Joachim Löw (Bundestrainer)
14.05.2009 - 11:57 Uhr
20.05.2009 - 11:06 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Pirot4:
1. Glaube ich kaum, dass Löw der einzige Beobachter ist - die haben ein Team (sonst hätte das mit Klinsmann auch nicht geklappt). Der Hinweis von Bremen kann mMn wirklich Auswirkungen gehabt haben - nicht diesbezüglich, dass Bremen jetzt öfters oder weniger beobachtet wurde, sondern dass sie dann von Löw beobachtet wurden. Auffällig ist, dass Hoffenheim nur bei 2 Auswärtsspielen beobachtet wurde - Karlsruhe und München (das "besondere" Spiel am letzten Spieltag der Rückrunde).
Ich denke, dass da vielmehr Anfahrtswege eine Rolle spielen als Sympathien. Und weiter sollten dann auch alle anderen "Beobachter" aufgelistet werden. Meine Vermutung ist, dass für den Bereich "Nord-Ost" jemand anderes des öfteren beobachtet und mit analysiert. Genauso wie vermutlich Spieler wie Ballack, Huth, Odonkor, Metzelder, Hinkel u.a. von einem "Auslandsbeobachter" visitiert werden.
Zuletzt sollte man hier auch nicht so tun, als ob vornehmlich oder gar allein die Stadionbeobachtung ausschlaggebend sei. Videoanalysen fließen da mindestens genauso mit ein.
Aus den ablesbaren Fakten in verwandten Bereichen - Unkenntnis über die Eligibilität (gibt es das Wort überhaupt? "Nominierbarkeit" klingt aber blöd!) von Subotic, Unkenntnis über die immer noch existierende Eligibilität Özils durch die Türkei, Unkenntnis über die Namen der Junioreneuropameister - erscheint mir die (spekulative) Schlußfolgerung, Löw wisse nicht so recht Bescheid über die Spieler, die sich etwas abseits seines Blickwinkels befinden, naheliegender als die (ebenso spekulative) Schlußfolgerung, er würde sich auch neben seinen Stadionbesuchen mit den Leistungen seiner nominierungsfähigen Akteure auseinandersetzen. Das würde man zwar eigentlich als professionelles Verhalten voraussetzen, man wird aber nicht leugnen können, daß im Business Fußball viele solcher prinzipieller Grundvoraussetzungen nicht eingehalten werden. Nicht nur bei Löw; auch vom angehenden RTL-Experten Rudi Völler hätte man eigentlich erwarten dürfen, eine Woche vor der WM 2006 darüber Kenntnis zu besitzen, daß Portugal und Angola in derselben Gruppe spielen. Man kann ja auch nicht ernsthaft einen "Fachmann" die südafrikanischen Präsidentschaftswahlen kommentieren lassen, der davon überzeugt ist, daß sich das Land noch im Burenkrieg befindet.
Ich würde fast mit Sicherheit behaupten, daß Löw nicht besser über die aktuellen Stärken und Schwächen von Spielern wie Polanski, Nicu, Wolf, Schäfer, Riether, Ebert, etc. informiert ist als unsereiner. Und das wäre ziemlich traurig.
Klar, das ist eine Theorie gegen eine andere. Aber Spieler wie Huth oder auch Hinkel wären nicht nominiert worden (gefordert hat die keiner), wenn Löw und sein Team nicht ihre Hausaufgaben erledigen würden. Aber vermutlich hat Löw vor lauter Auslansreisen keine Ahnung, was in der Buli abgeht. :rolleyes
Zitat von Pirot4:
1. Glaube ich kaum, dass Löw der einzige Beobachter ist - die haben ein Team (sonst hätte das mit Klinsmann auch nicht geklappt). Der Hinweis von Bremen kann mMn wirklich Auswirkungen gehabt haben - nicht diesbezüglich, dass Bremen jetzt öfters oder weniger beobachtet wurde, sondern dass sie dann von Löw beobachtet wurden. Auffällig ist, dass Hoffenheim nur bei 2 Auswärtsspielen beobachtet wurde - Karlsruhe und München (das "besondere" Spiel am letzten Spieltag der Rückrunde).
