Team-ums-Team-Thread
04.06.2009 - 00:09 Uhr
16.12.2012 - 17:51 Uhr
Zitat von RGB277740:
Zitat von H_Larsson:
Zitat von Toni1904:
Zitat von Mr.Satan:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Weil man ihn eventuell als Mitverantwortlichen gesehen hat? Weil man eben auf jemand setzen wollte, der nicht schon 2 Jahre mit der Mannschaft arbeitet?
Das kann ich schon verstehen.
Das man Gehrke allerdings nicht rauswirft, halte ich für höchst bedenklich.
Dann hätte man aber Eichkorn auch mit rausschmeissen müssen. Gehrke sowieso.
Eichkorn hat doch schon mehrere Trainer bei uns mitgemacht. Er hat nciht die Ambitionen längerfristig die Leitung zu übernehmen und ordnet sich hinter dem Cheftrainer ein. Ich denke Eichkorn ist kein Faktor den man großartig als Problem sehen sollte.
Das macht schon mehr Sinn , am Ende bleibt es sowieso nur eine Vermutung.
Vielleicht wollte man Gisdol nicht den Chef-Trainer Posten übergeben und entschied sich Keller den Vorrang zu lassen , und dies wollte Gisdol nicht auf sich nehmen und entschied sich ebenfalls getrennte Wege gehen zu wollen , quasi ohne Aussicht auf eine Beförderung , es ist ja bekannt das Gisdol auf ein Chef-Trainer Job lauert innerhalb der Bundesliga. Wäre dies der Fall , fände ich es schon traurig.
Es gibt aber auch noch viele andere Vermutungen , dies ist nur eine. Ich find die Entlassung an sich sehr fragwürdig.
ich glaube man hätte es gisdol auch machen lassen das halbe jahr , wir schon relativ sicher mit tuchel klar sind und man die gefahr sah , dass gisdol sich nicht einfach wieder ins zweite glied zurück versetzten wollen würde und man bei einer guten rückrunde unter ihm in erklärungsnot geraten würde warum man denn dann noch tuchel holt und tuchel dann einen schweren stand von anfang an gehabt hätte. Keller wird denke ich mal mehr oder weniger kein problem haben nächstes jahr wieder die u17 zu trainieren. Wer trainiert die jetzt eigentlich?
Zitat von H_Larsson:
Zitat von Toni1904:
Zitat von Mr.Satan:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Weil man ihn eventuell als Mitverantwortlichen gesehen hat? Weil man eben auf jemand setzen wollte, der nicht schon 2 Jahre mit der Mannschaft arbeitet?
Das kann ich schon verstehen.
Das man Gehrke allerdings nicht rauswirft, halte ich für höchst bedenklich.
Dann hätte man aber Eichkorn auch mit rausschmeissen müssen. Gehrke sowieso.
Eichkorn hat doch schon mehrere Trainer bei uns mitgemacht. Er hat nciht die Ambitionen längerfristig die Leitung zu übernehmen und ordnet sich hinter dem Cheftrainer ein. Ich denke Eichkorn ist kein Faktor den man großartig als Problem sehen sollte.
Das macht schon mehr Sinn , am Ende bleibt es sowieso nur eine Vermutung.
Vielleicht wollte man Gisdol nicht den Chef-Trainer Posten übergeben und entschied sich Keller den Vorrang zu lassen , und dies wollte Gisdol nicht auf sich nehmen und entschied sich ebenfalls getrennte Wege gehen zu wollen , quasi ohne Aussicht auf eine Beförderung , es ist ja bekannt das Gisdol auf ein Chef-Trainer Job lauert innerhalb der Bundesliga. Wäre dies der Fall , fände ich es schon traurig.
