Jens Keller [Trainer]
06.12.2013 - 22:40 Uhr
Dies ist der Diskussionsthread zu Jens Keller.
Thema geschlossen: weiter geht es hier: http://www.transfermarkt.de/de/jens-keller-trainer/topic/ansicht_16_373853_seite1.html
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von BWG am 02.03.2014 um 19:04 Uhr bearbeitet
07.12.2013 - 03:06 Uhr
Also ich bin natürlich nicht so involviert beim FC Schalke wie die meisten von euch und ich habe nicht viele Liveminuten diese Saison von euch gesehen. Dennoch denke ich, genug gesehen zu haben, um mir zu mindest eine grobe Meinung vom Schalker Spiel unter Keller machen zu können.
Keller hat unter denkbar ungünstigen Bedingungen sein Amt angetreten, dass war sicher nicht leicht. Allerdings tut er gut daran, sich darüber nicht zu beklagen, immerhin hat er als unerfahrener Cheftrainer eine Mannschaft übernehmen dürfen, die in einer der stärksten Ligen zu den Top 4 gehört. So einen Karriereschub erhält kaum ein Trainer ohne große Spielerkarriere.
Dem FC Schalke wird immer wieder Aktionismus vorgeworfen, es wird vom schwierigen Umfeld gesprochen und vom Schleudersitz auf der Schalker Trainerbank. Es ist aus meiner Sicht daher verständlich, dass Vereinsführung und einige/viele Fans noch immer zögern, Keller zu demissionieren. Ich finde aber, dass ein Jahr, für einen Trainer, um aus einer talentierten und von der Altersstruktur ausgewogenen Ansammlung von Spielern eine Mannschaft zu formen, mehr Zeit ist, als man es bei anderen Topvereinen wie Leverkusen (frag mal R. Dutt) oder Bayern (ich erinnere nur an Magath/van Gaal) bekommt, wenns bei Spielstil und/oder Ergebnissen rumpelt.
Kann man, wenn Keller nun vor der Winterpause noch gegangen werden sollte, davon sprechen, dass man voreilig gehandelt hätte oder Keller keine Chance gegeben hätte? Ich denke nicht.
Es ist aus meiner Sicht keine Entwicklung zu erkennen. Es ist das zu sehen, was Volker Finke einst Heroenfußball nannte. Es wird mehr auf die unbestrittene individuelle Klasse in der Mannschaft vertraut, als funktionierende Automatismen zu erarbeiten. Aus meiner Sicht holt Keller weder offensiv noch defensiv das Optimum aus dieser Mannschaft heraus. Vielleicht mal phasenweise, mal eine Halbzeit lang, aber genau das erscheint mir eher zufällig, als Ausdruck eines funktionierenden, mannschaftlichen Systems.
Eins hat aber die mittelfristige Vergangenheit des FC Schalke auch gezeigt. Schuld allein sind eben nicht die Vielzahl an Trainern, die sich an diesem Team versuchen durften. Es waren so viele unterschiedliche Trainertypen dabei und keiner von ihnen (Slomka würde ich hier vielleicht ausnehmen) hatte nachhaltig genug Erfolg, um wirklich etwas aufzubauen.
Die Suche nach dem richtigen Trainer ist natürlich sehr wichtig, dass wissen wir Gladbacher, seit wir Favre haben, wohl mehr als jede andere Anhängerschaft. Trotzdem ist sie bei weitem nicht das einzige ausschlaggebende Argument für das Abschneiden eines Teams.
Keller zum Sündenbock zu machen ist einfach und angenehm für Tönnies und vor allem Heldt. Dieser muss sich fragen, warum Schalke 14/15 wohl zum vierten Mal in Folge ohne überdurchschnittlichen Torwart in eine Bundesligasaison startet. Spieler wie Jermaine Jones, Roman Neustädter, Christian Fuchs oder Uchida sind nicht schlecht, aber für deren Gehalt muss man doch was Besseres finden, wenn man mit einer guten sportlichen Perspektive wie Schalke werben kann. Stattdessen wurden 20 Mio € für einen zweiten Stürmer (Szalai) und einen 8er (Boateng) ausgegeben, obwohl die Mannschaft offensiv zu mindest im ersten Anzug absolut topbesetzt ist. Auf Schalke wird seit vielen Saisons an der Kaderzusammenstellung rumgemurkst und wichtige Baustellen schulterzuckend ignoriert.
Die Quittung bekommt wohlmöglich Keller und es spricht leider nichts dafür, dass unter dem nächsten Trainer wenige rumgewurschtelt wird. Vielleicht hilft der Trainerverpflichtungseffekt dabei, sich ergebnistechnisch wieder zu verbessern, Kern des Problems ist aus meiner Sicht aber der Kader.
Keller hat unter denkbar ungünstigen Bedingungen sein Amt angetreten, dass war sicher nicht leicht. Allerdings tut er gut daran, sich darüber nicht zu beklagen, immerhin hat er als unerfahrener Cheftrainer eine Mannschaft übernehmen dürfen, die in einer der stärksten Ligen zu den Top 4 gehört. So einen Karriereschub erhält kaum ein Trainer ohne große Spielerkarriere.
Dem FC Schalke wird immer wieder Aktionismus vorgeworfen, es wird vom schwierigen Umfeld gesprochen und vom Schleudersitz auf der Schalker Trainerbank. Es ist aus meiner Sicht daher verständlich, dass Vereinsführung und einige/viele Fans noch immer zögern, Keller zu demissionieren. Ich finde aber, dass ein Jahr, für einen Trainer, um aus einer talentierten und von der Altersstruktur ausgewogenen Ansammlung von Spielern eine Mannschaft zu formen, mehr Zeit ist, als man es bei anderen Topvereinen wie Leverkusen (frag mal R. Dutt) oder Bayern (ich erinnere nur an Magath/van Gaal) bekommt, wenns bei Spielstil und/oder Ergebnissen rumpelt.
Kann man, wenn Keller nun vor der Winterpause noch gegangen werden sollte, davon sprechen, dass man voreilig gehandelt hätte oder Keller keine Chance gegeben hätte? Ich denke nicht.
