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Carney Chukwuemeka
Geburtsdatum 20.10.2003
Alter 22
Nat. Österreich  Österreich
Größe 1,87m
Vertrag bis 30.06.2030
Position Zentrales Mittelfeld
Fuß rechts
Akt. Verein Borussia Dortmund

Leistungsdaten: 25/26

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 3832
282-
812
2--

Carney Chukwuemeka [17]

02.02.2025 - 21:34 Uhr
Carney Chukwuemeka [17] |#1671
28.03.2026 - 15:37 Uhr
Zitat von BlackYellow

Zitat von A-Lizenz

Zitat von rm-woogie

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von MartinMartin

Sehr vielversprechendes Debüt von Chukwuemeka. Scheint mit dem Ball eine sehr gute Geschwindigkeit zu haben. In Verbindung mit der Durchschlagskraft und Torgefährlichkeit könnte er im OM so eine Rolle einnehmen wie bei uns Arnautovic, der schon sehr in die Jahre kommt. Auch Gregoritsch versucht auf dieser Position vor der roten Zone mit seinem athletischen Körper für etwas Wirbel zu sorgen, aber der ist mit dem Ball nicht so gut wie Chukwuemeka. Baumgartner kann sich da zu oft nicht durchsetzen. Also ich denke, dass sein Spielertyp bei uns in Zukunft sehr gefragt sein wird, wenn Arnautovic aufhört. Arnautovic spielt ja im Grunde nur als MS, weil er für andere Positionen in einer Grundformation schon zu langsam ist und nicht mehr jeden Weg zum eigenen Tor zurücklaufen kann, aber er ist nicht nur als Stürmer ein wichtiger Spieler. Ich wüsste momentan nicht welcher Spieler sonst noch für so eine Rolle nachkommt?

Rangnick hat nach dem Spiel erwähnt, dass er sehr verwundert ist, warum es in Dortmund keinen verpflichtenden Deutschkurs gibt.

Finde das auch krass, dass unser Nationalteam eine gute Integration für einen deutschen Spitzenverein übernehmen muss. So wie Rangnick sagt - das wäre so wie wenn das Nationalteam von Österreich die Spieler bei den Lehrgängen mit guten Essen versorgt, aber sie zu Hause nur Müll essen - das wird dann ebenso wenig bringen.

Das BvB Video mit dem versuchten Österreich Schmäh fand ich extrem peinlich.


Was wäre das Ergebnis von einem verpflichtenden Deutsch-Kurs, außer dass man eine Kultur vorgibt?

Das kann man im NLZ gern manchen. Im Profibereich gehört die Zeit ins sportliche investiert. Manche wollen über die lokale Sprache kommen, die manchen das dann auch, viele kommen sehr gut mit English auf der Welt zurecht. Das darf man durchaus dem Spieler überlassen, wie er sich wo einbringt.

Dortmund hat das Glück, sehr wählerisch bei Spielern sein zu können. Leute, die durch Sprachkurse integriert werden müssen, sollte man bei den Kosten umgehen. Sind ja nicht mehr die 90ern, wo man einen Brasilianer kalt aufgrund einer VHS verpflichtet und hofft, dass er genug versteht und das Wetter nicht zu kalt ist.


Sprache mag Teil der Kultur sein, aber Kultur ist weitaus mehr. Aus einem Sprachkurs abzuleiten, dass man eine Kultur vorgibt (erlaube mir die provozierenden und übertriebenen Worte und nehme sie bitte nicht persönlich) ist für mich der Teil des in Teilen vorkommenden linken Moralismus, der oft völlig übertreibt und die Realität und die Absichten des Gegenüber außer Acht lassen. Das ist nicht zielführend.und untergräbt jegliche sachliche Diskussion.


Warum man hier vermeintlich politische Strömungen mit reinbringen muss, verstehe ich nicht. Ist ehrlich relativ peinlich, aber auch vielsagend.

