Finanzierung der Hertha
26.01.2010 - 17:25 Uhr
22.07.2026 - 11:20 Uhr
Zitat von Rumkugel
Oha. Also ist es in deinen Augen kein Liquiditätsproblem, wenn die Kasse im Juni leer ist und anstehende Forderungen (auf die man sich Monate vorher vorbereiten kann) dadurch gelöst werden, indem man (erneut) auf die künftigen Einnahmen per Zwischenfinanzierung greift? Nur damit diese dann dort fehlen? Zumal die Einnahme vor Juni auch noch nicht mal gesichert waren. Das war ja ein reines Glücksspiel. Also das grenzt schon an Insolvenzverschleppung.
Zitat von NOMHertha
.. komme bei Deinen Rechnungen nicht wirklich hinterher. Vermischung von Liquitität und Ergebnis. Die Transfererlöäse sind Liqui wirksam, warum rechnest Du diese in der Liquiditätsbetrachtung raus? Ergebnis rausrechnen ja da AO Effekt. Was ist mit dem Mittelzufluss ab dem 01.01.2026 basierend auf dem Geschäftsbericht auf den Du Dich beziehst? Habe ich das übersehen?
Das ist aber eigentlich auch alles egal weil es buchhalterisches Sinnieren ohne faktisches Wissen ist. Auch ich bin überzeugt das es uns nicht gut geht und ich glaube auch, das habe ich mehrfach schon geschrieben, das wir uns sehr sehr schwer tun werden neue Spieler zu verpflichten - und das wir um den Klassenerhalt spielen werden.
Solche vermuteten Gerüchte rund um unsere Liquidität, die scheinbar nicht belastbar und belegbar sind, das wir die Gehälter im Juni knapp nicht bezahlen konnten, unterstützen nur unser schelchtes Image noch mehr - und lässt Berater und Spieler und den Rest der Szene aufhorchen - braucht kein Mensch so lange wir uns im Bereich der Mutmaßungen bewegen.
Ich glaube im übrigen nicht das es ein signifikantes Liquiproblem im Juni gab - schon gar nicht mit den bereits Mitte Juni eingetüteten Abgänge von Reese und Eichhorn in den bekannten Höhen. In keinem Fall wird das Geld für die beiden schon an Hertha geflossen sein. Aber aufgrund der guten Bonität der aufnehmenden Vereine wird sogar ne Genossenschaftsbank wie die Sparda Bank oder eine der anderen Hausbanken eine Zwischenfinanzierung für 6 Wochen rausrücken, so das Hertha den anstehenden Kapitaldienst in der Lage ist zu leisten.
Jeder der mal bei einen Fussballverein etwas mit Liquidität zu tun gehabt hat - und zwar bei einem der finanzell Schwach auf der Brust ist, weiß das der Juni der schwierigste Monat in Bezug auf die Liquidität ist.
Das sind alle teuren Abgeänge formal noch auf der Payroll und müssen bezahlt werden und Einnahmen stehen nur sehr dünn dem gegenüber.
Die Personalkosten betragen abgelaufenen Saison bis 30.06. irgendwas um die 3,6 Mio. im Monat - das das im Juni knapp geworden ist glaube ich schon. Aber ein guter CFO wird basierend auf den eigetüteten Abgängen sicherliche einen Übebrückung in der Liquidität hinbekommen haben, sonst wäre dieser fehl am Platz.
Auch ausschließen will ich nicht, das die Zahlungen von L&G vielleicht darum 1 -2 Tage später als sonst erfolgt sind.
Ja wir sind alles andere als gut aufgestellt, aber ich glaube das die Panikmache hier für gar keinen zuträglich ist, solange diese nicht belegt ist.
Zitat von -I892-
Bankguthaben: 6 Mio EUR , davon frei verfügbar lediglich 2 Mio EUR
Forderungen: 16 Mio EUR bzw. 15 Mio EUR wg. CC24
ggü.
