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BVB - Sponsoren

16.07.2014 - 11:08 Uhr
BVB - Sponsoren |#1651
28.05.2024 - 22:12 Uhr
Zitat von PhelanWolf
Zitat von Balaban

Zitat von PhelanWolf

Zitat von Arekon96

Zitat von PhelanWolf

Rheinmetall ist, wie auch ja schon einige zuvor geschrieben haben, eben nicht nur in der Rüstung tätig. Und dass diese Firma solche Diskussionen wie hier auslöst, zeigt doch bereits, worum es bei diesem Sponsoring aus Firmensicht geht. Das hat doch nichts damit zu tun Waffen salonfähig zu machen, wofür? Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt da doch eine untergeordnete Rolle, da diese kaum bis keinen Einfluss auf die Beschaffungsaufträge der Bundeswehr haben, auch nicht, ob Rheinmetall exportiert, denn da ist nicht Rheinmetall interessant sondern welcher Staat kauft.
Was für Rheinmetall spannend ist, ist ihre vorrangig nichtmilitärischen Produkte herauszustellen, wie hier schon genannt z. B. in den Bereichen Mobilität, Industrie etc..
Grundsätzlich kann man zu der Firma und ihren Produkten kontrovers diskutieren, aber es ist eben keine ausschließliche Rüstungsfirma, und der Bereich Rüstung wird sehr wahrscheinlich auch nicht Kern des Sponsorings sein.


Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt sogar eine absolut entscheidende Rolle für ein Unternehmen wie Rheinmetall. ABSOLUT JEDER Export von Rüstungsgütern muss von der Bundesregierung abgesegnet werden. Die Bundesregierung wird durch gesellschaftliche Haltungen und Meinungen zusammengesetzt.

Es ergibt absolut Sinn für Rheinmetall in zwei absolut entscheidenden Wahljahren ganz offensiv Werbung zu machen. Gerade weil sowieso darüber diskutiert wird, ob die Wehrpflicht wieder eingeführt werden soll, Rüstungskonzerne aktiver von Banken als Investitionsmöglichkeiten genutzt werden können, ob die EU-Staaten nur noch in der EU Waffen kaufen sollten und wie hoch die Verteidigungs-Ausgaben in Zukunft sein sollen.

Natürlich wird Rheinmetall jetzt keine Panzer auf die Banden drucken, aber dennoch geht es ganz entscheidend darum die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, vor allem für das Kerngeschäft Rüstungsgüter.


Nein, das stimmt einfach nicht. Die Exporte von Rüstungsgütern laufen durch ein Genehmigungsverfahren. Da hat die Regierung zunächst gar nichts mit zu tun. Der Export von Kriegswaffen, und nicht grundsätzlich von Rüstungsgütern, unterliegt einer Einzelfallprüfung, grundsätzlich auf Bundesministerienebene. Aber auch hier gibt es unabhängige Kriterien. Welche Rüstungsgüter wiederum einer Exportkontrolle unterliegen ist gesetzlich geregelt.
Bei den Prüfungen, bei Rüstungsgütern grundsätzlich schon nicht, da es alles durch ein gesetzliches Genehmigungsverfahren geregelt ist, aber auch bei Kriegswaffen, spielt der Wählerwille somit nunmal keine Rolle.
Maximal, wenn es in den Bundessicherheitsrat geht. Aber da die Sitzungen geheim und die Protokolle Verschlusssache sind, kann auch hier jede Entscheidung unabhängig getroffen werden, da nichts kommuniziert werden muss und somit wieder nicht den Wähler erreicht.
Dein Einwurf, dass jeder Export von der Regierung genehmigt werden muss ist nicht korrekt.


https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/rheinmetall-russland-streitkraefte-100.html


Und? Die Entscheidung entspricht dem gängigen Verfahren, da nach der Anektion der Krim Russland als Exportziel zurecht neu bewertet werden musste. Wo widerspricht es der Aussage, dass eben nicht Jeder Export von Rüstungsgütern von der Regierung genehmigt werden muss?



Gängiges Verfahren?

Das ist jetzt der Maßstab?

