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David Wagner
Geburtsdatum 19.10.1971
Alter 54
Nat. Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Funktion Leiter der Nachwuchsabteilung
Akt. Verein RB Leipzig

David Wagner [ehem. Trainer]

09.05.2019 - 21:25 Uhr
Zeige Ergebnisse 101-110 von 272.
David Wagner [ehem. Trainer] |#101
19.05.2020 - 15:26 Uhr
Zitat von Frechinho

Baumgart ist doch das perfekte Beispiel, dass man auch als Trainer einer Gurkentruppe zeigen kann, was für ein guter Trainer man ist. Und wie macht er das? Nicht indem er rumdarmstadtet, sondern indem er seine Spieler zum kicken animiert. Das würde ich mir einfach wünschen, Tabellenplatz ist dann echt erstmal zweitrangig.
Vielleicht wird es ja bald besser.


Ein Parade-Beispiel dafür, wie überhöht man andere Trainer sieht und wie schlecht den eigenen. Rein nach dem Motto "Die Kirschen vom Nachbarn schmecken immer besser" oder so.

Hier mal ein Zitate aus dem Paderborn-Forum:
"Ich sehe den SCP bis jetzt wie nen Absteiger spielen. Also wirklich viel traue ich denen momentan nicht mehr zu.
Da ist es auch egal, ob das hier alles Wundertütenspiele sind. Für mich sieht absoluter Siegeswille irgendwie anders aus."
"Ja, nach vorne mau hinten auch nicht das wahre. 3x Glück einmal augen-zuhalten "
"Das Spiel wirkte irgendwie wie ein Testkick kurz vor Saisonstart. Alles sehr verhalten. Als wolle keiner eine Verletzung riskieren.
Nächste Woche muss da eindeutig mehr kommen."
"Das Spiel war echt nicht gut, ich denke wir sollten die 2.Liga Planungen ehr ins Auge fassen und in den letzten Spielen einfach nochmal Gas geben und am Ende schauen was rausspringt"
"Zum Spiel: Offensiv absolut Katastrophe, außer die Chance von Jimmy war gar nichts. Von unserer Spielweise habe ich gar nichts gesehen. Mit den 3 Aluminiumtreffern Glück gehabt."

Nicht falsch verstehen: Wie schon geschrieben halte ich Baumgart, genau wie Kohfeldt, für einen guten Trainer aber diese Überhöhungen des fremden ist so typisch. Kohfeldt hat "super Offensivkonzepte", Baumgart "darmstadtet" nicht herum und Wagner ist gleichzeitig die größte Graupe. Versucht doch mal euch in eine etwas entfernte Perspektive zu versetzen und dann Wagner ebenso fair zu bewerten, wie die anderen Trainer.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Allerwelt am 19.05.2020 um 15:26 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#102
19.05.2020 - 21:56 Uhr
Zitat von kasai

Zitat von kuzorra

Zitat von RGB277740

Zitat von Runaway

Ich bin zwar kein Fan von Roger Schmidt, hätte mit dem aber grundsätzlich kein Problem. Aber der könnte ja mal so gar nicht seinen Fußball mit unserem Kader umsetzen....


Bin immer wieder überrascht, wo manche ihre Erkenntnisse herholen, wenn die Antworten, die gegenteiliges Aussagen, doch offen liegen.

Mit Raman, Matondo, Harit, Serdar, Mascarell, Stambouli, Sane, Kenny (usw.) hätte er mehr als nur ein paar potenzielle Spieler für seine Vorstellung vom Spiel, die bereits offengelegt haben, dafür in Frage zu kommen.

Schließlich hat man phasenweise recht ähnlichen Fussball unter Wagner gespielt innerhalb der Hinserie und da sind so einige aufgeblüht.

Viele waren ja auch im Glauben, sogar beinahe zwei jahrelang, die Mannschaft/Kader wäre spielerisch nicht all zu mehr in der Lage unter Tedesco.



Raman, Serdar, Mascarell, Stambouli, Sane, Kenny, Kabak, Mac Kennie, Caliguri hätten aber aus Verletzungsgründen auch Herrn Schmidt gefehlt, oder legst du einfach die Hand auf und gut ist? Und ob diese Spieler so auch noch in Zukunft bei uns spielen weiß man auch nur wenn man neben Handauflegen, auch noch die Glaskugel beherrscht.
Schalke Fans betreiben seit Jahren die Diskussion mit der Grundlage unter einem anderen ist alles besser und das stets im Glauben, das es nur ein Zahnrad ist wo es Probleme gibt. Ich denke da steckt mehr hinter als nur das Zahnrad Trainer. Für mich ist es eine mischung aus durch fehlendes Geld zu viele Baustellen im Kader und der darraus resultierenden schwirigen Zusammensetzung des Kaders, dazu kommt das wir nunmal keinen Magier als Trainer haben der der auf alles Reagieren kann und selbst bei falscher Kaderzusammensetzung noch Punkte holt on mass (Das erwarte ich auch nicht von einem Trainer) zudem kommen immer wieder größere Verletzungen und das natürliche Risiko das Junge Spieler Patzen oder ein Formtief haben. Das problem ist derzeit, das es nichts gibt was diesen Trend dauerhaft stoppen kann mit unseren Mitteln und Möglichkeiten, auch nicht der Kommentar auf die eigene Jugend setzen. Das zu ändern bedarf andere dinge als einen Stumpfen Trainerwechsel aber solange es 3 Monate klappt bei neuen Trainer wird der Schalke Fan das gerne verdrängen um im Anschluss lieber wieder den Trainer von hof zu jagen.


So wie sie jemanden Dinge unterstellen?

Was ihr beide euch das zusammengebastelt habt geht nicht nur am Thema vorbei, man wird auch noch ohne jegliche Anhaltspunkte in eine Schublade gesteckt - Chapeu.

