Jens Keller [Trainer]
27.10.2013 - 09:40 Uhr
24.11.2013 - 12:34 Uhr
Zitat von chris13:
Zitat von take:
Zitat von chris13:
Zitat von take:
Wie ich auch im Bezug auf Weinzierl schon einmal schrieb: Im Winter mit 1-2 mio. € nach Augsburg fahren und eintüten. Siehe alternativ auch Hecking / Nürnberg - Wolfsburg. ;)
Hecking hatte aber eine Ausstiegsklausel. Im Sommer kann das vielleicht klappen, aber ohne Not wird Augsburg seinen Trainer sicher nicht im Winter abgeben. Daher denke ich eben, dass man mit Keller unbedingt die Saison zu ENde spielen will und dann am Ende sehen wird, wo man steht und die "Probleme" analysiert. Mit einer Entlassung Kellers vor oder in der Winterpause rechne ich nicht, wenn wir zumindest unsere Heimspiele weiter gewinnen.
Wenn..
Sehe ich nicht in Stein gemeißelt, da wir kein Stück über das Kollektiv punkten können und im Moment nur individuell ein Meyer in guter Verfassung zu sein scheint.
Vor allem weil das Restprogramm Gegner sind, die uns nciht sonderlich liegen......Stuttgart zu Hause, Gladbach auswärts, Freiburg zu Hause und Nürnber auswärts. Gegen Stuttgart und Nürnberg tun wir uns meistens schwer, Freiburg kämpft wie Nürnberg schon ums Überleben und Gladabch ist aktuell qualitativ einfach stärker.
Eine Entlassung oder Krise jetzt im Winter wäre dennoch dämlich, da es aktuell keine vernünftigen Alternativen gibt, man Trainer im Winter sicher nicht rauskaufen kann und eine lange Interimslösung halte ich auch nicht für zielführend. Daher muss man hoffen, dass man halbwegs erst einmal punktet. Wie sich das dann in der Rückrunde entwickelt, steht auf einem anderen Blatt...
Zwei Fragen habe ich da, ungeachtet dessen, dass ich den Zeitpunkt auch für äußerst bescheiden halte, aber eine Entlassung - "besser gestern als heute" - für absolut notwendig halte:
Welcher Trainer hat denn konkret weniger Profil als Keller vorzuweisen? Kann es taktisch und mental noch mieser laufen, wie aktuell unter Keller? Die Fragen sollte jeder für sich beantworten.
Es gibt auch Lösungen, wie bspw. einen Nationaltrainer für eine Halbrunde zu installieren (wären wir wieder bei Wilmots), um im Sommer dann eine absolute Wunschlösung zu integrieren.
Zitat von take:
Zitat von chris13:
Zitat von take:
Wie ich auch im Bezug auf Weinzierl schon einmal schrieb: Im Winter mit 1-2 mio. € nach Augsburg fahren und eintüten. Siehe alternativ auch Hecking / Nürnberg - Wolfsburg. ;)
Hecking hatte aber eine Ausstiegsklausel. Im Sommer kann das vielleicht klappen, aber ohne Not wird Augsburg seinen Trainer sicher nicht im Winter abgeben. Daher denke ich eben, dass man mit Keller unbedingt die Saison zu ENde spielen will und dann am Ende sehen wird, wo man steht und die "Probleme" analysiert. Mit einer Entlassung Kellers vor oder in der Winterpause rechne ich nicht, wenn wir zumindest unsere Heimspiele weiter gewinnen.
Wenn..
Sehe ich nicht in Stein gemeißelt, da wir kein Stück über das Kollektiv punkten können und im Moment nur individuell ein Meyer in guter Verfassung zu sein scheint.
Vor allem weil das Restprogramm Gegner sind, die uns nciht sonderlich liegen......Stuttgart zu Hause, Gladbach auswärts, Freiburg zu Hause und Nürnber auswärts. Gegen Stuttgart und Nürnberg tun wir uns meistens schwer, Freiburg kämpft wie Nürnberg schon ums Überleben und Gladabch ist aktuell qualitativ einfach stärker.