Es gibt aber auch noch viele andere Vermutungen , dies ist nur eine. Ich find die Entlassung an sich sehr fragwürdig.
ich glaube man hätte es gisdol auch machen lassen das halbe jahr , wir schon relativ sicher mit tuchel klar sind und man die gefahr sah , dass gisdol sich nicht einfach wieder ins zweite glied zurück versetzten wollen würde und man bei einer guten rückrunde unter ihm in erklärungsnot geraten würde warum man denn dann noch tuchel holt und tuchel dann einen schweren stand von anfang an gehabt hätte. Keller wird denke ich mal mehr oder weniger kein problem haben nächstes jahr wieder die u17 zu trainieren. Wer trainiert die jetzt eigentlich?
16.12.2012 - 20:05 Uhr
Zitat von Mr.Satan:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Weil man ihn eventuell als Mitverantwortlichen gesehen hat? Weil man eben auf jemand setzen wollte, der nicht schon 2 Jahre mit der Mannschaft arbeitet?
Das kann ich schon verstehen.
Das man Gehrke allerdings nicht rauswirft, halte ich für höchst bedenklich.
Habe mich auch gewundert, dass man Gehrke nicht gleich den Stiefel verpasst hat. Ich hätte mich auf jeden Fall gefreut. Tja, irgendwie bitter, dass man sich von Dreher getrennt hat und dann den Nachfolger nach 6 Monaten auch gleich rausschmeissen könnte. Wegen einem Gehrke hat man Dreher entlassen, ich schüttel immer noch den Kopf.
Zu Gisdol: ich denke, der wollte sich nicht mehr einreihen. Bin gespannt, ob er schon im Winter eine Anstellung als Cheftrainer bekommt. Der wird ganz bestimmt seinen Weg gehen. Ist auch irgendwo verständlich, wenn der U17 Trainer zum Chef befördert wird und der Co. dann wieder nicht zum Zug kommt. Dann trennt man sich lieber.
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Weil man ihn eventuell als Mitverantwortlichen gesehen hat? Weil man eben auf jemand setzen wollte, der nicht schon 2 Jahre mit der Mannschaft arbeitet?
Das kann ich schon verstehen.
Das man Gehrke allerdings nicht rauswirft, halte ich für höchst bedenklich.
Habe mich auch gewundert, dass man Gehrke nicht gleich den Stiefel verpasst hat. Ich hätte mich auf jeden Fall gefreut. Tja, irgendwie bitter, dass man sich von Dreher getrennt hat und dann den Nachfolger nach 6 Monaten auch gleich rausschmeissen könnte. Wegen einem Gehrke hat man Dreher entlassen, ich schüttel immer noch den Kopf.
Zu Gisdol: ich denke, der wollte sich nicht mehr einreihen. Bin gespannt, ob er schon im Winter eine Anstellung als Cheftrainer bekommt. Der wird ganz bestimmt seinen Weg gehen. Ist auch irgendwo verständlich, wenn der U17 Trainer zum Chef befördert wird und der Co. dann wieder nicht zum Zug kommt. Dann trennt man sich lieber.
16.12.2012 - 20:28 Uhr
Keine Ahnung, ob das schon geschrieben wurde, aber für erklärt sich die Trennung von Gisdol recht einfach: Er hatte die Ambition mit einem langfristigen Vertrag auf Schalke ausgestattet zu werden, diesen wollte man ihm aber nicht anbieten. Er hat sicherlich die Ambition jetzt cheftrainer zu werden.
Also hat er gesagt: Seid mir nicht böse, aber dann suche ich mir was, wo ich das sein kann und nicht nur einen halbjahresvertrag bekomme. (Hoffenheim hat angeklopft?)
Und Ende. Keine Verschwörung, sonderen einfach unterschiedliche Vorstellungen, so wie das im Arbeitsleben eben manchmal ist.
Also hat er gesagt: Seid mir nicht böse, aber dann suche ich mir was, wo ich das sein kann und nicht nur einen halbjahresvertrag bekomme. (Hoffenheim hat angeklopft?)
Und Ende. Keine Verschwörung, sonderen einfach unterschiedliche Vorstellungen, so wie das im Arbeitsleben eben manchmal ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von efelowe am 16.12.2012 um 20:29 Uhr bearbeitet
16.12.2012 - 20:44 Uhr
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.
