| Geburtsdatum | 09.12.1969 |
|---|---|
| Alter | 56 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer Profifußball |
| Akt. Verein | 1.FC Union Berlin |
Horst Heldt
16.07.2015 - 19:04 Uhr
08.09.2015 - 13:58 Uhr
Zitat von bluey04
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
Ich versuche mal alles aufzugreifen, da ich es gut finde wenn man hier vernünftig diskutieren kann und dabei ernsthaft seine Gedanken austauscht und nicht lediglich versucht sein Gegenüber zu diskreditieren.
Zunächst zu deinem ersten Post und der aktuellen sportlichen Situation auf Schalke. Meiner Meinung nach wird gute Arbeit zwar nicht dadurch schlecht, dass andere bessere Arbeit leisten, jedoch steht man in einer Konkurrenzsituation wie es die Bundesliga ist dennoch hinten an, wenn die anderen Vereine bessere Arbeit leisten. Deshalb reicht "gute" Arbeit alleine schlichtweg nicht aus. Natürlich muss man die Arbeit auch stets an den Möglichkeiten und Ansprüchen des jeweiligen Vereines sehen. Die Vereine die mit Schalke vergleichbar sind, sind wohl vor allem Leverkusen und Dortmund und mit Abstrichen Gladbach. Vergleicht man die aktuelle Situation mit der von vor ein paar Jahren, so steht Schalke verglichen mit diesen Teams schlechter da, als es eben der Fall war. Bayern und Wolfsburg kann man wohl tatsächlich aus der Betrachtung lassen, da die finanziellen Unterschiede viel zu groß sind.
Ja, es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten an, jedoch denke ich nicht, dass Leverkusen, der BVB oder Gladbach wirklich bessere Möglichkeiten haben als Schalke. Dort wurde die letzten Jahre einfach besser gearbeitet, sodass man ein kleines Stück weit abgehängt wurde. Zumal es genügend Beispiele für Vereine gibt, die durch professionelle und nachhaltige Arbeit bedeutend mehr Erfolg gehabt haben, als es der finanzielle Rahmen eigentlich zulassen sollte. (Mainz, Augsburg, Gladbach, BVB bei ihrem außergewöhnlichen Aufstieg, Darmstadt usw.) Das sind jetzt auch nicht so wenig Vereine, als dass man die gute Arbeit irgendwie als Wunder bezeichnen müsste. Wenn man also die aktuelle Entwicklung ausschließlich mit den finanziellen Bedingungen begründet, macht man es sich mMn auch ziemlich einfach.
Zu Giefer und der RV Position:
Giefer wurde zwar unter anderen Voraussetzungen geholt, jedoch ist Fährmann jetzt auch schon eine ganze Weile die unumstrittene Nr. 1 bei Schalke. Seit sich dies herauskristalisiert hat, hat man im Grunde genommen keine zuverlässige Nr. 2, obwohl Fährmann durchaus anfällig für Verletzungen ist. Das finde ich fahrlässig und Heldt hatte genug Zeit um auf diesen Umstand zu reagieren.
Uchidas Probleme bestehen auch schon seit gefühlten Ewigkeiten und es gab während der ganzen aktuellen Verletzungszeit noch keinen Zeitpunkt an dem eine Rückkehr tatsächlich absehbar war. Für den Caicara Transfer habe ich durchaus Verständnis und die Idee fand ich auch sehr gut. Leider hat er mich doch in seinen bisherigen Einsätzen enttäuscht, da die Bundesliga noch ein wenig zu schnell für ihn zu sein scheint und er besonders die auf der AV Position sehr wichtige Ballsicherheit ziemlich vermissen lässt. Bei Riether reicht es leider einfach nicht für die Ansprüche von Schalke. Selbst bei Freiburg war er nicht grade unumstritten und saß auch des Öfteren nur auf der Bank.
Ich denke das sind beides Baustellen, die schon eine geraume Zeit bestehen und trotzdem nicht wirklich behoben werden konnten.
Zugegeben mein letzter Absatz klang wirklich nach Populismus pur, Entschuldigung dafür. Auf der anderen Seite muss ich allerdings auch sagen, dass man es sich ganz genauso einfach macht, indem man einfach nur nach realistischen und möglichen Alternativen fragt, die besser sind als die aktuellen. Genau diese zu finden ist doch Heldts Aufgabe. Natürlich hab ich nicht den selben Einblick in das Scouting von Schalke oder die Möglichkeiten bestimmte Spieler zu verpflichten. Insoweit sollte sich ein Manager auch daran messen lassen können wenn bestimmte Positionen nur unzureichend besetzt sind, ohne dass gleich das Totschlagargument der mangelnden Alternativen kommt.
08.09.2015 - 14:15 Uhr
Zitat von bluey04
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich viele Dinge durch eine positiv gefärbte Brille sehe, aber dabei geht es mir vorallem darum, Dinge genauer zu analysieren, als vorschnell ein Urteil zu fällen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich viele Dinge durch eine positiv gefärbte Brille sehe, aber dabei geht es mir vorallem darum, Dinge genauer zu analysieren, als vorschnell ein Urteil zu fällen.
Also kannst du subjektiv analysieren?
Zitat von bluey04
Nicht zuvernachlässigen ist der Faktor, dass ein kompetenter Trainer mit klaren Vorstellungen eine enorme Hilfe für einen Manager ist. So kann dieser viel gezielter, viel konkreter neue Spieler suchen. Das sieht man sehr gut in Gladbach mit Favre und Eberl. Die Transfers die auf Farves Kappe gehen fruchten größtenteils, während Eberls Alleingang deJong der größte Transferflop der Vereinsgeschichte ist.
Nicht zuvernachlässigen ist der Faktor, dass ein kompetenter Trainer mit klaren Vorstellungen eine enorme Hilfe für einen Manager ist. So kann dieser viel gezielter, viel konkreter neue Spieler suchen. Das sieht man sehr gut in Gladbach mit Favre und Eberl. Die Transfers die auf Farves Kappe gehen fruchten größtenteils, während Eberls Alleingang deJong der größte Transferflop der Vereinsgeschichte ist.
Diese Einschätzung teile ich nicht nur zu 100%, im allgemeinen findet man diesen Kausalzusammenhang auch in der Lehre über betriebliche Organisation und Personalführung.
Jetzt aber meine Frage: Warum hat HH es weder in Stuttgart noch auf Schalke geschafft, einen Trainer zu installieren mit dem er diese Art Zusammenarbeit etablieren kann? Das ist doch ein tragendes Element seines Aufgabenbereiches. Das ist sein Ressort. Keiner von uns hier hat ihn daran gehindert.
Der Maßstab bei der Bewertung von Vorstandsarbeit hinsichtlich von Entscheidungen und deren Konsequenzen ist naturgemäß streng. Ein Vorstand hat in einem Unternehmen die Verantwortung für die größte Personengruppe. Diese Leute müssen mehr können und sie müssen mehr wissen, weil die Tragweite ihrer Entscheidungen ungleich größer ist, das gilt für Entscheidungen mit positivem wie negativem Ausgang im gleichen Maß.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JPM5282 am 08.09.2015 um 14:16 Uhr bearbeitet
08.09.2015 - 14:36 Uhr
Zitat von JUSTAHHH
Ich versuche mal alles aufzugreifen, da ich es gut finde wenn man hier vernünftig diskutieren kann und dabei ernsthaft seine Gedanken austauscht und nicht lediglich versucht sein Gegenüber zu diskreditieren.
