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Stefan Leitl
Geburtsdatum 29.08.1977
Alter 49
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Hertha BSC

Stefan Leitl [Trainer]

08.05.2022 - 14:54 Uhr
Stefan Leitl [Trainer] |#151
17.12.2024 - 10:35 Uhr
Zitat von handycap

Zitat von Androesen96

Sorry, aber an der Stelle hast Du einfach nicht verstanden. Bitte beschäftige Dich tiefer, abseits des Forums mit der generellen Thematik und dann können wir darüber auch wirklich diskutieren. Vorher klingt Du wie ein Boomer, der moderne Führung nicht verstehen möchte.
Ich denke, ich habe Deine Westentaschen-Psychologie ganz gut verstanden, wenn Du glaubst, weil Du ein-zwei semi-schlaue Artikel über Psychologie gelesen hast, Leitl einen schlechten Umgang mit Menschen zu bescheinigen, dann solltest Du, wie man Dir bereits in einem anderen Faden nahegelegt hat, weiterhin Deinen Fifa-Kariere-Modus spielen und Deine errungenen Weisheiten vielleicht auf Dich selbst anwenden.

Was Du als Westentaschen-Psychologie bezeichnest und mir unterstellst, dass ich zwei wie auch immer geartete Artikel gelesen habe, so sei Dir versichert, dass es weitaus mehr ist als das.
Ein Teil meines Berufslebens handelt davon, dass ich Führungskräfte im Management von Konzernen berate. Dazu gehören Elemente wie die IT-Strategie von Unternehmen, welche kaskadiert von den stragischen Visionen abgeleitet werden, aber ebenso Projekte im Bereich Organizational Change, wo es eben auch um die Elemente geht, wie man idealerweise Führung definiert und lebt. Falls es Dich interessiert, kannst Du gerne mal nach den 8 Schritten von John Kotter im Changemanagement googlen. Dabei geht es letztlich zwar um das Changemanagement im Ganzen, aber eben auch die Befähigung von Mitarbeitern und Etablierung von einer neuen Kultur.

Eine erste Übersicht über die Thematik des Servant Leaders findest Du unter diesem Link . Dort sind sogar einige Nachteile benannt.
Wenn man sich die Evolution menschlicher Organisationsformen anschaut, dann wirst Du ableiten können, dass sich die Art und Weise wie Leitl die Führung etabliert hat, auf eine der unteren Stufen zu finden ist. Ein holistischer Ansatz ist wahrscheinlich auf Grund der Struktur eines Fußballunternehmens nicht zielführend, aber es gibt durchaus Ebenen, die man erreichen kann.
Nimmt man allerdings das Barrett Modell ( etwas weiter unten auf der Seite mit 7 Stufen), dann bewegen wir uns in Teilen auf den Stufen 1-2. Selbst die Dritte Stufe (archieving excellence) erreichen wir nicht einmal im Ansatz.
Gerade die Generation der Boomer (nicht negativ gemeint, denn ich bin selbst GenX und somit nicht weit entfernt) und älter klammert sich starr an der hirarchischen Führung. Hier war auch mein Hauptkritikpunkt an Martin Kind und es ist nicht verwunderlich, dass solange er der Hauptentscheider war, er letztlich Personen um sich herum gesucht hat, die einen ähnlichen Führungsstil praktizieren. Interessanterweise ist Mann nicht ganz so ausgeprägt, obwohl er auch über Ansätze verfügt. Schaut man nun auf die heutigen jungen Erwachsenen (also Gen Z und Gen Alpha (ab Jahrgang 2011)), dann lassen sich die Tendenzen klar erkennen, dass die Ansprüche auf die Führung sich bereits deutlich gewandelt haben. Was vor 20 Jahren noch normal war, wird heute in der Form nicht mehr gemacht. Die Handlung der Boomer+AlterX ist letztlich daraus begründet, dass die Angst vor dem Machtverlust damit einhergeht und es schon immer in alter Weise funktioniert hat, dass man die Mitarbeiter nur laut genug anschreien muss, damit etwas passiert (Leitl schreit selten, aber ist in seinen Aussagen dennoch auf dem hirarchisdchen Gedanken liminiert). Letztlich ist es aber so, dass die Motivation und Leistungsbereitschaft in dem Kontext dramatisch sinkt und sich heutzutage junge Menschen nicht in der Form merh führen lassen.

In meinen Ausführungen habe ich nur ein plakatives Beispiel gegeben und ich könnte es noch deutlich mehr ausufern lassen. Jetzt hatte ich schon Probleme die Inhalte auf Deutsch zu finden zwinker - aber ein paar Ansätze kannst Du vielleicht auch dem entnehmen. Lustigerweise bedienen wir Berater und Coaches uns oft dem Fußball, weil man so klar die Fehler aufzeigen kann und die Ergebnisse leicht sieht.

Was würde ich also gerne bei einem Fußballverein sehen? Idealerweise sogar bei Hannover 96. Es müsste ein komplette Disruption entstehen, wo wir die Führung und Verantwortung neu definieren. Auf Grund der Schnellebigkeit des Geschäfts, hätte das natürlich einen direkten Impact, der auch bedeuten kann, dass in der Zwischenzeit nicht die gewünschten Ergebnisse eingefahren werden. Mit einem Agieren bereits jetzt im Winter, könnte man aus der gesicherten Punktelage in der Liga dieses in Kauf nehmen. Ähnlich wie unter diesem Link des Fish Modells, welcher leider auf Englisch ist wäre diese ggf. mit etwas erhöhten Kosten verbunden. Schafft man die Transition bis zum Start der Saison 2025/26 könnte man deutlich gestärkt daraus hervorgehen. Auch dieses ist ein Wunsch und wird wahrscheinlich keine Realität.

