| Geburtsdatum | 04.10.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Ludogorets Razgrad |
Thomas Reis [ehem. Trainer]
26.10.2022 - 19:04 Uhr
21.05.2023 - 08:07 Uhr
Ich bin wirklich zufrieden. Bisher starke 22 Punkte in der Rückrunde und das Gefühl, dass dies noch nicht einmal die maximale Ausbeute war.
Widrige Umstände, viele Verletzte, etliche Spieler, die unter ihm besser spielen als zuvor und trotz einiger sehr bitterer Niederlagen, die aber auch dem sonst erfolgreichem System und der Qualität geschuldet sind, eine Mannschaft, die einem Konzept folgt und wirklich füreinander einsteht.
Sollten wir die Klasse nicht halten, dann trotz und nicht wegen des Trainers.
Gegen Leipzig haben wir in der Hinrunde sehr schlecht ausgesehen, deren schnelle Kombinationen hebeln unser mannorientiertes Spiel dermaßen aus, dazu sind sie gut drauf und wenn so ein Team unbeschwert gegen uns aufspielen kann, sehe ich das nicht als Vorteil für uns.
Es müsste schon sehr viel zusammen kommen, dass wir dort punkten.
Weitaus bessere Teams werden in der Rückrunde weniger Punkte als wir geholt haben. Mannschaft und Fans sind eine Einheit.
Das System von Thomas Reis funktioniert auch ohne teure Spieler, was hoffentlich auch in der nächsten Saison so sein wird. Großes Dankeschön und egal wo, mache bitte so erfolgreich weiter.
Widrige Umstände, viele Verletzte, etliche Spieler, die unter ihm besser spielen als zuvor und trotz einiger sehr bitterer Niederlagen, die aber auch dem sonst erfolgreichem System und der Qualität geschuldet sind, eine Mannschaft, die einem Konzept folgt und wirklich füreinander einsteht.
Sollten wir die Klasse nicht halten, dann trotz und nicht wegen des Trainers.
Gegen Leipzig haben wir in der Hinrunde sehr schlecht ausgesehen, deren schnelle Kombinationen hebeln unser mannorientiertes Spiel dermaßen aus, dazu sind sie gut drauf und wenn so ein Team unbeschwert gegen uns aufspielen kann, sehe ich das nicht als Vorteil für uns.
Es müsste schon sehr viel zusammen kommen, dass wir dort punkten.
Weitaus bessere Teams werden in der Rückrunde weniger Punkte als wir geholt haben. Mannschaft und Fans sind eine Einheit.
Das System von Thomas Reis funktioniert auch ohne teure Spieler, was hoffentlich auch in der nächsten Saison so sein wird. Großes Dankeschön und egal wo, mache bitte so erfolgreich weiter.
22.05.2023 - 09:17 Uhr
Zitat von Sgt_Salty
Ich frage mich, ob Reis keine alternative Taktik als diese 11gegen11-Manndeckung im Köcher hat oder ob er das Team (noch) nicht mit einer anderen Herangehensweise verunsichern möchte. Nach dem Prinzip: Never change a running system...
Ich frage mich, ob Reis keine alternative Taktik als diese 11gegen11-Manndeckung im Köcher hat oder ob er das Team (noch) nicht mit einer anderen Herangehensweise verunsichern möchte. Nach dem Prinzip: Never change a running system...
In einem Interview auf dem YouTube Account sagte er vor einigen Wochen, man habe mit der Manndeckung gegen andere Gegner Erfolg gehabt, und werde daher nicht davon abrücken. Klang nicht danach, dass er sonst keine Ideen mehr hat, sondern tatsächlich genau danach: die Mannschaft nicht verunsichern, sondern in einem Kampf um den Abstieg so viel Ruhe und Konstanz reinbringen wie irgend möglich. Dass sich das gegen übermächtige Gegner rächt, scheint mir eingepreist zu sein. Andernfalls müsste man Reis Ahnungslosigkeit und Naivität vorwerfen.
31.05.2023 - 07:59 Uhr
Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, wo das Problem bei der Taktik sein sollte.
Reis lässt so mit und gegen den Ball spielen, wie man es auf Schalke gerne sieht. Seit dem er übernommen hat, hat man doch wieder Lust auf Fußball gucken.
Darüber hinaus bin ich klar der Meinung, dass man seinen eigenen Stil mit Überzeugung und gegen jeden Gegner spielen sollte. Persönlich empfinde ich ein absolutes Ausrichten am Gegner immer sehr defensiv und mausrig. Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass Jürgen Klopp mal Mauerfussball hat spielen lassen. Im Gegenteil: er hat mit der Zeit in Liverpool sogar noch viele Ballbesitz-Elemente mit eingebracht. Warum sollte das auch nicht bei Reis und mit entsprechenden Spielern möglich sein? Grundsätzlich würde es mMn mittelfristig sogar für einen Platz zwischen 7-11 in der Bundesliga reichen. Für die Spitzengruppe braucht man auch wieder entsprechende Qualitätsspieler.
Jetzt hat man die Möglichkeit, den Kader entsprechend zu optimieren und nachhaltig auszurichten, damit nach einem möglichen Aufstieg nicht wieder ein Umbau stattfinden muss. Auch die Rückrunde wurde nicht nur mit zum System passenden Spielern gespielt.
Reis lässt so mit und gegen den Ball spielen, wie man es auf Schalke gerne sieht. Seit dem er übernommen hat, hat man doch wieder Lust auf Fußball gucken.
Darüber hinaus bin ich klar der Meinung, dass man seinen eigenen Stil mit Überzeugung und gegen jeden Gegner spielen sollte. Persönlich empfinde ich ein absolutes Ausrichten am Gegner immer sehr defensiv und mausrig. Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass Jürgen Klopp mal Mauerfussball hat spielen lassen. Im Gegenteil: er hat mit der Zeit in Liverpool sogar noch viele Ballbesitz-Elemente mit eingebracht. Warum sollte das auch nicht bei Reis und mit entsprechenden Spielern möglich sein? Grundsätzlich würde es mMn mittelfristig sogar für einen Platz zwischen 7-11 in der Bundesliga reichen. Für die Spitzengruppe braucht man auch wieder entsprechende Qualitätsspieler.
Jetzt hat man die Möglichkeit, den Kader entsprechend zu optimieren und nachhaltig auszurichten, damit nach einem möglichen Aufstieg nicht wieder ein Umbau stattfinden muss. Auch die Rückrunde wurde nicht nur mit zum System passenden Spielern gespielt.