Ich denke, dass da vielmehr Anfahrtswege eine Rolle spielen als Sympathien. Und weiter sollten dann auch alle anderen "Beobachter" aufgelistet werden. Meine Vermutung ist, dass für den Bereich "Nord-Ost" jemand anderes des öfteren beobachtet und mit analysiert. Genauso wie vermutlich Spieler wie Ballack, Huth, Odonkor, Metzelder, Hinkel u.a. von einem "Auslandsbeobachter" visitiert werden.
Zuletzt sollte man hier auch nicht so tun, als ob vornehmlich oder gar allein die Stadionbeobachtung ausschlaggebend sei. Videoanalysen fließen da mindestens genauso mit ein.
Aus den ablesbaren Fakten in verwandten Bereichen - Unkenntnis über die Eligibilität (gibt es das Wort überhaupt? "Nominierbarkeit" klingt aber blöd!) von Subotic, Unkenntnis über die immer noch existierende Eligibilität Özils durch die Türkei, Unkenntnis über die Namen der Junioreneuropameister - erscheint mir die (spekulative) Schlußfolgerung, Löw wisse nicht so recht Bescheid über die Spieler, die sich etwas abseits seines Blickwinkels befinden, naheliegender als die (ebenso spekulative) Schlußfolgerung, er würde sich auch neben seinen Stadionbesuchen mit den Leistungen seiner nominierungsfähigen Akteure auseinandersetzen. Das würde man zwar eigentlich als professionelles Verhalten voraussetzen, man wird aber nicht leugnen können, daß im Business Fußball viele solcher prinzipieller Grundvoraussetzungen nicht eingehalten werden. Nicht nur bei Löw; auch vom angehenden RTL-Experten Rudi Völler hätte man eigentlich erwarten dürfen, eine Woche vor der WM 2006 darüber Kenntnis zu besitzen, daß Portugal und Angola in derselben Gruppe spielen. Man kann ja auch nicht ernsthaft einen "Fachmann" die südafrikanischen Präsidentschaftswahlen kommentieren lassen, der davon überzeugt ist, daß sich das Land noch im Burenkrieg befindet.
Ich würde fast mit Sicherheit behaupten, daß Löw nicht besser über die aktuellen Stärken und Schwächen von Spielern wie Polanski, Nicu, Wolf, Schäfer, Riether, Ebert, etc. informiert ist als unsereiner. Und das wäre ziemlich traurig.
Klar, das ist eine Theorie gegen eine andere. Aber Spieler wie Huth oder auch Hinkel wären nicht nominiert worden (gefordert hat die keiner), wenn Löw und sein Team nicht ihre Hausaufgaben erledigen würden. Aber vermutlich hat Löw vor lauter Auslansreisen keine Ahnung, was in der Buli abgeht. :rolleyes
20.05.2009 - 11:11 Uhr
Zitat von Pirot4:
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
20.05.2009 - 11:28 Uhr
Zitat von Korf:
Zitat von Pirot4:
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
Naja, auf der linken Abwehrseite stehen doch mittlerweile wieder alle Alternativen zu Lahm zur Verfügung (es sei denn, Pander verletzt sich wieder kurzfristig) und leistungstechnisch haben wir dort ohnehin das geringste Problem. Selbst die Mehrzahl der Werder-Anhänger ist alles andere als von Boenisch überzeugt, weil der mit 20 noch nicht so stark war wie ein Endzwanziger CL-Stammspieler und es bis heute noch nicht ist, die Lusche. Aber Okay, vielleicht wird er auch von manchem gefordert. Man hat schon größere dialektische Verrenkungen erleben können...