Vorerst abschließend kann ich für mich persönlich sagen, dass ich aus diversen Gründen den Führungsstil von Leitl nicht für gut erachte und das eben auf mehreren Ebenen, was ich initial als menschliche Komponente herangeführt habe. Leider sind die damit verbundenen Handlungsweisen bei vielen Fußballtrainern zu beobachten, wie bereits ewähnt. Will man dieses wirklich ändern, dann muss man eben bei der Auswahl speziell darauf achten, ohne die anderen aufgeführten Elemente zu vernachlässigen. Die dann resultierende Auswahl wird gerade unter diesen Aspekten deutlich kleiner, aber für mich wichtig, wenn wir in der Zukunft erfolgreich sein wollen.

Zitat von NoName1896
Zitat von Androesen96
Zitat von handycap
Zitat von Androesen96
...
Also zusammengefasst ein Schuss ins Blaue und eine Ferndiagnose.
Und zu Börner, das war doch der Spieler, der bei uns aussortiert wurde, oder?
(Natürlich wäre er jetzt noch immer Leistungsträger und mit ihm hätten wir kein Spiel verloren)
Sorry, ich will dir gar nicht deine Meinung madig reden, aber für mich ist, dass nichts mit dem Hausieren gehen sollte.

Sorry, aber an der Stelle hast Du einfach nicht verstanden. Bitte beschäftige Dich tiefer, abseits des Forums mit der generellen Thematik und dann können wir darüber auch wirklich diskutieren. Vorher klingt Du wie ein Boomer, der moderne Führung nicht verstehen möchte.
Manchmal ist besser, nichts zu schreiben und einen Dialog verlaufen zu lassen, bevor man so eine Antwort gibt....

Die Äußerung von mir war allerdings auch nicht in Ordnung, aber bereits mit Aussagen wie "Schuss ins Blaue" und einer Meinung, mit der ich nicht "hausieren" gehen sollte war ich leicht angepisst, da @handycap eben nicht hinterfragt hat, ob vielleicht noch mehr in meiner Meinungsbildung dahinter steckt. Deshalb habe ich eben nur das Beispiel verwendet und ich könnte fast aus jeder Pressekonferenz ein paar Elemente herausnehmen, die meine Eindrücke belegen. Selbst wenn Leitl ein anderes Bild innerhalb des Trainings aufzeigen würde, wäre die Kommunikation nach Außen derart demotivierend, dass Auswirkungen auf einzelne Spieler vorhanden wären.
Natürlich spielt Börner nicht mehr für uns und ich behaupte auch nicht, dass wir mit Börner jedes Spiel gewinnen würden, was dumm wäre. Es ging um die Aspekte, welche man bei der Auswahl eines Trainers beachten sollte und was ich an Leitl kritisiere. Die Ebene der Exzellenz (siehe oben - 3 Stufe des Barrett-Modells) ist schon jetzt mit dem Spielern nicht einfach, aber eben durch geschickte Führung deutlich einfacher zu erreichen.
Daher @handycap : Sorry, von meiner Seite, aber bitte versuche selbst auch nicht die Meinungen anderer so herabzuwürdigen.
Ach ja, da war noch der Fifa-Karriere-Modus: Natürlich war das ähnlich zu dem, was man da so spielen kann zwinker. Es ging mir in dem dortigen Post darum Möglichkeiten aufzuzeigen und ich finde das finale Bild nicht so schlecht, auch wenn so manche Spieler nicht realistisch sind. Andere sprechen über eine Rückkehr von Hübers, was ebenso unwahrscheinlich ist. Es sind allerdings zumeist Spieler, wo man zumindest einmal anfragen könnte, da diese uns womöglich weiterbringen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Androesen96 am 17.12.2024 um 10:52 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#152
17.12.2024 - 13:39 Uhr
Danke @Androesen96 für die ausführliche Darstellung! Ich habe mich in einem anderen Kontext als deinem mal mit Organisationsformen und Führungsstilen auseinander gesetzt und finde es sehr interessant, die Perspektive eines Experten dargestellt zu bekommen. Ich bin der Meinung, dass der Job des Fußballlehrers so viele verschiedene Aspekte aus anderen Berufsgruppen mitbringt, dass der Prozentsatz derjenigen, die in all den relevanten Bereichen Bestnoten erzielen, verschwindend gering ist. Der Fußballlehrer muss einerseits sein Handwerk im taktischen wie technischen Bereich beherrschen und vermitteln können, muss Führungskraft und Pädagoge sein, gleichzeitig aber auch im Umgang mit den Medien kompetent wirken. Wie gesagt, ich glaube kaum, dass es wirklich Trainer gibt, die all das perfekt beherrschen. Genau aus diesem Grund finde ich es wichtig, nicht das Trainerteam aus den Augen zu verlieren. Wir sind glücklicherweise auf dem Level, dass diese ganzen Aufgaben nicht an einer einzigen Person hängen und eben verteilt werden können. In den letzten Wochen haben wir hier im Forum ja schon einige Male ausarbeiten können, dass bspw. Mijatovic und Barelmann die Verantwortung für verschiedene Spielformen und -phasen tragen und es dort eine klare Aufgabenteilung gibt. Aus verschiedenen Berichten können wir entnehmen, dass das bei uns kein Einzelfall ist, bspw. ist Jürgen Klopp als charismatischer Menschenfänger exzellent für die zwischenmenschliche Komponente und die Medienarbeit, hat mit der alltäglichen, fußballerischen Arbeit aber weniger zu tun, wofür dann die von ihm benannten "Taktikgenies" Buvac und später Lijnders zuständig waren. Daher empfinde ich es naheliegend, dass nicht-fußballerische Komponenten ebenfalls unterschiedlich verteilt werden.