Zunächst zu deinem ersten Post und der aktuellen sportlichen Situation auf Schalke. Meiner Meinung nach wird gute Arbeit zwar nicht dadurch schlecht, dass andere bessere Arbeit leisten, jedoch steht man in einer Konkurrenzsituation wie es die Bundesliga ist dennoch hinten an, wenn die anderen Vereine bessere Arbeit leisten. Deshalb reicht "gute" Arbeit alleine schlichtweg nicht aus. Natürlich muss man die Arbeit auch stets an den Möglichkeiten und Ansprüchen des jeweiligen Vereines sehen. Die Vereine die mit Schalke vergleichbar sind, sind wohl vor allem Leverkusen und Dortmund und mit Abstrichen Gladbach. Vergleicht man die aktuelle Situation mit der von vor ein paar Jahren, so steht Schalke verglichen mit diesen Teams schlechter da, als es eben der Fall war. Bayern und Wolfsburg kann man wohl tatsächlich aus der Betrachtung lassen, da die finanziellen Unterschiede viel zu groß sind.
Ja, es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten an, jedoch denke ich nicht, dass Leverkusen, der BVB oder Gladbach wirklich bessere Möglichkeiten haben als Schalke. Dort wurde die letzten Jahre einfach besser gearbeitet, sodass man ein kleines Stück weit abgehängt wurde. Zumal es genügend Beispiele für Vereine gibt, die durch professionelle und nachhaltige Arbeit bedeutend mehr Erfolg gehabt haben, als es der finanzielle Rahmen eigentlich zulassen sollte. (Mainz, Augsburg, Gladbach, BVB bei ihrem außergewöhnlichen Aufstieg, Darmstadt usw.) Das sind jetzt auch nicht so wenig Vereine, als dass man die gute Arbeit irgendwie als Wunder bezeichnen müsste. Wenn man also die aktuelle Entwicklung ausschließlich mit den finanziellen Bedingungen begründet, macht man es sich mMn auch ziemlich einfach.
Zu Giefer und der RV Position:
Giefer wurde zwar unter anderen Voraussetzungen geholt, jedoch ist Fährmann jetzt auch schon eine ganze Weile die unumstrittene Nr. 1 bei Schalke. Seit sich dies herauskristalisiert hat, hat man im Grunde genommen keine zuverlässige Nr. 2, obwohl Fährmann durchaus anfällig für Verletzungen ist. Das finde ich fahrlässig und Heldt hatte genug Zeit um auf diesen Umstand zu reagieren.
Uchidas Probleme bestehen auch schon seit gefühlten Ewigkeiten und es gab während der ganzen aktuellen Verletzungszeit noch keinen Zeitpunkt an dem eine Rückkehr tatsächlich absehbar war. Für den Caicara Transfer habe ich durchaus Verständnis und die Idee fand ich auch sehr gut. Leider hat er mich doch in seinen bisherigen Einsätzen enttäuscht, da die Bundesliga noch ein wenig zu schnell für ihn zu sein scheint und er besonders die auf der AV Position sehr wichtige Ballsicherheit ziemlich vermissen lässt. Bei Riether reicht es leider einfach nicht für die Ansprüche von Schalke. Selbst bei Freiburg war er nicht grade unumstritten und saß auch des Öfteren nur auf der Bank.
Ich denke das sind beides Baustellen, die schon eine geraume Zeit bestehen und trotzdem nicht wirklich behoben werden konnten.
Zugegeben mein letzter Absatz klang wirklich nach Populismus pur, Entschuldigung dafür. Auf der anderen Seite muss ich allerdings auch sagen, dass man es sich ganz genauso einfach macht, indem man einfach nur nach realistischen und möglichen Alternativen fragt, die besser sind als die aktuellen. Genau diese zu finden ist doch Heldts Aufgabe. Natürlich hab ich nicht den selben Einblick in das Scouting von Schalke oder die Möglichkeiten bestimmte Spieler zu verpflichten. Insoweit sollte sich ein Manager auch daran messen lassen können wenn bestimmte Positionen nur unzureichend besetzt sind, ohne dass gleich das Totschlagargument der mangelnden Alternativen kommt.
Zitat von bluey04
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
Ich versuche mal alles aufzugreifen, da ich es gut finde wenn man hier vernünftig diskutieren kann und dabei ernsthaft seine Gedanken austauscht und nicht lediglich versucht sein Gegenüber zu diskreditieren.
Zunächst zu deinem ersten Post und der aktuellen sportlichen Situation auf Schalke. Meiner Meinung nach wird gute Arbeit zwar nicht dadurch schlecht, dass andere bessere Arbeit leisten, jedoch steht man in einer Konkurrenzsituation wie es die Bundesliga ist dennoch hinten an, wenn die anderen Vereine bessere Arbeit leisten. Deshalb reicht "gute" Arbeit alleine schlichtweg nicht aus. Natürlich muss man die Arbeit auch stets an den Möglichkeiten und Ansprüchen des jeweiligen Vereines sehen. Die Vereine die mit Schalke vergleichbar sind, sind wohl vor allem Leverkusen und Dortmund und mit Abstrichen Gladbach. Vergleicht man die aktuelle Situation mit der von vor ein paar Jahren, so steht Schalke verglichen mit diesen Teams schlechter da, als es eben der Fall war. Bayern und Wolfsburg kann man wohl tatsächlich aus der Betrachtung lassen, da die finanziellen Unterschiede viel zu groß sind.
Ja, es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten an, jedoch denke ich nicht, dass Leverkusen, der BVB oder Gladbach wirklich bessere Möglichkeiten haben als Schalke. Dort wurde die letzten Jahre einfach besser gearbeitet, sodass man ein kleines Stück weit abgehängt wurde. Zumal es genügend Beispiele für Vereine gibt, die durch professionelle und nachhaltige Arbeit bedeutend mehr Erfolg gehabt haben, als es der finanzielle Rahmen eigentlich zulassen sollte. (Mainz, Augsburg, Gladbach, BVB bei ihrem außergewöhnlichen Aufstieg, Darmstadt usw.) Das sind jetzt auch nicht so wenig Vereine, als dass man die gute Arbeit irgendwie als Wunder bezeichnen müsste. Wenn man also die aktuelle Entwicklung ausschließlich mit den finanziellen Bedingungen begründet, macht man es sich mMn auch ziemlich einfach.
Zu Giefer und der RV Position:
Giefer wurde zwar unter anderen Voraussetzungen geholt, jedoch ist Fährmann jetzt auch schon eine ganze Weile die unumstrittene Nr. 1 bei Schalke. Seit sich dies herauskristalisiert hat, hat man im Grunde genommen keine zuverlässige Nr. 2, obwohl Fährmann durchaus anfällig für Verletzungen ist. Das finde ich fahrlässig und Heldt hatte genug Zeit um auf diesen Umstand zu reagieren.
Uchidas Probleme bestehen auch schon seit gefühlten Ewigkeiten und es gab während der ganzen aktuellen Verletzungszeit noch keinen Zeitpunkt an dem eine Rückkehr tatsächlich absehbar war. Für den Caicara Transfer habe ich durchaus Verständnis und die Idee fand ich auch sehr gut. Leider hat er mich doch in seinen bisherigen Einsätzen enttäuscht, da die Bundesliga noch ein wenig zu schnell für ihn zu sein scheint und er besonders die auf der AV Position sehr wichtige Ballsicherheit ziemlich vermissen lässt. Bei Riether reicht es leider einfach nicht für die Ansprüche von Schalke. Selbst bei Freiburg war er nicht grade unumstritten und saß auch des Öfteren nur auf der Bank.
Ich denke das sind beides Baustellen, die schon eine geraume Zeit bestehen und trotzdem nicht wirklich behoben werden konnten.
