Jens Keller [Trainer]
27.10.2013 - 09:40 Uhr
18.11.2013 - 13:25 Uhr
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
18.11.2013 - 13:28 Uhr
Zitat von falkone:
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von take am 18.11.2013 um 13:30 Uhr bearbeitet
18.11.2013 - 13:32 Uhr
Zitat von falkone:
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
ich glaub es wird langsam mal zeit, goretzka neben jones oder neustädter grosszuziehn auf der dopplesechs, im aktuellen kader ist er neben högr für mich der einzige auf der position, bei dem ich noch hoffnung hab, dass es spielerisch noch vorangeht.
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
ich glaub es wird langsam mal zeit, goretzka neben jones oder neustädter grosszuziehn auf der dopplesechs, im aktuellen kader ist er neben högr für mich der einzige auf der position, bei dem ich noch hoffnung hab, dass es spielerisch noch vorangeht.
18.11.2013 - 13:43 Uhr
Zitat von KarstenTS:
Ich hab mich mal an einer kleinen Analyse vom Keller versucht. Ist recht lang geworden.
http://www.halbfeldflanke.de/2013/11/so-spielt-schalke-04die-handschrift-von-jens-keller/
Freu mich auf Feedback,
Karsten
Danke für die große Mühe, die du dir da gemacht hast. In den nächsten Tagen schaffe ich es leider nicht dir ein besseres Feedback zu geben, versuche dir das aber, sofern das andere hier nicht besser machen als es mir möglich wäre, am Wochenende zu geben.
Das die reine Laufleistung nur wenig aussagt, hast du sehr ausführlich und gut erklärt, das ist mir schon beim Überfliegen aufgefallen.
Es kommt leider viel zu häufig zu kurz, deswegen nochmals danke für die Arbeit, die in dem langen Artikel steckt.
Ich hab mich mal an einer kleinen Analyse vom Keller versucht. Ist recht lang geworden.
http://www.halbfeldflanke.de/2013/11/so-spielt-schalke-04die-handschrift-von-jens-keller/
Freu mich auf Feedback,
Karsten
Danke für die große Mühe, die du dir da gemacht hast. In den nächsten Tagen schaffe ich es leider nicht dir ein besseres Feedback zu geben, versuche dir das aber, sofern das andere hier nicht besser machen als es mir möglich wäre, am Wochenende zu geben.
Das die reine Laufleistung nur wenig aussagt, hast du sehr ausführlich und gut erklärt, das ist mir schon beim Überfliegen aufgefallen.
Es kommt leider viel zu häufig zu kurz, deswegen nochmals danke für die Arbeit, die in dem langen Artikel steckt.
18.11.2013 - 14:45 Uhr
Zitat von KarstenTS:
Ich hab mich mal an einer kleinen Analyse vom Keller versucht. Ist recht lang geworden.
http://www.halbfeldflanke.de/2013/11/so-spielt-schalke-04die-handschrift-von-jens-keller/
Freu mich auf Feedback,
Karsten
Hi,
habe mir deinen Blog auch mal angeschaut. Insgesamt gefallen mir deine Artikel sehr gut. Auch sprachlich fand ich wenig zu meckern. Als konstruktive Kritik würde ich noch anmerken, dass du adjektive wie "zerfahren" auch immer begründen solltest. Beim Bremenspiel kam das mehrere male vor, aber es fehlte die Erklärung woran du das festmachst wieso das Spiel zerfahren war und ob nur Schalke zerfahren spielte oder nur Bremen oder beide.
Inhaltlich stimme ich dir in weiten Teilen zu, sehe jedoch unseren Offensivplan wesentlich kritischer und würde das auch nicht auf eine Stufe mit Barcelona oder Spanien stellen. In meinen Augen agiert Schalke nach vorne recht planlos.