Eine Entlassung oder Krise jetzt im Winter wäre dennoch dämlich, da es aktuell keine vernünftigen Alternativen gibt, man Trainer im Winter sicher nicht rauskaufen kann und eine lange Interimslösung halte ich auch nicht für zielführend. Daher muss man hoffen, dass man halbwegs erst einmal punktet. Wie sich das dann in der Rückrunde entwickelt, steht auf einem anderen Blatt...
Zwei Fragen habe ich da, ungeachtet dessen, dass ich den Zeitpunkt auch für äußerst bescheiden halte, aber eine Entlassung - "besser gestern als heute" - für absolut notwendig halte:
Welcher Trainer hat denn konkret weniger Profil als Keller vorzuweisen? Kann es taktisch und mental noch mieser laufen, wie aktuell unter Keller? Die Fragen sollte jeder für sich beantworten.
Es gibt auch Lösungen, wie bspw. einen Nationaltrainer für eine Halbrunde zu installieren (wären wir wieder bei Wilmots), um im Sommer dann eine absolute Wunschlösung zu integrieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von take am 24.11.2013 um 12:35 Uhr bearbeitet
24.11.2013 - 12:41 Uhr
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
24.11.2013 - 12:43 Uhr
Zitat von chris13:
Bei der ersten Frage hast du sicher nicht unrecht :D Viel schlechter kann es nicht werden, aber einen Nationaltrainer wird man wohl kaum für ein halbes Jahr verpflichten können....wer soll sowas denn machen bzw. welcher Verband lässt sich darauf kurz vor der WM ein ?
Man hätte einfach letzten Winter Gisdol zum Chef befördern sollen......jetzt hat man den Salat bzw. eine Mannschaft ohne Spielidee....
Soll jetzt nicht missachtlich gegenüber Verbandstrainern sein, aber was haben die denn noch groß zu tun, bis zur WM? Die Kader stehen soweit und es ist ja nicht so, das es keine Scouts gibt (das ist nur bei Schalke so :p ). Die Vorbereitung für die WM mit Kader findet erst ein gutes Stück nach Saisonende statt, da wir wohl in keinem Pokalwettbewerb im Finale landen werden. ;)
Bei der ersten Frage hast du sicher nicht unrecht :D Viel schlechter kann es nicht werden, aber einen Nationaltrainer wird man wohl kaum für ein halbes Jahr verpflichten können....wer soll sowas denn machen bzw. welcher Verband lässt sich darauf kurz vor der WM ein ?
Man hätte einfach letzten Winter Gisdol zum Chef befördern sollen......jetzt hat man den Salat bzw. eine Mannschaft ohne Spielidee....
Soll jetzt nicht missachtlich gegenüber Verbandstrainern sein, aber was haben die denn noch groß zu tun, bis zur WM? Die Kader stehen soweit und es ist ja nicht so, das es keine Scouts gibt (das ist nur bei Schalke so :p ). Die Vorbereitung für die WM mit Kader findet erst ein gutes Stück nach Saisonende statt, da wir wohl in keinem Pokalwettbewerb im Finale landen werden. ;)
24.11.2013 - 12:44 Uhr
Zitat von j_o_n_a_s___:
Zitat von s__we:
3. Als es 3:2 stand war vollkommen ersichtlich wie platt Prince war. Der konnte nicht mal mehr den Torhüter anlaufen. Wieso spielt er dann bis kurz vor Schluss durch?
Zitat von s__we:
Zur Konstanz: Absolut unverständlich, dass unsere Mannschaft erst nach dem 3:2 ernsthaft versucht nach vorne was zu machen. Wieso das Team es nicht schafft mal 90 Minuten durchzuspielen verstehe ich wirklich nicht.