Verpflichtungen <1 Jahr: 20 Mio EUR
Nur weil Transfererlöse von 15 Mio enthalten waren, wurde überhaupt ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis +0,4 Mio. EUR erzielt. Entfallen nun 15 Mio. EUR Transfererlöse, ergibt sich überschlägig:
operatives Halbjahresergebnis: +0,4 Mio minus 15 Mio = ca. -14,6 Mio. EUR
Abzgl. Abschreibungen von rund 1 Mio. EUR, die nicht zahlungswirksam sind, läge der tatsächliche operative Cash-Abfluss immer noch bei ungefähr 13-14 Mio. EUR Fehlbetrag innerhalb von sechs Monaten.
Da frei verfügbare Liquidität lediglich etwa 2 Mio. EUR vorhanden war stellt sich die Frage, ob man den genügenden Teil Forderungen von 16 Mio zu Geld machen konnte .
Auf der anderen Seite stehen kurzfristige Verpflichtungen <1 Jahr von 20 Mio, alleine 6 Mio von Lieferanten, im Bericht. Da ist mal die eine oder andere Rechnung liegen lassen ein Mittel cash out zu verschieben.
Also von den Eckdaten her sehr knapp und durchaus plausibel, dass die Insiderinfo Zahlungsschwierigkeit im Juni passt.
Zitat von Fussballclown
Dass sich das Liquiditätsproblem lediglich auf den Juni bezog - ist das dein Informationsstand oder Spekulation? Soll gar nicht provokativ gemeint sein, aber je nachdem, woher dies kommt, verändert es die Situation zumindest bis zu einem gewissen Grad, weil es bedeuten würde, dass wir durch die (teuren) Abgänge und neue Sponsoren zumindest nicht derart in den Abgrund "gedrückt" werden, trotz weiterhin sehr angespannter finanzieller Situation.
...
Ausgangslage zum 31.12.2025 (lt. Geschäftsbericht) Dass sich das Liquiditätsproblem lediglich auf den Juni bezog - ist das dein Informationsstand oder Spekulation? Soll gar nicht provokativ gemeint sein, aber je nachdem, woher dies kommt, verändert es die Situation zumindest bis zu einem gewissen Grad, weil es bedeuten würde, dass wir durch die (teuren) Abgänge und neue Sponsoren zumindest nicht derart in den Abgrund "gedrückt" werden, trotz weiterhin sehr angespannter finanzieller Situation.
...
Bankguthaben: 6 Mio EUR , davon frei verfügbar lediglich 2 Mio EUR
Forderungen: 16 Mio EUR bzw. 15 Mio EUR wg. CC24
ggü.
Verpflichtungen <1 Jahr: 20 Mio EUR
Nur weil Transfererlöse von 15 Mio enthalten waren, wurde überhaupt ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis +0,4 Mio. EUR erzielt. Entfallen nun 15 Mio. EUR Transfererlöse, ergibt sich überschlägig:
operatives Halbjahresergebnis: +0,4 Mio minus 15 Mio = ca. -14,6 Mio. EUR
Abzgl. Abschreibungen von rund 1 Mio. EUR, die nicht zahlungswirksam sind, läge der tatsächliche operative Cash-Abfluss immer noch bei ungefähr 13-14 Mio. EUR Fehlbetrag innerhalb von sechs Monaten.
Da frei verfügbare Liquidität lediglich etwa 2 Mio. EUR vorhanden war stellt sich die Frage, ob man den genügenden Teil Forderungen von 16 Mio zu Geld machen konnte .
Auf der anderen Seite stehen kurzfristige Verpflichtungen <1 Jahr von 20 Mio, alleine 6 Mio von Lieferanten, im Bericht. Da ist mal die eine oder andere Rechnung liegen lassen ein Mittel cash out zu verschieben.
Also von den Eckdaten her sehr knapp und durchaus plausibel, dass die Insiderinfo Zahlungsschwierigkeit im Juni passt.
