| Geburtsdatum | 24.04.1973 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Tomas Oral [Trainer]
08.03.2016 - 12:01 Uhr
11.10.2016 - 11:33 Uhr
Zitat von turbine
Na das haste ja jetzt fachmännisch ausgeschlachtet.
Ich wollte damit nur etwas ausdrücken. Also war es hier eher der Kontext. Es ging um Medizinbälle.
Zitat von RudiMentaer
Gegenpressing hieß früher Forechecking, da ist nix mit new-agen. Das sind halt heute geläufige Begrifflichkeiten, die in jedem 2. Interview zu hören bekommst. Hip zu sein, darum gehts gar nicht, eher Themenkomplexe begrifflich verständlich abzukürzen, da hilft sowas bei. "Nachsetzen" erklärt doch nix. Gilt das für einen Spieler, für die Mannschaft, wo setzt man nach, in der eigenen Hälfte, in der gegnerischen? "Nachsetzen" beschreibt das nicht, Gegenpressing (auf deutsch Angriffsverteidigung, das sagt aber niemand) schon.
Zitat von turbine
Gegenpressing = nachsetzen
kreieren = erspielen
meeting = Besprechung
Man muss auch nicht alles new agen im Klinsmann-Style. Vieles soll einfach nur hipper wirken, hat aber nicht viel mehr Sinn als das was es vorher schon gab.
Zitat von Celtic4ever
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?
Zitat von TinaToledo
Medizienbaelle. Immer gut.
Zitat von 17klausi
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
Medizienbaelle. Immer gut.
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?

Gegenpressing = nachsetzen
kreieren = erspielen
meeting = Besprechung
Man muss auch nicht alles new agen im Klinsmann-Style. Vieles soll einfach nur hipper wirken, hat aber nicht viel mehr Sinn als das was es vorher schon gab.
Gegenpressing hieß früher Forechecking, da ist nix mit new-agen. Das sind halt heute geläufige Begrifflichkeiten, die in jedem 2. Interview zu hören bekommst. Hip zu sein, darum gehts gar nicht, eher Themenkomplexe begrifflich verständlich abzukürzen, da hilft sowas bei. "Nachsetzen" erklärt doch nix. Gilt das für einen Spieler, für die Mannschaft, wo setzt man nach, in der eigenen Hälfte, in der gegnerischen? "Nachsetzen" beschreibt das nicht, Gegenpressing (auf deutsch Angriffsverteidigung, das sagt aber niemand) schon.
Na das haste ja jetzt fachmännisch ausgeschlachtet.
Ich wollte damit nur etwas ausdrücken. Also war es hier eher der Kontext. Es ging um Medizinbälle.
- Dachte halt da ich Gegenpressing darüber in den Raum geworfen hatte und hier schon mal "zurechtgestutzt" wurde, weil ich denglische Begriffe verwendete. Nichts für ungut!
11.10.2016 - 11:47 Uhr
Zitat von RudiMentaer
- Dachte halt da ich Gegenpressing darüber in den Raum geworfen hatte und hier schon mal "zurechtgestutzt" wurde, weil ich denglische Begriffe verwendete. Nichts für ungut!
Zitat von turbine
Na das haste ja jetzt fachmännisch ausgeschlachtet.
Ich wollte damit nur etwas ausdrücken. Also war es hier eher der Kontext. Es ging um Medizinbälle.
Zitat von RudiMentaer
Gegenpressing hieß früher Forechecking, da ist nix mit new-agen. Das sind halt heute geläufige Begrifflichkeiten, die in jedem 2. Interview zu hören bekommst. Hip zu sein, darum gehts gar nicht, eher Themenkomplexe begrifflich verständlich abzukürzen, da hilft sowas bei. "Nachsetzen" erklärt doch nix. Gilt das für einen Spieler, für die Mannschaft, wo setzt man nach, in der eigenen Hälfte, in der gegnerischen? "Nachsetzen" beschreibt das nicht, Gegenpressing (auf deutsch Angriffsverteidigung, das sagt aber niemand) schon.
Zitat von turbine
Gegenpressing = nachsetzen
kreieren = erspielen
meeting = Besprechung
Man muss auch nicht alles new agen im Klinsmann-Style. Vieles soll einfach nur hipper wirken, hat aber nicht viel mehr Sinn als das was es vorher schon gab.
Zitat von Celtic4ever
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?
Zitat von TinaToledo
Medizienbaelle. Immer gut.
Zitat von 17klausi
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
Medizienbaelle. Immer gut.
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?

Gegenpressing = nachsetzen
kreieren = erspielen
meeting = Besprechung
Man muss auch nicht alles new agen im Klinsmann-Style. Vieles soll einfach nur hipper wirken, hat aber nicht viel mehr Sinn als das was es vorher schon gab.
Gegenpressing hieß früher Forechecking, da ist nix mit new-agen. Das sind halt heute geläufige Begrifflichkeiten, die in jedem 2. Interview zu hören bekommst. Hip zu sein, darum gehts gar nicht, eher Themenkomplexe begrifflich verständlich abzukürzen, da hilft sowas bei. "Nachsetzen" erklärt doch nix. Gilt das für einen Spieler, für die Mannschaft, wo setzt man nach, in der eigenen Hälfte, in der gegnerischen? "Nachsetzen" beschreibt das nicht, Gegenpressing (auf deutsch Angriffsverteidigung, das sagt aber niemand) schon.
Na das haste ja jetzt fachmännisch ausgeschlachtet.
Ich wollte damit nur etwas ausdrücken. Also war es hier eher der Kontext. Es ging um Medizinbälle.
- Dachte halt da ich Gegenpressing darüber in den Raum geworfen hatte und hier schon mal "zurechtgestutzt" wurde, weil ich denglische Begriffe verwendete. Nichts für ungut!Asu, diese Unterhaltung ist mir jetzt unbekannt.
Noch mehr lesen Turbine, noch mehr!
11.10.2016 - 21:50 Uhr
Zitat von Celtic4ever
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?
Zitat von TinaToledo
Medizienbaelle. Immer gut.
Zitat von 17klausi
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
http://abseits-ka.de/30943/ksc1/ksc-training-mit-medizinbaellen-galerie/
Na immerhin hat er die Zügel straff
Medizienbaelle. Immer gut.