Für mich sind Leitl und Mijatovic der Inbegriff eines Trainerduos und stellen sich auch so dar. Für das Außen braucht es dennoch den einen "starken Mann", so wie es Völler oder Klinsmann waren, obwohl andere eine größere Verantwortung im fußballerischen Bereich trugen. Wir können dementsprechend kaum beurteilen, wer im Umgang mit den einzelnen Spielern eher den Hut auf hat. Auch da finde ich es wichtig zu betonen, dass jede Gruppe aus verschiedenen Charakteren besteht, die unterschiedliche Beziehungen zu all den anderen Gruppenmitgliedern pflegen und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Da rückt die Rolle des Pädagogen wieder mehr in den Fokus, weil du in der Menschenführung nicht "die eine" Ansprache für alle anwenden kannst, sondern verschiedene Ansprachen für verschiedene Menschen brauchst. Runtergebrochen & Überspitzt: Der eine braucht heute Zuckerbrot, der andere Peitsche und morgen genau andersherum. Dazu eben auch die unterschiedlichen Beziehungen: Manch einer wird eher mit Leitl sprechen wollen, andere suchen da eher das Gespräch mit Mijatovic oder Barelmann, manch einer kann Feedback/Kritik besser von Leitl annehmen, der Andere wiederum nicht.

Generell finde ich es schwierig, die zwischenmenschlichen Kompetenzen des Trainerteams allgemein und Stefan Leitl's im Speziellen ohne interne Einblicke beurteilen zu können. Ich für meinen Teil bin immer wieder überrascht, wenn Einblicke über verschiedene Trainer gewährt werden. Bspw. hat Christian Streich auf mich wie der "Kumpeltyp" gewirkt, aus Aussagen von Ex-Spielern lässt sich herausziehen, dass er ein strenger Choleriker war. Im Bezug auf Leitl würde ich seine Worte auf den PK's auch nicht zu hoch hängen und diese auf seinen Führungsstil mit der Mannschaft ummünzen. Wir haben vor ein paar Wochen ja schon mal darüber geschrieben, dass wir die Aussagen zu einzelnen Spielern verschieden interpretieren und da eine unterschiedliche "Schärfe" sehen. Inwieweit das ganze "Medienspiel" Relevanz für unsere Profis hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt und das mag ich nicht beurteilen. Für mich klingt Leitl in Interviews wie jemand, der im Mediencoaching interessiert zugehört hat und das Einmaleins beherrscht, ohne groß davon abweichen zu wollen, was für den Zuschauer meist langweilig wirkt. Ich persönlich würde mir in diesem Punkt auch einen Typen wie Tim Walter wünschen, der einfach wesentlich unterhaltsamer ist und mich mehr mitreißen würde.

Off Topic: Für das Klima im Forum würde ich mir wünschen, dass User öfter ihre Perspektive so umfassend darstellen, wie du es in deinem Beitrag jetzt getan hast. So können wir unsere doch oft unterschiedlichen Meinungen schön diskutieren, ohne sie als die einzig richtige Wahrheit hinzustellen. Natürlich ist das zeitlich nicht allen oder immer möglich, dennoch lese ich derzeit viele Beiträge, die andere Meinungen (und tlw. auch die User, welche diese äußern) indirekt bis direkt angreifen und ihnen die Wahrnehmung absprechen. Im Endeffekt können wir mit der jeweiligen Expertise vielleicht die Taktik oder die Menschenführung vermuten und unsere Schlüsse daraus ziehen (und zu ganz unterschiedlichen Schlüssen kommen, ohne die Expertise des Gegenübers anzuzweifeln), aber diese abschließend beurteilen zu können, traue ich persönlich niemandem ohne Interna zu. So wie @Falke007 seine Kritik an Leitl vor Kurzem begründet hat, können wir uns alle ein Beispiel nehmen.

Zitat von Falke007
Mir persönlich machen die Spiele aktuell keinen Spaß, daher würde ich einen anderen Trainer begrüßen. Ob das Sinn macht und Alternativen besser sein können, müssen ja zum Glück andere entscheiden
Stefan Leitl [Trainer] |#153
17.12.2024 - 14:45 Uhr
Vorab: @RoterStern96 : Ich habe Deinen Beitrag ein wenig auseinandergepflückt, hoffe aber, dass es in Ordnung ist.
Zitat von RoterStern96

Danke @Androesen96 für die ausführliche Darstellung! Ich habe mich in einem anderen Kontext als deinem mal mit Organisationsformen und Führungsstilen auseinander gesetzt und finde es sehr interessant, die Perspektive eines Experten dargestellt zu bekommen.

Vielen Dank für Deine Wertschätzung und die positiven Wertungen, dabei habe ich tatsächlich nur ein paar der Westentaschenansätze geschrieben, die man einleitend in den Raum wirft, wenn man beginnt die Situation zu analysieren. Wenn man einen Wandel entsprechend umsetzen möchte, bedarf es noch deutlich mehr. Deswegen habe ich in der Vergangenheit auch oft nur einzelne kleine Beispiele geschrieben und werde auch jetzt nicht weiter in die Tiefe gehen. Für eine solche Analyse, müsste ich komplett intern in die Organisation eintauchen. Das würde bei 96 auch nicht unbedingt funktionieren, da ich dieses für große IT-Organisationen mache. Die Strukturen in Unternehmen wie Hannover sind doch unterschiedlich.
Zitat von RoterStern96

Ich bin der Meinung, dass der Job des Fußballlehrers so viele verschiedene Aspekte aus anderen Berufsgruppen mitbringt, dass der Prozentsatz derjenigen, die in all den relevanten Bereichen Bestnoten erzielen, verschwindend gering ist. Der Fußballlehrer muss einerseits sein Handwerk im taktischen wie technischen Bereich beherrschen und vermitteln können, muss Führungskraft und Pädagoge sein, gleichzeitig aber auch im Umgang mit den Medien kompetent wirken. Wie gesagt, ich glaube kaum, dass es wirklich Trainer gibt, die all das perfekt beherrschen. Genau aus diesem Grund finde ich es wichtig, nicht das Trainerteam aus den Augen zu verlieren. Wir sind glücklicherweise auf dem Level, dass diese ganzen Aufgaben nicht an einer einzigen Person hängen und eben verteilt werden können. In den letzten Wochen haben wir hier im Forum ja schon einige Male ausarbeiten können, dass bspw. Mijatovic und Barelmann die Verantwortung für verschiedene Spielformen und -phasen tragen und es dort eine klare Aufgabenteilung gibt.