.. komme bei Deinen Rechnungen nicht wirklich hinterher. Vermischung von Liquitität und Ergebnis. Die Transfererlöäse sind Liqui wirksam, warum rechnest Du diese in der Liquiditätsbetrachtung raus? Ergebnis rausrechnen ja da AO Effekt. Was ist mit dem Mittelzufluss ab dem 01.01.2026 basierend auf dem Geschäftsbericht auf den Du Dich beziehst? Habe ich das übersehen?
Das ist aber eigentlich auch alles egal weil es buchhalterisches Sinnieren ohne faktisches Wissen ist. Auch ich bin überzeugt das es uns nicht gut geht und ich glaube auch, das habe ich mehrfach schon geschrieben, das wir uns sehr sehr schwer tun werden neue Spieler zu verpflichten - und das wir um den Klassenerhalt spielen werden.
Solche vermuteten Gerüchte rund um unsere Liquidität, die scheinbar nicht belastbar und belegbar sind, das wir die Gehälter im Juni knapp nicht bezahlen konnten, unterstützen nur unser schelchtes Image noch mehr - und lässt Berater und Spieler und den Rest der Szene aufhorchen - braucht kein Mensch so lange wir uns im Bereich der Mutmaßungen bewegen.
Ich glaube im übrigen nicht das es ein signifikantes Liquiproblem im Juni gab - schon gar nicht mit den bereits Mitte Juni eingetüteten Abgänge von Reese und Eichhorn in den bekannten Höhen. In keinem Fall wird das Geld für die beiden schon an Hertha geflossen sein. Aber aufgrund der guten Bonität der aufnehmenden Vereine wird sogar ne Genossenschaftsbank wie die Sparda Bank oder eine der anderen Hausbanken eine Zwischenfinanzierung für 6 Wochen rausrücken, so das Hertha den anstehenden Kapitaldienst in der Lage ist zu leisten.
Jeder der mal bei einen Fussballverein etwas mit Liquidität zu tun gehabt hat - und zwar bei einem der finanzell Schwach auf der Brust ist, weiß das der Juni der schwierigste Monat in Bezug auf die Liquidität ist.
Das sind alle teuren Abgeänge formal noch auf der Payroll und müssen bezahlt werden und Einnahmen stehen nur sehr dünn dem gegenüber.
Die Personalkosten betragen abgelaufenen Saison bis 30.06. irgendwas um die 3,6 Mio. im Monat - das das im Juni knapp geworden ist glaube ich schon. Aber ein guter CFO wird basierend auf den eigetüteten Abgängen sicherliche einen Übebrückung in der Liquidität hinbekommen haben, sonst wäre dieser fehl am Platz.
Auch ausschließen will ich nicht, das die Zahlungen von L&G vielleicht darum 1 -2 Tage später als sonst erfolgt sind.
Ja wir sind alles andere als gut aufgestellt, aber ich glaube das die Panikmache hier für gar keinen zuträglich ist, solange diese nicht belegt ist.
Oha. Also ist es in deinen Augen kein Liquiditätsproblem, wenn die Kasse im Juni leer ist und anstehende Forderungen (auf die man sich Monate vorher vorbereiten kann) dadurch gelöst werden, indem man (erneut) auf die künftigen Einnahmen per Zwischenfinanzierung greift? Nur damit diese dann dort fehlen? Zumal die Einnahme vor Juni auch noch nicht mal gesichert waren. Das war ja ein reines Glücksspiel. Also das grenzt schon an Insolvenzverschleppung.
Natürlich - wir können sehr gern mal ein Ausflug in das Insolvenzrecht machen... Du scheinst da ja sehr gut informiert zu sein.
22.07.2026 - 13:48 Uhr
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
22.07.2026 - 14:40 Uhr
Gibt es eigentlich etwas neues zu Phil Murphy?
Den ehemaligen Botschafter und Hertha Fan?
Der war doch vorher Investment Banker und u.a. Head of Germany von Goldman Sachs.
Er hatte auch mal die Laudatio auf einer Veranstaltung der Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken gehalten. Dazu gehört ja auch, wenn auch selbstständig, die Sparda Bank.