Hm. Irgendwie sehr 80's, oder?

ne, Medizinballguru Quälix wurde damit in diesem Jahrtausend zum Titelhamster
Dieser Beitrag wurde zuletzt von garfi am 11.10.2016 um 22:04 Uhr bearbeitet
12.10.2016 - 11:51 Uhr
Zitat von RudiMentaer
Da mischt mal kurz Konterspiel mit Ballbesitzfussball und erkennst nur "die Feinheiten der Defensive" wenn man passiv verteidigt und dann je nachdem wo der Ball ist, rein- und rausschiebt. Ich hoffe deine "Oral kann taktische Feinheiten nicht vermitteln bzw. kennt sie wohl gar nicht" nehmen hier nicht viele für bare Münze, weil einzig Fragmente des Spiels erkennst und honorierst, die am besten gewisse Symmetrien/Abläufe aufweisen, so kommts mir vor, und überhaupt nicht weißt, was diesen Fussball (also Hasenhüttl<-Ingolstadt, Schmitt<- Leverkusen) ausmacht. Setz dich bitte mit Spielphasen und Gegenpressing auseinander, wäre ein Anfang.
http://spielverlagerung.de/2015/07/22/taktiktheorie-das-gegenpressing/
Da mischt mal kurz Konterspiel mit Ballbesitzfussball und erkennst nur "die Feinheiten der Defensive" wenn man passiv verteidigt und dann je nachdem wo der Ball ist, rein- und rausschiebt. Ich hoffe deine "Oral kann taktische Feinheiten nicht vermitteln bzw. kennt sie wohl gar nicht" nehmen hier nicht viele für bare Münze, weil einzig Fragmente des Spiels erkennst und honorierst, die am besten gewisse Symmetrien/Abläufe aufweisen, so kommts mir vor, und überhaupt nicht weißt, was diesen Fussball (also Hasenhüttl<-Ingolstadt, Schmitt<- Leverkusen) ausmacht. Setz dich bitte mit Spielphasen und Gegenpressing auseinander, wäre ein Anfang.
http://spielverlagerung.de/2015/07/22/taktiktheorie-das-gegenpressing/
Ich gebe zu, ich habe den Text zwischen Tür und Angel geschrieben und bin deswegen ein wenig abgeschweift. Ich wollte in meinem Post auf dein Hasenhüttl Beispiel eingehen, was in der Auflistung mMn. etwas unpassend war. Dort wollte ich schlichtweg den Unterschied vom Hasenhüttl Fußball zu dem von den anderen Beispielen aufzeigen, was mMn. am Besten durch das taktische beschreiben der Defensive ging.
Ich sage dir aber mal was. In FFM durfte man Oral nun zwei mal ertragen. In der ersten Amtszeit haben alle aufgrund seiner Aufstiege die Füße still gehalten. Der Fußball war damals allerdings schon furchtbar.
Du kannst dir das ca. so vorstellen: Hinten den Ball abgefangen, weit nach vorne und hoffen, dass er irgendwie rein geht.
In der zweiten Amtszeit hat man eine gewisse "Entwicklung" feststellen können. Sein Auftreten war das eines Trainers, der schon mal alles gewonnen hat. Nicht kritikfähig (Das habe ich bereits ausgeführt), lies einen alles oder nichts Fußball spielen (Worauf ich gleich mal komplett eingehe, weil ich mich da zugegebenenermaßen viel zu ungenau ausgedrückt habe und vom Hölzchen ins Klötzchen gerutscht bin. Sorry dafür). Hinzu kam, dass ich es selten erlebt habe, dass ein Kader so falsch eingeschätzt wurde ("Der Kader (letzte Saison) ist der Beste, den man je hatte). Der Kader war von vorne herein ein großes Risiko, weil man kaum noch fixe Größen in der Mannschaft hatte.
Vorne weg, ich habe ca. die Hälfte der Spiele vom KSC mindestens zur Hälfte und noch ein par mehr mindestens eine halbe Stunde gesehen. In diesen Eindrücken konnte man ganz ähnliche Muster wie beim FSV sehen. Darauf gehe ich später ein.
Kommen wir zum Fußball. Oral wollte beim FSV ungefähr so spielen lassen: Hinten den Ball abfangen, schnell nach vorne tragen und überfallartig zu Ende bringen. Das hat er aus den verschiedensten Gründen nicht geschafft, die ich dir mal versuche nahe zu bringen. Das hat auch nicht mit meiner eigenen "subjektiven" Meinung zu tun, sondern konnte man mit erschreckender Häufigkeit letzte Saison Spiel für Spiel beobachten. Übrigens sieht man beim KSC diese Saison in vielen Spielen ähnliche Abläufe.
Man konnte letzte Saison in nahezu jedem Spiel mindestens eines, eher mehr, dieser Probleme sehen:
Den Torwart lassen wir mal außen vor. Jeder macht auf dieser Position mal Fehler.
Die Abwehr: Wenn man diese Art von Fußball spielen möchte (Wie bei nahezu jeder anderen Art von Fußball heutzutage) ist es wichtig, dass in der Abwehr gewisse Abläufe klar sind, die Rollenverteilung schlüssig ist und jeder weiß was er zu tun hat. Nur aus solch einer Ordnung kann man ein gutes und nachhaltiges Aufbauspiel (nachhaltig soll in diesem Fall bedeuten, dass nicht einer von 100 Pässen gut kommt, sondern das regelmäßig hier das Spiel aufgebaut wird). Bei Oral war es beim FSV eher genau das Gegenteil. Anfangs gab es ein par Böcke. Man sagte sich "Gut, das kann passieren". Irgendwann häuften sich aber Spiel für Spiel die selben Böcke, so dass man in gewissen Abläufen dem Trainer eine Schuld geben musste, weil er diese wiederkehrenden Fehler nicht minimieren oder abschaffen konnte.
Das waren folgenden Sachen:
-Wann rückt man raus und greift an, wann lass ich mich fallen?
-Wie muss einer der beiden 6er nach außen verschieben um den Gegner mehr unter Druck zu setzen und die eigenen AVs zu entlasten?
