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Finanzen bei der EINTRACHT

15.12.2011 - 07:41 Uhr
Finanzen bei der EINTRACHT |#551
08.07.2025 - 15:25 Uhr
laut liga 2. online bekommen wir diese Saison 7,59 Mio TV Gelder . Weis jemand wieviel es letzte Saison waren?

https://www.liga2-online.de/tv-gelder-25-26-wie-viel-die-zweitligisten-kassieren/


zumindest stehen wir weiterhin ziemlich am Ende der Nahrungskette,

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alter Löwe
Finanzen bei der EINTRACHT |#552
08.07.2025 - 15:52 Uhr
Zitat von bsjunge
laut liga 2. online bekommen wir diese Saison 7,59 Mio TV Gelder . Weis jemand wieviel es letzte Saison waren?

https://www.liga2-online.de/tv-gelder-25-26-wie-viel-die-zweitligisten-kassieren/


zumindest stehen wir weiterhin ziemlich am Ende der Nahrungskette,


900k-1mio weniger als im Vorjahr.
Finanzen bei der EINTRACHT |#553
24.07.2025 - 15:00 Uhr
...ein paar ganz interessante Zahlen um mal einschätzen zu können, wo sich unsere Braunschweiger Eintracht in der "Nahrungskette" tatsächlich befindet und wie kreativ BK und Co. daher sein müssen.

Wenn man sich da manche Finanzzahlen zu Umsatz, Gehältern usw. anschaut, wird einem ganz schwindelig.

Kontinuität, sprich langfristig in der 2. Liga, und ein Stadionneu- bzw. umbau sind m. E. ganz entscheidende Voraussetzungen um sich längerfristig auch mal wieder Gedanken um die 1. Liga machen zu können, aber da wollen eben auch die anderen "Traditionsclubs" aus 2. und 3. Liga gerne hin... - letztendlich muss man wohl realistisch betrachtet froh sein, wenn wir dauerhaft in der 2. Liga kicken und vielleicht mit Glück und Geschick mal wieder aufsteigen - zunächst gilt es allerdings erst Stabilität in Finanzen und Verein zu bringen.

28.5.2025 – Die DFL Deutsche Fußball Liga hat am heutigen Mittwoch die Finanzkennzahlen der Clubs veröffentlicht, die in der Saison 2025/26 in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen werden. Die Veröffentlichung umfasst Angaben zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vergütungen für Spielervermittler – alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023/24 bzw. 2024 bei jenen Clubs, die nach Kalenderjahr bilanzieren.

https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

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Komme mit dem Leben zurecht! :-)

Blau - Gelb mit der Raute im Herzen

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jedimeister am 24.07.2025 um 15:02 Uhr bearbeitet
Finanzen bei der EINTRACHT |#554
24.07.2025 - 15:58 Uhr
Zitat von Jedimeister

...ein paar ganz interessante Zahlen um mal einschätzen zu können, wo sich unsere Braunschweiger Eintracht in der "Nahrungskette" tatsächlich befindet und wie kreativ BK und Co. daher sein müssen.

Wenn man sich da manche Finanzzahlen zu Umsatz, Gehältern usw. anschaut, wird einem ganz schwindelig.

Kontinuität, sprich langfristig in der 2. Liga, und ein Stadionneu- bzw. umbau sind m. E. ganz entscheidende Voraussetzungen um sich längerfristig auch mal wieder Gedanken um die 1. Liga machen zu können, aber da wollen eben auch die anderen "Traditionsclubs" aus 2. und 3. Liga gerne hin... - letztendlich muss man wohl realistisch betrachtet froh sein, wenn wir dauerhaft in der 2. Liga kicken und vielleicht mit Glück und Geschick mal wieder aufsteigen - zunächst gilt es allerdings erst Stabilität in Finanzen und Verein zu bringen.

