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Huub Stevens
Geburtsdatum 29.11.1953
Alter 72
Nat. Niederlande  Niederlande
Funktion Trainer
Akt. Verein Karriereende

Huub Stevens [Trainer]

05.10.2012 - 13:52 Uhr
Vorletzter Beitrag:

Zitat von MonroeStahr:
Ich denke, wir haben bei aller Konfusion in den vergangenen Spielen ein grundsätzliches und ziemlich banales Problem, nämlich die Umsetzung unserer spielerischen Überlegenheit in Torchancen, anders formuliert: der Zug zum Tor.

Alles andere: Defensivverhalten, schnelle Überbrückung des Mittelfelds bei Kontern, stimmt grundsätzlich, dazu ist selbst Unnerstall verkraftbar. Und selbst wenn der Hunter etwas von der gewohnten Torsicherheit vermissen lässt, sollte uns das normalerweise auch nicht aus der Bahn werfen. Die Abhängigkeit von ihm beruht nämlich vor allem darauf, dass wir aus wenigen Chancen immer noch genügend Tore machen.

Gegen Augsburg war fast jede Chance ein Treffer.
Auch gegen Fürth war die Quote ordentlich.
Gegen Bayern - no comment.
Gegen Mainz hatten wir fast eine Stunde keine Torchance
Gegen Düsseldorf hatten wir trotz maßloser spielerischer Überlegenheit in der 1. Halbzeit etwa so viel Torchancen, wie wir Tore gemacht haben. Erst als die Düsseldorfer die Scheunentore weit geöffnet hatten, kamen wir zu weiteren Chancen.
Gestern hatten wir in der ersten Halbzeit deutlich mehr (wenn auch weniger klare) Torchancen, weil - untypischerweise - Pukki gespielt hat, der einzige, der neben Jeff in der Lage ist, die entscheidenden Meter an der Strafraumgrenze mit Zug zum Tor zu gehen und vielleicht auch zuletzt noch einen Pass zu spielen - und zwar durch die Mitte. Hinzu kam, dass Draxler (der den letzten Pass mit fast schon grandioser Zwanghaftigkeit vermasselt) einen Sahnetag hatte. Danach eine halbe Stunde wiederum gar nichts.