31.05.2023 - 08:50 Uhr
Zitat von alehks
Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, wo das Problem bei der Taktik sein sollte.
Reis lässt so mit und gegen den Ball spielen, wie man es auf Schalke gerne sieht. Seit dem er übernommen hat, hat man doch wieder Lust auf Fußball gucken.
Darüber hinaus bin ich klar der Meinung, dass man seinen eigenen Stil mit Überzeugung und gegen jeden Gegner spielen sollte. Persönlich empfinde ich ein absolutes Ausrichten am Gegner immer sehr defensiv und mausrig. Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass Jürgen Klopp mal Mauerfussball hat spielen lassen. Im Gegenteil: er hat mit der Zeit in Liverpool sogar noch viele Ballbesitz-Elemente mit eingebracht. Warum sollte das auch nicht bei Reis und mit entsprechenden Spielern möglich sein? Grundsätzlich würde es mMn mittelfristig sogar für einen Platz zwischen 7-11 in der Bundesliga reichen. Für die Spitzengruppe braucht man auch wieder entsprechende Qualitätsspieler.
Jetzt hat man die Möglichkeit, den Kader entsprechend zu optimieren und nachhaltig auszurichten, damit nach einem möglichen Aufstieg nicht wieder ein Umbau stattfinden muss. Auch die Rückrunde wurde nicht nur mit zum System passenden Spielern gespielt.
Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, wo das Problem bei der Taktik sein sollte.
Reis lässt so mit und gegen den Ball spielen, wie man es auf Schalke gerne sieht. Seit dem er übernommen hat, hat man doch wieder Lust auf Fußball gucken.
Darüber hinaus bin ich klar der Meinung, dass man seinen eigenen Stil mit Überzeugung und gegen jeden Gegner spielen sollte. Persönlich empfinde ich ein absolutes Ausrichten am Gegner immer sehr defensiv und mausrig. Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass Jürgen Klopp mal Mauerfussball hat spielen lassen. Im Gegenteil: er hat mit der Zeit in Liverpool sogar noch viele Ballbesitz-Elemente mit eingebracht. Warum sollte das auch nicht bei Reis und mit entsprechenden Spielern möglich sein? Grundsätzlich würde es mMn mittelfristig sogar für einen Platz zwischen 7-11 in der Bundesliga reichen. Für die Spitzengruppe braucht man auch wieder entsprechende Qualitätsspieler.
Jetzt hat man die Möglichkeit, den Kader entsprechend zu optimieren und nachhaltig auszurichten, damit nach einem möglichen Aufstieg nicht wieder ein Umbau stattfinden muss. Auch die Rückrunde wurde nicht nur mit zum System passenden Spielern gespielt.
Idealerweise kann man gegen jeden Gegner sein eigenes Spiel durchziehen. Aber unser Team war ganz offensichtlich nicht in der Lage das eigene System erfolgreich gegen kombinationsstarke Gegner aufzuziehen. Natürlich sind Niederlagen gegen Bayern, Leipzig und Leverkusen wahrscheinlich, bei den Kräfteverhältnissen, aber die Art und Weise wie wir gegen die 3 Teams und gegen Freiburg und Hoffenheim verloren haben, war immer gleich.
Das Mann gegen Mann orientierte Spiel hat nicht funktioniert, weil der Gegner den Ball hat laufen lassen und das Mann gegen Mann Spiel ihm die Räume dafür bot.
Wir sind gegen Leipzig zwar kämpferisch ins Spiel zurückgekommen, aber eben auch nur, weil Leipzig ein paar Gänge zurückstellte. Nach dem Ausgleich haben die uns erst minutenlang eingeschnürt und nachdem Schalke dann wieder etwas mehr nach vorne spielte, haben die uns gnadenlos ausgkontert.
Gegen Freiburg lagen wir schon 4:0 hinten und haben noch 4 Konter in der Nachspielzeit gegen uns bekommen.
Gegen Bayern war die Mannschaft nicht in der Lage das Ergebnis im Rahmen zu halten und hat in der Schlussphase noch 2 gefangen.
Es geht also nicht mal mehr so sehr darum, ein ganzes Spiel "defensiv und mausrig" zu spielen, aber wenn das nicht mal in Spielphasen funktioniert, ist das ein enormer Nachteil.
Ich will Reis daraus keinen Strick drehen, das ist natürlich auch ein Problem der Mannschaft, aber auffällig war das schon. In der 2. Liga wird das anders laufen, weil da alle Teams mehr über den Kampf kommen, aber wenn die eigene Taktik so gar nicht funktioniert, muss man eben auch mal anders agieren.
30.07.2023 - 17:34 Uhr
Zitat von Emschertalbahn
Knäbel ist der Sportvorstand und bis vor kurzem hat er auch den Job des Sportdirektors quasi mitgemacht. Er trägt letztendlich die Gesamtverantwortung im sportlichen Bereich. Warum sollte man ihn also ausklammern? Das wird er sicherlich auch genau so sehen und nicht wie die paar Löwenmamas hier, die hinterfragen mit Angriffen verwechseln.
Knäbel ist der Sportvorstand und bis vor kurzem hat er auch den Job des Sportdirektors quasi mitgemacht. Er trägt letztendlich die Gesamtverantwortung im sportlichen Bereich. Warum sollte man ihn also ausklammern? Das wird er sicherlich auch genau so sehen und nicht wie die paar Löwenmamas hier, die hinterfragen mit Angriffen verwechseln.
Die Gesamtverantwortung stellt auch keiner in Abrede, aber auf Zusammenstellung des Kaders, was die Spielertypen angeht, wird der keinen Einfluss haben. Das werden Hechelmann und Reis steuern. Bei dir klingt so durch als würden Knäbel & Co. Reis schnelle Spieler verwehren.
Im Gegenteil scheint es aber eher so zu sein, dass man sehr bemüht ist Reis seine Wunschspieler zu holen.
Du hebst das aber bewusst eine Ebene höher, weil Reis momentan kein populäres Ziel ist und das ist eben sehr durchschaubar. Mal ganz im Ernst, hast du in den letzten 3 Jahren auch nur einmal einen positiven Beitrag zu irgendwas geschrieben?
Du forderst, verlangst, setzt voraus und beschwerst dich in einer Tour. Auf Kontext wird geschissen, Grautöne kennst du nicht und wann immer irgendwas nicht funktioniert, ist es Unfähigkeit. Andere Optionen schließt du aus.