Es ist aus meiner Sicht keine Entwicklung zu erkennen. Es ist das zu sehen, was Volker Finke einst Heroenfußball nannte. Es wird mehr auf die unbestrittene individuelle Klasse in der Mannschaft vertraut, als funktionierende Automatismen zu erarbeiten. Aus meiner Sicht holt Keller weder offensiv noch defensiv das Optimum aus dieser Mannschaft heraus. Vielleicht mal phasenweise, mal eine Halbzeit lang, aber genau das erscheint mir eher zufällig, als Ausdruck eines funktionierenden, mannschaftlichen Systems.
Eins hat aber die mittelfristige Vergangenheit des FC Schalke auch gezeigt. Schuld allein sind eben nicht die Vielzahl an Trainern, die sich an diesem Team versuchen durften. Es waren so viele unterschiedliche Trainertypen dabei und keiner von ihnen (Slomka würde ich hier vielleicht ausnehmen) hatte nachhaltig genug Erfolg, um wirklich etwas aufzubauen.
Die Suche nach dem richtigen Trainer ist natürlich sehr wichtig, dass wissen wir Gladbacher, seit wir Favre haben, wohl mehr als jede andere Anhängerschaft. Trotzdem ist sie bei weitem nicht das einzige ausschlaggebende Argument für das Abschneiden eines Teams.
Keller zum Sündenbock zu machen ist einfach und angenehm für Tönnies und vor allem Heldt. Dieser muss sich fragen, warum Schalke 14/15 wohl zum vierten Mal in Folge ohne überdurchschnittlichen Torwart in eine Bundesligasaison startet. Spieler wie Jermaine Jones, Roman Neustädter, Christian Fuchs oder Uchida sind nicht schlecht, aber für deren Gehalt muss man doch was Besseres finden, wenn man mit einer guten sportlichen Perspektive wie Schalke werben kann. Stattdessen wurden 20 Mio € für einen zweiten Stürmer (Szalai) und einen 8er (Boateng) ausgegeben, obwohl die Mannschaft offensiv zu mindest im ersten Anzug absolut topbesetzt ist. Auf Schalke wird seit vielen Saisons an der Kaderzusammenstellung rumgemurkst und wichtige Baustellen schulterzuckend ignoriert.
Die Quittung bekommt wohlmöglich Keller und es spricht leider nichts dafür, dass unter dem nächsten Trainer wenige rumgewurschtelt wird. Vielleicht hilft der Trainerverpflichtungseffekt dabei, sich ergebnistechnisch wieder zu verbessern, Kern des Problems ist aus meiner Sicht aber der Kader.
07.12.2013 - 22:29 Uhr
Zitat von 4Ever04:
Zitat von ElKun17:
Das einzige, was einen Trainer hält, sind die Ergebnisse. Und zu dem Zeitpunkt war alles noch im Rahmen.
Nein, eben nicht!
Man darf bei einem Trainer nicht nur auf die Ergebnisse gucken. Man muss auch gucken wie die zustande kamen und ob man mit dieser Spielweise auch gegen bessere Teams bestehen kann.
Und Keller hat Glück... er hatte verdammt Glück das wir noch so Spiele wie gegen Augsburg und Braunschweig rumgebogen haben. In diesen beiden Partien hätte es schon ganz anders aussehen können.
Bei uns wurde - bedingt durch Ergebnisse die Ok waren- vieles übertüncht, was jetzt mittlerweile zutage tritt.
Bei uns fehlt es einfach im Spiel an so vielem.....
Ich unterstütze ElKuns Aussage.
Wir sind nicht das weiße Ensemble aus Madrid, als das Trainer über mangelnde Attraktivität/ Konzeption im Spiel stolpern, solange die Ergebnisse stimmen.
Wird man beispielsweise mit 25 1-0 Siegen Deutscher Meister oder rettet sich schmutzig, absolut unverdient ins das CL-Halbfinale, sitzt der Trainer - zumindestens in jenem Moment - mit einer Schicht Zweikomponentenkleber zwischen den Beinen im Satteln.
Das ist auch nicht den Idealen wider - wir sind eine Arbeitermannschaft. Und am Ende zählt, was du in der Hand hast. Ich konnte mich für meinen Teil immer damit anfreunden.
Erst wenn ein Meilenstein gesetzt wurde, sich die äußeren Einflüsse gar nicht bis wenig ändern, steigen die Erwartungen.
Dann wird Segen schnell zum Fluch.
Zitat von ElKun17:
Das einzige, was einen Trainer hält, sind die Ergebnisse. Und zu dem Zeitpunkt war alles noch im Rahmen.
Nein, eben nicht!
Man darf bei einem Trainer nicht nur auf die Ergebnisse gucken. Man muss auch gucken wie die zustande kamen und ob man mit dieser Spielweise auch gegen bessere Teams bestehen kann.
Und Keller hat Glück... er hatte verdammt Glück das wir noch so Spiele wie gegen Augsburg und Braunschweig rumgebogen haben. In diesen beiden Partien hätte es schon ganz anders aussehen können.
Bei uns wurde - bedingt durch Ergebnisse die Ok waren- vieles übertüncht, was jetzt mittlerweile zutage tritt.
Bei uns fehlt es einfach im Spiel an so vielem.....
Ich unterstütze ElKuns Aussage.
Wir sind nicht das weiße Ensemble aus Madrid, als das Trainer über mangelnde Attraktivität/ Konzeption im Spiel stolpern, solange die Ergebnisse stimmen.
Wird man beispielsweise mit 25 1-0 Siegen Deutscher Meister oder rettet sich schmutzig, absolut unverdient ins das CL-Halbfinale, sitzt der Trainer - zumindestens in jenem Moment - mit einer Schicht Zweikomponentenkleber zwischen den Beinen im Satteln.
Das ist auch nicht den Idealen wider - wir sind eine Arbeitermannschaft. Und am Ende zählt, was du in der Hand hast. Ich konnte mich für meinen Teil immer damit anfreunden.
Erst wenn ein Meilenstein gesetzt wurde, sich die äußeren Einflüsse gar nicht bis wenig ändern, steigen die Erwartungen.