Das ist angesichts dessen, was wir da rein namentlich vorne aufzubieten haben, eine lachhafte Quote. Wenn ich dazu noch die Tore subtrahiere, die wir aus Standards und gelungen Einzelaktionen heraus erzielen, wirds für eine BL-Spitzenmannschaft allmählich peinlich. Eine der wesentlichen Gründ ist für mich mangelnde Risikobereitschaft, bzw. das, wo sich Huub und eine ganze Reihe unserer Fans mMn absolut einig sind: nämlich der verhasste Fehlpass. Lieber noch zehnmal drehen und die Pille zurückdreschen, als das Risiko auf sich nehmen, jemanden steil zu schicken, einen DP zu spielen etc. Könnte ja schiefgehen. Wie oft sich gestern ein Spieler unbedrängt von irgendwelchen Gegenspielern zum Rückpass genötigt fühlte - das war schon grotesk. Selbst ein an sich frischfrommfröhlicher Typ wie Holtby bevorzugt mittlerweile den gepflegten Sicherheitspass, wahrscheinlich hat er mittlerweile die Schnauze voll davon, sich jedes Mal anschnauzen zu lassen, wenn etwas schief geht. Insofern hat der Hunter Recht, wenn er unser Spiel als "ängstlich" bezeichnet. Und einen Trainer, der "einem dauernd sagt, was man falsch macht, bis man gar nicht mehr weiß, wie man etwas richtig macht" (ich zitiere aus der Erinnerung Mike Büsgens) sehe ich weder jetzt noch in der Zukunft in der Lage, dieses Problem zu beheben. Insofern glaube ich nicht, dass Huub dieses Problem dauerhaft in den Griff bekommen wird.
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Huub Stevens [Trainer] |#1
05.10.2012 - 15:17 Uhr
Das größte Problem der momentanen Situation ist, dass sowohl Verantwortliche, Mannschaft und Fans die völlig falsche Zielsetzung haben, beziehungsweise diese immer wieder über den Haufen werfen.
Wir sind mit 7 Punkten aus 3 spielen gestartet, klingt gut nicht wahr? Das wir am ersten Spieltag jedoch 2 Punkte hergeschenkt und gegen, bei allem Respekt, gegen Augsburg und Fürth zwar gewonnen, aber keinesfalls klar dominiert haben wurde bei Heldts Satz, dass sich keiner gegen den Titel sträuben würde wohl vergessen. Obwohl diese Zielsetzung bei unseren Kartenpreisen eigentlich das Mindeste sein müsste...
Weder das Herausspielen von Chancen, noch die Nutzungsquote der Wenigen, haben wirklich ein Argument geliefert, eine solche Aussage zu treffen. Außerdem wurde dadurch unsere Zielsetzung, die vor der Saison jedem klar war, schon leicht untergraben. Wenn eine solche Aussage vom Manager kommt, werden die Fans dadurch geblendet und die Mannschaft unnötig unter Druck gesetzt.
Nach dem Auftaktsieg in der Champions League, wurde diese neue Erwartungshaltung wieder gestärkt, zugegeben, die Mannschaft hatte eine gute Leistung gezeigt und nach dem Gegentor perfekt geantwortet. Das Problem war jedoch, dass die Spieler dadurch wohl die Idee kam, dass sie die geilsten sind, denn was seit diesem sowohl physisch als auch psychisch starken Spiel abgeliefert wird, darf einfach nicht ein.
Klar, gegen die Bayern, die wieder mal einige Millionen investiert haben, darf man mal verlieren. Aber nicht so, nicht wenn man sich kurz davor noch als Geheimtipp im Titelrennen hingestellt hat. Vor allem aber nicht, wenn man die Qualität, die in unserem Kader steckt berücksichtigt. Bayern hat uns nicht geschlagen, Bayern hat uns (wieder mal) vorgeführt, auf eine Art und Weise, die für Schalke unwürdig ist. (Ja, hier habe ich eine sehr viel höhere Erwartungshaltung an die Mannschaft.)
Das darauffolgende Mainzspiel, wurde zwar mit 3:0 gewonnen, aber auch hier hat das Ergebnis mal wieder geblendet, der Sieg fiel nach Spielverlauf 1 bis 2 Tore zu hoch aus, obwohl man, wenn man die Kader vergleicht sehen sollte, dass ein solches Ergebnis verdient zustande kommen sollte. Aber gut, auch schlechte Spiele muss man mal, mehr oder weniger, deutlich gewinnen. Sowas macht einen Titelaspiranten ( :ugly ) eben auch aus. Nachdem die Zuschauer, hier spreche ich absichtlich nicht von Fans, schon bei dem 3:0 Sieg gepfiffen haben, musste es doch logisch sein, dass die Mannschaft dadurch verunsichert wird. Das diese Pfiffe jedoch auch aus der, erst kurz vorher, von Heldt getätigten Aussage, man würde sich nicht gegen den Titel wehren, resultierten, wurde von Stevens bei seiner Aussage gegen die Zuschauer offensichtlich nicht bedacht. Eine solche Aussage erzürnt diese dann noch mehr, was sich dann in der Gemütslage der Mannschaft und ihrer Leistung gegenüber niederschlägt.
Im Spiel gegen Düsseldorf zeigte sich dann ein schon vorher auffälliges, jedoch nicht so wahrgenommenes Problem. Die Einstellung der Mannschaft.
Von der ersten Halbzeit, in der wir keinesfalls gut, sondern Düsseldorf grottenschlecht war, geblendet, verschenkte die Mannschaft zwei wichtige Punkte. Ob die Mannschaft sich einfach nur geil fand, weil sie die ersten beiden Tore gegen einen Aufsteiger erzielte, oder ob sie sich generell schon als der sichere Sieger sahen, weiß ich nicht. Vielleicht kam ja beides zusammen.
Es ist jedoch unerklärlich, dass Heldt zwar die Situation richtig erkannt hat, "wenn Düsseldorf ein Tor schießt...", die Mannschaft jedoch von Stevens entweder nicht richtig eingestellt wurde, oder ihn einfach ignoriert hat. Beide Szenarien sind ein Graus, denn entweder ist unser Trainer zu engstirnig, um die einfachsten Dinge im Fußball zu erkennen, oder unsere Mannschaft hat Angst vor der eigenen Courage. Ich glaube eher an letzteres, weiß jedoch nicht, ob es mir auch lieber ist...
Das man am Mittwoch gegen eine Mannschaft, die stehend K.O. und in Unterzahl schon so gut wie geschlagen war das 2:2 kriegt, setzt dem ganzen die Krone auf. Auch in diesem Spiel konnte man mal wieder die mangelnde Konzentration und teilweise auch den (erschreckenderweise) fehlenden Willen erkennen. Absolut bezeichnend hierfür, war die Kontersituation, in der plötzlich alle Spieler in der eigenen Hälfte stehen bleiben. Ich bin nun wirklich kein Freund vom auspfeifen der eigenen Mannschaft, aber in dieser Situation bin auch ich an die Decke gegangen und habe geflucht wie selten zuvor. Das Huntelaar in der 89. Minute auch noch die Chance vergibt den Sack zu zu machen zeigt, dass er momentan, genau wie der Großteil der Mannschaft, mit den Gedanken nicht ganz bei der Sache ist.

Nun ist es an Stevens, die Mannschaft auf zu wecken und in die Bahn zu bringen.