Die älteren Banker kennen sich doch alle. Vielleicht gibt es da Hinweise zum Kauf unsere Anteile durch Murphy und die Sparda Bank ist deswegen nun unser Trikot Sponsor für mehrere Jahre.
Nix genaues weiß man nicht ...
Den ehemaligen Botschafter und Hertha Fan?
Der war doch vorher Investment Banker und u.a. Head of Germany von Goldman Sachs.
Er hatte auch mal die Laudatio auf einer Veranstaltung der Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken gehalten. Dazu gehört ja auch, wenn auch selbstständig, die Sparda Bank.
Die älteren Banker kennen sich doch alle. Vielleicht gibt es da Hinweise zum Kauf unsere Anteile durch Murphy und die Sparda Bank ist deswegen nun unser Trikot Sponsor für mehrere Jahre.
Nix genaues weiß man nicht ...

Dieser Beitrag wurde zuletzt von McLibero am 22.07.2026 um 14:42 Uhr bearbeitet
22.07.2026 - 15:03 Uhr
Zitat von marvstar
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Was die notwendigen Konsequeznen angeht, sind wir uns ja fast alle einig.
Und ob man die Situston nun als dramatisch oder nur als problematisch ansieht, wird auch vom jeweiligen Temperament abhängen.
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
22.07.2026 - 15:24 Uhr
Zitat von McLibero
Gibt es eigentlich etwas neues zu Phil Murphy?
Den ehemaligen Botschafter und Hertha Fan?
Der war doch vorher Investment Banker und u.a. Head of Germany von Goldman Sachs.
Er hatte auch mal die Laudatio auf einer Veranstaltung der Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken gehalten. Dazu gehört ja auch, wenn auch selbstständig, die Sparda Bank.
Die älteren Banker kennen sich doch alle. Vielleicht gibt es da Hinweise zum Kauf unsere Anteile durch Murphy und die Sparda Bank ist deswegen nun unser Trikot Sponsor für mehrere Jahre.
Nix genaues weiß man nicht ...
Gibt es eigentlich etwas neues zu Phil Murphy?
Den ehemaligen Botschafter und Hertha Fan?
Der war doch vorher Investment Banker und u.a. Head of Germany von Goldman Sachs.
Er hatte auch mal die Laudatio auf einer Veranstaltung der Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken gehalten. Dazu gehört ja auch, wenn auch selbstständig, die Sparda Bank.
Die älteren Banker kennen sich doch alle. Vielleicht gibt es da Hinweise zum Kauf unsere Anteile durch Murphy und die Sparda Bank ist deswegen nun unser Trikot Sponsor für mehrere Jahre.
Nix genaues weiß man nicht ...

Zumindest wäre es dann ein guter Zeitpunkt für ein neuen Investor . Wenn man noch sieht wie viele Verträge Ende der Saison auslaufen.
Kann man eigentlich wirklich den Kader von null aufbauen.
Das ist wohl ein Strohhalm an den man sich als Fan klammern kann . Das ist dann der Plan . .
Man hört aus der Richtung nur nichts mehr . Gut man hört Ja eigentlich gar nichts mehr
22.07.2026 - 16:00 Uhr
Zitat von BallToGo
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
22.07.2026 - 16:05 Uhr
Zitat von soki1072_2
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Zitat von BallToGo
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Ich glaube (ebenfalls als Laie), dass man das nicht pauschal beantworten kann, sondern dass das Teil der Verhandlungen zwischen den Vereinen ist. Das hat natürlich auch immer bilanzielle Hintergründe bei beiden Parteien, dürfte aber unsere diesjährigen Haupteinnahmequellen (Wolfsburg und Leverkusen) eher weniger interessieren.
Andererseits hat Hertha aus Liquiditätsgründen natürlich ein gesteigertes Interesse daran, das Geld oder zumindest den Großteil der Ablösen möglichst zeitnah zu bekommen.