28.5.2025 – Die DFL Deutsche Fußball Liga hat am heutigen Mittwoch die Finanzkennzahlen der Clubs veröffentlicht, die in der Saison 2025/26 in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen werden. Die Veröffentlichung umfasst Angaben zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vergütungen für Spielervermittler – alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023/24 bzw. 2024 bei jenen Clubs, die nach Kalenderjahr bilanzieren.

https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html


Sehr interessante Zahlen, vielen Dank für den Link!

Wenn man sich das Ganze anschaut, dann kann man jeden Klassenerhalt gar nicht genug bewerten.
Bei dem Anlage- und Umlaufvermögen liegen wir auf Platz 17, nur Preußen Münster, die vor kurzem noch in der RL gespielt haben, steht (sehr knapp) hinter uns.
Um ein lustiges Beispiel zu nennen: Wenn ihr ein Haus besitzt, dazu noch ein Auto etc., dann ist es nicht selten, dass ein Privathaushalt auf ein Anlagevermögen von 1 Mio. kommt. Eintracht Braunschweig liegt nur bei knapp 5 Mio. Wir haben eine marode Infrastruktur und gehören tut uns davon nicht einmal was. Wenn ihr mit vier Freunden ins Stadion geht, dann ist es kein abwegiger Gedanke, dass ihr zusammen mehr Anlagevermögen besitzt, als unser Verein.

Bezgl. des Eigenkapitals: Nur fünf Vereine haben ein negatives Eigenkapital. Schalke und Hertha sind klar, die werden anscheinend von dressierten Affen geführt. Elversberg hat vermutlich einiges an Geld in die Infrastruktur gesteckt und. Bleiben noch Nürnberg und Bielfeld.
Wir gehören also zum ärmsten Drittel der Liga, wobei unsere Big City Clubs ja dennoch leben wie Gott in Frankreich.

Auch interessant: Wir haben 23/24 über 800.000 Euro allein in Spielerberater gesteckt. Tatsächlich mal eine interessante Hausnummer, da wir ja oft über ablösefreie Transfers sprechen. Handgeld und andere Zuwendungen sind hier noch nicht eingerechnet.

Bezgl. der Nahrungskette schwierig einzuschätzen. Viele Vereine zahlen deutlich besser als wir, allerdings sind wir nahezu auf einer Ebene mit Paderborn, Magdeburg oder Fürth - hätte ich so nicht erwartet.

So. Am Ende bleibt nicht nur, dass wir zum einen arm sind und zum anderen wenig Geld zahlen können, wir gehören auch zu den Vereinen, die mit Verlust arbeiten. 11 Vereine haben das Jahr defizitär abgeschlossen, streichen muss man Bundesliga- und Drittligaclubs.

Im Grunde sieht das alles nicht so rosig aus. Umso mehr muss man den Transfersommer von Kessel und die sportliche Arbeit von Scherning bewerten.
Rein vom finanziellen Aspekt bewegen wir uns wohl deutlich mehr in Liga 3.

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„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MisterBTSV am 24.07.2025 um 16:04 Uhr bearbeitet
Finanzen bei der EINTRACHT |#555
24.07.2025 - 19:40 Uhr
Zitat von MisterBTSV
Zitat von Jedimeister

...ein paar ganz interessante Zahlen um mal einschätzen zu können, wo sich unsere Braunschweiger Eintracht in der "Nahrungskette" tatsächlich befindet und wie kreativ BK und Co. daher sein müssen.

Wenn man sich da manche Finanzzahlen zu Umsatz, Gehältern usw. anschaut, wird einem ganz schwindelig.

Kontinuität, sprich langfristig in der 2. Liga, und ein Stadionneu- bzw. umbau sind m. E. ganz entscheidende Voraussetzungen um sich längerfristig auch mal wieder Gedanken um die 1. Liga machen zu können, aber da wollen eben auch die anderen "Traditionsclubs" aus 2. und 3. Liga gerne hin... - letztendlich muss man wohl realistisch betrachtet froh sein, wenn wir dauerhaft in der 2. Liga kicken und vielleicht mit Glück und Geschick mal wieder aufsteigen - zunächst gilt es allerdings erst Stabilität in Finanzen und Verein zu bringen.

