FC. Kaderplanung
04.04.2013 - 13:02 Uhr
28.09.2020 - 08:18 Uhr
Wir haben nunmal links Kainz und Jacobs plus Drexler. Momentan reicht das sicher nicht, aber jetzt da nochjemanden hinzustellen halte ich für sehr schwierig. Würde es gelingen, noch 3,4 Abgänge zu tätigen (Mere, Sörensen, Clemens) könnte man evtl nochmal über ne Ergänzung (egal wo) nachdenken. Aber ich denke, wir sind finanziell bereits jetzt an oder über der roten Linie. Von EMCM und Co braucht man glaub ich garnicht reden
28.09.2020 - 08:24 Uhr
Zitat von muzzy79
Weiser ist eigentlich die ideale Ergänzung, eine Leihe vllt mit KO wäre für alle Beteiligten eine gute Lösung.
Weiser ist eigentlich die ideale Ergänzung, eine Leihe vllt mit KO wäre für alle Beteiligten eine gute Lösung.
So isses. Hinten rechts vermutlich eine direkte Verstärkung und zusätzlich eine weitere Option für den Flügel.
Zitat von SuperFC30
Naja, wenn man die zwei Spiele im Nachgang betrachtet, haben wir eine gute 2. Halbzeit und eine sehr solide Defensivleistung in Bielefeld gezeigt. Normalerweise zwei Unentschieden. 4 Gegentore bisher, davon 1 strittiger Elfer ein Gegentor aufgelegt von Hector, der aber auch unter größter Bedrängens angespielt wird (macht auch keinen Sinn) + 2 haltbare Bälle die im Tor landen.
Mir fehlt bis jetzt die Zielstrebigkeit nach vorne und die Sicherheit im defensiven wie offensivem Mittelfeld.
Naja, wenn man die zwei Spiele im Nachgang betrachtet, haben wir eine gute 2. Halbzeit und eine sehr solide Defensivleistung in Bielefeld gezeigt. Normalerweise zwei Unentschieden. 4 Gegentore bisher, davon 1 strittiger Elfer ein Gegentor aufgelegt von Hector, der aber auch unter größter Bedrängens angespielt wird (macht auch keinen Sinn) + 2 haltbare Bälle die im Tor landen.
Mir fehlt bis jetzt die Zielstrebigkeit nach vorne und die Sicherheit im defensiven wie offensivem Mittelfeld.
Trifft es ganz gut.
Ich bin ansonsten mit dem Kader sehr zufrieden, sehe unser Problem abseits individueller Fehler eher darin, dass die Neuzugänge (gezwungenermaßen) sehr spät kamen und wir somit noch nicht richtig eingespielt sind.
Wir müssen die Situation einfach mal realistisch betrachten, wir sind nicht Bayern oder der BvB. Bei uns läuft kein Sancho oder Sane rum sondern halt Spieler wie Jakobs, Thielmann und Co. Da liegen finanziell Welten zwischen, wir können uns diese Qualität schlichtweg nicht leisten. Zudem haben wir ein anderes Anforderungsprofil an die Spieler, die defensive Arbeit ist eine ganz andere bei uns und unerlässlich.
Ich plädiere dafür mal die Kader der wirklichen Konkurrenten als Benchmark zu nehmen, da sehe ich uns im Vergleich nicht schlechter aufgestellt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von E_Levve_Lang am 28.09.2020 um 08:35 Uhr bearbeitet
28.09.2020 - 14:00 Uhr
Zitat von BigGulden
Wir haben nunmal links Kainz und Jacobs plus Drexler. Momentan reicht das sicher nicht, aber jetzt da nochjemanden hinzustellen halte ich für sehr schwierig. Würde es gelingen, noch 3,4 Abgänge zu tätigen (Mere, Sörensen, Clemens) könnte man evtl nochmal über ne Ergänzung (egal wo) nachdenken. Aber ich denke, wir sind finanziell bereits jetzt an oder über der roten Linie. Von EMCM und Co braucht man glaub ich garnicht reden
Wir haben nunmal links Kainz und Jacobs plus Drexler. Momentan reicht das sicher nicht, aber jetzt da nochjemanden hinzustellen halte ich für sehr schwierig. Würde es gelingen, noch 3,4 Abgänge zu tätigen (Mere, Sörensen, Clemens) könnte man evtl nochmal über ne Ergänzung (egal wo) nachdenken. Aber ich denke, wir sind finanziell bereits jetzt an oder über der roten Linie. Von EMCM und Co braucht man glaub ich garnicht reden
Kainz hatte zuletzt immer rechts gespielt, warum? Weil er dort besser funktioniert hat.
