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Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
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Michael Preetz |#41
08.02.2015 - 14:27 Uhr
Zitat von kypdurron
Ich weiß nicht. Man muss ja auch mal sehen wo Hertha herkommt. Eine durchgängige Philosophie verordnet man in einer Stadt wie Berlin nicht und setzt sie dann in 2-5 Jahren durch. Hertha war ein Chaosclub solange ich denken kann. Mit Ufa und Hoeneß kam eine Professionalisierung, aber keine Identität. Erst waren wir der Ostclub, dann der CL Emporkömmling, dann das Ghettokids Team, dann die Schweizer Polyvalenzmaschine ... Und seitdem ging es eigentlich nur noch ums Überleben.


Wir können uns aber doch nicht von unserem schwierigen Umfeld treiben lassen, nur weil es sehr sprunghaft in seiner Anschauung ist. Ich erinnere mal an die Favre Verpflichtung und die öffentlichen Bekundungen in der ersten Saison. Da wurde offensiv eine graue Maus Saison propagiert und von den Berliner Medien Ruhe eingefordert, da so eine Entwicklung nicht schlagartig vollzogen werden kann (so wirds auch bei Dardai erstmal darum gehen Grundlagen zu schaffen und Ergebnisse zu erzielen). Und was haben wir unter Favre getan? Eine Entwicklung vollzogen, die geplant war. Man hat dementsprechend Spieler verpflichtet und auch aus dem Kader aussortiert.

Natürlich geht es bei uns nur ums Überleben, aber das tut es auch bei vielen anderen Vereinen. Mainz z.B. fährt seine Strategie sicherlich auch nicht (mehr) mit dem Hintergedanken, dass ein Abstieg verschmerzbar ist. Das Team hat sich etabliert und klopfte an die Tür zu den internationalen Plätzen. Das lag natürlich auch an der Konstanz auf dem Trainerposten und etwas Glück bei den Transfers, aber eben auch einer selbstauferlegten Strategie. Warum muss so eine gute Arbeit immer nur in der unaufgeregten Provinz sein (im Vergleich zu unserem Umfeld) und nicht bei Hertha? Wir sahen unsere sportliche Entwicklung der letzten Jahre und sehen auch den HSV, der halbjährlich alle sportlichen Ideale und Vorstellungen über Bord warf, um den nächsten namhaften Trainer einzustellen. Wohin dieses Hin und Her führt haben wir auch schmerzlich erfahren müssen. Bei Frankfurt sehe ich übrigens seit Bruno Hübner auch eine gewisse Konstanz. Armin Veh und Thomas Schaaf haben einen offensiven Fußball spielen lassen, dafür steht die Eintracht nun schon seit dem Aufstieg.

Zitat von kypdurron
Es gab solche Phasen mit vielen Trainern und wenig Profil überall. Hannover, Dortmund, Schalke, aktuell Hamburg. Was ist denn das Profil bei Nürnberg oder Köln. Will man ernsthAft die Situation in Berlin mit Mainz oder Freiburg oder Augsburg vergleichen?
Nein, Kleinstadtvereine, die jahrelang ohne großen Druck in Liga 2 stabile Strukturen schaffen konnten, sind sicher nicht mit Hertha zu vergleichen. Das sind dann eher Köln, der HSV, Nürnberg, Eintracht Frankfurt oder 1860. im Vergleich mit denen steht Hertha gar nicht mal So schlecht da.
Und ohne die Scheichs gäbe es mit Paris noch eine Weltmetropole ohne Superfussball ;)


Nein, wir sind keine Kleinstadt. Unser Umfeld bietet ein deutlich größeres Potenzial. Die Akademie ist tausendfach ausgezeichnet und prämiert worden, das haben wir vielen Vereinen voraus. Dass da der ein oder andere Quertreiber rauskommt ist nur logisch. Dennoch haben wir Spieler wie die Boatengs, Dejagah oder Ebert jahrelang bei uns spielen lassen. Warum nutzen wir die Akademie jetzt nur noch sporadisch? Schulz und Brooks sind natürlich Gegenargumente, aber beide galten als übermäßig talentiert, sodass es da vielleicht gar keine andere Option gab, als die spielen zu lassen. Wir geben aber vielen Youngstern gar nicht erst die Chance bei Hertha BSC wirklich in den Profibereich hinein zu schauen und Fuß zu fassen. Wir verlängern lieber die Verträge mit sportlich kaum relevanten Spielern und blockieren damit einen Kaderplatz bei den Profis, zumal diese Profis dann auch häufig bei U23 aushelfen und dort vielleicht auch den Einsatz eines Talents blockieren könnten.

Da gilt es vor allem den Hebel anzusetzen und zu versuchen den Spielern entweder bei Hertha BSC oder per Leihe bei einem anderen Verein den Einstieg in den Profifußball zu ermöglichen. Diese Leihgeschäfte haben im Erfolgsfall (der Spieler darf regelmäßig spielen) die Folge, dass wir einen Spieler für unseren Kader bekommen, sei es als Back-up oder einem mit Stammplatzpotenzial. Wenn die Spieler dann nicht die erhoffte Qualität entwickeln, oder unbedingt den Vereinswechsel forcieren wollen (z.B. beim Leihverein bleiben wie Lasogga) können wir eine Ablöse herausschlagen und so unsere Jugendakademie ein Stück weit refinanzieren. Das tun wir nämlich nicht mit Mittelmaß in der Regionalliga. Und mir kann keiner erzählen, dass es keinen Markt für unsere jungen Talente gibt. Wir haben sicherlich den ein oder anderen Fritz Walter Medaillen Träger bei uns in den U-Mannschaften, die sind mit Sicherheit begehrt. Und viele kleinere Vereine haben auch finanzielle Probleme und wollen sich mit Leihgeschäften Qualität und Potenzial ins Team holen und das können wir anbieten.