28.5.2025 – Die DFL Deutsche Fußball Liga hat am heutigen Mittwoch die Finanzkennzahlen der Clubs veröffentlicht, die in der Saison 2025/26 in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen werden. Die Veröffentlichung umfasst Angaben zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vergütungen für Spielervermittler – alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023/24 bzw. 2024 bei jenen Clubs, die nach Kalenderjahr bilanzieren.

https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html


Sehr interessante Zahlen, vielen Dank für den Link!

Wenn man sich das Ganze anschaut, dann kann man jeden Klassenerhalt gar nicht genug bewerten.
Bei dem Anlage- und Umlaufvermögen liegen wir auf Platz 17, nur Preußen Münster, die vor kurzem noch in der RL gespielt haben, steht (sehr knapp) hinter uns.
Um ein lustiges Beispiel zu nennen: Wenn ihr ein Haus besitzt, dazu noch ein Auto etc., dann ist es nicht selten, dass ein Privathaushalt auf ein Anlagevermögen von 1 Mio. kommt. Eintracht Braunschweig liegt nur bei knapp 5 Mio. Wir haben eine marode Infrastruktur und gehören tut uns davon nicht einmal was. Wenn ihr mit vier Freunden ins Stadion geht, dann ist es kein abwegiger Gedanke, dass ihr zusammen mehr Anlagevermögen besitzt, als unser Verein.

Bezgl. des Eigenkapitals: Nur fünf Vereine haben ein negatives Eigenkapital. Schalke und Hertha sind klar, die werden anscheinend von dressierten Affen geführt. Elversberg hat vermutlich einiges an Geld in die Infrastruktur gesteckt und. Bleiben noch Nürnberg und Bielfeld.
Wir gehören also zum ärmsten Drittel der Liga, wobei unsere Big City Clubs ja dennoch leben wie Gott in Frankreich.

Auch interessant: Wir haben 23/24 über 800.000 Euro allein in Spielerberater gesteckt. Tatsächlich mal eine interessante Hausnummer, da wir ja oft über ablösefreie Transfers sprechen. Handgeld und andere Zuwendungen sind hier noch nicht eingerechnet.

Bezgl. der Nahrungskette schwierig einzuschätzen. Viele Vereine zahlen deutlich besser als wir, allerdings sind wir nahezu auf einer Ebene mit Paderborn, Magdeburg oder Fürth - hätte ich so nicht erwartet.

So. Am Ende bleibt nicht nur, dass wir zum einen arm sind und zum anderen wenig Geld zahlen können, wir gehören auch zu den Vereinen, die mit Verlust arbeiten. 11 Vereine haben das Jahr defizitär abgeschlossen, streichen muss man Bundesliga- und Drittligaclubs.

Im Grunde sieht das alles nicht so rosig aus. Umso mehr muss man den Transfersommer von Kessel und die sportliche Arbeit von Scherning bewerten.
Rein vom finanziellen Aspekt bewegen wir uns wohl deutlich mehr in Liga 3.


In der Tendenz gebe ich recht, aber trotzdem ein paar Anmerkungen:

Grundsätzlich sind die Zahlen 1 Jahr alt, da kann auch einiges passiert seit dem. Als Beispiel möchte ich mal Schalke 04 anführen, welche sicher in der Vergangenheit schlecht geführt wurden, aber für die, ähnlich wie beim HSV, anscheinend der Abstieg zu einem Umdenken geführt und versucht auf einen soliden finanziellen weg umzuschwenken, was aber z.B. aufgrund von bestehenden Vertragssituationen längere Zeit benötigt. So ist es Schalke 04 gelungen in der Zeit vom 1.7. - 31.12.24 die Spielbetriebseinnahmen deutlich auf 21 Mio zu steigern (Vj.: 13,9 Mio). Zudem sind die Spielbetriebseinnahmen nur eine von mehreren Einnahmekategorien, Schalke hat im Rumpfgeschäftsjahr 24 Umsatzerlöse von 95 Mio erzielt, aus denen ein Jahresüberschuss von 6,6 Mio generiert werden konnte. Dazu beigetragen haben u.a. die Transfererlöse von 15,2 Mio.