Dann wird Segen schnell zum Fluch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von s04ass am 07.12.2013 um 22:36 Uhr bearbeitet
09.12.2013 - 01:56 Uhr
ich denke, seit dem spiel in stuttgart kann man keller nicht viel vorwerfen.
in hoffenheim ist es natürlich dämlich gelaufen, bis auf tor nr.2 waren das eig. keine chancen. tor 1 & 3 vollkommen unnötig, auch das 2. hätte von jones geklärt werden können. für individuelle fehler kann keller nichts, oder wie hätte keller beim ersten tor fuchs beibringen können richtig zum ball zu gehen?
dsa spiel in gladbach war bitter, defensiv vor allem in der ersten HZ gut, die gladbacher hatten kaum chancen. die einzelaktion von raffael, gut, mMn ein fehler von santana der nicht früh genug rausrückt um die schussbahn zu blockieren, obwohl durch höwe ein einlaufen des gegenspielers aus dem zentrum und durch kola das einlaufen über unsere linke seite nicht möglich war bzw. der pass auf die einlaufenden. santana hätte nur einen schritt rausmachen müssen und die szene wäre ganz anders und wahrscheinlich ungefährlicher gewesen. das der schiri sich übers regelwerk hinwegsetzt und korb nur gelb gibt, höwedes gelb-rot sieht, kann keller auch nix für.
sogar offensiv fand ich es nicht so schlecht, man hätte den ein oder anderen konter besser ausspielen können, aber gladbach verteidigt halt auch sehr gut.
auch über die personalie boateng, die viele auf der 6 sehen wollen, kann man diskutieren.
ist szalai überspielt, haben wir keine alternative. draxler vorne rein? nein danke, kopfbälle sind denke ich mal so garnicht seine stärke, generell wird er da seiner stärke beraubt. könnte man versuchen, aber ich denke mit boateng hast du vorne auch jemanden der den ball mal halten kann. szalai schafft das im moment nicht. ausserdem kannst du durch einen zurückfallenden boateng ein krasses übergewicht im ZOM erzeugen, wodurch kombinationen und flügelspiel bevorteilt wird, da gegenspieler in der mitte stark gebunden werden.
auch die offensiven wechsel am samtag kann ich verstehen, besser noch ne chance auf den ausgleich. ob 1:2 oder 1:3 verlieren ist mir da zumindest schnuppe.
man sollte nicht versuchen keller aus allem nen strick zu drehen, und auch positives mal loben. klar fehlt etwas, auch ich denke dass keller nicht mehr lange hat. ich bin ebenso frustriert dass im moment vieles nicht läuft. trotzdem freue ich mich auf mittwoch und hoffe das die mannschaft eine gute leistung zeigt. was bleibt uns denn viel anderes übrig als zweckoptimistisch zu bleiben? ich werde mir so oder so jedes spiel ansehen, da bringt es nichts alles NUR schwarz zu sehen.
in hoffenheim ist es natürlich dämlich gelaufen, bis auf tor nr.2 waren das eig. keine chancen. tor 1 & 3 vollkommen unnötig, auch das 2. hätte von jones geklärt werden können. für individuelle fehler kann keller nichts, oder wie hätte keller beim ersten tor fuchs beibringen können richtig zum ball zu gehen?
dsa spiel in gladbach war bitter, defensiv vor allem in der ersten HZ gut, die gladbacher hatten kaum chancen. die einzelaktion von raffael, gut, mMn ein fehler von santana der nicht früh genug rausrückt um die schussbahn zu blockieren, obwohl durch höwe ein einlaufen des gegenspielers aus dem zentrum und durch kola das einlaufen über unsere linke seite nicht möglich war bzw. der pass auf die einlaufenden. santana hätte nur einen schritt rausmachen müssen und die szene wäre ganz anders und wahrscheinlich ungefährlicher gewesen. das der schiri sich übers regelwerk hinwegsetzt und korb nur gelb gibt, höwedes gelb-rot sieht, kann keller auch nix für.
sogar offensiv fand ich es nicht so schlecht, man hätte den ein oder anderen konter besser ausspielen können, aber gladbach verteidigt halt auch sehr gut.
auch über die personalie boateng, die viele auf der 6 sehen wollen, kann man diskutieren.
ist szalai überspielt, haben wir keine alternative. draxler vorne rein? nein danke, kopfbälle sind denke ich mal so garnicht seine stärke, generell wird er da seiner stärke beraubt. könnte man versuchen, aber ich denke mit boateng hast du vorne auch jemanden der den ball mal halten kann. szalai schafft das im moment nicht. ausserdem kannst du durch einen zurückfallenden boateng ein krasses übergewicht im ZOM erzeugen, wodurch kombinationen und flügelspiel bevorteilt wird, da gegenspieler in der mitte stark gebunden werden.
auch die offensiven wechsel am samtag kann ich verstehen, besser noch ne chance auf den ausgleich. ob 1:2 oder 1:3 verlieren ist mir da zumindest schnuppe.
man sollte nicht versuchen keller aus allem nen strick zu drehen, und auch positives mal loben. klar fehlt etwas, auch ich denke dass keller nicht mehr lange hat. ich bin ebenso frustriert dass im moment vieles nicht läuft. trotzdem freue ich mich auf mittwoch und hoffe das die mannschaft eine gute leistung zeigt. was bleibt uns denn viel anderes übrig als zweckoptimistisch zu bleiben? ich werde mir so oder so jedes spiel ansehen, da bringt es nichts alles NUR schwarz zu sehen.
09.12.2013 - 09:48 Uhr
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf die Reaktionen freue, wenn Keller gefeuert wird und dem Großteil der Leute hier im Forum nach und nach klar wird, dass sich auch mit einem neuen Trainer an unserem Spiel nicht viel ändern wird...
Diese ganzen Punkte bzgl. unseres Kaders „von der Qualität her sind wir mind. so gut aufgestellt wie Leverkusen…“, „wir haben den zweitteuersten Kader, dann kann man ja wohl erwarten, dass…“ sind leider nicht viel wert. Wir haben den zweitteuersten Kader weil Schalke halt immer viel Gehalt zahlt, was aber keine Aussage über die gelieferte Qualität besitzt.
Ist Szalai ein besser Stürmer als Kruse, weil er bei uns 3Mio. verdient und Kurse nur 2Mio. in Gladbach? Ist Jones besser als Sahin, weil er mehr Gehalt bekommt? Diese Liste kann man mehr oder weniger endlos weiterführen (nicht nur für Schalke, aber hier geht es nun mal um Schalke). (Die Zahlen sind frei gewählt und dienen nur zur Verdeutlichung, worauf ich hinaus möchte)
Was zählt ist das, was aktuell auf dem Rasen gebracht wird! Punkt. Es ist dabei total unerheblich, ob wir 100Mio./60Mio/ oder „nur“ 30Mio jährlich an unser Tafelsilber auszahlen. Würden die Marktwerte jeweils nach einer Halbserie gebildet werden und dabei primär die in der Halbserie gelieferte Leistung bewertet, würde Schalke ganz gelistet sein. Aus diesen Marktwerten und Kosten einen Tabellenplatz abzuleiten führt zu der Situation in der wir uns befinden.