Die Aufteilung im Trainerteam ist korrekt. Mijatovic ist ein absoluter Abwehrspezialist, was man sehr gut von David Raum im Podcast Phrasenmäher erläutert bekommt. Bei ihm kommt Leitl im Übrigen nicht so schlecht weg. Barlemann ist im Schwerpunkt für die Standards zuständig, was ebenso immer wieder zu lesen ist.
Auslöser der Diskussion mit @handycap war ursprünglich die Zusammenfassung, was ich bei Leitl kritisiere und was man ggf. bei einer neuen Besetzung einer Trainerposition bedenken könnte. Der Führungsaspekt ist für mich tatsächlich ein Hauptkriterium, wenn es um die Beurteilung geht. Nur hilft natürlich niemand, der sich dem Servant Leadership verschrieben hat, aber von Fußball keine Ahnung hat. Dann könnte ich es ja auch machen zwinker
Zitat von RoterStern96

Für mich sind Leitl und Mijatovic der Inbegriff eines Trainerduos und stellen sich auch so dar. Für das Außen braucht es dennoch den einen "starken Mann", so wie es Völler oder Klinsmann waren, obwohl andere eine größere Verantwortung im fußballerischen Bereich trugen.

Das ist für mich allerdings zu kurz gesprungen, denn wir sprechen hier von Personen, die wahrscheinlich mehr verdienen, als die meisten von uns. Eine dem entsprechende Qualifikation erwarte ich auf der Position und wenn einem solchen Angestellten eine der Kernkompetenzen fehlt, dann sollte die Bereitschaft und Fähigkeit vorhanden sein, sich entsprechend weiterzubilden. Hier ist leider im Fußball zu wenig davon zu finden.
Der von Dir zitierte "starke Mann" ist für mich ein Relikt der Vergangenheit. Martin Kind hat sich selbst immer als eine solche Person gesehen. Stärke erreicht man aus meiner Sicht nicht durch eine starke Wortwahl, sondern durch die Elemente der Stufe 5 des Barrett-Modells. Dieses beudetet Alignment (Ausrichtung), welches auf Commitment (Verpflichtung), Honesty (Ehrlichkeit), Integrity (Integrität), positive Attitüde, Transparenz und Vertrauen basiert. Wir sind dann in einem Bereich, den @Falke007 mit der Aussage anspricht.
Zitat von Falke007

Mir persönlich machen die Spiele aktuell keinen Spaß, daher würde ich einen anderen Trainer begrüßen. Ob das Sinn macht und Alternativen besser sein können, müssen ja zum Glück andere entscheiden

Warum machen uns die Spiele keinen Spaß? Was muss sich ändern, damit wir als Konsument wieder Spaß empfinden? In welchen Phasen haben wir Spaß an Hannover 96 gehabt und was fehlt aktuell?
Zitat von RoterStern96

Für mich klingt Leitl in Interviews wie jemand, der im Mediencoaching interessiert zugehört hat und das Einmaleins beherrscht, ohne groß davon abweichen zu wollen, was für den Zuschauer meist langweilig wirkt. Ich persönlich würde mir in diesem Punkt auch einen Typen wie Tim Walter wünschen, der einfach wesentlich unterhaltsamer ist und mich mehr mitreißen würde.

Vorab wünsche ich mir eben keinen Tim Walter, da wir mit ihm das Problem in der Führung eher vergrößern, aber das ist ein anderes Thema. Um zurückzukommen auf die Spaßfrage und meinen Barrett-Ansatz, so fehlt es gänzlich am Alignment, was auch durch die Kommunikation von Leitl ausgelöst wird, da man nie wirklich das Gefühl hat, dass seine Aussagen ehrlich und vertrauensvoll sind. Nicht immer einfach im Fußballgeschäft, aber ein Punkt, wo die Vereinsbindung deutlich erhöht werden kann.
Zitat von RoterStern96

Auch da finde ich es wichtig zu betonen, dass jede Gruppe aus verschiedenen Charakteren besteht, die unterschiedliche Beziehungen zu all den anderen Gruppenmitgliedern pflegen und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Da rückt die Rolle des Pädagogen wieder mehr in den Fokus, weil du in der Menschenführung nicht "die eine" Ansprache für alle anwenden kannst, sondern verschiedene Ansprachen für verschiedene Menschen brauchst. Runtergebrochen & Überspitzt: Der eine braucht heute Zuckerbrot, der andere Peitsche und morgen genau andersherum.