Es gibt wie du richtig bemerkst einige Grundvorgaben des Trainers hinsichtlich des haltens oder verlassens der Position, aber sonst erscheint es mir eher Stückwerk. Dadurch auch die Konteranfälligkeit. Man hat keinen mannschaftsübergreifenden Plan wie und wann Freilaufbewegungen statt finden sollen und wer diese im Zweifelsfall defensiv absichert. Letztendlich führt das geduldige/langsame nach vorne kombinieren oft dazu, dass bei Schalke zu viele Spieler schlecht stehen, während gleichzeitig mehr und mehr Spieler aufrücken. Bei einem Fehlpass ist dann direkt die Chance für den Gegner da.
Ich hab mich mal an einer kleinen Analyse vom Keller versucht. Ist recht lang geworden.
http://www.halbfeldflanke.de/2013/11/so-spielt-schalke-04die-handschrift-von-jens-keller/
Freu mich auf Feedback,
Karsten
Hi,
habe mir deinen Blog auch mal angeschaut. Insgesamt gefallen mir deine Artikel sehr gut. Auch sprachlich fand ich wenig zu meckern. Als konstruktive Kritik würde ich noch anmerken, dass du adjektive wie "zerfahren" auch immer begründen solltest. Beim Bremenspiel kam das mehrere male vor, aber es fehlte die Erklärung woran du das festmachst wieso das Spiel zerfahren war und ob nur Schalke zerfahren spielte oder nur Bremen oder beide.
Inhaltlich stimme ich dir in weiten Teilen zu, sehe jedoch unseren Offensivplan wesentlich kritischer und würde das auch nicht auf eine Stufe mit Barcelona oder Spanien stellen. In meinen Augen agiert Schalke nach vorne recht planlos.
Es gibt wie du richtig bemerkst einige Grundvorgaben des Trainers hinsichtlich des haltens oder verlassens der Position, aber sonst erscheint es mir eher Stückwerk. Dadurch auch die Konteranfälligkeit. Man hat keinen mannschaftsübergreifenden Plan wie und wann Freilaufbewegungen statt finden sollen und wer diese im Zweifelsfall defensiv absichert. Letztendlich führt das geduldige/langsame nach vorne kombinieren oft dazu, dass bei Schalke zu viele Spieler schlecht stehen, während gleichzeitig mehr und mehr Spieler aufrücken. Bei einem Fehlpass ist dann direkt die Chance für den Gegner da.
18.11.2013 - 14:56 Uhr
Zitat von take:
Zitat von falkone:
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Einigeln tun wir uns nicht, zumindest nicht zu Hause. Und als Einigeln würde ich es auch nicht in den Auswärtsspielen bezeichnen, eher eine sehr vorsichtige, kontrollierte aber behäbige Spielweise. Das kann man also mMn so nicht stehen lassen. Keller lässt mit einer rel. hoch stehenden Abwehr arbeiten, was genau dann fatal ist, wenn man den Ball nicht schnell genug versucht zurückzugewinnen durch gezieltes Pressing. Die Raumverdichtung und das Zustellen der Passwege klappt dann nicht, wenn wir selbst ungeordnet im Offensivdrang sind. Daher auch unsere vielen Gegentore bei Konterbewegungen des Gegners. Das beste Beispiel war hier das Dortmund Spiel, die uns machen lassen haben bis sie eben durch schnelles Umschalten sehr leicht vor unser Tor kamen. Mit der Spielweise hatte man eigentlich nie eine Chance auf Erfolg in dem Spiel. Bemerkenswert fand ich da eher, dass es wie eine Kopie des Chelsea Spiels war und Keller eigentlich den gleichen Fehler 2 Mal kurz hintereinander beging. Chelsea war natürlich noch passiver als der BVB, die schnelle Kontertaktik war aber die gleiche.
Und in einem Punkt hat Falkone absolut recht. Wir haben zwar i.d.R. mehr Ballbesitz als der Gegner, aber selten kontrollieren und dominieren wir den Gegner auch. Ballbesitz an sich ist ja nur eine Herangehensweise, also eine Philosophie. Trifft man auf einen Gegner wie jetzt auf den BVB, der den Ball gar nicht haben möchte, dann sagen Ballbesitzstatistiken nichts über den eigenen Erfolg aus. Lediglich, dass man den Ball länger in den eigenen Reihen hatte als der Gegner. Ob das eigene Spiel gut oder schlecht ist, um es mal simpel auszudrücken, wird nicht erfasst. Ich erinnere nur gern an Bayern 2010/11. Die hatten Ballbesitz ohne Ende, ohne aber zwingend Torgefahr auszustrahlen. Und das tun wir auch immer nur phasenweise.