22.07.2026 - 18:19 Uhr
Zitat von Atzenfratze
Ich glaube (ebenfalls als Laie), dass man das nicht pauschal beantworten kann, sondern dass das Teil der Verhandlungen zwischen den Vereinen ist. Das hat natürlich auch immer bilanzielle Hintergründe bei beiden Parteien, dürfte aber unsere diesjährigen Haupteinnahmequellen (Wolfsburg und Leverkusen) eher weniger interessieren.
Andererseits hat Hertha aus Liquiditätsgründen natürlich ein gesteigertes Interesse daran, das Geld oder zumindest den Großteil der Ablösen möglichst zeitnah zu bekommen.
Zitat von soki1072_2
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Zitat von BallToGo
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Ich glaube (ebenfalls als Laie), dass man das nicht pauschal beantworten kann, sondern dass das Teil der Verhandlungen zwischen den Vereinen ist. Das hat natürlich auch immer bilanzielle Hintergründe bei beiden Parteien, dürfte aber unsere diesjährigen Haupteinnahmequellen (Wolfsburg und Leverkusen) eher weniger interessieren.
Andererseits hat Hertha aus Liquiditätsgründen natürlich ein gesteigertes Interesse daran, das Geld oder zumindest den Großteil der Ablösen möglichst zeitnah zu bekommen.
Naja bilanziell macht es keinen Unterschied ob ich die Zahlung aufteile oder sofort leiste. Die Forderung oder Verbindlichkeit wird sofort über den vollen Betrag eingebucht. Genauso wird eine etwaige Steuer sofort fällig.
Solche Stückelungen haben in der Regel Liquiditätsgründe, denn bilanziell ist die Ablöse sofort mit Vertragsunterschrift zu buchen.
22.07.2026 - 18:35 Uhr
Zitat von Gatwick
Naja bilanziell macht es keinen Unterschied ob ich die Zahlung aufteile oder sofort leiste. Die Forderung oder Verbindlichkeit wird sofort über den vollen Betrag eingebucht. Genauso wird eine etwaige Steuer sofort fällig.
Solche Stückelungen haben in der Regel Liquiditätsgründe, denn bilanziell ist die Ablöse sofort mit Vertragsunterschrift zu buchen.
Zitat von Atzenfratze
Ich glaube (ebenfalls als Laie), dass man das nicht pauschal beantworten kann, sondern dass das Teil der Verhandlungen zwischen den Vereinen ist. Das hat natürlich auch immer bilanzielle Hintergründe bei beiden Parteien, dürfte aber unsere diesjährigen Haupteinnahmequellen (Wolfsburg und Leverkusen) eher weniger interessieren.
Andererseits hat Hertha aus Liquiditätsgründen natürlich ein gesteigertes Interesse daran, das Geld oder zumindest den Großteil der Ablösen möglichst zeitnah zu bekommen.
Zitat von soki1072_2
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Zitat von BallToGo
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Ich möchte trotzdem nochmal kklarstellen, dass die Tranfereinnahmen keine "Entlastung" für diese Saison sind. Der Großteil davon wird gerade verbraucht, um die ins Minus geratenen Konten wieder auszugleichen. Der Rest wird dann - hoffentlich - als Liquiditätsreserve für den Rest der Saison vorgehalten.
Die Gehaltseinsparung hingegen entlastet tatsächlich. Und wenn diese etwa 15 Mio ausmachen würde, wäre man aus dem gröbsten raus und kann in einem Jahr etwas entspannter dastehen.
(Denke, das die Auflagen der DFL für die Lizenzerteilung ein solches Szenario vorsehen.)
Nochmal meine (laienhafte) Frage:
Ist es nicht so, dass Transfergelder heutzutage nicht komplett auf einmal fließen? Also das eher gestückelt wird in der Zahlung? Warum geht man hier davon aus, dass 25 Millionen direkt auf dem Konto landen?
Ich glaube (ebenfalls als Laie), dass man das nicht pauschal beantworten kann, sondern dass das Teil der Verhandlungen zwischen den Vereinen ist. Das hat natürlich auch immer bilanzielle Hintergründe bei beiden Parteien, dürfte aber unsere diesjährigen Haupteinnahmequellen (Wolfsburg und Leverkusen) eher weniger interessieren.
