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Markus Gisdol
Geburtsdatum 17.08.1969
Alter 57
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Markus Gisdol [Trainer]

18.11.2019 - 18:23 Uhr
Markus Gisdol [Trainer] |#411
10.12.2019 - 09:42 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Zitat von Saphirflug

Zitat von DonMarvel

Ja, dann brauchen wir ja gar nicht mehr trainieren. augen-zuhalten

Das habe ich doch gar nicht gesagt, ich habe Lediglich gesagt, dass das Training wenig aussagt über Leistungsfähigkeit in dem Spiel ist, weil Training schlichtweg was vollkommen anderes ist, als das Spiel selber.

Im Training kann man Spielsituationen einstudieren, Theorie lernen, Athletik und weiteres lernen...
Aber das alles sagt wenig aus, wenn man dann tatsächlich auf den Gegner trifft

Zitat von Mr Ripley



Fußballtennis? Theorie? Kein Gegner?

Hast Du schon mal ein Training im Leistungsbereich gesehen? Ich vermute sehr stark: Nein.

Ob du es glaubst oder nicht, ich habe sehr wohl schon öfters Training im Leistungsbereich gesehen (meist im Handball)

Kein Training des FCs gesehen in den letzten Jahren, dann wüsstest du, dass ein Stöger relativ häufig Fußballtennis hat Trainieren lassen (bei den anderen Trainern weiß ich es grade nicht)
Theorie ist ja gut und schön diese gelernt zu haben, aber kannst du die auch im Spiel umsetzen? Das kann dir das Training schlichtweg nicht beantworten.
Im Training funktionieren Spielzüge zb, dass heißt aber noch lange nicht, dass die auch im Spiel so funktionieren.

Zitat von DonMarvel

Training ist absolut überbewertet. Was bedeuten schon Automatismen? Warum sollte man auch die belohnen, die ihren Job ernst nehmen und auch im Training Vollgas geben? Wir schmeißen einfach blind auf 5-6 Positionen jeden Spieltag neue Leute aufs Feld und der, der es ordentich macht, der darf auch nächstes Spiel wieder ran.

Natürlich sind Automatismen wichtig, aber wenn man die nur im Training abrufen kann, dann hat das schlicht keinen Wert, denn für den Verein zählt schlichtweg nur das was im Spiel geleistet wird.
Zum Job gehört vor allem das Spiel, auch wenn dies nur 90 Minuten pro Woche in Anspruch nimmt und wenn da nicht Geliefert wird ist das wesentlich gravierender als im Training.
Oder um dein Beispiel aufzugreifen, wir belohnen diejenigen die das Training ernst nehmen, dafür im Spiel keine Leistung zeigen. Also spielt im Grunde das Schlecht Leisten im Spiel keine Rolle. Die Einstellung hilft uns sicher!
Es sollen nicht blind jeden Spieltag 5-6 neue Spieler zum Einsatz kommen, sondern lediglich die Spielleistung wesentlich höher gewichtet werden als die Trainingsleistung.

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert!


Sorry @Saphirflug, aber das war jetzt zu viel für mich.

Ich kann da nur an meine Signatur verweisen. Was ein Blödsinn.

Zum Fußballtennis: Das "lässt man nicht trainieren", das streust Du als Trainer am Anfang der Trainingswoche ein, um die Stimmung zu lockern, die Spieler zu belohnen oder als Teil des allgemeinen Techniktrainings. Auch isolierte Spielzüge ohne Gegnerdruck werden nur noch sehr selten eingesetzt. Anfangs vielleicht, um die Grundidee zu vermitteln, dann werden aber Gegner eingebaut oder man baut es gar in Spielformen ein.

Der Kern bleibt aber das Trainingsspiel, dabei ist erstmal egal, ob da 7 vs 7, 9 vs 9 oder 11 vs 11 spielt. In diesen Spielen erkennt man mit einem geschulten Auge recht schnell, wer das Niveau hat und wer eben nicht. Ein bekanntes Problem ist, dass, wenn deine ganze Mannschaft eher schlechter ist als der Wettbewerb, in dem Du dich befindest, in diesen Trainingsspielen Spieler brillieren, die dann in der Bundesliga nix gebacken bekommen.

So stelle ich mir das mit Höger vor. Der wird in den Trainingsspielen Kerle wie Koziello und Hauptmann Volley nehmen, was dann aber wertlos ist, weil kein anderer Bundesligaverein Spieler auf diesem Niveau aufstellt...

Zum Handball: Das bestätigt mich in meiner Meinung...
Keine Ahnung, aber einfach mal 1:1 übernehmen, wird schon stimmen... augen-zuhalten
Ein Kumpel von mir ist Handballer und bei dem habe ich mich mal als ich als Trainer anfing 'ausgeheult', dass Fußballer so Probleme haben, feste Abläufe über mehrere Stationen zu verinnerlichen, während es im Handball und Basketball so viele Variationen gibt und man Playbooks damit füllen kann. Seine Antwort fand ich sehr schlau und gleichzeitig beruhigend: Das Handballspiel hat kaum Tiefe, die verteidigende Mannschaft positioniert sich um den Kreis und die Variationen der Staffelung sind extrem begrenzt. Da man also recht gut abschätzen kann, wie der Gegner steht, kann man auch sehr gut feste Spielzüge einstudieren.