Drexler kann zwar als LA spielen, ist aber sicher nicht die Ideallösung weil eigentlich besser in der Mitte aufgehoben.
Bleibt Jakobs, der ist verletzt (wie auch Kainz) und wir haben keinen Spieler mehr der dort spielen kann, bzw. es auch sollte. Drexler kann man noch versuchen, des Rätsels Lösung wäre das in meinen Augen nicht.
Thielmann ist Links ebenfalls verschenkt, dem würde ich eh eine Pause geben.
Wir sind noch nicht an der roten Linie, Heldt hat mehr als einmal gesagt das unsere Aktivitäten noch nicht abgeschlossen sind. Viel werden wir nicht mehr übrig haben, aber eine Leihe + eine feste Verpflichtung könnte ich mir maximal noch vorstellen.
01.10.2020 - 09:32 Uhr
Ich kann mich kaum entscheiden ob es sinnvoller ist einen guten Außenspieler zu verpflichten oder einen Mentalitätsspieler auf der 6. Es kotzt mich richtig an, dass ich jedes Mal das Gefühl habe, dass es niemanden auf dem Feld richtig ankotzt wie wir spielen, dass nicht mal einer ein Zeichen setzt und die Jungs aufweckt oder mal lautstark animiert. Ich fand es echt gut das Uth viel auf dem Platz geredet, Verantwortung übernommen hat und man das Gefühl hatte er will. Auch wenn es irgendwann nicht mehr so geklappt hat, man hatte immer das Gefühl dass er wollte. Bei uns in der Mannschaft habe ich immer das Gefühl, dass alles so akzeptiert wird. Das es so angenehm ist gegen uns zu spielen. Ich bin da wirklich neidisch auf so eine Mannschaft wie Augsburg. Die haben immer wieder Spieler in den Reihen, die ich einfach hasse als Fan einer gegnerischen Mannschaft. Die sind so abgezockt und einfach auch mal Är***e. Bis auf Drei kenne ich keinen "Assi" in unserer Mannschaft und dass finde ich wirklich schade... Wir sind immer die Netten. So reißt man nix.
01.10.2020 - 09:47 Uhr
Biste Assi, biste König?
01.10.2020 - 09:50 Uhr
Zitat von fckoellealex
Ich kann mich kaum entscheiden ob es sinnvoller ist einen guten Außenspieler zu verpflichten oder einen Mentalitätsspieler auf der 6. Es kotzt mich richtig an, dass ich jedes Mal das Gefühl habe, dass es niemanden auf dem Feld richtig ankotzt wie wir spielen, dass nicht mal einer ein Zeichen setzt und die Jungs aufweckt oder mal lautstark animiert. Ich fand es echt gut das Uth viel auf dem Platz geredet, Verantwortung übernommen hat und man das Gefühl hatte er will. Auch wenn es irgendwann nicht mehr so geklappt hat, man hatte immer das Gefühl dass er wollte. Bei uns in der Mannschaft habe ich immer das Gefühl, dass alles so akzeptiert wird. Das es so angenehm ist gegen uns zu spielen. Ich bin da wirklich neidisch auf so eine Mannschaft wie Augsburg. Die haben immer wieder Spieler in den Reihen, die ich einfach hasse als Fan einer gegnerischen Mannschaft. Die sind so abgezockt und einfach auch mal Är***e. Bis auf Drei kenne ich keinen "Assi" in unserer Mannschaft und dass finde ich wirklich schade... Wir sind immer die Netten. So reißt man nix.