16.12.2012 - 21:30 Uhr
Zitat von McCafe:
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.Ich glaubs, nicht ich bin tatsächlich mit dir einer Meinung :D
allerdings ist Eichkorn ja sowieso eher der unterordnende Typ und bei Gehrke weis ichs nicht vllt weil er noch nicht lange da ist oder so :p
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.Ich glaubs, nicht ich bin tatsächlich mit dir einer Meinung :D
allerdings ist Eichkorn ja sowieso eher der unterordnende Typ und bei Gehrke weis ichs nicht vllt weil er noch nicht lange da ist oder so :p
16.12.2012 - 21:36 Uhr
Zitat von McCafe:
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.
Wenn man beim Cheftrainer schon auf die interne (und somit auch kostensparende Lösung) setzt, hätte es wenig Sinn gemacht den gesamten Trainerstab mit zu entlassen. Wenn Keller tatsächlich "nur" ein halbes Jahr lang Trainer bleibt, müsste man für das halbe Jahr einen Co- und Torwarttrainer finden ( eine längerfristige Bindung hätte ja keinen Sinn gemacht, weil die meisten Trainer(-nachfolger) gerne ein eigenes Team mitbringen). Und je mehr Leute man entlässt und den Posten neu besetzt, desto kostspieliger wird das Ganze. Das macht man nur, wenn man Konfliktpotential sieht und das kann ich mir bei Seppo nicht vorstellen, bei Gisdol wäre es schon eher vorhanden. Das sieht man allein schon daran, dass viele hier im Forum ihn als geeigneter als Keller sehen, er selbst sieht es wahrscheinlich ähnlich. Da würde er sich wahrscheinlich nicht unterordnen wollen.
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.
Wenn man beim Cheftrainer schon auf die interne (und somit auch kostensparende Lösung) setzt, hätte es wenig Sinn gemacht den gesamten Trainerstab mit zu entlassen. Wenn Keller tatsächlich "nur" ein halbes Jahr lang Trainer bleibt, müsste man für das halbe Jahr einen Co- und Torwarttrainer finden ( eine längerfristige Bindung hätte ja keinen Sinn gemacht, weil die meisten Trainer(-nachfolger) gerne ein eigenes Team mitbringen). Und je mehr Leute man entlässt und den Posten neu besetzt, desto kostspieliger wird das Ganze. Das macht man nur, wenn man Konfliktpotential sieht und das kann ich mir bei Seppo nicht vorstellen, bei Gisdol wäre es schon eher vorhanden. Das sieht man allein schon daran, dass viele hier im Forum ihn als geeigneter als Keller sehen, er selbst sieht es wahrscheinlich ähnlich. Da würde er sich wahrscheinlich nicht unterordnen wollen.
16.12.2012 - 21:36 Uhr
Zitat von Tempah:
Zitat von McCafe:
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.Ich glaubs, nicht ich bin tatsächlich mit dir einer Meinung :D
allerdings ist Eichkorn ja sowieso eher der unterordnende Typ und bei Gehrke weis ichs nicht vllt weil er noch nicht lange da ist oder so :p
Gutes Argument: Wir feuern sie mal heute nicht, weil sie erst kürzlich zu uns gekommen sind.
Ne, Spass beiseite, im Endeffekt macht es nichts aus, ob wir nun Gehrke noch 6 Monate im Verein haben oder irgendeinen anderen arbeitslosen, inkompetenten Torwarttrainer engagieren. Im Sommer wird Gehrke sicherlich die Tür gezeigt. Wenn Heldt konsequent gewesen wäre, hätte er Gehrke gefeuert und tatsächlich irgendeinen anderen Arbeitslosen angestellt.
Zitat von McCafe:
ich hätte Eichkorn und Gehrke auch gleich mit entlassen.Ich glaubs, nicht ich bin tatsächlich mit dir einer Meinung :D
allerdings ist Eichkorn ja sowieso eher der unterordnende Typ und bei Gehrke weis ichs nicht vllt weil er noch nicht lange da ist oder so :p
Gutes Argument: Wir feuern sie mal heute nicht, weil sie erst kürzlich zu uns gekommen sind.