Du sagst, dass es einen IV geben muss, der schon da sein könnte und uns verstärkt. Du weißt aber überhaupt nicht, wie die Suche abläuft, was Reis für Vorstellungen hat oder wie der Markt tatsächlich aussieht.
Vielleicht hat sich Reis so dermaßen auf Leitsch eingeschossen, dass es intern Überzeugungsarbeit brauchte, überhaupt eine Alternative in Betracht zu ziehen.
Nein, bei dir ist noch kein IV da, also hat irgendwer was falsch gemacht. Man kann auch alles richtig machen und trotzdem verlieren oder man kann sich bewusst dazu entscheiden, ins Risiko zu gehen und Risiko zahlt sich eben nicht immer aus.
In deiner Welt gibt es Emscher und 8 Milliarden Versager.
30.07.2023 - 18:28 Uhr
Vielleicht haben wir auch häufiger "unfähige" oder besser "nicht zur Aufgabe passende Leute" bei uns. Könnte ja sein.
Da fallen mir zB zwei ein, die ich öfters kritisiert habe - übrigens begründet - und die wie zB Frank Kramer auch hinterher als "Fehler" bezeichnet wurden. Mit Schröder wurde der andere gestern gefeuert - denn nichts anderes ist das höflich genannte "Auflösen des Vertrags im gegenseitigen Einvernehmen und Du bekommst noch bis Jahresende (etwas) Geld, weil wir Dich anrufen können, aber nicht werden. Pack bitte bis morgen Deine Sachen".
Wenn ich weiter zurückgehe waren es Peter Peters, Jochen Schneider und natürlich - wenn auch nicht ansatzweise so schlimm wie beiden vorher genannten - D. Grammozis, den ich für die komplett falsche Entscheidung und mit unverhältnismässig hoch dotiertem Verlängerungsvertrag von Knäbel ausgestattet kritisiert habe. Dazu stehe ich weiterhin.
Die Summe falscher Entscheidungen haben uns letztendlich dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Fast pleite und zwei mal abgestiegen. Das ist nicht das Ergebnis guten Handels von Entscheidern.
Zu Reis wird man übrigens so gut wie nichts negatives von mir lesen. Nur so nebenbei. Allenfalls, dass ich seine Taktik im letzten Spiel und seine Ingameentscheidungen nicht gut fand. Da hatte ich von ihm mehr erwartet, auch weil ich ihn bisher als unser großes Plus in der Liga gesehen habe.
Ich äussere hier meine Ansicht, es ist ja ein Diskussionsforum. Mir es auch nicht wichtig, dafür von jedermann Zustimmung zu erhalten. Im Gegenteil würde es mich manchmal sogar wundern, wenn es bei einigen so wäre, von denen ich - weil ich ja ihre sonstigen Post lese - auch gar keine Zustimmung erhalten möchte, weil uns in der Sicht auf unseren Club extrem viel trennt. Was ich nicht mag, sind Beleidigungen oder Unterstellungen betrunken zu sein oder sonst was, das sich user hier zum Teil herausnehmen. Ich diskutiere gern mit Leuten auf eine sachliche Art.
Da fallen mir zB zwei ein, die ich öfters kritisiert habe - übrigens begründet - und die wie zB Frank Kramer auch hinterher als "Fehler" bezeichnet wurden. Mit Schröder wurde der andere gestern gefeuert - denn nichts anderes ist das höflich genannte "Auflösen des Vertrags im gegenseitigen Einvernehmen und Du bekommst noch bis Jahresende (etwas) Geld, weil wir Dich anrufen können, aber nicht werden. Pack bitte bis morgen Deine Sachen".
Wenn ich weiter zurückgehe waren es Peter Peters, Jochen Schneider und natürlich - wenn auch nicht ansatzweise so schlimm wie beiden vorher genannten - D. Grammozis, den ich für die komplett falsche Entscheidung und mit unverhältnismässig hoch dotiertem Verlängerungsvertrag von Knäbel ausgestattet kritisiert habe. Dazu stehe ich weiterhin.
Die Summe falscher Entscheidungen haben uns letztendlich dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Fast pleite und zwei mal abgestiegen. Das ist nicht das Ergebnis guten Handels von Entscheidern.
Zu Reis wird man übrigens so gut wie nichts negatives von mir lesen. Nur so nebenbei. Allenfalls, dass ich seine Taktik im letzten Spiel und seine Ingameentscheidungen nicht gut fand. Da hatte ich von ihm mehr erwartet, auch weil ich ihn bisher als unser großes Plus in der Liga gesehen habe.
Ich äussere hier meine Ansicht, es ist ja ein Diskussionsforum. Mir es auch nicht wichtig, dafür von jedermann Zustimmung zu erhalten. Im Gegenteil würde es mich manchmal sogar wundern, wenn es bei einigen so wäre, von denen ich - weil ich ja ihre sonstigen Post lese - auch gar keine Zustimmung erhalten möchte, weil uns in der Sicht auf unseren Club extrem viel trennt. Was ich nicht mag, sind Beleidigungen oder Unterstellungen betrunken zu sein oder sonst was, das sich user hier zum Teil herausnehmen. Ich diskutiere gern mit Leuten auf eine sachliche Art.
20.08.2023 - 20:34 Uhr
Es ist natürlich ziemlich clever, wenn man sich einen Argumentationskreislauf baut, mit dem man zwangsläufig immer richtig liegt.
Wenn mir der Trainer nicht passt, kann man zwar einräumen, dass der Kader nicht ideal zusammengestellt ist oder einige Spieler verletzt sind, aber dann muss der Trainer eben taktische Lösungen finden. Gelingt das nicht, ist der Trainer Schuld. Gelingt es, hat der Sportdirektor einen so guten Kader gebaut, dass man da nicht verlieren konnte. Da Schalke bisher noch keinen Wenger oder Ferguson hatte, kann man eigentlich nach spätenstens 1 1/2 Jahren immer sagen, hab ich gleich gewusst.
Passt einem der Sportdirektor nicht, weiß man natürlich nicht wieviel Einfluss der Trainer hat und wenn ein Spieler nicht zu bekommen ist, dann muss der Sportdirektor Alternativen haben und zwar sofort. Wenn ein Wechsel platzt muss ein mindestens gleichwertiger Spieler unterschreiben und im Grunde ohne Zeitversatz.