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Das Thema war : Ist der Kader potenziell für einen Roger Schmidt ausgelegt. Es gab zwei Seiten, der eine ".. mal so gar nicht" und der andere ".. Es gibt einige potenzielle bis prädestinierte Spieler".

Als Grundlage für diese Erkenntnisse gab ich den Zeitraum der Hinrunde an, als man eine ähnliche Spielweise auf dem Platz brachte und sich dadurch einige Spieler im Kader herauskristallisierten die sich entweder dem anpassen konnten oder sogar drüber hinaus regelrecht aufblühten. Und da wurde man positiv überrascht, wie viele Spieler es doch sind, die man auf dieser Art von Spielweise mitnehmen kann.


Weitere Grundlage war der beschriebene Weg bzw. die Philosophie und die damit verbundene Kaderplanung von Schneider, die der Klub in Zukunft bekommen soll.
Da war es wenig überraschend, dass Schmidt wohl dem engeren Kandidatenkreis angehörte.

Nochmal, wir haben mehr Spieler im Kader als viele hier es gedacht hätten, mit denen man solch eine Spielweise angehen hätte können. Das hat die Hinrunde bewiesen.

Wir sind mit der Philosophie noch nicht einmal ein Jahr vertraut, wir befinden uns in der Anpassungzeit.
Von einer Optimierung sind wir noch Jahre entfernt. Ich weiß nicht was Runaway da von mir wollte.

Wagner kam nicht mit einer Philosophie, ihm wurde sie vom Klub vorgegeben. Wie weiter oben erwähnt, gab Schneider hier eine klare und deutliche Richtung an.
Der Klub trägt ein klares Konzept, ausgerichtet auf eine zukünftig angepeilte Spielweise. Die sich vom Jugendbereich, Ernährungsbereich usw. bis in die Kaderplanung erstrecken soll. Der Trainer, der solch eine Spielidee am ehesten & besten umsetzen kann wird eingestellt. Und zu dieser hätte auch Schmidt gepasst, deshalb war er ja auch Kandidat, ebenso wie Wagner.

Und darum ging es, Schmidt passt zur Philosophie des Klubs und könnte aufgrund der Erkenntnisse innerhalb der Hinrunde mit dem Kader bereits einiges anfangen. Wagner hat es doch offenbart, dass man mit diesen Spielstil mit einigen in der Truppe was hinlegen kann.


Das man nicht in einigen Monaten auf einem der Klub-Philosophie erichteten Kader sitzen wird, worüber reden wir hier? Natürlich nicht. Ebenso das es sehr stolperig wird, da der Kader noch nicht einmal in der Breite dafür ausgelegt ist.

Für Wagner und Schmidt stellt der Kader aber beinah ähnliche Umstände oder Widrigkeiten dar, denn beide würden hier ähnliche Ziele verfolgen müssen.

Wenn man es nach Runaways Logik oder Argumentation beurteilten würde, hätte Schalke einfach keinen Trainer einstellen dürfen. Denn weder für Wagner noch für Schmidt wäre der Kader (Stand:Sommer) tauglich für diese Art des Spiels gewesen, nun hat man aber Erkenntnisse, dass einige im Kader dafür "tauglich" sind, also Schlussfolgerung : Diese Aussage "... mal so gar nicht" ist an den Haaren herbeigezogen.

Ohje.

Ich habe nur einwerfen wollen, dass ein Schmidt ebenso passen würde wie ein Wagner. Denn Schmidt besitzt ebenso die Kenntnisse und Fähigkeiten die vorgebene Spielweise umsetzen zu können wie Wagner es tat. Beide passen zur Philosophie des Klubs. Und hinzugefügt habe ich, dass aufgrund Wagners bisheriger Zeit, es die Erkenntniss gibt, dass der Kader nicht mehr so dramatisch so betrachten ist, wie man es vielleicht vor dem Sommer noch tat.

PS:

Ich beteilige mich hier bestimmt nicht an eine Trainer-Diskussion. Ich messe Wagner an den von Schneider vorgebenen Zielen, und da hat er in der Hinrunde großartiges geleistet - betreffend spielerische Entwicklung. Der Umstand in der Rückrunde war Katastrophe, so dass eine Beurteilung unfair wäre.
Da der Kader, und die aufgrund von Ausfällen ständige Rotation und angeschlagene Form von Rückkehrern gar nicht in der Lage war an diese Entwicklung anzuknüpfen. Mit etwas Abstand, wie durch Corona-Pause, hätten einige mal zu dieser Einsicht kommen können.

Aber ich übe Kritik, und da bietet Wagner nunmal einige Angriffsflächen. Und das finde ich gehört auch dazu, in Erfolgszeiten wie in weniger erfolgreichen Zeiten. Wie meine viele Seiten zuvor angesprochene Kritik bzgl. der desolaten Verfassung seiner Spieler nach der Pause.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RGB277740 am 19.05.2020 um 22:10 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#103
20.05.2020 - 07:44 Uhr
Zitat von mczbot
Hier könnte Guardiola als Cheftrainer mit Zidane als Co auf der Bank sitzen und der Fussball würde nicht groß anders aussehen.


Halte ich, mit Verlaub, für völligen Unfug. Die Vergangenheit hat schon so oft gezeigt, dass Mannschaften unter anderen Trainern "plötzlich" gänzlich anderen Fußball anbieten. Man muss ja nun auch wahrlich nicht so tun als hätte man ausschließlich Holzfüße im Team. Das Abwehrzentrum mit Leuten wie Kabak, Todibo, Nastasic und Stambouli hat spielerisch extrem hohes Niveau, Kenny ist mit Ball am Fuß auch nicht gerade schwach. Zudem hat man auch mit Serdar, Harit oder McKennie weitere richtig gute Fußballer. Ein Uth konnte durchaus was mit dem Ball anfangen, für Kutucu gilt dies mit Sicherheit auch.