Ich greife mal diese beiden Punkte heraus, um ein wenig im Trüben zu fischen. Denn grundsätzlich ist es natürlich immer unglaublich schwer, die Leistung von Trainern objektiv zu beurteilen - über ihre Pläne, Motivationen und Ziele reden sie (zu Recht oder zu Unrecht sei einmal dahingestellt) vermeintlich aus Gründen der Geheimhaltung immer wenig. Über ihre Trainingsarbeit weiß man außerdem kaum etwas, bzw. von den wenigsten Trainern etwas mehr. Von den Spielern kann man schlicht nicht erwarten, Substantielles zu erfahren (da sie erstens involviert, zweitens befangen und drittens meist gar nicht in der Position sind, wirklich bewerten zu können) und die Spiele sind zuletzt immer nur unter dem Vorbehalt zu beurteilen, nicht zu wissen, auf welche Weise welche Entscheidung zustande gekommen ist, welche Maßnahme tatsächlich gegriffen, bzw. nicht funktioniert hat und was wann intendiert gewesen ist.
Es gibt jedoch zwei Dimensionen, die meiner Meinung nach ziemlich gute Indikatoren für die Qualität eines Trainers sind, nämlich seine Rhetorik und seine Profiliertheit.
Ich habe die feste Überzeugung, dass ein Trainer, der nicht in der Lage ist, seine Arbeit intelligent zu vermitteln (auch den Medien), auch nicht intelligent arbeitet (es handelt sich hierbei offensichtlich um ein negatives Kriterium - nur um Missverständnisse zu vermeiden). Es mag Ausnahmen geben, aber ich betone hier zumindest noch, dass auch Magath (selbst wenn er nichts sagt), Favre (selbst wenn er eine Sprachbarriere zu überwinden hat) oder Streich (dessen Dialekt wirklich schwer erträglich ist) hervorragende Rhetoriker sind. Über Klopp, Tuchel, Pep, Rangnick und Co. muss man nicht reden...
Und allein auf dieser Ebene macht es mich nervös, wenn Keller auf die Frage nach dem Funktionieren von Boateng als Sturmspitze lediglich zu antworten weiß, dass man mit ihm auf dieser Position bereits gewonnen habe. Das ist das Niveau der Stevens´schen "Schwenkungen" und keinen Centimenter darüber...
Mein zweiter Punkt ist nicht minder subjektiv, denn hier geht es um meine Vorstellung von Mannschaftspsychologie. Ich bin der Überzeugung, dass eine möglichst verdichtete Spielidee einer Mannschaft hilft, Stabilität zu entwickeln. Auf der Ebene der Umsetzung ist dieser Gedanke ziemlich trivial, sieht sich aber auch konfrontiert mit dem Argument, dass Vielseitigkeit und Reaktionsvermögen relevant seien. Mir geht es an dieser Stelle aber schlicht um den mentalen Aspekt präziser und pointierter Vermittlung und damit letztlich um Konstanz. Denn ein Schwadronieren von Balance aus Offensive und Defensive (Stevens) oder individuellen Fehlern (Keller), von Erfahrung und Entwicklung (Stevens) oder Charakter (Keller), erscheint mir leidlich geeignet, einen kontinuierlichen Prozess zu beschreiben und wenig angemessen, um konstruktiv auf Entwicklungen reagieren zu können.
Prominente Beispiele hierfür wären vielleicht einerseits Magath, der mit seiner Strategie der verbrannten Psyche - bei aller Absurdität - meist ziemlich reaktionsfähig und erfolgreich war, oder Favre, der, wenn der Spielraum zu sehr eingeschränkt ist, immer auf das Default-Setting einer Null-Gegentore-Verteidigung zurückfallen kann. Und andererseits womöglich Tuchel, der einen ziemlich umfänglichen Ausbildungsweg zu bevorzugen scheint, und womöglich hierdurch jedoch - bei allem Erfolg - in Krisen nur schwer gegensteuern kann und mal die ersten 7 Saisonspiele gewinnt und am Ende souverän 5. wird (Saison 10/11) und mal keines der letzten 9 (Saison 12/13) und auf 13 landet.