Alles in allem sind meine zwei großen Kritikpunkte an Preetz eben die Philosophie was den Fußball angeht, sprich der Verein will eine gewisse Art von Fußball spielen und verpflichtet dahingehend eben auch die Trainer. Dazu eben die mangelnde Einbindung der Talente, wobei ich da einschränkend sagen muss. Wir befinden uns natürlich in der Phase der Etablierung und hatten im Sommer einen anderen Schwerpunkt bei den Transfers. Im nächsten Sommer, wenn wir denn drin bleiben, ist aber definitiv die Chance junge Spieler in den Kader einzubauen.

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Fahne Pur! Hertha Pur! Zeigt es endlich!

Danke für alles Lucien und Harry!
Michael Preetz |#42
08.02.2015 - 15:23 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Wohin dieses Hin und Her führt haben wir auch schmerzlich erfahren müssen. Bei Frankfurt sehe ich übrigens seit Bruno Hübner auch eine gewisse Konstanz. Armin Veh und Thomas Schaaf haben einen offensiven Fußball spielen lassen, dafür steht die Eintracht nun schon seit dem Aufstieg.


Der Blick nach Frankfurt gefällt mir heute noch besser als gestern nacht smile Die Konstante dort heißt ja eigentlich Bruchhagen und nicht Hübner. Hübner war eine schlaue Verpflichtung von Bruchhagen. Die erfolgreichste war aber eigentlich bis heute Defensiv-Funkel.

Insgesamt ist man da aber auch sehr oft an finanziellen Grenzen und an eigener Hybris gescheitert, obwohl ich bei Bruchhagen immer das Gefühl hatte: Der weiss sehr genau, wie er einen Verein gut führen will. Es ist eben nicht damit getan, eine gute Philosophie zu haben, man braucht auch Glück, ein gutes Händchen und gute Rahmenbedingungen. Das hatte die Eintracht in den letzten Jahren eher zu wenig als zu viel.

Da kann man durchaus eine Parallele zu Hertha ziehen. Ich glaube, auch Preetz hatte und hat durchaus klare Vorstellungen. Vernünftiges Wirtschaften, nahbar sein, lokal Bindung aufbauen, nachhaltige Entwicklung. Das hat so nicht geklappt - sonst wären wir nicht zwei mal abgestiegen. Und was wirklich auffällt: Nichts davon beinhaltet eine Spielphilosophie.

Zitat von Stuermerscout
Alles in allem sind meine zwei großen Kritikpunkte an Preetz eben die Philosophie was den Fußball angeht, sprich der Verein will eine gewisse Art von Fußball spielen und verpflichtet dahingehend eben auch die Trainer. Dazu eben die mangelnde Einbindung der Talente, wobei ich da einschränkend sagen muss. Wir befinden uns natürlich in der Phase der Etablierung und hatten im Sommer einen anderen Schwerpunkt bei den Transfers. Im nächsten Sommer, wenn wir denn drin bleiben, ist aber definitiv die Chance junge Spieler in den Kader einzubauen.


Man kann sich halt auch fragen, war der Frankfurter Stil eher eine Idee von Bruchhagen oder von Veh. Sowohl unter Luhukay als auch unter Babbel gab es erst mal die Utopie der "Berliner Mannschaft" mit vielen Eigengewächsen. Und offensiven Fußball. Trotzdem, nach dem Aufstieg blieb da nicht viel von. Und es gab immer die kaum nachvollziehbaren "Kaderleichen" wie Kaka und Janker. Da gehe ich voll mit.

Preetz hat viele solche kuriose Fehler (?) gemacht, gerade in den ersten zwei Jahren. Aber für mich gibt es durchaus eine Linie, und die auch trainerübergreifend.

1) "Berliner Identität". Viele Projekte zahlen darauf ein, Kieztraining zum Beispiel. Die Förderung von Ex-Spielern, als Trainer oder im Funktionsbereich. Macht Bayern genauso, kann also nicht ganz falsch sein - auch wenn mancher "Seilschaft" ruft.

2) Robuster Fussball. Dafür stand Babbel, dafür stand Jos, und Dardai verkörpert das nahezu. Nur weil es nicht Tikitaka ist, muss es ja nicht keine Philosophie sein ;)

3) Überschaubare Risiken. Im Vergleich zu Hoeneß-Zeiten holen wir die meisten Spieler unter Preetz aus dem deutschen Markt. Seit Jahren. Die kennt man. Vorteil: Man weiss, was man hat. Nachteil: Man entdeckt nicht so schnell den nächsten Ramos.

4) Kooperativer Führungsstil. Ist nach außen vielleicht nicht so wahrnehmbar. Man erkennt aber klar die Indizien dafür. Ich denke, so wie die Trennung von Luhukay verlief - respektvoll und still - so hätte man das eigentlich immer gern. Auch wenn man bei Favre und Babbel vielleicht die Abfindung sparen konnte, weil da die Fetzen flogen.