Zitat von mczbot
Der Wagner wird nicht zum Schubert gegangen sein und ihm ins Ohr geflüstert haben, dass er doch bitte an jedem hohem Ball vorbeigreifen möge. Er wird auch nicht dem Wes gesagt haben, dass er jeden Vorwärtspass über mehr als 2 Meter auf den gegnerischen Fuss bringen soll. Im übrigen hat der Wagner auch nicht dafür gesorgt, dass sich stets unsere Schlüsselspieler verletzen.


Hat er sicherlich nicht, und dennoch hat er an all diesen Punkten seinen Anteil. Die Baustelle im Tor hat man sich selbst geschaffen, indem man vor der Saison blind auf Nübel gesetzt und noch auf eine Verlängerung gehofft hat. Man hat ihn ja sogar zum Kapitän ernannt. Dabei wusste jeder seit etlichen Monaten, dass Nübel bei den Bayern im Wort steht. Es ist insofern nicht so, dass diese Situation nun ohne Vorwarnung eingetreten ist. Dennoch steht am Ende ein lustiges Wechselspielchen im Tor, bei dem nun beide Schlussmänner verunsichert scheinen.

Dass McKennie keine Vorwärtspässe über mehr als zwei Meter spielen kann, das glaube ich schlichtweg nicht. Insofern gibt es da zwei mögliche Begründungen. Entweder fehlt es völlig an Abstimmung und Konzepten im Spielaufbau oder aber der Spieler ist verunsichert. Beides fällt schlussendlich auch in den Verantwortungsbereich des Trainers.

Die Verletzungen etlicher Schlüsselspieler sind natürlich ärgerlich und ich gehe da völlig mit, dass die Verletzungen einen großen Anteil an der schlechten Entwicklung in den letzten Monaten haben. Aber auch hier bleiben zwei Fragen offen. Sind einige der Verletzungen möglicherweise auf Belastungssteuerung, Trainingsarten etc. zurückzuführen? Grundsätzlich sind Trainer hiervon selten völlig freizusprechen, wenn ich den Punkt auch nicht überbewerten möchte. Zum anderen zeichnen sich sehr gute Trainer meines Erachtens dadurch aus, dass sie ein Konzept vorgeben, in welchem sich selbst die Ersatzspieler schnell einfügen und gewissermaßen "überperformen" können. Natürlich geht das immer nur über einen begrenzten Zeitraum und natürlich macht sich ein Qualitätsabfall immer bemerkbar und auch generelle Abläufe bleiben zwangsläufig auf der Strecke. Nichtsdestotrotz bleibt unterm Strich festzuhalten, dass der Wegfall von ein paar Schlüsselspieler nicht ansatzweise aufgefangen werden konnte. Dies liegt auch am Trainer, dessen Offensivkonzept schon in der Hinrunde hauptsächlich aus Einzelaktionen von einem Schlüsselspieler wie Harit bestand.

Zitat von mczbot
Wie viele Trainer haben sich hier die Zähne ausgebissen in den letzten Jahren? Ein Breitenreiter, ein Keller, ein Di Matteo, ein Weinzierl, ein Stevens, ein Tedesco und stand jetzt auch ein Wagner konnten die immergleichen Probleme nicht Dauerhaft beheben. Nach einer Honeymoonphase die mal kürzer und mal länger war, gab es am Ende immer den gleichen einfallslosen Standfussball. Und wenn so viele unterschiedliche Trainer mit unterschiedlichsten Herangehensweisen am Ende immer aufs gleiche Ergebniss kommen, sollte man doch vielleicht hinterfragen ob man nicht eher ein größeres strukturelles Problem hat und es nicht immer auf unfähige Trainer schieben.


Strukturelle Probleme hat man sicherlich und sicherlich wirken diese sich schlussendlich auf den angebotenen Fußball aus. Auf die Art und Weise wie man Fußball spielt, hat dies jedoch nur marginalen Einfluss. Ich sehe auch nicht was Trainer wie Breitenreiter, Keller oder Di Matteo mit der aktuellen Lage zu tun haben sollten. Die hatten gänzlich andere Mannschaften. Insofern ist es doch völlig unsinnig diese heranzuziehen, will man beurteilen was mit der aktuellen Mannschaft möglich wäre.

Insgesamt zeigt die Auflistung an Trainern aber sehr schön was eines der Probleme der letzten Jahre war, nämlich schlicht die Trainerauswahl. Wenn man stets auf verwaltende und destruktive Trainer setzt, so braucht sich niemand wundern, wenn man am Ende des Tages genau solchen Fußball geboten bekommt. Man muss sich ja nur mal anschauen was die Trainer nach Schalke erreicht haben... Di Matteo immerhin 12 Spiele mit 10 Punkten bei Aston Villa. Breitenreiter bei Hannover in 66 Spielen mit 1,17 Punkten im Schnitt und schlussendlich dem mitverschuldeten Abstieg. Keller hatte bei Union Berlin mit 1,7 Punkten im Schnitt eine gute Zeit, mehr aber auch nicht. Bei Ingolstadt und aktuell Nürnberg sind die Quoten unterirdisch. Weinzierl hat Stuttgart letzte Saison komplett zugrunde gerichtet und Stevens war sowieso nur ein Interimscoach und nie für schönen offensiven Fußball bekannt. Tedesco bei Spartak Moskau ist bislang kaum zu bewerten, die Ergebnisse dort sind aber auch nicht mehr als ok und die Offensive auch dort ein Problem.