Ne, Spass beiseite, im Endeffekt macht es nichts aus, ob wir nun Gehrke noch 6 Monate im Verein haben oder irgendeinen anderen arbeitslosen, inkompetenten Torwarttrainer engagieren. Im Sommer wird Gehrke sicherlich die Tür gezeigt. Wenn Heldt konsequent gewesen wäre, hätte er Gehrke gefeuert und tatsächlich irgendeinen anderen Arbeitslosen angestellt.
17.12.2012 - 00:32 Uhr
Zitat von Runaway:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Wenn man von ihm überzeugt wäre, hätte man ihn zum Chef gemacht. Wo ist denn überhaupt das Problem?
Das Problem ist schlicht mangelnde Nachvollziehbarkeit. Zu kritisieren ist die Entscheidung nicht, da keine Informationen über ihre Hintergründe öffentlich sind - bemerkens- und diskussionswert ist es aber doch, wenn bei einer internen Lösung der profilierteste Co der Liga übergangen und an seiner statt der B-Jugend-Trainer befördert wird, ohne dass dieser Schritt als zukunftsweisende Weichenstellung gelten könnte oder wenigstens verkauft würde.
Es scheint für die Bewertungen von Huubs Arbeit und seiner Entlassung doch entscheidend, die Rolle Gisdols zu verstehen - dass man formal von ihm tatsächlich weniger überzeugt war als von Keller, halte ich für ausgeschlossen. Folglich müsste sich Gisdol entweder sportlich disqualifiziert haben, wofür er seine Vorstellungen hätte umsetzen können müssen, wodurch Huubs Anteil an Erfolg und Misserfolg marginalisiert oder zumindest umgewertet würde, oder charakterlich, was ebenso beachtenswert wäre. Falls Gisdol hingegen nicht hat gestalten können - bzw. nicht in angemessenem Rahmen -, wäre er so auch von der Krise unbetroffen und der natürliche Kandidat einer nicht-externen Variante.
In jedem Fall deutet doch alles darauf hin, dass die Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-Argumentation Stevens´ nach dem Freiburg-Spiel, die Andeutung intern bekannter Ursachen für die Krise, sich auf einen Konflikt zwischen ihm und Gisdol, bzw. eine in uneindeutiger Loyalität gespaltene Mannschaft bezog. Und für Heldt wäre es ein leichtes gewesen, die Freistellung Gisdols schlicht über einen Neuanfang oder zumindest eine klare Zäsur zu argumentieren - stattdessen zimmert er das Konstrukt einer unklaren Hierarchie, die (von außen betrachtet) jedoch folgerichtig unklar, weil verkehrt wäre und sagt so letztlich nichts.
Falls Hoffenheim unter Gisdol in der Rückrunde entzückenden Rangnick-Fußball spielt und wir, im Liga-Mittelfeld strandend, nach wie vor Woche für Woche mit der Mentalitäts- und Entwicklungs-Keule gequält werden, wüsste ich schon gerne warum... Alles in allem die mit Abstand interessanteste Trainerentlassung, an die ich mich erinnern kann...
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Wenn man von ihm überzeugt wäre, hätte man ihn zum Chef gemacht. Wo ist denn überhaupt das Problem?
Das Problem ist schlicht mangelnde Nachvollziehbarkeit. Zu kritisieren ist die Entscheidung nicht, da keine Informationen über ihre Hintergründe öffentlich sind - bemerkens- und diskussionswert ist es aber doch, wenn bei einer internen Lösung der profilierteste Co der Liga übergangen und an seiner statt der B-Jugend-Trainer befördert wird, ohne dass dieser Schritt als zukunftsweisende Weichenstellung gelten könnte oder wenigstens verkauft würde.