Wenn der Sportdirektor eine Alternative holt, war der nicht geholte Spieler besser und der Trainer hat sowieso nicht seinen Wunschspieler bekommen, was soll er da machen, taktische Umstellungen sind nicht das Problem, sondern die Kaderqualität.
Da Schalke, aber im Grunde auch kein anderer Verein, jemals einen perfekten Kader haben wird oder bei besonderem Verletzungspech auf einer bestimmten Position jeder Kader an seine Qualitätsgrenzen stößt kann man da natürlich auch nicht verlieren.
Irgendeine Schwäche wird sich schon zeigen und dann hat man es gleich gewusst.
Wenn der Sportdirektor und der Trainer einem nicht passen ist der Vorstand Schuld, wenn die alle neu sind und es immer noch nicht läuft, muss noch der Aufsichtsratsvorsitzende herhalten, aber eine Sache ist definitiv nie das Problem: Der eigene Anspruch, der ist immer tief in der Realität verankert.
Zweillos können sich innerhalb dieses Beschwerdekarussells auch valide Kritikpunkte verstecken, aber der ganze Quatsch wird schnell vergessen, weil man mit 5 anderen Dingen recht hatte.
Wenn mir der Trainer nicht passt, kann man zwar einräumen, dass der Kader nicht ideal zusammengestellt ist oder einige Spieler verletzt sind, aber dann muss der Trainer eben taktische Lösungen finden. Gelingt das nicht, ist der Trainer Schuld. Gelingt es, hat der Sportdirektor einen so guten Kader gebaut, dass man da nicht verlieren konnte. Da Schalke bisher noch keinen Wenger oder Ferguson hatte, kann man eigentlich nach spätenstens 1 1/2 Jahren immer sagen, hab ich gleich gewusst.
Passt einem der Sportdirektor nicht, weiß man natürlich nicht wieviel Einfluss der Trainer hat und wenn ein Spieler nicht zu bekommen ist, dann muss der Sportdirektor Alternativen haben und zwar sofort. Wenn ein Wechsel platzt muss ein mindestens gleichwertiger Spieler unterschreiben und im Grunde ohne Zeitversatz.
Wenn der Sportdirektor eine Alternative holt, war der nicht geholte Spieler besser und der Trainer hat sowieso nicht seinen Wunschspieler bekommen, was soll er da machen, taktische Umstellungen sind nicht das Problem, sondern die Kaderqualität.
Da Schalke, aber im Grunde auch kein anderer Verein, jemals einen perfekten Kader haben wird oder bei besonderem Verletzungspech auf einer bestimmten Position jeder Kader an seine Qualitätsgrenzen stößt kann man da natürlich auch nicht verlieren.
Irgendeine Schwäche wird sich schon zeigen und dann hat man es gleich gewusst.
Wenn der Sportdirektor und der Trainer einem nicht passen ist der Vorstand Schuld, wenn die alle neu sind und es immer noch nicht läuft, muss noch der Aufsichtsratsvorsitzende herhalten, aber eine Sache ist definitiv nie das Problem: Der eigene Anspruch, der ist immer tief in der Realität verankert.
Zweillos können sich innerhalb dieses Beschwerdekarussells auch valide Kritikpunkte verstecken, aber der ganze Quatsch wird schnell vergessen, weil man mit 5 anderen Dingen recht hatte.
20.08.2023 - 23:07 Uhr
Eine optimale Kaderzusammenstellung wird kein einziger Club in der 2. Liga haben, weil dort alle mit finanziellen Zwängen zu tun haben und entsprechend Abstriche machen müssen.
Unser Kader gehört aber zu den Top 6 Kadern und wird bis zum 1. September noch optimiert werden.
Aber natürlich hat unser Kader aus meiner Sicht deutlich weniger individuelle Klasse als vor 2 Jahren, wobei die zum Teil da auch erst nahezu auf den letzten Drücker verpflichtet wurde.
Aber unabhängig davon, wie man unseren Kader einschätzt, sind wir uns doch wohl hoffentlich alle einig,dass er deutlich stärker ist als der von Kaiserslautern und besonders Braunschweig, dass man davon in den Spielen auf dem Platz wenig bis nichts von gesehen hat.
Viele rufen seit Wochen nach neuen AVs und/oder IVs, manche wollen einen klaren Bülter-Ersatz. Das kann ich auch alles nachvollziehen.
Aber für mich sind die jeweiligen - schon vorhandenen - aktuellen Erstbesetzungen gut genug, um besseren und erfolgreicheren Fußball zu spielen.
Aber im Gegensatz zu den meisten Fans und Verantwortlichen sehe ich unser primäres Problem im Mittelfeld, wo meines Erachtens die Erstbesetzung halt nicht gut genug ist. Egal, in welcher taktischen und personellen Zusammenstellung.
Das Mittelfeld Trio Seguin, Tempelmann und Schallenberg war und ist für mich ein " Trio des Grauens", aber von den Verantwortlichen - eben auch Reis - genauso gewollt und gewählt, denn sonst hätte man nicht alle 3 verpflichtet.
Für mich hat keiner dieser 3 Spieler eine wirklich herausragende Stärke. Keiner ist defensiv überragend, keiner ist im Zweikampf überragend, keiner in Sachen Tempo, keiner in Sachen Kreativität, keiner in Sachen Torgefahr, keiner in Sachen Ausstrahlung und/oder Persönlichkeit.
In Holland nennt man solche Spieler übersetzt Einheitswürste. Da ist es nahezu egal, ob du Spieler A oder B bringst, es macht eigentlich keinen Unterschied. Weder positiv, noch negativ.
Für mich braucht man im Mittelfeld Spieler, die sich ergänzen und in ihrem Bereich jeweils den Unterschied machen.
Ein Palsson, der leider von vielen viel zu negativ gesehen wurde, hatte Ausstrahlung, Persönlichkeit (war daher bis zum Schluss als Typ extrem wichtig) und als defensiver Sechser eben auch die entsprechende Zweikampfmentalität und -stärke.
Ein Zalazar hatte eine tolle Dynamik, starke Technik, hatte Zug zum Tor und hatte Kreativität. Auch wenn er noch reifen musste, war seine Art des Spiels schon wichtig, auch weil er durch seine gewonnenen 1-1 Situationen Räume schaffte oder Freistöße zog.
Bei dem aktuellen Trio hat keiner diese "an mir kommt keiner vorbei" Ausstrahlung von Palsson. Schallenberg strahlt absolut nichts davon aus und bekommt es unabhängig von seiner Ausstrahlung auch nicht hin.