-Wann rückt der AV ein und der Außenbahnspieler übernimmt auf der Seite?
-Wie verschiebe ich schnell und richtig bei einem Seitenwechsel?
- Die Laufwege der einzelnen Spieler bei eigenem Ballbesitz- Wann komme ich kurz, wann starte ich in den Raum um mich anzubieten? Also dem Ballführenden Anspielstationen zu anzubieten.
Das sind sowohl mannschaftstatkische, als auch einzeltaktische Probleme, gepaart mit ein par Basics (technische Mängel), die sich in diesem Mannschaftsteil über die gesamte Saison hin durchgezogen haben.
Das alles führte dazu, dass man hinten nie wirklich sicher stand und man selbst bei Führungen immer das Gefühl hatte, das wird nichts. Aus diesem Unsicherheitsfaktor war es dann auch schwer ein geordnetes Passspiel aufzubauen, weil es zum einen oft an Anspielstationen fehlte, zum anderen wurde man auch das Gefühl nicht los, dass die Spieler gar nicht wussten, wohin man überhaupt spielen sollte, so dass immer öfter der lange Ball ausgepackt wurde.
Das Mittelfeld:
Hier versuchte man durch ein schnelles Passspiel nach vorne zu gelangen um den Gegner zu überrumpeln. Was bei diesem System wichtig ist: Um über ein par wenige Stationen durch das Mittelfeld zu kombinieren ist es wichtig, dass jeder GENAU seine Abläufe kennen muss! Auch hier konnte man immer wiederkehrende Muster entdecken:
-Wer kommt aus dem Mittelfeld kurz um den ersten Ballverteiler vor der Abwehr zu geben?
-Wer unterstützt (rückt gegebenenfalls ein/ rückt von hinten auf) wenn dieser Spieler attackiert wird?
-Wie sind die Laufwege, dass man möglichst viele Anspielstationen hat (Elementar hierfür um nicht ausrechenbar zu werden)?
- Wie muss man sich bewegen um die gegnerische Mannschaft auseinander zu ziehen und Lücken zu schaffen?
-Und natürlich, das Tempo, dass man braucht um "überfallartig" zu spielen.
In diesem Punkt gab es immer wieder Ansätze, die Hoffnung machten, dass es evtl. besser werden KÖNNTE. Es gab Spiele, da wurden diese Dinge, zumindest in Ansätzen, gemacht. Oft hielt das für ein/zwei Spiele und danach verfiel man wieder in den alten Trott. Bei eigenem Ballbesitz schwärmten gefühlt alle aus, ohne wirklich eine Anspielstation zu bieten, oder einer bot sich an und keiner kam zu Hilfe wenn dieser attackiert wurde, oder die Laufwege waren falsch (überhaupt keinen Effekt für das Spiel), oder wenn das alles mal klappte war es oft so langsam und lethargisch, dass der Gegner mehr als genug Zeit hatte sich wieder hinter dem Ball zu formieren. Hinzu kamen mMn. (und das ist wiederum meine subjektive Meinung!!!!!) sehr unglückliche Peronalentscheidungen.
Damit wären wir beim letzten drittel des Spielfelds angelangt:
Wenn man diese Art von Fußball spielt, dann gibt es zwei Szenarien:
1. Man konnte sich so schnell durchkombinieren, dass der Gegner keine Chance hatte sich zu formieren und man kommt recht häufig u.A. durch den Stürmer zu Abschlussmöglichkeiten, indem man ihn gut einsetzen konnte.
2. Oder der Gegner konnte sich doch formieren und der Stürmer muss auch mal mit dem Rücken zum Tor den Ball abschirmen und die SCHNELL nachrückenden Spieler einsetzen, so dass diese in Abschlusssituationen kommen.
Oral sägte Kapllani ab (Weswegen weiß ich nicht, ich maße mir auch nicht an darüber zu spekulieren und nehme das mal so hin), der diese Rolle sehr gut hätte spielen können. Weder Schahin noch Dedic (Was man bei den beiden nicht zwingend erwarten konnte, hier mache ich Oral also keinen Vorwurf) und nur mit Abstrichen Awoniyi (Den ich euch empfehlen würde) konnten dieses Vakuum im Sturm zur genüge lösen. Sprich wenn der Ball nach vorne kam, dann war oft keine Durchschlagskraft mehr vorhanden. Der Gegner hatte, wie schon erwähnt, in der Regel mehr als genug Zeit um sich zu formieren. Wenn das der Fall war hatte der FSV meistens nichts mehr entgegen zu setzen und der "Überfallfußball" schlug in Ballbesitzfußball um. Dies allerdings nicht weil man das wollte, sondern weil man kein Mittel fand um mal durch die Abwehrreihen der Gegner durchzukommen. Da wurde dann der Ball von links nach rechts und wieder zurück getragen, bis dann meistens der Ball weg war und man in einen Konter lief, die oft aus den oben genannten Gründen, gefährlich wurden. Oder jemand schoss aus der dritten Reihe drauf. Seltenst gelang es dann mal durch die Abwehr durchzukommen.
Wie gesagt, ich habe recht viele KSC-Spiele zumindest zum Teil gesehen (Alle mehr als ein par Minuten, sondern in der Regel zwischen 30-60 Minuten) und bei den Meisten fielen viele dieser Fehler auch auf. Das Düsseldorf Spiel fand ich in Ordnung. Das Aue Spiel hingegen war einfach schlecht. Sowohl bei Aue als auch bei diversen Spielen davor waren gerade diese beschriebenen Probleme zu sehen. Beim Aue Spiel war das erste Tor schön gespielt. Das zweite Tor war für mich allerdings bezeichnend. Hoffer erkämpft den Ball, kreuzt schön vor dem Gegenspieler durch und weil Stoppelmkamp nicht wirklich gut gelaufen ist (Sein Einsatz in allen ehren, aber aus taktischer Sicht war das kein Schmankerl) nimmt dieser den Ball und schießt. Jetzt kann man sagen, der Erfolg gibt ihm recht, aber nichts desto trotz bleibt das für mich ein Zufallsprodukt.