Zitat von Pirot4:
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
Naja, auf der linken Abwehrseite stehen doch mittlerweile wieder alle Alternativen zu Lahm zur Verfügung (es sei denn, Pander verletzt sich wieder kurzfristig) und leistungstechnisch haben wir dort ohnehin das geringste Problem. Selbst die Mehrzahl der Werder-Anhänger ist alles andere als von Boenisch überzeugt, weil der mit 20 noch nicht so stark war wie ein Endzwanziger CL-Stammspieler und es bis heute noch nicht ist, die Lusche. Aber Okay, vielleicht wird er auch von manchem gefordert. Man hat schon größere dialektische Verrenkungen erleben können...
20.05.2009 - 11:52 Uhr
Zitat von Korf:
Zitat von Pirot4:
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
Schön, wenn es so kommen sollte.
Boenisch und C. Schulz wurden auch schon gefordert. Also haben wir etwa 17-19 AV, naja, vielleicht machen wir mal ein Leihgeschäft mit den Össis oder wir stellen ein Team nur mit AVs. Für mich steht fest, dass man auf der Position eine quantitative Auswahl hat wie wohl nur noch im Tor. Qualitativ ist es nunmal so, dass sich da zu viele im Durchschnittsbereich bewegen weshalb die Unterschiede so gering sind und es jedem einfach fällt, die oder jene Nominierung Löws anzugreifen.
Zitat von Pirot4:
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Den Mann, der das UEFA-Cup-Finale heute mit einer verunglückten Flanke aus dem Halbfeld entscheiden wird.
;)
Schön, wenn es so kommen sollte.
Boenisch und C. Schulz wurden auch schon gefordert. Also haben wir etwa 17-19 AV, naja, vielleicht machen wir mal ein Leihgeschäft mit den Össis oder wir stellen ein Team nur mit AVs. Für mich steht fest, dass man auf der Position eine quantitative Auswahl hat wie wohl nur noch im Tor. Qualitativ ist es nunmal so, dass sich da zu viele im Durchschnittsbereich bewegen weshalb die Unterschiede so gering sind und es jedem einfach fällt, die oder jene Nominierung Löws anzugreifen.
20.05.2009 - 12:07 Uhr
Nicht dass ich noch falsch verstanden werde: Es war ein Witz.
Ich mag zwar Boenisch, weil er immer wie ein freundlicher, etwas tappsiger Bär daherkommt und freu mich ganz besonders, wenn ihm Aktionen gelingen - ist ja angesichts seines Ballgefühls auch nicht selbstverständlich. Aber Boenisch als Alternative zu Lahm - das fänd ich dann doch etwas gewagt.
Ich mag zwar Boenisch, weil er immer wie ein freundlicher, etwas tappsiger Bär daherkommt und freu mich ganz besonders, wenn ihm Aktionen gelingen - ist ja angesichts seines Ballgefühls auch nicht selbstverständlich. Aber Boenisch als Alternative zu Lahm - das fänd ich dann doch etwas gewagt.
20.05.2009 - 12:26 Uhr
Zitat von Pirot4:
Und wie gesagt, ich halte Jones für die Nationalmannschaft für nicht gut genug. Ich weiß, dass Jones in der Liga auch durch seinen immensen Einsatz immer wieder sehr gute Leitungen bringt, halte aber das Kommplettpaket für nicht ausreichend, zudem man davon ausgehen sollte, dass bei besonderen Spielen (und das sind Nationalmannschaftspflichtspiele immer) auch die eher technisch versierten Spieler sich richtig reinhängen. Du kannst einem "Fußballer" das Kämpfen beibringen, aber einem Kämpfer nicht das Spielen (überspitzt, ist ja nicht so, als wäre Jones ein Grobmotoriker, aber ich denke, dass die Grundaussage (meine Meinung) klar ist).
Es geht doch gar nicht darum, Jones als Stammspieler zu fordern, sondern darum, dass er sehr wertvoll sein kann, wenn man ihn zumindest als Alternative hat. Ich brauche doch keine 3 schlechteren Versionen von Ballack auf der Bank. Wie ich schon sagte, gerade gegen ein Team wie Spanien, mit dem Deutschland spielerisch nicht mithalten kann, wäre es wichtig gewesen einen Spieler wie Jones zu haben und nicht Rolfes. Der kann gegen Hannover ganz schöne Pässchen spielen, gegen Topteams aber nicht so sehr. Jones Stärke, der Kampf, kann aber gegen den FC Barcelona genauso wirkungsvoll sein wie gegen Pfullendorf.