Andererseits hat Hertha aus Liquiditätsgründen natürlich ein gesteigertes Interesse daran, das Geld oder zumindest den Großteil der Ablösen möglichst zeitnah zu bekommen.
Naja bilanziell macht es keinen Unterschied ob ich die Zahlung aufteile oder sofort leiste. Die Forderung oder Verbindlichkeit wird sofort über den vollen Betrag eingebucht. Genauso wird eine etwaige Steuer sofort fällig.
Solche Stückelungen haben in der Regel Liquiditätsgründe, denn bilanziell ist die Ablöse sofort mit Vertragsunterschrift zu buchen.
Richtig. Und da Herthas drängendstes Problem die Liquidität ist, wird man darauf geachtet haben, dass der konkrete Geldzufluss zeitnah erfolgt.
22.07.2026 - 20:15 Uhr
Zitat von marvstar
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Ich habe jetzt nochmal einen Tag drüber nachgedacht über die ganzen Infos.
Für mich macht das Gesamtbild aber keinen Sinn.
Selbst, wenn man mit ordentlich Verbindlichkeiten aus der Saison gegangen ist und der ein oder andere Vertrag noch bis zum 01.07 bezahlt werden musste....dürfte das nicht solche Kreise ziehen.
Nach meiner Logik hätte uns dann, wenn es wirklich so schlimm ist, bspw. ein zu langer Poker von Reese, Cuisance oder Ernst womöglich zahlungsunfähig gemacht.
Dem ggü. stehen aber 12 Abgänge (darunter nahezu alle Großverdiener) und Einnahmen von 25,5 Mio.
D.h. ab dem 01.07. wurden die Gehaltskosten der Spieler mal locker um 10-12 Mio reduziert. Zusammen mit den Ablösesummen, dürfte man die Belastung also um gute 37 Mio reduziert haben (gedanklich zumindest).
Dem ggü. stelle ich jetzt mal die Gegenbehauptung, dass es alles gar nicht so dramatisch war Ende Juni - ggf. wurden nur Umschichtungen nicht zeitgerecht getätigt oder Ähnliches.
Auf die Frage, warum noch kein Spieler verpflichtet werden konnte, lautet die Antwort: Weil man zunächst die wichtigsten Ziele (Einnahmen, drastische Etatreduzierung) erreichen wollte und dann den Kader im Trainingslager nochmal unter die Lupe nehmen wollte, um ihn dann mit dem "Schattenkader" abzugleichen.
Mir ist klar, dass sich viele hier ein anderes Vorgehen erhofft haben oder eine andere Ansicht zu der Finanzthematik haben, aber irgendwie sind mir - nach längerem Nachdenken - ein paar Sachen zu dramatisch.
Und wir sind jetzt eben in genau der Situation, wie 100te Vereine auch. Wir sind gezwungen die guten Spieler zu verkaufen und das Mittelmaß bleibt zurück. Elversberg, Heidenheim usw. machen das seit Jahren so. Nur unser Anspruch mal eine starke Startelf zu haben ohne große Defizite lässt uns zu negativ urteilen.
Wie viele zurecht kritisiert haben, passten unser Spieleretat und unsere Ziele nicht zu dem Saisonergebnis in den letzten 3 Jahren. Aktuell passt Kaderwert/Spieleretat zu diesen Saisonergebnissen, wenn alle halbwegs ihre Form haben. Holt man jetzt noch 2-3 Leihspieler dazu mit etwas höherer Qualität passt zumindest das in der Balance zusammen, find ich.
Sollte man sich vlt auch mal darüber Gedanken machen. Platz 9, 11 und 7 rechtfertigen langsam keinen hochklassigen Kader mehr. Irgendwann ist eben Schluss damit über seinen Verhältnissen zu planen und zu wirtschaften.