•     •     •

Waffen töten keine Menschen, George RR Martin tötet Menschen.
Huub Stevens [Trainer] |#2
05.10.2012 - 16:16 Uhr
Jopsn, dein Beitrag ist gut geschrieben und liefert einige interessante Punkte, aber ich bin trotzdem nicht ganz deiner Meinung.
Das Ziel für die Saison ist die CL, mindestens das europäische Geschäft (also EL), aber am liebsten der direkte Weg in die CL, also Platz 3. Alles weitere ist unrealistisch und könnte dann angeführt werden, wenn wir Platz 3 kurz vor Schluss gesichert hätten. Da kann auch Heldt sagen was er will, dass ist einfach die Realität: Platz 3 wäre schon das Optimum. Mehr wäre nur möglich, wenn entweder Dortmund oder Bayern stolpern sollten und damit ist nicht zu rechnen.
Da gibt es auch nicht viel zu diskutieren und nur weil unserer Manager was anderes gesagt hat, muss man doch selber realistisch bleiben.
Meine Erwartungshaltung hat das wenig beeinflusst. Mich hat es geärgert, dass man vor dem Bayernspiel erklärt hat, dass man die eigene Chancen suchen will und sich dann doch eher versteckt. Aber selbts da haben wir lange das 0:0 gehalten und haben dann nach dem Doppelschlag aufgesteckt.
Das Cl-Spiel gegen Piräus hat da auch nichts geändert. Da war es einfach wichtig die Punkte zu holen und um mehr ging es nicht.
Die gestiegene Erwartungshaltung sehe ich nicht als Grund für die aktuelle Schwächephase. Ich glaube eher, dass man nach der letzten Saison dachte, dass man an die dortigen Leistungen anknüpfen kann und neben den Ergebnissen auch schöneren Fußball geboten bekommt. Einige Aussagen zum Raul-Abgang waren da sicher nicht hilfreich ("ohne Raul sind wir flexible" -> das Spiel wird ansehnlicher).
Die sportliche Bilanz ist immernoch nicht schlecht, nur haben wir eben mehrmals unnötig Punkte weggeschenkt, insgesamt 6 Punkte (H96, Düsseldorf, Montepellier). Spielerisch war das noch nicht gut, aber obwohl ich eigentlich auch schönen Fußball sehen möchte, sind mir zu Beginn der Saison die Punkte wichtiger. Erst kommt die Arbeit, dann die Kür. Hat man sich oben festgesetzt, punktet regelmässig, steigt das Selbstbewusstsein und damit wird meistens auch das Spiel besser.
Die Pfiffe resultieren daraus, dass die Mannschaft einfach nicht ihr Potenzial abruft und ihr offensichtlich teilweise die Orientierung fehlt. Und da sehe ich Raul als Grund: Er war der Mittelpunkt der Mannschaft, ein genialer Spieler auf dem Feld, eine Legende und auch neben dem Platz eine Respektsperson und jemand, zu dem man aufschaut. Ich habe es schonmal geschrieben, dass ich glaube, dass diese Eigenschaften von Raul uns fehlen, jemand der auf dem Platz die Richtung vorgibt, das Tempo bestimmt, eine Orientierung gibt für die jungen Mitspieler. Von Holbty kann man das noch nicht so erwarten, Jones ist nicht konstant fit, Neustädter erst frisch zu uns gekommen, die Flügelspieler rotieren, unsere IVs (Matip und Papa) sind noch jung, Höwedes spielt häufig RV, Fuchs steckte selber in einem Leistungstief und spielt auch Außen, Hunterlaar zu weit vorne.
Ich glaube der Mannschaft fehlt auf dem Platz teilweise die Stabilität. Raul garantierte sie uns 2 Jahre lang, jetzt fehlt er. Der Trainer kann die Mannschaft während des Spiels nicht mehr wirklich beeinflussen. Er kann wechseln, kann Dinge ansprechen, aber das nur mit einzelnen Spielern und nicht der gesamten Mannschaft. Deshalb müsste jemand auf dem Feld den Takt vorgeben, eine Konstante sein. Nur dieser jemand fehlt aktuell noch, vllt wächst der ein oder andere Spieler dort noch hinein in der Saison.

Im Bayernspiel halten wir lange das 0:0, könnten in Führung gehen, kassieren ein dummes Tor, direkt danach das 2. weil die Mannschaft irgendwie geschockt wirkt. Danach fehlt uns komplett der Plan, wie wir weiter agieren müssen.
Gegen Mainz gewinnen wir 3:0, spielen nicht gut, aber gewinnen eben. Die Mannschaft scheint trotzem nicht ganz da zu sein, die Pfiffe irritieren die Mannschaft zusätzlich.
Gegen Düsseldorf bestimmen wir die 1.HZ, machen 2 Tore und lassen hinten praktisch nichts zu. Durch eine Ecke direkt nach der Pause kommt Düsseldorf ran, das Stadion flippt aus, wir verlieren den Faden. Man erarbeitet sich Chancen, nutzt diese nicht, dazu Piffe, die Mannschaft wirkt verunsichert, unkonzentriert. Dann gibts den Tiefschlag nach einer Halbfeldflanke (so mit das harmloseste Mittel...) und wir kassieren im Anschluss fast noch einen Treffer.
In der CL jetzt beginnen wir erschreckend schwach, kassieren ein unnötiges Gegentor (kein Fehler von Unnerstall, aber stände er 1m weiter hinten hat er den Ball noch...sieht einfach unglücklich aus). Danach haben wir eigentlich nichts mehr zu verlieren und fangen an zu spielen. Die Franzosen sind unangenehme Gegner, da technisch sehr stark und stark im Dribbling. Trotzdem spielen uns Chancen heraus und nutzen eine davon durch Draxler. Man kontrolliert das Spiel soweit, dann holt Draxler den Elfer raus.
Julian muss dann raus, Montepellier ist nur noch zu 10 und unsere Mannschaft scheint nicht ganz zu wissen, wie sie damit jetzt umgehen sollen. Die Franzosen spielen ein paar Minuten lang weiterhin aggressives Pressing, ziehen sich dann zurück, kommen aber immer mal wieder nach vorne ins Dribbling. Man selbst hat Chancen, wechselt dann und bringt einen offensichtlich nicht fiten oder einfach lustlosen Farfan, dazu ist Affelay immernoch nicht wirklich integriert und letztlich ist die Überzahl kein Vorteil mehr.
Eigentlich bleibt man souverän, aber irgendwie läuft es nicht. Die Fans werden unruhig, die Mannschaft ebenso...
Und dann kommt es kurz vor Schluss noch zu einem Verzweiflungsangriff der Franzosen, wir sind unkonzentriert und die Defensive pennt kolletiv und wir bekommen ein weiteres Mal ein dummes Gegentor.
Das ist für mich eigentlich die Story hinter den letzten Spielen. Effektiv sind wir zu harmlos und inkonsequent im Abschluss, leisten uns kolletive Aussetzer und kassieren unglaublich viele unnötige und dämliche Gegentore...

