Taktik und Spielsysteme
21.07.2011 - 09:17 Uhr
23.02.2019 - 22:27 Uhr
Zitat von livinglobster
Sverko ist aber nicht fit, hat also auch keine Vorbereitung mitgemacht, kann das System also nicht können. Camoglu ist gelernter RV, für den Profibereich in der Defensive aber viel zu zweikampfschwach. Nach vorne gehts bei ihm immer, als alleiniger rechter Bahnspieler aber auch zu riskant unterwegs und verliert zu oft den Ball. Pisot als zentraler IV, da geh ich d'accord, aber wer als RIV und LIV?
Sverko ist aber nicht fit, hat also auch keine Vorbereitung mitgemacht, kann das System also nicht können. Camoglu ist gelernter RV, für den Profibereich in der Defensive aber viel zu zweikampfschwach. Nach vorne gehts bei ihm immer, als alleiniger rechter Bahnspieler aber auch zu riskant unterwegs und verliert zu oft den Ball. Pisot als zentraler IV, da geh ich d'accord, aber wer als RIV und LIV?
LIV ist Rossbach prädestiniert!!!!
24.02.2019 - 07:52 Uhr
25. Spieltag: Lotte – Karlsruhe
Im Hinspiel hatte sich der KSC noch gegen den Tabellenletzten blamiert, Alois Formationsumstellung lief schnell gegen die Wand. Nun also das Rückspiel und diesmal andere Vorzeichen. Der KSC nach der Lautern-Niederlage wohl angeknackst, Lotte hingegen aktuell gut in Form. Beim KSC kündigten sich Änderungen an, laut Alois sogar bis zur Umstellung der Formation. Das gab es aber nicht. 442 – Stiefler ersetzte den erkrankten Camoglu, dafür Groiß in die Zentrale. Sararer durfte für Fink ran, Lotte spielte im 433.
Eine Formationsänderung gab es nicht, doch Alois stellte Rollen um. War bisher Lorenz Links derjenige, der so schnell wie möglich ins Umschaltspiel eingriff und in des Gegner Hälfte ging, hatte nun Stiefler auf der anderen Seite diese Rolle. Dazu rückte Stiefler früh weit ein und unterstützte entweder Sararer als hängende Spitze in der Zentrale oder nahm den Platz hinter den Spitzen ein, wenn beide in der letzten Linie agierten. Das schon mal ein guter Kniff, fehlt doch Manuel die Dynamik am Flügel wie sie Burak hat. Eingerückt kann er sich so viel besser einbringen. Ebenso agierten beide Flügelverteidiger von Anfang an offensiv. Thiede gab nicht den abwartenden, nachrückenden Part, sobald der KSC in die Offensive ging, Stiefler einrücken konnte, rückte Thiede direkt auf. Roßbach überlief nicht nur Lorenz - falls der an der Außenlinie war, ging Damian in den Halbraum als Anspielstation rein und das sehr hochstehend. Wanitzek suchte nachrückend Anbindung an die Spitze, Groiß putzte dahinter aus, in H1 rückte er da im Gegenpressing teils bis weit in die gegnerische Hälfte ein und klärte dort direkt.
Das machte auf Lotte eingestellt von Anfang an einen guten Eindruck, nach wenigen Minuten kam der KSC bereits zu Chancen, man kontrollierte fortan in H1 das Spiel. Kontrolle im gewohnten KSC-Sinne, denn wenn musste Lotte aus dem beruhigten Spielaufbau hinten rauskommen und fand keine Mittel auf den KSC, während der KSC umschaltete. Lotte ließ anfangs den Ball in der 4er-Abwehrkette laufen, versuchte die KSC-Spitze zu locken, welche sich ein Stück weit ungewohnter an der Mittellinie aufstellten, also etwas tiefer wie noch in der Hinrunde. Locken konnten sie aber die KSC-Spitzen nicht. Die machte den Zwischenlinienraum dahinter eng, weil sich dahinter die beiden zentralen MF-Spieler von Lotte positionierten. Der offensive MF-Mann Jovic versuchte Anbindung im schnellen Übergang zu suchen, nicht direkt in den Spielaufbau rein. Stiefler und Lorenz suchten keinen Zugriff auf die AV, Wanitzek und Groiß schoben in der MF-Kette hoch, um die beiden zentralen-MF-Leute mit abzusichern. Lotte stellte dann schnell um. Rechter AV blieb in der Ballzirkulation tief, der linke AV schob hoch und zog damit Stiefler mit.
Die beiden Flügelstürmer rückten von Beginn an ein und suchten Anschluss an den Lotte-Stürmer. Lotte versuchte dann entweder mit weiten Bällen diese zu finden, mussten dazu aber etwas aufrücken, damit man den Ball in die Spitze kontrollierter spielen konnte. Dazu versuchte man dann schnell über die Flügel zu kombinieren, meist über die linke Seite, wo der AV hochschob, der Flügelstürmer dann mit raus an den Flügel ging, Jovic Anbindung an die Seite suchte. Doch Lotte bekam den Übergang nicht gebacken. Viel schlimmer als das, ihr Gegenpressing kam dann so hochstehend überhaupt nicht ins Laufen. Verlor man den Ball, ging nur ein Mann den ballführenden KSCler an, doch kam man nicht dazu weitere Anspielstationen in Manndeckung zu nehmen. Es war zu langsam, vor allem das aggressive nach vorne Verteidigen des ballführenden KSClers misslang und schon kam der KSC leicht dazu umzuschalten. Lotte hatte wohl auch nicht mit Sararer gerechnet, der mit seiner Dynamik sich gut freilaufen konnte, raumgreifender und weniger zu fangen spielte wie Fink.
Der KSC konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die Lotte-Abwehr ließ sich schnell fallen, in den Rücken kam man nicht frühzeitig. Wenn musste es spielerisch gelöst werden, mit dem etwas tiefer agierenden Sararer und dem mit Volldampf nachrückenden Stiefler, der sich seinem Gegenspieler, dem linken AV, schnell entledigen konnte, weil der in der Ausrichtung von Lotte ja hoch schob und damit Raum hinter sich freigab.
Lotte war sichtbar überrascht, dass Lorenz nicht mit im Umschaltspiel drin war, sondern eben diesmal Stiefler auf der Gegenseite. Hatte man gerade gegen Lautern und Zwickau den KSC so noch schwächen können, spielte die Ausrichtung von Lotte nun dem KSC in die Karten. Aber wie gesagt fiel kein Treffer, auch dadurch bedingt, dass einige weite Bälle in die Spitze wenig präzise waren, der KSC teilweise zu hastig den Abschluss suchte. Ebenso problematisch, dass Pourie teils am Flügel aushalf, Flanken kamen, doch Sararer nicht in den 16er zog. Da kommt dann doch noch eben etwas der Flügelspieler/Zehner durch, ist er noch nicht daran gewohnt als 2. Spitze zu agieren.
Brachte man das Umschaltspiel nicht vors Tor, hing im letzten Drittel fest, formierten sich Lotte wieder, schob der KSC weit mit auf und spielte ein überzeugendes Gegenpressing, von Anfang an sehr mutig. Merkte der Telekom-Reporter noch an, dass es Schlüssel sein kann, die nicht gerade dynamische IV des KSC im Umschaltspiel zu knacken, kam Lotte eben gar nicht zu diesem Spiel, weil man die potenziellen Bälle in der Lotte-Hälfte früh bereinigte, wie erwähnt gerade Groiß dazu auch ungewohnt weit in die gegnerische Hälfte ging. Bei seinen bisherigen Einsätzen agierte er da noch tiefer, nun passend so weit aufgerückt war das echt gut.