Das Anlagevermögen ist bei anderen Vereinen i.d.R. nur dann besonders hoch, wenn der Verein hohe Beträge für Ablösesummen zahlen mußte, die dann als sog. Spielerwerte aktiviert und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden, also ein Fakt, der nicht per se positiv zu bewerten ist. Die Eintracht zahlt i.d.R. keine hohen Ablösen. Entscheidender ist aber natürlich, wenn der Klub ein eigenes Stadion besitzt wie z.B. auch der HSV. Dieses muss dann aber auch bezahlt und unterhalten werden. Der HSV hat in den letzten 2 Jahren erhebliche Summen für Instandhaltung aufgewendet und wird in den nächsten Jahren plangemäß noch weitere 20 Mio aufwenden müssen. Zudem wird bereits jetzt öffentlich diskutiert, dass das Stadion wohl nur noch eine Restlaufzeit bis 2040 hat und dann abgerissen werden muss. Als Pächter des Stadion muss man natürlich auch die Kosten tragen, aber man ist deutlich flexibler, die Stadt z.B. kann ja auch nicht an irgendwen verpachten.

Das Umlaufvermögen würde ich in vereinfachter Form mit den Verbindlichkeiten betrachten und schauen wie hoch die Nettoverbindlichkeit ist. Bei der Eintracht ist diese Zahl in etwa 0, was okay ist, bei H96 ist die Zahl negativ, was eher negativ zu bewerten ist.

Für mich wäre eine wichtige Kennzahl die Umsatzerlöse und deren Zusammensetzung, also z.B. wie hoch sind die Spieltagserlöse als eine Art kontinuierliche Einnahme und wie hoch sind Sondererlöse wie z.B. Transfererlöse. Hiernach kann ich das Potential eines Klubs ermessen. Allein aufgrund der Größe des Stadions bzw. des Zuschauerpotentials sind in BS Grenzen gesetzt. Allerdings hat man in den letzten Jahren, Philippe ist jetzt mal eine Ausnahmen, ich erinnere mich auch noch an Onel Hernandez, es vernachlässigt kontinuierlich auf die Generierung von Transfererlösen abzuzielen. Diesen Hebel muss man zukünftig besser nutzen, so wie es Kessel ja wohl auch anstrebt mit der Kaderstruktur. Zudem liegt auch in der Kaderplanung ein Hebel es den Großen sportlich zu zeigen und dadurch entsprechende finanzielle Spielräume zu gewinnen, Heidenheim hat dies über viele Jahre gezeigt.
Finanzen bei der EINTRACHT |#556
25.07.2025 - 10:03 Uhr
Zitat von fanbeauftragter
Zitat von MisterBTSV

Zitat von Jedimeister

...ein paar ganz interessante Zahlen um mal einschätzen zu können, wo sich unsere Braunschweiger Eintracht in der "Nahrungskette" tatsächlich befindet und wie kreativ BK und Co. daher sein müssen.

Wenn man sich da manche Finanzzahlen zu Umsatz, Gehältern usw. anschaut, wird einem ganz schwindelig.

Kontinuität, sprich langfristig in der 2. Liga, und ein Stadionneu- bzw. umbau sind m. E. ganz entscheidende Voraussetzungen um sich längerfristig auch mal wieder Gedanken um die 1. Liga machen zu können, aber da wollen eben auch die anderen "Traditionsclubs" aus 2. und 3. Liga gerne hin... - letztendlich muss man wohl realistisch betrachtet froh sein, wenn wir dauerhaft in der 2. Liga kicken und vielleicht mit Glück und Geschick mal wieder aufsteigen - zunächst gilt es allerdings erst Stabilität in Finanzen und Verein zu bringen.