Wobei dies kein statistisches Argument, sondern lediglich Metapher für meine Vorstellung sein soll, dass es - insbesondere einem jungen Spieler - nur gut tun kann, wenn man im Misserfolgsfall sagen kann, man habe X nicht gut gemacht, oder habe sich trotz X nicht gegen Y durchsetzen können (was durch die Match-Plan-Ideologie ja auch Tuchel seinen Spielern anbietet), statt erklären zu müssen, man habe ALLES versucht, müsse INSGESAMT weniger Fehler machen, GEMEINSAM besser verteidigen, VORNE die Chancen besser nutzen, etc... Höwedes, ick hör dir trapsen...
Das mag zwar alles stimmen, aber wenn sich hinter einer generalisierten Kritik nur generalisierter Anspruch, generalisierter Optimismus und ein generalisiertes Ziel verbirgt, kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses einer Mannschaft sinnvoll zu vermitteln ist.
Interessant am Begriff des Konzepttrainers ist ja, dass die Bedeutung des Konzeptes in der öffentlichen Wahrnehmung so fehlgeleitet ist. Man identifiziert es gemeinhin mit Komplexität, weswegen das in Abgrenzung vermeintlich als schlicht charakterisierte Establishement in Deutschland auch so ablehnend und intelligenzfeindlich ist. Dabei bezeichnet das Konzept zunächst einmal das Gegenteil.
Ein Konzept ist die vage Vorstellung von einer klaren Idee. Diese ist notwendig einfach und einfach zu vermitteln. Und erst hierin gleichsam Bedingung dafür, eine beliebig komplexe Realisierungsmaschine ausrichten zu können. Sowohl das Scouting, als auch die Trainingsformen, als auch die Mannschaftsführung profitieren von der Eindeutigkeit der Vorgaben.
Dem Gegenüber stehen klare Vorstellungen von vagen Ideen. Dass die Spieler beispielsweise mehr laufen müssten (sag es nochmal, Clemens...), bedeutet einen präzisen Plan zu einem diffusen Zweck zu formulieren. Ebenso verhält es sich mit eingeforderten Attributen wie Moral, Erfahrung, etc. - es werden Voraussetzungen postuliert, ohne zu benennen, wofür diese Bedingung seien.
Und dies mündet letztlich wieder in Kommunikationsfähigkeit. Wer eine klare Idee hat, kann diese auch vermitteln, wer in einem formulierbaren Rahmen arbeitet, kann auch Entwicklungen beschreiben. Alles andere ist Symptompornografie...
Zum Aufbau: http://www.youtube.com/watch?v=uSQXndfKtNI ;) Nicht böse gemeint, schoss mir nur dierekt in den Kopf ;)
Inhaltlich bin ich vollkommen bei dir, grade was deine Einschätzung zum Thema Konzept angeht!
Zitat von s__we:
3. Als es 3:2 stand war vollkommen ersichtlich wie platt Prince war. Der konnte nicht mal mehr den Torhüter anlaufen. Wieso spielt er dann bis kurz vor Schluss durch?
Zitat von s__we:
Zur Konstanz: Absolut unverständlich, dass unsere Mannschaft erst nach dem 3:2 ernsthaft versucht nach vorne was zu machen. Wieso das Team es nicht schafft mal 90 Minuten durchzuspielen verstehe ich wirklich nicht.
Ich greife mal diese beiden Punkte heraus, um ein wenig im Trüben zu fischen. Denn grundsätzlich ist es natürlich immer unglaublich schwer, die Leistung von Trainern objektiv zu beurteilen - über ihre Pläne, Motivationen und Ziele reden sie (zu Recht oder zu Unrecht sei einmal dahingestellt) vermeintlich aus Gründen der Geheimhaltung immer wenig. Über ihre Trainingsarbeit weiß man außerdem kaum etwas, bzw. von den wenigsten Trainern etwas mehr. Von den Spielern kann man schlicht nicht erwarten, Substantielles zu erfahren (da sie erstens involviert, zweitens befangen und drittens meist gar nicht in der Position sind, wirklich bewerten zu können) und die Spiele sind zuletzt immer nur unter dem Vorbehalt zu beurteilen, nicht zu wissen, auf welche Weise welche Entscheidung zustande gekommen ist, welche Maßnahme tatsächlich gegriffen, bzw. nicht funktioniert hat und was wann intendiert gewesen ist.