Lotte stellte dann knapp 15 Minuten vor der Pause im Aufbauspiel nochmal um, man bemerkte so langsam, dass man mit falscher Rangehensweise den KSC etwas einlud. Nun schob der rechte AV hoch, zog Lorenz mit, der linke AV blieb tief, der linke ZM ging auf den linken Flügel raus, damit 3 Mann-Flügelbesetzung. Aber auch so konnten sie im Aufbau weder den rüberschiebenden Stürmer noch den rausschiebenden Jovic finden und schnell in die KSC-Hälfte umsetzen.
Leider mit dem 0:0 in die Pause, der KSC war die bessere Mannschaft, doch bis auf 1-2 gute Möglichkeiten und eher schwache Versuche von außerhalb des Sechzehners, fehlte eben vor dem Tor der Punch, die Abstimmung.
Lotte stellte dann in H2 um, was dem KSC etwas Probleme bereitet. Der linke ZM schob in den linken Halbraum vor die Abwehrkette, Stiefler suchte nur Anbindung im möglichen Anlaufen. In seinem Rücken ließ sich Jovic fallen, damit band er Stiefler, der damit nicht mehr den ZM anlaufen konnte, da Jovic sich ohne Probleme in seinem Rücken hätte freilaufen können, bzw. hätte der ZM auf den AV am linken Flügel gespielt, hätte der Jovic frei anspielen können. Damit kam Lotte geordnet hinten raus und dann auch mal öfters an den Übergang ins letzte Drittel. Entscheidend war das aber nicht, denn das Spiel verflachte qualitativ vom Spielfluss her brutal. Lottes Gegenpressing lief in H1 nicht, doch in H2 spielten sie nun energischer und schafften es immer öfter dem KSC das Umschaltspiel aus der eigenen Hälfte heraus zu versauen. Der KSC ließ sich dann auch im Aufbauspiel der Sportfreunde etwas zu tief fallen und stand dann nach Balleroberung zu eng, was Lotte das Gegenpressing nun erleichterte.
Was für Lotte dann Problem in H1 war, das wurde es in H2 für den KSC. Der KSC presste in H1 noch gut gegen, verlor man in der gegnerischen Hälfte in H2 den Ball, so agierte man nun etwas zögerlicher, abwartender und damit kam man selbst nicht mehr gut ins Gegenpressing. Gerade Wanitzek und Groiss agierten dann leider nicht mehr ganz so abgestimmt, rückte Groiß nicht mehr so mutig nach, kam Marvin nicht direkt in die Zweikämpfe. Dazu gab es viele Pausen im Spiel, der Spielfluss ging auf beiden Seiten flöten und das Umschaltspiel wie erwähnt ebenso, was dann bedeutete, dass beide Teams den Ball nicht lange halten konnten und im Aufbauspiel heraus zu oft den weiten Ball wählten, um den Gegner wieder zu geordnetem Aufbau zu zwingen und neue Umschaltmöglichkeiten zu kreieren. Zum Ärgernis wurde dann der nicht gegebene Elfer. Bin zwar kein Freund davon, dass gepfiffen wird wenn man aus nächster Nähe den Arm des Gegenspieler mit einem hohem Ball anvisiert, aber der Lotte-Spieler versteifte eben sichtbar den Arm. Aber gut, Ligen übergreifend ist Handspiel in D eh mittlerweile völlig aus dem Ruder gelaufen, wen wunderts dann, dass sowas nicht gepfiffen wird.Gegen Ende kam noch Fink, der KSC startete in den Schlussminuten eine starke Schlussoffensive, doch Lotte hatte hier dann Glück. Es blieb beim 0:0.
Die 1. Hälfte des KSC hatte Hinrunden-Niveau. Der KSC war gut, feldüberlegen und konnte das gewohnte Umschaltspiel in neuer Rollenverteilung umsetzen. Lotte hatte dem wenig entgegen zu setzen. Es fehlte aber die Abstimmung im letzten Drittel, frei vors Tor kam niemand. In Halbzeit 2 war das Spiel dann ausgeglichen, weil die Sportfreunde ihrerseits den passenden Zugang im Aufbauspiel fanden, den KSC etwas mehr hinten reinschieben konnten, mutiger agierten, damit ins Gegenpressing kamen und das Umschaltspiel dem KSC zunichte machten. Kein schönes Spiel in Halbzeit 2, weil ewiges hin und her mit schnellem Ballverlust, ohne dass es nennenswerte Chancen gab. Die Umstellungen von Alois fruchteten, der KSC musste sich nicht wie gegen Lautern mit hohem Ballbesitz herumschlagen, doch es fiel einfach kein Tor, was man sich aber durchaus verdient gehabt hätte. Wenn man Lotte als eines der starken Teams in der Rückrunde sieht, dazu Spiel auswärts, würde ich das Spiel wieder als Aufwärtstrend sehen. Noch fehlt der Punch im letzten Drittel, der Rest ist wieder da. Dass uns ein Gegner dann wie Lotte in H2 Paroli bieten kann, teils den Schneid abkaufen, das akzeptiere ich, hat man ja aktuell nicht den Rückenwind der Hinrunde, die Erfolgserlebnisse, traf man trotz sehr ordentlichem Spiel in H1 nicht.
Uphoff ist hoffentlich nicht lange verletzt, Ersatzmann Müller hatte dann ebenfalls eigentlich nichts zu tun. Thiede war defensiv durchweg aufmerksam und sicher, schaltete sich in H1 häufig in die Offensive ein. Seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer, weil eben gerade Sararer nicht immer den nötigen Weg in die Spitze suchte und man damit in der Zentrale unterbesetzt war. Roßbach war ebenfalls sehr solide, spielte diesmal ungewohnt öfters eingerückt. Pisot und Gordon hatten wenig zu tun, waren beide sicher. Gordons weiten Bälle verpufften schnell. Pisot suchte ab und an ungewohnt häufig schnell den Klärungsball, das kann er ruhiger.
Stiefler arbeite wie gewohnt sehr viel, trieb das Umschaltspiel in H1 stark mit an. Sein Einrücken brachte eben die notwendige Asymmetrie, um Lotte zu Abstimmungsproblemen zu bringen. Wie gewohnt musste er im Luftkampf einstecken, weil er echt keinem Duell aus dem Wege geht. Lorenz durfte diesmal seine Rolle der Hinrunde nicht ausspielen. Noch gegen Zwickau und Lautern war er gefordert, versuchte sich auch reinzuwerfen, konnte er aber wenig gegen defensiv ausgerichtete Gegner ausrichten, die ihm seine schnellen vertikalen Wege nach Ballgewinn verbauten. In Halbzeit 1 war er aber auf dem Niveau des Teams und verteilte Bälle sinnig und sicher. Einzig der zu schnell genommene Abschluss in H1 war nicht notwendig, hätte man das doch mit Pourie und Sararer besser ausspielen können. In H2 war er dann oft aus dem Spiel, defensiv nicht immer sicher und foulte teils arg unmotiviert. Die gelbe Karte war in der Situation aber wichtig, denn ansonsten wäre Lotte in der Zentrale durch gewesen, Marvin und Pascal waren da längst überspielt. Pascal machte so frisch im Team einen guten Eindruck. Zwar war sein Passspiel nicht immer sauber, aber er versuchte immer schnell zu spielen. Würde das erst mal auf Eingewöhnung schieben, nicht auf fehlende Fähigkeiten. Nur die langen Bälle waren teils etwas weit ab. Defensiv gerade in H1 mit überragendem Stellungspiel, ergo tolle Entscheidungen, denn er putzte in der eigenen und gegnerischen Hälfte durchweg gut aus und war immer schnell am Mann dran. Marvin gab den offensiven Part, war nun häufig nahe am Sechzehner zu finden. So durchweg war er offensiv durchs schnelle Umschaltspiel nicht im Spiel drin, defensiv aber bis auf wenige Ausnahmen wach dabei und sicher. Auch ihm gelang nicht jeder Pass, aber sichtbar, dass er mit Groiß nun offensiv etwas mutiger auftrat.