Ich dachte, es geht bei Werten des BVB und „echter Liebe“ eher um Fragen des Gewissens. Mein Fehler.
BVB - Sponsoren |#1652
28.05.2024 - 22:14 Uhr
Zitat von Fugo03
Zitat von Balaban

Zitat von PhelanWolf

Zitat von Arekon96

Zitat von PhelanWolf

Rheinmetall ist, wie auch ja schon einige zuvor geschrieben haben, eben nicht nur in der Rüstung tätig. Und dass diese Firma solche Diskussionen wie hier auslöst, zeigt doch bereits, worum es bei diesem Sponsoring aus Firmensicht geht. Das hat doch nichts damit zu tun Waffen salonfähig zu machen, wofür? Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt da doch eine untergeordnete Rolle, da diese kaum bis keinen Einfluss auf die Beschaffungsaufträge der Bundeswehr haben, auch nicht, ob Rheinmetall exportiert, denn da ist nicht Rheinmetall interessant sondern welcher Staat kauft.
Was für Rheinmetall spannend ist, ist ihre vorrangig nichtmilitärischen Produkte herauszustellen, wie hier schon genannt z. B. in den Bereichen Mobilität, Industrie etc..
Grundsätzlich kann man zu der Firma und ihren Produkten kontrovers diskutieren, aber es ist eben keine ausschließliche Rüstungsfirma, und der Bereich Rüstung wird sehr wahrscheinlich auch nicht Kern des Sponsorings sein.


Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt sogar eine absolut entscheidende Rolle für ein Unternehmen wie Rheinmetall. ABSOLUT JEDER Export von Rüstungsgütern muss von der Bundesregierung abgesegnet werden. Die Bundesregierung wird durch gesellschaftliche Haltungen und Meinungen zusammengesetzt.

Es ergibt absolut Sinn für Rheinmetall in zwei absolut entscheidenden Wahljahren ganz offensiv Werbung zu machen. Gerade weil sowieso darüber diskutiert wird, ob die Wehrpflicht wieder eingeführt werden soll, Rüstungskonzerne aktiver von Banken als Investitionsmöglichkeiten genutzt werden können, ob die EU-Staaten nur noch in der EU Waffen kaufen sollten und wie hoch die Verteidigungs-Ausgaben in Zukunft sein sollen.

Natürlich wird Rheinmetall jetzt keine Panzer auf die Banden drucken, aber dennoch geht es ganz entscheidend darum die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, vor allem für das Kerngeschäft Rüstungsgüter.


Nein, das stimmt einfach nicht. Die Exporte von Rüstungsgütern laufen durch ein Genehmigungsverfahren. Da hat die Regierung zunächst gar nichts mit zu tun. Der Export von Kriegswaffen, und nicht grundsätzlich von Rüstungsgütern, unterliegt einer Einzelfallprüfung, grundsätzlich auf Bundesministerienebene. Aber auch hier gibt es unabhängige Kriterien. Welche Rüstungsgüter wiederum einer Exportkontrolle unterliegen ist gesetzlich geregelt.
Bei den Prüfungen, bei Rüstungsgütern grundsätzlich schon nicht, da es alles durch ein gesetzliches Genehmigungsverfahren geregelt ist, aber auch bei Kriegswaffen, spielt der Wählerwille somit nunmal keine Rolle.
Maximal, wenn es in den Bundessicherheitsrat geht. Aber da die Sitzungen geheim und die Protokolle Verschlusssache sind, kann auch hier jede Entscheidung unabhängig getroffen werden, da nichts kommuniziert werden muss und somit wieder nicht den Wähler erreicht.
Dein Einwurf, dass jeder Export von der Regierung genehmigt werden muss ist nicht korrekt.


https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/rheinmetall-russland-streitkraefte-100.html



Yepp, das kommt noch dazu.

Im Zweifel machen solche Konzerne mit jedem Geschäfte. Und soll nur niemand erzählen, damals wäre Russland unter Putin eine normale Demokratie gewesen. Die haben schon vor 2012 fragwürdige Kriege geführt und im eigenen Land die Opposition unterdrückt, vom nationalistischen Charakter und Attitüde Putins ganz abgesehen. Aber sowas kümmert doch Rheinmetall nicht. Die gehen mit der Zeit und machen alles was politisch möglich ist.


Ok, welche Sponsoren kommen dann eigentlich noch in Frage, wenn das Kriterium ist, in den 2010er-Jahren sich von Russland distanziert zu haben?
BVB - Sponsoren |#1653
28.05.2024 - 22:16 Uhr
Zitat von BVB_4_Life
Puh, das krazt zumindest am Image denke ich. Auf der anderen Seite natürlich ein starker Partner wenn man moralische Aspekte außen vor lässt. Rheinmetall ist ein stark aufsteigender Player, leider in der wohl "zwielistigsten" Branche überhaupt.