Zitat von falkone:
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Einigeln tun wir uns nicht, zumindest nicht zu Hause. Und als Einigeln würde ich es auch nicht in den Auswärtsspielen bezeichnen, eher eine sehr vorsichtige, kontrollierte aber behäbige Spielweise. Das kann man also mMn so nicht stehen lassen. Keller lässt mit einer rel. hoch stehenden Abwehr arbeiten, was genau dann fatal ist, wenn man den Ball nicht schnell genug versucht zurückzugewinnen durch gezieltes Pressing. Die Raumverdichtung und das Zustellen der Passwege klappt dann nicht, wenn wir selbst ungeordnet im Offensivdrang sind. Daher auch unsere vielen Gegentore bei Konterbewegungen des Gegners. Das beste Beispiel war hier das Dortmund Spiel, die uns machen lassen haben bis sie eben durch schnelles Umschalten sehr leicht vor unser Tor kamen. Mit der Spielweise hatte man eigentlich nie eine Chance auf Erfolg in dem Spiel. Bemerkenswert fand ich da eher, dass es wie eine Kopie des Chelsea Spiels war und Keller eigentlich den gleichen Fehler 2 Mal kurz hintereinander beging. Chelsea war natürlich noch passiver als der BVB, die schnelle Kontertaktik war aber die gleiche.
Und in einem Punkt hat Falkone absolut recht. Wir haben zwar i.d.R. mehr Ballbesitz als der Gegner, aber selten kontrollieren und dominieren wir den Gegner auch. Ballbesitz an sich ist ja nur eine Herangehensweise, also eine Philosophie. Trifft man auf einen Gegner wie jetzt auf den BVB, der den Ball gar nicht haben möchte, dann sagen Ballbesitzstatistiken nichts über den eigenen Erfolg aus. Lediglich, dass man den Ball länger in den eigenen Reihen hatte als der Gegner. Ob das eigene Spiel gut oder schlecht ist, um es mal simpel auszudrücken, wird nicht erfasst. Ich erinnere nur gern an Bayern 2010/11. Die hatten Ballbesitz ohne Ende, ohne aber zwingend Torgefahr auszustrahlen. Und das tun wir auch immer nur phasenweise.
18.11.2013 - 15:15 Uhr
Zitat von take:
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Ich sehe schon Nuancen zwichen ausgeprägtem Pressing und Einigeln, und eine davon wäre das, was der HSV und auch zeitweise in Kopie Werder in der Arena gespielt haben: Kein vereinzeltes Druckmachen auf den Ballführenden sondern sehr hohes Angreifen der offensiven 4-er Reihe, während die Defensivreihen eher weit zurückstehen. Dadurch hat es eigentlich riesige Räume hinter der ersten Angriffslinie gegeben - umso schlimmer, dass S04 dadurch so häufig in Verlegenheit gekommen ist - andererseits war es zumindest gegen Werder so, dass durch diese Lücke im Mittelfeld dieses von S04 schnell überbrückt werden konnte.
Aber das was HSV und Werder gegen uns versucht haben, ist nun wirklich nicht als "Pressing" zu bezeichnen, eher ganz altmodische Manndeckung der Offensiven - umso schlimmer ist es aber, wenn das schon reicht, um unseren Spielaufbau in Stocken zu bringen. Da war zeitweise die Bezeichnung "Spielkontrolle" wenig angebracht...
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Ich sehe schon Nuancen zwichen ausgeprägtem Pressing und Einigeln, und eine davon wäre das, was der HSV und auch zeitweise in Kopie Werder in der Arena gespielt haben: Kein vereinzeltes Druckmachen auf den Ballführenden sondern sehr hohes Angreifen der offensiven 4-er Reihe, während die Defensivreihen eher weit zurückstehen. Dadurch hat es eigentlich riesige Räume hinter der ersten Angriffslinie gegeben - umso schlimmer, dass S04 dadurch so häufig in Verlegenheit gekommen ist - andererseits war es zumindest gegen Werder so, dass durch diese Lücke im Mittelfeld dieses von S04 schnell überbrückt werden konnte.