Grundsätzlich gebe ich Dir an der Stelle Recht, dass es eine unterschiedliche Ansprache braucht, wenn man denn überhaupt die Ansprache in der Version machen möchte. Ein Beispiel, was ich immer wieder erlebe: Wenn man "moderne" Strukturen etablieren möchte, dann sagt schon der erste Satz des Agile Manifesto: "people and interactions over processes and tools". Es gibt in den umsetzenden Teams allerdings "people" die Schwierigkeiten in der Kommunikation haben, also das Interagieren lieber vermeiden, obwohl diese eine enorme Expertise besitzen. Diese Personen vollends zu integrieren, ist dann die große Kunst. Nicht weniger meiner Beraterkollegen gehen sogar soweit, dass man diese Nerds sogar aus der Organisation entfernen sollte, was ich absolut verneine.
Durch das Servant Leadership (dienende Führungskraft) gibt es letztlich eine Umkehr dessen und eine Würdigung einer jeden Person. Wenn Spieler wie in unserem Fall aus dem Raster fallen, dann erfolgt das Auffangen zum Teil durch das Team.
Recht schön lässt sich dieses aufteilen, wenn man sich die Begriffe des Verantwortungs- und Einflussbereiches anschaut. Leitl als Trainer ist natürlich in seinem Verantwortungsbereich (Bereiche oder Aktivitäten, bei denen eine Person die Befugnis hat, die Handlungen anderer zu lenken oder die erforderlichen Ergebnisse zu definieren) das Team unter sich. Die Spieler haben diesen Verantwortungsbereich für die eigene Leistung auf dem Platz, welche durch die taktischen Vorgaben von Leitl definiert werden. Der Einflussbereich ist allerdings ungleich größer (umfasst auch den Verantwortungsbereich). Jeder Spieler (und auch der Trainer) kann Einfluss nehmen. Der Unterschied zwischem dem, was eine Person steuern kann, und dem, was eas sie ändern möchte, zeigt die Notwendigkeit kreativer Einflussnahme. Genau da setzt die Kooperation an, welche auch die Spieler untereinander haben. Wenn nun ein Trainer eine Einflussnahme zulässt (ohne dem Egoismus einzelner freie Bahn zu lassen), werden die Spieler sich gegenseitig unterstützen. Gibt Leitl oder ein Verantwortlicher dieses nicht frei, dann werden die Fähigkeiten der einzelnen limitiert.
Zitat von RoterStern96

...Im Bezug auf Leitl würde ich seine Worte auf den PK's auch nicht zu hoch hängen und diese auf seinen Führungsstil mit der Mannschaft ummünzen. Wir haben vor ein paar Wochen ja schon mal darüber geschrieben, dass wir die Aussagen zu einzelnen Spielern verschieden interpretieren und da eine unterschiedliche "Schärfe" sehen. Inwieweit das ganze "Medienspiel" Relevanz für unsere Profis hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt und das mag ich nicht beurteilen.

Auch die Äußerungen in den PK´s sind Elemente, mit denen Leitl Einfluss nimmt und für mich lassen sich durchaus Rückschlüsse dazu führen, wie er in anderen Situationen agiert.

Ich will Leitl am Ende gar nicht unterstellen, dass er ein "schlechter Mensch" ist, aber in seinem Agieren und Handeln ist er leider noch in der Vergangenheit behaftet. Wir sehen es auch an anderen Stellen. Sahin in Dortmund wird scheitern, weil er die Mannschaft nicht erreicht. Genauso war es bei Tuchel und den Bayern. Nimm Pep oder auch Alonso, die eine komplett andere Art verkörpern. Selbst Company ist ein anderer Typ. Achte darauf, wie diese nach Siegen oder Niederlagen agieren und welche Äußerungen von deren Seite kommen. Nochmal als Wiederholung ist das Beispiel von Pep, wo er am letzten Wochenende sogar sagt, dass er nicht gut genug ist. Keine Äußerung, dass es die Spieler verbockt haben. Nein, es ist seine Schuld. Es ist überspitzt und jeder weiß, dass die Mannschaft nicht die notwendige Leistung bringt, aber mit solchen Aussagen lenkt er den Fokus auf sich und die Mannschaft kann versuchen sich selbst zu regulieren. Natürlich mit Unterstützung durch den Trainer. Als (dienende) Führungskraft spielt man zwar in dem Moment mit seinem Job, aber es ist nun mal der Verantwortungsbereich, in dem sich der Trainer befindet und wenn eine Mannschaft in Gänze schlecht agiert, was wird dann wohl unweigerlich passieren. Verliert dann ein Trainer auch noch die Mannschaft, indem er die "Schuld" bei denen sucht, wird eine Entscheidung von den Vorgesetzten des Trainers wohl wesentlich einfach zu treffen sein.

Wenn man etwas darauf geschult ist, wie sich Personen in bestimmten Situation verhalten bzw. verhalten sollten, dann erkennt man sehr schnell, welche Führungsmethoden wahrscheinlich dahinterstecken.

So, nun aber genug von der ganzen Theorie. Ich will Euch ja nicht zu viel Kopfschmerzen bereiten Zunge rausCool

Ich hoffe, dass ich den meisten nun auch erklären konnte, warum ich Leitl auf der menschlichen Perspektive nicht unbedingt schätze. Dennoch kann es Gründe geben, warum man an ihm festhält. Es ist letztlich auch eine Frage der Alternative und leider auch dem Fokus, welchen man aktuell setzt. Wir wissen noch nicht einmal wer die Geschäftsführung übernimmt, was auch wieder ein anderes Thema ist. Dieser Verantwortungsbereich ist aktuell nämlich nicht klar besetzt. Prokura für Mann ist da nicht ausreichend.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Androesen96 am 17.12.2024 um 14:53 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#154
17.12.2024 - 20:13 Uhr
Zuerst einmal, @Androesen96 , ich will dir deine Expertise nicht absprechen. Du wirst sie ganz sicher haben in einigen Bereichen in der IT-Welt. 100% von überzeugt.


Aber auch ich finde, dass deine Ferndiagnosen zumindest fragwürdig sind.


Ich könnte dich aus der Ferne, anhand deines Geschriebenen, ebenfalls beurteilen.

Wenn ich deine Antwort auf den Beitrag von @handycap lese, oder du Sachen über Leitl raushaust wie diese hier:

Zitat von Androesen96
Leitl hingegen sonnt sich gerne im Erfolg


Zitat von Androesen96
Seine Interviews sind grauenvoll und wenn ich dann überlege, wie wohl die Kommunikation intern stattfindet, wird mir ehrlich gesagt schlecht


Der Umgang mit dem user viel zu persönlich und verletzend, deine Analyse was Leitl betrifft nicht neutral genug.