28.5.2025 – Die DFL Deutsche Fußball Liga hat am heutigen Mittwoch die Finanzkennzahlen der Clubs veröffentlicht, die in der Saison 2025/26 in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen werden. Die Veröffentlichung umfasst Angaben zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vergütungen für Spielervermittler – alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023/24 bzw. 2024 bei jenen Clubs, die nach Kalenderjahr bilanzieren.

https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html


Sehr interessante Zahlen, vielen Dank für den Link!

Wenn man sich das Ganze anschaut, dann kann man jeden Klassenerhalt gar nicht genug bewerten.
Bei dem Anlage- und Umlaufvermögen liegen wir auf Platz 17, nur Preußen Münster, die vor kurzem noch in der RL gespielt haben, steht (sehr knapp) hinter uns.
Um ein lustiges Beispiel zu nennen: Wenn ihr ein Haus besitzt, dazu noch ein Auto etc., dann ist es nicht selten, dass ein Privathaushalt auf ein Anlagevermögen von 1 Mio. kommt. Eintracht Braunschweig liegt nur bei knapp 5 Mio. Wir haben eine marode Infrastruktur und gehören tut uns davon nicht einmal was. Wenn ihr mit vier Freunden ins Stadion geht, dann ist es kein abwegiger Gedanke, dass ihr zusammen mehr Anlagevermögen besitzt, als unser Verein.

Bezgl. des Eigenkapitals: Nur fünf Vereine haben ein negatives Eigenkapital. Schalke und Hertha sind klar, die werden anscheinend von dressierten Affen geführt. Elversberg hat vermutlich einiges an Geld in die Infrastruktur gesteckt und. Bleiben noch Nürnberg und Bielfeld.
Wir gehören also zum ärmsten Drittel der Liga, wobei unsere Big City Clubs ja dennoch leben wie Gott in Frankreich.

Auch interessant: Wir haben 23/24 über 800.000 Euro allein in Spielerberater gesteckt. Tatsächlich mal eine interessante Hausnummer, da wir ja oft über ablösefreie Transfers sprechen. Handgeld und andere Zuwendungen sind hier noch nicht eingerechnet.

Bezgl. der Nahrungskette schwierig einzuschätzen. Viele Vereine zahlen deutlich besser als wir, allerdings sind wir nahezu auf einer Ebene mit Paderborn, Magdeburg oder Fürth - hätte ich so nicht erwartet.

So. Am Ende bleibt nicht nur, dass wir zum einen arm sind und zum anderen wenig Geld zahlen können, wir gehören auch zu den Vereinen, die mit Verlust arbeiten. 11 Vereine haben das Jahr defizitär abgeschlossen, streichen muss man Bundesliga- und Drittligaclubs.

Im Grunde sieht das alles nicht so rosig aus. Umso mehr muss man den Transfersommer von Kessel und die sportliche Arbeit von Scherning bewerten.
Rein vom finanziellen Aspekt bewegen wir uns wohl deutlich mehr in Liga 3.


In der Tendenz gebe ich recht, aber trotzdem ein paar Anmerkungen:

Grundsätzlich sind die Zahlen 1 Jahr alt, da kann auch einiges passiert seit dem. Als Beispiel möchte ich mal Schalke 04 anführen, welche sicher in der Vergangenheit schlecht geführt wurden, aber für die, ähnlich wie beim HSV, anscheinend der Abstieg zu einem Umdenken geführt und versucht auf einen soliden finanziellen weg umzuschwenken, was aber z.B. aufgrund von bestehenden Vertragssituationen längere Zeit benötigt. So ist es Schalke 04 gelungen in der Zeit vom 1.7. - 31.12.24 die Spielbetriebseinnahmen deutlich auf 21 Mio zu steigern (Vj.: 13,9 Mio). Zudem sind die Spielbetriebseinnahmen nur eine von mehreren Einnahmekategorien, Schalke hat im Rumpfgeschäftsjahr 24 Umsatzerlöse von 95 Mio erzielt, aus denen ein Jahresüberschuss von 6,6 Mio generiert werden konnte. Dazu beigetragen haben u.a. die Transfererlöse von 15,2 Mio.