Dagegen bietet der Fußball mit seinem großen Feld und seiner höheren Anzahl an Spielern eine viel größere Varianz an Möglichkeiten. Grundabläufe kann ich trainieren, sie werden sich aber nie so 1:1 durchziehen lassen, wie gewisse Passstaffetten beim Handball oder ein Pick 'n Roll beim Basketball.

Nicht ohne Grund vermittelt der DFB inzwischen lieber Prinzipien. Die haben eine größere Allgemeingültigkeit. Man sagt den Spielern nicht, "wenn der RV den Ball hat, dann stehst du auf der Position x", sondern "Du stehst so tief wie möglich und so breit wie nötig".

Wie es sich gehört, hast Du den größten Nonsense für den Schluss aufgehoben:

Zitat von saphirflug

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert


Ging die Tage ein Zitat von Vardy rum, in welchem er die Gründe des Erfolges erklärt. Seine Aussage war einfach und klar und widerspricht Deiner Stammtischparole. Rodgers habe wieder die Intensität ins Training gebracht. Eine Intensität, die man für den Profifußball braucht. Denn so wie man trainiert, spielt man auch.


Bestimmte Spielsituation müssen einstudiert, Abläufe müssen verinnerlicht werden. Wenn sich ein Spieler im Training 5 mal überlaufen lässt, oder sich öfters falsch positioniert, dann passiert dies auch im Spiel. Man stelle sich vor, der Trainer würde nicht nach Trainingsleistung aufstellen, innerhalb kürzester Zeit wäre seine Autorität im Eimer. Frage mich manchmal, wie man tatsächlich auf solchen Nonsens kommen kann.

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Markus Gisdol [Trainer] |#412
10.12.2019 - 09:51 Uhr
Wenn man manche Kommentare hier liest, kann man sich eigentlich sicher sein, dass diejenigen nie selbst in einer Mannschaft gekickt haben.
Denn selbst bei einer Amateurtruppe sieht man im Training in aller Regel, wer am Wochenende spielen sollte, wer bereit ist und die Dinge am ehesten im Spiel umsetzen kann.
Vielleicht nicht in der Kreisliga D, ab Bezirksliga aber allemal.
Im Fall Höger ist das zwar aktuell schwer zu glauben und mag vielleicht andere Gründe gehabt haben, dennoch ist das Training der Hauptindikator.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Misterpinkbn am 10.12.2019 um 09:55 Uhr bearbeitet
Markus Gisdol [Trainer] |#413
10.12.2019 - 09:53 Uhr
Zitat von DonMarvel
Zitat von Mr Ripley

Zitat von Saphirflug

Zitat von DonMarvel

Ja, dann brauchen wir ja gar nicht mehr trainieren. augen-zuhalten

Das habe ich doch gar nicht gesagt, ich habe Lediglich gesagt, dass das Training wenig aussagt über Leistungsfähigkeit in dem Spiel ist, weil Training schlichtweg was vollkommen anderes ist, als das Spiel selber.

Im Training kann man Spielsituationen einstudieren, Theorie lernen, Athletik und weiteres lernen...
Aber das alles sagt wenig aus, wenn man dann tatsächlich auf den Gegner trifft

Zitat von Mr Ripley




Fußballtennis? Theorie? Kein Gegner?

Hast Du schon mal ein Training im Leistungsbereich gesehen? Ich vermute sehr stark: Nein.

Ob du es glaubst oder nicht, ich habe sehr wohl schon öfters Training im Leistungsbereich gesehen (meist im Handball)

Kein Training des FCs gesehen in den letzten Jahren, dann wüsstest du, dass ein Stöger relativ häufig Fußballtennis hat Trainieren lassen (bei den anderen Trainern weiß ich es grade nicht)
Theorie ist ja gut und schön diese gelernt zu haben, aber kannst du die auch im Spiel umsetzen? Das kann dir das Training schlichtweg nicht beantworten.
Im Training funktionieren Spielzüge zb, dass heißt aber noch lange nicht, dass die auch im Spiel so funktionieren.

Zitat von DonMarvel

Training ist absolut überbewertet. Was bedeuten schon Automatismen? Warum sollte man auch die belohnen, die ihren Job ernst nehmen und auch im Training Vollgas geben? Wir schmeißen einfach blind auf 5-6 Positionen jeden Spieltag neue Leute aufs Feld und der, der es ordentich macht, der darf auch nächstes Spiel wieder ran.

Natürlich sind Automatismen wichtig, aber wenn man die nur im Training abrufen kann, dann hat das schlicht keinen Wert, denn für den Verein zählt schlichtweg nur das was im Spiel geleistet wird.
Zum Job gehört vor allem das Spiel, auch wenn dies nur 90 Minuten pro Woche in Anspruch nimmt und wenn da nicht Geliefert wird ist das wesentlich gravierender als im Training.
Oder um dein Beispiel aufzugreifen, wir belohnen diejenigen die das Training ernst nehmen, dafür im Spiel keine Leistung zeigen. Also spielt im Grunde das Schlecht Leisten im Spiel keine Rolle. Die Einstellung hilft uns sicher!
Es sollen nicht blind jeden Spieltag 5-6 neue Spieler zum Einsatz kommen, sondern lediglich die Spielleistung wesentlich höher gewichtet werden als die Trainingsleistung.

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert!


Sorry @Saphirflug, aber das war jetzt zu viel für mich.

Ich kann da nur an meine Signatur verweisen. Was ein Blödsinn.

