgestiegen und ist danach abgestiegen.
Weinzierl ist in die zweite Liga aufgestiegen und hat mit einer besseren Mannschaft die Klasse gehalten und sie fairerweise einmal in den Europapokal geführt.
Finde die Leistung von Reis dann doch etwas beeindruckender. Aber selbst wenn nicht: Breitenreiter und Weinzierl haben wir als etablierter Europapokalteilnehmer geholt. Da liegt der Verdacht nahe, dass wir als Zweitligist nicht im Ansatz mehr einen Trainer mit der selben Qualität holen können.
Und dass Trainer Sachen umgebogen haben, gibt es schon. Zum einen ist Reis ja kein hier unerfolgreicher Trainer bisher, sondern hat hier ja schon was vorzuweisen. Aber auch neuen Trainern, die direkt nichts reißen, können einen Fehlstart oder eine Dürreperiode mit vorherigem Erfolg drehen.
Beispiele:
- Weinzierl hatte nach seiner ersten Hinrunde bei Augsburg 9 Punkte gesammelt und war 17ter, mit 10 Punkten Rückstand auf Platz 15. Dieser Platz 15 stand nach einer 24 Punkte Rückrunde dann. Der Rest inklusive Europapokal kam danach.
- Timo Schultz stand mit ST. Pauli nach der ersten Hinrunde auf Platz 15. Nach zehn Spieltagen auf Platz 17. Es folgten zwei richtig starke Runden, sodass sie sogar einmal fast aufsteigen.
- Ein gewisser Huub Stevens legte nach seinem Europapokalsieg zwar eine Saison auf Platz 5 hin. Danach folgte aber Platz 10 mit 41 Punkten und Platz 13 mit 39 Punkten. Das war nichts. Und was kam dann? Zwei Pokalsiege und eine eigentliche Meisterschaft
- Christian Streich ist zwischendrin mit Freiburg abgestiegen und hat sie jetzt im Europapokal etabliert
- Leitl und Schuster hatten furchtbare Rückrunden. Jetzt stehen beide wirklich gut da
- Baumgart hat mit Köln mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Titz hat mit Magdeburg mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Xabi Alonso hat jetzt schon einmal 6 und einmal 7 Spiele am Stück nicht gewonnen
- Frank Schmidt hat sechs Spiele in der zweiten Liga am Stück mit Heidenheim mal nicht gewonnen
- Jürgen Klopp stand nach einer ganzen Hinrunde mit den Gelben auf einem Abstiegsplatz und hat eine atemberaubende Rückrunde gespielt, die noch zu Platz 6 geführt hat
Es gibt genug Fälle, in denen Trainer solche Phasen erfolgreich gedreht bekommen haben, oft sogar nachhaltig. Und zwar zu Beginn einer Amtszeit oder nach Erfolg.
Wichtig ist doch, dass ein Trainer
a: gut ist / es am besten schon mehrfach bewiesen hat und gleichzeitig nicht outdatet insgesamt ist
b: zur Aufgabe passt
c: Zum Verein und Umfeld passt
a steht bei Reis genauso außer Frage wie c
Und zu b: Diese Aufgabe mit einer Mannschaft aufzusteigen hat er bereits geschafft mit einer weniger Möglichkeiten. Ist er Anpassungsfähig genug, um die Sache pragmatisch zum Erfolg zu führen? Auch da sage ich ja.
Die Frage ist nur was man als gute Arbeit betitelt. Für mich kann man mit dem Kader nur schwer aufsteigen. Und wenn wir uns stabilisieren uns nicht spät in der Saison im Abstiegskampf sind, gibt es für mich keine andere Lösung als mit Reis weiter zu machen. Denn er ist mit weitem Abstand der beste Trainer, den wir kriegen können.
Das liegt natürlich auch daran, dass ich die Schuld viel im Kader, an Umständen und individuellen Fehlern sehe. Was also ist bei den Alternativen die andere Idee? Reis holt gegen zwei richtig gute kommende Gegner nur 1-2 Punkte und dann? Dann kommt Neuhaus oder Klauß, die noch die besten Lösungen wären und die steigen dann mit dem Kader auf? Mit all den Fehlern in dem Team.
Und wenn der neue Mann dann eine ordentlichen Job macht und 8ter wird was dann? Wieder wechseln?