Und Seguin oder Tempelmann haben diese Ausstrahlung auch nicht, sind aber eben auch keine Spieler, die nach vorne den Unterschied machen.
Es ist mir auch ein Rätsel, wie unsere Verantwortlichen incl. Reis (!) in Schallenberg einen Spieler sehen konnten und sehen, der die defensive 6 alleine spielen kann. Er hat jetzt schon eindrucksvoll bewiesen, dass er es nicht kann und in Paderborn war es systematisch überwiegend ganz anders ausgelegt.
Trotzdem würden sich die meisten Konkurrenten die Finger nach solchen Spielern lecken, aber zusammen auf dem Platz bringen sie m. E. nicht genug,aber Reis bringt sie freiwillig in dieser Zusammensetzung. Er wurde und wird nicht gezwungen.
Aktuell kann es nur dann klappen -egal gegen wen - wenn man einen Seguin oder sogar Latza zu Schallenberg stellt und mehr oder weniger mit einer primär defensiven Doppel-Sechs spielt und davor einen Spieler stellt, der offensiv alle Freiheiten genießt, mal was riskieren darf und soll, um kreativ sein zu können,,denn gefangen einem festen taktischen Korsett kann man das nicht sein. Aber dann muss man Fehler zugestehen, wofür die Doppel Sechs halt den Rücken freihält. Das trauen sich viele Trainer nicht und deswegen saßen Spieler wie Zalazar oder Harit bei gewissen Trainern fast nur auf der Bank. So sah unser Fußball dann leider auch meist aus.
Normal ist man nun gezwungen, jetzt zur Stabilität und defensiven Ordnung eine Doppel Sechs zu bringen und davor konsequent auf einen Ouedraogo zu setzen, der körperlich dagegen hält, technisch stark ist, den Weg nach vorne sucht, Dynamik hat und kreativ sein kann. Aber will und kann man sich als Verein, der sich selbst als Aufsteiger tituliert hat, leisten, in Bezug auf die offensive Qualität aus dem Zentrum heraus sich von einem Spieler abhängig zu machen, der offiziell im 1. A Jugend Jahrgang ist?! Ist diese Bürde und dieser Druck nicht auch für den Spieler in dem Alter zuviel? Würde er es mental und körperlich packen, oder wären häufige Verletzungen durch die zu hohe Intensität und Belastung die Folge? Und wie würde man beim Thema U 17 WM umgehen, die dieses Jahr noch stattfindet?
Und daher: So sehr wir Backups und Alternativen für AV, IV und evtl. offensive Außen brauchen und benötigen, so klar hätten wir primär einen Spieler für das Mittelfeld gebraucht, der sich von den restlichen
Spielern unterscheidet, der kreativ und torgefährlich ist und von dem Ouedraogo selbst noch lernen könnte. Einen, wo du als Fan - wie bei Assan - das Gefühl hast, dass etwas positives passiert, wenn er den Ball hat. So ein Gefühl habe ich weder bei Tempelmann, noch bei Schallenberg oder Seguin.
Und das ist für mich der größte Kritikpunkt an der Kaderzusammenstellung. Dass man trotz Schallenberg und Seguin auch noch einen Tempelmann geholt hat, obwohl der sich eben auch nicht großartig unterscheidet und positiv abhebt. Da hätte man das Geld in einen anderen Spielertyp investieren müssen.
Nun wird man - wenn man das bis zum 1. September nicht erkennt oder geändert bekommt - in Bezug auf Kreativität, Zug zum Tor, offensive Denke etc. alleine von einem 17 jährigen angewiesen sein, den man eigentlich langsam heranführen und aufbauen wollte..
Unser Kader gehört aber zu den Top 6 Kadern und wird bis zum 1. September noch optimiert werden.
Aber natürlich hat unser Kader aus meiner Sicht deutlich weniger individuelle Klasse als vor 2 Jahren, wobei die zum Teil da auch erst nahezu auf den letzten Drücker verpflichtet wurde.
Aber unabhängig davon, wie man unseren Kader einschätzt, sind wir uns doch wohl hoffentlich alle einig,dass er deutlich stärker ist als der von Kaiserslautern und besonders Braunschweig, dass man davon in den Spielen auf dem Platz wenig bis nichts von gesehen hat.
Viele rufen seit Wochen nach neuen AVs und/oder IVs, manche wollen einen klaren Bülter-Ersatz. Das kann ich auch alles nachvollziehen.
Aber für mich sind die jeweiligen - schon vorhandenen - aktuellen Erstbesetzungen gut genug, um besseren und erfolgreicheren Fußball zu spielen.
Aber im Gegensatz zu den meisten Fans und Verantwortlichen sehe ich unser primäres Problem im Mittelfeld, wo meines Erachtens die Erstbesetzung halt nicht gut genug ist. Egal, in welcher taktischen und personellen Zusammenstellung.
Das Mittelfeld Trio Seguin, Tempelmann und Schallenberg war und ist für mich ein " Trio des Grauens", aber von den Verantwortlichen - eben auch Reis - genauso gewollt und gewählt, denn sonst hätte man nicht alle 3 verpflichtet.
Für mich hat keiner dieser 3 Spieler eine wirklich herausragende Stärke. Keiner ist defensiv überragend, keiner ist im Zweikampf überragend, keiner in Sachen Tempo, keiner in Sachen Kreativität, keiner in Sachen Torgefahr, keiner in Sachen Ausstrahlung und/oder Persönlichkeit.
In Holland nennt man solche Spieler übersetzt Einheitswürste. Da ist es nahezu egal, ob du Spieler A oder B bringst, es macht eigentlich keinen Unterschied. Weder positiv, noch negativ.
Für mich braucht man im Mittelfeld Spieler, die sich ergänzen und in ihrem Bereich jeweils den Unterschied machen.
Ein Palsson, der leider von vielen viel zu negativ gesehen wurde, hatte Ausstrahlung, Persönlichkeit (war daher bis zum Schluss als Typ extrem wichtig) und als defensiver Sechser eben auch die entsprechende Zweikampfmentalität und -stärke.
Ein Zalazar hatte eine tolle Dynamik, starke Technik, hatte Zug zum Tor und hatte Kreativität. Auch wenn er noch reifen musste, war seine Art des Spiels schon wichtig, auch weil er durch seine gewonnenen 1-1 Situationen Räume schaffte oder Freistöße zog.