Bei Wagner wusste man doch eigentlich im Vorfeld auch sehr genau was man bekommt, und nein, das war ganz sicher nicht das geniale offensive Konzept, welches zu begeisterndem Fußball führt. Ich zitiere mich da mal selbst auszugsweise aus meinen Beiträgen in diesem Forum, da ich Wagner seit langer Zeit verfolge (05.04.19 und 10.05.2019):

"...Es war viel eher die offensive Ideenlosigkeit, die einen als Zuschauer manches Mal schier verzweifeln ließ...Man hatte ein gut funktionierendes Pressing, mit dem Ball am Fuß wusste man aber herzlich wenig anzufangen...Als Fan vermisste man eine Entwicklung, eine Spielkultur, die dem Team vermittelt wurde. Wenn auch auf bekanntlich schlechtem Untergrund in der Roten Erde, so hätte man sich etwas mehr Fußball und weniger Augenmerk rein auf Pressing und Kampf gewünscht....Schön anzuschauen war es demnach selten...Meinem Eindruck zufolge hat sich Wagner aber zunehmend schwerer getan je mehr die gegnerischen Mannschaften an diese Art des Fußballs (starkes Gegenpressing) gewöhnt waren, da unter ihm die klaren Strukturen und die Weiterentwicklung im Spiel mit Ball fehlten....Unterm Strich ist Wagner in meinen Augen kein schlechter Trainer, ich habe allerdings meine Zweifel ob er sich in der Bundesliga, und dem dort weit verbreiteten Pressing, von anderen Trainer abzuheben vermag. Insofern würde Wagner zwar zur "RB-Idee" und somit womöglich auch Schneider passen, nun aber nach Tedesco einen weiteren Trainer zu implementieren, bei dem offensive Armut und fehlende Kreativität droht, das würde ich für einen Fehler halten...Ich denke, dass Wagner in der Lage ist euch zunächst mal aus der aktuellen Tristesse herauszuholen. Ich bin überzeugt, dass er eure Mannschaft wieder zu einer Einheit formen kann und auch, dass er mit dem offensiven Pressing in der Lage sein könnte, bei euch schnell eine Anfangseuphorie zu entwickeln. Ich bin mir sicher, dass er damit sehr früh punkten kann und man als Zuschauer wieder die Leidenschaft und das Feuer innerhalb der Mannschaft zu spüren bekommen wird. Ich denke, dass allein das nach der aktuellen Spielzeit schon zwei wichtige Punkte sind: Die Mannschaft zu einen und die Fans wieder zu euphorisieren....Allerdings sehe ich bei Wagner, wie in dem zitierten Beitrag angesprochen, wenig Lösungen im Offensivspiel. Hier könnte die mangelnde Kreativität (insbesondere wenn man von Abgängen von Bentaleb und Harit ausgeht) ein Problem werden. Diesbezüglich muss man aber natürlich abwarten wie sich der Kader zur neuen Saison entwickeln wird, das ist bisher ja kaum absehbar. ...Unterm Strich ist Wagner sicherlich kein schlechter Fang. Er hat die Fähigkeiten euch erstmal wieder in die Spur zu bekommen und ist in der Lage ergebnisorientierten Fußball abzuliefern. Ich habe nur starke Zweifel ob er euch auf Dauer spielerisch und somit insbesondere im Offensivspiel weiterentwickeln kann, was nach Tedesco meiner Meinung nach zwingend nötig wäre. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass nach einem begeisternden Start die Anfangseuphorie mehr und mehr absackt, da wenig weitere Entwicklung neben dem starken Pressing zu sehen ist...."

Zitat von mczbot
Vielleicht liegen die Probleme ja eher im Recruiting, auf dem Vereinskonto und vor allem auch bei der realitätsfernen Erwartungshaltung der Fans. Im übrigen alles Probleme die zur Zeit von Herrn Schneider angegangen werden. Oder wir könnten doch einfach wieder den Trainer absägen und den nächsten Heilsbringer installieren. Diesmal klappt es bestimmt! Vielleicht lässt der neue ja auch Kutucu spielen, lässt Burgstaller nur noch das Kabinenklo putzen und bringt dem McKennie in einem Schnellkurs bei Pässe an den eigenen Mann zu bringen. Dann schaut man auch mal gerne wieder Schalke - bis zum nächsten Formtief und Trainerwechsel versteht sich.


Diese angeblich so realitätsferne Erwartungshaltung kann ich nicht mehr hören... Hat hier irgendwann ernsthaft vor der Saison die Champions League Qualifikation erwartet? Nein. Dabei wäre einzig das optimistisch gewesen. Dass man um die europäischen Plätze mitspielt, das muss mit dem Kader erwartet werden können, auch wenn die letzte Saison derart miserabel verlief. Dass die jedoch nicht das Leistungsvermögen widerspiegelte, sollte jedem bewusst sein. Was man gemeinhin vor der Saison erwartet hat, das waren drei Punkte:

1) Wieder mehr Leidenschaft (die wurde anfangs entfacht, scheint aber mit fortlaufender Dauer immer weiter abzusacken)
2) Einsatz von Talenten, optimalerweise aus der Knappenschmiede (kann man unterschiedlich beurteilen. Persönlich hätte ich mir für Talente wie Kutucu mehr Spielzeit erhofft und erwartet, der generelle Altersschnitt ist aber natürlich schon sehr niedrig)
3) Eine spielerische Entwicklung (die letzten Jahre waren in der Hinsicht sehr trist und insbesondere unter Tedesco war der Fußball zuletzt immer weniger anschaulich. Umso mehr hoffte man durch Wagner auf einen Umschwung. Unterm Strich steht für mich aber kaum eine Entwicklung. In der Anfangsphase hat das verbesserte Pressing ein paar Löcher beim Gegner eröffnet und ein überragender Harit viele Szene kreiert. Mit fortlaufender Dauer jedoch ist davon immer weniger zu sehen. Man hat aus den letzten 8 Bundesligaspielen ganze zwei Tore bei 19 Gegentoren erzielt, das kann man kaum beschönigen. Hinzu kommt dann, dass man das Derby mit der traurigsten Derby-Vorstellung der vergangenen Jahre in den Sand gesetzt hat, obwohl der Gegner massiv ersatzgeschwächt war.)