Fans/Umfeld/Vorstand sind blind vor SELBSTGESCHNÜRTEM Erwartungsdruck. Dieses in den Medien oft gebrachte „Schalke streut sich selber Sand in die Augen“ trifft es leider auf den Punkt. Wir suchen unsere Probleme da, wo wir sie gerne hätten und wo man sie am schnellsten durch einfaches Austauschen „beheben“ kann. In diesem Fall ist es Keller. Er wird nach dem 17. Spieltag entlassen werden, da besteht für mich kein Zweifel. Aber dass der Kader bis auf vllt. 4-6 Spieler komplett nur aus mittlerem/unterem Bundesligadurchschnitt besteht, blenden alle stets aus, sowohl hier im Forum als auch sonst wo im Schalker Umfeld.
Diese ganzen Punkte bzgl. unseres Kaders „von der Qualität her sind wir mind. so gut aufgestellt wie Leverkusen…“, „wir haben den zweitteuersten Kader, dann kann man ja wohl erwarten, dass…“ sind leider nicht viel wert. Wir haben den zweitteuersten Kader weil Schalke halt immer viel Gehalt zahlt, was aber keine Aussage über die gelieferte Qualität besitzt.
Ist Szalai ein besser Stürmer als Kruse, weil er bei uns 3Mio. verdient und Kurse nur 2Mio. in Gladbach? Ist Jones besser als Sahin, weil er mehr Gehalt bekommt? Diese Liste kann man mehr oder weniger endlos weiterführen (nicht nur für Schalke, aber hier geht es nun mal um Schalke). (Die Zahlen sind frei gewählt und dienen nur zur Verdeutlichung, worauf ich hinaus möchte)
Was zählt ist das, was aktuell auf dem Rasen gebracht wird! Punkt. Es ist dabei total unerheblich, ob wir 100Mio./60Mio/ oder „nur“ 30Mio jährlich an unser Tafelsilber auszahlen. Würden die Marktwerte jeweils nach einer Halbserie gebildet werden und dabei primär die in der Halbserie gelieferte Leistung bewertet, würde Schalke ganz gelistet sein. Aus diesen Marktwerten und Kosten einen Tabellenplatz abzuleiten führt zu der Situation in der wir uns befinden.
Fans/Umfeld/Vorstand sind blind vor SELBSTGESCHNÜRTEM Erwartungsdruck. Dieses in den Medien oft gebrachte „Schalke streut sich selber Sand in die Augen“ trifft es leider auf den Punkt. Wir suchen unsere Probleme da, wo wir sie gerne hätten und wo man sie am schnellsten durch einfaches Austauschen „beheben“ kann. In diesem Fall ist es Keller. Er wird nach dem 17. Spieltag entlassen werden, da besteht für mich kein Zweifel. Aber dass der Kader bis auf vllt. 4-6 Spieler komplett nur aus mittlerem/unterem Bundesligadurchschnitt besteht, blenden alle stets aus, sowohl hier im Forum als auch sonst wo im Schalker Umfeld.
10.12.2013 - 17:11 Uhr
Vorab erstmal: Ich finde es absolut unverschämt und respektlos, wie mit Jens Keller umgegangen wird. Wenn mir die Öffentlichkeit und mein Arbeitgeber in meinem Job immerwieder so entgegenwirken würde, hätte ich weder Motivation noch Erfolg. Ausserdem reden wir immernoch von einem Menschen und ich habe da noch dunkle Erinnerungen an das tragische Schicksal von Robert Enke und auch von Babak Rafati.
Nun konkret:
Ich sehe Jens Keller auch nicht mehr als idealen Trainer für Schalke. Einige Ergebnisse in der Rückrunde letzten Jahres waren aber doch positiv zu bewerten. Man nehme da nur die Entmachtung von Christian Fuchs hinten links und die Etablierung von Kolasinac als Beispiel. Allgemein finde ich es richtig, dass Keller junge Spieler fördert. Das darf man nicht vergessen.
Allerdings sind einige taktische Schwächen zu erkennen. Uns fehlt in jedem Spiel Kreativität von der 6. Warum nicht neben Neustädter Boateng auf die 6 bzw. 8 Stellen? Neustädter hätte dadurch im Spielaufbau einen starken Partner an der Seite und Boateng könnte seine Leaderfunktion mehr im Zentrum des Spiels ausleben. Klar kommt nun wieder die Frage nach der Alternative im Sturm. Da stelle ich aber andererseits die Frage, was wäre wenn wir nicht in die CL gekommen wären und wir Boateng nicht geholt hätten? Es kann mir keiner sagen, dass Boateng mit der Option als Stürmer zu spielen geholt wurde. Ich lasse lieber Boateng kontinuierlich auf der 6 spielen und habe dort eine gewisse Konstanz, als das ich jedes Mal wieder mehrere Positionen umstelle. Dann stehe ich defensiv eingespielt und sicherer. Ein Stürmer findet sich sicherlich schneller wieder in ein System als ein Defensivstratege...
Hinten links fand ich Aogo überragend, allerdings weniger weil er auffällig spielte, sondern weil er das gemacht hat, was ein Linksverteidiger in unserer Manschaft machen muss – er hat verteidigt. Wir sind offensiv so stark besetzt, dass wir keine rasenden Aussenverteidiger brauchen. Man schaue sich Bayern oder Dortmund an. Da ist ein Alaba oder auch ein Rafinha nur offensiv zu sehen, wenn das Spiel ungefährdet ist. Primär wird verteidigt. Daher ist auch in der jetzigen Situation ein Kolasinac deutlich einem Fuchs vorzuziehen. Zum Beispiel gegen Hoffenheim, eine der konter- und offensivstärksten Mannschaften der Liga, lasse ich doch keinen offensiven Aussenverteidiger spielen. Vor allem nicht in einem KO-Spiel im eigenen Stadion. Da sehe ich folgende simple Taktik: 4,5 Mann stehen tief und kümmern sich um das verhindern der Konter. 0,5 Mann (in meinem Kopf Boateng) binden das Offensivspiel ein und dann wird vorne ein Feuerwerk abgebrannt! Aber die Basis ist der Defensivverbund!