Zum Fußballtennis: Das "lässt man nicht trainieren", das streust Du als Trainer am Anfang der Trainingswoche ein, um die Stimmung zu lockern, die Spieler zu belohnen oder als Teil des allgemeinen Techniktrainings. Auch isolierte Spielzüge ohne Gegnerdruck werden nur noch sehr selten eingesetzt. Anfangs vielleicht, um die Grundidee zu vermitteln, dann werden aber Gegner eingebaut oder man baut es gar in Spielformen ein.

Der Kern bleibt aber das Trainingsspiel, dabei ist erstmal egal, ob da 7 vs 7, 9 vs 9 oder 11 vs 11 spielt. In diesen Spielen erkennt man mit einem geschulten Auge recht schnell, wer das Niveau hat und wer eben nicht. Ein bekanntes Problem ist, dass, wenn deine ganze Mannschaft eher schlechter ist als der Wettbewerb, in dem Du dich befindest, in diesen Trainingsspielen Spieler brillieren, die dann in der Bundesliga nix gebacken bekommen.

So stelle ich mir das mit Höger vor. Der wird in den Trainingsspielen Kerle wie Koziello und Hauptmann Volley nehmen, was dann aber wertlos ist, weil kein anderer Bundesligaverein Spieler auf diesem Niveau aufstellt...

Zum Handball: Das bestätigt mich in meiner Meinung...
Keine Ahnung, aber einfach mal 1:1 übernehmen, wird schon stimmen... augen-zuhalten
Ein Kumpel von mir ist Handballer und bei dem habe ich mich mal als ich als Trainer anfing 'ausgeheult', dass Fußballer so Probleme haben, feste Abläufe über mehrere Stationen zu verinnerlichen, während es im Handball und Basketball so viele Variationen gibt und man Playbooks damit füllen kann. Seine Antwort fand ich sehr schlau und gleichzeitig beruhigend: Das Handballspiel hat kaum Tiefe, die verteidigende Mannschaft positioniert sich um den Kreis und die Variationen der Staffelung sind extrem begrenzt. Da man also recht gut abschätzen kann, wie der Gegner steht, kann man auch sehr gut feste Spielzüge einstudieren.

Dagegen bietet der Fußball mit seinem großen Feld und seiner höheren Anzahl an Spielern eine viel größere Varianz an Möglichkeiten. Grundabläufe kann ich trainieren, sie werden sich aber nie so 1:1 durchziehen lassen, wie gewisse Passstaffetten beim Handball oder ein Pick 'n Roll beim Basketball.

Nicht ohne Grund vermittelt der DFB inzwischen lieber Prinzipien. Die haben eine größere Allgemeingültigkeit. Man sagt den Spielern nicht, "wenn der RV den Ball hat, dann stehst du auf der Position x", sondern "Du stehst so tief wie möglich und so breit wie nötig".

Wie es sich gehört, hast Du den größten Nonsense für den Schluss aufgehoben:

Zitat von saphirflug

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert


Ging die Tage ein Zitat von Vardy rum, in welchem er die Gründe des Erfolges erklärt. Seine Aussage war einfach und klar und widerspricht Deiner Stammtischparole. Rodgers habe wieder die Intensität ins Training gebracht. Eine Intensität, die man für den Profifußball braucht. Denn so wie man trainiert, spielt man auch.


Bestimmte Spielsituation müssen einstudiert, Abläufe müssen verinnerlicht werden. Wenn sich ein Spieler im Training 5 mal überlaufen lässt, oder sich öfters falsch positioniert, dann passiert dies auch im Spiel. Man stelle sich vor, der Trainer würde nicht nach Trainingsleistung aufstellen, innerhalb kürzester Zeit wäre seine Autorität im Eimer. Frage mich manchmal, wie man tatsächlich auf solchen Nonsens kommen kann.


Tja was machen wir, wenn ein Höger zb im Training sehr gute Leistung zeigt und alles Gelingt, aber im Spiel bekommt er nichts hin...

Ja stellen wir ihn weiter auf, weil Training ist ja gut
So ein Nonsens, wenn er es im Spiel nicht bringt, dann ist mir völlig egal wie die Trainingsleistung ist...

Wenn die Spieler Anfangen das zu kritisieren, dann zeig ich denen die Spiele und dann sollen sie selber sagen ob sie das gut finden, wenn man ihnen den Spiegel vorhält, dann sehen die Menschen meist selber, was für einen Bockmist sie leisten...

Ja erklär mal, was soll ich als Trainer machen wenn der Spieler im Training jeden Ball abfängt, aber im Spiel keinen einzigen?
Soll ich ihn dann in den nächsten Spielen einsetzen oder nicht?
Spiel ist da wichtiger, deshalb wird das höher gewuchtet
Markus Gisdol [Trainer] |#414
10.12.2019 - 10:01 Uhr
Zitat von DonMarvel
Zitat von Mr Ripley

Zitat von Saphirflug

Zitat von DonMarvel

Ja, dann brauchen wir ja gar nicht mehr trainieren. augen-zuhalten

Das habe ich doch gar nicht gesagt, ich habe Lediglich gesagt, dass das Training wenig aussagt über Leistungsfähigkeit in dem Spiel ist, weil Training schlichtweg was vollkommen anderes ist, als das Spiel selber.

Im Training kann man Spielsituationen einstudieren, Theorie lernen, Athletik und weiteres lernen...
Aber das alles sagt wenig aus, wenn man dann tatsächlich auf den Gegner trifft

Zitat von Mr Ripley




Fußballtennis? Theorie? Kein Gegner?