Teilweise kann man für diese Fehler sicher Stevens die Schuld geben, aber ich fürchte die Balance in der Mannschaft stimmt noch nicht so ganz. Dazu gibt es einige taktische Aspekte, die fehlende Risikobereitschaft, die man bei unserer Spielanlage aber eigentlich zeigen müsste um die konsequent zu Ende zu spielen. Dann sind die späten Wechsel im Spiel und die vielen Wechsel in der Startelf sicher auch nicht umbedingt förderlich. Höwedes pendelt immernoch zwischen RV und IV, die Flügel rotieren praktisch jedes Spiel, Jones fehlt gefühlt jedes 2.Spiel und was ich für einen wichtigen Faktor halte: Hildebrandt fehlt als Ruhepol hintendrin.
Wir haben keine Konstanz, dadurch kaum Sicherheit und wagen daraus resultieren zu selten das Risiko.
Es gibt also definitiv Stellschrauben, an denen Stevens arbeiten muss. Einiges ist aber glaube ich auch einfach Pech (in 3 Spielen verpasst man die Entscheidung und wird jedes Mal bestraft), vieles Kopfsache. Daher ist die Länderspielpause vllt ganz gut um die Köpfe frei zu bekommen.

Was zum Thema Pressing: Man kann auf verschiedene Arten verteidigen, es gibt verschiedene Varianten des Pressings, aber auch andere Konzepte, bzw Mischformen mit anderen Ideen. Das Prinzip des "Raumfressens" beispielsweise. Wenn sich die verteidigende Mannschaft teif zurückzieht, dann hat der Gegner in den ersten beiden Dritteln leichtes Spiel, im 3. Drittel allrdings weder Raum noch Zeit noch Anspielstationen. Man muss also nicht Pressing spielen, wobei dies unserer Mannschaft eigentlich liegen sollte, bzw für uns sinnvoll wäre. Letztlich ist wichtig, dass man geschlossen und konsequent agiert. Verschiedene Varianten sind auch hilfreich. Gegen Montepellier haben wir glaube ich meist ein 4-4-2-Pressing praktiziert, die Besetzung der Positionen variierte.
Ist sowieso etwas was mir ein wenig auffällt (oder ich glaube es so zu erkennen): Wir spielen nicht positionsgetreu, aber die Positionen sind eigentlich immer besetzt. Heißt, dass jeder Spieler eigentlich jede Position einnehmen kann und es auch tut. Das ist an sich kein schlechter Ansatz, kann aber noch optimiert werden.

So das war glaube ich sehr lang, danke für die Geduld an die, die es trotzdem komplett gelesen haben ;)
Huub Stevens [Trainer] |#3
05.10.2012 - 17:40 Uhr
Es ist schon ermüdend, dass dieser Thread nach jedem (in der öffentlichen Wahrnehmung) ordentlichen Spiel erstmal wieder auf Seite 2 oder 3 verschwindet, um nach jedem vielleicht nicht so tollen Spiel von immer den gleichen Usern wieder neu hochgeholt zu werden um deutlich zu machen, dass Huub Stevens als Trainer eigentlich eine antiquierte Vollgraupe ist.

Das wir immer noch eine junge Mannschaft haben, vor allem wenn man sich die so wichtige Mittelachse ansieht, dass Spiele auch durch individuelle Fehler verloren gehen können und dass die eigene Erwartungshaltung vielleicht nicht so ganz der Realität entspricht, wird als Argumentation gerne weggewischt.
Das auch unparteiische Analysen oftmals bestätigen, dass Huub mit einigen kleinen taktischen Tricks, die nicht immer so ganz offensichtlich und für den Laien nicht auf Anhieb erkennbar sind, Spiele mit entscheidet wird gerne ignoriert.
Sicher macht auch Huub Fehler. Würde er keine machen, dann wäre er mir sehr unheimlich. Aber er macht auch vieles richtig und muss eine Aufgabe erfüllen, die andere Trainer in einem wesentlich ruhigeren Umfeld erfüllen können oder aber mit einem anderen finanziellen Background.
Er muss nämlich eine Mannschaft die erfolgreich ist, so formen, dass sich neben den bereits vorhanden Stars auch die hoffnungsvollen Nachwuchsspieler entwickeln können und dabei muss er noch erfolgreicher sein als bisher, den attraktivsten Fußball der BuLi spielen lassen, keine Leistungsschwankungen zulassen, durch Rotation die Breite des Kaders nutzen und gleichzeitig möglicht immer die gleiche Mannschaft auf den Platz bringen, den Spielern auch bei schlechten Leistungen Vertrauen entgegenbringen und gleichzeitig alle 3 Wechsel zwischen der 45 und 60 Minute vollziehen, immer offensiv nach vorne spielen und gleichzeitig einen knappen Vorsprung auch mal über die Zeit bringen und am Besten vor jedem Spiel eine Facebook-Umfrage starten wie denn die Startelf aussehen soll und dass dann auch umsetzen, wobei er sich aber nicht von außen beeinflußen lassen soll.
Man kann diese Anforderungen auch mit dem Begriff Eierlegendewollmilchsau beschreiben.