Nun zu etwas anderem, was mich wirklich stutzig gemacht hat:

zum 2. Mal führst du Pep Guardiola als positives Beispiel heran, was Kommunikation angeht.

Ich gebe dir jetzt ein paar Beispiele contra Guardiola:

Pep Guardiolas Umgang mit dem ehemaligen Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt. Hier ein kurzer Ausschnitt über die interne Kommunikation von Pep.

Müller Wohlfahrt:
„Während die Spieler schon auf den Liegen behandelt wurden, wurde ich vor versammelter Mannschaft lautstark angegriffen und für die vielen Verletzten verantwortlich gemacht. Ich sei schuld am körperlichen Zustand der Spieler und letztlich an der Niederlage. Ich fühlte mich in meinem Ehrgefühl tief verletzt.“

Pep Guardiolas Umgang mit (verdienten) Spielern wie Yaya Touré. Oder auch Cancelo bei City.
Gerade was das Menschliche angeht, hat Pep immer wieder Probleme.

„Er ist ein arroganter Mensch“, beschrieb Nasri den Trainer im Interview mit L‘Équipe, schob aber sofort erklärend hinterher: „Aber auf eine gute Art und Weise.“ Guardiola wisse, dass er der beste Trainer sei und „das lässt er einen auch wissen“.

Und es gibt noch viele anderer solcher stimmen. Ich will damit ausdrücklich nicht sagen, dass Pep damit kein guter Trainer sei. Ganz im Gegenteil, er ist wirklich, wirklich gut. Gerade im taktischen Bereich ist er top. Aber ihn als positives Beispiel zu nennen, was Kommunikation und Menschlichkeit betrifft? Nein, ganz sicher nicht.

„eine Würdigung einer jeden Person“, wie du es schreibst, sehe ich bei Guardiola definitiv nicht und empfehle ihm deshalb, sich einfach mal mit dem „Servant Leadership“ auseinanderzusetzen.


Darf ich dir (m)ein positives Beispiel nennen? Ich machs einfach mal.
Ein Carlo Ancelotti verkörpert nahezu das Ideal. Er kommt mit jedem Spieler zurecht. Egal was für Charaktere. Seine Kommunikation und sein Handeln sind für mich unerreicht im Profifußball. Deine Meinung über Carlo würde mich wirklich brennend interessieren.


Um den Bogen zurück zu Leitl zu spannen. Wie ich oben schrieb, hast du mit deiner Meinung über Leitl nicht recht. Das ist meine Meinung.

Ich hab mir jetzt auch einmal die "Barrett Levels and Values" angeschaut.

Du sagst ja, Leitl erreicht "nicht mal im Ansatz Level 3"? Das ist ziemlich harter Tobak und nicht mal im Ansatz begründbar. Zusammen mit Mann wurde der „3-Jahres-Plan“ ausgerufen, was für mich ganz klar unter „long-term perspective“ anzusiedeln und damit Level 7 bedeutet.
Und dieser Plan geht bis hierhin auf. Jedes Jahr wurde eine Verbesserung erzielt und zZ stehen wir nur mit 2 Punkten Rückstand hinter dem Tabellenführer.
Für mich sind alle Wachstumsbedürfnisse von Level 4-7 gegeben.

Du kritisierst ziemlich hart, für mich überhart. Vermischt mMn etwas den IT-Bereich mit dem Fußballgeschäft, was du ja selbst auch zugibst.

Bin gerne für Kritik offen, aber bitte hinterfrage auch dich und deine Einstellung zu unserem Trainer.

•     •     •

SALIF SANÉ #5
Stefan Leitl [Trainer] |#155
18.12.2024 - 22:21 Uhr
@Androesen96 , wenn ich versuche, mich in deine Person hineinzuversetzen und all diese Dinge aus deiner Sicht zu sehen, kann ich sehr viele Punkte unterschreiben. Einer, der seine Brötchen mit dieser Thematik verdient, wird grundsätzlich etwas anders auf die handelnden Personen und das Umfeld haben.

Ich will jetzt auch nicht endlos diskutieren, aber eine Frage ist wichtig:

sind diese Ansichten auch auf einen Fußballverein übertragbar?


Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft und nicht mit einem Wirtschaftsunternehmen zu vergleichen.
Du hast recht, wenn du sagst, drei Jahre sind in der Wirtschaft keine lange Zeit.
Drei Jahre im Fußballgeschäft sind aber Ewigkeiten. In dieser Zeit kann wirklich alles passieren.

Es kann kaum Rücksicht auf irgendwelche „Projekte“ gelegt werden. Das kannst du kritisieren und du kannst auch einen anderen Führungsstil fordern. Nur diesen auch umzusetzen, wird sehr schwierig sein. Auch Medien und Fans haben eine gewisse Auswirkung auf den Verein. Sollte die Umstrukturierung nicht gelingen und man zB in akute Abstiegsgefahr rutscht, werden automatisch die Mechanismen dieses Geschäfts greifen.

Bleiben wir mal bei Leitl und unserem Verein. Ich finde sogar, wir haben ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.
Häufig höre ich, ob von anderen Fans oder bei sky, tatsächlich über unseren „3-Jahres-Plan“ reden. Also dieser Plan wird über die Grenzen Hannovers hinaus, schon Beachtung geschenkt!
Manche finde das echt cool und halt anders, andere machen sich darüber lustig. Zuletzt durfte ich das im Forum der Fürther lesen.
Warum wird darüber gesprochen? Weil es einfach eine Seltenheit ist.

Schade, dass jetzt auch in und um Hannover dieser Weg zunehmend kritisch gesehen wird. Von der Presse, Ex-Spielern und dann natürlich auch den Fans.

Ja, Leitl lässt manchmal keinen schönen Ball spielen, vor allem auswärts ist das häufig nicht gut.
Der überwiegende Teil der Fans erwartet da einfach mehr. Kann ich verstehen.