Ich weiß ja nicht. schief


Ich versteh dich , ich sehe es aber so.
Der Sponsor bekommt ja nicht mehr Geld durch uns, im Gegenteil der BVB profitiert ja Finanziell davon.
Also sprich der Sponsor wird ja jetzt nicht mehr Exporte plötzlich machen weil er Sponsor vom BVB ist dazu brauch er keinen Werbepartner dafür sorgen Menschen auf diesem Planeten leider von selbst.
Daher sag ich mir aber auch, kann der Verein sich dann auch Moralpredigten gern sparen in der Zukunft.
Deswegen kann man da dann auch Recht locker bleiben.
BVB - Sponsoren |#1654
28.05.2024 - 22:16 Uhr
Zitat von Fugo03
Zitat von PhelanWolf

Zitat von Balaban

Zitat von PhelanWolf

Zitat von Arekon96

Zitat von PhelanWolf

Rheinmetall ist, wie auch ja schon einige zuvor geschrieben haben, eben nicht nur in der Rüstung tätig. Und dass diese Firma solche Diskussionen wie hier auslöst, zeigt doch bereits, worum es bei diesem Sponsoring aus Firmensicht geht. Das hat doch nichts damit zu tun Waffen salonfähig zu machen, wofür? Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt da doch eine untergeordnete Rolle, da diese kaum bis keinen Einfluss auf die Beschaffungsaufträge der Bundeswehr haben, auch nicht, ob Rheinmetall exportiert, denn da ist nicht Rheinmetall interessant sondern welcher Staat kauft.
Was für Rheinmetall spannend ist, ist ihre vorrangig nichtmilitärischen Produkte herauszustellen, wie hier schon genannt z. B. in den Bereichen Mobilität, Industrie etc..
Grundsätzlich kann man zu der Firma und ihren Produkten kontrovers diskutieren, aber es ist eben keine ausschließliche Rüstungsfirma, und der Bereich Rüstung wird sehr wahrscheinlich auch nicht Kern des Sponsorings sein.


Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt sogar eine absolut entscheidende Rolle für ein Unternehmen wie Rheinmetall. ABSOLUT JEDER Export von Rüstungsgütern muss von der Bundesregierung abgesegnet werden. Die Bundesregierung wird durch gesellschaftliche Haltungen und Meinungen zusammengesetzt.

Es ergibt absolut Sinn für Rheinmetall in zwei absolut entscheidenden Wahljahren ganz offensiv Werbung zu machen. Gerade weil sowieso darüber diskutiert wird, ob die Wehrpflicht wieder eingeführt werden soll, Rüstungskonzerne aktiver von Banken als Investitionsmöglichkeiten genutzt werden können, ob die EU-Staaten nur noch in der EU Waffen kaufen sollten und wie hoch die Verteidigungs-Ausgaben in Zukunft sein sollen.

Natürlich wird Rheinmetall jetzt keine Panzer auf die Banden drucken, aber dennoch geht es ganz entscheidend darum die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, vor allem für das Kerngeschäft Rüstungsgüter.


Nein, das stimmt einfach nicht. Die Exporte von Rüstungsgütern laufen durch ein Genehmigungsverfahren. Da hat die Regierung zunächst gar nichts mit zu tun. Der Export von Kriegswaffen, und nicht grundsätzlich von Rüstungsgütern, unterliegt einer Einzelfallprüfung, grundsätzlich auf Bundesministerienebene. Aber auch hier gibt es unabhängige Kriterien. Welche Rüstungsgüter wiederum einer Exportkontrolle unterliegen ist gesetzlich geregelt.
Bei den Prüfungen, bei Rüstungsgütern grundsätzlich schon nicht, da es alles durch ein gesetzliches Genehmigungsverfahren geregelt ist, aber auch bei Kriegswaffen, spielt der Wählerwille somit nunmal keine Rolle.
Maximal, wenn es in den Bundessicherheitsrat geht. Aber da die Sitzungen geheim und die Protokolle Verschlusssache sind, kann auch hier jede Entscheidung unabhängig getroffen werden, da nichts kommuniziert werden muss und somit wieder nicht den Wähler erreicht.
Dein Einwurf, dass jeder Export von der Regierung genehmigt werden muss ist nicht korrekt.


https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/rheinmetall-russland-streitkraefte-100.html


Und? Die Entscheidung entspricht dem gängigen Verfahren, da nach der Anektion der Krim Russland als Exportziel zurecht neu bewertet werden musste. Wo widerspricht es der Aussage, dass eben nicht Jeder Export von Rüstungsgütern von der Regierung genehmigt werden muss?