Zugegeben mein letzter Absatz klang wirklich nach Populismus pur, Entschuldigung dafür. Auf der anderen Seite muss ich allerdings auch sagen, dass man es sich ganz genauso einfach macht, indem man einfach nur nach realistischen und möglichen Alternativen fragt, die besser sind als die aktuellen. Genau diese zu finden ist doch Heldts Aufgabe. Natürlich hab ich nicht den selben Einblick in das Scouting von Schalke oder die Möglichkeiten bestimmte Spieler zu verpflichten. Insoweit sollte sich ein Manager auch daran messen lassen können wenn bestimmte Positionen nur unzureichend besetzt sind, ohne dass gleich das Totschlagargument der mangelnden Alternativen kommt.
Erstmal zu der RV situation.
Ich finde da wurde auf jeden Fall was gemacht. Man hatte mit Uschida einen spieler der ,sofern er fit ist, ein guter BL RV ist (auch wenn ich ihn nicht so stark sehe wie manch einer hier)
Mit Kai-Sarah wurde nun ein Spieler geholt der auf der Position druck machen soll und sogar mehrere Positionen spielen kann. Ob er nun einschlagen wird , das steht noch in den Sternen. Da muss man erstmal abwarten was die Zukunft bringt. Riether ist als Backup geholt worden der solang Uschi verletzt ist Lücken stopfen soll. so hat man 3 Spieler für 1 Position ( 2 die sich auf dem Papier um den Platz streiten und einer der einspringt wenn Verletzungen auftreten)
So gehen wurde da ein Lücke geschlossen , bei der man nun warten muss ob die Neuzugänge einschlagen oder nicht.
So nun allgemein:
Wenn man Schalke mit den anderen Vereinen vergleicht mit denen wir in Konkurenz stehen sind wir eindeutig im nachteil (mal abgesehen von Gladbach) denn.
Finanzielle mittel sind sowohl bei Leverkusen und auch bei Dortmund deutlich mehr vorhanden. Beide Vereine haben nicht 200mio Schulden zu schultern. Dazu hat z.B. Dortmund es deutlich einfacher kurzfristig an viel Kapital zu kommen. Das sind die nachteile einer e.V.
Dazu sind dann auch so dinge die das Stadiondach passiert die investitionen etwas ausgebremst haben.
So ist nunmal unsere Lage.
Da muss man , um den schwenk zu Heldt zu machen , Hotte einfach mal loben . Man hat aus der Not eine Tugend gemacht und nun die einzige Lösung gefunden in Zukunft mit der e.V. weiter oben mitzuspielen- > Die Jugendarbeit. Wenn man sich nicht jedes Jahr einen Star leisten kann , muss man eben jedes Jahr einen selber rausbringen . Trotzdem gelingt es den Kader punktuell zu verstärken (z.B. Geis) auch wenn wir natürlich immer mal wieder mit schmerzhaften abgängen leben müssen (Draxler).
Das wir jetzt eine riesige schwachstelle auf den Außen haben sehe ich ehrlich gesagt nicht so wie viele - ja es ist etwas dünn besetzt , aber nicht so das die Saison sofort in Gefahr ist.
Ich denke schon das Heldt auch noch einen Spieler verpflichtet hätte - hätte es den richtigen gegeben. Der war allerdings wohl nicht für den Preis zu haben den wir bereit waren zu zahlen.
Die Kaderplanung ist von daher für mich insgesamt sehr gut verlaufen.
Auch z.B. die ausleihe von Avdijaj scheint dem Jungen sehr gut zu tun , wenn man bedenkt was vorher gejammert wurde warum man den nicht in die 1. oder 2. Bundesliga schickt.
Heldt macht einen guten Job , für mich vergleichbar mit Eberl in Gladbach - der zwar auch nicht fehlerfrei ist , aber insgesamt doch den Verein klar voran bringt. Das was er Heldt voraus hat ist nur das er den richtigen Trainer gefunden hat - was nun bei uns unter Breitenreiter hoffentlich nun auch endlich der Fall ist.
08.09.2015 - 15:25 Uhr
Zitat von JUSTAHHH
Ich versuche mal alles aufzugreifen, da ich es gut finde wenn man hier vernünftig diskutieren kann und dabei ernsthaft seine Gedanken austauscht und nicht lediglich versucht sein Gegenüber zu diskreditieren.
Zunächst zu deinem ersten Post und der aktuellen sportlichen Situation auf Schalke. Meiner Meinung nach wird gute Arbeit zwar nicht dadurch schlecht, dass andere bessere Arbeit leisten, jedoch steht man in einer Konkurrenzsituation wie es die Bundesliga ist dennoch hinten an, wenn die anderen Vereine bessere Arbeit leisten. Deshalb reicht "gute" Arbeit alleine schlichtweg nicht aus. Natürlich muss man die Arbeit auch stets an den Möglichkeiten und Ansprüchen des jeweiligen Vereines sehen. Die Vereine die mit Schalke vergleichbar sind, sind wohl vor allem Leverkusen und Dortmund und mit Abstrichen Gladbach. Vergleicht man die aktuelle Situation mit der von vor ein paar Jahren, so steht Schalke verglichen mit diesen Teams schlechter da, als es eben der Fall war. Bayern und Wolfsburg kann man wohl tatsächlich aus der Betrachtung lassen, da die finanziellen Unterschiede viel zu groß sind.
Ja, es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten an, jedoch denke ich nicht, dass Leverkusen, der BVB oder Gladbach wirklich bessere Möglichkeiten haben als Schalke. Dort wurde die letzten Jahre einfach besser gearbeitet, sodass man ein kleines Stück weit abgehängt wurde. Zumal es genügend Beispiele für Vereine gibt, die durch professionelle und nachhaltige Arbeit bedeutend mehr Erfolg gehabt haben, als es der finanzielle Rahmen eigentlich zulassen sollte. (Mainz, Augsburg, Gladbach, BVB bei ihrem außergewöhnlichen Aufstieg, Darmstadt usw.) Das sind jetzt auch nicht so wenig Vereine, als dass man die gute Arbeit irgendwie als Wunder bezeichnen müsste. Wenn man also die aktuelle Entwicklung ausschließlich mit den finanziellen Bedingungen begründet, macht man es sich mMn auch ziemlich einfach.
Zu Giefer und der RV Position:
Giefer wurde zwar unter anderen Voraussetzungen geholt, jedoch ist Fährmann jetzt auch schon eine ganze Weile die unumstrittene Nr. 1 bei Schalke. Seit sich dies herauskristalisiert hat, hat man im Grunde genommen keine zuverlässige Nr. 2, obwohl Fährmann durchaus anfällig für Verletzungen ist. Das finde ich fahrlässig und Heldt hatte genug Zeit um auf diesen Umstand zu reagieren.
Uchidas Probleme bestehen auch schon seit gefühlten Ewigkeiten und es gab während der ganzen aktuellen Verletzungszeit noch keinen Zeitpunkt an dem eine Rückkehr tatsächlich absehbar war. Für den Caicara Transfer habe ich durchaus Verständnis und die Idee fand ich auch sehr gut. Leider hat er mich doch in seinen bisherigen Einsätzen enttäuscht, da die Bundesliga noch ein wenig zu schnell für ihn zu sein scheint und er besonders die auf der AV Position sehr wichtige Ballsicherheit ziemlich vermissen lässt. Bei Riether reicht es leider einfach nicht für die Ansprüche von Schalke. Selbst bei Freiburg war er nicht grade unumstritten und saß auch des Öfteren nur auf der Bank.