Jetzt ist die Situation eben die, erst mal das Überleben in der Liga zu sichern und gleichzeitig mit der völlig neuen finanziellen Lage umzugehen. Ich glaube, Kalou und Heitinga waren "Kinderkrankheiten" dieser neuen Situation. Auf einmal kann man auch Namen kaufen, das verlockt. Und nicht imemr kommt dabei die beste Lösung heraus.

Wobei das noch abzuwarten ist - Tendenz in der ersten Halbserie hin oder her. Denn im ENdeffekt ist es doch so, auf der einen Seite verlangt man nach langfristigen Entwürfen. Die Praxis diktiert aber oft was ganz anderes - und die Öffentlichkeit hat auch nur begrenzt Bock auf langfristige Entwürfe, wenn kurzfristig mal was nicht so läuft. Das ist (Profi-) Fussball.

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Der Zweck von Taktik ist es, attraktiven Fußball zu unterbinden.
Phrasenstatus für "unfassbar" und "erschreckend schwach" ;)

Michael Preetz |#43
08.02.2015 - 18:24 Uhr
Zitat von kypdurron
Der Blick nach Frankfurt gefällt mir heute noch besser als gestern nacht smile Die Konstante dort heißt ja eigentlich Bruchhagen und nicht Hübner. Hübner war eine schlaue Verpflichtung von Bruchhagen. Die erfolgreichste war aber eigentlich bis heute Defensiv-Funkel.


Funkel war natürlich gut für die Etablierung in der Bundesliga, aber er stand auch für Stillstand, sobald das Fundament stand. Hübner ist natürlich keine jahrzentelange Konstante wie Bruchhagen, aber man merkt doch schon, dass sich gerade in Sachen Personalpolitik unter Hübner was getan hat.

Zitat von kypdurron
Da kann man durchaus eine Parallele zu Hertha ziehen. Ich glaube, auch Preetz hatte und hat durchaus klare Vorstellungen. Vernünftiges Wirtschaften, nahbar sein, lokal Bindung aufbauen, nachhaltige Entwicklung. Das hat so nicht geklappt - sonst wären wir nicht zwei mal abgestiegen. Und was wirklich auffällt: Nichts davon beinhaltet eine Spielphilosophie.


Das vernünftige Wirtschaften hat Preetz zwangsweise tun müssen, aber er tat es gut. Seine Transfers lobe ich eher, als das ich sie kritisiere. Auch die lokalen Bindungen durch Kiez-Training sind ja nicht verkehrt. Ob man damit mehr Hertha Fans ins Stadion bekommt ist nur schwer zu sagen, aber es ist gut, dass man Hertha und Berlin wieder näher zueinander führen möchte.

Zitat von kypdurron
Man kann sich halt auch fragen, war der Frankfurter Stil eher eine Idee von Bruchhagen oder von Veh. Sowohl unter Luhukay als auch unter Babbel gab es erst mal die Utopie der "Berliner Mannschaft" mit vielen Eigengewächsen. Und offensiven Fußball. Trotzdem, nach dem Aufstieg blieb da nicht viel von. Und es gab immer die kaum nachvollziehbaren "Kaderleichen" wie Kaka und Janker. Da gehe ich voll mit.


Ja, gehe ich zum Teil auch mit. Bei Babbel wurde zumindest in Liga 2 viel mit der Jugend probiert, aber eben nicht gezielt. Man hätte vielleicht von Preetz´ Seite zu Babbel sagen können: Wir haben schon 3,4 Jugendspieler, warum müssen Knoll und Morales mit ins Trainingslager? Da können wir sonst lieber Spieler x oder y aus der Akademie abgeben oder verleihen, wenn er noch nicht weit genug ist.

Zitat von kypdurron
1) "Berliner Identität". Viele Projekte zahlen darauf ein, Kieztraining zum Beispiel. Die Förderung von Ex-Spielern, als Trainer oder im Funktionsbereich. Macht Bayern genauso, kann also nicht ganz falsch sein - auch wenn mancher "Seilschaft" ruft.


Ich bin weit entfernt nach Seilschaft oder Vetternwirtschaft zu rufen, wenn die Trainer ausreichend qualifiziert sind. Auch ein Andi Thom soll trotz seiner Erfolge im Umgang mit den Jugendspielern nicht immer einfach gewesen sein. Dazu kommt einfach, dass jeder Trainer seine Vorstellungen in Sachen Fußball in Eigenregie durchsetzen kann. So kommt es vielleicht dazu, dass man in der U17 Ballbesitzfußball spielen soll und in der U19 Defensivfußball. Dabei könnten wir doch in der Jugend schon die Spieler so trainieren, dass sie ihre Rollen im System bei den Profis schon kennen und wissen was verlangt wird und auch dementsprechend vielleicht schon auf den Positionen spielen.

Zitat von kypdurron
2) Robuster Fussball. Dafür stand Babbel, dafür stand Jos, und Dardai verkörpert das nahezu. Nur weil es nicht Tikitaka ist, muss es ja nicht keine Philosophie sein ;)


Robustheit ist kein Malus, ganz im Gegenteil. Wir müssen im Abstiegskampf auch mal "dreckig spielen" und haben das auch oftmals getan. Auch die Hinrunde unter Luhukay waren wir bissig und gallig, haben da aber in der Offensive einen Plan gehabt. Dennoch geht eine Philosophie über das pure kämpfen hinaus. Gras fressen und dem Gegner weh tun kann man vielleicht in der Kreisliga als Parole ausgeben, aber in der Bundesliga gehört etwas mehr dazu zwinker
Zitat von kypdurron
3) Überschaubare Risiken. Im Vergleich zu Hoeneß-Zeiten holen wir die meisten Spieler unter Preetz aus dem deutschen Markt. Seit Jahren. Die kennt man. Vorteil: Man weiss, was man hat. Nachteil: Man entdeckt nicht so schnell den nächsten Ramos.