Sararer zeigte, dass er bereit für die Stammelf ist. Von Anfang an gut, durchgängig sehr aktiv und lauffreudig im Spiel, auch defensiv sehr gut im beständigen Anlaufen und Verschieben. Teilweise verteidigte er in Halbzeit 2 tief vor dem eigenen Sechzehner mit. Natürlich fehlte es noch etwas an Abstimmung mit Pourie, auch zeigte er sich mehr darauf verlegt, im Vergleich zu Fink als mitspielender Stürmer teilzunehmen und war damit gar nicht so sehr in der Lage selbst zu treffen, noch den letzten Pass zu spielen, hatte aber kurz vor Schluss nach der Ecke den Siegtreffer noch auf dem Schlappen. Poure hing wieder teilweise in der Luft, bekam nicht die richtigen Bälle serviert. In Halbzeit 2 wirkte er dann auch nicht mehr so energisch wie noch in Halbzeit 1. So langsam sollte er mal wieder ein Erfolgserlebnis haben. Fink war nur kurz drin, 1-2 gute Aktionen zu sehen. Wie der tolle und gut vorbereitete Telekom-Reporter, der echt immer auf Höhe des Spielgeschehens war, anmerkte, könnte Sararer auf den linken Flügel, Fink wieder neben Pourie in die Startelf. Bin gespannt ob Alois weiter umstellt...glaube da aber nicht dran.
Im Hinspiel hatte sich der KSC noch gegen den Tabellenletzten blamiert, Alois Formationsumstellung lief schnell gegen die Wand. Nun also das Rückspiel und diesmal andere Vorzeichen. Der KSC nach der Lautern-Niederlage wohl angeknackst, Lotte hingegen aktuell gut in Form. Beim KSC kündigten sich Änderungen an, laut Alois sogar bis zur Umstellung der Formation. Das gab es aber nicht. 442 – Stiefler ersetzte den erkrankten Camoglu, dafür Groiß in die Zentrale. Sararer durfte für Fink ran, Lotte spielte im 433.
Eine Formationsänderung gab es nicht, doch Alois stellte Rollen um. War bisher Lorenz Links derjenige, der so schnell wie möglich ins Umschaltspiel eingriff und in des Gegner Hälfte ging, hatte nun Stiefler auf der anderen Seite diese Rolle. Dazu rückte Stiefler früh weit ein und unterstützte entweder Sararer als hängende Spitze in der Zentrale oder nahm den Platz hinter den Spitzen ein, wenn beide in der letzten Linie agierten. Das schon mal ein guter Kniff, fehlt doch Manuel die Dynamik am Flügel wie sie Burak hat. Eingerückt kann er sich so viel besser einbringen. Ebenso agierten beide Flügelverteidiger von Anfang an offensiv. Thiede gab nicht den abwartenden, nachrückenden Part, sobald der KSC in die Offensive ging, Stiefler einrücken konnte, rückte Thiede direkt auf. Roßbach überlief nicht nur Lorenz - falls der an der Außenlinie war, ging Damian in den Halbraum als Anspielstation rein und das sehr hochstehend. Wanitzek suchte nachrückend Anbindung an die Spitze, Groiß putzte dahinter aus, in H1 rückte er da im Gegenpressing teils bis weit in die gegnerische Hälfte ein und klärte dort direkt.
Das machte auf Lotte eingestellt von Anfang an einen guten Eindruck, nach wenigen Minuten kam der KSC bereits zu Chancen, man kontrollierte fortan in H1 das Spiel. Kontrolle im gewohnten KSC-Sinne, denn wenn musste Lotte aus dem beruhigten Spielaufbau hinten rauskommen und fand keine Mittel auf den KSC, während der KSC umschaltete. Lotte ließ anfangs den Ball in der 4er-Abwehrkette laufen, versuchte die KSC-Spitze zu locken, welche sich ein Stück weit ungewohnter an der Mittellinie aufstellten, also etwas tiefer wie noch in der Hinrunde. Locken konnten sie aber die KSC-Spitzen nicht. Die machte den Zwischenlinienraum dahinter eng, weil sich dahinter die beiden zentralen MF-Spieler von Lotte positionierten. Der offensive MF-Mann Jovic versuchte Anbindung im schnellen Übergang zu suchen, nicht direkt in den Spielaufbau rein. Stiefler und Lorenz suchten keinen Zugriff auf die AV, Wanitzek und Groiß schoben in der MF-Kette hoch, um die beiden zentralen-MF-Leute mit abzusichern. Lotte stellte dann schnell um. Rechter AV blieb in der Ballzirkulation tief, der linke AV schob hoch und zog damit Stiefler mit.
Die beiden Flügelstürmer rückten von Beginn an ein und suchten Anschluss an den Lotte-Stürmer. Lotte versuchte dann entweder mit weiten Bällen diese zu finden, mussten dazu aber etwas aufrücken, damit man den Ball in die Spitze kontrollierter spielen konnte. Dazu versuchte man dann schnell über die Flügel zu kombinieren, meist über die linke Seite, wo der AV hochschob, der Flügelstürmer dann mit raus an den Flügel ging, Jovic Anbindung an die Seite suchte. Doch Lotte bekam den Übergang nicht gebacken. Viel schlimmer als das, ihr Gegenpressing kam dann so hochstehend überhaupt nicht ins Laufen. Verlor man den Ball, ging nur ein Mann den ballführenden KSCler an, doch kam man nicht dazu weitere Anspielstationen in Manndeckung zu nehmen. Es war zu langsam, vor allem das aggressive nach vorne Verteidigen des ballführenden KSClers misslang und schon kam der KSC leicht dazu umzuschalten. Lotte hatte wohl auch nicht mit Sararer gerechnet, der mit seiner Dynamik sich gut freilaufen konnte, raumgreifender und weniger zu fangen spielte wie Fink.
Der KSC konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die Lotte-Abwehr ließ sich schnell fallen, in den Rücken kam man nicht frühzeitig. Wenn musste es spielerisch gelöst werden, mit dem etwas tiefer agierenden Sararer und dem mit Volldampf nachrückenden Stiefler, der sich seinem Gegenspieler, dem linken AV, schnell entledigen konnte, weil der in der Ausrichtung von Lotte ja hoch schob und damit Raum hinter sich freigab.
Lotte war sichtbar überrascht, dass Lorenz nicht mit im Umschaltspiel drin war, sondern eben diesmal Stiefler auf der Gegenseite. Hatte man gerade gegen Lautern und Zwickau den KSC so noch schwächen können, spielte die Ausrichtung von Lotte nun dem KSC in die Karten. Aber wie gesagt fiel kein Treffer, auch dadurch bedingt, dass einige weite Bälle in die Spitze wenig präzise waren, der KSC teilweise zu hastig den Abschluss suchte. Ebenso problematisch, dass Pourie teils am Flügel aushalf, Flanken kamen, doch Sararer nicht in den 16er zog. Da kommt dann doch noch eben etwas der Flügelspieler/Zehner durch, ist er noch nicht daran gewohnt als 2. Spitze zu agieren.
Brachte man das Umschaltspiel nicht vors Tor, hing im letzten Drittel fest, formierten sich Lotte wieder, schob der KSC weit mit auf und spielte ein überzeugendes Gegenpressing, von Anfang an sehr mutig. Merkte der Telekom-Reporter noch an, dass es Schlüssel sein kann, die nicht gerade dynamische IV des KSC im Umschaltspiel zu knacken, kam Lotte eben gar nicht zu diesem Spiel, weil man die potenziellen Bälle in der Lotte-Hälfte früh bereinigte, wie erwähnt gerade Groiß dazu auch ungewohnt weit in die gegnerische Hälfte ging. Bei seinen bisherigen Einsätzen agierte er da noch tiefer, nun passend so weit aufgerückt war das echt gut.