Was mir vor Allem nach dem Pokalspiel gegen Hoffenheim aufgefallen ist: Keller hatte sein einjähriges Jubiläum als Schalke-Trainer. Zeit ein wenig zu resümieren: Lassen wir einmal das Verletzungspech der aktuellen Saison außer Acht. Findet Ihr, dass sich ein Julian Draxler in den letzten 12 Monaten seinem Alter entsprechend positiv entwickelt hat? Findet Ihr, dass sich ein Benedikt Höwedes in den letzten 12 Monaten positiv entwickelt hat? Ein Neustädter? Ein Matip? Ein Uchida?
Der Einzige, bei dem ich das positiv beantworten würde ist Uchida. Aber alle Anderen sind in einem Alter, wo der Trainer maßgeblich auf die Entwicklung Einfluß nehmen kann. Ich sehe bei Draxler keine Fortschritte im taktischen Bereich (viel zu unkonstant, keine Durchsetzungskraft). Bei Höwedes sehe ich immer noch zu wenig Konstanz als Abwehrchef. Matip kriegt seine Böcke nicht raus (wobei er beim Stellungsspiel zu den besten IV der Liga gehört). Neustädter hat in jeglichen Belangen Luft nach oben.
Nun also meine Frage (auch an Herrn Heldt): Warum kaufen wir junge, formbare und zukunftsträchtige Spieler (Clemens, Goretzka, Meyer, Kolasinac), wenn unser Trainer in 12 Monaten (fast ohne Verletzung der bewerteten Spieler) nicht in der Lage zu sein scheint, diese zu verbessern. Auch wenn die Mannschaft scheinbar hinter ihm steht, ist das kein Argument. Als Schüler fand ich auch die lieben Lehrer am Besten....im Nachhinein habe ich bei den harten, strengen Hunden am meisten gelernt!
In der Innenverteidigung fehlt uns Papadopoulos mehr denn je. Der junge ist einfach ein unglaublicher Motivator und eine Säule, die auch Höwedes wieder aus seinem Durchschnitts-Dasein rausholen könnte. Matip sehe ich eher als dritten Verteidiger, Santana an Nr. 4. Aufgrund der Personalsituation ist das allerdings nicht machbar.
Also was kann der neue Trainer ändern?
Ich erwünsche mir weder Schaaf noch Jol auf der Trainerbank. Ich wünsche mir Effenberg oder Wilmots. Und zwar aus einfachen Gründen:
Wir brauchen einen Trainer mit Rückgrat und einer Philosophie. Das sind die einzig beiden wichtigen Eigenschaften, die unseren Verein voranbringen. Ein Effenberg stellt sich auch nach dem Spiel vor eine Kamera und sagt, dass das Scheiße war, dass die Fans das Recht haben zu pfeifen etc. Mit ihm würde eine aktuelle Diskussion wie um Keller gar nicht erst entstehen. Dadurch bekommt ein Trainer Format und Rückendeckung in unserem unruhigen Verein. Ob er eine Philosophie hat kann ich nicht beurteilen, allerdings ist er jung und möchte sich im Trainergeschäft profilieren. Das sind für mich gute Eigenschaften. Ausserdem hat er als Spieler viel Erfahrung gesammelt, was einem Draxler, Meyer oder Goretzka sicherlich zu Gute kommen würde. Mit Peter Hermann haben wir auch einen super Co-Trainer, der in Kombination mit der polarisierenden Person Effenberg sicherlich den akribischen Teil übernehmen würde.
Meine erste Wahl ist allerdings Wilmots. Er hat ein unglaubliches Standing im Verein, bei den Fans und in der Region. Ist eine ehrliche, direkte Haut und sympathisch. Die Arbeit, die er aktuell im belgischen Fußball abliefert ist beeindruckend. Klar hat er auch eine goldene Generation erwischt und die Arbeit eines Nationaltrainers ist mit dem Tagesgeschäft nicht zu vergleichen. Allerdings ist der verfügbare Kader von Belgien mit dem Kader von Schalke durchaus zu vergleichen.
Lukaku ist vom Spielertyp Szalai und Huntelaar recht ähnlich. Dahinter kommt eine wahre Pracht an Offensivspielern. Hazard, de Bruyne, Witsel und Fellaini sind (zumindest von der Veranlagung her) mit Draxler, Meyer, Farfan und Boateng zu vergleichen. Defensiv haben die Belgier, wie auch wir Schalker, eher einige solide Kräfte, die aber durch das gespielte System zu Hochform auflaufen. Ich denke schon, dass man Kompany und Vertonghen durchaus mit Matip/Papadopolous und Höwedes vergleichen kann. Und auch in der Nationalmannschaft von Belgien ist zu erkennen, dass richtig gute Aussenverteidiger einfach rar gesät sind.
Kleine Randbemerkung: Ich weiss allerdings nicht, was das für einen Transfer Draxler im Wechsel von de Bruyne zu bedeuten hätte. Ich könnte mir das durchaus vorstellen. Wir geben Draxler ab und kriegen dafür de Bruyne plus 15 Mio.. Wäre zumindest eine Überlegung wert, zu Mal mit Sam ja höchstwahrscheinlich im Sommer eine weitere Offensivkraft geplant ist. Die 15 Mio. würden dann entweder für Antonio Rüdiger und (mein persönlicher Wunsch) Ricardo Rodriguez ausgegeben werden können.
Warum also nicht einen verlorenen Sohn zurückholen. Für Wilmots wäre es eine Herzensangelegenheit, er würde Zeit von den Fans bekommen und würde aus unserem Kader das machen, was wir als Fans sehen wollen:
Kontrollierte Offensive mit Leidenschaft und dem altersbedingten Willen für Aufsehen zu sorgen.
Ich könnte noch stundenlang, aber das lassen wir lieber ;)
Nun konkret:
Ich sehe Jens Keller auch nicht mehr als idealen Trainer für Schalke. Einige Ergebnisse in der Rückrunde letzten Jahres waren aber doch positiv zu bewerten. Man nehme da nur die Entmachtung von Christian Fuchs hinten links und die Etablierung von Kolasinac als Beispiel. Allgemein finde ich es richtig, dass Keller junge Spieler fördert. Das darf man nicht vergessen.