Fand ich in der letzten Saison gut und notwendig, dass man auch Spieler holt, die Luhukay kannte. Im letzten Sommer schaute man über den Tellerand und hat z.B. mit Haraguchi auch ein Talent verpflichtet, von dessen Potenzial ich auch überzeugt bin. Auch auf dem deutschen Markt kann man Rosinen finden, siehe Cigerci. Man benötigt immer Glück und vielleicht auch den richtigen Trainer.

Zitat von kypdurron
4) Kooperativer Führungsstil. Ist nach außen vielleicht nicht so wahrnehmbar. Man erkennt aber klar die Indizien dafür. Ich denke, so wie die Trennung von Luhukay verlief - respektvoll und still - so hätte man das eigentlich immer gern. Auch wenn man bei Favre und Babbel vielleicht die Abfindung sparen konnte, weil da die Fetzen flogen.


Ist natürlich schwierig zu beurteilen. Die Trennungen waren aufgrund einiger Begleitumstände Mist (Babbel-Interview nach dem Hoffe Spiel und dazu sein Ego. Favres "Aufklärungs PK"), bei Luhukay war es bisher extrem respektvoll. Ich schätze Jos aber nicht so ein, als würde er nachtreten, hat er beim FCA auch nicht getan, soweit ich weiß.

Ich hab bei Preetz aber immer das Gefühl, dass er einfach noch einen Mann im Hintergrund gebrauchen kann (Kaderplaner a la Michael Reschke bei Bayern/Leverkusen), der ihm hilft. Verhandlungen sind schon sein Ding, das hat er definitiv bewiesen. In der Öffentlichkeit kann er auch gut agieren, das soll ihm auch keiner wegnehmen.

Zitat von kypdurron
Jetzt ist die Situation eben die, erst mal das Überleben in der Liga zu sichern und gleichzeitig mit der völlig neuen finanziellen Lage umzugehen. Ich glaube, Kalou und Heitinga waren "Kinderkrankheiten" dieser neuen Situation. Auf einmal kann man auch Namen kaufen, das verlockt. Und nicht imemr kommt dabei die beste Lösung heraus.


Die beiden sollte man noch nicht abschreiben. Heitinga ist zwar noch nicht die erhoffte Hilfe geworden, aber zumindest Kalou konnte in seinen Einsätzen mit Leistung beeindrucken und wird uns unter Dardai und Widmayer hoffentlich helfen. Wir kaufen nicht blind Namen, wir haben im Sommer schon sehr gezielt eingekaufen, einzig einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler vergessen, der die Offensive mit belebt.

Zitat von kypdurron
Wobei das noch abzuwarten ist - Tendenz in der ersten Halbserie hin oder her. Denn im ENdeffekt ist es doch so, auf der einen Seite verlangt man nach langfristigen Entwürfen. Die Praxis diktiert aber oft was ganz anderes - und die Öffentlichkeit hat auch nur begrenzt Bock auf langfristige Entwürfe, wenn kurzfristig mal was nicht so läuft. Das ist (Profi-) Fussball.


Ich verlange natürlich auch eine Entwicklung, die man sehen muss. Wenn man sowas aber konsequent vorantreibt, dann wird sich der Erfolg im Normalfall auch einstellen. Zumal wir auch die finanziellen Möglichkeiten haben werden die Qualität des Kaders weiter zu erhöhen und dem Trainer die Wünsche weitestgehend zu erfüllen. Ob die Öffentlichkeit Bock hat oder nicht ist zweitrangig. Wir sollten uns nicht vom Berliner Umfeld verrückt machen und Dinge aufzwingen lassen, denn dann wirds so wie in Hamburg oder Köln, die lange Zeit auch vogelwild agierten und immer dem Druck der Presse nachgaben.

Bezüglich einer kurzfristigen Negativserie: In Hannover hat Slomka damals die ersten fünf Spiele allesamt in einer mehr als prekären Situation verloren und man hat ihn nicht direkt wieder gefeuert. Wir haben das übrigens mit Skibbe nach vier Spielen getan. Slomka hat sich in Hannover gefangen und konnte seine Idee von Fußball durchsetzen, für die Hannover lange Zeit abgefeiert wurde und Erfolg hatte. Man muss der kurzfristigen Negativserie nicht immer die große Bedeutung beimessen und die Ideen, von denen man überzeugt ist, direkt in den Papierkorb schmeißen. Ja, ich weiß, dass Berlin ein mieses Umfeld für Aufbauarbeit ist. Hier knallen die Korken wenn wir auf Platz 8 stehen und Tuchfühlung zur EL (wobei die EL für uns zu wenig ist, wir haben Tuchfühlung zur CL zwinker ) haben und wenn ein Berliner Junge drei gute Flanken schlägt, dann ist er schon der kommende Nationalspieler, der uns in eine goldene Zukunft führen wird. Genau so sieht es in die andere Richtung aus, wobei die Presse bezüglich Luhukay und der Entwicklung eher zurückhaltend war und erst zum Ende der Hinrunde kritisch berichtete. Die Spiele gegen Bremen und Leverkusen waren dann ein "Vulkanausbruch", aber da lag auch der Frust des schlechten Jahres 2014 mit drin. Aber man muss konsequent seine Überzeugungen vertreten und den Dingen eine Chance geben, sonst ist in meinen Augen eine langfristig positive Entwicklung nicht möglich.