Aber das was HSV und Werder gegen uns versucht haben, ist nun wirklich nicht als "Pressing" zu bezeichnen, eher ganz altmodische Manndeckung der Offensiven - umso schlimmer ist es aber, wenn das schon reicht, um unseren Spielaufbau in Stocken zu bringen. Da war zeitweise die Bezeichnung "Spielkontrolle" wenig angebracht...
18.11.2013 - 15:35 Uhr
Zitat von take:
Zitat von falkone:
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Die wichtigsten Elemente des katalanischen Systems - wenn man es so bezeichnen darf - sind Ballkontrolle, gepaart mit schnellem Kurzpassspiel. Während wir eine mehr oder weniger gut funktionierende Ballkontrolle sehen können, verkommt das zweite wichtige Element völlig. Ohne schnellen Kombinationsfußball oder / und überragenden Spielern ist ein auf Ballkontrolle getrimmtes Spiel weitgehend wirkungslos. Die einzige Wirkung, die diese (oft zur Odyssee verkommende) Suche nach der Deckungslücke hat, ist, dass die Spieler sich irgendwann müde spielen und ungenau abspielen bzw. sich unkonzentriert verhalten in der Bewegung zum Gegner und Ball. In diesem Punkt muss - und da bin ich ganz bei falkone und take - Jens Keller schleunigst Lösungen finden.
Zitat von falkone:
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Unsere Pseudo - Spielkontrolle hat sich ja auch weitesgehend erledigt, sobald man auf etwas Gegenpressing trifft. Das hat ja nun rein gar nichts mit Ballbesitzfußball oder Spielkontrolle zu tun. Dieses hier so häufig zitierte "passive" Pressing ist auch eine amüsante Geschichte. Ganz plumb gesagt: Entweder man spielt mit Pressing oder man igelt sich hinten rein. Wir igeln uns in der Regel ein und attackieren selten oder nur vereinzelt den ballführenden Mann.
Was noch viel dramatischer als die von Falkone zitierte Statistik ist: Man hat absolut keine Ahnung, was man mit den Ball anfangen soll, wenn man diesen gewinnt. Anstatt einen vernünftigen Gegenstoß wird der Ball wieder ohne Raumgewinn hin und her geschoben, bis Hildebrand oder Höwedes den dann wieder vorbolzen dürfen.
Die wichtigsten Elemente des katalanischen Systems - wenn man es so bezeichnen darf - sind Ballkontrolle, gepaart mit schnellem Kurzpassspiel. Während wir eine mehr oder weniger gut funktionierende Ballkontrolle sehen können, verkommt das zweite wichtige Element völlig. Ohne schnellen Kombinationsfußball oder / und überragenden Spielern ist ein auf Ballkontrolle getrimmtes Spiel weitgehend wirkungslos. Die einzige Wirkung, die diese (oft zur Odyssee verkommende) Suche nach der Deckungslücke hat, ist, dass die Spieler sich irgendwann müde spielen und ungenau abspielen bzw. sich unkonzentriert verhalten in der Bewegung zum Gegner und Ball. In diesem Punkt muss - und da bin ich ganz bei falkone und take - Jens Keller schleunigst Lösungen finden.
19.11.2013 - 12:20 Uhr
Tolles Feedback zu http://www.halbfeldflanke.de - vielen Dank Euch allen dafür!
Zitat von Brahman :
Du solltest an deinem Satzbau arbeiten.
Zitat von s__we :
Als konstruktive Kritik würde ich noch anmerken, dass du adjektive wie "zerfahren" auch immer begründen solltest.
Vielen Dank für die beiden Hinweise, ich werde mal versuchen das im Auge zu behalten.
Zitat von tommiDieMaus :
Ist das dein Blog?