Allerdings sind einige taktische Schwächen zu erkennen. Uns fehlt in jedem Spiel Kreativität von der 6. Warum nicht neben Neustädter Boateng auf die 6 bzw. 8 Stellen? Neustädter hätte dadurch im Spielaufbau einen starken Partner an der Seite und Boateng könnte seine Leaderfunktion mehr im Zentrum des Spiels ausleben. Klar kommt nun wieder die Frage nach der Alternative im Sturm. Da stelle ich aber andererseits die Frage, was wäre wenn wir nicht in die CL gekommen wären und wir Boateng nicht geholt hätten? Es kann mir keiner sagen, dass Boateng mit der Option als Stürmer zu spielen geholt wurde. Ich lasse lieber Boateng kontinuierlich auf der 6 spielen und habe dort eine gewisse Konstanz, als das ich jedes Mal wieder mehrere Positionen umstelle. Dann stehe ich defensiv eingespielt und sicherer. Ein Stürmer findet sich sicherlich schneller wieder in ein System als ein Defensivstratege...
Hinten links fand ich Aogo überragend, allerdings weniger weil er auffällig spielte, sondern weil er das gemacht hat, was ein Linksverteidiger in unserer Manschaft machen muss – er hat verteidigt. Wir sind offensiv so stark besetzt, dass wir keine rasenden Aussenverteidiger brauchen. Man schaue sich Bayern oder Dortmund an. Da ist ein Alaba oder auch ein Rafinha nur offensiv zu sehen, wenn das Spiel ungefährdet ist. Primär wird verteidigt. Daher ist auch in der jetzigen Situation ein Kolasinac deutlich einem Fuchs vorzuziehen. Zum Beispiel gegen Hoffenheim, eine der konter- und offensivstärksten Mannschaften der Liga, lasse ich doch keinen offensiven Aussenverteidiger spielen. Vor allem nicht in einem KO-Spiel im eigenen Stadion. Da sehe ich folgende simple Taktik: 4,5 Mann stehen tief und kümmern sich um das verhindern der Konter. 0,5 Mann (in meinem Kopf Boateng) binden das Offensivspiel ein und dann wird vorne ein Feuerwerk abgebrannt! Aber die Basis ist der Defensivverbund!
Was mir vor Allem nach dem Pokalspiel gegen Hoffenheim aufgefallen ist: Keller hatte sein einjähriges Jubiläum als Schalke-Trainer. Zeit ein wenig zu resümieren: Lassen wir einmal das Verletzungspech der aktuellen Saison außer Acht. Findet Ihr, dass sich ein Julian Draxler in den letzten 12 Monaten seinem Alter entsprechend positiv entwickelt hat? Findet Ihr, dass sich ein Benedikt Höwedes in den letzten 12 Monaten positiv entwickelt hat? Ein Neustädter? Ein Matip? Ein Uchida?
Der Einzige, bei dem ich das positiv beantworten würde ist Uchida. Aber alle Anderen sind in einem Alter, wo der Trainer maßgeblich auf die Entwicklung Einfluß nehmen kann. Ich sehe bei Draxler keine Fortschritte im taktischen Bereich (viel zu unkonstant, keine Durchsetzungskraft). Bei Höwedes sehe ich immer noch zu wenig Konstanz als Abwehrchef. Matip kriegt seine Böcke nicht raus (wobei er beim Stellungsspiel zu den besten IV der Liga gehört). Neustädter hat in jeglichen Belangen Luft nach oben.
Nun also meine Frage (auch an Herrn Heldt): Warum kaufen wir junge, formbare und zukunftsträchtige Spieler (Clemens, Goretzka, Meyer, Kolasinac), wenn unser Trainer in 12 Monaten (fast ohne Verletzung der bewerteten Spieler) nicht in der Lage zu sein scheint, diese zu verbessern. Auch wenn die Mannschaft scheinbar hinter ihm steht, ist das kein Argument. Als Schüler fand ich auch die lieben Lehrer am Besten....im Nachhinein habe ich bei den harten, strengen Hunden am meisten gelernt!
In der Innenverteidigung fehlt uns Papadopoulos mehr denn je. Der junge ist einfach ein unglaublicher Motivator und eine Säule, die auch Höwedes wieder aus seinem Durchschnitts-Dasein rausholen könnte. Matip sehe ich eher als dritten Verteidiger, Santana an Nr. 4. Aufgrund der Personalsituation ist das allerdings nicht machbar.
Also was kann der neue Trainer ändern?
Ich erwünsche mir weder Schaaf noch Jol auf der Trainerbank. Ich wünsche mir Effenberg oder Wilmots. Und zwar aus einfachen Gründen:
Wir brauchen einen Trainer mit Rückgrat und einer Philosophie. Das sind die einzig beiden wichtigen Eigenschaften, die unseren Verein voranbringen. Ein Effenberg stellt sich auch nach dem Spiel vor eine Kamera und sagt, dass das Scheiße war, dass die Fans das Recht haben zu pfeifen etc. Mit ihm würde eine aktuelle Diskussion wie um Keller gar nicht erst entstehen. Dadurch bekommt ein Trainer Format und Rückendeckung in unserem unruhigen Verein. Ob er eine Philosophie hat kann ich nicht beurteilen, allerdings ist er jung und möchte sich im Trainergeschäft profilieren. Das sind für mich gute Eigenschaften. Ausserdem hat er als Spieler viel Erfahrung gesammelt, was einem Draxler, Meyer oder Goretzka sicherlich zu Gute kommen würde. Mit Peter Hermann haben wir auch einen super Co-Trainer, der in Kombination mit der polarisierenden Person Effenberg sicherlich den akribischen Teil übernehmen würde.
Meine erste Wahl ist allerdings Wilmots. Er hat ein unglaubliches Standing im Verein, bei den Fans und in der Region. Ist eine ehrliche, direkte Haut und sympathisch. Die Arbeit, die er aktuell im belgischen Fußball abliefert ist beeindruckend. Klar hat er auch eine goldene Generation erwischt und die Arbeit eines Nationaltrainers ist mit dem Tagesgeschäft nicht zu vergleichen. Allerdings ist der verfügbare Kader von Belgien mit dem Kader von Schalke durchaus zu vergleichen.