Das Anlagevermögen ist bei anderen Vereinen i.d.R. nur dann besonders hoch, wenn der Verein hohe Beträge für Ablösesummen zahlen mußte, die dann als sog. Spielerwerte aktiviert und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden, also ein Fakt, der nicht per se positiv zu bewerten ist. Die Eintracht zahlt i.d.R. keine hohen Ablösen. Entscheidender ist aber natürlich, wenn der Klub ein eigenes Stadion besitzt wie z.B. auch der HSV. Dieses muss dann aber auch bezahlt und unterhalten werden. Der HSV hat in den letzten 2 Jahren erhebliche Summen für Instandhaltung aufgewendet und wird in den nächsten Jahren plangemäß noch weitere 20 Mio aufwenden müssen. Zudem wird bereits jetzt öffentlich diskutiert, dass das Stadion wohl nur noch eine Restlaufzeit bis 2040 hat und dann abgerissen werden muss. Als Pächter des Stadion muss man natürlich auch die Kosten tragen, aber man ist deutlich flexibler, die Stadt z.B. kann ja auch nicht an irgendwen verpachten.

Das Umlaufvermögen würde ich in vereinfachter Form mit den Verbindlichkeiten betrachten und schauen wie hoch die Nettoverbindlichkeit ist. Bei der Eintracht ist diese Zahl in etwa 0, was okay ist, bei H96 ist die Zahl negativ, was eher negativ zu bewerten ist.

Für mich wäre eine wichtige Kennzahl die Umsatzerlöse und deren Zusammensetzung, also z.B. wie hoch sind die Spieltagserlöse als eine Art kontinuierliche Einnahme und wie hoch sind Sondererlöse wie z.B. Transfererlöse. Hiernach kann ich das Potential eines Klubs ermessen. Allein aufgrund der Größe des Stadions bzw. des Zuschauerpotentials sind in BS Grenzen gesetzt. Allerdings hat man in den letzten Jahren, Philippe ist jetzt mal eine Ausnahmen, ich erinnere mich auch noch an Onel Hernandez, es vernachlässigt kontinuierlich auf die Generierung von Transfererlösen abzuzielen. Diesen Hebel muss man zukünftig besser nutzen, so wie es Kessel ja wohl auch anstrebt mit der Kaderstruktur. Zudem liegt auch in der Kaderplanung ein Hebel es den Großen sportlich zu zeigen und dadurch entsprechende finanzielle Spielräume zu gewinnen, Heidenheim hat dies über viele Jahre gezeigt.


Natürlich kann man keine umfassende Bewertung aufgrund von zwei Tabellen vornehmen.
Grundsätzlich würde ich auch kritisieren, dass man die jetzige Zusammensetzung der zweiten Liga mit den Zahlen von 23/24 angibt.
Dabei waren u.a. Münster, Dresden oder Bielefeld noch in Liga 3, Bochum aber zB in Liga 1. Sinnvoller wäre es auch die Zahlen von Wiesbaden oder Osnabrück in diesem Jahr zu zeigen.

Auch die Aufteilung ist, wie du ganz richtig sagst, wichtig. Alleine bei den Gehältern: Was sind Prämien? Nichtabstiegsprämie? Punktprämie? Was sind die Grundgehälter?
Wie setzen sich die Beratergebühren zusammen? Alleine wenn ich Verträge verlängere fallen Gebühren an. D.h. wenn Kessel gute Arbeit macht und zB 5 Veträge von leistungsträgern verlängert, sind die Beratergebühren höher, auch wenn er prizipiell alles richtig gemacht hat.