Lotte stellte dann knapp 15 Minuten vor der Pause im Aufbauspiel nochmal um, man bemerkte so langsam, dass man mit falscher Rangehensweise den KSC etwas einlud. Nun schob der rechte AV hoch, zog Lorenz mit, der linke AV blieb tief, der linke ZM ging auf den linken Flügel raus, damit 3 Mann-Flügelbesetzung. Aber auch so konnten sie im Aufbau weder den rüberschiebenden Stürmer noch den rausschiebenden Jovic finden und schnell in die KSC-Hälfte umsetzen.
Leider mit dem 0:0 in die Pause, der KSC war die bessere Mannschaft, doch bis auf 1-2 gute Möglichkeiten und eher schwache Versuche von außerhalb des Sechzehners, fehlte eben vor dem Tor der Punch, die Abstimmung.
Lotte stellte dann in H2 um, was dem KSC etwas Probleme bereitet. Der linke ZM schob in den linken Halbraum vor die Abwehrkette, Stiefler suchte nur Anbindung im möglichen Anlaufen. In seinem Rücken ließ sich Jovic fallen, damit band er Stiefler, der damit nicht mehr den ZM anlaufen konnte, da Jovic sich ohne Probleme in seinem Rücken hätte freilaufen können, bzw. hätte der ZM auf den AV am linken Flügel gespielt, hätte der Jovic frei anspielen können. Damit kam Lotte geordnet hinten raus und dann auch mal öfters an den Übergang ins letzte Drittel. Entscheidend war das aber nicht, denn das Spiel verflachte qualitativ vom Spielfluss her brutal. Lottes Gegenpressing lief in H1 nicht, doch in H2 spielten sie nun energischer und schafften es immer öfter dem KSC das Umschaltspiel aus der eigenen Hälfte heraus zu versauen. Der KSC ließ sich dann auch im Aufbauspiel der Sportfreunde etwas zu tief fallen und stand dann nach Balleroberung zu eng, was Lotte das Gegenpressing nun erleichterte.
Was für Lotte dann Problem in H1 war, das wurde es in H2 für den KSC. Der KSC presste in H1 noch gut gegen, verlor man in der gegnerischen Hälfte in H2 den Ball, so agierte man nun etwas zögerlicher, abwartender und damit kam man selbst nicht mehr gut ins Gegenpressing. Gerade Wanitzek und Groiss agierten dann leider nicht mehr ganz so abgestimmt, rückte Groiß nicht mehr so mutig nach, kam Marvin nicht direkt in die Zweikämpfe. Dazu gab es viele Pausen im Spiel, der Spielfluss ging auf beiden Seiten flöten und das Umschaltspiel wie erwähnt ebenso, was dann bedeutete, dass beide Teams den Ball nicht lange halten konnten und im Aufbauspiel heraus zu oft den weiten Ball wählten, um den Gegner wieder zu geordnetem Aufbau zu zwingen und neue Umschaltmöglichkeiten zu kreieren. Zum Ärgernis wurde dann der nicht gegebene Elfer. Bin zwar kein Freund davon, dass gepfiffen wird wenn man aus nächster Nähe den Arm des Gegenspieler mit einem hohem Ball anvisiert, aber der Lotte-Spieler versteifte eben sichtbar den Arm. Aber gut, Ligen übergreifend ist Handspiel in D eh mittlerweile völlig aus dem Ruder gelaufen, wen wunderts dann, dass sowas nicht gepfiffen wird.Gegen Ende kam noch Fink, der KSC startete in den Schlussminuten eine starke Schlussoffensive, doch Lotte hatte hier dann Glück. Es blieb beim 0:0.
Die 1. Hälfte des KSC hatte Hinrunden-Niveau. Der KSC war gut, feldüberlegen und konnte das gewohnte Umschaltspiel in neuer Rollenverteilung umsetzen. Lotte hatte dem wenig entgegen zu setzen. Es fehlte aber die Abstimmung im letzten Drittel, frei vors Tor kam niemand. In Halbzeit 2 war das Spiel dann ausgeglichen, weil die Sportfreunde ihrerseits den passenden Zugang im Aufbauspiel fanden, den KSC etwas mehr hinten reinschieben konnten, mutiger agierten, damit ins Gegenpressing kamen und das Umschaltspiel dem KSC zunichte machten. Kein schönes Spiel in Halbzeit 2, weil ewiges hin und her mit schnellem Ballverlust, ohne dass es nennenswerte Chancen gab. Die Umstellungen von Alois fruchteten, der KSC musste sich nicht wie gegen Lautern mit hohem Ballbesitz herumschlagen, doch es fiel einfach kein Tor, was man sich aber durchaus verdient gehabt hätte. Wenn man Lotte als eines der starken Teams in der Rückrunde sieht, dazu Spiel auswärts, würde ich das Spiel wieder als Aufwärtstrend sehen. Noch fehlt der Punch im letzten Drittel, der Rest ist wieder da. Dass uns ein Gegner dann wie Lotte in H2 Paroli bieten kann, teils den Schneid abkaufen, das akzeptiere ich, hat man ja aktuell nicht den Rückenwind der Hinrunde, die Erfolgserlebnisse, traf man trotz sehr ordentlichem Spiel in H1 nicht.
Uphoff ist hoffentlich nicht lange verletzt, Ersatzmann Müller hatte dann ebenfalls eigentlich nichts zu tun. Thiede war defensiv durchweg aufmerksam und sicher, schaltete sich in H1 häufig in die Offensive ein. Seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer, weil eben gerade Sararer nicht immer den nötigen Weg in die Spitze suchte und man damit in der Zentrale unterbesetzt war. Roßbach war ebenfalls sehr solide, spielte diesmal ungewohnt öfters eingerückt. Pisot und Gordon hatten wenig zu tun, waren beide sicher. Gordons weiten Bälle verpufften schnell. Pisot suchte ab und an ungewohnt häufig schnell den Klärungsball, das kann er ruhiger.
Stiefler arbeite wie gewohnt sehr viel, trieb das Umschaltspiel in H1 stark mit an. Sein Einrücken brachte eben die notwendige Asymmetrie, um Lotte zu Abstimmungsproblemen zu bringen. Wie gewohnt musste er im Luftkampf einstecken, weil er echt keinem Duell aus dem Wege geht. Lorenz durfte diesmal seine Rolle der Hinrunde nicht ausspielen. Noch gegen Zwickau und Lautern war er gefordert, versuchte sich auch reinzuwerfen, konnte er aber wenig gegen defensiv ausgerichtete Gegner ausrichten, die ihm seine schnellen vertikalen Wege nach Ballgewinn verbauten. In Halbzeit 1 war er aber auf dem Niveau des Teams und verteilte Bälle sinnig und sicher. Einzig der zu schnell genommene Abschluss in H1 war nicht notwendig, hätte man das doch mit Pourie und Sararer besser ausspielen können. In H2 war er dann oft aus dem Spiel, defensiv nicht immer sicher und foulte teils arg unmotiviert. Die gelbe Karte war in der Situation aber wichtig, denn ansonsten wäre Lotte in der Zentrale durch gewesen, Marvin und Pascal waren da längst überspielt. Pascal machte so frisch im Team einen guten Eindruck. Zwar war sein Passspiel nicht immer sauber, aber er versuchte immer schnell zu spielen. Würde das erst mal auf Eingewöhnung schieben, nicht auf fehlende Fähigkeiten. Nur die langen Bälle waren teils etwas weit ab. Defensiv gerade in H1 mit überragendem Stellungspiel, ergo tolle Entscheidungen, denn er putzte in der eigenen und gegnerischen Hälfte durchweg gut aus und war immer schnell am Mann dran. Marvin gab den offensiven Part, war nun häufig nahe am Sechzehner zu finden. So durchweg war er offensiv durchs schnelle Umschaltspiel nicht im Spiel drin, defensiv aber bis auf wenige Ausnahmen wach dabei und sicher. Auch ihm gelang nicht jeder Pass, aber sichtbar, dass er mit Groiß nun offensiv etwas mutiger auftrat.