Kritik ist sicher hier und da angebracht und man kann auch durchaus eine andere Vorstellung von Fußball haben. Die haben Klopp und Mourinho auch und trotzdem sind beide erfolgreiche Trainer.
Ich würde mir eine etwas differenziertere Kritik wünschen die hier und da auch durchaus etwas fundierter sein dürfte und weniger Pauschalisierungen und Populismus, sowie etwas mehr Respekt vor dem was Huub als Trainer auch aktuell leistet.

•     •     •

Wir müssen es unbedingt schaffen, den jungen Neonazis,
das sich von ihnen erschlichene und fast schon zur Romantik verklärte Image vom toughen, harten, einsamen Kämpfer gegen das Establishment zu nehmen
und sie endlich als das hinstellen, was sie wirklich sind:
Dumme, kleingeistige, feige und asoziale Elemente unserer Gesellschaft.
(Campino)

Huub Stevens [Trainer] |#4
06.10.2012 - 14:57 Uhr
"Die Arbeit des Kritikers ist in vieler Hinsicht eine leichte. Wir riskieren sehr wenig und erfreuen uns dennoch einer Überlegenheit gegenüber jene, die ihr Werk und sich selbst unserem Urteil überantworten. Am dankbarsten sind negative Kritiken, da Sie amüsant zu schreiben und auch zu lesen sind."

Viele Kritiker und ihre Kirtik erinnert mich an das o.g. Filmzitat. Und ich möchte den aktuellen Schalker Kritikern folgendes Filmzitat mal als Denkanstoß nennen.

"Aber wir Kritiker müssen uns der bitteren Wahrheit stellen, dass, im Großen und Ganzen betrachtet, das gewöhnliche Durchschnittsprodukt wohl immer noch bedeutungsvoller ist als unsere Kritik, die es als solches bezeichnet."

Ich für meinen Teil kann die momentane Unruhe im Schalkeranhang nicht verstehen und möchte sie auch nicht tolerieren und schon gar nicht akzeptieren.
Da Kritik geäußert wird, egal ob man 0:2 gegen eine Mannschaft verliert, welche gerade 70Mio Ablöse in die Breite des Kaders investiert hat. Oder 3:0 gegen den Taktikfuchs Tuchel gewinnt. Oder einen 0:1 Rückstand gegen den amtierenden Meister der Ligue 1 in einem CL Spiel in eine 2:1 Führung dreht um dann mit einem Unentschieden aus dem Spiel zu gehen, kann ich diese Kritik nicht für voll nehmen. Einige Kritiker sollten sich mal hinter fragen ob ihre Kritik der Mannschaft und dem Verein weiterhilft. Es kann doch nicht sein daß die eigene Manschaft bei eigener Führung oder einem Sieg ausgepfiffen wird! Das schaffen ja noch nicht mal die, hier im Forum desöfteren als Arrogant gegeißelten, Bazis. Die selbst ernannten besten Fans der Welt sollten erstmal ihren eigenen Ansprüchen Rechnung tragen, bevor sie über die Leistungen anderer urteilen.

Man muß auf Schalke höllisch aufpaßen das dieses Eventdenken eines Teil des Schalker Anhangs nicht zur Stimmungsmache ausartet. Denn die Konsequenz wäre, daß die eigene, die Schalker Mannschaft ;), in einem Heimspiel mehr unter Druck steht als in einem Auswärtsspiel. Oder anders ausgedrückt. Ein Heimspiel sollte der Mannschaft zum Vorteil gereichen, gerade durch die Unterstützung der Fans. Und nicht zum Nachteil, weil die Stimmung in der Arena auf die Mannschaft negativen Druck ausübt und nicht die Leistung der Mannschaft anerkent und durch Fan-Eigenleistung versucht zu steigern.

Versteht mich nicht falsch, ich finde Kritik positiv, insofern es sich um realisitische und konstruktive Kritik handelt. Das finde ich aber bei der aktuellen Kritik ist nicht der Fall. Ich möchte sogar so weit gehen und behaupten das der größte Teil der aktuellen Kritik eher auf persönliche Eitelkeiten des Kritikers und auf (Anti-)Sympathien gegenüber einzelner Personen zurück zuführen ist, als auf einem konstruktiven Fundament steht.

Stevens ist ganz bestimmt nicht der modernste Trainer, er ist auch nicht das größte Motivationstalent oder der größte Taktiker. Aber er versteht es konstant zu Punkten. Und am Ende der Saison zählt allein die Punktausbeute über Meister oder Abstieg. Wie diese Punkte gesammelt werden, sollten uns Schalker, mMn. in dem, aktuell, schwierigen finanziellen Schalker Umfeld primär egal sein. Denn konstant um die CL Plätze mitzuspielen mit ~200Mio Schulden im Rücken erachte ich schieriger und somit auch mit mehr Respekt behaftet wenn man es schafft, als mit einem Prall gefühltem Festgeldkonto oder nach einem Schuldenschnitt mit einer absoluten Glückssträne, Meister zu werden. Mit Glückssträne meine ich den passenden Trainer, den weit überdurchschnittlichen Transfererfolgen, den eigenen Talenten, zu einem Zeitpunkt wo der Erfolg nicht zu erwarten war und zu einem Zeitpunkt wo der Ligakrösus seinen Fokus auf den CL Titel legt, in der Liga so durch zu starten, daß es zu einem äußerst erfolgreichen "Selbstläufer" kam.