Ich bin der letzte, der einem Trainer nicht seine Zeit gibt. Gerade wenn er neu ist muss man ihm eine Schonfrist geben. Allerdings war es bei Oral in der Regel so, dass er in den ersten Spielen eher stärker war (bzw. in der Hinrunde) als in der Rückrunde. Das kommt auch daher, dass er eher ein Pusher und Motivator ist und kein ausgewiesener Taktikfuchs.
Zur Mannschaftsführung und internen Querelen habe ich in meinen Vorgängerposts genug geschrieben und würde hier jetzt auch zu langatmig werden.
RudiMentae, ich hoffe das war dir ausführlich genug und hat meine, sehr ungenauen, letzten Post etwas aufgeklärt. Für Gegenargumente, Kritikpunkte oder Anregungen, bin ich, wie immer, offen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuchenbesuchen am 12.10.2016 um 12:00 Uhr bearbeitet
12.10.2016 - 12:51 Uhr
Erst mal
, da habe ich dich aufgrund deiner "verkürzten" Antwort falsch eingeschätzt, ein sorry dafür. Bin gerade auf Arbeit und kann schlecht drauf eingehen, ich werds später nachholen!
, da habe ich dich aufgrund deiner "verkürzten" Antwort falsch eingeschätzt, ein sorry dafür. Bin gerade auf Arbeit und kann schlecht drauf eingehen, ich werds später nachholen!
12.10.2016 - 14:01 Uhr
Absolut verständlich, ich habe mir deinen angesprochenen Post nochmal durchgelesen und selbst gemerkt, dass da zu viel durcheinander geworfen wurde und ohne meine inneren Gedankengänge eher für reines schlecht machen gehalten werden konnte. In sofern nochmal ein Sorry meinerseits
12.10.2016 - 15:53 Uhr
Love, Peace, Regenbögen und Einhörner - und das alles im Oral-Thread. Das Leben kann so schön sein...
12.10.2016 - 18:16 Uhr
Da hat der "Kuchenbesuchen" aber einen Beitrag rausgehauen.
Alle Achtung und Danke schön.
Trotzdem hoff ich natürlich, dass es bei uns besser läuft mit Thomas Oral als beim FSV.
Obwohl ich schon Parallelen erkennen kann
Alle Achtung und Danke schön.
Trotzdem hoff ich natürlich, dass es bei uns besser läuft mit Thomas Oral als beim FSV.
Obwohl ich schon Parallelen erkennen kann
12.10.2016 - 23:23 Uhr
@Kuchenbesuchen
Zu der Abwehr liegst du meiner Ansicht nach schon richtig, finde ich aber nicht groß besorgniserregend. Ich sehe die „nur“ als Opfer unsres passiven Spiels, welches viel aktiver sein müsste. Die Mechanismen halte ich eigentlich, egal ob Ballbesitz, Konter-/Umschaltspiel für relativ ähnlich, die Aufgaben sind ja eigentlich einfach und Dinge, die schon im Jugendtraining lernst. Aufrücken, Ein-/Ausrücken und Verschieben, sie haben ja das Spiel vor sich, immer die Übersicht und Positionsrochaden gibt’s nicht. Großartige Impulse nach vorne wird es gerade von unsren IVs nicht geben, das halte ich auch nicht für spielentscheidend, eher, wie sich die Mannschaft davor verhält, diese unterstützt. Wir haben, wie die gesamte 2. Liga, keinen IV und AV, der Seitwechsel/weite Bälle sauber könnte, also sind die Aufgaben einfach: Weite Bälle raus (auf Glück, gerne auch zur Klärung brenzliger Situationen), an die Flügelspieler übergeben, am besten, dass diese dann sogleich freien Raum vorfinden und nicht mit Rücken zum Tor stehen oder auf die 6er/8er ablegen, ebenso mit schneller Sicht aufs gegnerische Tor, fertig. So flott gespielt wie möglich, nur leider keine Stärke von Thoelke und Stoll, das hat finde ich nichts mit Orals Taktik oder Training zu tun. Defensiv müssen sie halt aktuell leiden, weil sie beständig in 1 gegen 1 Duelle müssen, da unser Sturm und die Flügel nicht gut pressen, wir gesamt nicht hoch pressen können, hoch schieben, unser Mittelfeld keinen Zugriff findet, also beständig überspielt wird. Ab da, also im 1 gegen 1 Duell, ist es schlicht Glück, wie gut der Gegner seine Angriffe durchbringt, Konzept gibt es da keins mehr, ebenso wie absichernde Mechanismen, sie stopfen quasi notgedrungen die Löcher der Vorderleute und reißen dann in der Abwehrkette natürlich andere auf. Die Mann-/Raumzuteilung geht verloren, weil positionsnahe Spieler aushelfen müssen, das Team bricht da dann auseinander. Zum Glück ist die 2. Liga keine spielerisch herausragende Liga, da verpufft viel und wir haben Glück, dass wir letztlich nicht noch mehr Tore kassiert haben. Anlasten möchte ich das aber halt nicht zuvorderst unser Defensive, auch weil wir da personell große Probleme haben, Jordi nicht die erhoffte Verstärkung ist. Also muss Thoelke als Leader ran (liegt ihm nicht) und Stoll, der eigentlich weg vom Fenster war. Kinsombi verständlicherweise keine Alternative, weil wir bei Standards Probleme haben und der zu klein für die IV ist, meine Meinung.
Hervorheben möchte ich was mir auch besonders auffiel:
"Bei eigenem Ballbesitz schwärmten gefühlt alle aus, ohne wirklich eine Anspielstation zu bieten, oder einer bot sich an und keiner kam zu Hilfe wenn dieser attackiert wurde, oder die Laufwege waren falsch (überhaupt keinen Effekt für das Spiel), oder wenn das alles mal klappte war es oft so langsam und lethargisch, dass der Gegner mehr als genug Zeit hatte sich wieder hinter dem Ball zu formieren."