Davon ab gibt es zu dem Sprachthema eigentlich relativ wenig zu sagen, da heutzutage quasi alles auf Englisch abläuft. Vom Training bis hinein in die Besprechungen. Viele Spieler spielen über die Jahre in X verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen. Es macht gar keinen Sinn mehr, aktiv immer wieder eine neue Sprache zu lernen, wenn man Englisch als Alternative hat, das die meisten Spieler solide sprechen und verstehen können. Sollte ein Spieler dann doch länger wo bleiben, lernt er die ortsübliche Sprache im Alltag auch so. Zumindest gut genug, um sich verständigen zu können.

Sollte der österreichische Verband die deutsche Sprache voraussetzen, dann müssen die sich bei Carney drum kümmern. Mit dem BVB hat das nichts zu tun


Sorry aber es ist schon relativ weltfremd zu glauben, dass ein Spieler die Sprache mal eben so im Alltag lernen würde. Oft umgeben sich Spieler eher mit Freunde, Familie oder Mitspieler, die dann eben eher die gleiche Sprache sprechen.
Ich halte es schon für sinnvoll einen Sprachkurs anzubieten. Denke wenn ein Spieler die Sprache beherrscht fühlt er sich immer mehr verbunden mit dem Land, als ohne diese Fähigkeit. Das führt zu einer höheren Bindung und dann hoffentlich zu einem längeren Verbleib.


Ich habe nicht gesagt, dass er "die Sprache lernt". Sondern er lernt sie gut genug, um sich verständigen zu können.

Aus meiner Sicht scheint hier bei dem Thema eine völlig falsche Grundannahme zugrunde zu liegen, was auch bei deinem Beitrag hervorgeht. Als ginge es hier irgendwie um Integration o. ä. wie man es bei sonstigen Einwanderungsdebatten immer hört. Wir haben hier aber eine völlig andere Gemengelage. Die Spieler kommen nicht hierher, um dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Wir sind ein internationales Unternehmen, das Mitarbeiter aus aller Welt anstellt, die meist nur einige Jahre hier sind. Es ist völlig normal, dass Englisch dann die Hauptsprache ist. Falls Kinder vorhanden sind, gehen diese auch oft auf internationale Schulen, in denen die Hauptsprache Englisch ist. Da hat man sich zum Glück deutlich weiterentwickelt und auch die meisten Spieler verstehen inzwischen ausreichend gut Englisch. Man denke an die Zeiten von Kagawa, als man einen extra Dolmetscher anstellen musste, der Teil des Trainings war. Davon ab mussten früher oft Spieler, die gut Deutsch konnten, den anderen Neulingen ohne Deutschkenntnisse die Trainingsinhalte "on the fly" übersetzen, was völlig irrsinnig ist. Anstatt die Inhalte in einer Sprache zu vermitteln, die alle beherrschen. Das ist mit dem modernen Klubfußball zum Glück inzwischen völlig inkompatibel.

In der Nationalmannschaft stellt sich das natürlich komplett anders dar, da man hier davon ausgehen sollte, dass die Spieler, die nominiert werden, auch die Sprache des Landes, für das sie spielen, beherrschen. Hier war die Qualität des Spielers Rangnick aber wohl wichtiger als das Beherrschen der Sprache. Letzteres dann aber in die Verantwortung des international aufgestellten BVBs zu legen ist einfach nur lachhaft.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von A-Lizenz am 28.03.2026 um 15:40 Uhr bearbeitet
Carney Chukwuemeka [17] |#1672
29.03.2026 - 00:47 Uhr
Ich glaube zu dem Thema ist hier alles gesagt und der BVB kann froh sein, wenn die österreichische Nationalmannschaft dazu beiträgt, dass er auch im Vereinsalltag ein bisschen der deutschen Sprache mächtiger wird, schaden für die Integration (er hält sich soweit man das mitbekommt schon sehr viel bzw. in der Nähe von Bellingham und Nmecha auf, beides "Muttersprachler", Jobe natürlich von Geburt an, Felix ab frühester Kindheit bzw. dem Umzug nach England) wird das sicherlich nicht .... wenn er sich dann auf Deutsch mit Ösi-Dialekt in ein paar Monaten auch mit Anton, Schlotterbeck oder Kobel unterhalten kann.