Unterm Strich ist der Trend der Rückrunde unter Wagner einfach derart negativ, dass Kritik absolut berechtigt ist. Ob man daraus nun folgert, dass Wagner (nach der Saison) abgesetzt gehört, das vermag ich nicht zu beurteilen. Dieses Szenario aber als gänzlich unsinnig darzustellen, das liegt mir absolut fern, zumal ja noch einige Spiele zwecks besserer Beurteilung der Situation ausstehen. Letztendlich ist es für mich auch eine Frage der Alternativen. Entscheidet man sich für eine Trennung von Wagner, so muss der nächste Schuss unbedingt sitzen. Man sollte da nicht erneut darauf hoffen, dass ein bislang "destruktiver Pressingtrainer" nun plötzlich seine offensive Seite entdeckt und wunderschönen Fußball zelebriert. Kann passieren, ist aber eher die Ausnahme als die Regel.

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"Wir, also der Teil der User, für den ich glaube zu sprechen, möchten nicht als Resonanzkörper fungieren für notorisch Unzufriedene, die einfach ihre Wut auskotzen. Das entspricht nicht der Idee, die hinter so einem Forum steht."

Zitat von Zweitligameister aus dem Freiburg-Forum, das sich inzwischen auf erschreckend viele andere Foren übertragen lässt.
David Wagner [ehem. Trainer] |#104
20.05.2020 - 08:36 Uhr
Gerade weil wir in der Hinrunde anders gespielt haben, sollte dem einen oder anderen doch mal ein Licht aufgehen, dass der spielerische und sportliche Einbruch vielleicht doch etwas mit der Personalsituation zu tun haben könnte. Generell fehlen dem Kader in der Offensive qualitative Optionen, aus verschiedenen Alternativen kann Wagner schon mal gar nicht wählen. Der kann nicht sagen, heute mal mit Havertz auf der 9, Diaby links und Bellarabi rechts oder vielleicht Havertz auf der 10 Volland auf der 9 und Baily und Paulinho auf den Flügeln.
Wagner hat Raman und Harit und die restlichen Spieler sind Backups für Spieler, die wir nicht im Kader haben.
Das Zentrum in der Abwehr und im Mittelfeld ist Schalkes Prunkstück und genau da hat es uns knüppeldick erwischt. Automatismen kann man knicken, Fitness der gesunden Spieler lässt nach, Rhytmus der zurückkehrenden Spieler ist nicht vorhanden.
Aber weil Wagner Kutucu nicht zum Stammspieler macht, obwohl er all diese Probleme hat und die Lösung doch auf der Bank nur darauf wartet, taugt er als Trainer nichts.
Wenn die meisten Spieler fit und in Form sind, kann Schalke die eine oder andere Verletzung verkraften und durchaus guten Fußball spielen. Dafür braucht es aber Serdar, Harit, Mascarell und eine Innenverteidigung in Topform. Bricht da nur eine Säule weg, wird es wacklig, bricht eine zweite Säule weg, stürzt das Gebäude ein wie ein Kartenhaus.
Die Gegenmaßnahmen von Wagner zünden nicht, das muss er sich als Vorwurf gefallen lassen, aber sicherlich nicht, "warum spielt der nicht einfach weiter wie in der Hinrunde".

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Runaway am 20.05.2020 um 08:59 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#105
20.05.2020 - 10:24 Uhr
Zitat von Runaway

Wenn die meisten Spieler fit und in Form sind, kann Schalke die eine oder andere Verletzung verkraften und durchaus guten Fußball spielen. Dafür braucht es aber Serdar, Harit, Mascarell und eine Innenverteidigung in Topform. Bricht da nur eine Säule weg, wird es wacklig, bricht eine zweite Säule weg, stürzt das Gebäude ein wie ein Kartenhaus.
Die Gegenmaßnahmen von Wagner zünden nicht, das muss er sich als Vorwurf gefallen lassen, aber sicherlich nicht, "warum spielt der nicht einfach weiter wie in der Hinrunde".

Ich sehe es genauso wie Runaway und verstehe einfach nicht wie die Euphorie aus der Hinrunde in den gegenteiligen Aktionismus in der Rückrunde wird. Dass unsere letzten Spiele unterirdisch waren und auch Wagner dabei sicherlich den einen oder anderen Fehler gemacht hat, ist schlichtweg nicht von der Hand zu weisen. Jedoch muss das irgendwo auch relativiert werden.

Am 18. Spieltag haben wir mit der besten Leistung seitdem ich denken kann völlig verdient mit 2:0 Gladbach besiegt.
Am 19. Spieltag haben wir in München die ersten 30 min ganz gut mithalten können, sind aber nach einem Fehler von Schubert in der 6. Minute bereits in Rückstand geraten und mit dem 2:0 für die Bayern ist die Mannschaft auch eingebrochen.
In der Zeit vom 20. bis zum 25. Spieltag haben uns folgende Spieler gefehlt: Schubert, Sane, Srambouli, Kenny (2 Spiele), Serdar, Caligiuri, Mascarell (2 Spiele). In den 6 Spielen haben wir gegen Hertha, Paderborn, Mainz und Hoffenheim Unentschieden gespielt und gegen Leipzig und Köln verloren.
Am 26. Spieltag kam die Derbyniederlage, wo einfach frischer und lebendiger aus der Corona-Pause wieder kam. Mit Sicherheit fällt es Dortmund mit der spielerischen und individuellen Klasse auch wesentlich einfach nach so einer Ausnahmesituation wieder rein zu kommen als uns.

Zitat von westfalenland
Zitat von Runaway
Die Gegenmaßnahmen von Wagner zünden nicht, das muss er sich als Vorwurf gefallen lassen, aber sicherlich nicht, "warum spielt der nicht einfach weiter wie in der Hinrunde".