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Fahne Pur! Hertha Pur! Zeigt es endlich!

Danke für alles Lucien und Harry!
Michael Preetz |#44
09.02.2015 - 16:56 Uhr
Für mich stand vor dem Spiel am Dienstag bereits der Abschied von JL fest. Zumindest hat er sich im Interview vor dem Spiel (in)direkt von Berlin, Mannschaft und Fans verabschiedet.

Daher versteh ich die Aussage von Preetz eher so, dass man Herrn Luhukay sehr wertschätzt und ihn nicht einfach so gehen lassen wollte. Sprich -> JL ist ein guter Trainer.

Das Dardai sich verplappert hat ist ihm selbst, und mir, ebenfalls aufgefallen und im Pressegespräch nach dem Training wurde die Frage nach dem Zeitpunkt nochmal aufgegriffen. Hier hat Pal dann auch versucht die ganze Sache zu relativieren.

Im Ganzen betrachtet hat Preetz also versucht das Gesicht von Luhukay zu wahren, was man ihm also durchaus zu gute halten kann.

Edit: Die Aussage von PES zum Thema Verfügbarkeit ist natürlich auch nicht verkehrt.

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Was ist schlimmer Unwissenheit oder Ignoranz?

Weiß ich nicht, ist mir auch egal!
Michael Preetz |#45
09.02.2015 - 17:17 Uhr
Zitat von zizouBSC
Zitat von PES
Irgendwie habe ich meine Probleme mit der Darstellung von Preetz....


Einer der mit Abstand besten Beiträge zur Thematik Preetz.


Kannst du bitte (wenigstens kurz?) sagen warum das aus deiner Sicht einer "der mit Abstand besten Beiträge zum Thema" ist?

Ich finde er hat (wie Preetz selbst) recht wenig klare (eigene) Aussagen ausser "das es schwierig ist". Vereine wie Paderborn oder ähnliche haben vllt nicht das "Problem" Berlin, dafür aber das "Problem" Paderborn. Also ich erkenne in dem Beitrag nichts relevantes. Unser/jeder Standort hat VOR- und Nachteile.

Der Post imitiert Preetz sogar ziemlich gut smile UND liefert die passende Entschuldigung/Erklärung für die fehlende Profilschärfe gleich mit:

Zitat von PES
Jede falsche Aussage von ihm würde noch Jahre seziert werden und das ist lästig. Daher würde ich genauso antworten.


Es ist nämlich keineswegs so das der Verein kein erkennbares Konzept hat, sondern das ist geheim. Erklärungen würden "ohne Rücksicht auf das Schwierige, lästiger Weise seziert". Das bedeutet nichts anderes als: das die Ahnlosen Nachfragen stellen auf die man keine Antworten hat - jedenfalls keine die der gemeine Aussenstehende kapieren würde.

Sein wir ehrlich: nicht "jede falsche Aussage..." sondern "jede Aussage" wird (nicht würde) seziert. Das ist auch genau richtig so, schliesslich ist Preetz nicht der Nachwächter vor dem Hertha-Tainingsgelände der einsam und allein im Wind für 3,50 die Stunde vor sich hin pfeift. Er trägt die (Haupt-) Verantwortung für die Zukunft des Vereins (Millionenunternehmen) als Institution, die Mitarbeiter/-gliedern und die Fans. Dafür bekommt er nebenbei "ganz ordentlich" Geld und darf bei Allem stets in der ersten Reihe sitzen.

Wer würde einem Herzchirurgen tongue , seinem Finanzberater oder ähnlichen soviel Toleranz hinsichtlich der Fehlerquote und der Anzahl an Wiedergutmachungsversuchen zugestehen? Aus jedem Restaurant würde man verschwinden bei dem zweimal in kurzer Folge versalzenes Essen an den Tisch gebracht wird. Da sagt man auch nicht: "Berlin ist ne stressige Stadt, versuch's doch einfach noch mal".

Preetz ist Profi. Er will als solcher wahrgenommen und sicher gern respektiert werden. Da ihm vieles bisher nur "mittelprächtig" gelungen ist, ist das Feedback entsprechend. Er hat ja gezeigt wo anscheindend seine Qualitäten liegen nämlich bei Transfers. Ob er für die Erfüllung dieser Aufgabe Geschäftsführer Sport sein muss... ?

Zitat von PES
manche gerne Zecke als Manager sehen würden


Hab ich bisher vllt ein, höchstens zwei Mal gelesen. Finde ich auch nicht erwähnenswert, klingt so als könne Zecke die Abstimmung der Ahnungslosen zum "Top-Manager of the Future" gewinnen, nur weil er toll berlinern kann.

Zitat von PES
Wenn aber die Hälfte der Jungs nach einem gelungenen Pass schon im ganz großen Stil denken


Wie schon zuvor physsus sagte: immer sind die anderen schuld. Im Zweifel die die am leichten gekniffen werden können. Da sag ich mal: Eltern haften für ihre Kinder!