Und sich grundsätzlich der Möglichkeit zu berauben einen solchen Spieler im Kader zu haben und stattdessen mit Einheitsbrei zu spielen, ist eben ein unnötiger Verlust.
Genauso wie Löws Weigerung sich die Kopfballstärke des Teams bei Standards zu Nutze zu machen.
Und wie gesagt, ich halte Jones für die Nationalmannschaft für nicht gut genug. Ich weiß, dass Jones in der Liga auch durch seinen immensen Einsatz immer wieder sehr gute Leitungen bringt, halte aber das Kommplettpaket für nicht ausreichend, zudem man davon ausgehen sollte, dass bei besonderen Spielen (und das sind Nationalmannschaftspflichtspiele immer) auch die eher technisch versierten Spieler sich richtig reinhängen. Du kannst einem "Fußballer" das Kämpfen beibringen, aber einem Kämpfer nicht das Spielen (überspitzt, ist ja nicht so, als wäre Jones ein Grobmotoriker, aber ich denke, dass die Grundaussage (meine Meinung) klar ist).
Es geht doch gar nicht darum, Jones als Stammspieler zu fordern, sondern darum, dass er sehr wertvoll sein kann, wenn man ihn zumindest als Alternative hat. Ich brauche doch keine 3 schlechteren Versionen von Ballack auf der Bank. Wie ich schon sagte, gerade gegen ein Team wie Spanien, mit dem Deutschland spielerisch nicht mithalten kann, wäre es wichtig gewesen einen Spieler wie Jones zu haben und nicht Rolfes. Der kann gegen Hannover ganz schöne Pässchen spielen, gegen Topteams aber nicht so sehr. Jones Stärke, der Kampf, kann aber gegen den FC Barcelona genauso wirkungsvoll sein wie gegen Pfullendorf.
Und sich grundsätzlich der Möglichkeit zu berauben einen solchen Spieler im Kader zu haben und stattdessen mit Einheitsbrei zu spielen, ist eben ein unnötiger Verlust.
Genauso wie Löws Weigerung sich die Kopfballstärke des Teams bei Standards zu Nutze zu machen.
20.05.2009 - 13:40 Uhr
Nee, ich würde sagen, dass eher die Einwechslung von Julio Cruz das Spiel entschieden hat. Ein wendiger Stürmer hätte die deutsche IV durcheinander gewirbelt - Cruz dagegen ist selbst groß und hüftsteif. Selten habe ich ein Spiel verfolgt bei dem der Trainer in diesem Ausmaß einen direkten Anteil an der Niederlage hatte wie beim Spiel Deutschland vs. Argentinien.
20.05.2009 - 13:57 Uhr
Zitat von Pirot4:
Klar, das ist eine Theorie gegen eine andere.
Ich behaupte nichts anderes. Mir scheint der induktive Schluß auf die Korrektheit dieser Theorie aber die bessere Erklärung zu sein.
Zitat von Pirot4:
Aber Spieler wie Huth oder auch Hinkel wären nicht nominiert worden (gefordert hat die keiner), wenn Löw und sein Team nicht ihre Hausaufgaben erledigen würden. Aber vermutlich hat Löw vor lauter Auslansreisen keine Ahnung, was in der Buli abgeht. :rolleyes
Ich gehe ehrlich gesagt eher davon aus, daß Löw die genannten Spieler auf Verdacht nominiert (weil man die schließlich schon mal im Kader hatte) als sich - aus Primär- oder Sekundärquellen - ein klares Stärken-Schwächen-Profil dieser Spieler gemacht zu haben.
