Fanverhalten in den Stadien
19.08.2006 - 17:43 Uhr
30.09.2008 - 15:06 Uhr
Zitat von Evergreen_Borussia:
Zitat von Emerson:
Ich will das garnicht bewerten, interesiert mich nur.
Würdest du auch pfeifen, wenn einer von euch schauspielert, z.B. um ne Karte zu provozieren oder was auch immer? Oder darf die eigene Mannschaft das? Gehört das also zum Fussball? Wenn man eine Freistoß schindet z.B. Ist's der eigene Spieler hat er es "geschickt gemacht, clever der Kerl", ist ein Gegenspieler ist er ein Betrüger?
Oder geht es generell darum, möglichst Druck auf den Gegner zu machen, ihn nervös zu machen, ihn zu provozieren? Nein, da würde ich nicht pfeifen.
Wenn ich zum Beispiel Faryd Mondragon auspfeife, weil er bei einer 1:0Führung des FC's den Ball zu lange beim Abstoß bei sich hält, dann tue ich dass, weil er meiner Mannschaft ,,schadet'' bzw. die Chance auf den Sieg verkleinert.
Ich pfeife nicht weil es unfair ist, sondern weil es einfach meinem Team schadet.
Wenn Christofer Heimeroth das bei einer Führung machen würde, wäre es ja gut für mein Team, warum sollte ich dann pfeifen?
Letztlich gehe ich ja ins Stadion wegen der Atmosphäre. Ich bin kein "Fan", sondern schau einfach gerne Fussball. Ich finde es toll, wenn die eigene Mannschaft unterstützt wird, gesungen und gejubelt wird. Das ist ein Erlebnis, Gänsehaut, das würde ich gerne meinem Sohn zeigen.
Die Gegenseite gehört auch dazu, sicher. Aber schöner fände ich es, wenn es so fair wie möglich abgeht. Klar ist das naiv, klar hat das mit der Realität nichts zu tun. Es geht mir auch nur um die Richtung, um den Weg, nicht um etwas Absolutes.
Zitat von Evergreen_Borussia:
Das Beispiel ist natürlich nur erfunden, der FC führt selbstverständlich nicht gegen Borussia ;)
Woll'n mers hoffe. ;)
Zitat von Emerson:
Ich will das garnicht bewerten, interesiert mich nur.
Würdest du auch pfeifen, wenn einer von euch schauspielert, z.B. um ne Karte zu provozieren oder was auch immer? Oder darf die eigene Mannschaft das? Gehört das also zum Fussball? Wenn man eine Freistoß schindet z.B. Ist's der eigene Spieler hat er es "geschickt gemacht, clever der Kerl", ist ein Gegenspieler ist er ein Betrüger?
Oder geht es generell darum, möglichst Druck auf den Gegner zu machen, ihn nervös zu machen, ihn zu provozieren? Nein, da würde ich nicht pfeifen.
Wenn ich zum Beispiel Faryd Mondragon auspfeife, weil er bei einer 1:0Führung des FC's den Ball zu lange beim Abstoß bei sich hält, dann tue ich dass, weil er meiner Mannschaft ,,schadet'' bzw. die Chance auf den Sieg verkleinert.
Ich pfeife nicht weil es unfair ist, sondern weil es einfach meinem Team schadet.
Wenn Christofer Heimeroth das bei einer Führung machen würde, wäre es ja gut für mein Team, warum sollte ich dann pfeifen?
Letztlich gehe ich ja ins Stadion wegen der Atmosphäre. Ich bin kein "Fan", sondern schau einfach gerne Fussball. Ich finde es toll, wenn die eigene Mannschaft unterstützt wird, gesungen und gejubelt wird. Das ist ein Erlebnis, Gänsehaut, das würde ich gerne meinem Sohn zeigen.
Die Gegenseite gehört auch dazu, sicher. Aber schöner fände ich es, wenn es so fair wie möglich abgeht. Klar ist das naiv, klar hat das mit der Realität nichts zu tun. Es geht mir auch nur um die Richtung, um den Weg, nicht um etwas Absolutes.
Zitat von Evergreen_Borussia:
Das Beispiel ist natürlich nur erfunden, der FC führt selbstverständlich nicht gegen Borussia ;)
Woll'n mers hoffe. ;)
30.09.2008 - 15:20 Uhr
Zitat von Ailtom:
Zitat von Evergreen_Borussia:
Aber es gibt bestimmte Dinge, die sind im Stadion einfach anders als im echten Leben.