Ich bin immer wenn man einen klar ersichtlichen schlechten Trainer oder nicht passenden Trainer hat, dafür schnell Schluss zu machen. Denn man verliert nur Zeit und reitet sich immer weiter rein, obwohl jeder weiß, dass es nicht klappen wird. Das war bei Kramer, Baum, Wagner oder in Teilen auch Keller und Grammozis bei mir so. Aber bei guten Trainer, die vom Grundsatz her Erfolg versprechen? Da gehe ich nicht mit. Ist natürlich subjektiv welchen Trainer man als gut und passend für die Aufgabe empfindet. Ein Tedesco war kein schlechter Trainer, aber es war klar, dass er als unerfahrener Trainer die Situation nicht mehr gedreht bekommt. Aber wenn man jemanden wie Huub damals, wie Rangnick oder wie für mich jetzt Reis hat, der gut ist und zur Aufgabe grundsätzlich passt, dann verstehe ich nicht was das soll.
05.09.2023 - 00:06 Uhr
Zitat von nibo1904
Es geht doch wenn dann vor allem auch darum jemanden zu holen, der die Probleme angehen kann. Also der Stärken in Bereichen hat, die gerade fehlen.
Aber zum Rest: Reis hat eine Mannschaft vom Abstieg in die dritte Liga gerettet und in der Saison darauf hat er sie in die erste Liga geführt und dort den souveränen Klassenerhalt geschafft.
Breitenreiter ist mit einer besseren Mannschaft aufgestiegen und ist danach abgestiegen.
Weinzierl ist in die zweite Liga aufgestiegen und hat mit einer besseren Mannschaft die Klasse gehalten und sie fairerweise einmal in den Europapokal geführt.
Finde die Leistung von Reis dann doch etwas beeindruckender. Aber selbst wenn nicht: Breitenreiter und Weinzierl haben wir als etablierter Europapokalteilnehmer geholt. Da liegt der Verdacht nahe, dass wir als Zweitligist nicht im Ansatz mehr einen Trainer mit der selben Qualität holen können.
Und dass Trainer Sachen umgebogen haben, gibt es schon. Zum einen ist Reis ja kein hier unerfolgreicher Trainer bisher, sondern hat hier ja schon was vorzuweisen. Aber auch neuen Trainern, die direkt nichts reißen, können einen Fehlstart oder eine Dürreperiode mit vorherigem Erfolg drehen.
Beispiele:
- Weinzierl hatte nach seiner ersten Hinrunde bei Augsburg 9 Punkte gesammelt und war 17ter, mit 10 Punkten Rückstand auf Platz 15. Dieser Platz 15 stand nach einer 24 Punkte Rückrunde dann. Der Rest inklusive Europapokal kam danach.
- Timo Schultz stand mit ST. Pauli nach der ersten Hinrunde auf Platz 15. Nach zehn Spieltagen auf Platz 17. Es folgten zwei richtig starke Runden, sodass sie sogar einmal fast aufsteigen.
- Ein gewisser Huub Stevens legte nach seinem Europapokalsieg zwar eine Saison auf Platz 5 hin. Danach folgte aber Platz 10 mit 41 Punkten und Platz 13 mit 39 Punkten. Das war nichts. Und was kam dann? Zwei Pokalsiege und eine eigentliche Meisterschaft
- Christian Streich ist zwischendrin mit Freiburg abgestiegen und hat sie jetzt im Europapokal etabliert
- Leitl und Schuster hatten furchtbare Rückrunden. Jetzt stehen beide wirklich gut da
- Baumgart hat mit Köln mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Titz hat mit Magdeburg mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Xabi Alonso hat jetzt schon einmal 6 und einmal 7 Spiele am Stück nicht gewonnen
- Frank Schmidt hat sechs Spiele in der zweiten Liga am Stück mit Heidenheim mal nicht gewonnen
- Jürgen Klopp stand nach einer ganzen Hinrunde mit den Gelben auf einem Abstiegsplatz und hat eine atemberaubende Rückrunde gespielt, die noch zu Platz 6 geführt hat
Es gibt genug Fälle, in denen Trainer solche Phasen erfolgreich gedreht bekommen haben, oft sogar nachhaltig. Und zwar zu Beginn einer Amtszeit oder nach Erfolg.