Bestes Beispiel unsre Union-Klatsche. Unsre AVs rücken zu weit auf, unser Mittelfeld ebenso und plötzlich hat die IV schlicht keine Anspielstation mehr. Entweder es wurde zu behäbig gespielt oder es war halt wenig abgestimmt. Ergebnis: Das Mittelfeld, die Flügel und der Sturm stehen zu gepackt in des gegnerischen Hälfte, der Gegner hat keine Probleme das abzusichern (alle in Manndeckung oder Deckungsschatten) und unsre nicht sehr passsicheren IVs stehen plötzlich extrem unter Bedrängnis. Das Anspiel zum 2:0 (?) war dann ein halbhoher Ball von Jordi in die Mittelfeld-Reihe der Unioner, schnell umgeschaltet, Steilpass auf den freilaufenden Stürmer, Tor. Man merkte da aber auch extrem Prömel und seinem wechselnden Nebenmann im ZM an, dass sie keinerlei Impulse setzen können. Kommt eine Anspielstation kurz, sind da keine Mechanismen dahinter, die danach etwas auslösen würden. Weite Anspiele werden selten sinnvoll gewählt, da es ewig dauert, sich Übersicht zu verschaffen, ist ja auch nichts sichtbar einstudiert bzw. irgendwelche Automatismen drin, die man "blind" abrufen könnte und in sich greifen.
In Einem tue ich mir da aber noch schwer. Ich habe Prömel schon letzte Saison auf der 6 als wenig passend empfunden (da schwang Meffert das Zepter und Prömel konnte mitschwimmen), bei Olympia ebenso. Ich halte ihn (noch) nicht für einen prägnanten Spielgestalter, der beständig Impulse setzen kann und defensiv (noch) nicht für einen intelligent antizipierenden Abräumer. Schwächen in der Übersicht und Positionsfindung, keinen dauerhaften Überblick aufs Spielgeschehen, noch eine gute Antizipation im Abfangen von Pässen, was aber auch der gesamten Abstimmung im Verbund geschuldet ist, schwierig auseinander zu halten. Kann man auch gerne andersrum sehen, in der U21 läufts ja für ihn, hat da aber auch hochklassige Mitspieler. Seine Nebenleute Kinsombi oder Kom waren allesamt bisher eher Ausfälle, auch wenn Kom ganz gute Finten in der Ballannahme drauf hat und so ab und an das Pressing ins Leere laufen lassen kann, aber halt wie Kinsombi kein verlässlicher Abräumer noch Impulsgeber ist. Kom und Prömel scheinen mir eher aufzublühen, wenn sie hoch stehen und abgesichert sind, sie in ihrem Offensiv-Spiel auf kurze, spielöffnende Ablagen setzen können, nur kommt es dazu viel zu selten. Insofern schwanke ich da, ob Oral "die Schuld trägt“, Todt in der Kaderplanung oder halt einfach unsre Spieler zu limitiert, unreif, zu wenig miteinander harmonieren, um auf dem Niveau beständig Einfluss nehmen zu können.
Oral muss also weiter „experimentieren“ und das hat er beständig getan, unsre Statik hat sich gerade was die Offensive anbelangt mittlerweile doch geändert. Es sieht zwar weiterhin nicht sehr fluide aus, man entwickelt aber wieder leichte Torgefahr, kein Vergleich z.B. zum Spiel gegen Bielefeld , 1.Spieltag, wo man spätestens schon an der MF-Kette scheiterte und Stoppelkamp nen (nicht abgestimmten) Husarenritt auf links abliefern musste, damit man überhaupt mal ins letzte Drittel kam.
Zu unsrem Spiel dann im letzten Drittel:
„Damit wären wir beim letzten drittel des Spielfelds angelangt:
Wenn man diese Art von Fußball spielt, dann gibt es zwei Szenarien:
1. Man konnte sich so schnell durchkombinieren, dass der Gegner keine Chance hatte sich zu formieren und man kommt recht häufig u.A. durch den Stürmer zu Abschlussmöglichkeiten, indem man ihn gut einsetzen konnte.
2. Oder der Gegner konnte sich doch formieren und der Stürmer muss auch mal mit dem Rücken zum Tor den Ball abschirmen und die SCHNELL nachrückenden Spieler einsetzen, so dass diese in Abschlusssituationen kommen.“
Teil 1. versandete bei uns am offensichtlichsten, vermutlich, weil Oral wirklich die Spieler falsch einschätzte. Der Versuch war zuerst mit Stoppelkamp (kann/will nicht kombinieren), Barry (vermutlich Trainingsweltmeister) und Torres (findet Barry nicht) da, 2. klare Flügelspieler und einem 10er als Ablagen-Spieler. Dann kamen Rolim und Yamada, beide spielerisch besser, aber keine Ablagen-Spieler mit Verteidiger im Nacken, die lassen sich lieber fallen. Dia ist nen überragender Abschlussspieler, hat seine Stärken aber nicht als Kombinationsspieler, vor allem nicht als Wandspieler, dafür ist er zu klein und gegen die IVs körperlich letztlich doch zu oft unterlegen, auch wenn sein Einsatz hoch ist. Kommen wir also zu deinem Teil 2., der großer Bestandteil unsres Spiels war und ist, aber somit leider auch völlig inneffektiv war, zu keinem Zeitpunkt umgesetzt werden konnte. Ergo verpufften unsre Spielbemühungen völlig und wir waren auf Einzelaktionen angewiesen, die mit unsrem Star-Egospieler Stoppelkamp oft zum Haare-raufen waren/sind. Aber ich finde wir kommen langsam voran.
Kommen wir also zu dem Teil, warum ich Oral trotz des schwachen Starts noch nicht abgeschrieben habe.