Genau diese Ansicht will nicht in meinen Kopf rein.
Warum gelten innerhalb eines Fußballstadions andere gesellschaftliche Maßstäbe als außerhalb? Ein Fussballstadion galt noch nie als ein Ort, in dem man sich entspannen und in Ruhe das Spiel angucken kann. Dazu gibt es einen Fernseher. Es ist/war schlichtweg gesellschaftlich so verankert, dass ein Fußballstadion dazu dient, seinen Verein lautstark zu unterstützen und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben". Traditionell gesehen, wird die Stimmung in den Stadien immer "schlechter". Früher haben sich, nehmen wir als Beispiel Schalke, die Kohle-Arbeiter in den Stadien versammelt um einerseits ihren Verein zu unterstützen, aber andererseits auch auch ihren Alltagsfrust rauszubrüllen und auch mal "Dampf ab zu lassen". Ein Fußballstadion war noch nie ein Ort an dem mit geordneten Sitten um sich geworfen wurden bzw. war es nie ein Ort, an dem kleine Kinder ihren Wortschatz mit neuen Wörtern auffrischen und/oder tolle Formulierungen aufnehmen können. Dazu dienen dann doch andere Plätze (Kindergarten, Schule etc.), aber nicht das Fußballstadion. Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern und früher als normal geltende Aktionen(Auspfeifen von Spielern, evtl. auch Beschimpfungen) werden zunehmend als "asozial"(was sie auch gewissermaßen sind), dargestellt. Früher war es normal, egal ob Rechtsanwalt oder Minenarbeiter, seine Sitten für 90 Minuten abzulegen und mal richtig "die Sau" rauszulassen. Heutzutage wird einem diese Möglichkeit eben immer weiter genommen, durch wie schon erwähnt, "VIP-Lounges" und auch "Familienblöcke". Ein Stadion soll aber nicht dazu dienen, ein Kind weiterzubilden, wenn es Eltern nicht passt und sie ihren Kindern diese böse Stadion-Atmosphäre nicht zumuten wollen, müssen sie eben zu Hause bleiben. Obwohl, für Kinder ist es bestimmt nicht schlecht, auch mal die "andere Seite" zu sehen.
Zitat von Evergreen_Borussia:
Aber es gibt bestimmte Dinge, die sind im Stadion einfach anders als im echten Leben.
Genau diese Ansicht will nicht in meinen Kopf rein.
Warum gelten innerhalb eines Fußballstadions andere gesellschaftliche Maßstäbe als außerhalb? Ein Fussballstadion galt noch nie als ein Ort, in dem man sich entspannen und in Ruhe das Spiel angucken kann. Dazu gibt es einen Fernseher. Es ist/war schlichtweg gesellschaftlich so verankert, dass ein Fußballstadion dazu dient, seinen Verein lautstark zu unterstützen und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben". Traditionell gesehen, wird die Stimmung in den Stadien immer "schlechter". Früher haben sich, nehmen wir als Beispiel Schalke, die Kohle-Arbeiter in den Stadien versammelt um einerseits ihren Verein zu unterstützen, aber andererseits auch auch ihren Alltagsfrust rauszubrüllen und auch mal "Dampf ab zu lassen". Ein Fußballstadion war noch nie ein Ort an dem mit geordneten Sitten um sich geworfen wurden bzw. war es nie ein Ort, an dem kleine Kinder ihren Wortschatz mit neuen Wörtern auffrischen und/oder tolle Formulierungen aufnehmen können. Dazu dienen dann doch andere Plätze (Kindergarten, Schule etc.), aber nicht das Fußballstadion. Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern und früher als normal geltende Aktionen(Auspfeifen von Spielern, evtl. auch Beschimpfungen) werden zunehmend als "asozial"(was sie auch gewissermaßen sind), dargestellt. Früher war es normal, egal ob Rechtsanwalt oder Minenarbeiter, seine Sitten für 90 Minuten abzulegen und mal richtig "die Sau" rauszulassen. Heutzutage wird einem diese Möglichkeit eben immer weiter genommen, durch wie schon erwähnt, "VIP-Lounges" und auch "Familienblöcke". Ein Stadion soll aber nicht dazu dienen, ein Kind weiterzubilden, wenn es Eltern nicht passt und sie ihren Kindern diese böse Stadion-Atmosphäre nicht zumuten wollen, müssen sie eben zu Hause bleiben. Obwohl, für Kinder ist es bestimmt nicht schlecht, auch mal die "andere Seite" zu sehen.