Aber ungeachtet der Tabellensituation und der kontinuierlichen Steigerung in der Endplatzierung, den Kopf von Leitl fordern? Gar noch in der Winterpause? Halte ich für nicht ratsam.
Probleme ansprechen (gerne auch was die Kommunikation angeht, auch ein Leitl kann sich weiterbilden), Neuverpflichtungen tätigen, die Saison erfolgreich zu Ende bringen. Das ist mein Ansatz, den ich auch für realistisch und erfolgsversprechend halte.

Aber was lernen wir aus diesen Diskussionen? Die Mechanismen in diesem Geschäft wirst du nicht stoppen können, auch mit einer moderneren, auf Langfristigkeit ausgelegten Führung nicht. Unser Verein ist sogar das perfekte Beispiel dafür, auch wenn du unseren Trainer als nicht optimal ansiehst (gibt es überhaupt den optimalen Kandidaten? Auch ein Ancelotti ist es ja nicht).
Ich finde, auch auf die Köpfe über Leitl sollte ein gewisses Augenmerk liegen. Leitl hier konsequent als Alleinschuldigen zu sehen, halte ich für falsch.

Für mich ist dein „Servant Leadership“ zwar eine gute Sache und es kann auch sehr hilfreich sein. Aber es ist doch wahrlich besser in deiner Branche aufgehoben, als bei einem Fußballclub.

Die Mitarbeiter eines IT-Unternehmens sind durchgehend sehr gut ausgebildete Spezialisten. Hier kann die Führungsperson einen ganz anderen Führungsstil ansetzen und mehr Freiraum gewähren, als ein Trainer bei einem Proficlub.

Einige signifikante Unterschiede:

- Altersstruktur
- Bildungsniveau
- Öffentlichkeit/Medien
- Konkurrenz

Gerade Fußballer brauchen klare Anweisungen. Das Wohlbefinden der Spieler ist natürlich wichtig, aber Leistung und Ergebnisse sind im Profifußball einfach elementar.

•     •     •

SALIF SANÉ #5
Stefan Leitl [Trainer] |#156
22.12.2024 - 16:36 Uhr
Zitat von Bananen765

Ich werfe einfach mal einen rein . Tim Walter.
Lieber sehe ich ein 3:3 als so ein offensiven Offenbarungseid. Nach guten 2,5 Jahren muss man leider auch festhalten das wir keine klare Spielidee haben. Die Abläufe sind sehr chaotisch und basieren auf Zufall und individuelle Qualität.
Danke fürs einbinden der jungen Spieler, aber nun brauchen wir einen Trainer der den Spielern auch offensiv ein Abläufe an die Hand gibt


Richtig.

Hat man zuletzt ja eindrucksvoll bei Hull City gesehen, was Walter in der Lage zu leisten ist, wenn er keine Unterschiedsspieler in seinen Reihen weiß.

Ohne Kittel, Reis, Glatzel und Benes (da gab es sogar noch einige andere mehr, wie zum Schluss bspw Dompe) wäre er beim HSV nicht annähernd so lange Trainer gewesen, wie er es schlussendlich war.

•     •     •

Wir war'n schonmal in Europa, 🖤
das weiß jeder ganz genau,🤍
Schlachtenbummler aus Hannover, 💚
KÄMPFEN für den HSV!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KidCuddy am 22.12.2024 um 16:41 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#157
22.12.2024 - 18:56 Uhr
Ich denke dass die Herren Mann & Co. heute die Antworten bekommen haben auf die Frage ob man mit Leitl weitermachen sollte. Die Antworten sind u.a. dass die Mannschaft tendiert, sich am Ende der Saison im Mittelfeld der Tabelle, zwischen Platz 8 und 12 platzieren wird. Eine andere Antwort wird sein dass Leitl nicht aufsteigen wird und somit der 3-Jahres-Plan nicht aufgegangen ist. Weitere Antworten wären dass die Spielweise inakzeptabel ist, der Sturm ist Mangelhaft, das offensive Mittelfeld existiert praktisch nicht…, einzig die Abwehr, am Anfang gut, jetzt mit Schwächen…..

Wenn es der Trainermarkt hergibt einen viel versprechenden Trainer jetzt zu verpflichten, sollte man es tun. Ob es ein Walter, Matarazzo oder einen anderen sein wird, ist mir egal. Die Wahrscheinlichkeit dass der neue Trainer schlechter ist als der Leitl, ist m.M.n. sehr gering.

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>>>>> AUFSTIEG !!! - Saison 2026/27 <<<<<



Dieser Beitrag wurde zuletzt von 96erSupporter am 22.12.2024 um 18:58 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#158
23.12.2024 - 10:41 Uhr
Zitat von handycap
Zitat von 96erSupporter

Ich denke dass die Herren Mann & Co. heute die Antworten bekommen haben auf die Frage ob man mit Leitl weitermachen sollte.


Richtig, zwischen Mannschaft und Trainer funktioniert es blendend, selbst in Unterzahl ist man gegen einen sehr gut besetzte Mannschaft nicht untergegangen und konnte am Ende erneut zu null spielen.


Natürlich hätte Leitl doch nur mehr Torschusstraining mit seinen Spielern trainiert, dann hätten Lee und Nielsen gestern nicht 2 so gute Chancen vergeben (und wer jetzt von X-Goals schreibt, sollte sich die Szenen noch einmal angucken)


Auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Erstmal vorweg: Ja, das waren zwei sehr gute Chancen. Und natürlich kann Leitl wenig dafür, dass Lee das Ding so kläglich vergibt und dass Nielsen für die Ballverarbeitung so lange braucht. Auch der Hinweis auf die Aussagekraft der xG-Werte gehe ich mit, denn wenn Nielsen früher abschließt, dann steht der TW nicht direkt vor ihm und der xG-Wert für seine Chance wäre entsprechend größer gewesen.