Ich kann mich kaum entscheiden ob es sinnvoller ist einen guten Außenspieler zu verpflichten oder einen Mentalitätsspieler auf der 6. Es kotzt mich richtig an, dass ich jedes Mal das Gefühl habe, dass es niemanden auf dem Feld richtig ankotzt wie wir spielen, dass nicht mal einer ein Zeichen setzt und die Jungs aufweckt oder mal lautstark animiert. Ich fand es echt gut das Uth viel auf dem Platz geredet, Verantwortung übernommen hat und man das Gefühl hatte er will. Auch wenn es irgendwann nicht mehr so geklappt hat, man hatte immer das Gefühl dass er wollte. Bei uns in der Mannschaft habe ich immer das Gefühl, dass alles so akzeptiert wird. Das es so angenehm ist gegen uns zu spielen. Ich bin da wirklich neidisch auf so eine Mannschaft wie Augsburg. Die haben immer wieder Spieler in den Reihen, die ich einfach hasse als Fan einer gegnerischen Mannschaft. Die sind so abgezockt und einfach auch mal Är***e. Bis auf Drei kenne ich keinen "Assi" in unserer Mannschaft und dass finde ich wirklich schade... Wir sind immer die Netten. So reißt man nix.
Ist tatsächlich so ein Punkt. Hector lamentiert viel und ist derzeit mMn sogar ein massives Problem, er erfüllt diese Rolle zur Zeit nicht, bringt auch sonst keine gute Leistung und ist dennoch unantastbar, sprich blockiert die Chance für einen anderen. Bisher fehlt im Mittelfeld jemand der vorangeht und auch mal nen Gegner umhaut (sorry ist unsportlich, ich weiß). Wir sind dort zu lieb.
Ich hoffe hier irgendwie neben Hector weiterhin auf Shkiri, aber der scheint seine Rolle in der Hierarchie zu akzeptieren, den hätte man vielleicht gezielt stärken und in die Pflicht nehmen sollen (Vize-Kapitän oder dergleichen). Vielleicht kann das Rexhbecaj oder Özcan, ansonsten bleibt halt wirklich nur noch Drexler.
Tja was tun? Ich denke wir brauchen noch eine Offensivkraft mit Zug zum Tor/Abschlussstärke (flexibel einsetzbar), eventuell einen Rechtsverteidiger (Fragezeichen in puncto Qualität auch hier), möglicherweise halt auch noch nen aggressiven Leader im DM.
Drei weitere Neuzugänge erscheinen mir jedoch unwahrscheinlich, denke wir müssen im Zentrum auf eine klare Leistungssteigerung von Shkiri oder Hector hoffen bzw. auf eine positive Überraschung aus der zweiten Reihe (sofern die hier mal ne Chance kriegen).
Edit:
Ich rede nicht davon dass man den Gegner bewusst verletzen soll. Ich denke an Spielertypen wie damals Gattuso, die hart an der Grenze des Erlaubten agieren und dem Gegner den Schneid abkaufen durch harte Tacklings etc.
Wenn ich z.B. an gelbe Karten bei uns denke, sehe ich immer den am Trikot zupfenden Hector. Funktioniert teilweise auch um eine Situation zu entschärfen, setzt aber kein Zeichen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von E_Levve_Lang am 01.10.2020 um 10:02 Uhr bearbeitet
01.10.2020 - 10:52 Uhr
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
01.10.2020 - 11:11 Uhr
Zitat von LuLuLu
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Ich empfinde Hector immer stark, wenn er Aggressivität und Biss in sein Spiel bekommt. Das mag jetzt banal klingen, aber ein Shkiri als Gegenbeispiel spielt seinen Stiefel immer irgendwie solide runter. Der läuft seine 12km, erobert seine Bälle, hat ein gutes Stellungsspiel etc. Hector hingegen muss immer erst den Schalter umgelegt bekommen. Was das bei ihm dann triggert, keine Ahnung. Ich erinnere mich letztes Jahr insbesondere an unsere Turnaround-Spiele gegen B04 und in Frankfurt. Dreckswetter, kalt, Flutlicht, Druck extrem hoch für uns. Da hat der alles, wirklich alles aus sich rausgeholt, hat sich in die Zweikämpfe geschmissen wie kein zweiter, ist vorangegangen. Da hat er mich extrem beeindruckt.