Ich habe weiterhin das Gefühl, dass er unsre Schwächen im Spiel erkennt und sich langsam seiner Spielweise, Formation und der Stamm-Elf nähert und ne Balance findet. Ich gestehe ihm Zeit zu, solange wir halbwegs Abstand zu den Relegationsplätzen halten und nicht in Gefahr kommen den Anschluss zu verlieren. Aufstieg oder „um Platz 5 rum“ fand ich von Anfang an unrealistisch bei den Transfers der Konkurrenz und den Absteigern. Wir wollen nun anders (offensiver) spielen. Wir haben unter Kaucze und einem größtenteils gleichbleibendem Grundstock nen Spiel eingeschliffen, welches uns letztlich langsam hat abrutschen lassen. Die ehemaligen Stützen sind weg, kann Oral nix für. So ein Neustart braucht Zeit, sicherlich weit mehr als ne Hinrunde. Auch wenn das Spiel gegen Aue und Düsseldorf kein Leckerbissen war, vieles weiterhin nur bruchstückhaft ist, so hat sich die Rangehensweise und Statik sehr verändert. Von dem ineffektiven Umschaltspiel durch Wandspiel/lange Bällen und dem behäbigen U-Spiel in der Defensive, haben wir nun so ne Mischform aus „gewöhnlicher“ Kaucze-Chancenerarbeitung (Ballbesitz wäre zu hoch gegriffen, da fehlt die Qualität/die Spielertypen im Kader) und dem bisherig favorisierten Umschaltspiel. Kamberi gibt nun oft tieferstehend (Halbstürmer/10er/Flügelstürmer) zentral oder flügelnah den Wandspieler, Dia bleibt weiterhin da, wo er seine Stärken einbringen kann, als vorderste Instanz mit allen Freiheiten der Positionsfindung. Mit Yamada steht nun endlich wieder der Typ Spielmacher auf dem Feld, der auch bei sortierter Abwehr dem Spiel Impulse geben kann, tief steht, unsren Spielaufbau fördert. Stoppelkamp steht auf der Höhe von Prömel und kann seine Dynamik auch zur Spielöffnung (Gegner in der Mann-Zuteilung und Übergabe stören) einbringen, mit seiner Stärke, den Tempodribblings. Prömel wird dadurch entlastet und kann nun freier spielen (zurückhaltender), da er nicht zwingend die Impulse geben muss und so auch eher wieder mitschwimmen kann, was nicht negativ gemeint ist, seinem Spiel tiefstehend halt noch eher entgegenkommt, so mehr Bindeglied statt Taktgeber. Nur Valentini (AV, rechts) scheint sich noch nicht ganz wohl zu fühlen, die Harmonie mit Mavrias fehlt ein bisschen, aber da steht bald Torres wieder auf dem Platz, letztes Jahr unser bestes Bindeglied zum Sturm. Die Seite hat dann sicherlich Automatismen drin, die uns wieder ein Stück weiterbringen. Problem weiterhin, dass unser Gegenpressing nach Ballverlust zu ängstlich und wenig koordiniert ist, also Konterchancen der Gegner weiterhin groß sind. Da ist dann auch die fehlende Dynamik unsrer linken Abwehrseite (Kempe, Stoll) ein Problem. Da aber wie gesagt unser grundsätzliches Spiel sehr linkslastig ist, hebt sich das wieder teilweise auf, da dort dann wenig freier Raum und ganz guter Zugriff vorherrscht, bei Ballverlust weite Bälle auf rechts gespielt werden müssen.
Ergo ich fand es gegen Aue und Düsseldorf auch nicht toll, aber nen Fortschritt (Spiel im 1. Und 2. Drittel) und in der Wechselwirkung/Balance passend. Nun 2 Wochen Zeit gehabt und es müssen jetzt halt die nächsten Fortschritte kommen. Ich finde die Formation steht grundsätzlich im 442, die Spieler nun auch (Torres wenn fit für Mavrias), nun fehlt noch ein funktionierendes Pressing/Gegenpressing und Ergebnisse auf dem Platz, die das nötige Selbstvertrauen bringen. Ich glaube halt weiterhin, dass die Spieler zu ängstlich sind/das nicht verinnerlicht haben und Oral nicht falsche/unverständliche/nicht umsetzbare Taktikanweisungen gibt.
Wenn es weiterhin nicht so rund läuft und dann irgendwann ein neuer Trainer kommt, blitzartig Struktur drin ist, hätte ich keine Probleme meine Sichtweise auf Oral zu revidieren, mein Glaube dahingehend ist aber aktuell nicht groß. Bis dahin glaube ich weiter an Oral und suche halt das Positive, mag es noch so klein sein, 2 Spiele ungeschlagen! Danke dir für dein Input, ich werds im Hinterkopf behalten! Gute Nacht!
Zu der Abwehr liegst du meiner Ansicht nach schon richtig, finde ich aber nicht groß besorgniserregend. Ich sehe die „nur“ als Opfer unsres passiven Spiels, welches viel aktiver sein müsste. Die Mechanismen halte ich eigentlich, egal ob Ballbesitz, Konter-/Umschaltspiel für relativ ähnlich, die Aufgaben sind ja eigentlich einfach und Dinge, die schon im Jugendtraining lernst. Aufrücken, Ein-/Ausrücken und Verschieben, sie haben ja das Spiel vor sich, immer die Übersicht und Positionsrochaden gibt’s nicht. Großartige Impulse nach vorne wird es gerade von unsren IVs nicht geben, das halte ich auch nicht für spielentscheidend, eher, wie sich die Mannschaft davor verhält, diese unterstützt. Wir haben, wie die gesamte 2. Liga, keinen IV und AV, der Seitwechsel/weite Bälle sauber könnte, also sind die Aufgaben einfach: Weite Bälle raus (auf Glück, gerne auch zur Klärung brenzliger Situationen), an die Flügelspieler übergeben, am besten, dass diese dann sogleich freien Raum vorfinden und nicht mit Rücken zum Tor stehen oder auf die 6er/8er ablegen, ebenso mit schneller Sicht aufs gegnerische Tor, fertig. So flott gespielt wie möglich, nur leider keine Stärke von Thoelke und Stoll, das hat finde ich nichts mit Orals Taktik oder Training zu tun. Defensiv müssen sie halt aktuell leiden, weil sie beständig in 1 gegen 1 Duelle müssen, da unser Sturm und die Flügel nicht gut pressen, wir gesamt nicht hoch pressen können, hoch schieben, unser Mittelfeld keinen Zugriff findet, also beständig überspielt wird. Ab da, also im 1 gegen 1 Duell, ist es schlicht Glück, wie gut der Gegner seine Angriffe durchbringt, Konzept gibt es da keins mehr, ebenso wie absichernde Mechanismen, sie stopfen quasi notgedrungen die Löcher der Vorderleute und reißen dann in der Abwehrkette natürlich andere auf. Die Mann-/Raumzuteilung geht verloren, weil positionsnahe Spieler aushelfen müssen, das Team bricht da dann auseinander. Zum Glück ist die 2. Liga keine spielerisch herausragende Liga, da verpufft viel und wir haben Glück, dass wir letztlich nicht noch mehr Tore kassiert haben. Anlasten möchte ich das aber halt nicht zuvorderst unser Defensive, auch weil wir da personell große Probleme haben, Jordi nicht die erhoffte Verstärkung ist. Also muss Thoelke als Leader ran (liegt ihm nicht) und Stoll, der eigentlich weg vom Fenster war. Kinsombi verständlicherweise keine Alternative, weil wir bei Standards Probleme haben und der zu klein für die IV ist, meine Meinung.