Bei dem aktuellen Trio hat keiner diese "an mir kommt keiner vorbei" Ausstrahlung von Palsson. Schallenberg strahlt absolut nichts davon aus und bekommt es unabhängig von seiner Ausstrahlung auch nicht hin.
Und Seguin oder Tempelmann haben diese Ausstrahlung auch nicht, sind aber eben auch keine Spieler, die nach vorne den Unterschied machen.
Es ist mir auch ein Rätsel, wie unsere Verantwortlichen incl. Reis (!) in Schallenberg einen Spieler sehen konnten und sehen, der die defensive 6 alleine spielen kann. Er hat jetzt schon eindrucksvoll bewiesen, dass er es nicht kann und in Paderborn war es systematisch überwiegend ganz anders ausgelegt.
Trotzdem würden sich die meisten Konkurrenten die Finger nach solchen Spielern lecken, aber zusammen auf dem Platz bringen sie m. E. nicht genug,aber Reis bringt sie freiwillig in dieser Zusammensetzung. Er wurde und wird nicht gezwungen.
Aktuell kann es nur dann klappen -egal gegen wen - wenn man einen Seguin oder sogar Latza zu Schallenberg stellt und mehr oder weniger mit einer primär defensiven Doppel-Sechs spielt und davor einen Spieler stellt, der offensiv alle Freiheiten genießt, mal was riskieren darf und soll, um kreativ sein zu können,,denn gefangen einem festen taktischen Korsett kann man das nicht sein. Aber dann muss man Fehler zugestehen, wofür die Doppel Sechs halt den Rücken freihält. Das trauen sich viele Trainer nicht und deswegen saßen Spieler wie Zalazar oder Harit bei gewissen Trainern fast nur auf der Bank. So sah unser Fußball dann leider auch meist aus.
Normal ist man nun gezwungen, jetzt zur Stabilität und defensiven Ordnung eine Doppel Sechs zu bringen und davor konsequent auf einen Ouedraogo zu setzen, der körperlich dagegen hält, technisch stark ist, den Weg nach vorne sucht, Dynamik hat und kreativ sein kann. Aber will und kann man sich als Verein, der sich selbst als Aufsteiger tituliert hat, leisten, in Bezug auf die offensive Qualität aus dem Zentrum heraus sich von einem Spieler abhängig zu machen, der offiziell im 1. A Jugend Jahrgang ist?! Ist diese Bürde und dieser Druck nicht auch für den Spieler in dem Alter zuviel? Würde er es mental und körperlich packen, oder wären häufige Verletzungen durch die zu hohe Intensität und Belastung die Folge? Und wie würde man beim Thema U 17 WM umgehen, die dieses Jahr noch stattfindet?
Und daher: So sehr wir Backups und Alternativen für AV, IV und evtl. offensive Außen brauchen und benötigen, so klar hätten wir primär einen Spieler für das Mittelfeld gebraucht, der sich von den restlichen
Spielern unterscheidet, der kreativ und torgefährlich ist und von dem Ouedraogo selbst noch lernen könnte. Einen, wo du als Fan - wie bei Assan - das Gefühl hast, dass etwas positives passiert, wenn er den Ball hat. So ein Gefühl habe ich weder bei Tempelmann, noch bei Schallenberg oder Seguin.
Und das ist für mich der größte Kritikpunkt an der Kaderzusammenstellung. Dass man trotz Schallenberg und Seguin auch noch einen Tempelmann geholt hat, obwohl der sich eben auch nicht großartig unterscheidet und positiv abhebt. Da hätte man das Geld in einen anderen Spielertyp investieren müssen.
Nun wird man - wenn man das bis zum 1. September nicht erkennt oder geändert bekommt - in Bezug auf Kreativität, Zug zum Tor, offensive Denke etc. alleine von einem 17 jährigen angewiesen sein, den man eigentlich langsam heranführen und aufbauen wollte..
21.08.2023 - 00:42 Uhr
Zitat von Lokonda04
Ich habe es auch schon vor Saisonstart geschrieben (zumindest bei Twitter), dass mir diese 3 im Großen und Ganzen zu ähnlich sind und daher nicht kompatibel sind.
In einem 2-Mann Sturm müssen sich Spieler auch ergänzen und bestenfalls jeweils das haben, was der Nebenmann eben nicht hat.
Und so ist es im Mittelfeld auch. Natürlich unterscheiden sich die 3 Spieler in Nuancen, aber die Unterschiede - vor allem die Positiven - sind nicht ausgeprägt genug, als das man sie gleichzeitig zusammen bringen sollte.
Eigentlich braucht man in einem Dreier-Mittelfeld einen "Aggressive Leader", daneben einen Spielgestalter, der defensiv ordentlich ist, mit Ball Badi was anfangen und ein Spiel aus dem Mittelfeld heraus gut eröffnen kann und einen kreativen "Freigeist", der sich offensiv dort bewegen kann, wo es instinktiv sinnvoll ist und von dort aus kreativ und torgefährlich sein kann, aber natürlich auch mit gegen den Ball arbeitet in der Umschaltsituation.
Natürlich bekommt man es selten hin, dass man es genauso hinbekommt, aber vom Ansatz her muss man versuchen, so ein Trio im Mittelfeld (und am besten noch jeweils einen Backup) zu bekommen.
Bei uns ist es aber mehr so, dass sie von allem etwas können, aber davon nichts sehr gut - geschweige denn herausragend (im Rahmen der Möglichkeiten und Liga).
Wenn man das schon nicht hat und dadurch logischerweise weder defensiv noch offensiv eine klare Struktur und Qualität in dem Bereich vorhanden ist, muss ich entweder ein fehlendes Puzzle-Stein dazuholen (wird aber nicht passieren, da man intern wohl eine andere Sicht hat) oder durch taktische Anpassungen die Probleme minimieren und dadurch Qualität erhöhen. Sprich: Schallenberg einen an die Seite stellen (Seguin, Latza, Tauer) und davor einen Ouedraogo bringen.
Aber ich befürchte, dass auch das nicht passieren wird. Ich gehe eher davon aus, dass einer aus Seguin, Tempelmann "geopfert" wird und stattdessen Latza spielen wird.