Sararer zeigte, dass er bereit für die Stammelf ist. Von Anfang an gut, durchgängig sehr aktiv und lauffreudig im Spiel, auch defensiv sehr gut im beständigen Anlaufen und Verschieben. Teilweise verteidigte er in Halbzeit 2 tief vor dem eigenen Sechzehner mit. Natürlich fehlte es noch etwas an Abstimmung mit Pourie, auch zeigte er sich mehr darauf verlegt, im Vergleich zu Fink als mitspielender Stürmer teilzunehmen und war damit gar nicht so sehr in der Lage selbst zu treffen, noch den letzten Pass zu spielen, hatte aber kurz vor Schluss nach der Ecke den Siegtreffer noch auf dem Schlappen. Poure hing wieder teilweise in der Luft, bekam nicht die richtigen Bälle serviert. In Halbzeit 2 wirkte er dann auch nicht mehr so energisch wie noch in Halbzeit 1. So langsam sollte er mal wieder ein Erfolgserlebnis haben. Fink war nur kurz drin, 1-2 gute Aktionen zu sehen. Wie der tolle und gut vorbereitete Telekom-Reporter, der echt immer auf Höhe des Spielgeschehens war, anmerkte, könnte Sararer auf den linken Flügel, Fink wieder neben Pourie in die Startelf. Bin gespannt ob Alois weiter umstellt...glaube da aber nicht dran.
24.02.2019 - 10:09 Uhr
Zitat von livinglobster
Sverko ist aber nicht fit, hat also auch keine Vorbereitung mitgemacht, kann das System also nicht können. Camoglu ist gelernter RV, für den Profibereich in der Defensive aber viel zu zweikampfschwach. Nach vorne gehts bei ihm immer, als alleiniger rechter Bahnspieler aber auch zu riskant unterwegs und verliert zu oft den Ball. Pisot als zentraler IV, da geh ich d'accord, aber wer als RIV und LIV?
Sverko ist aber nicht fit, hat also auch keine Vorbereitung mitgemacht, kann das System also nicht können. Camoglu ist gelernter RV, für den Profibereich in der Defensive aber viel zu zweikampfschwach. Nach vorne gehts bei ihm immer, als alleiniger rechter Bahnspieler aber auch zu riskant unterwegs und verliert zu oft den Ball. Pisot als zentraler IV, da geh ich d'accord, aber wer als RIV und LIV?
Man darf sich dann aber schon fragen, warum man einen Sverko, für ein Jahr leiht, während man einem Dehm kein Vertrag gibt.
Ähnlich mit Kübler. Irgendwie jedesmal das Gleiche.
Ich hoffe nur, das man Jensen und Mensah nicht in ein zwei Jahren woanders aufblühen sieht..
Kircher und Hanek brauchen ihre Einsatzminuten. Wenn nicht in Liga 3, wann und wo denn dann?
24.02.2019 - 10:15 Uhr
Dehm hatte einfach bessere Angebote
Sverko ist doch fit. Spielt halt nur, wie die meisten Zugänge, keine Rolle.
Mit Groiss steht für mich mit einem 4 1 4 1 eigentlich das perfekte System. Nur sehe ich auf LM keine richtige Option.
Auf der Bank müsste sich was ändern, Choi, Sane, Röser - da kommt kein Impuls. Müsste man leider die eh schon schwächelnde U19 weiter schwächen. Dilemma
Sverko ist doch fit. Spielt halt nur, wie die meisten Zugänge, keine Rolle.
Mit Groiss steht für mich mit einem 4 1 4 1 eigentlich das perfekte System. Nur sehe ich auf LM keine richtige Option.
Auf der Bank müsste sich was ändern, Choi, Sane, Röser - da kommt kein Impuls. Müsste man leider die eh schon schwächelnde U19 weiter schwächen. Dilemma
24.02.2019 - 11:14 Uhr
Erstmal Respekt an Rudi, der bisherigen Diskussion den Blickwinkel einer beschreibenden Taktikanalyse hinzuzufügen. Emotional wird dies wohl von wenigen so nachvollzogen, aber hilfreich zum Nachdenken und Hinterfragen.
Ansonsten ist nüchtern betrachtet ein Unentschieden in Lotte, bei dem man nicht unbedingt nahe am Sieg, aber näher als der Gegner, nicht richtig übel. Vielleicht ähnlich, wie das 0
in Haching. Aber hilft halt nur, wenn jetzt Siege folgen.
Ich bin mal optimistisch und gehe davon aus, dass die leichte Korrektur mit Groiß im DM fortgesetzt wird und Früchte trägt, dass Fink über die Rolle des Jokers wiedererstarkt, mit Camoglu eine Alternative zurückkehrt und dies aus Sicht von AS ermöglicht, auch Lorenz eine Pause zu gönnen. Ev. auch Pourie mal Durchschnaufen lassen und dafür Sararer/Fink.
Die Bank ist defensiv gut besetzt, offensiv fehlen die Optionen, zumindest solange Möbius nicht einsatzfähig ist. Da wünsche ich mir schon Batmaz statt Röser. Und bevor man Sane höchstens 10 Min. gibt, wäre mir DSE für 10 min. lieber auf der Bank.
Ich bin bei unseren AV kein Freund, dass diese sich stark in die Offensive bewegen. Für mich taugen unsere AV und IV für Hochrücken und Raum verdichten in altmodischer Version, einem defensiven DM davor und dafür lieber unsere ballbegabten etwas von Defensivarbeit zu entlasten.
Ansonsten ist nüchtern betrachtet ein Unentschieden in Lotte, bei dem man nicht unbedingt nahe am Sieg, aber näher als der Gegner, nicht richtig übel. Vielleicht ähnlich, wie das 0
in Haching. Aber hilft halt nur, wenn jetzt Siege folgen. Ich bin mal optimistisch und gehe davon aus, dass die leichte Korrektur mit Groiß im DM fortgesetzt wird und Früchte trägt, dass Fink über die Rolle des Jokers wiedererstarkt, mit Camoglu eine Alternative zurückkehrt und dies aus Sicht von AS ermöglicht, auch Lorenz eine Pause zu gönnen. Ev. auch Pourie mal Durchschnaufen lassen und dafür Sararer/Fink.
Die Bank ist defensiv gut besetzt, offensiv fehlen die Optionen, zumindest solange Möbius nicht einsatzfähig ist. Da wünsche ich mir schon Batmaz statt Röser. Und bevor man Sane höchstens 10 Min. gibt, wäre mir DSE für 10 min. lieber auf der Bank.
Ich bin bei unseren AV kein Freund, dass diese sich stark in die Offensive bewegen. Für mich taugen unsere AV und IV für Hochrücken und Raum verdichten in altmodischer Version, einem defensiven DM davor und dafür lieber unsere ballbegabten etwas von Defensivarbeit zu entlasten.
09.03.2019 - 16:12 Uhr
@RudiMentaer : Du musst die Holzmaske wieder ablegen.....