Hervorheben möchte ich was mir auch besonders auffiel:
"Bei eigenem Ballbesitz schwärmten gefühlt alle aus, ohne wirklich eine Anspielstation zu bieten, oder einer bot sich an und keiner kam zu Hilfe wenn dieser attackiert wurde, oder die Laufwege waren falsch (überhaupt keinen Effekt für das Spiel), oder wenn das alles mal klappte war es oft so langsam und lethargisch, dass der Gegner mehr als genug Zeit hatte sich wieder hinter dem Ball zu formieren."
Bestes Beispiel unsre Union-Klatsche. Unsre AVs rücken zu weit auf, unser Mittelfeld ebenso und plötzlich hat die IV schlicht keine Anspielstation mehr. Entweder es wurde zu behäbig gespielt oder es war halt wenig abgestimmt. Ergebnis: Das Mittelfeld, die Flügel und der Sturm stehen zu gepackt in des gegnerischen Hälfte, der Gegner hat keine Probleme das abzusichern (alle in Manndeckung oder Deckungsschatten) und unsre nicht sehr passsicheren IVs stehen plötzlich extrem unter Bedrängnis. Das Anspiel zum 2:0 (?) war dann ein halbhoher Ball von Jordi in die Mittelfeld-Reihe der Unioner, schnell umgeschaltet, Steilpass auf den freilaufenden Stürmer, Tor. Man merkte da aber auch extrem Prömel und seinem wechselnden Nebenmann im ZM an, dass sie keinerlei Impulse setzen können. Kommt eine Anspielstation kurz, sind da keine Mechanismen dahinter, die danach etwas auslösen würden. Weite Anspiele werden selten sinnvoll gewählt, da es ewig dauert, sich Übersicht zu verschaffen, ist ja auch nichts sichtbar einstudiert bzw. irgendwelche Automatismen drin, die man "blind" abrufen könnte und in sich greifen.
In Einem tue ich mir da aber noch schwer. Ich habe Prömel schon letzte Saison auf der 6 als wenig passend empfunden (da schwang Meffert das Zepter und Prömel konnte mitschwimmen), bei Olympia ebenso. Ich halte ihn (noch) nicht für einen prägnanten Spielgestalter, der beständig Impulse setzen kann und defensiv (noch) nicht für einen intelligent antizipierenden Abräumer. Schwächen in der Übersicht und Positionsfindung, keinen dauerhaften Überblick aufs Spielgeschehen, noch eine gute Antizipation im Abfangen von Pässen, was aber auch der gesamten Abstimmung im Verbund geschuldet ist, schwierig auseinander zu halten. Kann man auch gerne andersrum sehen, in der U21 läufts ja für ihn, hat da aber auch hochklassige Mitspieler. Seine Nebenleute Kinsombi oder Kom waren allesamt bisher eher Ausfälle, auch wenn Kom ganz gute Finten in der Ballannahme drauf hat und so ab und an das Pressing ins Leere laufen lassen kann, aber halt wie Kinsombi kein verlässlicher Abräumer noch Impulsgeber ist. Kom und Prömel scheinen mir eher aufzublühen, wenn sie hoch stehen und abgesichert sind, sie in ihrem Offensiv-Spiel auf kurze, spielöffnende Ablagen setzen können, nur kommt es dazu viel zu selten. Insofern schwanke ich da, ob Oral "die Schuld trägt“, Todt in der Kaderplanung oder halt einfach unsre Spieler zu limitiert, unreif, zu wenig miteinander harmonieren, um auf dem Niveau beständig Einfluss nehmen zu können.
Oral muss also weiter „experimentieren“ und das hat er beständig getan, unsre Statik hat sich gerade was die Offensive anbelangt mittlerweile doch geändert. Es sieht zwar weiterhin nicht sehr fluide aus, man entwickelt aber wieder leichte Torgefahr, kein Vergleich z.B. zum Spiel gegen Bielefeld , 1.Spieltag, wo man spätestens schon an der MF-Kette scheiterte und Stoppelkamp nen (nicht abgestimmten) Husarenritt auf links abliefern musste, damit man überhaupt mal ins letzte Drittel kam.
Zu unsrem Spiel dann im letzten Drittel:
„Damit wären wir beim letzten drittel des Spielfelds angelangt:
Wenn man diese Art von Fußball spielt, dann gibt es zwei Szenarien:
1. Man konnte sich so schnell durchkombinieren, dass der Gegner keine Chance hatte sich zu formieren und man kommt recht häufig u.A. durch den Stürmer zu Abschlussmöglichkeiten, indem man ihn gut einsetzen konnte.
2. Oder der Gegner konnte sich doch formieren und der Stürmer muss auch mal mit dem Rücken zum Tor den Ball abschirmen und die SCHNELL nachrückenden Spieler einsetzen, so dass diese in Abschlusssituationen kommen.“
Teil 1. versandete bei uns am offensichtlichsten, vermutlich, weil Oral wirklich die Spieler falsch einschätzte. Der Versuch war zuerst mit Stoppelkamp (kann/will nicht kombinieren), Barry (vermutlich Trainingsweltmeister) und Torres (findet Barry nicht) da, 2. klare Flügelspieler und einem 10er als Ablagen-Spieler. Dann kamen Rolim und Yamada, beide spielerisch besser, aber keine Ablagen-Spieler mit Verteidiger im Nacken, die lassen sich lieber fallen. Dia ist nen überragender Abschlussspieler, hat seine Stärken aber nicht als Kombinationsspieler, vor allem nicht als Wandspieler, dafür ist er zu klein und gegen die IVs körperlich letztlich doch zu oft unterlegen, auch wenn sein Einsatz hoch ist. Kommen wir also zu deinem Teil 2., der großer Bestandteil unsres Spiels war und ist, aber somit leider auch völlig inneffektiv war, zu keinem Zeitpunkt umgesetzt werden konnte. Ergo verpufften unsre Spielbemühungen völlig und wir waren auf Einzelaktionen angewiesen, die mit unsrem Star-Egospieler Stoppelkamp oft zum Haare-raufen waren/sind. Aber ich finde wir kommen langsam voran.