Gängiges Verfahren?

Das ist jetzt der Maßstab?

Ich dachte, es geht bei Werten des BVB und „echter Liebe“ eher um Fragen des Gewissens. Mein Fehler.


Keine Ahnung was du jetzt von mir willst, ich habe weder in die eine noch in die anderen Richtung eine ethische Einschätzung zu dem Sponsoring getroffen. Ich habe auf die Behauptung reagiert, dass jeder Rüstungsexport eine Genehmigung der Bundesregierung benötigt, was faktisch falsch ist.
Das hat nix mit dem Sponsoring, meiner Haltung dazu oder irgendeinem Maßstab zu tun.

•     •     •

Kevin Keegan: Und da zeigt er seine Stärke, und genau das ist seine Stärke: seine Stärke.

Berti Vogts (vor dem WM-Spiel gegen Kroatien): Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser Mittelfeld ja nichts zu befürchten.

Immanuel Kant: Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

TM-Mitglied seit 16.12.2005
BVB - Sponsoren |#1655
28.05.2024 - 22:18 Uhr
Zitat von Krisl
Zu dem Thema, dass Rheinmetall auch in andere Länder liefert:

Das wird jetzt alles sehr politisch hier, aber ich bin auch ein Befürworter von Waffenlieferungen in Drittstaaten.

Ich will mal ein Beispiel geben: die rot-grün-gelbe Bundesregierung, die ja aus Tradition stark pazifistisch geprägt ist, vertritt die Linie und ist mit dieser Linie auch angetreten, dass Deutschland keine Waffen in Drittländer außerhalb der EU liefern dürfe.

Jetzt werden viele das lesen und sich sagen: „Klingt doch gut! Weniger Waffen in die Welt! Was gibt es daran zu kritisieren?“

Das Problem ist, dass das eine unfassbar kurzsichtige Sichtweise ist, die auf Dauer Konfliktthemen noch verschärft, anstatt sie zu verbessern. Denn: Was passiert denn, wenn EU-Länder und NATO-Länder (andere außer Deutschland machen es zum Glück nicht) sich aus Ländern wie Indien zurückziehen, und solchen Drittländern keine Waffen mehr liefern werden?

Ich sag euch, was dann passieren wird: Indien wird sich dann umsehen, und sich für ihre eigene Verteidigungspolitik & für die Herstellung der eigenen Wehrfähigkeit dann andere Partner suchen: zum Beispiel Russland. Schon beim Ukraine-Krieg verhält sich Indien ja bereits auffällig neutral bei UN-Abstimmungen usw - was einfach daran liegt, dass die indische Rüstungsindustrie zu abhängig von Russland ist, als dass sie sich leisten könnten, gegen Russland und seine Schandtaten Stellung zu beziehen. Wollen wir für Indien und andere Drittländer diese Abhängigkeit von Russland also noch verstärken, indem wir die Versorgung der dortigen Verteidigungsindustrie und Armee den Russen und Chinesen überlassen? Macht das die Welt besser und sicherer?

Diejenigen, die also dann immer so toll davon reden, dass wir in Deutschland „keine Waffenexporte an Drittländer“ machen sollten, die müssen dann schon mal die folgende Frage beantworten: wird die Welt wirklich sicherer und ein besserer Ort, wenn man in sämtlichen Drittländern deren militärische Kooperationen den Russen und Chinesen überlässt? Und somit diese Länder in Asien und Afrika militärisch und geopolitisch komplett von Russland und China abhängig werden? Wird durch diese Handlungsweise die Welt ein besserer, friedlicherer und sichererer Ort?

Daher bin ich froh, dass andere westliche NATO-Länder hier nicht so „pazifistisch“ handeln wie Deutschland.

Das ist halt die Crux am Pazifismus: diese ganzen Ideen von wegen „keine Waffen in die Welt“, „Geld für Soziales statt für Aufrüstung“ usw klingen ja alle in der Theorie erstmal irgendwie gut und vernünftig - bis sie dann auf die Realität prallen, die dann meistens so aussieht, dass Pazifismus in dieser reinen Form dann meistens sogar das Gegenteil dessen erreicht, was eigentlich die Intention war, nämlich dass die Welt UNSICHERER und KRIEGERISCHER wird, weil man den Schurkenstaaten durch den eigenen Pazifismus das Feld überlässt.