Ansonsten ist die mehr oder weniger offizielle Verkehrssprache beim BVB ja sowieso das Englische.

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Carney Chukwuemeka [17] |#1673
29.03.2026 - 10:44 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe


Wer die Sprache lernen will, wird die problemlos lernen. Wer nicht, dem hilft auch kein verpflichtender Sprachkurs.
Ganz so einfach ist es im Profifußball eben nicht – das hat auch Ralf Rangnick bei der Pressekonferenz angesprochen. Spieler bewegen sich oft in einer eigenen „Bubble“, in der hauptsächlich Englisch gesprochen wird. Da passiert Integration nicht automatisch, sondern da muss man aktiv gegensteuern.

Wenn Rangnick sagt, dass es bei ihm z. B. in Hoffenheim oder Leipzig verpflichtende Deutschkurse gab, die ähnlich ernst genommen wurden wie Trainingseinheiten, dann hat das schon seinen Grund. So etwas setzt einen klaren Rahmen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Spieler sich auch wirklich mit der Sprache beschäftigen. Ohne Druck oder Struktur passiert das oft einfach nicht.

Man darf das Thema auch nicht nur auf Kabine oder Interviews reduzieren. Es geht nicht nur darum, ob am Platz Englisch gesprochen wird oder ob sich ein Spieler auf Deutsch vor die Kamera stellt. Entscheidend sind auch die vielen zwischenmenschlichen Situationen abseits des Platzes – Alltag, Humor, kleine Gespräche, Gruppendynamik, Hierarchien. Und da ist es ein klarer Vorteil, wenn es ein gemeinsames sprachliches Fundament gibt. Deshalb halte ich es für absolut sinnvoll, wenn ein Verein das Ziel hat, dass möglichst alle Spieler Deutsch lernen.

Was mir in der Diskussion auffällt: Viele gehen selbstverständlich davon aus, dass ohnehin alle gut Englisch sprechen. Das stimmt so pauschal aber nicht. In Deutschland, England oder Skandinavien ja – aber in vielen anderen Fußballnationen ist das Niveau deutlich niedriger.

Laut Chatgpt:

Eher schwaches Englisch-Niveau:
Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn

Sehr unterschiedlich (stark abhängig von Generation/Bildung):
Polen, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Serbien, Ukraine

Afrika (häufig frankophon oder arabisch geprägt, daher oft schwächer in Englisch):
z. B. Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Senegal, Elfenbeinküste, Mali, DR Kongo

Zu den einen Punkt mit der Kultur: Nur weil ich Englisch lerne bin ich deshalb kein Engländer. Und nur weil Fußballer in Frankreich und Italien in der Regel die Heimatsprache lernen müssen um ernst genommen zu werden, werden sie nicht gleich gezwungen die ganze Kultur zu übernehmen. Kultur ist mehr als nur die Sprache. 🤔Es ist aber denke ich ein Vorteil die Kultur eines Landes, oder einer Region zu verstehen und das geht nur wenn man die Sprache halbwegs versteht?
Carney Chukwuemeka [17] |#1674
29.03.2026 - 11:11 Uhr
Zitat von Borusse91

wenn er sich dann auf Deutsch mit Ösi-Dialekt in ein paar Monaten auch mit Anton, Schlotterbeck oder Kobel unterhalten kann.
Ich verrate dir ein Geheimnis. Es gibt nicht "den" Ösi-Dialekt. Der Wiener Dialekt betrifft nur eine Region. In Oberösterreich und Salzburg gehts eher schon Richtung Bayern. Triol ist auch wieder anders. Die Steira sprechen nicht sondern bellen. Die Vorarlberger versteht im Osten von Österreich keiner. Das war jetzt sehr vereinfacht dargestellt.