30.09.2008 - 15:21 Uhr
Jungs, könntet Ihr bitte nur teilweise zitieren, anstatt eure gesammelten Beiträge? Danke, das macht die Sache wesentlich lesbarer ;)
30.09.2008 - 16:36 Uhr
@Ultra_BMG Du hast genau meine Meinung getroffen. Ich frage mich nur wie es in 10 Jahren aussehen soll in den Stadien anstatt den Fans nur noch Werbebanden und gutbezahlte VIP´s.
30.09.2008 - 16:39 Uhr
@Ultra_BMG: Endlich mal einer, der's auf den Punkt bringt! Sehr guter Beitrag, Glückwunsch ;)
30.09.2008 - 17:15 Uhr
Zitat von Evergreen_Borussia:
Zitat von HenrikLarsson:
Ja aber ich hoffe du merkst das du dir gerade deine eigene Argumentation kaputt gemacht hast. Die Grenze des guten Geschmacks zieht eben jeder woanders. Es gibt bestimmt auch leute die Randale und Bengalos im Stadion für eben normal und im Stadion nicht so schlimm ansehen. Ich möchte mein Kind mit ins Stadion nehmen können ohne auf ein paar ***** en hinweisen zu müssen die sich nicht benehmen können. Ich finde aber, man muss da differenzieren, zwischen Gewalttätern und Fans die mal pfeifen/beleidigen.
Erstere gehören nicht in Stadien, weil sie gefährlich sind für alle die friedlich zur Sache gehen.
Pfiffe oder Beleidigungen tun doch niemandem weh. Und jetzt erzähl mir nicht, dass Olli Kahn nach dem Spiel weinend in der Ecke gesessen hat, wenn man ihm Bananen ,,angeboten'' hat.
Allerdings enthemmen böse Beleidigungen und sind für mich die erste Vorstufe zur Gewalt.
Zitat von HenrikLarsson:
Ja aber ich hoffe du merkst das du dir gerade deine eigene Argumentation kaputt gemacht hast. Die Grenze des guten Geschmacks zieht eben jeder woanders. Es gibt bestimmt auch leute die Randale und Bengalos im Stadion für eben normal und im Stadion nicht so schlimm ansehen. Ich möchte mein Kind mit ins Stadion nehmen können ohne auf ein paar ***** en hinweisen zu müssen die sich nicht benehmen können. Ich finde aber, man muss da differenzieren, zwischen Gewalttätern und Fans die mal pfeifen/beleidigen.
Erstere gehören nicht in Stadien, weil sie gefährlich sind für alle die friedlich zur Sache gehen.
Pfiffe oder Beleidigungen tun doch niemandem weh. Und jetzt erzähl mir nicht, dass Olli Kahn nach dem Spiel weinend in der Ecke gesessen hat, wenn man ihm Bananen ,,angeboten'' hat.
Allerdings enthemmen böse Beleidigungen und sind für mich die erste Vorstufe zur Gewalt.
30.09.2008 - 18:00 Uhr
Zitat von Ultra-BMG:
Es ist/war schlichtweg gesellschaftlich so verankert, dass ein Fußballstadion dazu dient, seinen Verein lautstark zu unterstützen
Definitiv.
Zitat von Ultra-BMG:
und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben".
Hier unterscheiden sich unsere Meinungen.
In meinen Augen sollte ein Fan lieber sein eigenes Team unterstützen, als das er den Gegner beleidigt.
Bzw. um das Problem zu präzisieren:
die Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet, ist weniger, dass man die gegnerische Mannschaft auspfeift, sondern dass man am Spiel Unbeteiligte beleidigt.
Seien es nun die Fans des gerade spielenden Gegners, der große Rivale, Dietmar Hopp, die Mütter irgendwelcher Personen oder sonstige Personen.
Zitat von Ultra-BMG:
Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern
Diese Worte gehen wieder in Richtung "guter Fan / schlechter Fan".