Hast Du schon mal ein Training im Leistungsbereich gesehen? Ich vermute sehr stark: Nein.

Ob du es glaubst oder nicht, ich habe sehr wohl schon öfters Training im Leistungsbereich gesehen (meist im Handball)

Kein Training des FCs gesehen in den letzten Jahren, dann wüsstest du, dass ein Stöger relativ häufig Fußballtennis hat Trainieren lassen (bei den anderen Trainern weiß ich es grade nicht)
Theorie ist ja gut und schön diese gelernt zu haben, aber kannst du die auch im Spiel umsetzen? Das kann dir das Training schlichtweg nicht beantworten.
Im Training funktionieren Spielzüge zb, dass heißt aber noch lange nicht, dass die auch im Spiel so funktionieren.

Zitat von DonMarvel

Training ist absolut überbewertet. Was bedeuten schon Automatismen? Warum sollte man auch die belohnen, die ihren Job ernst nehmen und auch im Training Vollgas geben? Wir schmeißen einfach blind auf 5-6 Positionen jeden Spieltag neue Leute aufs Feld und der, der es ordentich macht, der darf auch nächstes Spiel wieder ran.

Natürlich sind Automatismen wichtig, aber wenn man die nur im Training abrufen kann, dann hat das schlicht keinen Wert, denn für den Verein zählt schlichtweg nur das was im Spiel geleistet wird.
Zum Job gehört vor allem das Spiel, auch wenn dies nur 90 Minuten pro Woche in Anspruch nimmt und wenn da nicht Geliefert wird ist das wesentlich gravierender als im Training.
Oder um dein Beispiel aufzugreifen, wir belohnen diejenigen die das Training ernst nehmen, dafür im Spiel keine Leistung zeigen. Also spielt im Grunde das Schlecht Leisten im Spiel keine Rolle. Die Einstellung hilft uns sicher!
Es sollen nicht blind jeden Spieltag 5-6 neue Spieler zum Einsatz kommen, sondern lediglich die Spielleistung wesentlich höher gewichtet werden als die Trainingsleistung.

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert!


Sorry @Saphirflug, aber das war jetzt zu viel für mich.

Ich kann da nur an meine Signatur verweisen. Was ein Blödsinn.

Zum Fußballtennis: Das "lässt man nicht trainieren", das streust Du als Trainer am Anfang der Trainingswoche ein, um die Stimmung zu lockern, die Spieler zu belohnen oder als Teil des allgemeinen Techniktrainings. Auch isolierte Spielzüge ohne Gegnerdruck werden nur noch sehr selten eingesetzt. Anfangs vielleicht, um die Grundidee zu vermitteln, dann werden aber Gegner eingebaut oder man baut es gar in Spielformen ein.

Der Kern bleibt aber das Trainingsspiel, dabei ist erstmal egal, ob da 7 vs 7, 9 vs 9 oder 11 vs 11 spielt. In diesen Spielen erkennt man mit einem geschulten Auge recht schnell, wer das Niveau hat und wer eben nicht. Ein bekanntes Problem ist, dass, wenn deine ganze Mannschaft eher schlechter ist als der Wettbewerb, in dem Du dich befindest, in diesen Trainingsspielen Spieler brillieren, die dann in der Bundesliga nix gebacken bekommen.

So stelle ich mir das mit Höger vor. Der wird in den Trainingsspielen Kerle wie Koziello und Hauptmann Volley nehmen, was dann aber wertlos ist, weil kein anderer Bundesligaverein Spieler auf diesem Niveau aufstellt...

Zum Handball: Das bestätigt mich in meiner Meinung...
Keine Ahnung, aber einfach mal 1:1 übernehmen, wird schon stimmen... augen-zuhalten
Ein Kumpel von mir ist Handballer und bei dem habe ich mich mal als ich als Trainer anfing 'ausgeheult', dass Fußballer so Probleme haben, feste Abläufe über mehrere Stationen zu verinnerlichen, während es im Handball und Basketball so viele Variationen gibt und man Playbooks damit füllen kann. Seine Antwort fand ich sehr schlau und gleichzeitig beruhigend: Das Handballspiel hat kaum Tiefe, die verteidigende Mannschaft positioniert sich um den Kreis und die Variationen der Staffelung sind extrem begrenzt. Da man also recht gut abschätzen kann, wie der Gegner steht, kann man auch sehr gut feste Spielzüge einstudieren.

Dagegen bietet der Fußball mit seinem großen Feld und seiner höheren Anzahl an Spielern eine viel größere Varianz an Möglichkeiten. Grundabläufe kann ich trainieren, sie werden sich aber nie so 1:1 durchziehen lassen, wie gewisse Passstaffetten beim Handball oder ein Pick 'n Roll beim Basketball.

Nicht ohne Grund vermittelt der DFB inzwischen lieber Prinzipien. Die haben eine größere Allgemeingültigkeit. Man sagt den Spielern nicht, "wenn der RV den Ball hat, dann stehst du auf der Position x", sondern "Du stehst so tief wie möglich und so breit wie nötig".

Wie es sich gehört, hast Du den größten Nonsense für den Schluss aufgehoben:

Zitat von saphirflug

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert


Ging die Tage ein Zitat von Vardy rum, in welchem er die Gründe des Erfolges erklärt. Seine Aussage war einfach und klar und widerspricht Deiner Stammtischparole. Rodgers habe wieder die Intensität ins Training gebracht. Eine Intensität, die man für den Profifußball braucht. Denn so wie man trainiert, spielt man auch.