14.03.2019 - 11:38 Uhr
hab nix passendes gefunden, hier gehörts am ehesten hin:
so wie's aussieht, hat der ksc anscheinend kein interesse daran, mit einem psycho/mental-coach zusammenzuarbeiten.
was läuft denn da falsch im verein, dass das nicht gemacht wird?
jetzt ist ja nicht die erste situation der saison, wo psychologische unterstützung gut wäre.
liegts an der kohle oder an was?
so wie's aussieht, hat der ksc anscheinend kein interesse daran, mit einem psycho/mental-coach zusammenzuarbeiten.
was läuft denn da falsch im verein, dass das nicht gemacht wird?
jetzt ist ja nicht die erste situation der saison, wo psychologische unterstützung gut wäre.
liegts an der kohle oder an was?
14.03.2019 - 11:41 Uhr
Zitat von KurvensteherA4
hab nix passendes gefunden, hier gehörts am ehesten hin:
so wie's aussieht, hat der ksc anscheinend kein interesse daran, mit einem psycho/mental-coach zusammenzuarbeiten.
was läuft denn da falsch im verein, dass das nicht gemacht wird?
jetzt ist ja nicht die erste situation der saison, wo psychologische unterstützung gut wäre.
liegts an der kohle oder an was?
hab nix passendes gefunden, hier gehörts am ehesten hin:
so wie's aussieht, hat der ksc anscheinend kein interesse daran, mit einem psycho/mental-coach zusammenzuarbeiten.
was läuft denn da falsch im verein, dass das nicht gemacht wird?
jetzt ist ja nicht die erste situation der saison, wo psychologische unterstützung gut wäre.
liegts an der kohle oder an was?
Hatten wir schon. Wird überbewertet
14.03.2019 - 11:47 Uhr
hatten wir schon als thema hier? oder gabs tatsächlich mal ne zusammenarbeit vom ksc mit so nem coach?
14.03.2019 - 11:54 Uhr
28. Spieltag: Karlsruhe - Aalen
Vor dem Spiel wurde wie gewohnt betont, jedes Spiel gleich anzugehen. Alois hats eingeführt, betont es gegen jeden Gegner, auch Wani gab es vor dem Spiel zum Besten. Glaubhaft? Fand ich nicht, denn gegen den Tabellenletzten taten wir uns bisher immer schwer. Lotte wenigstens noch dadurch bedingt, dass es eine große Systemumstellung gab. Nur diesmal nicht, nicht mal ein Personalwechsel. Der KSC im gewohnten 442, die Aalener traten im 4123 an.
Das dürfte eine Überraschung gewesen sein, den laut versch. Portale traten die Aalener in den letzten 4 Spielen nicht mit dieser Formation auf. Laut Magentasport spielte Aalen gegen den KSC im 3421, das war aber zu keinem Zeitpunkt so zu sehen.
Die ersten Minuten gewohntes Abtasten, ins Spiel reinfinden. Aalen fackelte nicht lange und nahm das an, was den KSC In den letzten beiden Spielen auszeichnete – sofortige Intensität. Der KSC bekam das Spiel aber diesmal nicht in der eigenen Manier unter Kontrolle. Zu Beginn zeichneten sich beide Teams dadurch aus, dass man brutal unsauber spielte, das Spiel ein reines Gestocher, gefolgt von katastrophalen Fehlpässen. Aalen bekam dann aber die Überhand, presste tief in der Hälfte des KSC, während unsre Leute nach Balleroberung gar nicht dazu kamen Konter zu setzen.
Noch reagierte man relativ gelassen auf die Drangphase der Aalener. Die Flügelangreifer arbeiteten wenig nach hinten mit, vor allem Lorenz, Wani suchte die Anbindung an die Spitze, Groiß putzte dahinter aus. Das wurde dann schnell zum Fiasko. Geordneten Spielaufbau gab es nicht, der KSC kam nicht dazu die Gegenspieler sauber zuzuordnen und eine passende Struktur zu entwickeln. Aalen spielte mit einem tiefen Sechser, den man von Anfang an nicht unter Kontrolle gekam. Entweder bekam Wani nicht den Zugriff, weil sich der Sechser aus tiefer Positionierung dann ins MF fallen ließ, oder weil er nicht von einem der beiden Stürmer in Manndeckung genommen wurde, man Deckungsschatten ausüben konnte. Die beiden Achter der Aalener agierten sehr eng, man suchte nicht den Weg auf die Flügel raus, die Flügelstürmer rückten weit ein und standen direkt neben dem Stürmer. Stiefler fokussierte teils auf den Achter, wie Lorenz anfangs überhaupt nicht tat. Thiede und Roßbach konnten die Flügelstürmer auch nicht aufnehmen, da sie zu zentral standen, Schnittstelle IV/AV. Groiß sicherte davor ab, aber hatte eben damit 3 Mann direkt hinter sich, die er alleine nie und nimmer hätte absichern können, es musste die IV dann eben immer direkt mit rausrücken. So später Zugriff wurde uns dann zum Verhängnis.
Der KSC bekam den Übergang in die eigene Hälfte durch die Aalener nicht unterbunden, die Flügelstürmer konnten einrücken, die Aalener aufrücken, sich in Position bringen, nach Ballverlusten direkt pressen. Der KSC nahm das Spiel bis zur 20. Minute nicht an. Die Aalener bekamen als erstes Präzision ins Spiel, kombinierten abgestimmt und sehenswert, während die KSC-Flügelangreifer auf Umschaltmomente zockten und in der Phase nur selten aushalfen. Die AV der Aalener schoben nach, auf dem Flügel waren damit Thiede und Roßbach gebunden, in den Aalener Kombinationen waren sich nur noch Passagiere. Das MF war also damit völlig offen, gestellt bekam man die Aalener wenn überhaupt erst vor dem eigenen 16er und dann auch nur, wenn bei diesen die Präzision im letzten Pass nachließ. Kam der KSC dazu die Aalener mal selbst hoch anzulaufen, rückte die 2. Reihe nicht nach. Pourie ging auf die IV, dahinter schob kein ZM auf die MF-Anspielstationen der Aalener, damit war man direkt im Zwischenlinienraum vor dem MF und konnte das dann ohne Probleme überspielen. Wani fing immer öfter an dann mit Groiß tief abzusichern, so langsam gesellten sich auch Lorenz und Stiefler hinzu, Stiefler versuchte schnell einrückend auszuhelfen, da ja in der Stellung der Aalener im letzten Drittel nur der AV auf dem Flügel stand. Das sehr enge Spiel der Aalener brachte uns an unsre Grenze und der KSC kassierte in völliger Passivität, ohne das Spiel anzunehmen, mit immer stärker abfallender Präzision im eigenen Ballbesitz, völlig verdient 2 Tore. Signalwirkung dann fast genau die 20. Minute. Endlich nahm man die Intesität an und fing an um die Bälle zu kämpfen, wieder aktiv teilzunehmen.
Groiß durfte früh unter die Dusche. Mitverursacher aber auch Opfer unsrer Spielweise. Seine Weigerung aktiv nach vorne zu verteidigen, aufzurücken, setzte unsre MF-Zentrale mit außer Gefecht. Marvin musste sich ihm anpassen und damit stand man dann in der eigenen Hälfte gefangen. Auch das Aufbauspiel misslang Groiß komplett.
Was hätte man besser machen können abseits den Kampf passend anzunehmen? Die Flügelangreifer hätten die Achter von anfang voll mit aufnehmen müssen, denn Aalen spielte ja sehr zentral. Mit Groiß und Wani war man hier unterbesetzt. So hätten aber die AV ohne Zuordnung aufrücken können und damit Roschi und Thiede vor Probleme stellen, weil ja eben die Flügelstürmer einrückten und in die Schnittstelle IV/AV hätten gehen können. Unsre Flügelangreifer versuchten eben unser Spiel durchzubringen, was bedeutete, dass sie in der Abwehr nicht genügend aushalfen und zockten. Stiefler half da etwas mehr wie Lorenz, der dann Roschi teils brutal alleine ließ. Man bekam das Übergangsspiel der Aalener nicht in den Griff und spielte dann in Unterzahl in der Zentrale, lief durchweg hinterher, während Aalen im Dreieck-Spiel sehenswert kombinierte.