Die angesprochenen Gegenmaßnahmen sind aber immer die Selben, experimentierfreudig ist Wagner wirklich nicht.

Aber welche Möglichkeiten hat Wagner denn aktuell auch um irgendwelche Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bis auf Kutucu haben wir doch nicht einmal junge Spieler, die bundesligareif sind.
Also wenn wir hier Wagner die Qualität absprechen wollen oder sogar eine Trainerentlassung diskutieren, wollen wir 6 (Bayern und Dortmund außen vor) schlechte Spiele mit Ausfällen unser zentralen Spieler gegenüber einer in jeder Hinsicht sehr erfolgreichen Hinrunde stellen?
Wir haben eine so junge Mannschaft, die nach einer sehr schweren letzten Saison in ein kleines Tief gefallen ist, wo jeder von euch vor Beginn der Saison allen Beteiligten Zeit zur Entwicklung geben wollte. Wo ist dieser Kredit denn nun?
Wagner und die Mannschaft haben es verdient nach einer herausragenden Leistung aus der Hinrunde auch jetzt in einer kleinen Krise unterstützt zu werden.

Die kommenden 4 Spiele gegen Augsburg, Düsseldorf, Bremen und Union Berlin sind entscheidend, wo die Reise für uns hingeht. Und unser Lazarett lichtet sich auch allmählich. Somit sollten wir die kommenden 4 Spiele abwarten, um die Leistung zu bewerten.
Also lasst uns unseren Trainer und die Mannschaft in den kommenden Spielen pushen, sodass wir gemeinsam die Trendwende schaffen!

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“Bei den Toren ist es wie beim Ketchup. Wenn etwas kommt, kommt gleich alles auf einmal.”
Cristiano Ronaldo

Schalke seit 02/92

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Emkayes am 20.05.2020 um 10:29 Uhr bearbeitet
David Wagner [ehem. Trainer] |#106
20.05.2020 - 11:39 Uhr
Zitat von westfalenland

Die von dir angesprochenen Gegenmaßnahmen sind aber immer die Selben, experimentierfreudig ist Wagner wirklich nicht. Deshalb bezweifel ich deine Aussage, Wagner wäre kein Fundamentalist unter den Trainern, ich denke eher, daß er einer ist, der jedoch in einem gewissen Rahmen versucht, Anpassungen vorzunehmen oder auch zur Not den Bus parkt. Wenn er die 3er-Kette gegen den BVB wenigstens mit Caligiuri und Miranda auf den Aussen gespielt hätte, also mit Wingbacks statt mit Aussenverteidigern (vielleicht schätze ich Miranda hier falsch ein), hätte ich das noch verstanden, aber ich sehe hier nur, daß Wagner nur eine Antwort auf die aufgekommenen Probleme sieht, die heißt hinten dicht.
Für mich ist Wagner an dem Punkt angekommen, wo Tedesco auch stand, und keine Lösungen fand. So unterschiedlich beide Trainer auch sind. Was Tedesco auf 2 Saisons verteilte, passiert bei Wagner in einer Saison. Da das Polster aus der Hinrunde ausreichend ist, würde ich nicht reagieren und zumindest das Saisonende abwarten. Dann kann man immer noch reagieren.

Experimentierfreudig ist ja nun auch nicht pragmatisch. Wieso ist die Lösung für unsere Probleme immer auf Spieler zu setzen, die bisher den Nachweis schuldig geblieben sind, in der Startelf zu helfen. Das ist Verzweiflung. Ich bin wahrlich kein großer Fan von Oczipka, aber der liefert doch nun wirklich keine Gründe ihn vom Platz zu nehmen und an seiner statt Miranda aufzustellen, der in der Bundesliga bisher eher überfordert wirkte.
Ich gehe mit, dass Wagner am selben Punkt ist wie Tedesco, die Mannschaft ist ja auch weitestgehend dieselbe. Wenn der Kader nicht angepasst wird, geht es auch dem nächsten Trainer so. Wir haben mit Sané, Kabak, Nastasic, Serdar, Mascarell, Harit und Raman definitiv Spieler, die sich vor den Teams auf Platz 3-6 nicht verstecken müssen. Das ist ein tolles Gerüst und da wird man immer phasenweise gute Leistungen herauskitzeln, aber das ist angesichts der fehlenden Bausteine nichts von dauer.
Heidel und Tedesco hatten die Zeit und den finanziellen Spielraum den Kader abzurunden, man hat sich dagegen entschieden und dafür zahlt Wagner den Preis und das täte auch sein Nachfolger.

Ich will nicht sagen, dass Wagner mit einem besseren Kader den Karren wieder aus dem Dreck ziehen wird, aber ein Nachfolger wird nach Anfangserfolgen genauso so im Dreck landen, wenn der Kader so bleibt wie er ist. Man muss doch einfach nur die Kader der Bundesligisten durchgehen und wird feststellen, dass alle Teams, bis auf die Aufsteiger und Düsseldorf mehr Optionen in der Offensive haben als wir und selbst da gibt es mit Hennings und Andersson noch zwei Angreifer die deutlich besser treffen.
Burgstaller ist ein verlässlicher Backup für einen Mittelstürmer den wir nicht haben, Matondo ist ein talentierter Backup für einen Rechtsaußen, den wir nicht haben. Gregoritsch ist ein ordentlicher Backup für einen Halbstürmer, der in Köln spielt und Raman ist ein Linksaußen, der in der Sturmspitze spielt und für den wir keinen Backup haben. Das führt dazu, dass der gute und talentierte Backup Kutucu in den den Fantasien der Fans plötzlich zum Retter werden soll, obwohl der das gar nicht leisten kann.
Es ist von Wagner vollkommen richtig, Matondo und Kutucu noch vorsichtig einzusetzen, das Problem ist, dass die Platzhirsche zu wenig Qualität haben.