Es gibt jedoch zwei Dimensionen, die meiner Meinung nach ziemlich gute Indikatoren für die Qualität eines Trainers sind, nämlich seine Rhetorik und seine Profiliertheit.
Ich habe die feste Überzeugung, dass ein Trainer, der nicht in der Lage ist, seine Arbeit intelligent zu vermitteln (auch den Medien), auch nicht intelligent arbeitet (es handelt sich hierbei offensichtlich um ein negatives Kriterium - nur um Missverständnisse zu vermeiden). Es mag Ausnahmen geben, aber ich betone hier zumindest noch, dass auch Magath (selbst wenn er nichts sagt), Favre (selbst wenn er eine Sprachbarriere zu überwinden hat) oder Streich (dessen Dialekt wirklich schwer erträglich ist) hervorragende Rhetoriker sind. Über Klopp, Tuchel, Pep, Rangnick und Co. muss man nicht reden...
Und allein auf dieser Ebene macht es mich nervös, wenn Keller auf die Frage nach dem Funktionieren von Boateng als Sturmspitze lediglich zu antworten weiß, dass man mit ihm auf dieser Position bereits gewonnen habe. Das ist das Niveau der Stevens´schen "Schwenkungen" und keinen Centimenter darüber...
Mein zweiter Punkt ist nicht minder subjektiv, denn hier geht es um meine Vorstellung von Mannschaftspsychologie. Ich bin der Überzeugung, dass eine möglichst verdichtete Spielidee einer Mannschaft hilft, Stabilität zu entwickeln. Auf der Ebene der Umsetzung ist dieser Gedanke ziemlich trivial, sieht sich aber auch konfrontiert mit dem Argument, dass Vielseitigkeit und Reaktionsvermögen relevant seien. Mir geht es an dieser Stelle aber schlicht um den mentalen Aspekt präziser und pointierter Vermittlung und damit letztlich um Konstanz. Denn ein Schwadronieren von Balance aus Offensive und Defensive (Stevens) oder individuellen Fehlern (Keller), von Erfahrung und Entwicklung (Stevens) oder Charakter (Keller), erscheint mir leidlich geeignet, einen kontinuierlichen Prozess zu beschreiben und wenig angemessen, um konstruktiv auf Entwicklungen reagieren zu können.
Prominente Beispiele hierfür wären vielleicht einerseits Magath, der mit seiner Strategie der verbrannten Psyche - bei aller Absurdität - meist ziemlich reaktionsfähig und erfolgreich war, oder Favre, der, wenn der Spielraum zu sehr eingeschränkt ist, immer auf das Default-Setting einer Null-Gegentore-Verteidigung zurückfallen kann. Und andererseits womöglich Tuchel, der einen ziemlich umfänglichen Ausbildungsweg zu bevorzugen scheint, und womöglich hierdurch jedoch - bei allem Erfolg - in Krisen nur schwer gegensteuern kann und mal die ersten 7 Saisonspiele gewinnt und am Ende souverän 5. wird (Saison 10/11) und mal keines der letzten 9 (Saison 12/13) und auf 13 landet.
Wobei dies kein statistisches Argument, sondern lediglich Metapher für meine Vorstellung sein soll, dass es - insbesondere einem jungen Spieler - nur gut tun kann, wenn man im Misserfolgsfall sagen kann, man habe X nicht gut gemacht, oder habe sich trotz X nicht gegen Y durchsetzen können (was durch die Match-Plan-Ideologie ja auch Tuchel seinen Spielern anbietet), statt erklären zu müssen, man habe ALLES versucht, müsse INSGESAMT weniger Fehler machen, GEMEINSAM besser verteidigen, VORNE die Chancen besser nutzen, etc... Höwedes, ick hör dir trapsen...