Lukaku ist vom Spielertyp Szalai und Huntelaar recht ähnlich. Dahinter kommt eine wahre Pracht an Offensivspielern. Hazard, de Bruyne, Witsel und Fellaini sind (zumindest von der Veranlagung her) mit Draxler, Meyer, Farfan und Boateng zu vergleichen. Defensiv haben die Belgier, wie auch wir Schalker, eher einige solide Kräfte, die aber durch das gespielte System zu Hochform auflaufen. Ich denke schon, dass man Kompany und Vertonghen durchaus mit Matip/Papadopolous und Höwedes vergleichen kann. Und auch in der Nationalmannschaft von Belgien ist zu erkennen, dass richtig gute Aussenverteidiger einfach rar gesät sind.
Kleine Randbemerkung: Ich weiss allerdings nicht, was das für einen Transfer Draxler im Wechsel von de Bruyne zu bedeuten hätte. Ich könnte mir das durchaus vorstellen. Wir geben Draxler ab und kriegen dafür de Bruyne plus 15 Mio.. Wäre zumindest eine Überlegung wert, zu Mal mit Sam ja höchstwahrscheinlich im Sommer eine weitere Offensivkraft geplant ist. Die 15 Mio. würden dann entweder für Antonio Rüdiger und (mein persönlicher Wunsch) Ricardo Rodriguez ausgegeben werden können.
Warum also nicht einen verlorenen Sohn zurückholen. Für Wilmots wäre es eine Herzensangelegenheit, er würde Zeit von den Fans bekommen und würde aus unserem Kader das machen, was wir als Fans sehen wollen:
Kontrollierte Offensive mit Leidenschaft und dem altersbedingten Willen für Aufsehen zu sorgen.
Ich könnte noch stundenlang, aber das lassen wir lieber ;)
11.12.2013 - 16:35 Uhr
Wieso wird eigentlich immer so getan als würden ein Konzept und kurzfristiger Erfoog sich ausschließen?
11.12.2013 - 17:47 Uhr
Zitat von Lymond:
Zitat von falkone:
Wieso wird eigentlich immer so getan als würden ein Konzept und kurzfristiger Erfoog sich ausschließen?
Das behauptet doch keiner. Was behauptet wurde: Unruhe und Ungeduld sind Gift fuer langfristigen Erfolg.
Aber es ist auch klar, dass die allermeisten Trainer / Vereine, die heute erfolgreich sind, das ueber lange Zeit, unter Inkaufnahme von Rueckschlaegen, erarbeitet haben.
Dass ein sinnvolles Konzept immer wertvoller wird, je länger und konsequenter es durchgezogen wird, ist doch geschenkt. Entscheidend ist jedoch, dass ein guter Trainer sich das notwendige Vertrauen selbst erarbeitet, ein schlechter es hingegen als Bedingung des Erfolges voraussetzt...
Zitat von falkone:
Wieso wird eigentlich immer so getan als würden ein Konzept und kurzfristiger Erfoog sich ausschließen?
Das behauptet doch keiner. Was behauptet wurde: Unruhe und Ungeduld sind Gift fuer langfristigen Erfolg.
Aber es ist auch klar, dass die allermeisten Trainer / Vereine, die heute erfolgreich sind, das ueber lange Zeit, unter Inkaufnahme von Rueckschlaegen, erarbeitet haben.
Dass ein sinnvolles Konzept immer wertvoller wird, je länger und konsequenter es durchgezogen wird, ist doch geschenkt. Entscheidend ist jedoch, dass ein guter Trainer sich das notwendige Vertrauen selbst erarbeitet, ein schlechter es hingegen als Bedingung des Erfolges voraussetzt...
12.12.2013 - 14:01 Uhr
Zitat von hussu44:
mir kommts vor das Jens keller nie über die Fans redet diese wunderbaren zuschauer erwähnt er nie er sagts selber "wir spielen gegen uns selber" nein tuht ihr nicht ! was schalke so wunderbar macht sind seine fans nicht mehr und nicht weniger !!
Gestern im Sky-Interview auf die Frage "Können Sie uns Schalke erklären" folgendermaßen (sinngemäß) geantwortet, dass Schalke ein toller Verein mit tollen Fans sei, nur alles recht schnell hochgekocht wird. Frage mich, was du da mehr erwartest von einem Mann, der jede Woche solche Breitseiten (nicht nur, aber auch) von den Fans bekommt...
Für Keller als Person tut es mir leid, ich glaube nicht, dass er ein schlechter Trainer ist. Aber solange man ihm keine Zeit gibt und jede Woche auf's neue draufhaut wird das nichts... egal ob Keller, Wilmots, Stevens, Schaaf oder sonstwer an der Seitenlinie steht.
mir kommts vor das Jens keller nie über die Fans redet diese wunderbaren zuschauer erwähnt er nie er sagts selber "wir spielen gegen uns selber" nein tuht ihr nicht ! was schalke so wunderbar macht sind seine fans nicht mehr und nicht weniger !!
Gestern im Sky-Interview auf die Frage "Können Sie uns Schalke erklären" folgendermaßen (sinngemäß) geantwortet, dass Schalke ein toller Verein mit tollen Fans sei, nur alles recht schnell hochgekocht wird. Frage mich, was du da mehr erwartest von einem Mann, der jede Woche solche Breitseiten (nicht nur, aber auch) von den Fans bekommt...
Für Keller als Person tut es mir leid, ich glaube nicht, dass er ein schlechter Trainer ist. Aber solange man ihm keine Zeit gibt und jede Woche auf's neue draufhaut wird das nichts... egal ob Keller, Wilmots, Stevens, Schaaf oder sonstwer an der Seitenlinie steht.
12.12.2013 - 18:45 Uhr
Zitat von Soul65:
stellt sich mir eben spontan die frage, ob du die sache auch noch so sehen würdest, wenn Keller statt Klopp ab dem kommenden wochenende künftig als trainer bei euch an der seitenlinie stehen würde.
willst du mir ernsthaft erzählen, dir gefällt das was du woche für woche von unserer mannschaft zu sehen bekommst und würdest es dir für deiner Dortmunder wünschen, euch künftig dahin gehend zu entwickeln?
Auch die Dortmunder unter dem Übertrainer Klopp haben zuletzt alles andere als überzeugt und die Verletzungen im Verhältnis der unterschiedlichen Kaderqualität noch schlechter verkraftet als ihr, zumal die trotz gesunder Offensivspieler im Vorwärtsgang zuletzt immer schlechter wurden.