Aber ok PES bezieht die Aussage nur auf den Auftritt im ZDF. zwinker

@blurps: ... kann's kürzer. Cool

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+ + + Wir haben doch kein Geld + + +

Dieser Beitrag wurde zuletzt von randberliner am 09.02.2015 um 17:28 Uhr bearbeitet
Michael Preetz |#46
10.02.2015 - 16:18 Uhr
Über die Vor- und Nachteile des Standorts Berlin habt ihr ja schon ausgiebig diskutiert, da muss ich meinen Senf aus der Provinz nicht auch noch zugeben.

Ich denke aber schon, dass Vereine wir der Köln, Frankfurt oder Mönchengladbach der Hertha durchaus zeigen, dass die sportliche Entwicklung maßgeblich von den Führungspersonen beeinflußbar ist.
Der FC, MG und FFM sind alle auch mehr als einmal abgestiegen und haben dabei auch mächtig Substanz gelassen, alle drei Vereine hatten in der Zwischenzeit auch durchaus finanziell bedrohliche Situationen zu meistern und ein sehr unruhiges Umfeld inkl. Presse im Nacken und haben es trotzdem geschafft, sich weiter zu entwickeln.

Das jüngste Bsp. ist doch der FC, lange Jahre professioneller Karnevalsverein bis man erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann. Man hat darauf die komplette Führung mit kompetenten Leuten besetzt und dazu mit Schmadke einen absoluten Fachmann an die Spitze gestellt. Seitdem geht es dort klar nach oben, fast ohne Nebengeräusche.
In MG war man mutig und hat auf den Neuling Eberl gesetzt und final auch die Ruhe behalten, die Fahrstuhlmannschaft von vor wenigen Jahren spielt sich jetzt europäisch fest.
Bruchhagen hat zusammen mit Hübner die Eintracht absolut wieder etabliert.

Natürlich ist jeder Verein anders und die Lage nicht überall genau die gleiche, ich wollte halt nur aufzeigen, dass das Umfeld durchaus nicht gottgegeben, sondern gestaltbar ist. Gestaltet hat MP aus meiner Sicht recht wenig in seiner Zeit und hat noch immer wenig Profil. Er ist jetzt 5? Jahre da, aber wofür steht er?
Wo andere Vereine betont auf die eigene Jugend setzen holt Hertha spitz gesagt ein paar altinterantionale, die Ihre beste Zeit wohl schon hatten. Wenn das wenigstens Leute mit Berliner Vergangenheit gewesen wären...

Die Hertha muss sich selbst nicht klein reden, von den finanziellen Möglichkeiten her ist man definitiv im soliden Mittelfeld der Liga. Wenn man mehr will, dann muss man dafür aber auch das richtige Personal haben, nicht nur auf dem Platz. Vielleicht tue ich MP da auch ein wenig unrecht, da ich die anderen Führungspersonen im Verein aber kaum kenne fokussiert sich die Darstellung schon immer sehr auf Ihn.

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Hilft ja nix, aufstehen!
Michael Preetz |#47
10.02.2015 - 18:08 Uhr
Zitat von MountiF95

Das jüngste Bsp. ist doch der FC, lange Jahre professioneller Karnevalsverein bis man erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann. Man hat darauf die komplette Führung mit kompetenten Leuten besetzt und dazu mit Schmadke einen absoluten Fachmann an die Spitze gestellt. Seitdem geht es dort klar nach oben, fast ohne Nebengeräusche.
In MG war man mutig und hat auf den Neuling Eberl gesetzt und final auch die Ruhe behalten, die Fahrstuhlmannschaft von vor wenigen Jahren spielt sich jetzt europäisch fest.


Bei Köln läuft es jetzt seit 1.5 Jahren ganz passabel, bei uns lief es über 2 Jahre zufriedenstellend, woher kommt also diese hohe Meinung zum FC? Da sollte man erstmal diese und nächste Saison abwarten. Ich bin mal sehr gespannt wie lange das Umfeld ruhig bleibt, wenn man weiterhin zu Hause so unterirdisch spielt und irgendwann auswärts auch mal die Punkte ausbleiben. Warten wir mal ab.

Eberl ist natürlich auch ein perfektes Beispiel. Wie lange hat er für die jetzigen Verhältnisse gebraucht? Vorher hiessen die Trainer Luhukay und Frontzeck unter ihm, bis er mit Favre sein Glück gefunden hat. Hier würde ich den Erfolg deutlich eher dem Trainer, als dem Manager zuschreiben. Wenns sportlich gut läuft, hat mans halt immer relativ leicht. Das hat Preetz hier auch geschafft.

Und zu dem schönen Wort Philosophie: Welcher Verein in der Bundesliga hat denn eine eindeutige Philosophie und wählt auch ganz gezielt danach die Trainer aus, stellt diese Philosophie also deutlich über den jeweiligen sportlich Verantwortlichen? Bei Freiburg darf man da gerne drüber diskutieren. Aber ansonsten? Mainz ist doch mit Hjulmand auch von dem eher konterorientierten hochpressingfussball von Tuchel abgewischen und versucht den Kader nun eher Richtung ballorientiertem Fussball auszurichten.

Ich sehe in Deutschland ganz wenige Vereine die ganz gezielt in eine Richtung laufen und sich davon auch überhaupt nicht abbringen lassen. Viel mehr ist es in den meisten Fällen doch wohl so, dass die entsprechenden Trainer ihre jeweilige Vorstellung umsetzen und die Manager versuchen hier möglichst gut zuzuarbeiten. Ein Verein wie Leverkusen beispielsweise ist seit Jahren eigentlich sehr erfolgreich. Aber erklär mir hier doch mal jemand schnell deren Philosophie, der sich alle Trainer unterzuordnen haben? Gerade unter Schmidt ist man doch schon wieder dabei sich nochmal neu zu entwickeln.