Das mag zwar alles stimmen, aber wenn sich hinter einer generalisierten Kritik nur generalisierter Anspruch, generalisierter Optimismus und ein generalisiertes Ziel verbirgt, kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses einer Mannschaft sinnvoll zu vermitteln ist.
Interessant am Begriff des Konzepttrainers ist ja, dass die Bedeutung des Konzeptes in der öffentlichen Wahrnehmung so fehlgeleitet ist. Man identifiziert es gemeinhin mit Komplexität, weswegen das in Abgrenzung vermeintlich als schlicht charakterisierte Establishement in Deutschland auch so ablehnend und intelligenzfeindlich ist. Dabei bezeichnet das Konzept zunächst einmal das Gegenteil.
Ein Konzept ist die vage Vorstellung von einer klaren Idee. Diese ist notwendig einfach und einfach zu vermitteln. Und erst hierin gleichsam Bedingung dafür, eine beliebig komplexe Realisierungsmaschine ausrichten zu können. Sowohl das Scouting, als auch die Trainingsformen, als auch die Mannschaftsführung profitieren von der Eindeutigkeit der Vorgaben.
Dem Gegenüber stehen klare Vorstellungen von vagen Ideen. Dass die Spieler beispielsweise mehr laufen müssten (sag es nochmal, Clemens...), bedeutet einen präzisen Plan zu einem diffusen Zweck zu formulieren. Ebenso verhält es sich mit eingeforderten Attributen wie Moral, Erfahrung, etc. - es werden Voraussetzungen postuliert, ohne zu benennen, wofür diese Bedingung seien.
Und dies mündet letztlich wieder in Kommunikationsfähigkeit. Wer eine klare Idee hat, kann diese auch vermitteln, wer in einem formulierbaren Rahmen arbeitet, kann auch Entwicklungen beschreiben. Alles andere ist Symptompornografie...
Zum Aufbau: http://www.youtube.com/watch?v=uSQXndfKtNI ;) Nicht böse gemeint, schoss mir nur dierekt in den Kopf ;)
Inhaltlich bin ich vollkommen bei dir, grade was deine Einschätzung zum Thema Konzept angeht!
24.11.2013 - 12:50 Uhr
Zitat von fredizinho:
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
24.11.2013 - 12:52 Uhr
Zitat von Sgt_Salty:
Zitat von fredizinho:
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Bei Unnerstall hat diese Hetzjagd doch auch funktioniert. :rolleyes
Zitat von fredizinho:
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Bei Unnerstall hat diese Hetzjagd doch auch funktioniert. :rolleyes
24.11.2013 - 12:53 Uhr
Zitat von Sgt_Salty:
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Deine Einstellung ist mir ein Graus.
Sobald ich im Stadion bin, schreie ich mir die Kehle aus dem Leib, um die Mannschaft zu unterstützen, sche*ßegal, wie wenig sie es verdient haben. Zudem fluche ich natürlich auch viel & bringe haufenweise zynische Sprüche an, aber ich käme nie auf die Idee "die Meute" aufzuhetzen.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Deine Einstellung ist mir ein Graus.
Sobald ich im Stadion bin, schreie ich mir die Kehle aus dem Leib, um die Mannschaft zu unterstützen, sche*ßegal, wie wenig sie es verdient haben. Zudem fluche ich natürlich auch viel & bringe haufenweise zynische Sprüche an, aber ich käme nie auf die Idee "die Meute" aufzuhetzen.
24.11.2013 - 12:55 Uhr
Zitat von Bockwurst:
Zitat von Sgt_Salty:
Zitat von fredizinho:
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Bei Unnerstall hat diese Hetzjagd doch auch funktioniert. :rolleyes
Was ich NICHT gut heiße!