Kommen wir also zu dem Teil, warum ich Oral trotz des schwachen Starts noch nicht abgeschrieben habe.
Ich habe weiterhin das Gefühl, dass er unsre Schwächen im Spiel erkennt und sich langsam seiner Spielweise, Formation und der Stamm-Elf nähert und ne Balance findet. Ich gestehe ihm Zeit zu, solange wir halbwegs Abstand zu den Relegationsplätzen halten und nicht in Gefahr kommen den Anschluss zu verlieren. Aufstieg oder „um Platz 5 rum“ fand ich von Anfang an unrealistisch bei den Transfers der Konkurrenz und den Absteigern. Wir wollen nun anders (offensiver) spielen. Wir haben unter Kaucze und einem größtenteils gleichbleibendem Grundstock nen Spiel eingeschliffen, welches uns letztlich langsam hat abrutschen lassen. Die ehemaligen Stützen sind weg, kann Oral nix für. So ein Neustart braucht Zeit, sicherlich weit mehr als ne Hinrunde. Auch wenn das Spiel gegen Aue und Düsseldorf kein Leckerbissen war, vieles weiterhin nur bruchstückhaft ist, so hat sich die Rangehensweise und Statik sehr verändert. Von dem ineffektiven Umschaltspiel durch Wandspiel/lange Bällen und dem behäbigen U-Spiel in der Defensive, haben wir nun so ne Mischform aus „gewöhnlicher“ Kaucze-Chancenerarbeitung (Ballbesitz wäre zu hoch gegriffen, da fehlt die Qualität/die Spielertypen im Kader) und dem bisherig favorisierten Umschaltspiel. Kamberi gibt nun oft tieferstehend (Halbstürmer/10er/Flügelstürmer) zentral oder flügelnah den Wandspieler, Dia bleibt weiterhin da, wo er seine Stärken einbringen kann, als vorderste Instanz mit allen Freiheiten der Positionsfindung. Mit Yamada steht nun endlich wieder der Typ Spielmacher auf dem Feld, der auch bei sortierter Abwehr dem Spiel Impulse geben kann, tief steht, unsren Spielaufbau fördert. Stoppelkamp steht auf der Höhe von Prömel und kann seine Dynamik auch zur Spielöffnung (Gegner in der Mann-Zuteilung und Übergabe stören) einbringen, mit seiner Stärke, den Tempodribblings. Prömel wird dadurch entlastet und kann nun freier spielen (zurückhaltender), da er nicht zwingend die Impulse geben muss und so auch eher wieder mitschwimmen kann, was nicht negativ gemeint ist, seinem Spiel tiefstehend halt noch eher entgegenkommt, so mehr Bindeglied statt Taktgeber. Nur Valentini (AV, rechts) scheint sich noch nicht ganz wohl zu fühlen, die Harmonie mit Mavrias fehlt ein bisschen, aber da steht bald Torres wieder auf dem Platz, letztes Jahr unser bestes Bindeglied zum Sturm. Die Seite hat dann sicherlich Automatismen drin, die uns wieder ein Stück weiterbringen. Problem weiterhin, dass unser Gegenpressing nach Ballverlust zu ängstlich und wenig koordiniert ist, also Konterchancen der Gegner weiterhin groß sind. Da ist dann auch die fehlende Dynamik unsrer linken Abwehrseite (Kempe, Stoll) ein Problem. Da aber wie gesagt unser grundsätzliches Spiel sehr linkslastig ist, hebt sich das wieder teilweise auf, da dort dann wenig freier Raum und ganz guter Zugriff vorherrscht, bei Ballverlust weite Bälle auf rechts gespielt werden müssen.
Ergo ich fand es gegen Aue und Düsseldorf auch nicht toll, aber nen Fortschritt (Spiel im 1. Und 2. Drittel) und in der Wechselwirkung/Balance passend. Nun 2 Wochen Zeit gehabt und es müssen jetzt halt die nächsten Fortschritte kommen. Ich finde die Formation steht grundsätzlich im 442, die Spieler nun auch (Torres wenn fit für Mavrias), nun fehlt noch ein funktionierendes Pressing/Gegenpressing und Ergebnisse auf dem Platz, die das nötige Selbstvertrauen bringen. Ich glaube halt weiterhin, dass die Spieler zu ängstlich sind/das nicht verinnerlicht haben und Oral nicht falsche/unverständliche/nicht umsetzbare Taktikanweisungen gibt.
Wenn es weiterhin nicht so rund läuft und dann irgendwann ein neuer Trainer kommt, blitzartig Struktur drin ist, hätte ich keine Probleme meine Sichtweise auf Oral zu revidieren, mein Glaube dahingehend ist aber aktuell nicht groß. Bis dahin glaube ich weiter an Oral und suche halt das Positive, mag es noch so klein sein, 2 Spiele ungeschlagen! Danke dir für dein Input, ich werds im Hinterkopf behalten! Gute Nacht!
13.10.2016 - 07:35 Uhr
Aufbruchstimmung sollte erzeugt werden. In der Länderspielpause hat sich wohl nicht nur bei mir ein Erschöpfungszustand eingestellt und Ratlosigkeit über das Bisherige. Die meisten sind im Forum in wortloses Schweigen verfallen, die anderen suchen in seitenlangen Analysen das Haar in der Suppe, rätseln aber, was das für eine Suppe ist, und hoffen noch leise, dass es nicht eine Haarsuppe ist.
Hoffen wir, dass das gut geht.
Hoffen wir, dass das gut geht.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Deutschland 