Ich denke das sind beides Baustellen, die schon eine geraume Zeit bestehen und trotzdem nicht wirklich behoben werden konnten.
Zugegeben mein letzter Absatz klang wirklich nach Populismus pur, Entschuldigung dafür. Auf der anderen Seite muss ich allerdings auch sagen, dass man es sich ganz genauso einfach macht, indem man einfach nur nach realistischen und möglichen Alternativen fragt, die besser sind als die aktuellen. Genau diese zu finden ist doch Heldts Aufgabe. Natürlich hab ich nicht den selben Einblick in das Scouting von Schalke oder die Möglichkeiten bestimmte Spieler zu verpflichten. Insoweit sollte sich ein Manager auch daran messen lassen können wenn bestimmte Positionen nur unzureichend besetzt sind, ohne dass gleich das Totschlagargument der mangelnden Alternativen kommt.
Zitat von bluey04
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
1. Du hast mit deinen Aussagen nicht ganz unrecht, bleibst dabei aber viel zu oberflächlich. Geht man ins Detail, wird aber offensichtlich, wie unzureichend eine oberflächliche Betrachtung ist.
Stammtischparolen ähnlich sind deine Aussagen, weil du eben oberflächlich bleibst
2. Bei Giefer gehst du tatsächlich in die Tiefe. Du analysierst sogar möglicher Weise richtig, wieso Giefer keine optimale Nr.2 ist. Dem Anspruch an eine Nr.2 verlässlich zu sein stimme ich komplett zu.
Was du außen vor lässt, ist die Situation, in der man damals Giefer holte. Damals tütete man bereits im Winter den Transfer ein, holte Giefer als potenziellen Stammspieler, der sich mit dem bereits im Kader stehenden Fährmann um den Platz in unserem Kasten streiten sollte. Aus dem angedachten Zweikampf wurde aber nichts, weil Fährmann eine bärenstarke Rückrunde spielte und damit die klare Nr1 war.
Danach begann das die Leidenszeit von Giefer, der seitdem häufig ausfiel und somit auch Schwierigkeiten hatte in Rhytmus zu kommen.
Die Frage die man also wenn stellen kann ist, wieso man Giefer nicht abgibt, um eine passendere Nr.2 zu holen. Und da sehe ich ehrlich gesagt wenig Grund, warum man hier eine Baustelle eröffnen sollte.
3. Und dein letzter Abschnitt ist einfach Populismus und Stammtisch pur!
"Ich hab selber keine Ahnung, aber ich weiß das es die anderen besser machen". Da ist keine Begründung, keine Argumentation. Einzig ein "auf der anderen Seite ist das Gras grüner".
Wie genau kennst du denn die Kadersituation bei anderen Vereinen? Ich gebe zu, dass ich bei keinem anderen Verein so tief in der Materie stecke wie bei uns. Ich kann dir nicht sagen, ob der AV BUs in Gladbach oder Wolfsburg besser sind als bei uns. Ob Dortmund im Sturm hinter Aubameyang noch ausreichend gute Alternativen hat, ob Leverkusen in der IV ausreichend besetzt ist, wenn sie dort neben Toprak mit Tah noch ein Talent haben und mit Papa einen stark verletzungsanfälligen Spieler.
(Da am Rande mal die Anmerkung: Leverkusen hat für Papa noch eine ordentliche Ablöse gezahlt und bietet ihm auch ein gutes Gehalt. Und das obwohl er bei uns teilweise fast als Sportinvalide angesehen werden musste).
Ich versuche mal alles aufzugreifen, da ich es gut finde wenn man hier vernünftig diskutieren kann und dabei ernsthaft seine Gedanken austauscht und nicht lediglich versucht sein Gegenüber zu diskreditieren.
Zunächst zu deinem ersten Post und der aktuellen sportlichen Situation auf Schalke. Meiner Meinung nach wird gute Arbeit zwar nicht dadurch schlecht, dass andere bessere Arbeit leisten, jedoch steht man in einer Konkurrenzsituation wie es die Bundesliga ist dennoch hinten an, wenn die anderen Vereine bessere Arbeit leisten. Deshalb reicht "gute" Arbeit alleine schlichtweg nicht aus. Natürlich muss man die Arbeit auch stets an den Möglichkeiten und Ansprüchen des jeweiligen Vereines sehen. Die Vereine die mit Schalke vergleichbar sind, sind wohl vor allem Leverkusen und Dortmund und mit Abstrichen Gladbach. Vergleicht man die aktuelle Situation mit der von vor ein paar Jahren, so steht Schalke verglichen mit diesen Teams schlechter da, als es eben der Fall war. Bayern und Wolfsburg kann man wohl tatsächlich aus der Betrachtung lassen, da die finanziellen Unterschiede viel zu groß sind.
Ja, es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten an, jedoch denke ich nicht, dass Leverkusen, der BVB oder Gladbach wirklich bessere Möglichkeiten haben als Schalke. Dort wurde die letzten Jahre einfach besser gearbeitet, sodass man ein kleines Stück weit abgehängt wurde. Zumal es genügend Beispiele für Vereine gibt, die durch professionelle und nachhaltige Arbeit bedeutend mehr Erfolg gehabt haben, als es der finanzielle Rahmen eigentlich zulassen sollte. (Mainz, Augsburg, Gladbach, BVB bei ihrem außergewöhnlichen Aufstieg, Darmstadt usw.) Das sind jetzt auch nicht so wenig Vereine, als dass man die gute Arbeit irgendwie als Wunder bezeichnen müsste. Wenn man also die aktuelle Entwicklung ausschließlich mit den finanziellen Bedingungen begründet, macht man es sich mMn auch ziemlich einfach.
Zu Giefer und der RV Position:
Giefer wurde zwar unter anderen Voraussetzungen geholt, jedoch ist Fährmann jetzt auch schon eine ganze Weile die unumstrittene Nr. 1 bei Schalke. Seit sich dies herauskristalisiert hat, hat man im Grunde genommen keine zuverlässige Nr. 2, obwohl Fährmann durchaus anfällig für Verletzungen ist. Das finde ich fahrlässig und Heldt hatte genug Zeit um auf diesen Umstand zu reagieren.
Uchidas Probleme bestehen auch schon seit gefühlten Ewigkeiten und es gab während der ganzen aktuellen Verletzungszeit noch keinen Zeitpunkt an dem eine Rückkehr tatsächlich absehbar war. Für den Caicara Transfer habe ich durchaus Verständnis und die Idee fand ich auch sehr gut. Leider hat er mich doch in seinen bisherigen Einsätzen enttäuscht, da die Bundesliga noch ein wenig zu schnell für ihn zu sein scheint und er besonders die auf der AV Position sehr wichtige Ballsicherheit ziemlich vermissen lässt. Bei Riether reicht es leider einfach nicht für die Ansprüche von Schalke. Selbst bei Freiburg war er nicht grade unumstritten und saß auch des Öfteren nur auf der Bank.
Ich denke das sind beides Baustellen, die schon eine geraume Zeit bestehen und trotzdem nicht wirklich behoben werden konnten.
Zugegeben mein letzter Absatz klang wirklich nach Populismus pur, Entschuldigung dafür. Auf der anderen Seite muss ich allerdings auch sagen, dass man es sich ganz genauso einfach macht, indem man einfach nur nach realistischen und möglichen Alternativen fragt, die besser sind als die aktuellen. Genau diese zu finden ist doch Heldts Aufgabe. Natürlich hab ich nicht den selben Einblick in das Scouting von Schalke oder die Möglichkeiten bestimmte Spieler zu verpflichten. Insoweit sollte sich ein Manager auch daran messen lassen können wenn bestimmte Positionen nur unzureichend besetzt sind, ohne dass gleich das Totschlagargument der mangelnden Alternativen kommt.