Während dem Spiel Spieler verunsichern ist ja auch was anderes als nach dem Spiel den Kopf des Trainers zu fordern, wenn die Mannschaft unter ihm nicht funktioniert!
Als Fan ist es ja auch die einizige Möglichkeit Einfluß auf das Geschehen zu nehmen!
Warum soll ich also nicht im Stadion "Keller raus!" rufen, wenn dies meine Meinung ist und ich 700 Euro im Jahr Eintritt bezahle?
Dass wir mit Keller nächstes Saison NICHT in der Champions League spielen werden, sollte jedem klar sein!
Zitat von Sgt_Salty:
Zitat von fredizinho:
Zitat von Sgt_Salty:
Eigentlich gibt es gar nicht mehr viel zu diskutieren!
Jeder der ein bisschen Ahnung von Fussball hat, muss sehen, dass Schalke einfach so formschwache Gegner wie Frankfurt schlagen muss. Vor alem, wenn man zur Halbzeit 2:0 führt!
Fazit:
KELLER MUSS WEG!!
SOFORT!!
... und wir als Fans sollte den Druck auf die Führungsetage erhöhen in dem wir diese Meinung propagieren! Vor alem in der Arena!!
Entschuldigung, aber gerade der letzte Abschnitt ist pure Polemik und kein bisschen zielführend.
Ach ja was ist denn deiner Meinung nach zeilführend?
In einem Forum diskutieren bis der Arzt kommt, bringt absolut nichts!
Dann doch lieber die Meute aufhetzen!!
Bei Unnerstall hat diese Hetzjagd doch auch funktioniert. :rolleyes
Was ich NICHT gut heiße!
Während dem Spiel Spieler verunsichern ist ja auch was anderes als nach dem Spiel den Kopf des Trainers zu fordern, wenn die Mannschaft unter ihm nicht funktioniert!
Als Fan ist es ja auch die einizige Möglichkeit Einfluß auf das Geschehen zu nehmen!
Warum soll ich also nicht im Stadion "Keller raus!" rufen, wenn dies meine Meinung ist und ich 700 Euro im Jahr Eintritt bezahle?
Dass wir mit Keller nächstes Saison NICHT in der Champions League spielen werden, sollte jedem klar sein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sgt_Salty am 24.11.2013 um 12:57 Uhr bearbeitet
24.11.2013 - 12:57 Uhr
Das gestern war erneut ein spielerisches und letztendlich auch ein vom Ergebnis her Armutszeugnis.
Wir machen mit sehr, sehr, sehr viel Glück das 1-0, nach einer verunglückten Flanke von Uchida, die Flum dann noch einmal glücklich für uns abfälscht. Frankfurt war daraufhin verunsichert, sodass eine Anfälligkeit bei den Standards daraus resultieren kann, was wir dann genutzt haben.
Jedoch war das 2-0, wie auch schon das 1-0, schlichtweg ein Zufallsprodukt, in der man vom Glück und dem Unvermögen der Frankfurter profitierte. Matip war völlig frei und niemand ging zum Kopfball, sodass Matip einfaches Spiel hatte.
Das 3-3 war ja an Zufallsprodukten und Glück kaum zu überbieten. Farfans EINZELAKTION reißt Lücken in der Frankfurter Defensive, der Ball bleibt nur im Strafraum, weil die Frankfurter sich unglücklich gegenseitig anschießen und unser IV weiß das auszunutzen.
Was ich damit sagen will, ist das gestern wieder mal alles bestätigt wurde, was man Keller vorwirft.
Unsere Defensive samt Torwart kann kein fehlerfreies Spiel absolvieren, selbst wenn psychologisch gesehen alles für sie spricht. Ein individueller Fehler von Hildebrand bringt Frankfurt dann zurück, daraufhin steht die ganze Defensive neben sich.
Keller ist dafür da, die Defensive in der Halbzeitpause stark zu reden, und die Mannschaft auf alle Eventualitäten vorzubereiten - was er erneut nicht geschehen zu sein scheint. Stattdessen wurde er in der Halbzeit wohl wieder von Veh ausgecoached.