Bestimmte Spielsituation müssen einstudiert, Abläufe müssen verinnerlicht werden. Wenn sich ein Spieler im Training 5 mal überlaufen lässt, oder sich öfters falsch positioniert, dann passiert dies auch im Spiel. Man stelle sich vor, der Trainer würde nicht nach Trainingsleistung aufstellen, innerhalb kürzester Zeit wäre seine Autorität im Eimer. Frage mich manchmal, wie man tatsächlich auf solchen Nonsens kommen kann.





100% agree.daumen-hoch

Bei Höger frage ich mich aber auch , ob MG in ihm vielleicht eben den Führungsspieler sieht , der die Truppe eben zusammenhalten kann . Sein Standing im Team ( Mannschaftsrat) und die medialen Auftritte spielen da vielleicht auch ein bisschen rein.
Ich glaube Du warst es , der damals geschrieben hat , das MG auf die Spieler setzt , denen er den derzeitigen Druck in unserer Situation am ehesten zutraut. (oder so ähnlich grins )
Nach außen wirkt MH so ein bisschen wie der vermeintliche Häuptling , nur spiegeln seine Leistungen auf dem Platz das leider nicht wieder.Stirnrunzelnd
Markus Gisdol [Trainer] |#415
10.12.2019 - 10:17 Uhr
Zitat von Misterpinkbn
Wenn man manche Kommentare hier liest, kann man sich eigentlich sicher sein, dass diejenigen nie selbst in einer Mannschaft gekickt haben.
Denn selbst bei einer Amateurtruppe sieht man im Training in aller Regel, wer am Wochenende spielen sollte, wer bereit ist und die Dinge am ehesten im Spiel umsetzen kann.
Vielleicht nicht in der Kreisliga D, ab Bezirksliga aber allemal.
Im Fall Höger ist das zwar aktuell schwer zu glauben und mag vielleicht andere Gründe gehabt haben, dennoch ist das Training der Hauptindikator.


Vielleicht ist bei Haupe und Koziello (sofern fit) auch einfach ein Leistungsabfall im Training da, weil sie derzeit kein Land sehen. Sie können sich unter dem 3. Trainer strecken wie sie wollen, über Kurzeinsätze kommen sie nicht hinaus. Das schlägt sich auch auf die Motivation nieder.

Wenn der Trainer dann aber kommt und sachlich darlegt, dass er die Trainingsleistung zwar nicht für ausreichend hält, aber wegen der Diskrepanz zwischen Högers Leistungen in Training und Spiel eine Chance in Aussicht stellt, kann sich womöglich auch etwas ändern.

Ich persönlich hatte beruflich schon Momente, wo ich das Gefühl hatte, dass meine Anstrengungen eh verpuffen. Natürlich habe ich meine Anstrengungen dann reduziert. Bei Koziello und Haupe könnte man einwenden, dass sie ja Profis seien, aber Menschen sind sie eben auch.
Markus Gisdol [Trainer] |#416
10.12.2019 - 10:19 Uhr
Zitat von Saphirflug
Zitat von DonMarvel

Zitat von Mr Ripley


Zitat von Saphirflug

Zitat von DonMarvel

Ja, dann brauchen wir ja gar nicht mehr trainieren. augen-zuhalten

Das habe ich doch gar nicht gesagt, ich habe Lediglich gesagt, dass das Training wenig aussagt über Leistungsfähigkeit in dem Spiel ist, weil Training schlichtweg was vollkommen anderes ist, als das Spiel selber.

Im Training kann man Spielsituationen einstudieren, Theorie lernen, Athletik und weiteres lernen...
Aber das alles sagt wenig aus, wenn man dann tatsächlich auf den Gegner trifft

Zitat von Mr Ripley





Fußballtennis? Theorie? Kein Gegner?

Hast Du schon mal ein Training im Leistungsbereich gesehen? Ich vermute sehr stark: Nein.

Ob du es glaubst oder nicht, ich habe sehr wohl schon öfters Training im Leistungsbereich gesehen (meist im Handball)

Kein Training des FCs gesehen in den letzten Jahren, dann wüsstest du, dass ein Stöger relativ häufig Fußballtennis hat Trainieren lassen (bei den anderen Trainern weiß ich es grade nicht)
Theorie ist ja gut und schön diese gelernt zu haben, aber kannst du die auch im Spiel umsetzen? Das kann dir das Training schlichtweg nicht beantworten.
Im Training funktionieren Spielzüge zb, dass heißt aber noch lange nicht, dass die auch im Spiel so funktionieren.

Zitat von DonMarvel

Training ist absolut überbewertet. Was bedeuten schon Automatismen? Warum sollte man auch die belohnen, die ihren Job ernst nehmen und auch im Training Vollgas geben? Wir schmeißen einfach blind auf 5-6 Positionen jeden Spieltag neue Leute aufs Feld und der, der es ordentich macht, der darf auch nächstes Spiel wieder ran.