Was ich finde wichtig ist mitzunehmen: Bei uns ist deutlich weniger Geld im Umlauf als bei vergleichbaren Vereinen. Das im Zusammenspiel mit einem nahezu nicht existierenden Nachwuchs ist eine ungünstige Kombination. Jeder Spieler, jede Investition ist im Grunde ein Los, aber wir können uns weniger Lose leisten als zB Kaiserslautern.

Auch finde ich wichtig, dass man zwar über Kessel/Vollmann meckern und Schiele/Scherning sportlich sicher zT kritiseren kann, aber man allen Beteiligten drei Kalssenerhalte nicht hoch genug anrechnet.

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„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe
Finanzen bei der EINTRACHT |#557
28.05.2026 - 16:39 Uhr
28.5.2026 – Die DFL Deutsche Fußball Liga hat am heutigen Donnerstag die Finanzkennzahlen der Clubs veröffentlicht, die in der Saison 2026/27 in der Bundesliga und 2. Bundesliga spielen werden. Die Veröffentlichung umfasst Angaben zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vergütungen für Spielervermittler – alle Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2024/25 bzw. 2025 bei jenen Clubs, die nach Kalenderjahr bilanzieren.
DFL hat die Finanzkennzahlen der Clubs aus 1. und 2. Bundesliga veröffentlicht.

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Eintracht Braunschweig
Sheffield Wednesday - CSA Steaua Bucuresti - Lyn Oslo
Finanzen bei der EINTRACHT |#558
28.05.2026 - 17:34 Uhr
Einer der konservativsten, aber auch diszipliniertesten Haushalte. Aber auch mit wenig Mut zum Risiko. Geringe Fremdkapitalquote, aber auch geringes EK und wenig Anlagevermögen.

Dazu relativ hohe Abhängigkeiten von TV Geldern etc. - wieder mal ein Drahtseilakt. Aber gemessen an dem operativen Ergebnis immerhin leicht positiv. Hartes Geschäft.

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Am Ende fragt man sich immer woran es jelegen hat!
Finanzen bei der EINTRACHT |#559
28.05.2026 - 19:30 Uhr
Bestätigt im Grunde das was ja schon immer durch die Medien geistert. Die finanziellen Möglichkeiten sind brutal auf Kante genäht und es gibt praktisch keinen Spielraum, wenn man sich nicht verschulden will. Ein quasi nicht vorhandenes Eigenkapital oder sonstige Vermögenswerte.

Immerhin ein positiver, wenn auch geringer, Gewinn.

Umso beeindruckender sind die sportlichen Ergebnisse von Paderborn. Die haben einen ähnlichen Personalaufwand wie wir, aber haben seit dem Abstieg aus der Bundesliga 2020 immer einen einstelligen Tabellenplatz erreicht. In deren Aufstiegstruppe ist kein Spieler dabei, den sich Eintracht nicht auch hätte leisten können. Da kann man sich gerne etwas abschauen.

Allerdings eine abermalige Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg grundsätzlich der Richtige ist. Du musst einerseits um jeden Preis die Klasse halten und gleichzeitig außerhalb der Fernsehgelder weitere Einnahmen generieren. Da spielen die Einnahmen aus Transfererlösen eine zentrale Rolle. Nur so bekommst du deine Basis weiter gestärkt und kannst in andere Projekte investieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von felix12370 am 28.05.2026 um 19:32 Uhr bearbeitet
Finanzen bei der EINTRACHT |#560
28.05.2026 - 23:27 Uhr
man sollte nicht vergessen, dass das die werte aus dem geschäftsjahr 24/25 sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kurzsaison am 28.05.2026 um 23:27 Uhr bearbeitet
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