Der Beitrag bietet jetzt tatsächlich eine Diskussionsgrundlage. Danke.
Die Diskussion um die Leistung und die Einschätzung, wie viel realistisch möglich ist/war und wie viel Heldt davon heraus holte ehrlich schwierig.
Weil ich glaube, dass viele Entscheidungen auch Glück brauchen. Sie brauchen Mut, weil nicht alles planbar ist, nicht alles vorhersehbar ist. Also muss man wagen.
In Dortmund setzte man nach der Beinahe-Pleite konsequent auf junge Spieler, formte eine Mannschaft und hatte damit unglaublichen Erfolg. Der Weg war richtig, doch der letztliche Output so weder zu erwarten, noch garantiert. Hier hat man sehr gut gearbeitet, aber sicherlich auch eine Portion Glück gehabt.
In Gladbach stand man kurz vor dem Abstieg und entschied sich in dieser Situation für Favre und gegen einen klassischen Feuerwehrmann. Und Favre formte aus dem Abstiegskandidaten einen Kandidaten für das internationale Geschäft.
In beiden Fällen waren gute Personalentscheidungen ein Hauptbaustein zum Erfolg. Und bei beiden Projekten startete man bei praktisch 0. Das unterscheidet die Situation zu Beginn in Dortmund und Gladbach von unserer Situation.
Gute Entscheidungen sind immer die Basis für erfolgreiche Arbeit, sie garantiert aber keinen Erfolg. Und objektiv richtige Entscheidungen können trotzdem zu Misserfolg führen.
Kommen wir noch zu Leverkusen. Ein Team welches dank Bayer eine gute finanzielle Basis hat und davon durchaus profitiert hat. Nicht weil übermässig investiert wurde, sondern weil man keinen Zwang hat, Spieler zu verkaufen, die man halten möchte. Und finanzielle Sicherheit ermöglicht auch, mehr Risiken eingehen zu können.
Auch Leverkusen hat eine mutige Entscheidung getroffen und das Projekt Schmidt gewagt. Nach derzeitigem Stand mit Erfolg.
Was man also als Fazit ziehen kann ist, dass man mutige Entscheidungen treffen muss und Projekten Zeit geben muss, um sich zu entwickeln.
Warum gab es keine solchen Projekte auf Schalke? Bzw, gab es doch Versuche ähnliche Wege zu gehen?
Unter Rangnick war man auf dem Weg ein klares Konzept umzusetzen. Man hatte einen Trainer mit klarer Vision, der sich ein Team nach seinem Wunsch zusammen stellen ließ. Aus gesundheitlichen Gründen fiel er aus.
Stevens war die Sofortlösung und als solcher gleichzeitig Fluch und Segen. Er brachte Ruhe rein, konnte aber keine positive Entwicklung vorwerfen und ein Rauswurf des Vereinsidols war eine schwere Entscheidung.
Danach setzte man auf einen jungen Trainer (Keller) und gab ihm viel Zeit, obwohl die Medien von Beginn an seinen Kopf forderten. Und hatte Geduld, aber ohne den erhofften Erfolg. Weil entweder die Vision fehlte, oder die Fähigkeit diese in unserem Umfeld umzusetzen.
Darauf folgte das Experiment mit di Matteo und ab diesem Sommer der Neuanfang mit Breitenreiter.
Heißt: Auch auf Schalke gab es die Versuche ähnliche Projekte zu starten, wie sie unsere Konkurrenz wagte, nur hatten wir bisher keinen Erfolg damit. Aus unterschiedlichen Gründen.
Und damit sind wir gegenüber der Konkurrenz im Nachteil, weil sie mittel- und langfristige Projekte fahren können, während wir immer noch dabei sind, ein solches bei uns in Gang zu bringen. Wir stehen finanziell vergleichbar dar, haben einen sehr talentierten Kader, kriegen diese Qualität aber noch nicht dauerhaft und konstant abgerufen.
Um zum eigentlichen Punkt zurück zu kehren: Heldt ist derjenige, der auf Schalke aus sportlicher Sicht die Richtung vorgeben soll. Er hat hier einiges probiert und bisher zwar gute Einzelergebnisse (3mal jeweils CL erreicht), aber bisher keine langfristige positive Entwicklung.
Das Projekt Breitenreiter scheint Potenzial zu haben, nur muss für ein Gelingen auch das Umfeld seinen Beitrag leisten.
Die Diskussion um Giefer kann man, wenn sie noch intensiver wird besser in dessen Thread fortführen. Eine Nr.2, die auf Grund von Verletzungen keine verlässliche Alternative darstellt ist natürlich ein Problem. Allerdings müsste man aus meiner Sicht erst Giefer abgeben, bevor man einen neuen 2.TW holt. Und einen verletzten TW abzugeben dürfte nicht besonders leicht sein.
Bei der Causa RV glaube ich, dass man sich von Caicara erhofft, dass er dauerhaft Druck auf Uchida ausüben kann. Er braucht eindeutig noch Zeit um sich einzugewöhnen, aber dafür ist zusätzlich Riether gekommen. Der ist erfahren, kennt die Liga und spielt einen soliden Stiefel. Letztlich ein klassischer BU und als solcher nicht verkehrt. Den Anspruch uns sportlich weiterzubringen soll er gar nicht erfüllen (auch wenn man es ihm nicht übel nehmen würde, täte er es doch).
Das Forderung von konkreten Vorschlägen, wenn man behauptet, es gäbe bessere Alternativen ist tatsächlich ein schwieriges Thema. Denn natürlich kann ein Laie nicht den selben Einblick in den Markt haben, wie jemand dessen Beruf genau das ist. Aber es zeigt meistens, wie schwierig ein solches Unterfangen ist. Häufig geht es nur darum, aufzuzeigen das es in der Realität nicht so einfach ist wie beim Fußball-Manager.
Wenn es keinen passenden Spieler gibt, der das Profil erfüllt, wirst du keinen Namen nennen können. Heldt als Manager, oder jeder andere Manager aber auch nicht. In solchen Situationen kommt dann auch der Faktor Glück wieder zum Tragen. Findet man einen solchen Spieler, wie man ihn benötigt und bekommt man ihn dann auch? Es sind eben doch sehr viele Faktoren zu berücksichtigen; mehr als viele Laien es glauben.
08.09.2015 - 15:36 Uhr
Zitat von JPM5282
Also kannst du subjektiv analysieren?
Diese Einschätzung teile ich nicht nur zu 100%, im allgemeinen findet man diesen Kausalzusammenhang auch in der Lehre über betriebliche Organisation und Personalführung.
Jetzt aber meine Frage: Warum hat HH es weder in Stuttgart noch auf Schalke geschafft, einen Trainer zu installieren mit dem er diese Art Zusammenarbeit etablieren kann? Das ist doch ein tragendes Element seines Aufgabenbereiches. Das ist sein Ressort. Keiner von uns hier hat ihn daran gehindert.
Der Maßstab bei der Bewertung von Vorstandsarbeit hinsichtlich von Entscheidungen und deren Konsequenzen ist naturgemäß streng. Ein Vorstand hat in einem Unternehmen die Verantwortung für die größte Personengruppe. Diese Leute müssen mehr können und sie müssen mehr wissen, weil die Tragweite ihrer Entscheidungen ungleich größer ist, das gilt für Entscheidungen mit positivem wie negativem Ausgang im gleichen Maß.