Nach 20 Minuten kippte dann endlich das Spiel. Aalen formierte sich immer öfter defensiv im 4141. Ließ sich einer unser Achter im Aufbau fallen, wurde er manngedeckt, der Sechser rückte in die MF-Kette. Ließen sich beide Achter fallen, schob die MF-Kette hoch und nahm sie somit ebenfalls aus dem Spiel. Unsre Mannschaft nahm das dann sinnig an. Fortan gingen Gordon und Pisot mit Ball auf die MF-Kette. Der Stürmer konnte alleinig überhaupt nicht pressen, nach 1-2 Passstationen war der raus. Durch das Anlaufen mit Ball konnte man die MF-Kette locken, sich dann die zentralen MF-Spieler so aus dem Deckungsschatten lösen. Der KSC kam so dann ordentlich über die Mittelinie, versuchte vor allem am Flügel zu kombinieren. Roschi und Thiede schalteten auf vollen Offensivmodus, Pourie oder Fink schoben bei Möglichkeit auf den Flügel raus um die AV zu binden. Mit Camoglu und dem ebenso antreibenden Thiede kam man so am rechten Flügel ordentlich ins Spiel, doch kam man von dort nicht in die Zentrale rein, vor den Sechzehner. Fink war völlig aus dem Spiel, Pourie konnte nur prallen lassen, ihm stand ständig ein Gegenspieler auf den Füßen. Es ging also über Flanken, frühe Hereingaben, 2.Bälle, Gegenpressing. Teils großes Risiko, doch Aalen befreite sich immer schlechter und nutzte das nicht zum Konter aus. Der Anschlußtreffer hätte fallen können, Chancen waren in zumindest ausreichender Höhe da, aber es gelang nicht.
Nach der Pause keine Umstellung. Die Hoffnung da, dass der KSC die Intensität aus den letzten 25 Minuten der 1. Halbzeit so in Hälfte 2 weiterführt. Dem war nicht so. Es schlichen sich wiederzu häufig leichtfertige Fehler ein, Fink kam nicht ins Spiel, der KSC kaum noch passend ins letzte Drittel, so keine Chance da auch in der letzten Reihe für mehr Personal zu sorgen. Aalen kam immer wieder dazu sich aus dem dann gar nicht mehr so richtig vorhandenen Klammergriff zu befreien. Den Elfer versemmelt, darauf das 3:0, damit war die Messe gelesen.
Die ersten 20 Minuten eine volle Katastrophe. Man wollte das eigene Spiel durchdrücken, nahm die Intensität der Aalener in arroganter Haltung und Vernachlässigung der Defensivarbeit nicht an und warf das Spiel innerhalb von 20 Minuten aus dem Fenster. Danach kam eine Reaktion, der KSC spielte mit großem Risiko und belohnte sich fast, doch im Ballbesitz tut man sich halt unter Alois schwer. In Halbzeit 2 konnte man daran nicht anknüpfen, bekam das dann überfällige 3:0 und musste eine herbe Niederlage einstecken.
Alois wird hoffentlich die richtigen Worte finden, denn die Einstellung passte trotz der Mantra-artigen Betonung vor dem Spiel überhaupt nicht. Ein wildes Gestocher in den ersten 20 Minuten, die Mannschaft überhaupt nicht wach.
Eine ausführliche Spielerwertung spare ich mir - mannschaftlich geschlossene, unterirdische erste 20 Minuten. Camoglu, Stiefler und Lorenz stemmten sich nach 20 Minuten offensiv dagegen, Fink war nie im
Spiel drin, Pourie alleingelassen. Stielfers Fehlpässe zogen sich durchs Spiel, Wani farblos. Gordon ebenfalls zu oft nicht sattelfest, hatte aber wie Pisot diesmal große Aufgaben. Konterabsicherung, Gegner locken,
nach Ecken so lange es geht in der Offensive verweilen. Irgendwann ist dann die Pumpe alle, was auch für Thiede und Roschi galt. Die ersten 20 Minuten waren für einen Aufstiegsaspiranten unwürdig und diese Leistung in jeglicher Form kritikwürdig. Egal wie oft man es wiederholt und einbleut, die Mannschaft schafft es nicht jedes Spiel wirklich gleich anzugehen. Ein krachender Denkzettel zur rechten Zeit, denn noch hat man alle Zügel selbst in der Hand.
Vor dem Spiel wurde wie gewohnt betont, jedes Spiel gleich anzugehen. Alois hats eingeführt, betont es gegen jeden Gegner, auch Wani gab es vor dem Spiel zum Besten. Glaubhaft? Fand ich nicht, denn gegen den Tabellenletzten taten wir uns bisher immer schwer. Lotte wenigstens noch dadurch bedingt, dass es eine große Systemumstellung gab. Nur diesmal nicht, nicht mal ein Personalwechsel. Der KSC im gewohnten 442, die Aalener traten im 4123 an.
Das dürfte eine Überraschung gewesen sein, den laut versch. Portale traten die Aalener in den letzten 4 Spielen nicht mit dieser Formation auf. Laut Magentasport spielte Aalen gegen den KSC im 3421, das war aber zu keinem Zeitpunkt so zu sehen.
Die ersten Minuten gewohntes Abtasten, ins Spiel reinfinden. Aalen fackelte nicht lange und nahm das an, was den KSC In den letzten beiden Spielen auszeichnete – sofortige Intensität. Der KSC bekam das Spiel aber diesmal nicht in der eigenen Manier unter Kontrolle. Zu Beginn zeichneten sich beide Teams dadurch aus, dass man brutal unsauber spielte, das Spiel ein reines Gestocher, gefolgt von katastrophalen Fehlpässen. Aalen bekam dann aber die Überhand, presste tief in der Hälfte des KSC, während unsre Leute nach Balleroberung gar nicht dazu kamen Konter zu setzen.
Noch reagierte man relativ gelassen auf die Drangphase der Aalener. Die Flügelangreifer arbeiteten wenig nach hinten mit, vor allem Lorenz, Wani suchte die Anbindung an die Spitze, Groiß putzte dahinter aus. Das wurde dann schnell zum Fiasko. Geordneten Spielaufbau gab es nicht, der KSC kam nicht dazu die Gegenspieler sauber zuzuordnen und eine passende Struktur zu entwickeln. Aalen spielte mit einem tiefen Sechser, den man von Anfang an nicht unter Kontrolle gekam. Entweder bekam Wani nicht den Zugriff, weil sich der Sechser aus tiefer Positionierung dann ins MF fallen ließ, oder weil er nicht von einem der beiden Stürmer in Manndeckung genommen wurde, man Deckungsschatten ausüben konnte. Die beiden Achter der Aalener agierten sehr eng, man suchte nicht den Weg auf die Flügel raus, die Flügelstürmer rückten weit ein und standen direkt neben dem Stürmer. Stiefler fokussierte teils auf den Achter, wie Lorenz anfangs überhaupt nicht tat. Thiede und Roßbach konnten die Flügelstürmer auch nicht aufnehmen, da sie zu zentral standen, Schnittstelle IV/AV. Groiß sicherte davor ab, aber hatte eben damit 3 Mann direkt hinter sich, die er alleine nie und nimmer hätte absichern können, es musste die IV dann eben immer direkt mit rausrücken. So später Zugriff wurde uns dann zum Verhängnis.