Ich weiß, ich habe hier lange nicht geschrieben, es ging mir gesundheitlich nicht so gut, meine Kraft reichte nur für ein bisschen HSV.
Dazu aber noch einmal kurz zur Einordnung. Was wissen wir?
- Zum Jahreswechsel lag nur ein sehr dünnes Polster an flüssigen Mitteln vor, von den ca. 6 Mio Euro waren knapp 4 in Besicherungsgeschäften gebunden, es waren also nur 2,X Mio Euro auf dem Konto verfügbar. Deutlich weniger als eine Monatsausgabe, da allein die Gehälter ja bei etwa 3,7 Mio/Monat liegen.
- Wir wissen, dass Hertha, wie alle Bundesligisten und Unternehmen, Kontokorrentkredite Rahmen hat. Die sind quasi wie ein Überziehungskredit beim privaten Konto. Wir wissen nicht, wie hoch dieser Rahmen derzeit ist. Vor einigen Jahren wurde mal von etwa 22 Mio Euro berichtet, da hatte Hertha aber auch noch ein ganz anderes Eigenkapital. Vielleicht sind es heute 10 Mio Euro? Das ist etwa die Größenordnung, die der HSV hat.
- Wir wissen, dass im ersten Halbjahr ein Mini Gewinn ausgewiesen wurde (0,6 Mio Euro?). In diesem Halbjahresergebnis waren auf der einen Seite Transfererlöse von 14,5 Mio und Nachzahlungserlöse aus Transfers von 7 Mio Euro (?) enthalten. Auf der anderen Seite gab es nach meiner Erinnerung Sonderabschreibungen von etwa 5,5 oder 6 Mio Euro. Den Pokal lasse ich mal raus, weil das Viertelfinale die zweite Saisonhälfte ja auch positiv beeinflusst haben wird. Saldiert kommen wir auf grob 15 Mio Einmalerträge, die im ersten Halbjahr flossen. Das Resultat aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, lag also bei ungefähr - 14 Mio Euro. Das ist die strukturelle Unterdeckung pro Halbjahr, wenigstens ungefähr und bei den Ausgaben /Einnahmen des Vorjahres.
- Wir wissen, dass erhebliche Transferüberschüsse erzielt werden müssen, um die Lizenz zu erhalten. Die genaue Höhe ist unklar, die vom Vorstand genannten 12 bis 15 Mio Euro ignoriere ich mal, zu unwahr sind Angaben aus dieser Quelle in der Vergangenheit gewesen.
- Wir wissen, dass der Gehaltsetat erheblich gesenkt werden muss, um das strukturelle Defizit zu senken. Dies gilt insbesondere, weil es keine weiteren Einsparpotentiale mit großem Volumen gibt.
Was vermuten wir?
- Einen Liquiditätsengpass im Juni 2026.
Was schließen wir aus unserem Wissen und den Vermutungen?
1. Liquidität
Damit es im Juni zu einem Engpass kommen konnte, müssten mehrere Faktoren zusammenkommen:
- leere Konten
- Kontokorrentkredite weitgehend oder vollkommen ausgereizt
- kein ausreichender Mittelzufluss aus Dauerkarten - und Hospitality Verkauf
- keine sofortiges Factoring zu erwartender Ablösen (Factoring = Flüssigmachen einer Forderung gegen Gebühren, bevor eigentlicher Fälligkeit). Zumindest die Wolfsburg Forderung ist ja bombensicher, die kann blitzschnell zu Bargeld werden
Letzteres (Dauerkarten) hilft bei der Liquidität ja normalerweise über die spielfreie Zeit hinweg,
Mir erscheint es eher unwahrscheinlich, dass ein CFO letztere Option ausgelassen hätte. Ein auf Grund laufen der Liquidität ist eine Katastrophe, die man sich gern erspart. Daher halte ich es für gut möglich, dass es knapp war und schnell gehandelt werden musste, nicht aber wirklich gefährlich.