Wichtig ist doch, dass ein Trainer
a: gut ist / es am besten schon mehrfach bewiesen hat und gleichzeitig nicht outdatet insgesamt ist
b: zur Aufgabe passt
c: Zum Verein und Umfeld passt
a steht bei Reis genauso außer Frage wie c
Und zu b: Diese Aufgabe mit einer Mannschaft aufzusteigen hat er bereits geschafft mit einer weniger Möglichkeiten. Ist er Anpassungsfähig genug, um die Sache pragmatisch zum Erfolg zu führen? Auch da sage ich ja.
Die Frage ist nur was man als gute Arbeit betitelt. Für mich kann man mit dem Kader nur schwer aufsteigen. Und wenn wir uns stabilisieren uns nicht spät in der Saison im Abstiegskampf sind, gibt es für mich keine andere Lösung als mit Reis weiter zu machen. Denn er ist mit weitem Abstand der beste Trainer, den wir kriegen können.
Das liegt natürlich auch daran, dass ich die Schuld viel im Kader, an Umständen und individuellen Fehlern sehe. Was also ist bei den Alternativen die andere Idee? Reis holt gegen zwei richtig gute kommende Gegner nur 1-2 Punkte und dann? Dann kommt Neuhaus oder Klauß, die noch die besten Lösungen wären und die steigen dann mit dem Kader auf? Mit all den Fehlern in dem Team.
Und wenn der neue Mann dann eine ordentlichen Job macht und 8ter wird was dann? Wieder wechseln?
Ich bin immer wenn man einen klar ersichtlichen schlechten Trainer oder nicht passenden Trainer hat, dafür schnell Schluss zu machen. Denn man verliert nur Zeit und reitet sich immer weiter rein, obwohl jeder weiß, dass es nicht klappen wird. Das war bei Kramer, Baum, Wagner oder in Teilen auch Keller und Grammozis bei mir so. Aber bei guten Trainer, die vom Grundsatz her Erfolg versprechen? Da gehe ich nicht mit. Ist natürlich subjektiv welchen Trainer man als gut und passend für die Aufgabe empfindet. Ein Tedesco war kein schlechter Trainer, aber es war klar, dass er als unerfahrener Trainer die Situation nicht mehr gedreht bekommt. Aber wenn man jemanden wie Huub damals, wie Rangnick oder wie für mich jetzt Reis hat, der gut ist und zur Aufgabe grundsätzlich passt, dann verstehe ich nicht was das soll.
Zitat von DrWho
Qualifikation auf dem Papier ist das eine (und auch da hat Reis jetzt nicht so viel mehr vorzuweisen als Weinzierl oder Breitenreite). Was immer wieder außen vorgelassen wird ist die psychologische Komponente. Domenico Tedesco war kein schlechter Trainer, Seoane ist auch kein schlechter Trainer. Nach einer gewissen Anzahl von Nackenschlägen wird aber jeder Mensch irgendwann resignieren und nicht mehr die Energie wie früher bringen können. In der Mamnschaft genau so. Irgendwann wird das Vertrauen zum Trainer einfach nachlassen, einzelne Spieler fangen an zu resignieren.
Diese Prozesse zu durchbrechen ist doch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel, nicht die bessere Qualifikation. Bei Büskens war es genau die psychologische Komponente, die den Aufstieg gebracht hat, nicht dass er so ein taktisches Genie ist.
Ich würde Reis noch 2 Spiele geben, aus denen er entweder min. 4 Punkte holen oder massive spielerische Verbesserungen zeigen muss. Ansonsten hat er 8 Spiele Zeit gehabt und es wäre schon fast die letzte Chance die Trainerwechselkarte mit dem Ziel Aufstieg zu ziehen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an Situationen, wo ein Trainer nach dann 8 schlechten Spielen noch eine 180° Wende geschafft hätte.
Zitat von Holzkiste
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
So enttäuschend das bisher lief und sicherlich auch Reis seinen Anteil hat, aber ein Trainerwechsel ist doch außer bei akuter Abstiegsgefahr überhaupt keine Option.
Reis hat bereits gezeigt, dass er erfolgreich arbeiten kann - auch schon bei uns. Das ist einfach kein Trainer mit Garantie auf Nichterfolg wie bspw Kramer.