Es scheint für die Bewertungen von Huubs Arbeit und seiner Entlassung doch entscheidend, die Rolle Gisdols zu verstehen - dass man formal von ihm tatsächlich weniger überzeugt war als von Keller, halte ich für ausgeschlossen. Folglich müsste sich Gisdol entweder sportlich disqualifiziert haben, wofür er seine Vorstellungen hätte umsetzen können müssen, wodurch Huubs Anteil an Erfolg und Misserfolg marginalisiert oder zumindest umgewertet würde, oder charakterlich, was ebenso beachtenswert wäre. Falls Gisdol hingegen nicht hat gestalten können - bzw. nicht in angemessenem Rahmen -, wäre er so auch von der Krise unbetroffen und der natürliche Kandidat einer nicht-externen Variante.
In jedem Fall deutet doch alles darauf hin, dass die Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-Argumentation Stevens´ nach dem Freiburg-Spiel, die Andeutung intern bekannter Ursachen für die Krise, sich auf einen Konflikt zwischen ihm und Gisdol, bzw. eine in uneindeutiger Loyalität gespaltene Mannschaft bezog. Und für Heldt wäre es ein leichtes gewesen, die Freistellung Gisdols schlicht über einen Neuanfang oder zumindest eine klare Zäsur zu argumentieren - stattdessen zimmert er das Konstrukt einer unklaren Hierarchie, die (von außen betrachtet) jedoch folgerichtig unklar, weil verkehrt wäre und sagt so letztlich nichts.
Falls Hoffenheim unter Gisdol in der Rückrunde entzückenden Rangnick-Fußball spielt und wir, im Liga-Mittelfeld strandend, nach wie vor Woche für Woche mit der Mentalitäts- und Entwicklungs-Keule gequält werden, wüsste ich schon gerne warum... Alles in allem die mit Abstand interessanteste Trainerentlassung, an die ich mich erinnern kann...
17.12.2012 - 01:55 Uhr
Zitat
Zitat von j_o_n_a_s___:
Zitat von Runaway:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Wenn man von ihm überzeugt wäre, hätte man ihn zum Chef gemacht. Wo ist denn überhaupt das Problem?
Das Problem ist schlicht mangelnde Nachvollziehbarkeit. Zu kritisieren ist die Entscheidung nicht, da keine Informationen über ihre Hintergründe öffentlich sind - bemerkens- und diskussionswert ist es aber doch, wenn bei einer internen Lösung der profilierteste Co der Liga übergangen und an seiner statt der B-Jugend-Trainer befördert wird, ohne dass dieser Schritt als zukunftsweisende Weichenstellung gelten könnte oder wenigstens verkauft würde.
Es scheint für die Bewertungen von Huubs Arbeit und seiner Entlassung doch entscheidend, die Rolle Gisdols zu verstehen - dass man formal von ihm tatsächlich weniger überzeugt war als von Keller, halte ich für ausgeschlossen. Folglich müsste sich Gisdol entweder sportlich disqualifiziert haben, wofür er seine Vorstellungen hätte umsetzen können müssen, wodurch Huubs Anteil an Erfolg und Misserfolg marginalisiert oder zumindest umgewertet würde, oder charakterlich, was ebenso beachtenswert wäre. Falls Gisdol hingegen nicht hat gestalten können - bzw. nicht in angemessenem Rahmen -, wäre er so auch von der Krise unbetroffen und der natürliche Kandidat einer nicht-externen Variante.
In jedem Fall deutet doch alles darauf hin, dass die Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-Argumentation Stevens´ nach dem Freiburg-Spiel, die Andeutung intern bekannter Ursachen für die Krise, sich auf einen Konflikt zwischen ihm und Gisdol, bzw. eine in uneindeutiger Loyalität gespaltene Mannschaft bezog. Und für Heldt wäre es ein leichtes gewesen, die Freistellung Gisdols schlicht über einen Neuanfang oder zumindest eine klare Zäsur zu argumentieren - stattdessen zimmert er das Konstrukt einer unklaren Hierarchie, die (von außen betrachtet) jedoch folgerichtig unklar, weil verkehrt wäre und sagt so letztlich nichts.