Wir sollten alle froh sein, daß es bei uns keine Verhältnisse herschen wie bei Bremen, Stuttgart oder Gladbach. Und dankbar sein, daß bei uns keine Verhältnisse a la HSV oder gar Köln und der Hertha sind. Und alle sollten daran arbeiten das dies auch in Zukunft nicht soweit kommt. Seine Kritik kann man nach einer Niederlage gerne mit Pfiffen kund tun, aber doch nicht bei einer Führung oder gar einem Sieg.

Mit den finanziellen Vorraussetzungen welche aktuell auf Schalke sind, mit der ständigen Abgabe von Leistungsträgern und mit dem traditionellen unruhigen Schalkerumfeld im Rücken quasi konstant im internationalen Geschäft, und davon auch noch zum Großteil in der CL zu spielen, ist für mich das eigentliche Fußballwunder.

Contra, Konsumgut Fußball.
Pro, Leidenschaft Fußball.

•     •     •

FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.
Huub Stevens [Trainer] |#5
06.10.2012 - 19:25 Uhr
Zitat von take:
Zitat von fjedN:

Bester Bundesligastart seit 10 Jahren aber alle meckern über den Trainer :P


Bis auf München alles Gegner, gegen die man punkten muss, wenn man in die CL möchte.
Heute hat zumindest wieder das kämpferische gestimmt. 1-2 gute Aktionen und ansonsten wieder starke Einzelleistungen gegen schwache Wolfsburger.


In dem Moment wo Du auch nach einem solchen Spiel wieder anfängst gegen den Trainer zu stänkern, disqualifizierst du alle deine anderen Beiträge zu diesem Thema. Bisher konnte man deine Kritik zumindest nachvollziehen. Inzwischen kann man aber auf die Idee kommen, dass du einfach Stimmung gegen Huub machen willst. Aber Huub wäre ja nicht der erste, der hier an so einer unsinnigen Stimmungsmache scheitert.

Zu deiner ewigen Nörgelei, es wären alles nur Einzelleistungen und individuelle Klasse, die uns oben halten:
- heute gab es viele gute Kombinationen
- JEDER Spielzug hat auch mit individueller Klasse der beteiligten Spieler zu tun.
- hinten stehen wir bisher gut in dieser Saison (Mainz hatte beispielweise fast gar keine Torchance im Spiel, trotzdem pfeifen welche)
- gute Abwehrarbeit ist IMMER eine gute Manschaftsleistung und hat fast GAR NIX mit individueller Klasse zu tun!!
- Schau dir Wolfsburg, Hamburg, Stuttgart usw. an -> DAS passiert, wenn die Mannschaft kein System hat, bzw es nicht umsetzen kann. In einer so ausgeglichenen Liga wie der BL würde man ohne SPielsystem usw. nie im Leben oben mitspielen.

Wenn ich solche Meinungen hier lese, weiß ich ja wer die letzten Spiele im Stadion die eigene Mannschaft ausgepfiffen hat. Und ich weiß, wer damals KK und IR ausgepfiffen hat, die beide ihre Verträge nicht verlängern wollten.
Huub Stevens [Trainer] |#6
07.10.2012 - 01:19 Uhr
Zitat von spikedominik:
Wieder nur Blödsinn was ich hier lese, HS ist einfach out.PUNKT.

Wie schrieb dead_man_walking letztens so schön? "Die Arbeit des Kritikers ist in vieler Hinsicht eine leichte. Wir riskieren sehr wenig und erfreuen uns dennoch einer Überlegenheit gegenüber jenen, die ihr Werk und sich selbst unserem Urteil überantworten. Am dankbarsten sind negative Kritiken, da Sie amüsant zu schreiben und auch zu lesen sind. Aber wir Kritiker müssen uns der bitteren Wahrheit stellen, dass, im Großen und Ganzen betrachtet, das gewöhnliche Durchschnittsprodukt wohl immer noch bedeutungsvoller ist als unsere Kritik, die es als solches bezeichnet."

Zitat von spikedominik:
Mit der Mannschaft kann man Meister werden, PUNKT.

Ja natürlich kann man mit unserer Mannschaft Meister werden. Genauso wie die Bayern oder die Dortmunder mit ihrer. Aber gerade anhand der Bayern - die jedes Jahr das reale Potential haben, Meister zu werden, und es trotzdem nicht jedes Jahr werden - kann man sehen, dass es dafür im Grunde genommen unabdingbar ist, dass jeder einzelne Spieler einen Lauf hat und gleichzeitig die Chemie im Team und im Club stimmt. Am besten an 34 Spieltagen über eine gesamte Saison. Und das kann man eben nicht erzwingen. Die letzten 300 Schalker Versuche, es zu erzwingen, waren bis dato nicht erfolgreich. Da hilft nur Tiefenatmung.

Zitat von spikedominik:
Nichts gegen HS, aber er entwickelt sich und damit die Mannschaft nicht weiter. (...) Eine Entwicklung ist nicht zu sehen, eher noch sie stagniert.