Ich kann diesem Wort jedenfalls nicht viel abgewinnen. Wenn mich vor 1,5Jahren jemand gefragt hätte, was unsere Philosophie ist, hät ich gesagt, Luhukay legt extremen Wert auf Disziplin, lässt früh pressen und versucht über schnelles Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Zudem legt man viel wert auf finanzielle Gesundung, macht keine verrückten Sachen mehr. Letzteres hat man ganz gut geschafft, ansonsten muss man abwarten, wie der Stil von Dardai ist. Offensivfussball? Einbindung der Jugend? Keine Ahnung, kommt auf den Trainer an. Aber dieses Problem haben wir halt nicht allein, mMn ist das bei fast jedem Verein so.

Oder versteh ich das Wort Philosophie falsch? zwinker

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Michael Preetz |#48
10.02.2015 - 18:57 Uhr
Danke, @wacken, das mit der Philosophie wundert mich auch schon seit längerem. Meiner Meinung nach wird einem im Erfolg die Philosophie dazugeschrieben, wenn's dann nicht mehr läuft schnell mal gesagt, dass es an dieser mangle. Letzten Endes meinen die Medien damit aber fast immer die Philosophie des Trainers und nicht die des Vereins. Anderes Beispiel ist doch Schalke: Wo ist da nun bitte die Kontinuität von Keller zu die Matteo zu erkennen? Solange es aber einigermaßen erfolgreich bleibt, würde keiner auf die Idee kommen, dem Verein eine Konzeptlosigkeit zu unterstellen.
Was natürlich nicht heißt, dass ein langfristiger Plan nicht toll wäre. Aber gab es diesen nicht? Aufstieg, Klassenerhalt, Etablierung, dann irgendwann einmal weiter nach oben schauen. Dabei die Jugend miteinbeziehen und natürlich auch irgendwie attraktiven Fußball spielen, der die Fans begeistert. Klingt nach ner Philosophie? Joa. Klingt aber auch irgendwie wie die Wunschvorstellung von so ziemlich jedem Bundesligaverein abseits der Bayern. Deswegen ist es wohl auch nicht immer so leicht diese zu erfüllen. zwinker

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Bluesky: @pascal91
Michael Preetz |#49
11.02.2015 - 11:13 Uhr
Zitat von wacken
Zitat von MountiF95
Das jüngste Bsp. ist doch der FC, lange Jahre professioneller Karnevalsverein bis man erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann. Man hat darauf die komplette Führung mit kompetenten Leuten besetzt und dazu mit Schmadke einen absoluten Fachmann an die Spitze gestellt. Seitdem geht es dort klar nach oben, fast ohne Nebengeräusche.
In MG war man mutig und hat auf den Neuling Eberl gesetzt und final auch die Ruhe behalten, die Fahrstuhlmannschaft von vor wenigen Jahren spielt sich jetzt europäisch fest.


Bei Köln läuft es jetzt seit 1.5 Jahren ganz passabel, bei uns lief es über 2 Jahre zufriedenstellend, woher kommt also diese hohe Meinung zum FC? Da sollte man erstmal diese und nächste Saison abwarten. Ich bin mal sehr gespannt wie lange das Umfeld ruhig bleibt, wenn man weiterhin zu Hause so unterirdisch spielt und irgendwann auswärts auch mal die Punkte ausbleiben. Warten wir mal ab.

Eberl ist natürlich auch ein perfektes Beispiel. Wie lange hat er für die jetzigen Verhältnisse gebraucht? Vorher hiessen die Trainer Luhukay und Frontzeck unter ihm, bis er mit Favre sein Glück gefunden hat. Hier würde ich den Erfolg deutlich eher dem Trainer, als dem Manager zuschreiben. Wenns sportlich gut läuft, hat mans halt immer relativ leicht. Das hat Preetz hier auch geschafft.

Und zu dem schönen Wort Philosophie: Welcher Verein in der Bundesliga hat denn eine eindeutige Philosophie und wählt auch ganz gezielt danach die Trainer aus, stellt diese Philosophie also deutlich über den jeweiligen sportlich Verantwortlichen? Bei Freiburg darf man da gerne drüber diskutieren. Aber ansonsten? Mainz ist doch mit Hjulmand auch von dem eher konterorientierten hochpressingfussball von Tuchel abgewischen und versucht den Kader nun eher Richtung ballorientiertem Fussball auszurichten.

Ich sehe in Deutschland ganz wenige Vereine die ganz gezielt in eine Richtung laufen und sich davon auch überhaupt nicht abbringen lassen. Viel mehr ist es in den meisten Fällen doch wohl so, dass die entsprechenden Trainer ihre jeweilige Vorstellung umsetzen und die Manager versuchen hier möglichst gut zuzuarbeiten. Ein Verein wie Leverkusen beispielsweise ist seit Jahren eigentlich sehr erfolgreich. Aber erklär mir hier doch mal jemand schnell deren Philosophie, der sich alle Trainer unterzuordnen haben? Gerade unter Schmidt ist man doch schon wieder dabei sich nochmal neu zu entwickeln.