Ich kann diese Debatte nicht ausstehen.
Keiner von beiden ist dem anderen in Sachen Fandasein erhaben.
Wer soll denn bestimmen, wer ins Stadion darf und wer nicht?
Warum sollte der Junggeselle "Peter" ins Stadion dürfen, während Familienvater "Karl" mit seinem Kind zuhause vorm Fernseher das Spiel anschauen soll?
Weil schon Peters Vater sich im Stadion entgegen seiner Kinderstube verhalten hat?
Zitat von Ultra-BMG:
Früher war es normal, egal ob Rechtsanwalt oder Minenarbeiter, seine Sitten für 90 Minuten abzulegen und mal richtig "die Sau" rauszulassen. Heutzutage wird einem diese Möglichkeit eben immer weiter genommen, durch wie schon erwähnt, "VIP-Lounges" und auch "Familienblöcke".
Ich zitiere an dieser Stelle den User Axel aus dem Thread "Hopp verklagt Dortmunder"
Zitat von Axel:
wo in den regeln der bundesliga steht denn das die tribünen ein ventil für irgendwelche leute sein sollen?
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich es als bedenklich empfinde, sich bei einer moralisch eher verwerflichen Sache, wie dem beleidigen anderer Leute, auf Tradition zu berufen.
Es ist/war schlichtweg gesellschaftlich so verankert, dass ein Fußballstadion dazu dient, seinen Verein lautstark zu unterstützen
Definitiv.
Zitat von Ultra-BMG:
und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben".
Hier unterscheiden sich unsere Meinungen.
In meinen Augen sollte ein Fan lieber sein eigenes Team unterstützen, als das er den Gegner beleidigt.
Bzw. um das Problem zu präzisieren:
die Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet, ist weniger, dass man die gegnerische Mannschaft auspfeift, sondern dass man am Spiel Unbeteiligte beleidigt.
Seien es nun die Fans des gerade spielenden Gegners, der große Rivale, Dietmar Hopp, die Mütter irgendwelcher Personen oder sonstige Personen.
Zitat von Ultra-BMG:
Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern
Diese Worte gehen wieder in Richtung "guter Fan / schlechter Fan".
Ich kann diese Debatte nicht ausstehen.
Keiner von beiden ist dem anderen in Sachen Fandasein erhaben.
Wer soll denn bestimmen, wer ins Stadion darf und wer nicht?
Warum sollte der Junggeselle "Peter" ins Stadion dürfen, während Familienvater "Karl" mit seinem Kind zuhause vorm Fernseher das Spiel anschauen soll?
Weil schon Peters Vater sich im Stadion entgegen seiner Kinderstube verhalten hat?
Zitat von Ultra-BMG:
Früher war es normal, egal ob Rechtsanwalt oder Minenarbeiter, seine Sitten für 90 Minuten abzulegen und mal richtig "die Sau" rauszulassen. Heutzutage wird einem diese Möglichkeit eben immer weiter genommen, durch wie schon erwähnt, "VIP-Lounges" und auch "Familienblöcke".
Ich zitiere an dieser Stelle den User Axel aus dem Thread "Hopp verklagt Dortmunder"
Zitat von Axel:
wo in den regeln der bundesliga steht denn das die tribünen ein ventil für irgendwelche leute sein sollen?
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich es als bedenklich empfinde, sich bei einer moralisch eher verwerflichen Sache, wie dem beleidigen anderer Leute, auf Tradition zu berufen.
30.09.2008 - 19:05 Uhr
Zitat von Ailtom:
Zitat von Ultra-BMG:
und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben".
Hier unterscheiden sich unsere Meinungen.
In meinen Augen sollte ein Fan lieber sein eigenes Team unterstützen, als das er den Gegner beleidigt.
Bzw. um das Problem zu präzisieren:
die Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet, ist weniger, dass man die gegnerische Mannschaft auspfeift, sondern dass man am Spiel Unbeteiligte beleidigt.
Seien es nun die Fans des gerade spielenden Gegners, der große Rivale, Dietmar Hopp, die Mütter irgendwelcher Personen oder sonstige Personen.