Ich bin auch nicht immer uneingeschränkt glücklich über die Fortschritte im Team. Und ja: vielleicht kommt in der nächsten Saison mit ganz viel Glück ein Trainer, der noch zwei Promille mehr Performance aus den Spielern holt. Dennoch muss ich Dir wiedersprechen: HS lässt heute ganz anders spielen, als in seiner ersten Amtszeit. Wir haben den Weggang von Raul erstaunlich gut verkraftet. Wir haben einen so homogenen Kader wie seit gefühlten 100 Jahren nicht mehr. Und das auf hohem Niveau. Wir verkraften Ausfälle einzelner Spieler hervorragend. Mit Neustädter haben wir einen neuen 6er, der alle Anforderungen, die man realistisch an ihn stellen kann, hervorragend erfüllt. Uschi hat sich - zumindest anhand des heutigen Spiels gewertet - deutlich entwickelt seit er bei uns ist. Papa ist in meiner Wahrnehmung kurz davor, eine echte Führungspersönlichkeit im Team zu werden ...

Zitat von spikedominik:
Wir können mit dieser Mannschaft totales Pressing spielen und jedes Spiel gewinnen. Und somit auch Meister werden.PUNKT.

Na dann. Haste nen Trainerschein FRAGEZEICHEN
Huub Stevens [Trainer] |#7
08.10.2012 - 10:28 Uhr
Wenn ich hier die Trainerdiskussion so verfolge möchte ich mal kurz ein paar Kommentare zu abgeben:

Slomka: Würde wohl wieder bei uns so kläglich scheitern wie beim ersten Mal. Weil bei uns es nun mal absolut unmöglich ist nur nach System aufzustellen und einzukaufen (Schmadke ist für mich zB mind. 50% des aktuellen Slomka-Erfolges). Da geht kein Stürmerlotto, da spielt Huntelaar und basta, auch wenn der vom Typ null ins Slomka-System passt um nur ein Aspekz zu nennen. Damals bei uns konnte er der Offensive um Kuranyi ja auch kein schnelles Umschaltspiel etc. beibringen.

Bujo: Fürth hatte keinen personellen Umbruch und trotzdem lässt sich überhaupt kein Spielkonzept erkennen und das obwohl sich Teams wie Fürth eben gerade am anfang und im ersten Jahr gut schlagen. Bisher ein trainertechnisches Armutszeugnis von Bujo, so leid es mir tut.

Babbel: Warum ein Trainer der nicht allzuviel bewegt hat bevor er dann in Hoffenheim total versagte? Dazu völlig unbeliebt und wenn Horsti bisher eins besonders gut machte, dann war es für sich Sympathiepunkte sammeln. Da wäre Babbel für ihn gaaaanz schlecht.

Tuchel: Leistet in Mainz tolle Arbeit, hat jedoch wie Slomka in Hannover total freie Hand. Sollte er es verstehen sich mit Spielern wie Huntelaar oder Farfan zu arrangieren könnte er der große Wurf sein.

So oder so das wird ne ganz heiße Kiste und man kann nur hoffen, dass man am Ende nicht Huub nachtrauern muss.
Huub Stevens [Trainer] |#8
08.10.2012 - 17:52 Uhr
ich habe jetzt mal mühsam 7 Seiten Trainerdiskusion gelesen und bin doch eher verblüfft als schlauer.
Hier wird eine Trainerwechseldebatte trotz Platz 3 geführt - erinnert mich an die 1. Slomkazeit (stehe aber heute noch dazu, dass er eine größere Mitverantwortung für die vergeigte Schale in 2007 hatte)
Dann wird Stevens die Fähigkeit abgesprochen unsere Mannschaft weiter zu entwickeln. Man muß auch sehen, dass nicht alle Spieler bei neuen Trainern wachsen. (Hunter war unter Magath nicht sonderlich erfolgreich)

Frage an die Systemexperten: Neuer Konzeptrainer da, wie lange hält das Schalker Umfeld ruhig, wenn nicht sofort oder sehr schnell die Ergebnisse stimmen? Wie sieht das dann aus, die selben Spieler mit ihren Qualitäten werden spielen, wie spielen die dann anders? (Fuchs wird weiter hinten Fehler machen, Farfan wird weiter über Laufgeschwindigkeit versuchen Akzente zu setzen und Draxler wird weiter Übersteiger zeigen und am Gegner vorbei kommen oder eben nicht, ...blöd und Hildebrandt wird leider auch nicht noch 5 cm wachsen, die ihn zu einem wieder sehr guten Schlußmann werden lassen.)
Die Frage ist ernst gemeint, da die allgemeinen Aussagen zum Konzeptfußball mir das zukünftige Schalker Spiel nicht erschließen.

Dann gibt es ein anderes Drittel an Meinung zum thema kämpfen - "Schalker Tugenden", wie verträgt sich das mit spielen?

Kommt dann ein Trainer ohne Standing rumort es gleich im Vorfeld (siehe Rütten Neubert Slomka)
Ich glaube das mit Huub ist gar nicht so verkehrt, und irgendwie scheint mir, wenn der Stab so erweitert werden könnte, das Huub von selbst noch mal auf modernere Aspekte im Fußball neugierig wird ein Qualitätsschub möglich wäre (Auch Spieler haben gern vertraute Rahmenbedingungen und wollen und können sich nicht ständig auf neue Chefs einstellen). Ich habe bei ihm den Eindruck, dass er gar nicht böse ist, wenn er nicht allein Verantwortung tragen muß.
Huub Stevens [Trainer] |#9
12.10.2012 - 11:57 Uhr
Zitat von smell:
Zitat von Mr.Satan:
Stevens macht die Mannschaft nicht besser, er macht sie aber auch nicht schlechter.

Angesichts der Trainer, die Stand jetzt, im nächsten Sommer auf dem Markt sind, halte ich leiber Stevens. Bevor hier die Babbels dieser Welt aufschlagen.