Aber in einem Heimspiel gegen Kiel, was unbedingt gewonnen werden muss, wäre das fast ein Offenbarungseid
Andererseits wird er sich die Option Ouedraogo als Joker gerne lassen wollen, denn sonst hat er nach dem Faserriss von Drexler für diese Position keinen Spieler mehr in der Hinterhand und hätte dann wieder nur einen Spielertyp wie Tempelmann zum Nachlegen, wenn Ouedraogo raus müsste. Ein Experiment mit Kabadayi als Joker auf der Position wird er wohl nicht starten
Ich habe es auch schon vor Saisonstart geschrieben (zumindest bei Twitter), dass mir diese 3 im Großen und Ganzen zu ähnlich sind und daher nicht kompatibel sind.
In einem 2-Mann Sturm müssen sich Spieler auch ergänzen und bestenfalls jeweils das haben, was der Nebenmann eben nicht hat.
Und so ist es im Mittelfeld auch. Natürlich unterscheiden sich die 3 Spieler in Nuancen, aber die Unterschiede - vor allem die Positiven - sind nicht ausgeprägt genug, als das man sie gleichzeitig zusammen bringen sollte.
Eigentlich braucht man in einem Dreier-Mittelfeld einen "Aggressive Leader", daneben einen Spielgestalter, der defensiv ordentlich ist, mit Ball Badi was anfangen und ein Spiel aus dem Mittelfeld heraus gut eröffnen kann und einen kreativen "Freigeist", der sich offensiv dort bewegen kann, wo es instinktiv sinnvoll ist und von dort aus kreativ und torgefährlich sein kann, aber natürlich auch mit gegen den Ball arbeitet in der Umschaltsituation.
Natürlich bekommt man es selten hin, dass man es genauso hinbekommt, aber vom Ansatz her muss man versuchen, so ein Trio im Mittelfeld (und am besten noch jeweils einen Backup) zu bekommen.
Bei uns ist es aber mehr so, dass sie von allem etwas können, aber davon nichts sehr gut - geschweige denn herausragend (im Rahmen der Möglichkeiten und Liga).
Wenn man das schon nicht hat und dadurch logischerweise weder defensiv noch offensiv eine klare Struktur und Qualität in dem Bereich vorhanden ist, muss ich entweder ein fehlendes Puzzle-Stein dazuholen (wird aber nicht passieren, da man intern wohl eine andere Sicht hat) oder durch taktische Anpassungen die Probleme minimieren und dadurch Qualität erhöhen. Sprich: Schallenberg einen an die Seite stellen (Seguin, Latza, Tauer) und davor einen Ouedraogo bringen.
Aber ich befürchte, dass auch das nicht passieren wird. Ich gehe eher davon aus, dass einer aus Seguin, Tempelmann "geopfert" wird und stattdessen Latza spielen wird.
Aber in einem Heimspiel gegen Kiel, was unbedingt gewonnen werden muss, wäre das fast ein Offenbarungseid
Andererseits wird er sich die Option Ouedraogo als Joker gerne lassen wollen, denn sonst hat er nach dem Faserriss von Drexler für diese Position keinen Spieler mehr in der Hinterhand und hätte dann wieder nur einen Spielertyp wie Tempelmann zum Nachlegen, wenn Ouedraogo raus müsste. Ein Experiment mit Kabadayi als Joker auf der Position wird er wohl nicht starten
So komplett unbrauchbar sehe ich das dann doch nicht. Schallenberg ist schon ein guter Sechser und die alleinig Sehs traue ich ihm auch zu,. Allerdings noch nicht. Wenn wir eine gute Struktur haben, dann kann er das schon spielen. Vor allem, wenn beispielsweise Brunner als dritter Mann hinten absichert. Dahinter gibt es Tauer. Der kann auch die Sechs spielen, wenn auch eher nicht alleine.
Dann auf der Acht kann man finde ich in einem Dreiermittelfeld am meisten anpassen, auch an die Gegner. Da kann man einen physischen Allrounder hinstellen, einen passischeren Spieler wie Drexler, einen Ballschlepper wie Tempelmann oder auch einen Allrounder wie Latza. Nur brauchst du davon dann eigentlich zwei plus eventuell jemanden wie Latza dahinter. Also etwa Seguin und Drexler als zwei unterschiedliche Spielertypen auf der Acht mit Latza dahinter würde passen. Wir haben mit Tempelmann aber noch jemanden dazu geholt. Und daher spielen immer zwei davon, was nicht passieren darf. Höchstens wenn man gegen einen stärkeren Gegner spielt und eher über das Umschalten kommt und tiefer steht. Dann ja. Aber solche Spiele haben wir in der Liga ja fast niemals diese Saison zu bestreiten.
Auf der dritten Positon muss dann wie von dir beschrieben ein kreativer, offensiver Mann spielen. Und da haben wir eben nur den einen Spieler und der ist erst 17 und halt Idrizi. Das ist ein schwerer Fehler in der Kaderkonstruktion. Ganz ehrlich: Ich würde sogar lieber mit Idrizi plus Tempelman / Seguin spielen als beide nebeneinander auflaufen zu lassen. Das passt einfach nicht. Und ich habe nicht verstanden, was die Idee dahinter sein soll. Hoffentlich sehen wir sie noch. Aber ich würde auch am liebsten einen weiteren Zehner holen, auch wenn dann ein Achter zu viel im Kader stehen und auch trainieren sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von nibo1904 am 21.08.2023 um 00:45 Uhr bearbeitet
21.08.2023 - 00:55 Uhr
Zitat von Emschertalbahn
Trotz aller Defizite in der Kaderzusammenstellung ist es wohl trotzdem Konsens, dass man einen besseren Kader als Braunschweig und Lautern auf den Platz bekommt. Gegen Lautern brauchten wir Platzverweise, um zu gewinnen und heute sah es spielerisch genau so schlecht aus, wie in den Spielen davor und zum großen Teil auch in der Vorbereitung. Und es ist eben Aufgabe des Trainers die PS des Kaders auf die Straße zu bekommen. Das schafft Reis nicht im Moment. Irgendwie ist er auch anders als in der RR, durch die er sehr viel Kredit hat. Damals strahlte er siegeswillen und Zuversicht aus, jetzt erscheint er leicht angesickt und störrisch. Eine Mannschaft bildet ja immer auch ein wenig den Trainer ab, aber im Moment ist das nicht der Reis der Rückrunde.