Fazit: Keller kann erneut nicht unsere psychologischen Diskrepanzen beseitigen geschweige denn ein Defensivkonzept aufweisen.
Dazu hat er für mich die falsche Aufstellung gewählt gestern, ich verstehe nicht, warum Kola für den in den letzten Wochen besser aufgelegten Fuchs spielen lässt, und warum er wieder Boateng in den Sturm setzt :rolleyes
Offensiv gesehen war das gestern wieder alles das, was man von Keller kennt: Nichts - sondern nur auf individuelle Einzelaktionen seiner Spieler zu hoffen und aufs Glück bzw. Unvermögen der Gegner zu warten.
Das kann nicht sein, und im Winter muss durchgegriffen werden, wenn man Weinzierl (Ablöse), Rangnick oder Tuchel (sehr unwahrscheinlich) bekommen kann. Alternativ auch einen gestandenen Trainer für ein halbes Jahr, der aber wirklich nur das halbe Jahr bleibt (Wilmots bis zur WM, Hiddink für das halbe Jahr).
Wir machen mit sehr, sehr, sehr viel Glück das 1-0, nach einer verunglückten Flanke von Uchida, die Flum dann noch einmal glücklich für uns abfälscht. Frankfurt war daraufhin verunsichert, sodass eine Anfälligkeit bei den Standards daraus resultieren kann, was wir dann genutzt haben.
Jedoch war das 2-0, wie auch schon das 1-0, schlichtweg ein Zufallsprodukt, in der man vom Glück und dem Unvermögen der Frankfurter profitierte. Matip war völlig frei und niemand ging zum Kopfball, sodass Matip einfaches Spiel hatte.
Das 3-3 war ja an Zufallsprodukten und Glück kaum zu überbieten. Farfans EINZELAKTION reißt Lücken in der Frankfurter Defensive, der Ball bleibt nur im Strafraum, weil die Frankfurter sich unglücklich gegenseitig anschießen und unser IV weiß das auszunutzen.
Was ich damit sagen will, ist das gestern wieder mal alles bestätigt wurde, was man Keller vorwirft.
Unsere Defensive samt Torwart kann kein fehlerfreies Spiel absolvieren, selbst wenn psychologisch gesehen alles für sie spricht. Ein individueller Fehler von Hildebrand bringt Frankfurt dann zurück, daraufhin steht die ganze Defensive neben sich.
Keller ist dafür da, die Defensive in der Halbzeitpause stark zu reden, und die Mannschaft auf alle Eventualitäten vorzubereiten - was er erneut nicht geschehen zu sein scheint. Stattdessen wurde er in der Halbzeit wohl wieder von Veh ausgecoached.
Fazit: Keller kann erneut nicht unsere psychologischen Diskrepanzen beseitigen geschweige denn ein Defensivkonzept aufweisen.
Dazu hat er für mich die falsche Aufstellung gewählt gestern, ich verstehe nicht, warum Kola für den in den letzten Wochen besser aufgelegten Fuchs spielen lässt, und warum er wieder Boateng in den Sturm setzt :rolleyes
Offensiv gesehen war das gestern wieder alles das, was man von Keller kennt: Nichts - sondern nur auf individuelle Einzelaktionen seiner Spieler zu hoffen und aufs Glück bzw. Unvermögen der Gegner zu warten.
Das kann nicht sein, und im Winter muss durchgegriffen werden, wenn man Weinzierl (Ablöse), Rangnick oder Tuchel (sehr unwahrscheinlich) bekommen kann. Alternativ auch einen gestandenen Trainer für ein halbes Jahr, der aber wirklich nur das halbe Jahr bleibt (Wilmots bis zur WM, Hiddink für das halbe Jahr).
24.11.2013 - 13:00 Uhr
Zitat von elias04:
.............
Sehr guter Beitrag und volle Zustimmung.
Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen.
.............
Sehr guter Beitrag und volle Zustimmung.
Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen.
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