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David Wagner [ehem. Trainer] |#107
22.05.2020 - 17:23 Uhr
Zitat von Nash04
Ebenso sind wir uns doch wohl einig, dass Woche für Woche Lösungsansätze erdacht werden, wie man zum Torerfolg kommt. Oder bist du davon überzeugt, dass der Trainer da seit Wochen resigniert hat und im Training garnicht mehr dran gearbeitet wird?
Bei dir hört es sich so an, als ob der Trainer da vor'm Spiel halbgare Anweisungen gibt und die Spieler nach 10 Minuten gefrustet sind, weil sie merken, dass das mal wieder nicht funktioniert.


Es geht darum, dass man als Mannschaft im Training Spielformen übt, die zum einem unabhängig vom Gegner im Spiel repliziert werden können. Zum anderen kommt dann natürlich in der wöchentlichen Spielvorbereitung Lösungen hinzu wie man gegnerische Schwächen gezielt ausnutzen möchte oder gegnerische Stärken umgehen möchte.

Das hohe Pressing aus der Hinrunde war ein Erfolgsrezept auf das sich die Gegner nun verbessert eingestellt haben. Hinzu kamen gefährliche Standards die zum Erfolg führten (Sane 2 Tore, Kabak 3 Tore).

Jetzt geht es um die Replizierbarkeit. Ein erfolgreiches Dribbling von Harit oder einen offensiven Ballgewinn von Serdar mit dynamische Vorstoß kann man üben und forcieren aber wenn der Gegner wenig anbietet oder Harit nicht zur Geltung kommt, dann steht man mit leeren Händen da. Tuchel hatte da mal ein interessantes Podiumsgespräch, in dem er darüber gesprochen hat, wie er im Training extrem viele Offensivsituationen spielen lässt und die Spieler animiert eigene Lösungen zu finden, auch das ist ein Ansatz. Es müssen nicht nur einstudierte Angriffsmuster sein.

Was ich mit ängstlich meine ist nicht, dass Wagner bewusst die Mannschaft verunsichert, aber eben versucht weniger Spieler nach vorne zu schicken um so weniger angriffsfläche für gegnerische Konter zu geben.

Im Pokalspiel gegen Hertha war es wohl das beste was uns passieren konnte, dass Hertha zwei Tore geschossen hat. Dadurch war man in einem KO Spiel gezwungen alles zu investieren. Diesen Mut hatte man in den Liga Spielen gegen Paderborn und Mainz nicht.

Zitat von Nash04
Klar, kann man manchen Spielern mal Pausen geben. Aber es ist immer ein Trade Off. Ein formschwacher Harit kann trotzdem noch ein Spiel entscheiden. Ein bemühter Boujellab oder Schöpf eher nicht.

Ja das stimmt aber das ist dann doch eher Kategorie Hoffnung. Wenn man aber einen Fundament an Spielzügen, Laufwegen etc hat, dann können auch Ersatzspieler versuchen, diese zu erfüllen.

Zitat von Nash04
Ich möchte nicht deine ganze Kritik als falsch oder sinnlos abtun. Aber deine Kritik impliziert, dass Trainer und Team absichtlich mit angezogener Bremse agieren bzw. offensichtliche Probleme weder erkennen noch beheben können.
Und das finde ich dann etwas fragwürdig und so sehr man disktutieren kann, was Expertenwissen in komplexen Aufgabenfeldern wert ist, sollten wir hier doch einfach mal einen Schritt zurücktreten und fragen, ob der Verein grundsätzlich nur Voll ***** en beschäftigt.


Naja ich denke das hängt mit der grundsätzlichen Einstellung des Trainers zusammen. Ich glaube schon, dass er erkannt hat, dass ein Serdar und Caligiuri ihm sehr fehlen. Aber das Ergebnis sieht eher danach aus, dass er von nun an mit weniger Risiko nach vorne Gefahr ausstrahlen möchte. Wie gegen Bayern im Pokal. Mit Matondo der allen wegrennt. Oder Raman und Matondo gegen den BVB. Schon zu Beginn der Saison war ihm, die Wucht von Burgstaller und sein Verhalten gegen den Ball lieber als ein Kutucu, der am Ball deutlich stärker ist, mal von seiner Position ausweicht und versucht Mitspieler einzusetzen.
Da geht es eher darum welchen Spielstil und welche individuellen Stärken der Trainer präferiert. Es gibt schon einen Grund warum nicht jeder Trainer sowohl offensiv als auch defensiv kann.
Ich bin weder Experte noch selbst Trainer, deswegen würde ich niemals die Verantwortlichen als Voll ***** en beschreiben.
Aber momentan stellt man halt fest, dass Schalke relativ wenig anzubieten hat mit dem Ball am Fuß, vor allem wenn der Gegner sich gut anstellt und die besten Spieler nicht zur Geltung kommen lässt.
David Wagner [ehem. Trainer] |#108
24.05.2020 - 15:47 Uhr
Der war sicherlich nicht alles Schuld heute, aber ein desolater McKennie als 6er? Nach dem Spiel ist es immer einfach zu meckern, aber dass das nicht gut geht, hat ein Großteil der Schalke Verfolger der letzten Jahre auch so gewusst. Zudem hat McKennie diese Saison kein gutes Spiel gemacht. Und das ist keine Übertreibung. Die fragwürdigen Personalentscheidungen ziehen sich ja bei Gregoritsch bzw
Kutucu und Co. Durch, aber gut. Er hat zB ja auch keine Alternative zu einem desolaten Kenny, da wir logischerweise mit einem nominellen Rechtsverteidiger in die Saison gehen.

Der Kader ist der schwächste seit dem ich Schalke gucke, zudem unausgewogen. Das entschuldigt aber sicher nicht, gegen eine Truppe von Augsburg 0-3 zu verlieren, bei denen Framberger, Luthe und Rani Khedira spielen.