Natürlich sind Automatismen wichtig, aber wenn man die nur im Training abrufen kann, dann hat das schlicht keinen Wert, denn für den Verein zählt schlichtweg nur das was im Spiel geleistet wird.
Zum Job gehört vor allem das Spiel, auch wenn dies nur 90 Minuten pro Woche in Anspruch nimmt und wenn da nicht Geliefert wird ist das wesentlich gravierender als im Training.
Oder um dein Beispiel aufzugreifen, wir belohnen diejenigen die das Training ernst nehmen, dafür im Spiel keine Leistung zeigen. Also spielt im Grunde das Schlecht Leisten im Spiel keine Rolle. Die Einstellung hilft uns sicher!
Es sollen nicht blind jeden Spieltag 5-6 neue Spieler zum Einsatz kommen, sondern lediglich die Spielleistung wesentlich höher gewichtet werden als die Trainingsleistung.

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert!


Sorry @Saphirflug, aber das war jetzt zu viel für mich.

Ich kann da nur an meine Signatur verweisen. Was ein Blödsinn.

Zum Fußballtennis: Das "lässt man nicht trainieren", das streust Du als Trainer am Anfang der Trainingswoche ein, um die Stimmung zu lockern, die Spieler zu belohnen oder als Teil des allgemeinen Techniktrainings. Auch isolierte Spielzüge ohne Gegnerdruck werden nur noch sehr selten eingesetzt. Anfangs vielleicht, um die Grundidee zu vermitteln, dann werden aber Gegner eingebaut oder man baut es gar in Spielformen ein.

Der Kern bleibt aber das Trainingsspiel, dabei ist erstmal egal, ob da 7 vs 7, 9 vs 9 oder 11 vs 11 spielt. In diesen Spielen erkennt man mit einem geschulten Auge recht schnell, wer das Niveau hat und wer eben nicht. Ein bekanntes Problem ist, dass, wenn deine ganze Mannschaft eher schlechter ist als der Wettbewerb, in dem Du dich befindest, in diesen Trainingsspielen Spieler brillieren, die dann in der Bundesliga nix gebacken bekommen.

So stelle ich mir das mit Höger vor. Der wird in den Trainingsspielen Kerle wie Koziello und Hauptmann Volley nehmen, was dann aber wertlos ist, weil kein anderer Bundesligaverein Spieler auf diesem Niveau aufstellt...

Zum Handball: Das bestätigt mich in meiner Meinung...
Keine Ahnung, aber einfach mal 1:1 übernehmen, wird schon stimmen... augen-zuhalten
Ein Kumpel von mir ist Handballer und bei dem habe ich mich mal als ich als Trainer anfing 'ausgeheult', dass Fußballer so Probleme haben, feste Abläufe über mehrere Stationen zu verinnerlichen, während es im Handball und Basketball so viele Variationen gibt und man Playbooks damit füllen kann. Seine Antwort fand ich sehr schlau und gleichzeitig beruhigend: Das Handballspiel hat kaum Tiefe, die verteidigende Mannschaft positioniert sich um den Kreis und die Variationen der Staffelung sind extrem begrenzt. Da man also recht gut abschätzen kann, wie der Gegner steht, kann man auch sehr gut feste Spielzüge einstudieren.

Dagegen bietet der Fußball mit seinem großen Feld und seiner höheren Anzahl an Spielern eine viel größere Varianz an Möglichkeiten. Grundabläufe kann ich trainieren, sie werden sich aber nie so 1:1 durchziehen lassen, wie gewisse Passstaffetten beim Handball oder ein Pick 'n Roll beim Basketball.

Nicht ohne Grund vermittelt der DFB inzwischen lieber Prinzipien. Die haben eine größere Allgemeingültigkeit. Man sagt den Spielern nicht, "wenn der RV den Ball hat, dann stehst du auf der Position x", sondern "Du stehst so tief wie möglich und so breit wie nötig".

Wie es sich gehört, hast Du den größten Nonsense für den Schluss aufgehoben:

Zitat von saphirflug

Von guter Trainingsleistung hat der Verein nichts, nur von Spielleistung. Dabei ist mir völlig egal ob der Spieler sich im Training auf die Faule Haut legt, wenn er im Spiel wie eine Rakete abliefert.

Es zählt was auf dem Platz passiert


Ging die Tage ein Zitat von Vardy rum, in welchem er die Gründe des Erfolges erklärt. Seine Aussage war einfach und klar und widerspricht Deiner Stammtischparole. Rodgers habe wieder die Intensität ins Training gebracht. Eine Intensität, die man für den Profifußball braucht. Denn so wie man trainiert, spielt man auch.


Bestimmte Spielsituation müssen einstudiert, Abläufe müssen verinnerlicht werden. Wenn sich ein Spieler im Training 5 mal überlaufen lässt, oder sich öfters falsch positioniert, dann passiert dies auch im Spiel. Man stelle sich vor, der Trainer würde nicht nach Trainingsleistung aufstellen, innerhalb kürzester Zeit wäre seine Autorität im Eimer. Frage mich manchmal, wie man tatsächlich auf solchen Nonsens kommen kann.


Tja was machen wir, wenn ein Höger zb im Training sehr gute Leistung zeigt und alles Gelingt, aber im Spiel bekommt er nichts hin...

Ja stellen wir ihn weiter auf, weil Training ist ja gut
So ein Nonsens, wenn er es im Spiel nicht bringt, dann ist mir völlig egal wie die Trainingsleistung ist...

Wenn die Spieler Anfangen das zu kritisieren, dann zeig ich denen die Spiele und dann sollen sie selber sagen ob sie das gut finden, wenn man ihnen den Spiegel vorhält, dann sehen die Menschen meist selber, was für einen Bockmist sie leisten...