Stevens macht die Mannschaft mannschaftstaktisch vielleicht nicht besser, aber einzelne Spieler haben sich schon klar unter ihm weiterentwickelt. Seit seiner Amtsübernahme habe ich zum Beispiel bei Matip, Papa, Uchida, Höger, Draxler und Holtby zum Teil deutliche Leistungssprünge wahrgenommen. Zudem haben Jones und Huntelaar unter ihm die Weg zurück zur Topform gefunden und Höwedes ist gerade dabei. Diese individuellen Weiterentwicklungen kommen letztlich ja auch der Mannschaft als Ganzes zugute.
Beim letzten Satz und auch ansonsten stimme ich dir zu, einen neuen Trainer würde ich nur dann verpflichten, wenn dieser eine nahezu sichere Verbesserung gegenüber Stevens darstellt. Eigentlich kommen für mich nur Tuchel und evtl Büskens in Frage, wobei ich bei letzterem lieber noch ein paar Monate warten möchte, um ein Urteil zu fällen.


Die individuelle Entwicklung einzelner Spieler unter Stevens zeigt die zwischenmenschlichen Fähigkeiten von Huub. Das ist etwas, was mMn manchen anderen Trainern abgeht. Die mögen fachlich noch so gut sein, wenn wir uns aber darüber aufregen, wie Magath hier mit Spielern umgegangen ist, dann wäre ich sehr vorsichtig dabei Tuchel als Stevens-Nachfolger ins Gespräch zu bringen. Ich erinnere mich an so einige Interviews wo Tuchel nach verlorenen Spielen die Schuld offen einzelnen Spielern zugewiesen hat. Auch das was man da über die Geschichte zwischen ihm und Gavranovic gelesen hat ist, selbst wenn die Aussagen nur zum Teil stimmen, nicht gerade etwas was Tuchel als großen Spezialist im Bereich Personalführung auszeichnet.
Es wird auf jeden Fall sehr schwer werden, einen geeigneten Nachfolger für Huub zu finden, der die Mannschaft taktisch besser entwickeln kann als Huub und dazu noch dessen moderierende und integrative Fähigkeiten hat.

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Wir müssen es unbedingt schaffen, den jungen Neonazis,
das sich von ihnen erschlichene und fast schon zur Romantik verklärte Image vom toughen, harten, einsamen Kämpfer gegen das Establishment zu nehmen
und sie endlich als das hinstellen, was sie wirklich sind:
Dumme, kleingeistige, feige und asoziale Elemente unserer Gesellschaft.
(Campino)

Huub Stevens [Trainer] |#10
12.10.2012 - 13:40 Uhr
Eine kurze Frage vorab, wo steht bei transfermarkt.de, dass Loddar viell. schon im Winter kommt...?

Folge ich dem Link geht aus dem Bericht nichts daraus hervor was darauf schließen läßt, dass er ernsthaft bei uns als Trainer gehandelt wird....

danke vorab für eure Hilfe...

Davon ab ist mir die ewige Nörgelei an Huubs Spielsystem ein Dorn im Auge, denn wir haben durch Rolf es endlich verstanden, wie alle großen Fussballclubs, alle Mannschaften von den Minikickern bis zu den Profis in ein und demselben System spielen zu lassen und zu schulen.

Huub ist diesen Weg Rangnicks konsequent weitergegangen (vermutlich war es auch eine Vorgabe), obwohl er eigentlich früher bei uns und in den Folgejahren bei diversen Clubs nie bzw. kann ich mich nicht erinnern ein 4-5-1 bzw. 4-3-3 hat spielen lassen, sondern bspw. bei uns eher ein 4-4-2 mit Mpenza + Sand vorne.

Er hat uns im letzten Jahr bis auf Platz 3 geführt, hinter den einzigen beiden Mannschaften, die mMn in der Entwicklung halt einen Schritt weiter sind (wobei auch die Bauern erst später mit der Struktur eines Systems angefangen haben, als der BXB....wozu das geführt hat, hat man gesehen, unsere Nachbarn haben diesen Weg geprägt in der BuLi...)

Auch nach den ersten Spieltagen in dieser Saison haben wir mehr Punkte als zur gleichen Zeit letzte Saison, sind inner CL mit 4 Pkt. gestartet und im Pokal locker weitergekommen.

Ich kann nichts so schlechtes an seinem System und seiner Taktik erkennen, was ein Loddar besser machen könnte...klar will ich auch lieber ein Gegenpressing a la Schwachgelben sehen, aber wenn man derart offensiv angreift, muss man sich im klaren sein, dass gerade unsere Abwehr bei abermaligen Gegenkontern extrem stabil sein muss, um nicht unterzugehen...und das sieht man derzeit bei den Zecken, die sich 2-3 Gegenkonter fangen und eben nur 2:2 spielen...

Also ich fände es sehr schade, sollte er uns verlassen und wenn mans gönnerhaft sagen möchte, hätte es ein ehemaliger Trainer verdient uns endlich zur ersehnten Schale zu führen, dann unser Huub...
denn pessimistisch gesehen, hätte er unser Schalke nachm Bau der Arena nciht zu 2 DFB Pokalen und stetig guten vorderen Platzierungen geführt, würden wir vermutlich nicht mehr existieren...

Vor allem die Trainer Tuchel und Bujo hier als besser zu deklarieren ist schon ne Frechheit, was haben die denn bisher gerissen?

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