Wir haben 2 Tore seit Gladbach geschossen, davon war eines eine feine Einzelaktion von Kutucu und eine von McKennie. Parallel dazu mit einer Top 5 Innenverteidigung der Bundesliga 19 Gegentreffer kassiert.

Ich denke nicht, dass es Sinn macht, Wagner vor Düsseldorf und Bremen auszutauschen, schließlich wird es weder nach oben noch dramatisch nach unten für uns gehen, selbst wenn wir den Rest verlieren.

Nach der Saison kann man dann über den Austausch eines Kaderteils und Trainers reden, dann müssen aber auch gescheite Alternativen da sein und bitte nicht den nächsten Destruktions-Absteigercoach holen.

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FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V.
David Wagner [ehem. Trainer] |#109
24.05.2020 - 15:49 Uhr
Zitat von S04addict
Es ist legitim, sich darüber Gedanken zu machen, ob Wagner noch der richtige Trainer ist. Es wäre aber clever, sich erstmal Gedanken darüber zu machen, wie er es schaffen konnte, die ersten 15 Spiele der Saison den besten Fußball seit Ewigkeiten zu produzieren, um danach in die gleichen Muster des Scheiterns zu verfallen, wie seine letzten Vorgänger.

Solange diese Frage nicht geklärt ist, braucht man sicher keinen neuen Trainer, denn dann stehen wir in nem Jahr wieder genau hier. Soll ja schonmal passiert sein in diesem Laden.


Die Antwort ist leicht:
Die Saison begann dank guter Ergebnisse und der "Befreiung" von der letzten einfach sehr euphorisch. Was Wagner da eingestellt hat war ein Team mit hohem Pressing, schneller Balleroberung und sofortigem Weg zum Tor. Dann schimmt man ein wenig auf der Erfolgswelle aber schon gen Ende der Hinrunde wurden die Schwächen im Kombinationsspiel gegen kleinere Gegner sehr deutlich sichtbar. Das Spiel gegen Bayern hat dann einen Knacks gegeben, zusätzlich machen die Gegener einfach nicht mehr den Fehler hoch zu stehen. Eigentlich steht jeder Gegner tief gegen uns. Das heißt selbst hohe Ballverluste sind nicht so gefährlich. Hat Wagners Team nicht viel Wiese mit wenig gegnerischen Spielern vor sich ist Sense. Insofern ist das ein One-Trick-Pony das schnell gezähmt wurde.
David Wagner [ehem. Trainer] |#110
24.05.2020 - 16:38 Uhr
Zitat von Alex_Camora
Zitat von dreamliner

Die Trainerdiskussion kommt zur Unzeit, Wagner hat ohne Not einen 3-Jahresvertrag bekommen, es fehlt an Geld und diese Situation wird sich kurzfristig eher verschlechtern als verbessern. Dazu muss man ehrlicherweise auch sagen dass es an Alternativen auf dem Markt mangelt und offenbar auch an Kompetenz bei den Verantwortlichen die für die Auswahl zuständig sind. Es ist ein Teufelskreis aus dem man so nicht einfach heraus kommt.


Ich zitiere Christian Heidel mal aus einer PK:

Nach großem Erfolg hat die Mannschaft einfach viel zu schnell satt und sie lassen es dann viel zu lockerer angehen.
Auf jede Hochphase von uns, kam mindestens ein Tiefschlag. Liegt das vielleicht auch an der Situation ? Wir sind aktuell nicht in der Lage Titel zu gewinnen also denken einige Spieler gewiss, warum man denn alles geben soll.
So hat es Heidel mal angesprochen in einer PK.
Die Mannschaft muss aus dem Denken raus " Oh das ist nur Augsburg, da geben wir mal nur 90 Prozent." Irgendwie zieht sich das seit Jahren so durch, egal welcher Trainer sich versucht und wie oft die Mannschaft ausgetauscht wurde.
Könnten da die recht hoch dotierten Verträge vielleicht eine Rolle spielen? Auf jeden Fall.


Absolut so ist es.

Wir können jetzt wieder den Trainer rauswerfen und hoffen, dass es mit dem achten Trainer in sieben Jahren dann klappt.

Viel mehr sollte man aber mal einen tiefen Blick auf unsere Mannschaft werfen. Für mich ist es sehr klar aus welcher Richtung es stinkt.

Guckt euch doch mal die Truppen an von Leipzig, Leverkusen und Gladbach, von Bayern und Dortmund ganz zu schweigen. Da ist eine ganz andere Einstellung zu sehen, die wollen was bewegen und haben Bock. Bei uns ist das alles so lethargisch, viele Spieler wirken komplett satt, schlurfen da über den Platz, langsam und ohne Aggressivität, so gewinnst du heute kein Spiel mehr!

Andere Spieler machen auch individuelle Fehler, aber nicht in einer solchen Vielzahl und ich sehe keine andere Mannschaft die sich nach Rückstand so kläglich seinem Schicksal ergibt. Das sind für mich alles Einstellungssachen, wie konzentriert und fokussiert gehe ich ins Spiel, wie sehr hab ich den unbändigen Willen zu gewinnen.

Ich erinnere nochmal daran, wie fix und fertig Huub nach der letzten Saison war und auch, was er zwischen den Zeilen über die Mannschaft sagte. Das wird er sich ja nicht ausgedacht haben und die Mannschaft ist im Großen die gleiche wie letzte Saison.

Vielen Spielern unserer Mannschaft fehlt es meiner Meinung nach an der wichtigsten Eigenschaft die ein Profi braucht, dem unbedingten Willen. Solang wir in der Startelf vier Spieler haben, die diesen Willen wirklich offensichtlich vermissen lassen, wird es jedes Spiel sehr, sehr schwer. Als es lief konnten diese Spieler mitgetragen werden, wenn es nicht läuft fällt das beschriebene umso mehr auf.

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Einmal Schalke - Immer Schalke

Schalke ... leider geil !
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