Zitat von bluey04
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich viele Dinge durch eine positiv gefärbte Brille sehe, aber dabei geht es mir vorallem darum, Dinge genauer zu analysieren, als vorschnell ein Urteil zu fällen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich viele Dinge durch eine positiv gefärbte Brille sehe, aber dabei geht es mir vorallem darum, Dinge genauer zu analysieren, als vorschnell ein Urteil zu fällen.
Also kannst du subjektiv analysieren?
Zitat von bluey04
Nicht zuvernachlässigen ist der Faktor, dass ein kompetenter Trainer mit klaren Vorstellungen eine enorme Hilfe für einen Manager ist. So kann dieser viel gezielter, viel konkreter neue Spieler suchen. Das sieht man sehr gut in Gladbach mit Favre und Eberl. Die Transfers die auf Farves Kappe gehen fruchten größtenteils, während Eberls Alleingang deJong der größte Transferflop der Vereinsgeschichte ist.
Nicht zuvernachlässigen ist der Faktor, dass ein kompetenter Trainer mit klaren Vorstellungen eine enorme Hilfe für einen Manager ist. So kann dieser viel gezielter, viel konkreter neue Spieler suchen. Das sieht man sehr gut in Gladbach mit Favre und Eberl. Die Transfers die auf Farves Kappe gehen fruchten größtenteils, während Eberls Alleingang deJong der größte Transferflop der Vereinsgeschichte ist.
Diese Einschätzung teile ich nicht nur zu 100%, im allgemeinen findet man diesen Kausalzusammenhang auch in der Lehre über betriebliche Organisation und Personalführung.
Jetzt aber meine Frage: Warum hat HH es weder in Stuttgart noch auf Schalke geschafft, einen Trainer zu installieren mit dem er diese Art Zusammenarbeit etablieren kann? Das ist doch ein tragendes Element seines Aufgabenbereiches. Das ist sein Ressort. Keiner von uns hier hat ihn daran gehindert.
Der Maßstab bei der Bewertung von Vorstandsarbeit hinsichtlich von Entscheidungen und deren Konsequenzen ist naturgemäß streng. Ein Vorstand hat in einem Unternehmen die Verantwortung für die größte Personengruppe. Diese Leute müssen mehr können und sie müssen mehr wissen, weil die Tragweite ihrer Entscheidungen ungleich größer ist, das gilt für Entscheidungen mit positivem wie negativem Ausgang im gleichen Maß.
Ich kann analysieren und versuche dabei so objektiv wie möglich zu sein, bin mir aber bewusst, dass ich tendenziell wohlwollend an die Sache heran gehe. Gäbe es nur Fakten wäre eine objektive Analyse möglich, aber selbst dann wäre jede Interpretation subjektiv.
Wo du recht hast ist, dass auch ein Manager eine Idee von der Spielweise haben sollte und einen Trainer finden soll, der diese umsetzen kann. Bzw das er sich Kompetenz für den Bereich holt, die er selber nicht hat (aber auch nicht haben muss).
Dein Ansatz ist also durchaus richtig, dass Heldt als Manager die Verantwortung dafür trägt einen Trainer zu verpflichten, von dessen Kompetenz er als Manager profitieren kann.
Mit deinem letzten Absatz hader ich irgendwie, kann das aber gerade nicht passend formulieren.
Die Frage ist für mich dann aber, ob die Verantwortung dann letztlich nicht noch eine Etage höher geht, weil die Heldt als Manager eingesetzt haben. Und diese Etage muss spätestens nächsten Sommer entscheiden, was für Schalke die beste Lösung ist auf der Managerposition. Und dabei geht es dann eben auch über eine Bewertung von Heldts Arbeit hinaus, denn sie müssen bewerten wie viel er hätte schaffen können und wie viel er wirklich geschafft hat. Und sie müssen einschätzen, ob ein anderer Manager mehr schaffen könnte und dann dann letztlich auch würde. Und da bezweifel ich, ob ein Entscheider tatsächlich einen solchen Weitblick haben kann.
08.09.2015 - 16:46 Uhr
Zitat von bluey04
Mit deinem letzten Absatz hader ich irgendwie, kann das aber gerade nicht passend formulieren.
Mit deinem letzten Absatz hader ich irgendwie, kann das aber gerade nicht passend formulieren.
Kann ich verstehen. Der Vorstand ist die höchste Ebene im operativen Tagesgeschäft. Der AR ist Kontrollorgan.
Leider hat unser AR zuletzt den Eindruck erweckt als wäre es "eine Ebene höher". Das ist unstreitig ein gravierender Fehler der HH das tägliche Geschäft auch nicht immer erleichter haben wird. Dennoch muss er sich dann auch dagegen durchsetzen.
Vielleicht interessant:
http://www.dcgk.de//files/dcgk/usercontent/de/download/kodex/2015-05-05_Deutscher_Corporate_Goverance_Kodex.pdf
Vor allem Punkt 3.
08.09.2015 - 17:18 Uhr
Zitat von JPM5282
Kann ich verstehen. Der Vorstand ist die höchste Ebene im operativen Tagesgeschäft. Der AR ist Kontrollorgan.
Leider hat unser AR zuletzt den Eindruck erweckt als wäre es "eine Ebene höher". Das ist unstreitig ein gravierender Fehler der HH das tägliche Geschäft auch nicht immer erleichter haben wird. Dennoch muss er sich dann auch dagegen durchsetzen.
Vielleicht interessant:
http://www.dcgk.de//files/dcgk/usercontent/de/download/kodex/2015-05-05_Deutscher_Corporate_Goverance_Kodex.pdf
Vor allem Punkt 3.
Zitat von bluey04
Mit deinem letzten Absatz hader ich irgendwie, kann das aber gerade nicht passend formulieren.
Mit deinem letzten Absatz hader ich irgendwie, kann das aber gerade nicht passend formulieren.
Kann ich verstehen. Der Vorstand ist die höchste Ebene im operativen Tagesgeschäft. Der AR ist Kontrollorgan.
Leider hat unser AR zuletzt den Eindruck erweckt als wäre es "eine Ebene höher". Das ist unstreitig ein gravierender Fehler der HH das tägliche Geschäft auch nicht immer erleichter haben wird. Dennoch muss er sich dann auch dagegen durchsetzen.
Vielleicht interessant:
http://www.dcgk.de//files/dcgk/usercontent/de/download/kodex/2015-05-05_Deutscher_Corporate_Goverance_Kodex.pdf
Vor allem Punkt 3.
Wenn man schon solche Kriterien anlegt, dann muss man aber fairerweise auch sagen, dass es kaum geeignet ist, den Trainer zum Hauptfaktor zu machen. Da sind andere Unternehmen und ein Unterhaltungsunternehmen wie ein Sportverein nur schwer vergleichbar. Zumal der Performance des Mitarbeiters "Trainer" durchaus schwer zu messen ist. Der Trainer erfüllt idR seine vertragsgemäßen Pflichten vollumfänglich, weswegen Trainer zumeist nicht entlassen, sondern freigestellt werden. Mangelnder sportlicher Erfolg taugt nicht als Kündigungsgrund und ist entsprechend auch keine geeignete Kategorie zur Bewertung der Leistung eines Trainers aus Unternehmenssicht. Letztendlich werden im Sport Verantwortliche und Führungskräfte deutlich kritischer beäugt als in anderen Unternehmen. Dort ist es meistens nicht so relevant, wenn ein Abteilungsleiter womöglich nur einen durchschnittlichen Job macht. Denn im Endeffekt wird das Gesamtergebnis dennoch stimmen und niemand den zuständigen Vorstand direkt in Frage stellen.