Die gegnerischen Fans sind wohl kaum unbeteiligt, außerdem in welchen Fangesang wird denn ausdrücklich der gegnerische Fan beleidigt? Ich kenne nur Lieder, in denen es heißt zB Gladbach und der FC Köln Ihr… Ob sich das gegen Fans, Mannschaft, Verein oder gar die Stadt richtet wird nicht besungen ;) Sicher ist alles davon gemeint aber man kann so was (ob man es gut findet oder nicht) nicht gezielt gegen die Fans deuten.
Auch Dietmar Hopp ist nicht unbeteiligt. Wie immer er sich nennen mag, er ist so was wie Manager oder Präsident (auf jeden Fall ein Vereinsoffizieller), als solcher ist er (mit-) verantwortlich für die Hoffenheimer Mannschaft und warum soll er ein Sonderrecht haben und nicht gegen ihn gesungen werden? Die Gebrüder Hoeneß bekommen auch so manches ab und heulen nicht so rum…
Beim großen Rivalen OK… Sicher nicht angebracht wenn Aachen gegen Wehen spielt, dann was gegen Köln zu singen, aber was wäre der Fussball ohne Rivalitäten? Grade dieses Anstacheln auch in anderen Spielen sorgt doch für die Stimmung, die aufkommt wenn es dann zum Derby bzw. zum „Hassduell“ kommt.
Bei den Müttern geb ich dir Recht! Sicher kann man einen Schiri oder gegnerische Spieler beleidigen aber dann bitte direkt und nicht über deren Eltern. Die können nichts dafür das der Sohnemann spielt wie die letzte Sau oder Tomaten auf den Augen hat ;)
Zitat von Ailtom:
Zitat von Ultra-BMG:
Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern
Diese Worte gehen wieder in Richtung "guter Fan / schlechter Fan".
Ich kann diese Debatte nicht ausstehen.
Keiner von beiden ist dem anderen in Sachen Fandasein erhaben.
Wer soll denn bestimmen, wer ins Stadion darf und wer nicht?
Warum sollte der Junggeselle "Peter" ins Stadion dürfen, während Familienvater "Karl" mit seinem Kind zuhause vorm Fernseher das Spiel anschauen soll?
Weil schon Peters Vater sich im Stadion entgegen seiner Kinderstube verhalten hat?
Wer das bestimmt? Die Gesellschaft…
Früher waren wie hier schon gesagt andere Leute in den Stadion, der Umgangston war rauer usw.
Das alles ändert sich, durch die Familien und Business Plätze in den Stadien. Diese regen sich auf über den Umgangston der „Assis“ und es kommt immer mehr zu verboten.
Mitlerweile sind (völlig zurecht) radikale Äußerungen sowie Bengalos / Rauchbomben in den Stadien verboten. Wer dagegen verstößt bekommt Stadionverbot. Nur was ist in 5-Jahren? Ist dann auch das ***** verboten? Bekomm ich dann Stadionverbot wenn ich mich mal aufrege?
Alle werden wir wohl nicht glücklich, entweder beschwert sich der Ultra / „normale“ Fan über zu viele „Beschneidungen“ oder der VIP / Familienvater über den rauen Ton.
So und jetzt rate mal wer wohl bleiben darf, weil er zahlungskräftiger ist…
Also wer bestimmt wer ins Stadion darf? Das Geld, was sehr schade ist, denn der Grund warum der Fussball so erfolgreich ist, ist das jeder gleich ist (eher war) im Stadion.
In diesem Sinne hoffen wir das es sich irgendwann totläuft und viele ihr Interesse am Fussball verlieren, weil dann auch Sponsoren und VIP’s sich zurück ziehen ;)
PS: @ Ultra-BMG vielen Dank für deinen Post. Ich glaub ich war noch nie so sehr einer Meinung mit einen Gladbacher :D
Zitat von Ultra-BMG:
und gegebenfalls auch die Aktionen der gegnerischen Mannschhaft niederzupfeifen, bedingt gehörte es auch zur Normalität, einem Spieler dabei noch das ein oder andere ungesittete Wort "mitzugeben".
Hier unterscheiden sich unsere Meinungen.
In meinen Augen sollte ein Fan lieber sein eigenes Team unterstützen, als das er den Gegner beleidigt.
Bzw. um das Problem zu präzisieren:
die Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet, ist weniger, dass man die gegnerische Mannschaft auspfeift, sondern dass man am Spiel Unbeteiligte beleidigt.