Ich empfinde ihn in seinen Leistungen sehr schwankend. An der Position würde ich das hingegen überhaupt nicht festmachen, denn er hat einen sehr breiten Werkzeugkasten (im positiven, nicht wie Dziwior) und die Qualitäten für viele Positionen und Rollen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSKChris am 01.10.2020 um 11:13 Uhr bearbeitet
01.10.2020 - 11:19 Uhr
Zitat von LuLuLu
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Würde das so unterschreiben. Ich meine auch nicht dass er als Kapitän eine Fehlbesetzung ist, ich sehe das Problem eher in dem von dir schön skizzierten Dilemma. Die Frage die sich halt stellt, bringt er uns so überhaupt noch einen wirklichen Mehrwert auf dem Platz?
Shkiri erlebe ich als taktisch sehr intelligenten, aber auch sehr unauffälligen Spieler mit wenig Zug nach vorne. In gewisser Hinsicht ähnlich wie Hector, er ist auf dieser Position mMn aber klar der bessere Spieler. Was unserem zentralen Mittelfeld bisher schlichtweg abgeht, ist das dynamische Umschalten nach vorne und eine gewisse Aggressivität gegen Ball und Gegner. Dazu geht halt keiner so wirklich voran, setzt mal ein Zeichen. Das von mir erwähnte Zupfen am Trikot von Hector ist eigentlich das beste Beispiel dafür:
Es funktioniert als taktisches Foul zwar meist, aber es rüttelt die Mitspieler nicht wach und wirkt auf die Gegenspieler wie ne Fliege die ein wenig nervig ist. Das kann man auch ohne stark gesundheitsgefährdende Fouls anders lösen, beispielsweise mit einer Grätsche "um den Spieler herum". Der Aufschrei der gegnerischen Fans ist größer, aber in 99% der Fälle steht der Gegenspieler wieder auf (Gelb kriege ich für beides). Das Zeichen an die Mitspieler und auch den Gegner ist enorm, macht Bornauw ja durchaus mal in letzter Reihe.
Wenn ich an Spieler wie Gattuso oder Jeremies denke (um mal die schlimmsten zu nennen
), da konnten die Gegenspieler vermutlich in der Nacht vorm Spiel schon kaum einschlafen beim Gedanken morgen gegen diese Spieler ran zu müssen. Dieses Gefühl habe ich nicht wenn ich an unser zentrales Mittelfeld denke, welches mMn auch nach Corona schon ein elementarer Schwachpunkt in unserem Spiel war nachdem es zuvor beinahe überperformt hatte. Hector ist ein guter Spieler, aber so wie er zuletzt spielt, gehört er nicht in die erste 11 und mMn passt auch die Kombination mit Shkiri zusammen nur bedingt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von E_Levve_Lang am 01.10.2020 um 11:34 Uhr bearbeitet
01.10.2020 - 11:50 Uhr
Zitat von KSKChris
Ich empfinde Hector immer stark, wenn er Aggressivität und Biss in sein Spiel bekommt. Das mag jetzt banal klingen, aber ein Shkiri als Gegenbeispiel spielt seinen Stiefel immer irgendwie solide runter. Der läuft seine 12km, erobert seine Bälle, hat ein gutes Stellungsspiel etc. Hector hingegen muss immer erst den Schalter umgelegt bekommen. Was das bei ihm dann triggert, keine Ahnung. Ich erinnere mich letztes Jahr insbesondere an unsere Turnaround-Spiele gegen B04 und in Frankfurt. Dreckswetter, kalt, Flutlicht, Druck extrem hoch für uns. Da hat der alles, wirklich alles aus sich rausgeholt, hat sich in die Zweikämpfe geschmissen wie kein zweiter, ist vorangegangen. Da hat er mich extrem beeindruckt.
Ich empfinde ihn in seinen Leistungen sehr schwankend. An der Position würde ich das hingegen überhaupt nicht festmachen, denn er hat einen sehr breiten Werkzeugkasten (im positiven, nicht wie Dziwior) und die Qualitäten für viele Positionen und Rollen.
Zitat von LuLuLu
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Also ich mag Hector und er erinnert mich auch an mich selbst vor 10 Jahren und ich glaube auch dass er eigentlich gar kein schlechter Mannschaftskapitän ist. Zumindest ist er immer mannschaftsdienlich und kein Selbstdarsteller.