Ja erklär mal, was soll ich als Trainer machen wenn der Spieler im Training jeden Ball abfängt, aber im Spiel keinen einzigen?
Soll ich ihn dann in den nächsten Spielen einsetzen oder nicht?
Spiel ist da wichtiger, deshalb wird das höher gewuchtet


Deine Beispiele aus Absurdistan retten Deine komischen Einschätzungen auch nicht mehr.

Spieler fangen nicht alle und fangen nicht keine Bälle ab. Um mal in Deiner einfachen Welt zu bleiben: am Samstag stelle ich aber den auf, der die meisten Bälle abfängt, wobei natürlich auch der Eindruck der letzten Wettkämpfe eine Rolle spielt.

Ich fand deine vernichtende Kritik gegenüber Anfang ("komplett ahnungslos") schon zuvor sehr anmaßend und überheblich. Nach dem Du nun aber Deine komplette Ahnungslosigkeit über die Funktionsweise einer Fußballmannschaft offenbarst, wirkt es noch deutlich skurriler.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Markus Gisdol [Trainer] |#417
10.12.2019 - 10:32 Uhr
Zitat von wuerzbock
Zitat von Misterpinkbn

Wenn man manche Kommentare hier liest, kann man sich eigentlich sicher sein, dass diejenigen nie selbst in einer Mannschaft gekickt haben.
Denn selbst bei einer Amateurtruppe sieht man im Training in aller Regel, wer am Wochenende spielen sollte, wer bereit ist und die Dinge am ehesten im Spiel umsetzen kann.
Vielleicht nicht in der Kreisliga D, ab Bezirksliga aber allemal.
Im Fall Höger ist das zwar aktuell schwer zu glauben und mag vielleicht andere Gründe gehabt haben, dennoch ist das Training der Hauptindikator.


Vielleicht ist bei Haupe und Koziello (sofern fit) auch einfach ein Leistungsabfall im Training da, weil sie derzeit kein Land sehen. Sie können sich unter dem 3. Trainer strecken wie sie wollen, über Kurzeinsätze kommen sie nicht hinaus. Das schlägt sich auch auf die Motivation nieder.

Wenn der Trainer dann aber kommt und sachlich darlegt, dass er die Trainingsleistung zwar nicht für ausreichend hält, aber wegen der Diskrepanz zwischen Högers Leistungen in Training und Spiel eine Chance in Aussicht stellt, kann sich womöglich auch etwas ändern.

Ich persönlich hatte beruflich schon Momente, wo ich das Gefühl hatte, dass meine Anstrengungen eh verpuffen. Natürlich habe ich meine Anstrengungen dann reduziert. Bei Koziello und Haupe könnte man einwenden, dass sie ja Profis seien, aber Menschen sind sie eben auch.


Klar, kann alles sein - das steht aber auch nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Deine genannten Beispiele sind sicher auch nicht für ihre Körperlichkeit und Erfahrung bekannt, daher mag Gisdol auf den eigentlichen Robusten und erfahrenen Höger gesetzt haben. Dass er das drei mal hintereinander macht, obwohl er sich bereits bei den ersten beiden Malen relativ schnell selbst korrigiert hat, verstehe wer will.
Dennoch macht im Fusball rein zeitlich gesehen 90% das Training aus, 10% das Spiel.
Daher sollte man sich im Training die Dinge als Gruppe erarbeiten, das gilt allerdings auch für jeden Einzelnen. Letzte Wettkampfhärte holt man sich vielleicht über Spiele, der Rest ist Trainingsarbeit.
Die wahrscheinlich, dass jemand im Training wenig zeigt, im Spiel aber plötzlich brilliert, ist verschwindend gering. Das war vielleicht bei Basler und Polster noch so, grundsätzlich darf man bei jemandem, bei dem es so ist, auch gerne mal die Einstellung zu seinem Beruf hinterfragen, wenn er in den 90% nicht voll da ist.
Markus Gisdol [Trainer] |#418
10.12.2019 - 10:47 Uhr
Zitat von Misterpinkbn
Zitat von wuerzbock

Zitat von Misterpinkbn

Wenn man manche Kommentare hier liest, kann man sich eigentlich sicher sein, dass diejenigen nie selbst in einer Mannschaft gekickt haben.
Denn selbst bei einer Amateurtruppe sieht man im Training in aller Regel, wer am Wochenende spielen sollte, wer bereit ist und die Dinge am ehesten im Spiel umsetzen kann.
Vielleicht nicht in der Kreisliga D, ab Bezirksliga aber allemal.
Im Fall Höger ist das zwar aktuell schwer zu glauben und mag vielleicht andere Gründe gehabt haben, dennoch ist das Training der Hauptindikator.


Vielleicht ist bei Haupe und Koziello (sofern fit) auch einfach ein Leistungsabfall im Training da, weil sie derzeit kein Land sehen. Sie können sich unter dem 3. Trainer strecken wie sie wollen, über Kurzeinsätze kommen sie nicht hinaus. Das schlägt sich auch auf die Motivation nieder.

Wenn der Trainer dann aber kommt und sachlich darlegt, dass er die Trainingsleistung zwar nicht für ausreichend hält, aber wegen der Diskrepanz zwischen Högers Leistungen in Training und Spiel eine Chance in Aussicht stellt, kann sich womöglich auch etwas ändern.

Ich persönlich hatte beruflich schon Momente, wo ich das Gefühl hatte, dass meine Anstrengungen eh verpuffen. Natürlich habe ich meine Anstrengungen dann reduziert. Bei Koziello und Haupe könnte man einwenden, dass sie ja Profis seien, aber Menschen sind sie eben auch.