Die Mannschaft muss nun ohne Leihen zu einem soliden Gerüst wachsen und die Jugend zunehmend gefördert und eingebaut werden. Aufkommenden Schwachstellen müssen bearbeitet oder eben in den kommenden Transferperioden korrigiert werden (offensive Außenbahn, perspektivisch Mittelstürmer).
Qualifikation auf dem Papier ist das eine (und auch da hat Reis jetzt nicht so viel mehr vorzuweisen als Weinzierl oder Breitenreite). Was immer wieder außen vorgelassen wird ist die psychologische Komponente. Domenico Tedesco war kein schlechter Trainer, Seoane ist auch kein schlechter Trainer. Nach einer gewissen Anzahl von Nackenschlägen wird aber jeder Mensch irgendwann resignieren und nicht mehr die Energie wie früher bringen können. In der Mamnschaft genau so. Irgendwann wird das Vertrauen zum Trainer einfach nachlassen, einzelne Spieler fangen an zu resignieren.
Diese Prozesse zu durchbrechen ist doch der Hauptgrund für einen Trainerwechsel, nicht die bessere Qualifikation. Bei Büskens war es genau die psychologische Komponente, die den Aufstieg gebracht hat, nicht dass er so ein taktisches Genie ist.
Ich würde Reis noch 2 Spiele geben, aus denen er entweder min. 4 Punkte holen oder massive spielerische Verbesserungen zeigen muss. Ansonsten hat er 8 Spiele Zeit gehabt und es wäre schon fast die letzte Chance die Trainerwechselkarte mit dem Ziel Aufstieg zu ziehen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht an Situationen, wo ein Trainer nach dann 8 schlechten Spielen noch eine 180° Wende geschafft hätte.
Es geht doch wenn dann vor allem auch darum jemanden zu holen, der die Probleme angehen kann. Also der Stärken in Bereichen hat, die gerade fehlen.
Aber zum Rest: Reis hat eine Mannschaft vom Abstieg in die dritte Liga gerettet und in der Saison darauf hat er sie in die erste Liga geführt und dort den souveränen Klassenerhalt geschafft.
Breitenreiter ist mit einer besseren Mannschaft aufgestiegen und ist danach abgestiegen.
Weinzierl ist in die zweite Liga aufgestiegen und hat mit einer besseren Mannschaft die Klasse gehalten und sie fairerweise einmal in den Europapokal geführt.
Finde die Leistung von Reis dann doch etwas beeindruckender. Aber selbst wenn nicht: Breitenreiter und Weinzierl haben wir als etablierter Europapokalteilnehmer geholt. Da liegt der Verdacht nahe, dass wir als Zweitligist nicht im Ansatz mehr einen Trainer mit der selben Qualität holen können.
Und dass Trainer Sachen umgebogen haben, gibt es schon. Zum einen ist Reis ja kein hier unerfolgreicher Trainer bisher, sondern hat hier ja schon was vorzuweisen. Aber auch neuen Trainern, die direkt nichts reißen, können einen Fehlstart oder eine Dürreperiode mit vorherigem Erfolg drehen.
Beispiele:
- Weinzierl hatte nach seiner ersten Hinrunde bei Augsburg 9 Punkte gesammelt und war 17ter, mit 10 Punkten Rückstand auf Platz 15. Dieser Platz 15 stand nach einer 24 Punkte Rückrunde dann. Der Rest inklusive Europapokal kam danach.
- Timo Schultz stand mit ST. Pauli nach der ersten Hinrunde auf Platz 15. Nach zehn Spieltagen auf Platz 17. Es folgten zwei richtig starke Runden, sodass sie sogar einmal fast aufsteigen.