Ohne jegliche Bewertung des Geschrieben. Was hat das mit dem BVB und diesem Sponsoring-Deal zu tun?!
BVB - Sponsoren |#1656
28.05.2024 - 22:20 Uhr
Hier geht es um die Sponsoren vom BVB, hier geht es NICHT um Politik!

Wenn einer meint zu trollen dann alarmiert.

•     •     •

...und wir werden immer Borussen sein, es gibt NIE NIE NIE einen anderen Verein!
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - בורוסיה לכל החיים - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Dieser Beitrag wurde zuletzt von DortmunderJunge am 18.01.2025 um 12:57 Uhr bearbeitet
BVB - Sponsoren |#1657
28.05.2024 - 22:20 Uhr
Zitat von Krisl
Zu dem Thema, dass Rheinmetall auch in andere Länder liefert:

Das wird jetzt alles sehr politisch hier, aber ich bin auch ein Befürworter von Waffenlieferungen in Drittstaaten.

Ich will mal ein Beispiel geben: die rot-grün-gelbe Bundesregierung, die ja aus Tradition stark pazifistisch geprägt ist, vertritt die Linie und ist mit dieser Linie auch angetreten, dass Deutschland keine Waffen in Drittländer außerhalb der EU liefern dürfe.

Jetzt werden viele das lesen und sich sagen: „Klingt doch gut! Weniger Waffen in die Welt! Was gibt es daran zu kritisieren?“

Das Problem ist, dass das eine unfassbar kurzsichtige Sichtweise ist, die auf Dauer Konfliktthemen noch verschärft, anstatt sie zu verbessern. Denn: Was passiert denn, wenn EU-Länder und NATO-Länder (andere außer Deutschland machen es zum Glück nicht) sich aus Ländern wie Indien zurückziehen, und solchen Drittländern keine Waffen mehr liefern werden?

Ich sag euch, was dann passieren wird: Indien wird sich dann umsehen, und sich für ihre eigene Verteidigungspolitik & für die Herstellung der eigenen Wehrfähigkeit dann andere Partner suchen: zum Beispiel Russland. Schon beim Ukraine-Krieg verhält sich Indien ja bereits auffällig neutral bei UN-Abstimmungen usw - was einfach daran liegt, dass die indische Rüstungsindustrie zu abhängig von Russland ist, als dass sie sich leisten könnten, gegen Russland und seine Schandtaten Stellung zu beziehen. Wollen wir für Indien und andere Drittländer diese Abhängigkeit von Russland also noch verstärken, indem wir die Versorgung der dortigen Verteidigungsindustrie und Armee den Russen und Chinesen überlassen? Macht das die Welt besser und sicherer?

Diejenigen, die also dann immer so toll davon reden, dass wir in Deutschland „keine Waffenexporte an Drittländer“ machen sollten, die müssen dann schon mal die folgende Frage beantworten: wird die Welt wirklich sicherer und ein besserer Ort, wenn man in sämtlichen Drittländern deren militärische Kooperationen den Russen und Chinesen überlässt? Und somit diese Länder in Asien und Afrika militärisch und geopolitisch komplett von Russland und China abhängig werden? Wird durch diese Handlungsweise die Welt ein besserer, friedlicherer und sichererer Ort?

Daher bin ich froh, dass andere westliche NATO-Länder hier nicht so „pazifistisch“ handeln wie Deutschland.

Das ist halt die Crux am Pazifismus: diese ganzen Ideen von wegen „keine Waffen in die Welt“, „Geld für Soziales statt für Aufrüstung“ usw klingen ja alle in der Theorie erstmal irgendwie gut und vernünftig - bis sie dann auf die Realität prallen, die dann meistens so aussieht, dass Pazifismus in dieser reinen Form dann meistens sogar das Gegenteil dessen erreicht, was eigentlich die Intention war, nämlich dass die Welt UNSICHERER und KRIEGERISCHER wird, weil man den Schurkenstaaten durch den eigenen Pazifismus das Feld überlässt.