Vielleicht runtergebrochen: letztlich redet niemand über die Fehler, die ein Abteilungsleiter im Marketing auf Schalke womöglich gemacht hat, sie dringen nichtmal notwendig nach außen. Genausowenig wird der Kopf von Thomas Spiegel gefordert, weil das eine oder andere medial schlecht kommuniziert wurde.
Es stimmt natürlich, dass am Ende HH dafür verantwortlich ist, das Personal vernünftig zusammenzustellen. Nur ist es eben auch im Fußball oder Sport deutlich komplexer, als in anderen Wirtschaftszweigen, in denen ich zwischen 20 Einser-Absolventen mit glattem CV auswählen kann und weiß, dass es zwar womöglich Nuancen an Unterschieden gibt, aber im Ergebnis keine Wahl aus diesen 20 ein absolut katastrophales Outcome produzieren wird.
Im Fußball ist es vielleicht ein wenig vergleichbar mit der Musik- oder Filmindustrie: selbst der beste Manager dort kann nicht garantieren, dass jeder Künstler, jede Band, jeder Film so funktioniert wie geplant.
08.09.2015 - 19:42 Uhr
Zitat von bluey04
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Die Diskussion um die Leistung und die Einschätzung, wie viel realistisch möglich ist/war und wie viel Heldt davon heraus holte ehrlich schwierig.
Weil ich glaube, dass viele Entscheidungen auch Glück brauchen. Sie brauchen Mut, weil nicht alles planbar ist, nicht alles vorhersehbar ist. Also muss man wagen.
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Und bei beiden Projekten startete man bei praktisch 0. Das unterscheidet die Situation zu Beginn in Dortmund und Gladbach von unserer Situation.
Gute Entscheidungen sind immer die Basis für erfolgreiche Arbeit, sie garantiert aber keinen Erfolg. Und objektiv richtige Entscheidungen können trotzdem zu Misserfolg führen.
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Was man also als Fazit ziehen kann ist, dass man mutige Entscheidungen treffen muss und Projekten Zeit geben muss, um sich zu entwickeln.
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Das Projekt Breitenreiter scheint Potenzial zu haben, nur muss für ein Gelingen auch das Umfeld seinen Beitrag leisten.
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Häufig geht es nur darum, aufzuzeigen das es in der Realität nicht so einfach ist wie beim Fußball-Manager.
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In solchen Situationen kommt dann auch der Faktor Glück wieder zum Tragen. Findet man einen solchen Spieler, wie man ihn benötigt und bekommt man ihn dann auch? Es sind eben doch sehr viele Faktoren zu berücksichtigen; mehr als viele Laien es glauben.
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Die Diskussion um die Leistung und die Einschätzung, wie viel realistisch möglich ist/war und wie viel Heldt davon heraus holte ehrlich schwierig.
Weil ich glaube, dass viele Entscheidungen auch Glück brauchen. Sie brauchen Mut, weil nicht alles planbar ist, nicht alles vorhersehbar ist. Also muss man wagen.
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Und bei beiden Projekten startete man bei praktisch 0. Das unterscheidet die Situation zu Beginn in Dortmund und Gladbach von unserer Situation.
Gute Entscheidungen sind immer die Basis für erfolgreiche Arbeit, sie garantiert aber keinen Erfolg. Und objektiv richtige Entscheidungen können trotzdem zu Misserfolg führen.
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Was man also als Fazit ziehen kann ist, dass man mutige Entscheidungen treffen muss und Projekten Zeit geben muss, um sich zu entwickeln.
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Das Projekt Breitenreiter scheint Potenzial zu haben, nur muss für ein Gelingen auch das Umfeld seinen Beitrag leisten.
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Häufig geht es nur darum, aufzuzeigen das es in der Realität nicht so einfach ist wie beim Fußball-Manager.
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In solchen Situationen kommt dann auch der Faktor Glück wieder zum Tragen. Findet man einen solchen Spieler, wie man ihn benötigt und bekommt man ihn dann auch? Es sind eben doch sehr viele Faktoren zu berücksichtigen; mehr als viele Laien es glauben.
Danke für diesen, wie ich finde, sehr differenzierten Beitrag, der noch einmal deutlich macht, wie komplex und wenig schwarz-weiß eine Mannschaft, ein Verein, der Fußball an sich, ein Mannschaftssport und vielleicht sogar das ganze Leben ist. Ich habe mir erlaubt, mich auf die aus meiner Sicht wertvollen und über das rein sportlich hinausgehende aber mindestens genauso wichtigen Aspekte zu fokussieren, die ich für einen langfristigen Erfolg für fundamental halte.
Ja, am Ende zählt nur das Ergebnis, daran muss sich jeder messen lassen. Aber zum einen muss sich die Erwartung, der Anspruch und die Bewertung fairerweise auch an einen realistischen Rahmen orientieren. In dem Fall eines Vereines, der von signifikanten Schulden geplagt und auch keine Kapitalgesellschaft ist. Desweiteren schätze ich es übrigens sehr, dass ich in meinem Beruf hinsichtlich z.B. meiner Person bzw. meiner beruflichen Arbeitsleistung nach dem was ich tue und entscheide beurteilt werde, und nicht nur danach, was am Ende dabei rauskommt (es ist ja eben auch nur bedingt meine Leistung bzw. Misserfolg, wenn ein Kunde pleite geht, oder sich der Markt verändert hat). Ich gehe sogar soweit, dass mich genau diese Betrachtung motiviert, weil sie genauso kritisch ist, aber eben konstruktiv im Sinne meine Möglichkeiten. Ich lasse mich gerne an meinen Taten und Entscheidungen messen, aber eben daran, was ich ggfs. (und zwar im Entscheidungs- oder Handlungsmoment) hätte besser machen können, und nicht nur daran, ob es durch welche weiteren (externen) Einflüsse auch immer geklappt hat oder nicht.
Das gestehe ich auch jedem Anderen zu, auch den Verantwortlichen unseres Herzensclubs. Hinzu kommt, das nach meiner Lebenserfahrungen nur Ziele erreicht werden, Dinge bewegt werden können, wenn man sich für etwas entscheidet. Ja, man kann Dinge oder Personen falsch finden, aber am Ende steht immer die Entscheidung für etwas Anderes, sonst hat oder erreicht man nämlich überhaupt nichts. Deshalb tue ich mich auch damit schwer, wenn jemand sich konsequent darauf beschränkt, nur Dinge zu kritisieren. Natürlich ist es schwierig für uns Laien, Dinge professionell beurteilen zu können, aber ausschließlich Dinge zu kritisieren, ablösen zu wollen, ohne jemals eine positive Lösung vorzuschlagen, ist auf Dauer dann doch recht einfach. Allerdings setzt man sich mit einer Idee oder einem Vorschlag dann auch selbst der Gefahr einer Fehleinschätzung oder der Bewertung Anderer aus. Könnte aber vielleicht auch einmal das Verständnis für die Handelnden vergrößern. Meine Erfahrung sagt mir, dass nur diejenigen, die Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen, auch Fehler machen können und werden. Diejenigen, die aber keine Fehler oder Fehleinschätzungen machen, da sie dauerhaft ausschließlich analysieren oder kritisieren und keine Vorschläge machen, übernehmen eben auch keine Verantwortung.
Bluey04 hat für mich nachvollziehbar ausgeführt, dass Know-How, Mut und Entschiedenheit Basis für ein erfolgreiches Arbeiten sind, aber eben mangels Planbarkeit diesen nicht garantieren. Auch bedarf es Geduld, Konsequenz und Unterstützung, dass sich daraus etwas Positives entwickeln kann.