Ich kann diesem Wort jedenfalls nicht viel abgewinnen. Wenn mich vor 1,5Jahren jemand gefragt hätte, was unsere Philosophie ist, hät ich gesagt, Luhukay legt extremen Wert auf Disziplin, lässt früh pressen und versucht über schnelles Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Zudem legt man viel wert auf finanzielle Gesundung, macht keine verrückten Sachen mehr. Letzteres hat man ganz gut geschafft, ansonsten muss man abwarten, wie der Stil von Dardai ist. Offensivfussball? Einbindung der Jugend? Keine Ahnung, kommt auf den Trainer an. Aber dieses Problem haben wir halt nicht allein, mMn ist das bei fast jedem Verein so.

Oder versteh ich das Wort Philosophie falsch? zwinker


Gut, das Wort Philosophie hast du ja ins Spiel gebracht, kommt ja nicht von mir.
Oft ist es auch nur ein Modebegriff, der sich halt wunderbar anhört und gut verkaufen lässt. Philosophie ist mir irgendwie auch zu geistlich, denke ein Begriff wie Vereinsstrategie passt besser, ist aber im Endeffekt auch zweitrangig.

Ich habe hier den FC als Bsp. genommen, weil ich in Köln arbeite und die Veränderungen so auch täglich mitbekomme. Bsp. Transfers: Vor Schmadke stand jeder Transfer eigentlich schon mindestens eine Woche vorher in allen Zeitungen, heute bekommt die Presse bei Abschluss Ergebnisse präsentiert. Interna bleiben intern, die Erwartungshaltung wird auf realistischen Niveau gehalten. Kurz, es wird einfach professionell gearbeitet. Wo man Leute auf ähnlichem Niveau hatte, hat man Konsequent den jungen Spielern den Vorzug gegeben (Bsp. Rensing - Horn). Natürlich ist es eine Momentaufnahme, aber momentan hat die Führung das Umfeld absolut im Griff.

Die von Dir angesprochen Mittel Disziplin, Pressing etc. sind streng genommen keine Philiophien, es sind vielmehr die Mittel, mit der die Umsetzung der Philosophie erreicht werden soll. Die Philosophie sollte recht allgemein gehalten werden und durchaus ein paar Spielräume lassen.
Werden wir doch mal konkret, was könnte eine Philosphie für Hertha sein, mit der man die Leute in der Metropole nachhaltig für Hertha begeistern kann?

Eine Philosophie wäre es nun z.B. anzustreben, dass die Besonderheiten der Metropole Berlin sich im Verein Hertha BS widerspiegeln sollen, quasi Herha für diese Stadt steht. Wie sieht sich Berlin gern? Jung, dynamisch, weltoffen, in die Richtung muss man dann auch gehen.
Was braucht man dafür? Sicher eine gewisse Identität, junge Spieler aus der Region, gerne multikulturell geprägt. Ansätze dafür sind und waren ja immer da, aber man muss es halt anders kommunizieren. Man muss halt klarer rausstellen, dass hier Berliner Jungs auf dem Platz stehen und Jugend auch immer Misserfolge zur Folge haben kann. Wenn man dynamisch wirken will, kann man das auch sicher nicht mit taktisch biederem Defensivspiel ala Luhukay, vielmehr Laufintensiv und schnell wie Freiburg oder auch Mainz. Wenn man so eine Zielsetzung klar kommuniziert bekommt man auch die Erwartungshaltung im Umfeld besser in den Griff. Man ist darüber hinaus auch finanzstark genug, sich ab und an auch mal einen vermeindlichen Star zu leisten. Klar ist aber auch, dass es die nächsten Jahre nur darum gehen kann ein dauerhaftes Fundament zu bauen, dass den Verein dauerhaft ind er ersten Liga halten kann.

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Hilft ja nix, aufstehen!
Michael Preetz |#50
09.03.2015 - 17:14 Uhr
Zitat von randberliner
Das die im TSP genannten | edit: ANGEBLICHEN | Fussballfachleute hier nicht angeheuert haben ist nun auch nicht seine Schuld. Die wollten nicht unter ihm dienen die Pfeifen!


Man darf diesen TSP-Artikel aber auch größtenteils für Käse halten, ohne damit jetzt Preetz groß verteidigen zu wollen.

Mal im ernst - in diesem Artikel werden Fakten genannt, da kann ich nur drüber lachen. Man dachte also vor Luhukay über Tuchel nach? Im Sommer 2012? Damals war man gerade unrühmlich in der Relegation abgestiegen, Tuchel hatte bereits einen hervorragenden Namen in Deutschland und einige Erfolge mit Mainz hinter sich. Und damals wollte er natürlich unbedingt zu uns, was nur an Preetz scheiterte. Darf man kritisch hinterfragen oder?

Auch ansonsten trieft dieser Artikel von Insiderinfos, unzähligen Abschnitten mit Zitaten von iwelchen Experten, die komischerweise aber nie namentlich genannt werden. Ich sage nicht, dass das alles erstunken und erlogen ist, man darf aber sicherlich mal darüber nachdenken, warum ausgerechnet der TSP solche pikante Infos in dieser Anzahl hat und sich die Springer-Presse, die sowas einzeln nach und nach ausgeschlachtet hätte, so überhaupt nicht darüber berichtet. Schon seltsam. Aber gut, kann man ja tatsächlich sehen wie man will.

Und wenn Rangnick durch Preetz nicht hier gelandet ist, dann sage ich vielmals danke. Seit geraumer Zeit ist der gute Ralf so ziemlich die respektloseste Person im deutschen Fussball.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
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