Dass er nicht der große Leader ist, ist auch klar. Aber so einen brauchste auch nicht immer, wenn nicht sogar manche Unterarten dieses Typus eher schädlich für ein Mannschaftsklima sind. Und welcher Bundesligist hat schon krasse Leadertypen? Ich sehe da wenig von den Typen, die hier immer als Ideal skizziert werden. 2/3 der Bundesligakapitäne sind Boys für mich (auch die über 30) und Deutschland ist das letzte Mal mit so einem sogar Weltmeister geworden.
Wo ich bei Hector eher das Probleme sehe, ist dass er inzwischen den Dziwior-Status bekommt. "Kann irgendwie alles, aber nichts (mehr) so wirklich geil".
Als LV spielt er bei uns keine große Rolle mehr, auch weil wir nen aktuell fitten Horn und mit Katterbach ein großes Talent im Kader haben. Als DM ist er irgendwie kein klassischer, als ZM/OM auch nicht und kommt mir nicht mit "Box to Box". Er wirkt weiterhin wie eine starke "Ersatzlösung", nominell im Vergleich zu den anderen Spieler im Kader. Alles was Hector macht. Die Spezialistenrolle geht ihm ab, er ist fast schon ZU anpassungsfähig, dann aber irgendwie auch nicht explizit für die Aufgaben geschaffen, die er gerade erfüllen soll.
Ich empfinde Hector immer stark, wenn er Aggressivität und Biss in sein Spiel bekommt. Das mag jetzt banal klingen, aber ein Shkiri als Gegenbeispiel spielt seinen Stiefel immer irgendwie solide runter. Der läuft seine 12km, erobert seine Bälle, hat ein gutes Stellungsspiel etc. Hector hingegen muss immer erst den Schalter umgelegt bekommen. Was das bei ihm dann triggert, keine Ahnung. Ich erinnere mich letztes Jahr insbesondere an unsere Turnaround-Spiele gegen B04 und in Frankfurt. Dreckswetter, kalt, Flutlicht, Druck extrem hoch für uns. Da hat der alles, wirklich alles aus sich rausgeholt, hat sich in die Zweikämpfe geschmissen wie kein zweiter, ist vorangegangen. Da hat er mich extrem beeindruckt.
Ich empfinde ihn in seinen Leistungen sehr schwankend. An der Position würde ich das hingegen überhaupt nicht festmachen, denn er hat einen sehr breiten Werkzeugkasten (im positiven, nicht wie Dziwior) und die Qualitäten für viele Positionen und Rollen.
Na eigentlich brauch Hector einfach ne Sonderrolle und nicht einfach die des zweiten DMs neben Skhiri, auch wenn beide wohl unterschiedliche Aufgaben bekommen, so ergänzt sich das, wie Levve schon schrieb, nicht so wirklich gut.
Neben dem an sich sehr guten Verwalter Skhiri brauch man eigentlich nen Antreiber, einer der ständig versucht, defensiv das gegnerische Spiel zu stören und offensiv die Mitspieler zu mobilisieren oder auch selbst man vorne reinprescht (also im Idealfall ein moderner Box-to-Box). Halt einer wie Dorsch, der sich diese Freiheiten einfach nimmt.
Ja, das passt dann in diesen Situationen die Du beschreibst, in denen Hector aufdreht, natürlich schon. Auch wenn sie das technisch könnten, so scheitert es bei Fußballern eben zuletzt auch oft daran, dass sie nicht die Typen dafür sind, sowas 24/7 zu verkörpern.
Hector spielt sehr auf Sicherheit, legt sich den Ball lieber nochmal auf den linken Fuß, spielt eher zurück, als dass er zu viel Risiko eingeht, versucht die Ruhe zu bewahren, weil er eben auch Unkonzentriertheiten im Repertoire hat, wie wir zuletzt sehen konnten.
Für mich ist Hector eigentlich nach wie vor besser auf der Außenbahn aufgehoben, so als Spielertyp. Wenn es nur um technisch-fußballerische Qualität in diesem Sport ging, wär es ja einfach.
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