Wenn du schon das Fass aufmachst und es hier eh alles ausartet....dann mal die Frage hätte der Westen nicht ständig versucht aus Militärischer Stärke heraus dem Rest der Welt seinen Willen aufzuzwingen würden dann jetzt auch fast alle Afrikanischen Staaten zu den Russen und Chinesen rennen? Der Grund warum ein großteil der Afrikanischen Länder sich vom Westen abwendet ist weil man sie behandelt hat wie scheiße über mehrere 100 Jahre und das immer aus einer Arroganz der Stärke und daran würde sich auch nichts ändern wenn wir jetzt anfangen würden Südafrika, Niger und Burkina Faso mit Leopard Panzern zu bestechen.
BVB - Sponsoren |#1658
28.05.2024 - 22:21 Uhr
Zitat von Dede21309
Zitat von Fugo03

Zitat von Balaban

Zitat von PhelanWolf

Zitat von Arekon96

Zitat von PhelanWolf

Rheinmetall ist, wie auch ja schon einige zuvor geschrieben haben, eben nicht nur in der Rüstung tätig. Und dass diese Firma solche Diskussionen wie hier auslöst, zeigt doch bereits, worum es bei diesem Sponsoring aus Firmensicht geht. Das hat doch nichts damit zu tun Waffen salonfähig zu machen, wofür? Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt da doch eine untergeordnete Rolle, da diese kaum bis keinen Einfluss auf die Beschaffungsaufträge der Bundeswehr haben, auch nicht, ob Rheinmetall exportiert, denn da ist nicht Rheinmetall interessant sondern welcher Staat kauft.
Was für Rheinmetall spannend ist, ist ihre vorrangig nichtmilitärischen Produkte herauszustellen, wie hier schon genannt z. B. in den Bereichen Mobilität, Industrie etc..
Grundsätzlich kann man zu der Firma und ihren Produkten kontrovers diskutieren, aber es ist eben keine ausschließliche Rüstungsfirma, und der Bereich Rüstung wird sehr wahrscheinlich auch nicht Kern des Sponsorings sein.


Die gesellschaftliche Akzeptanz spielt sogar eine absolut entscheidende Rolle für ein Unternehmen wie Rheinmetall. ABSOLUT JEDER Export von Rüstungsgütern muss von der Bundesregierung abgesegnet werden. Die Bundesregierung wird durch gesellschaftliche Haltungen und Meinungen zusammengesetzt.

Es ergibt absolut Sinn für Rheinmetall in zwei absolut entscheidenden Wahljahren ganz offensiv Werbung zu machen. Gerade weil sowieso darüber diskutiert wird, ob die Wehrpflicht wieder eingeführt werden soll, Rüstungskonzerne aktiver von Banken als Investitionsmöglichkeiten genutzt werden können, ob die EU-Staaten nur noch in der EU Waffen kaufen sollten und wie hoch die Verteidigungs-Ausgaben in Zukunft sein sollen.

Natürlich wird Rheinmetall jetzt keine Panzer auf die Banden drucken, aber dennoch geht es ganz entscheidend darum die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, vor allem für das Kerngeschäft Rüstungsgüter.


Nein, das stimmt einfach nicht. Die Exporte von Rüstungsgütern laufen durch ein Genehmigungsverfahren. Da hat die Regierung zunächst gar nichts mit zu tun. Der Export von Kriegswaffen, und nicht grundsätzlich von Rüstungsgütern, unterliegt einer Einzelfallprüfung, grundsätzlich auf Bundesministerienebene. Aber auch hier gibt es unabhängige Kriterien. Welche Rüstungsgüter wiederum einer Exportkontrolle unterliegen ist gesetzlich geregelt.
Bei den Prüfungen, bei Rüstungsgütern grundsätzlich schon nicht, da es alles durch ein gesetzliches Genehmigungsverfahren geregelt ist, aber auch bei Kriegswaffen, spielt der Wählerwille somit nunmal keine Rolle.
Maximal, wenn es in den Bundessicherheitsrat geht. Aber da die Sitzungen geheim und die Protokolle Verschlusssache sind, kann auch hier jede Entscheidung unabhängig getroffen werden, da nichts kommuniziert werden muss und somit wieder nicht den Wähler erreicht.
Dein Einwurf, dass jeder Export von der Regierung genehmigt werden muss ist nicht korrekt.


https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/rheinmetall-russland-streitkraefte-100.html



Yepp, das kommt noch dazu.