Nur wegen ein paar Lehrgängen wird er sich keinen Dialekt aneignen. Aber das schwierigste wird wohl eher sein den Humor, Sarkasmus, oder die Ironie in der Sprache zu erkennen, weil diese Eigenart gibt es glaube ich in ganz Österreich zu finden.

Ich weiß auch gar nicht ob da überhaupt noch sehr viel Dialekt gesprochen wird wenn ich mir die Interviews von den langjährigen österreichischen Legionären anhöre.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 29.03.2026 um 11:17 Uhr bearbeitet
Carney Chukwuemeka [17] |#1675
29.03.2026 - 11:25 Uhr
Zitat von MartinMartin

Zitat von Borusse91

wenn er sich dann auf Deutsch mit Ösi-Dialekt in ein paar Monaten auch mit Anton, Schlotterbeck oder Kobel unterhalten kann.
Ich verrate dir ein Geheimnis. Es gibt nicht "den" Ösi-Dialekt. Der Wiener Dialekt betrifft nur eine Region. In Oberösterreich und Salzburg gehts eher schon Richtung Bayern. Triol ist auch wieder anders. Die Steira sprechen nicht sondern bellen. Die Vorarlberger versteht im Osten von Österreich keiner. Das war jetzt sehr vereinfacht dargestellt.

Nur wegen ein paar Lehrgängen wird er sich keinen Dialekt aneignen. Aber das schwierigste wird wohl eher sein den Humor, Sarkasmus, oder die Ironie in der Sprache zu erkennen, weil diese Eigenart gibt es glaube ich in ganz Österreich zu finden.

Ich weiß auch gar nicht ob da überhaupt noch sehr viel Dialekt gesprochen wird wenn ich mir die Interviews von den langjährigen österreichischen Legionären anhöre.


Als Österreicher kann man vielleicht die feinen Unterschiede innerhalb der Regionen erkennen. Für Nicht-Österreicher ist es aber schwieriger. Es gibt vielleicht nicht den einen österreichischen Dialekt, aber einen Akzent, den man als Nicht-Österreicher erkennen kann. Den habe ich jahrelang auf der Arbeit gehört (Kunden aus unterschiedlichen Regionen in Österreich), den höre ich in sämtlichen Interviews. Genauso gibt es einen britischen Akzent, den man hört bzw. von amerikanischen Englisch unterscheiden kann, unabhängig davon ob einer aus Oxford, London, New York oder Texas kommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UnderratedCritic am 29.03.2026 um 11:26 Uhr bearbeitet
Carney Chukwuemeka [17] |#1676
29.03.2026 - 12:10 Uhr
Das ist eigentlich Hochdeutsch mit Süddeutscher Färbung.

Fun-Fact: Österreicher sprechen überwiegend Südbairisch. Hören sie zwar nicht gern - ist aber in der Germanistik so definiert. zwinker

•     •     •

Karriereehighligts im Stadion:
WM 2014
Ballspielfinale 2015

Danke Kloppo!

Mats du Pfeife!

Transferziele: DEMBÉLÉ (da is er!) + DRAGOVIC ( ) + MOR ( ) + ILKAY ( Pfiadi ) + Guerreiro ( )
Carney Chukwuemeka [17] |#1677
29.03.2026 - 12:15 Uhr
Zitat von UnderratedCritic

Zitat von MartinMartin

Zitat von Borusse91

wenn er sich dann auf Deutsch mit Ösi-Dialekt in ein paar Monaten auch mit Anton, Schlotterbeck oder Kobel unterhalten kann.
Ich verrate dir ein Geheimnis. Es gibt nicht "den" Ösi-Dialekt. Der Wiener Dialekt betrifft nur eine Region. In Oberösterreich und Salzburg gehts eher schon Richtung Bayern. Triol ist auch wieder anders. Die Steira sprechen nicht sondern bellen. Die Vorarlberger versteht im Osten von Österreich keiner. Das war jetzt sehr vereinfacht dargestellt.

Nur wegen ein paar Lehrgängen wird er sich keinen Dialekt aneignen. Aber das schwierigste wird wohl eher sein den Humor, Sarkasmus, oder die Ironie in der Sprache zu erkennen, weil diese Eigenart gibt es glaube ich in ganz Österreich zu finden.