Trotz aller Defizite in der Kaderzusammenstellung ist es wohl trotzdem Konsens, dass man einen besseren Kader als Braunschweig und Lautern auf den Platz bekommt. Gegen Lautern brauchten wir Platzverweise, um zu gewinnen und heute sah es spielerisch genau so schlecht aus, wie in den Spielen davor und zum großen Teil auch in der Vorbereitung. Und es ist eben Aufgabe des Trainers die PS des Kaders auf die Straße zu bekommen. Das schafft Reis nicht im Moment. Irgendwie ist er auch anders als in der RR, durch die er sehr viel Kredit hat. Damals strahlte er siegeswillen und Zuversicht aus, jetzt erscheint er leicht angesickt und störrisch. Eine Mannschaft bildet ja immer auch ein wenig den Trainer ab, aber im Moment ist das nicht der Reis der Rückrunde.
Ich habe die Begeisterung und die Euphorie um Reis nie verstanden.
Um es klar zu sagen: Er passt als Typ toll zur Region und zum Verein und ich hoffe, dass er noch lange unser Coach ist.
Aber es geht um Inhalte und da ist für mich eigentlich logisch, dass es nicht mehr der Reis der vergangenen Rückrunde ist.
Als er zu uns kam, war die Situation aussichtslos und nicht er hatte nichts mehr zu verlieren. Er konnte nur gewinnen. Und er hat ja sogar gewonnen, obwohl das Ziel nicht erreicht wurde und wir abgestiegen sind.
Er hat damals einen anderen Spirit reingebracht, ein selbstbewusstes Auftreten und eine Aura gehabt (also das Gegenteil von Kramer) und konnte alles aus der Position des totalen Außenseiters, des totalen Underdogs angehen. Ob Aussagen, ob Taktik, ob Aufstellung etc.
Die Fans waren schon froh, dass die Mannschaft sich wehrte, zeigte, dass sie lebt und Moral hat. Und im Winter bekam er mit Jenz natürlich einen Spieler, der eine natürliche Führungspersönlichkeit mit großer Ausstrahlung war. Mit Itakura hatten wir in der letzten 2. Liga auch so einen Spieler, die eben durch ihr Auftreten und ihre Qualität auch den Nebenmann besser aussehen lassen. Baumgartl war und ist nicht so ein Typ. Daher verstand ich auch nicht die große Begeisterung bei seiner Verpflichtung. Er ist ein guter Mann für die 2. Liga,.hat aber mit sich und seiner Leistung seit Jahren selbst genug zu tun und hat auch keine besondere Aura.
Jedenfalls waren viele Fans mit "Kleinigkeiten" zufrieden. Kämpfen, sich wehren, antiquiert Mann gegen Mann spielen, ekelig sein etc. Spiele , wo man in letzter Sekunde noch Tore erzielte und Punkte holte, weil man den Spirit und die Mentalität hatte, wurden oftmals gar nicht mehr objektiv betrachtet, wie zum Beispiel der Punkt gegen Dortmund. Denn die hätten uns vor dem 2-2 schon abschießen müssen. Man hatte da oftmals Glück, sich dieses aber auch erarbeitet. Aber eben immer aus der Underdog Rolle heraus.
Aber das ist doch jetzt völlig anders. Reis selbst hat gesagt, dass wir aufsteigen werden. Wir sind jetzt nicht mehr der regelmäßige Underdog, sondern nahezu immer der Favorit. Die Erwartungen und die Ansprüche haben sich im Vergleich zur Rückrunde völlig verschoben. Und das nicht nur bei den Fans, sondern auch im Verein.
Jetzt reicht es nicht mehr, ekelig zu sein, eine gute Mentalität zu zeigen und Spirit zu haben. Jetzt muss man darüber hinaus eine Favoritenrolle an- und einnehmen, sowie dieser inhaltlich auch gerecht werden.
Und da ist es nicht nur selbstverständlich, sondern aus meiner Sicht sogar richtig, wichtig und nötig, dass Fans beim Spiel gegen Lautern grummeln, wenn da so ein Mist geboten wird und Leistungen nachher auch deutlich kritisieren. Das hat ja nichts damit zu tun, dass man von der Mannschaft abrückt oder sie nicht mehr unterstützen würde. Das Gegenteil ist der Fall: Durch Kritik will man optimieren und wachrütteln. Blindes Gehorsam und blinde Unterstützung bringen nämlich nichts, da dann das Kind schon längst im Brunnen liegt, wenn endlich mal Kritik aufkommt.
Leider hat Reis mit seinen zynischen Aussagen (das alte Schalke ist zurück) und seiner Reaktion Richtung Tribüne nach dem Treffer zum 2-0 gegen Lautern gezeigt, dass er damit nicht gut umgehen kann und gerade in solchen Zeiten zeigt sich, wie gut ein Trainer ist. Wenn ich nur solange funktioniere, wie mir alle auf die Schulter klopfen, bin ich kein guter Coach. Ich muss auch mit Kritik, mit Gegenwind etc. umgehen können und zeigen,dass ich der Situation gewachsen bin und Lösungen habe.
Das hat Reis diese Saison noch nicht gezeigt. Weder in der Vorbereitung, noch in den Pflichtspielen. Kritik war und ist bei dieser Spielweise nicht nur angebracht, sondern Pflicht. Daran muss er sich gewöhnen, denn Schalke ist ein wuchtiger und emotionaler Club, was er auch weiß und sich darauf eingelassen hat.
Es bringt aber auch nichts, auf den Aufstieg mit Bochum zu verweisen (unter dem Motto: Er hat ja schon mal gezeigt, dass er es kann), denn auch in der Saison war Bochum kein Anwärter auf den Aufstieg und entsprechend gelang der Aufstieg und spätere Klassenerhalt aus der Außenseiterrolle heraus. Also wieder die Underdog-Rolle,wo man meistens nur gewinnen kann.
Bei uns kann er diese Saison aber nichts gewinnen. Natürlich würde sich jeder über den Aufstieg extrem freuen, aber damit hätte man "nur" das erreicht, was man selbst nicht nur als Ziel (wir wollen), sondern als Selbstverständnis (wir werden) ausgegeben hat.
Und diese Rolle hat Reis noch nicht adaptiert. Er zeigt, dass er sich in der anderen Rolle wohler gefühlt hat und diese auch besser zu ihm passt. Die Rolle, wo er als Underdog was gewinnen kann. Und nicht die Rolle, wo er was verlieren kann. Das ist zumindest bisher nicht sein Ding.
Das neigt sich in seinen Verhaltensmustern, seinen Aussagen, seiner Dünnhäutigkeit etc
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