Im Zweifel machen solche Konzerne mit jedem Geschäfte. Und soll nur niemand erzählen, damals wäre Russland unter Putin eine normale Demokratie gewesen. Die haben schon vor 2012 fragwürdige Kriege geführt und im eigenen Land die Opposition unterdrückt, vom nationalistischen Charakter und Attitüde Putins ganz abgesehen. Aber sowas kümmert doch Rheinmetall nicht. Die gehen mit der Zeit und machen alles was politisch möglich ist.


Ok, welche Sponsoren kommen dann eigentlich noch in Frage, wenn das Kriterium ist, in den 2010er-Jahren sich von Russland distanziert zu haben?



Versteh die Frage nicht.

Es gibt hunderte Konzerne, die in keiner Form irgendwie politisch belastet sind und noch nicht Sponsor beim BVB sind. Und es gibt noch wesentlich mehr kleinere Sponsoren, die man gewinnen könnte, im In- und Ausland. Scheint den Gremien aber nicht schnell genug zu gehen. Lieber schnell einen großen DAX-Konzern ohne Trikotsponsoring. Das hält er finanziell für den großen, schnellen Wurf. Kann ich unter kurzfristigen, rein ökonomischen Aspekt sogar nachvollziehen. Wie so oft wird sich dabei aber keine Gedanken, um gegenteilige Effekte gemacht, mal rein finanziell betrachtet, von Gewissensfragen ganz abgesehen.
BVB - Sponsoren |#1659
28.05.2024 - 22:23 Uhr
Zitat von Krisl
Zitat von BVB_4_Life

Puh, das krazt zumindest am Image denke ich. Auf der anderen Seite natürlich ein starker Partner wenn man moralische Aspekte außen vor lässt.


Gerade aus moralischen Aspekten finde ich das sehr positiv. Es wird Zeit, die Waffenindustrie, die ein unverzichtbarer Teil unser aller Sicherheit ist, aus der Schmuddelecke zu holen, wie ein anderer User hier bereits sagte.


So ein Blödsinn. Für mich war es dann mit meiner Zuneigung zu diesem Verein. Ernsthaft. Wer immer noch glaubt unsere Regierung oder „der Westen“ will oder wollte jemals Frieden mit Russland hat in meinen Augen nichts, aber auch wirklich gar nichts verstanden.

Wenn Watzke glaubt hierüber ernsthaft eine Diskussion anzetteln zu müssen, darf ich ihm sagen, dass ich die Argumente der Kiesewetters, Hofreiters oder Strack-Zimmermanns sehr wohl vernommen habe, sie jedoch wirklich als plumpe und den Menschenverstand beleidigende Kriegspropaganda betrachte. Mehr noch, diese Figuren zielen darauf ab mehr Rüstungsgüter in diese Region zu schaffen und 2 dieser 3 Kriegstreiber haben diese Unternehmen in ihren Wahlkreisen prominent vertreten…. Und der BVB macht für diesen Irrsinn jetzt auch noch Werbung. Ich fasse es nicht!
BVB - Sponsoren |#1660
28.05.2024 - 22:24 Uhr
Zitat von Chapi1909
Zitat von BVB_4_Life

Puh, das krazt zumindest am Image denke ich. Auf der anderen Seite natürlich ein starker Partner wenn man moralische Aspekte außen vor lässt. Rheinmetall ist ein stark aufsteigender Player, leider in der wohl "zwielistigsten" Branche überhaupt.

Ich weiß ja nicht. schief


Ich versteh dich , ich sehe es aber so.
Der Sponsor bekommt ja nicht mehr Geld durch uns, im Gegenteil der BVB profitiert ja Finanziell davon.
Also sprich der Sponsor wird ja jetzt nicht mehr Exporte plötzlich machen weil er Sponsor vom BVB ist dazu brauch er keinen Werbepartner dafür sorgen Menschen auf diesem Planeten leider von selbst.
Daher sag ich mir aber auch, kann der Verein sich dann auch Moralpredigten gern sparen in der Zukunft.
Deswegen kann man da dann auch Recht locker bleiben.


Ähm, du verstehst schon den grundsätzlichen Grund von Sponsoring, oder? Firmen erhoffen sich grundsätzlich einen finanziellen Gewinn durch Werbung, ansonsten würden sie finanziell fragwürdig handeln. Natürlich wird Rheinmetall sich größere Absätze durch das Sponsoring erhoffen, wurde hier doch schon in verschiedenster Form dargelegt.
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