Der KSC bekam den Übergang in die eigene Hälfte durch die Aalener nicht unterbunden, die Flügelstürmer konnten einrücken, die Aalener aufrücken, sich in Position bringen, nach Ballverlusten direkt pressen. Der KSC nahm das Spiel bis zur 20. Minute nicht an. Die Aalener bekamen als erstes Präzision ins Spiel, kombinierten abgestimmt und sehenswert, während die KSC-Flügelangreifer auf Umschaltmomente zockten und in der Phase nur selten aushalfen. Die AV der Aalener schoben nach, auf dem Flügel waren damit Thiede und Roßbach gebunden, in den Aalener Kombinationen waren sich nur noch Passagiere. Das MF war also damit völlig offen, gestellt bekam man die Aalener wenn überhaupt erst vor dem eigenen 16er und dann auch nur, wenn bei diesen die Präzision im letzten Pass nachließ. Kam der KSC dazu die Aalener mal selbst hoch anzulaufen, rückte die 2. Reihe nicht nach. Pourie ging auf die IV, dahinter schob kein ZM auf die MF-Anspielstationen der Aalener, damit war man direkt im Zwischenlinienraum vor dem MF und konnte das dann ohne Probleme überspielen. Wani fing immer öfter an dann mit Groiß tief abzusichern, so langsam gesellten sich auch Lorenz und Stiefler hinzu, Stiefler versuchte schnell einrückend auszuhelfen, da ja in der Stellung der Aalener im letzten Drittel nur der AV auf dem Flügel stand. Das sehr enge Spiel der Aalener brachte uns an unsre Grenze und der KSC kassierte in völliger Passivität, ohne das Spiel anzunehmen, mit immer stärker abfallender Präzision im eigenen Ballbesitz, völlig verdient 2 Tore. Signalwirkung dann fast genau die 20. Minute. Endlich nahm man die Intesität an und fing an um die Bälle zu kämpfen, wieder aktiv teilzunehmen.
Groiß durfte früh unter die Dusche. Mitverursacher aber auch Opfer unsrer Spielweise. Seine Weigerung aktiv nach vorne zu verteidigen, aufzurücken, setzte unsre MF-Zentrale mit außer Gefecht. Marvin musste sich ihm anpassen und damit stand man dann in der eigenen Hälfte gefangen. Auch das Aufbauspiel misslang Groiß komplett.
Was hätte man besser machen können abseits den Kampf passend anzunehmen? Die Flügelangreifer hätten die Achter von anfang voll mit aufnehmen müssen, denn Aalen spielte ja sehr zentral. Mit Groiß und Wani war man hier unterbesetzt. So hätten aber die AV ohne Zuordnung aufrücken können und damit Roschi und Thiede vor Probleme stellen, weil ja eben die Flügelstürmer einrückten und in die Schnittstelle IV/AV hätten gehen können. Unsre Flügelangreifer versuchten eben unser Spiel durchzubringen, was bedeutete, dass sie in der Abwehr nicht genügend aushalfen und zockten. Stiefler half da etwas mehr wie Lorenz, der dann Roschi teils brutal alleine ließ. Man bekam das Übergangsspiel der Aalener nicht in den Griff und spielte dann in Unterzahl in der Zentrale, lief durchweg hinterher, während Aalen im Dreieck-Spiel sehenswert kombinierte.
Nach 20 Minuten kippte dann endlich das Spiel. Aalen formierte sich immer öfter defensiv im 4141. Ließ sich einer unser Achter im Aufbau fallen, wurde er manngedeckt, der Sechser rückte in die MF-Kette. Ließen sich beide Achter fallen, schob die MF-Kette hoch und nahm sie somit ebenfalls aus dem Spiel. Unsre Mannschaft nahm das dann sinnig an. Fortan gingen Gordon und Pisot mit Ball auf die MF-Kette. Der Stürmer konnte alleinig überhaupt nicht pressen, nach 1-2 Passstationen war der raus. Durch das Anlaufen mit Ball konnte man die MF-Kette locken, sich dann die zentralen MF-Spieler so aus dem Deckungsschatten lösen. Der KSC kam so dann ordentlich über die Mittelinie, versuchte vor allem am Flügel zu kombinieren. Roschi und Thiede schalteten auf vollen Offensivmodus, Pourie oder Fink schoben bei Möglichkeit auf den Flügel raus um die AV zu binden. Mit Camoglu und dem ebenso antreibenden Thiede kam man so am rechten Flügel ordentlich ins Spiel, doch kam man von dort nicht in die Zentrale rein, vor den Sechzehner. Fink war völlig aus dem Spiel, Pourie konnte nur prallen lassen, ihm stand ständig ein Gegenspieler auf den Füßen. Es ging also über Flanken, frühe Hereingaben, 2.Bälle, Gegenpressing. Teils großes Risiko, doch Aalen befreite sich immer schlechter und nutzte das nicht zum Konter aus. Der Anschlußtreffer hätte fallen können, Chancen waren in zumindest ausreichender Höhe da, aber es gelang nicht.
Nach der Pause keine Umstellung. Die Hoffnung da, dass der KSC die Intensität aus den letzten 25 Minuten der 1. Halbzeit so in Hälfte 2 weiterführt. Dem war nicht so. Es schlichen sich wiederzu häufig leichtfertige Fehler ein, Fink kam nicht ins Spiel, der KSC kaum noch passend ins letzte Drittel, so keine Chance da auch in der letzten Reihe für mehr Personal zu sorgen. Aalen kam immer wieder dazu sich aus dem dann gar nicht mehr so richtig vorhandenen Klammergriff zu befreien. Den Elfer versemmelt, darauf das 3:0, damit war die Messe gelesen.
Die ersten 20 Minuten eine volle Katastrophe. Man wollte das eigene Spiel durchdrücken, nahm die Intensität der Aalener in arroganter Haltung und Vernachlässigung der Defensivarbeit nicht an und warf das Spiel innerhalb von 20 Minuten aus dem Fenster. Danach kam eine Reaktion, der KSC spielte mit großem Risiko und belohnte sich fast, doch im Ballbesitz tut man sich halt unter Alois schwer. In Halbzeit 2 konnte man daran nicht anknüpfen, bekam das dann überfällige 3:0 und musste eine herbe Niederlage einstecken.
Alois wird hoffentlich die richtigen Worte finden, denn die Einstellung passte trotz der Mantra-artigen Betonung vor dem Spiel überhaupt nicht. Ein wildes Gestocher in den ersten 20 Minuten, die Mannschaft überhaupt nicht wach.
Eine ausführliche Spielerwertung spare ich mir - mannschaftlich geschlossene, unterirdische erste 20 Minuten. Camoglu, Stiefler und Lorenz stemmten sich nach 20 Minuten offensiv dagegen, Fink war nie im
Spiel drin, Pourie alleingelassen. Stielfers Fehlpässe zogen sich durchs Spiel, Wani farblos. Gordon ebenfalls zu oft nicht sattelfest, hatte aber wie Pisot diesmal große Aufgaben. Konterabsicherung, Gegner locken,
nach Ecken so lange es geht in der Offensive verweilen. Irgendwann ist dann die Pumpe alle, was auch für Thiede und Roschi galt. Die ersten 20 Minuten waren für einen Aufstiegsaspiranten unwürdig und diese Leistung in jeglicher Form kritikwürdig. Egal wie oft man es wiederholt und einbleut, die Mannschaft schafft es nicht jedes Spiel wirklich gleich anzugehen. Ein krachender Denkzettel zur rechten Zeit, denn noch hat man alle Zügel selbst in der Hand.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RudiMentaer am 14.03.2019 um 11:55 Uhr bearbeitet
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