Zitat von Leonidas:
Über Nicu muss er sich auch nicht mehr informieren, denn der hat sich für Rumänien entschieden und ist festgespielt. Schäfer ist im Asien-Kader, Polanski spielt für die U-21 ..
Über Nicu hätte er sich aber informieren dürfen, bevor er für Rumänien nominiert wurde. Ich bin zwar nicht unbedingt der Auffassung, daß Nicu ein sinnvollerer Nationalmannschaftskandidat ist als bspw. Gentner, im Gegenteil, jedoch halte ich es für plausibel, daß Jogi den Spieler nicht etwa deshalb "aktuell nicht auf dem Zettel" hatte, weil er eine klare Vorstellung über dessen Fähigkeiten, Mängel und Entwicklungsmöglichkeiten hatte, sondern eher, weil er den immer noch für den Burghausen-Nicu oder Wehen-Nicu hielt, ohne ein Bild von dessen Rolle bei Hertha zu besitzen. Ähnlich bei Wolf, der in Jogis Augen wohl immer noch der Harakiri-Wolf von vor fünf Jahren war, auch vor seiner langwierigen Verletzung. Et cetera. Das sind zwar alles keine "Must"-Nominierungen, ich fände (!) es aber gruslig, wenn der Bundestrainer über den aktuellen Leistungsstand, Perspektiven und Entwicklungen seiner potentiellen Eleven nicht auf dem Laufenden wäre (!). Erschreckend dabei ist, daß ich dieses Urteil im Zuge eines Indizienbeweises für sicher nicht weniger plausibel halte als die Hoffnung darauf, er wüßte schon, was er täte, und betriebe das mit dem notwendigen Ernst.
Im übrigen: Trotzdem hat plötzlich Compper statt Schäfer gegen England auf links gespielt und trotzdem rückt Friedrich erst sehr spät in den Innenverteidigerfokus.
Dieser Kritikpunkt ist übrigens mal ganz unabhängig zu betrachten von der bspw. durch Runaway angeführten und von mir explizit geteilten Kritik, daß Löw ein verbohrter Dogmatiker zu sein scheint, der auf bestimmte Alternativen - übrigens ganz im Gegensatz zum Team Klinsmann/Löw damals - bewußt verzichtet.
Klar, das ist eine Theorie gegen eine andere.
Ich behaupte nichts anderes. Mir scheint der induktive Schluß auf die Korrektheit dieser Theorie aber die bessere Erklärung zu sein.
Zitat von Pirot4:
Aber Spieler wie Huth oder auch Hinkel wären nicht nominiert worden (gefordert hat die keiner), wenn Löw und sein Team nicht ihre Hausaufgaben erledigen würden. Aber vermutlich hat Löw vor lauter Auslansreisen keine Ahnung, was in der Buli abgeht. :rolleyes
Ich gehe ehrlich gesagt eher davon aus, daß Löw die genannten Spieler auf Verdacht nominiert (weil man die schließlich schon mal im Kader hatte) als sich - aus Primär- oder Sekundärquellen - ein klares Stärken-Schwächen-Profil dieser Spieler gemacht zu haben.
Zitat von Leonidas:
Über Nicu muss er sich auch nicht mehr informieren, denn der hat sich für Rumänien entschieden und ist festgespielt. Schäfer ist im Asien-Kader, Polanski spielt für die U-21 ..