Klar, kann alles sein - das steht aber auch nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Deine genannten Beispiele sind sicher auch nicht für ihre Körperlichkeit und Erfahrung bekannt, daher mag Gisdol auf den eigentlichen Robusten und erfahrenen Höger gesetzt haben. Dass er das drei mal hintereinander macht, obwohl er sich bereits bei den ersten beiden Malen relativ schnell selbst korrigiert hat, verstehe wer will.
Dennoch macht im Fusball rein zeitlich gesehen 90% das Training aus, 10% das Spiel.
Daher sollte man sich im Training die Dinge als Gruppe erarbeiten, das gilt allerdings auch für jeden Einzelnen. Letzte Wettkampfhärte holt man sich vielleicht über Spiele, der Rest ist Trainingsarbeit.
Die wahrscheinlich, dass jemand im Training wenig zeigt, im Spiel aber plötzlich brilliert, ist verschwindend gering. Das war vielleicht bei Basler und Polster noch so, grundsätzlich darf man bei jemandem, bei dem es so ist, auch gerne mal die Einstellung zu seinem Beruf hinterfragen, wenn er in den 90% nicht voll da ist.


Wenn Trainer nach dieser Logik aufstellen würden, wären aber ganz andere Spieler in den letzten Jahren viel mehr zum Zuge gekommen. Ich kann ja nur die Eindrücke von den Einheiten schildern die ich gesehen habe, dabei fiel mir neben einer recht geringen Intensität während der Saison auf, das Spieler wie z.B. Özcan aber auch Churlinov oder Haupe deutlich präsenter wirkten als einige Spieler der A-Elf. Die forderten viel mehr die Bälle oder zogen das Tempo an. Daneben trabten dann Höger, Kainz und Co. Trotzdem haben die quasi kaum mal ne Chance in nem Pflichtspiel von Anfang an erhalten.
Markus Gisdol [Trainer] |#419
10.12.2019 - 10:57 Uhr
Zitat von Saphirflug
Tja was machen wir, wenn ein Höger zb im Training sehr gute Leistung zeigt und alles Gelingt, aber im Spiel bekommt er nichts hin...

Ja stellen wir ihn weiter auf, weil Training ist ja gut
So ein Nonsens, wenn er es im Spiel nicht bringt, dann ist mir völlig egal wie die Trainingsleistung ist...

Wenn die Spieler Anfangen das zu kritisieren, dann zeig ich denen die Spiele und dann sollen sie selber sagen ob sie das gut finden, wenn man ihnen den Spiegel vorhält, dann sehen die Menschen meist selber, was für einen Bockmist sie leisten...

Ja erklär mal, was soll ich als Trainer machen wenn der Spieler im Training jeden Ball abfängt, aber im Spiel keinen einzigen?
Soll ich ihn dann in den nächsten Spielen einsetzen oder nicht?
Spiel ist da wichtiger, deshalb wird das höher gewuchtet


Stichwort "Profisport" und Leistungsprinzip.

Erkläre mir mal, warum Attribute wie Offenheit, Autorität, Gerechtigkeit, Disziplin und Einfühlungsvermögen im Trainergeschäft nach deinen Ausführungen absoluter Bullshit sind.

Zu dem Entschluss kommt man nämlich, wenn man sich deine Ausführungen durch den Kopf gehen lässt.

Bei deinen Ansichten kommt man tatsächlich öfters in die Versuchung, in die Tastatur zu beißen.

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Markus Gisdol [Trainer] |#420
10.12.2019 - 11:10 Uhr
Zitat von cgn_tdog
Meiner Meinung nach hat die Aufstellung von Gisdol für seine Spielidee schon Sinn gemacht. Er hat mit hohen Bällen von Berlin gerechnet (inklusive der Standard-Gefahr) und lässt dafür dann Sobiech und Bornauw in der IV spielen. Wenn dann auch unsere Spielidee war Feuer mit Feuer zu bekämpfen und ebenfalls hohe Bälle auf Cordoba und T-Rod zu spielen, dann bringt einem ein "spielstarkes" Mittelfeld mit bspw. Skhiri auch nichts, weil der eh keinen Ball bekommt. Höger dann als "Leader" zu bringen halte ich in der Theorie schon für keine schlechte Idee, aber traue ihm leider auch nicht mehr zu diese Rolle glaubwürdig auszufüllen - zumindest nicht auf dem Platz.

Schade, dass wir es zu selten geschafft haben die Aktionen in denen Cordoba mal den Ball halten (und auf die Außenspur ablegen konnte) vernünftig auszupielen, weil sowohl Schmitz als auch Eazy keine ordentliche Flanke hinbekommen haben.


Das Spielerische dürfte im Vergleich mit Skhiri Högers kleineres Problem sein. Der wesentliche Punkt ist doch, dass Skhiri physisch viel leistungsfähiger ist als Höger. Insofern macht es mMn auch in einem Kampfspiel keinen Sinn, Höger den Vorzug zu geben.
Die einzig nachvollziehbare Erklärung wäre für mich, dass Skhiri dem Afrika-Cup Tribut zollt.
Ich habe aber leider so ein bisschen die Befürchtung, Gisdol erinnert sich zu gut an den Höger aus gemeinsamen Schalker Zeiten und versucht, ihn da wieder hin zu führen.
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