- Ein gewisser Huub Stevens legte nach seinem Europapokalsieg zwar eine Saison auf Platz 5 hin. Danach folgte aber Platz 10 mit 41 Punkten und Platz 13 mit 39 Punkten. Das war nichts. Und was kam dann? Zwei Pokalsiege und eine eigentliche Meisterschaft
- Christian Streich ist zwischendrin mit Freiburg abgestiegen und hat sie jetzt im Europapokal etabliert
- Leitl und Schuster hatten furchtbare Rückrunden. Jetzt stehen beide wirklich gut da
- Baumgart hat mit Köln mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Titz hat mit Magdeburg mal sechs Spiele am Stück nicht gewonnen
- Xabi Alonso hat jetzt schon einmal 6 und einmal 7 Spiele am Stück nicht gewonnen
- Frank Schmidt hat sechs Spiele in der zweiten Liga am Stück mit Heidenheim mal nicht gewonnen
- Jürgen Klopp stand nach einer ganzen Hinrunde mit den Gelben auf einem Abstiegsplatz und hat eine atemberaubende Rückrunde gespielt, die noch zu Platz 6 geführt hat
Es gibt genug Fälle, in denen Trainer solche Phasen erfolgreich gedreht bekommen haben, oft sogar nachhaltig. Und zwar zu Beginn einer Amtszeit oder nach Erfolg.
Wichtig ist doch, dass ein Trainer
a: gut ist / es am besten schon mehrfach bewiesen hat und gleichzeitig nicht outdatet insgesamt ist
b: zur Aufgabe passt
c: Zum Verein und Umfeld passt
a steht bei Reis genauso außer Frage wie c
Und zu b: Diese Aufgabe mit einer Mannschaft aufzusteigen hat er bereits geschafft mit einer weniger Möglichkeiten. Ist er Anpassungsfähig genug, um die Sache pragmatisch zum Erfolg zu führen? Auch da sage ich ja.
Die Frage ist nur was man als gute Arbeit betitelt. Für mich kann man mit dem Kader nur schwer aufsteigen. Und wenn wir uns stabilisieren uns nicht spät in der Saison im Abstiegskampf sind, gibt es für mich keine andere Lösung als mit Reis weiter zu machen. Denn er ist mit weitem Abstand der beste Trainer, den wir kriegen können.
Das liegt natürlich auch daran, dass ich die Schuld viel im Kader, an Umständen und individuellen Fehlern sehe. Was also ist bei den Alternativen die andere Idee? Reis holt gegen zwei richtig gute kommende Gegner nur 1-2 Punkte und dann? Dann kommt Neuhaus oder Klauß, die noch die besten Lösungen wären und die steigen dann mit dem Kader auf? Mit all den Fehlern in dem Team.
Und wenn der neue Mann dann eine ordentlichen Job macht und 8ter wird was dann? Wieder wechseln?
Ich bin immer wenn man einen klar ersichtlichen schlechten Trainer oder nicht passenden Trainer hat, dafür schnell Schluss zu machen. Denn man verliert nur Zeit und reitet sich immer weiter rein, obwohl jeder weiß, dass es nicht klappen wird. Das war bei Kramer, Baum, Wagner oder in Teilen auch Keller und Grammozis bei mir so. Aber bei guten Trainer, die vom Grundsatz her Erfolg versprechen? Da gehe ich nicht mit. Ist natürlich subjektiv welchen Trainer man als gut und passend für die Aufgabe empfindet. Ein Tedesco war kein schlechter Trainer, aber es war klar, dass er als unerfahrener Trainer die Situation nicht mehr gedreht bekommt. Aber wenn man jemanden wie Huub damals, wie Rangnick oder wie für mich jetzt Reis hat, der gut ist und zur Aufgabe grundsätzlich passt, dann verstehe ich nicht was das soll.
Denke, @Holzkiste hat schon recht.
Bei euch geht es darum, den Trainer zu haben (oder zu finden), der die paar nötigen Punkte mehr einfährt, die am Ende für den Aufstiegsplatz reichen, also einen Punkteschnitt von bummelig 2.0.
Das ist eine ganz andere Herausforderung, als wenn es in der Crunchtime gegen den Abstieg geht, der vielleicht mit einem einzigenSieg verhindert werden kann.
Wenn ihr direkt wieder aufsteigen wollt, müsste ein neuer Trainer ad hoc mit dem vorhandenen Kader klarkommen und auch damit, wie die einzelnen Spieler gerade drauf sind. Willst du ihm eine Eingewöhnungsphase zugestehen, kannst du den Aufstieg auch gleich auf die nächste Saison vertagen.
So einenTrainer, der sofort funktioniert, gilt es erstmal zu finden ( und von dem Job bei Schalke zu überzeugen). Schwierig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BallToGo am 05.09.2023 um 00:23 Uhr bearbeitet
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