Seien es nun die Fans des gerade spielenden Gegners, der große Rivale, Dietmar Hopp, die Mütter irgendwelcher Personen oder sonstige Personen.
Die gegnerischen Fans sind wohl kaum unbeteiligt, außerdem in welchen Fangesang wird denn ausdrücklich der gegnerische Fan beleidigt? Ich kenne nur Lieder, in denen es heißt zB Gladbach und der FC Köln Ihr… Ob sich das gegen Fans, Mannschaft, Verein oder gar die Stadt richtet wird nicht besungen ;) Sicher ist alles davon gemeint aber man kann so was (ob man es gut findet oder nicht) nicht gezielt gegen die Fans deuten.
Auch Dietmar Hopp ist nicht unbeteiligt. Wie immer er sich nennen mag, er ist so was wie Manager oder Präsident (auf jeden Fall ein Vereinsoffizieller), als solcher ist er (mit-) verantwortlich für die Hoffenheimer Mannschaft und warum soll er ein Sonderrecht haben und nicht gegen ihn gesungen werden? Die Gebrüder Hoeneß bekommen auch so manches ab und heulen nicht so rum…
Beim großen Rivalen OK… Sicher nicht angebracht wenn Aachen gegen Wehen spielt, dann was gegen Köln zu singen, aber was wäre der Fussball ohne Rivalitäten? Grade dieses Anstacheln auch in anderen Spielen sorgt doch für die Stimmung, die aufkommt wenn es dann zum Derby bzw. zum „Hassduell“ kommt.
Bei den Müttern geb ich dir Recht! Sicher kann man einen Schiri oder gegnerische Spieler beleidigen aber dann bitte direkt und nicht über deren Eltern. Die können nichts dafür das der Sohnemann spielt wie die letzte Sau oder Tomaten auf den Augen hat ;)
Zitat von Ailtom:
Zitat von Ultra-BMG:
Doch durch die immer größeren "Langnese-Familien-Blocks" und auch die immer weiter wachsenden "VIP-Louges" wird versucht in Stadien die Atmosphäre grundlegend zu verändern
Diese Worte gehen wieder in Richtung "guter Fan / schlechter Fan".
Ich kann diese Debatte nicht ausstehen.
Keiner von beiden ist dem anderen in Sachen Fandasein erhaben.
Wer soll denn bestimmen, wer ins Stadion darf und wer nicht?
Warum sollte der Junggeselle "Peter" ins Stadion dürfen, während Familienvater "Karl" mit seinem Kind zuhause vorm Fernseher das Spiel anschauen soll?
Weil schon Peters Vater sich im Stadion entgegen seiner Kinderstube verhalten hat?
Wer das bestimmt? Die Gesellschaft…
Früher waren wie hier schon gesagt andere Leute in den Stadion, der Umgangston war rauer usw.
Das alles ändert sich, durch die Familien und Business Plätze in den Stadien. Diese regen sich auf über den Umgangston der „Assis“ und es kommt immer mehr zu verboten.
Mitlerweile sind (völlig zurecht) radikale Äußerungen sowie Bengalos / Rauchbomben in den Stadien verboten. Wer dagegen verstößt bekommt Stadionverbot. Nur was ist in 5-Jahren? Ist dann auch das ***** verboten? Bekomm ich dann Stadionverbot wenn ich mich mal aufrege?
Alle werden wir wohl nicht glücklich, entweder beschwert sich der Ultra / „normale“ Fan über zu viele „Beschneidungen“ oder der VIP / Familienvater über den rauen Ton.
So und jetzt rate mal wer wohl bleiben darf, weil er zahlungskräftiger ist…
Also wer bestimmt wer ins Stadion darf? Das Geld, was sehr schade ist, denn der Grund warum der Fussball so erfolgreich ist, ist das jeder gleich ist (eher war) im Stadion.
In diesem Sinne hoffen wir das es sich irgendwann totläuft und viele ihr Interesse am Fussball verlieren, weil dann auch Sponsoren und VIP’s sich zurück ziehen ;)
PS: @ Ultra-BMG vielen Dank für deinen Post. Ich glaub ich war noch nie so sehr einer Meinung mit einen Gladbacher :D
30.09.2008 - 20:20 Uhr
Beteiligt bedeutet bei mir, dass diese Person durch direktes Eingreifen einen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen kann.
Dies betrifft insgesamt 25 Personen.