2. Resultat 2 HJ
Da die strukturelle Unterdeckung von 14 Mio Euro ja auch im 2 HJ Fortbestand hatte, ist das erwartete Basisergebnis - 14 Mio Euro. Das wird natürlich noch modifiziert durch Merchergebnis 2 HJ vs. erstes Halbjahr, Anzahl der zahlenden Zuschauer pro Halbjahr, eventuelle Zahlungsausfälle von Sponsoren etc., die aus Hertha Kreisen genannten 12 Mio Euro Verlust für das Gesamtjahr erscheinen plausibel.
Ich halte ganz wenig davon, Transfereinnahmen der Folgeperiode ins 2 HJ 26 zu buchen, man kann das zwar argumentieren, es macht aber einen schlechten Eindruck. Ich habe auch Zweifel wegen der Aufghebunsverträgen mit den Spielern, die werden ja üblicherweise so geschlossen, dass der abgebende Verein bis zum 30.06. einschließlich weiter zahlt. Dennoch kann man es wohl tun.
Die bisher geflossenen 25 Mio Ablöse (wobei ja wohl mindestens 20 Mio im Juni fixiert wurden), würden also ausreichen, um ein positives Ergebnis zu erzwingen (Hier auch Vorsicht wegen der Besteuerung, Verlustvorträge können ja nicht mehr für den gesamten Gewinn geltend gemacht werden). Dies ginge dann allerdings zu Lasten der Periode 26/27.
3. Ausgangssituation 26/27
Nehmen wir mal an, Hertha entschließt sich 14 Mio in 25/26 zu buchen. Dann ergäbe sich für das Jahr ein kleiner Gewinn, sähe erst mal gut aus. Die Ausgangssituation für 26/27 wird dadurch aber sehr beeinträchtigt. Wir erinnern uns, die Unterdeckung lag bei 28 Mio Euro.
Hertha spart Stand heute ca. 10 bis 11 Mio bei Gehältern. Die Abschreibungen sinken kaum noch, weil ja nichts mehr zum Abschreiben da ist. Sagen wir pauschale Einsparungen (Staff, Akademie etc.) 1 Mio Euro. Dazu Einsparungen durch die Nordic Bondveränderung und Umschuldung auf private Kredite, sagen wir 1,5 Mio Zinsen aufs Jahr weniger. Dann sind wir, Stand jetzt, bei großzügig geschätzten 13,5 Mio Euro Einsparung.
Was positiv ins Gewicht fallen wird, ist der Abgang der Hochverdiener, weil dadurch die Beratergebühren (oft 10 % des Gehalts dauerhaft) entfallen. Sagen wir die sinken auf die Hälfte, dann würden noch ca. 4 Mio entfallen.
Bleibt eine Unterdeckung von 10,5 Mio. Dazu kommt dann die Verringerung des Fernsehgeldes (3,1 Mio (?)) und ein etwas kleinerer Hauptsponsor (0,5 Mio). Andere Veränderungen (Zuschauer, Merch, Pokal etc.) müsste ich raten, es gibt aber natürlich dort Chancen und Risiken. Dann sind wir wieder bei 14,1.
Die im Moment erzielten 11 Mio verbleibender Transferüberschuss (14 der 25 Mio haben wir ja in 25/25 verbraten)m würden eine Unterdeckung von 3,1 Mio Euro für 26/27 belassen. Das ist dann ohne irgendwelche Neuzugänge und Gehälter sowie Nebenkosten (Berater / Handgeld).
Hertha ist also auch jetzt nur sehr bedingt handlungsfähig, sollte dringend noch mindestens einen guten Verkauf machen, damit bescheiden investiert und eine echte schwarze Null angepeilt werden kann. Diese dann immer noch mit erheblichen Sondererlösen.
Um eine echte schwarze Null zu erreichen, muss der Pool aus Beraterkosten (8 Mio ?) und Personalkosten (46 Mio) um ca. 25 Mio sinken. Also Berater auf 2 und Gehalt auf 27 Mio. Erst dann wäre Hertha stabil und selbstfinanziert
Sorry für langen Text, musste es aufdröseln.
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