Und hier kommt ein letzter Punkt dazu, der aus meiner Sicht eben auch maßgeblich für ein erfolgreiches Arbeiten ist. Und dafür sind wir Alle wichtig und existentiell. Es braucht ein ruhiges und konstruktives Umfeld, und zwar gerade dann, wenn es schwierig wird. Eine gute Ehe, Familie, Mannschaft, Verein etc. zeichnet sich für mich dadurch aus, dass in schwierigen Zeiten zusammengehalten und sich vertraut wird, egal wer im Rahmen seiner Kompetenz welche Entscheidung getroffen hat, nach dem Motto: "Ich verstehe zwar manche Entscheidung von Dir nicht, aber jetzt ziehen wir das gemeinsam durch und trotzen dem Sturm". Wenn aber genau wenn es die ersten Hindernisse gibt, immer wieder die ersten Heckenschützen aus dem Gebüsch kommen, wird wohl nie Ruhe einkehren oder sich gar ein positives Klima einstellen. Übrigens glaube ich, wenn wir so als Vereinsfamilie zusammenstehen, können Medien, Experten oder sonstige Fachleute auch von außen keine Unruhe in unseren Verein hineintragen. Ich unterstelle Keinem, dass er grundsätzlich gegen unseren Verein oder seine Handelnden "schießt", aber das ist auch unerheblich, solange bei jeder Herausforderung oder Schwierigkeit irgendeine Gruppe "aus dem Gebüsch" kommt und Alles oder einzelne Personen in Frage stellt. Ich glaube sogar, dass HH damit noch recht gut umgehen kann, allerdings habe ich nunmehr wiederkehrend erlebt, dass zumindest für unsere junge Mannschaft genau das Klima eher lähmend als motivierend ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von olemao am 08.09.2015 um 19:46 Uhr bearbeitet
08.09.2015 - 20:01 Uhr
heldt kommt derzeit bei euch wieder richtig schlecht weg, nachdem eine versöhnung mit den fans mal greifbar schien.
zu seinem bisherigen transfers: boateng wird derzeit als flop dargestellt, obwohl er noch vor gut einem halben jahr als geläuterter anführer galt, der günstig verpflichtet wurde. huntelaar wurde gehalten, höwedes gibts auch noch, alles nicht so schlecht.
klar gabs auch flops: obasi, szalei, clemens. die leihspieler ala bastos, die auch gern als flop genannt werden, sehe ich nicht als solche, weil sie schalke zumindest finanziell nicht langfristig belasten.
die aktuelle tranferperiode wurde von euch bis zum draxler transfer als sehr erfolgreich und weitsichtig beschrieben - geis und di santo wurden immer wieder genannt. warum ändert ein einziger abgang daran so viel? 36mio für einen spieler, für den juventus am anfang nur die hälfte zahlen wollte? das klingt nach wirtschaftlicher vernunft.
natürlich fehlt es auf den außen (wie in den vorjahren - farfan oft verletzt, draxler auch regelmäßig mit wehwehchen, clemens+barnetta+obasi einfach schlecht). aber es ist auch ein mutiger schritt, indem schalke auf die jugend setzt. sicherlich ist meyer kein richtiger außenspieler, zuletzt auch nicht in form, chupo-moting eher stürmer, sane noch sehr unerfahren und der einzige wirkliche außenspieler - sam befindet sich nach wie vor in einer schwierigen phase.
aber der kader ist durchaus flexibel. warum sollten nicht aogo, caicera oder uchida (sofern irgendwann wieder einsatzfähig) nicht auch weiter vorn spielen? warum sollten goretzka und hojberg es nur im zentrum bringen? ja klar über außen hat man gern schnelle dribbelstarke spieler und zu diesen anforderungen passt keine der von mir genannen alternativen perfekt aber die aussage es gäbe keine fähigen alternativen ist schlicht falsch.
unter berücksichtigung der weiteren finanziellen konsolidierung und orginäre weiterentwicklung des kaders (wachsen mit den aufgaben, erfahrung, verantwortung) ist es ein mutiger aber durchaus sinnvoller weg. wenn es am ende nur zu eine platz im mittelfeld reicht, die mannschaft sich aber immer voll reinhängt, dann sehe ich darin im übergang kein problem.
zu seinem bisherigen transfers: boateng wird derzeit als flop dargestellt, obwohl er noch vor gut einem halben jahr als geläuterter anführer galt, der günstig verpflichtet wurde. huntelaar wurde gehalten, höwedes gibts auch noch, alles nicht so schlecht.
klar gabs auch flops: obasi, szalei, clemens. die leihspieler ala bastos, die auch gern als flop genannt werden, sehe ich nicht als solche, weil sie schalke zumindest finanziell nicht langfristig belasten.
die aktuelle tranferperiode wurde von euch bis zum draxler transfer als sehr erfolgreich und weitsichtig beschrieben - geis und di santo wurden immer wieder genannt. warum ändert ein einziger abgang daran so viel? 36mio für einen spieler, für den juventus am anfang nur die hälfte zahlen wollte? das klingt nach wirtschaftlicher vernunft.
natürlich fehlt es auf den außen (wie in den vorjahren - farfan oft verletzt, draxler auch regelmäßig mit wehwehchen, clemens+barnetta+obasi einfach schlecht). aber es ist auch ein mutiger schritt, indem schalke auf die jugend setzt. sicherlich ist meyer kein richtiger außenspieler, zuletzt auch nicht in form, chupo-moting eher stürmer, sane noch sehr unerfahren und der einzige wirkliche außenspieler - sam befindet sich nach wie vor in einer schwierigen phase.
aber der kader ist durchaus flexibel. warum sollten nicht aogo, caicera oder uchida (sofern irgendwann wieder einsatzfähig) nicht auch weiter vorn spielen? warum sollten goretzka und hojberg es nur im zentrum bringen? ja klar über außen hat man gern schnelle dribbelstarke spieler und zu diesen anforderungen passt keine der von mir genannen alternativen perfekt aber die aussage es gäbe keine fähigen alternativen ist schlicht falsch.
unter berücksichtigung der weiteren finanziellen konsolidierung und orginäre weiterentwicklung des kaders (wachsen mit den aufgaben, erfahrung, verantwortung) ist es ein mutiger aber durchaus sinnvoller weg. wenn es am ende nur zu eine platz im mittelfeld reicht, die mannschaft sich aber immer voll reinhängt, dann sehe ich darin im übergang kein problem.
09.09.2015 - 09:27 Uhr
Zitat von FreddieMac
http://www.ligainsider.de/julian-draxler_603/hoehere-abloese-als-erwartet-124545/
Angeblich haben Wolfsburg und Schalke sich sogar auf eine Ablösesumme von 42 Millionen geeinigt. Wenn das stimmen sollte muss ich HH ein Lob aussprechen.
http://www.ligainsider.de/julian-draxler_603/hoehere-abloese-als-erwartet-124545/
Angeblich haben Wolfsburg und Schalke sich sogar auf eine Ablösesumme von 42 Millionen geeinigt. Wenn das stimmen sollte muss ich HH ein Lob aussprechen.
Das hört sich hier:http://sportbild.bild.de/bundesliga/2015/bundesliga/rekord-transfers-der-bundesliga-draxler-teurer-als-goetze-42499400.sport.html aber ein (klein) wenig anders an.
Da spricht man von 42 Mio incl. aller Bonuszahlungen.
Bei Ligainsider list sich das so, dass man 42 Mio als Sockelbeitrag + Bonuszahlungen bekommen würde/hätte.
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