Falls Hoffenheim unter Gisdol in der Rückrunde entzückenden Rangnick-Fußball spielt und wir, im Liga-Mittelfeld strandend, nach wie vor Woche für Woche mit der Mentalitäts- und Entwicklungs-Keule gequält werden, wüsste ich schon gerne warum... Alles in allem die mit Abstand interessanteste Trainerentlassung, an die ich mich erinnern kann...
Super!
Zitat von j_o_n_a_s___:
Zitat von Runaway:
Zitat von falkone:
Warum hat man dann nicht gleich Gisdol zum Chef gemacht? Wenn er Differenzen mit Stevens gehabt haben sollte zählt das "Er ist für den Misserfolg mitverantwortlich"-Argument ja nicht mehr so sehr.
Wenn man von ihm überzeugt wäre, hätte man ihn zum Chef gemacht. Wo ist denn überhaupt das Problem?
Das Problem ist schlicht mangelnde Nachvollziehbarkeit. Zu kritisieren ist die Entscheidung nicht, da keine Informationen über ihre Hintergründe öffentlich sind - bemerkens- und diskussionswert ist es aber doch, wenn bei einer internen Lösung der profilierteste Co der Liga übergangen und an seiner statt der B-Jugend-Trainer befördert wird, ohne dass dieser Schritt als zukunftsweisende Weichenstellung gelten könnte oder wenigstens verkauft würde.
Es scheint für die Bewertungen von Huubs Arbeit und seiner Entlassung doch entscheidend, die Rolle Gisdols zu verstehen - dass man formal von ihm tatsächlich weniger überzeugt war als von Keller, halte ich für ausgeschlossen. Folglich müsste sich Gisdol entweder sportlich disqualifiziert haben, wofür er seine Vorstellungen hätte umsetzen können müssen, wodurch Huubs Anteil an Erfolg und Misserfolg marginalisiert oder zumindest umgewertet würde, oder charakterlich, was ebenso beachtenswert wäre. Falls Gisdol hingegen nicht hat gestalten können - bzw. nicht in angemessenem Rahmen -, wäre er so auch von der Krise unbetroffen und der natürliche Kandidat einer nicht-externen Variante.
In jedem Fall deutet doch alles darauf hin, dass die Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-Argumentation Stevens´ nach dem Freiburg-Spiel, die Andeutung intern bekannter Ursachen für die Krise, sich auf einen Konflikt zwischen ihm und Gisdol, bzw. eine in uneindeutiger Loyalität gespaltene Mannschaft bezog. Und für Heldt wäre es ein leichtes gewesen, die Freistellung Gisdols schlicht über einen Neuanfang oder zumindest eine klare Zäsur zu argumentieren - stattdessen zimmert er das Konstrukt einer unklaren Hierarchie, die (von außen betrachtet) jedoch folgerichtig unklar, weil verkehrt wäre und sagt so letztlich nichts.
Falls Hoffenheim unter Gisdol in der Rückrunde entzückenden Rangnick-Fußball spielt und wir, im Liga-Mittelfeld strandend, nach wie vor Woche für Woche mit der Mentalitäts- und Entwicklungs-Keule gequält werden, wüsste ich schon gerne warum... Alles in allem die mit Abstand interessanteste Trainerentlassung, an die ich mich erinnern kann...
Super!
17.12.2012 - 02:42 Uhr
Zitat von bild.de:
8.15 Uhr: Heldt entlässt auch Co-Trainer Markus Gisdol (43), der sich Chancen auf die Stevens-Nachfolge ausgerechnet hat. Heldt: „Wir wollen einen klaren Chef. Das wäre mit Markus als Assistent nicht möglich gewesen.“
http://www.bild.de/sport/fussball/schalke/so-lief-der-stevens-rauswurf-27687482.bild.html
8.15 Uhr: Heldt entlässt auch Co-Trainer Markus Gisdol (43), der sich Chancen auf die Stevens-Nachfolge ausgerechnet hat. Heldt: „Wir wollen einen klaren Chef. Das wäre mit Markus als Assistent nicht möglich gewesen.“
http://www.bild.de/sport/fussball/schalke/so-lief-der-stevens-rauswurf-27687482.bild.html
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