Über Nicu hätte er sich aber informieren dürfen, bevor er für Rumänien nominiert wurde. Ich bin zwar nicht unbedingt der Auffassung, daß Nicu ein sinnvollerer Nationalmannschaftskandidat ist als bspw. Gentner, im Gegenteil, jedoch halte ich es für plausibel, daß Jogi den Spieler nicht etwa deshalb "aktuell nicht auf dem Zettel" hatte, weil er eine klare Vorstellung über dessen Fähigkeiten, Mängel und Entwicklungsmöglichkeiten hatte, sondern eher, weil er den immer noch für den Burghausen-Nicu oder Wehen-Nicu hielt, ohne ein Bild von dessen Rolle bei Hertha zu besitzen. Ähnlich bei Wolf, der in Jogis Augen wohl immer noch der Harakiri-Wolf von vor fünf Jahren war, auch vor seiner langwierigen Verletzung. Et cetera. Das sind zwar alles keine "Must"-Nominierungen, ich fände (!) es aber gruslig, wenn der Bundestrainer über den aktuellen Leistungsstand, Perspektiven und Entwicklungen seiner potentiellen Eleven nicht auf dem Laufenden wäre (!). Erschreckend dabei ist, daß ich dieses Urteil im Zuge eines Indizienbeweises für sicher nicht weniger plausibel halte als die Hoffnung darauf, er wüßte schon, was er täte, und betriebe das mit dem notwendigen Ernst.
Im übrigen: Trotzdem hat plötzlich Compper statt Schäfer gegen England auf links gespielt und trotzdem rückt Friedrich erst sehr spät in den Innenverteidigerfokus.
Dieser Kritikpunkt ist übrigens mal ganz unabhängig zu betrachten von der bspw. durch Runaway angeführten und von mir explizit geteilten Kritik, daß Löw ein verbohrter Dogmatiker zu sein scheint, der auf bestimmte Alternativen - übrigens ganz im Gegensatz zum Team Klinsmann/Löw damals - bewußt verzichtet.
20.05.2009 - 19:04 Uhr
Zitat von stimpy_5:
Zitat von Runaway:
Zitat von kiraly:
Jones hat eine Alles-oder-nichts-Forderung gestellt. Es sollte klar sein, dass Löw eine solche Forderung niemals erfüllen kann.
Du hast den Lückenbüßer-Spruch doch total aus dem Zusammenhang gerissen. Jones hat überhaupt keine Forderung gestellt, sondern nur seine Ansprüche formuliert. Die sich im übrigen mit Löws offiziellen Aussagen decken. Der wurde ja nicht müde zu betonen, dass die Asien-Spieler keine Lückenbüßer sein werden.
Jones hat keinen Stammplatz gefordert, sondern wollte wissen, ob er nur dabei sein würde, weil 3 Mann auf seiner Position fehlen.
Nun hat er die Antwort bekommen und ich halte es für sehr traurig, dass man einen der stärksten Spieler auf seiner Position nach nur 3 Spielen aufgibt.
in diesem thread werden permanent dinge aus dem zusammenhang gerissen, falls es dir noch nicht aufgefallen ist.
und ansprüche darf man als nationalspieler mittlerweile scheinbar nicht mehr haben und ehrgeiz scheint ebenso nicht mehr erwünscht zu sein, nachher müssten sich die stammspieler noch einem konkurrenzkampf stellen, das ginge ja mal gar nicht... :rolleyes Ihr glaubt, man müsse eine solche Aussage tätigen, wenn einem etwas an der Nationalmannschaft liegt. Das Gegenteil ist der Fall. Natürlich hat jeder Spieler das Ziel, zu spielen, wenn man erstmal nomminiert wird. Es macht aber einen Unterschied, ob man sich dies als persönliches Ziel steckt oder laut Ansprüche stellt. In beiden Fällen hat man den Ehrgeiz zu spielen, im letzteren zeigt man aber einen für die Nationalmannschaft falschen Ehrgeiz.
Man sollte froh sein, überhaupt nomminiert zu werden. Dann muss man auch gut damit leben können, nur Lückenbüßer für die Etablierten zu sein und froh sein, sich mit eigenen Leistungen mal zeigen und vielleicht sogar ans Team rankämpfen zu dürfen. Das ist nun so ein Moment: Löw kann noch so viel von dem doch sehr dehnbaren Begriff "Perspektive" sprechen - Die Asien-Reise ist die reinste Lückenbüßer-Fahrt. Denn viele der Geladenen müssen damit rechnen, beim nächsten Mal auch schon wieder nicht mehr nomminiert zu werden. Mit der Aussage, kein Lückenbüßer sein zu wollen, hat er sich keinen Gefallen getan. Wenn Jones damit also nicht klar kommt: selber schuld.