11 bzw. 14 dieser Personen kann man auspfeifen (um sie z.B. einzuschüchtern), ist zwar auch nicht mein Metier, aber damit habe ich nur ein geringes Problem.
Wenn sich allerdings diverse Beleidigungen gegen Unbeteiligte richten, verstehe ich den Sinn des Fandaseins nicht mehr.
Denn darum ging es den "früheren" Fans (auf die sich ja ganz gerne berufen wird) bestimmt nicht.
Die hatten ihre Existenz als Fan darauf gestützt, den eigenen Verein bzw. die eigene Mannschaft zu unterstützen, nicht den Gegner zu beleidigen.
-------------
Ich wiederhole mich hier gerne.
Warum sollten die "normalen Fans" ein größeres Recht auf einen Stadionbesuch haben als andere?
Weil ihre Väter sich wie "Asis" verhalten haben?
Hat "Peter", dessen Vater schon vor 40 Jahren im Stadion getrunken und gepöbelt hat, ein größeres Recht im Stadion zu sein, als "Christian", dessen Vater Akademiker ist und in 40 Jahren auf 4-5 Stadionbesuche, in denen er seine Manieren nicht am Stadioneingang abgegeben hat?
Zitat von tsv1900ev:
Also wer bestimmt wer ins Stadion darf? Das Geld, was sehr schade ist, denn der Grund warum der Fussball so erfolgreich ist, ist das jeder gleich ist (eher war) im Stadion.
Trotzdem stellen sich die "traditionellen" Fans immer wieder über die "neuen" Fans.
Zitat von tsv1900ev:
In diesem Sinne hoffen wir das es sich irgendwann totläuft und viele ihr Interesse am Fussball verlieren, weil dann auch Sponsoren und VIP’s sich zurück ziehen
Dann ist der Fußball, wie du ihn heute kennst, aber bald Geschichte.
Dann kommt man nicht mehr "für 7 Euro auf die Süd", weil der Herr Hoeness den Spielverderbern in der Loge nicht mehr das Geld aus der Tasche ziehen kann.
Dies betrifft insgesamt 25 Personen.
11 bzw. 14 dieser Personen kann man auspfeifen (um sie z.B. einzuschüchtern), ist zwar auch nicht mein Metier, aber damit habe ich nur ein geringes Problem.
Wenn sich allerdings diverse Beleidigungen gegen Unbeteiligte richten, verstehe ich den Sinn des Fandaseins nicht mehr.
Denn darum ging es den "früheren" Fans (auf die sich ja ganz gerne berufen wird) bestimmt nicht.
Die hatten ihre Existenz als Fan darauf gestützt, den eigenen Verein bzw. die eigene Mannschaft zu unterstützen, nicht den Gegner zu beleidigen.
-------------
Ich wiederhole mich hier gerne.
Warum sollten die "normalen Fans" ein größeres Recht auf einen Stadionbesuch haben als andere?
Weil ihre Väter sich wie "Asis" verhalten haben?
Hat "Peter", dessen Vater schon vor 40 Jahren im Stadion getrunken und gepöbelt hat, ein größeres Recht im Stadion zu sein, als "Christian", dessen Vater Akademiker ist und in 40 Jahren auf 4-5 Stadionbesuche, in denen er seine Manieren nicht am Stadioneingang abgegeben hat?
Zitat von tsv1900ev:
Also wer bestimmt wer ins Stadion darf? Das Geld, was sehr schade ist, denn der Grund warum der Fussball so erfolgreich ist, ist das jeder gleich ist (eher war) im Stadion.
Trotzdem stellen sich die "traditionellen" Fans immer wieder über die "neuen" Fans.
Zitat von tsv1900ev:
In diesem Sinne hoffen wir das es sich irgendwann totläuft und viele ihr Interesse am Fussball verlieren, weil dann auch Sponsoren und VIP’s sich zurück ziehen
Dann ist der Fußball, wie du ihn heute kennst, aber bald Geschichte.
Dann kommt man nicht mehr "für 7 Euro auf die Süd", weil der Herr Hoeness den Spielverderbern in der Loge nicht mehr das Geld aus der Tasche ziehen kann.
30.09.2008 - 22:39 Uhr
@Ailtom
Sehr passende Posts. Hätte ich nicht besser sagen können.
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