Es ist schlicht nicht so einfach da die Kurve zu kriegen wie einige sich das immer vorstellen und wirklich überzeugenden Fußball gibt es meist erst am Ende einer Entwicklung.
Das war so z.B. bei uns im ersten Halbjahr unter LvG und Heynckes so und selbst jetzt bei Guardiola merkt man, dass das nicht alles in einem halben Jahr zu 100% funktionieren wird.
Zudem ist sowas alles einfacher, wenn man entsprechende Qualität im Kader hat, da es sich mit solcher auch leichter Dinge umsetzen lässt.
Wenn man dagegen wie Keller von Anfang an nur den Retter spielen kann und für Aufbauarbeit praktisch keine Zeit ist, vor allem wenn diese durch massig Verletzungen erschwert wird und man ein sehr junges Team hat, dann kann man nicht erwarten, dass Keller das Team innerhalb eines Jahres auf ein Niveau führen kann welches Schalke in den letzten Jahren nie konstant hatte.
Das würde ich maximal der absoluten Trainerelite zutrauen, aber wenn Keller jetzt entlassen wird, dann kommt da wohl kaum solch ein Kaliber, sondern man erzeugt nur weiter Unruhe und stellt wieder mal alles auf Null und hat ein weiteres Jahr verschwendet.
stellt sich mir eben spontan die frage, ob du die sache auch noch so sehen würdest, wenn Keller statt Klopp ab dem kommenden wochenende künftig als trainer bei euch an der seitenlinie stehen würde.
willst du mir ernsthaft erzählen, dir gefällt das was du woche für woche von unserer mannschaft zu sehen bekommst und würdest es dir für deiner Dortmunder wünschen, euch künftig dahin gehend zu entwickeln?
Auch die Dortmunder unter dem Übertrainer Klopp haben zuletzt alles andere als überzeugt und die Verletzungen im Verhältnis der unterschiedlichen Kaderqualität noch schlechter verkraftet als ihr, zumal die trotz gesunder Offensivspieler im Vorwärtsgang zuletzt immer schlechter wurden.
Es ist schlicht nicht so einfach da die Kurve zu kriegen wie einige sich das immer vorstellen und wirklich überzeugenden Fußball gibt es meist erst am Ende einer Entwicklung.
Das war so z.B. bei uns im ersten Halbjahr unter LvG und Heynckes so und selbst jetzt bei Guardiola merkt man, dass das nicht alles in einem halben Jahr zu 100% funktionieren wird.
Zudem ist sowas alles einfacher, wenn man entsprechende Qualität im Kader hat, da es sich mit solcher auch leichter Dinge umsetzen lässt.
Wenn man dagegen wie Keller von Anfang an nur den Retter spielen kann und für Aufbauarbeit praktisch keine Zeit ist, vor allem wenn diese durch massig Verletzungen erschwert wird und man ein sehr junges Team hat, dann kann man nicht erwarten, dass Keller das Team innerhalb eines Jahres auf ein Niveau führen kann welches Schalke in den letzten Jahren nie konstant hatte.
Das würde ich maximal der absoluten Trainerelite zutrauen, aber wenn Keller jetzt entlassen wird, dann kommt da wohl kaum solch ein Kaliber, sondern man erzeugt nur weiter Unruhe und stellt wieder mal alles auf Null und hat ein weiteres Jahr verschwendet.
12.12.2013 - 18:57 Uhr
Zitat von Leinad:
Wenn man dagegen wie Keller von Anfang an nur den Retter spielen kann und für Aufbauarbeit praktisch keine Zeit ist, vor allem wenn diese durch massig Verletzungen erschwert wird und man ein sehr junges Team hat, dann kann man nicht erwarten, dass Keller das Team innerhalb eines Jahres auf ein Niveau führen kann welches Schalke in den letzten Jahren nie konstant hatte.
Das würde ich maximal der absoluten Trainerelite zutrauen, aber wenn Keller jetzt entlassen wird, dann kommt da wohl kaum solch ein Kaliber, sondern man erzeugt nur weiter Unruhe und stellt wieder mal alles auf Null und hat ein weiteres Jahr verschwendet.
Man kann aber erwarten, dass Keller die Phasen, in denen Schalke auf hohem Niveau agiert, verlängert oder zumindest beibehält, stattdessen werden die Phasen aber kürzer, so kurz, dass ich nicht mehr von Phasen sprechen würde sondern nur noch von vereinzelten Spielen verteilt über Monate.
Nach einem Jahr unter Keller ist nicht nur keine Weiterentwicklung zu erkennen, sondern eine Rückentwicklung und das mit hohen Investitionen. Für Aufbauarbeit hatte er übrigens einen ungestörten Sommer ohne Verletzungen, mit dem Ergebnis, dass Schalke schon nach dem 3. Spieltag das erste Saisonziel in Frage stellen musste und nochmal investiert wurde.
Wenn man dagegen wie Keller von Anfang an nur den Retter spielen kann und für Aufbauarbeit praktisch keine Zeit ist, vor allem wenn diese durch massig Verletzungen erschwert wird und man ein sehr junges Team hat, dann kann man nicht erwarten, dass Keller das Team innerhalb eines Jahres auf ein Niveau führen kann welches Schalke in den letzten Jahren nie konstant hatte.
Das würde ich maximal der absoluten Trainerelite zutrauen, aber wenn Keller jetzt entlassen wird, dann kommt da wohl kaum solch ein Kaliber, sondern man erzeugt nur weiter Unruhe und stellt wieder mal alles auf Null und hat ein weiteres Jahr verschwendet.
Man kann aber erwarten, dass Keller die Phasen, in denen Schalke auf hohem Niveau agiert, verlängert oder zumindest beibehält, stattdessen werden die Phasen aber kürzer, so kurz, dass ich nicht mehr von Phasen sprechen würde sondern nur noch von vereinzelten Spielen verteilt über Monate.
Nach einem Jahr unter Keller ist nicht nur keine Weiterentwicklung zu erkennen, sondern eine Rückentwicklung und das mit hohen Investitionen. Für Aufbauarbeit hatte er übrigens einen ungestörten Sommer ohne Verletzungen, mit dem Ergebnis, dass Schalke schon nach dem 3. Spieltag das erste Saisonziel in Frage stellen musste und nochmal investiert wurde.
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