Ja, ist er. Gefällt er Dir?
Zitat von falkone :
Ich frage mich warum du die mMn interessanteste Statistik aus deiner Tabelle nicht erwähnst...
Auf die Zahlen bin ich extra nicht nochmal eingegangen, weil ich das schon in einem Artikel zuvor behandelt habe: http://www.halbfeldflanke.de/2013/10/ein-8-spiele-zwischen-fazit/
Du solltest an deinem Satzbau arbeiten.
Als konstruktive Kritik würde ich noch anmerken, dass du adjektive wie "zerfahren" auch immer begründen solltest.
Vielen Dank für die beiden Hinweise, ich werde mal versuchen das im Auge zu behalten.
Ist das dein Blog?
Ja, ist er. Gefällt er Dir?
Ich frage mich warum du die mMn interessanteste Statistik aus deiner Tabelle nicht erwähnst...
Auf die Zahlen bin ich extra nicht nochmal eingegangen, weil ich das schon in einem Artikel zuvor behandelt habe: http://www.halbfeldflanke.de/2013/10/ein-8-spiele-zwischen-fazit/
19.11.2013 - 12:43 Uhr
Zitat von falkone:
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Sehe ich nicht so. Der Vergleich mit Barca oder Spanien ist in sofern tadellos, als das er sich auf spezielle Facetten im Spiel bezieht, und da ist es original das gleiche. Wenn Du meinst, dass die beiden großartigen Teams immer reine Dominanz ausstrahlen hast Du etwa bei der EM letztes Jahr Spanien wohl nur im Finale gesehen. Auch Barcelona, besonders unter Guardiola war jederzeit mit freuden bereit einen weiteren Querpass zu spielen oder gar zurück nach hinten. Und von "planlosen Quer- und Rückpässen" wurde bei beiden Teams immer wieder häufig gesprochen. Natürlich nur dann, wenn weniger als 3 Tore erzielt wurden.
Das beide Teams deutlich höhere Ballsicherheit haben als Schalke... geschenkt.
Zitat von Cheffe90:
dass wir mehr schüsse kassieren als selbst abgeben is schon leicht beschämend. was ich aber viel dramatischer finde sind bereits 9 gegentore nach kontern - das macht fast 1 pro spiel und zeigt genau das problem: wir haben zu wenig ballsicherheit, sobald mal versucht wird schnell zu spielen, verlieren wir sehr schnell den ball und sind ungeordnet, weil in der vorwärtsbewegung. neustädter, jones, bene, joel und adam sind da besonders "auffällig" m.m.n. - es fehlt im zentrum, vorzugsweise im dm, ein spieler mit spielmacherqualitäten.
Deshalb sind auch die Vergleiche mit Barcelona oder Spanien so absurd. Unsere tolle Passquote resultiert aus planlosen Quer- und Rückpässen. Raumgewinn gibt es dabei selten und sobald der Ball nach vorne gespielt wird ist er meistens weg. Das ist Pseudo-Spielkontrolle, die überhaupt nichts mit der Dominanz der genannten Mannschaften gemeinsam hat. Die zwingen den Gegner mit ihrem Passspiel zur Unordnung, während bei uns meist der Gegner mit seinem Pressing bestimmt wohin wir den Ball spielen können.
Sehe ich nicht so. Der Vergleich mit Barca oder Spanien ist in sofern tadellos, als das er sich auf spezielle Facetten im Spiel bezieht, und da ist es original das gleiche. Wenn Du meinst, dass die beiden großartigen Teams immer reine Dominanz ausstrahlen hast Du etwa bei der EM letztes Jahr Spanien wohl nur im Finale gesehen. Auch Barcelona, besonders unter Guardiola war jederzeit mit freuden bereit einen weiteren Querpass zu spielen oder gar zurück nach hinten. Und von "planlosen Quer- und Rückpässen" wurde bei beiden Teams immer wieder häufig gesprochen. Natürlich nur dann, wenn weniger als 3 Tore erzielt wurden.
Das beide Teams deutlich höhere Ballsicherheit haben als Schalke... geschenkt.
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