Ich weiß auch gar nicht ob da überhaupt noch sehr viel Dialekt gesprochen wird wenn ich mir die Interviews von den langjährigen österreichischen Legionären anhöre.


Als Österreicher kann man vielleicht die feinen Unterschiede innerhalb der Regionen erkennen. Für Nicht-Österreicher ist es aber schwieriger. Es gibt vielleicht nicht den einen österreichischen Dialekt, aber einen Akzent, den man als Nicht-Österreicher erkennen kann. Den habe ich jahrelang auf der Arbeit gehört (Kunden aus unterschiedlichen Regionen in Österreich), den höre ich in sämtlichen Interviews. Genauso gibt es einen britischen Akzent, den man hört bzw. von amerikanischen Englisch unterscheiden kann, unabhängig davon ob einer aus Oxford, London, New York oder Texas kommt.

Ich gebe dir den Punkt, aber ich weiß nicht wie hart deine Kunden im Dialekt sind und ob es im englischsprachigen Regionen bei den Leuten auch so einen harten switch zwischen Dialekt und Hochdeutsch gibt. Ich glaube nicht das ein Norddeutscher mit wenig Erfahrung den Unterschied zwischen Salzburg und Süddeutschland erkennen würde. Und es gibt oft mehr Salzburger im Nationalteam als Wiener.

Aber egal - weder den Dialekt noch den Akzent wird Chukwuemeka in der kurzen Zeit beim Nationalteam lernen können. Und es spielt für Dortmund keine Rolle ob er einen österreichischen Akzent, oder Dialekt kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 29.03.2026 um 12:22 Uhr bearbeitet
Carney Chukwuemeka [17] |#1678
29.03.2026 - 12:39 Uhr
Es freut mich, dass er direkt gut angekommen ist im Nationalteam. So wird er hoffentlich ordentlich Selbstbewusstsein tanken.

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er unserem Spiel gut tun würde

•     •     •

When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.
Carney Chukwuemeka [17] |#1679
29.03.2026 - 16:17 Uhr
Zitat von MartinMartin
Zitat von WalterFroschsErbe

Wer die Sprache lernen will, wird die problemlos lernen. Wer nicht, dem hilft auch kein verpflichtender Sprachkurs.
Ganz so einfach ist es im Profifußball eben nicht – das hat auch Ralf Rangnick bei der Pressekonferenz angesprochen. Spieler bewegen sich oft in einer eigenen „Bubble“, in der hauptsächlich Englisch gesprochen wird. Da passiert Integration nicht automatisch, sondern da muss man aktiv gegensteuern.

Wenn Rangnick sagt, dass es bei ihm z. B. in Hoffenheim oder Leipzig verpflichtende Deutschkurse gab, die ähnlich ernst genommen wurden wie Trainingseinheiten, dann hat das schon seinen Grund. So etwas setzt einen klaren Rahmen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Spieler sich auch wirklich mit der Sprache beschäftigen. Ohne Druck oder Struktur passiert das oft einfach nicht.

Man darf das Thema auch nicht nur auf Kabine oder Interviews reduzieren. Es geht nicht nur darum, ob am Platz Englisch gesprochen wird oder ob sich ein Spieler auf Deutsch vor die Kamera stellt. Entscheidend sind auch die vielen zwischenmenschlichen Situationen abseits des Platzes – Alltag, Humor, kleine Gespräche, Gruppendynamik, Hierarchien. Und da ist es ein klarer Vorteil, wenn es ein gemeinsames sprachliches Fundament gibt. Deshalb halte ich es für absolut sinnvoll, wenn ein Verein das Ziel hat, dass möglichst alle Spieler Deutsch lernen.

Was mir in der Diskussion auffällt: Viele gehen selbstverständlich davon aus, dass ohnehin alle gut Englisch sprechen. Das stimmt so pauschal aber nicht. In Deutschland, England oder Skandinavien ja – aber in vielen anderen Fußballnationen ist das Niveau deutlich niedriger.