Sich hinter Hitzlsperger, Frings, Rolfes und vielleicht noch Khedira einreihen zu wollen, will er nicht, was mich bei Jones nicht wirklich überrascht. Spieler mit Führungsanspruch als Nr. 20-23 im WM-Kader muss nicht gut, sondern wird wahrscheinlich eher problematisch werden.
Zitat von Runaway:
Zitat von kiraly:
Jones hat eine Alles-oder-nichts-Forderung gestellt. Es sollte klar sein, dass Löw eine solche Forderung niemals erfüllen kann.
Du hast den Lückenbüßer-Spruch doch total aus dem Zusammenhang gerissen. Jones hat überhaupt keine Forderung gestellt, sondern nur seine Ansprüche formuliert. Die sich im übrigen mit Löws offiziellen Aussagen decken. Der wurde ja nicht müde zu betonen, dass die Asien-Spieler keine Lückenbüßer sein werden.
Jones hat keinen Stammplatz gefordert, sondern wollte wissen, ob er nur dabei sein würde, weil 3 Mann auf seiner Position fehlen.
Nun hat er die Antwort bekommen und ich halte es für sehr traurig, dass man einen der stärksten Spieler auf seiner Position nach nur 3 Spielen aufgibt.
in diesem thread werden permanent dinge aus dem zusammenhang gerissen, falls es dir noch nicht aufgefallen ist.
und ansprüche darf man als nationalspieler mittlerweile scheinbar nicht mehr haben und ehrgeiz scheint ebenso nicht mehr erwünscht zu sein, nachher müssten sich die stammspieler noch einem konkurrenzkampf stellen, das ginge ja mal gar nicht... :rolleyes Ihr glaubt, man müsse eine solche Aussage tätigen, wenn einem etwas an der Nationalmannschaft liegt. Das Gegenteil ist der Fall. Natürlich hat jeder Spieler das Ziel, zu spielen, wenn man erstmal nomminiert wird. Es macht aber einen Unterschied, ob man sich dies als persönliches Ziel steckt oder laut Ansprüche stellt. In beiden Fällen hat man den Ehrgeiz zu spielen, im letzteren zeigt man aber einen für die Nationalmannschaft falschen Ehrgeiz.
Man sollte froh sein, überhaupt nomminiert zu werden. Dann muss man auch gut damit leben können, nur Lückenbüßer für die Etablierten zu sein und froh sein, sich mit eigenen Leistungen mal zeigen und vielleicht sogar ans Team rankämpfen zu dürfen. Das ist nun so ein Moment: Löw kann noch so viel von dem doch sehr dehnbaren Begriff "Perspektive" sprechen - Die Asien-Reise ist die reinste Lückenbüßer-Fahrt. Denn viele der Geladenen müssen damit rechnen, beim nächsten Mal auch schon wieder nicht mehr nomminiert zu werden. Mit der Aussage, kein Lückenbüßer sein zu wollen, hat er sich keinen Gefallen getan. Wenn Jones damit also nicht klar kommt: selber schuld.
Sich hinter Hitzlsperger, Frings, Rolfes und vielleicht noch Khedira einreihen zu wollen, will er nicht, was mich bei Jones nicht wirklich überrascht. Spieler mit Führungsanspruch als Nr. 20-23 im WM-Kader muss nicht gut, sondern wird wahrscheinlich eher problematisch werden.
20.05.2009 - 19:15 Uhr
Letztlich geht es doch immer um Stolz. Es braucht mir doch keiner erzählen, ein Fußballer brauche hier Planungssicherheit. Ob Löw jetzt anruft oder nicht - gerade Jones würde man doch nicht zutrauen, dass er so zart besaitet ist. Für die Rolle, die er in der Nationalmannschaft spielen kann, ist er einfach ein zu stolzer Spieler - fertig, aus, so einfach ist das. Hat es immer gegeben, wird es immer geben solche Fälle.
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