Laut Chatgpt:

Eher schwaches Englisch-Niveau:
Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn

Sehr unterschiedlich (stark abhängig von Generation/Bildung):
Polen, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Serbien, Ukraine

Afrika (häufig frankophon oder arabisch geprägt, daher oft schwächer in Englisch):
z. B. Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Senegal, Elfenbeinküste, Mali, DR Kongo

Zu den einen Punkt mit der Kultur: Nur weil ich Englisch lerne bin ich deshalb kein Engländer. Und nur weil Fußballer in Frankreich und Italien in der Regel die Heimatsprache lernen müssen um ernst genommen zu werden, werden sie nicht gleich gezwungen die ganze Kultur zu übernehmen. Kultur ist mehr als nur die Sprache. 🤔Es ist aber denke ich ein Vorteil die Kultur eines Landes, oder einer Region zu verstehen und das geht nur wenn man die Sprache halbwegs versteht?


Kultur gibt es auf jeder Ebene. Hier ist es eine Vereinskultur, in der man leben möchte, dass alle ein commitment zu einander, zum Projekt zeigen, indem sie sich darum bemühen Deutsch zu sprechen.

Ob das sinnvoll für ein Verein ist, hängt ganz vom Verein ab. Wenn Rangnick 2007 Obasi, Ba und Eduardo nach Hoffenheim holt, die sich eigentlich schon in der Champions League sehen, muss man die ein wenig stärker an Hoffenheim binden, weil es viel gemeinsame Entwicklung braucht. Das war bei Leipzig in der 3. Und 2. Liga vielleicht auch noch so.

In Dortmund ist das überhaupt nicht der Fall. Schön wäre es, wenn ein Spieler seine bubble verlässt. Aber das ist sekundär. Spieler sind viel mehr Profis und planen und arbeiten strategisch, als das vor 10-15 Jahren noch der Fall war.

Ein Spieler verlässt seine bubble nicht, wenn er einen Sprachkurs macht. Umgekehrt kann es gelten, ein Spieler, der aus seiner bubble will, wird ein Sprachkurs machen.

Ganz praktisch verstehe ich nicht, was sich die Leute davon erwarten, dass Chukwuemeka einen Deutschkurs macht. Neben ihm spielen Nmecha und Bellingham, vor ihm Guirassy und Silva, außen Svensson, Ryerson und Couto.

Was soll in der Mannschaft passieren, dass durch Deutschkurse die Verständigung und der Austausch besser wird?
Carney Chukwuemeka [17] |#1680
29.03.2026 - 16:22 Uhr
Die Profiabteilung des BVB ist sicher mit einem internationalen Konzern zu vergleichen, wo Englisch die Verkehrssprache ist. Einen verpflichtenden Deutschkurs sehe ich auch als nicht zielführend an. Allerdings ist ein Fußballprofi ja auch ein Mensch, der sich in einem Umfeld bewegen muss. Da fände ich eine Hilfestellung zum Spracherwerb auf freiwilliger Basis ein gutes Angebot des Arbeitgebers. Dies könnte sogar als Gruppenunterricht mit Teamgenossen das Teamgefühl weiter stärken. Wenn ein Spieler die Sprache des Gastlandes lernen will um aus einer fremdsprachigen Blase herauszukommen, sollte das der Verein fördern. Es ist auch für den jungen Menschen, der beim BVB spielt, eine tolle Chance, eine neue Kultur zu erfahren. Auch die Spielerberater sollten hier tätig werden. Die Frage ist nur, ob sie daran Interesse haben. Ein sprachkompetenter Spieler ist viel weniger vom Berater abhängig.

Fazit: der BVB sollte jedem Spieler, vor allem in der Jugend, helfen, der Deutsch lernen will. Wahrscheinlich macht er das schon. Ich meine ein entsprechendes Video gesehen zu haben. Wenn Chuk dies nicht will ist das seine Sache.

•     •     •

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