Jetzt kommt das ganz große Aber:
Ich habe das Gefühl, dass hier bei manchen eine extrem selektive Wahrnehmung vorliegt. So als wären wir die einzige Mannschaft der Liga, die Torchancen vergibt. Was sollen denn Köln und Düsseldorf da erst sagen?

Fakt ist, dass wir uns in der Hinrunde magere 18 Großchancen erspielt haben. Nur Regensburg, Ulm und Peine-Ost haben sich weniger Großchancen erspielt. Zum Vergleich: Köln, HHSV, Magdeburg, Darmstadt und Nürnberg haben sich allesamt über 30 Großchancen erspielt. Und wenn man nur auf die Großchancen schaut, sieht unsere Effizienz sogar gar nicht so schlecht aus: Mit 61,1% verwertete Großchancen liegen wir auf Platz 5, hinter Elversberg, Kaiserslautern, Ulm und dem HSV.

Da hier ja auch so auf Leopold eingedroschen wurde: Die Standards waren gestern tatsächlich furchtbar, aber über die gesamte Hinrunde haben wir 45,5% unserer Tore nach Standards erzielt. Fast die Hälfte! So abhängig von Standards ist neben uns nur Fürth. 12 Tore aus dem Spiel in 17 Begegnungen ist ein Armutszeugnis. Fast die halbe Liga hat doppelt so viele Tore aus dem Spiel erzielt, wie wir.

Fazit: Ja, unsere Chancenverwertung ist sicherlich ausbaufähig. Sie ist aber im Ligavergleich nicht exorbitant schlecht und nicht DER ausschlaggebende Grund, warum wir so häufig Enttäuschungen erleben. Andere Mannschaften erspielen sich einfach mehr Hochkaräter aus dem Spiel heraus. Und da braucht mir auch niemand mit der fehlenden Qualität im Kader kommen. Oder meint irgendwer ernsthaft, unsere Offensive mit einem südkoreanischen A-Nationalspieler, einem ehemaligen norwegischen Nationalspieler, einem deutschen U21-Nationalspieler, der den Vorzug vor Moukoko bekommt, usw. ist qualitativ die viertschlechteste der Liga? Die Mannschaft spielt unter Leitl extrem diszipliniert und zeigt regelmäßig absolute Leistungsbereitschaft. Aber offensiv funktionierende Lösungen scheint sie vom Trainer nicht an die Hand zu bekommen.

Das traurigste ist: Das sollte eigentlich unsere Saison werden. Zwei Jahre durften sich Mannschaft und Trainer finden. Und diese Eingespieltheit sollte unser großer Pluspunkt sein. Die Konkurrenz spielt mit und patzt, aber Kapital schlagen wir nicht daraus.
Stefan Leitl [Trainer] |#159
26.12.2024 - 15:28 Uhr
Zitat von handycap
Zitat von Androesen96

Die Mehrheit der User, die noch hier verblieben sind. Es ist leider oft auffällig, dass sobald man eine Meinung gegen Mitarbeiter oder Spieler von Hannover 96 hat, angegriffen wird.


Ja wer kennt und vermisst sie nicht, die User die bereits unter X Namen hier waren/sind ... Zwinkernd
Sorry, aber das ist doch genauso vielsagend als wenn ich das Gegenteil behaupten würde.
Und dass 23 von 53 nun mal die Minderheit ist, solltest man doch grade dir Zahlenjunkie nicht erklären müssen, oder?


Vielleicht bin ich der einzige, der die Umfrage zu wörtlich genommen hat, aber für mich gibt es einen Unterschied zwischen dem, was ich mir als Fan wünsche und dem, was ich selbst machen würde, wenn ich Marcus Mann wäre.

Als Fan wünsche ich mir, dass wir einen Trainer finden, der auf der ordentlichen Leistung von Leitl aufbaut und der Mannschaft noch das gibt, was ihr fehlt. Weil ich nicht glaube, dass unter Leitl noch eine großartige Entwicklung im taktischen und spielerischen Bereich zu erwarten ist und unser aktuelles Spiel für den Aufstieg sehr wahrscheinlich nicht reichen wird.

In der Position von Marcus Mann würde ich das Risiko bei zwei Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze aber scheuen. Weil es, wenn es der neue Trainer nicht schafft aufzusteigen, losgeht mit den Diskussionen, was gewesen wäre, wenn man Leitl gehalten hätte. Also quasi aus reinem Selbstschutz den Status Quo beibehalten.
Stefan Leitl [Trainer] |#160
26.12.2024 - 16:46 Uhr
Mir geht es in erster Linie um 96, für mich ist nur wichtig das der Trainer 96 erfolgreich trainiert.
Wir haben in den letzten Jahren nur Trainer in der 2. Liga verpflichtet die über das Mittelmaß nicht hinaus gekommen sind. Wir hatten nicht das Glück einen Trainer zu haben der sich positiv mit seiner Aufgabe entwickelt.

Von daher sind wir auch nicht aus der Mittelmäßigkeit heraus gekommen. In der Regel werden unter guten Trainern auch gute Spieler verpflichtet, auch hier waren wir in den letzten Jahren nicht wirklich erfolgreich, es gab ausnahmen die uns aber nicht wirklich vorangebracht haben weil vieles nur Stückwerk war aber nicht nachhaltig mit einer guten Expertise hinterlegt ist.

Das ein Trainer natürlich nicht alles zu verantworten hat ist auch klar, aber er ist hauptsächlich für die Leistungsfähigkeit der Mannschaft zuständig.
Bei 96 gibt es leider noch andere Baustellen die die gesamte Leistungsfähigkeit des Verein beeinträchtigt und es allen Beteiligten nicht einfach macht die optimale Leistung im Verein abzurufen. Dieser Sachverhalt muss sich unbedingt zum positiven verändern um im Wettbewerb mit anderen Vereinen konkurrenzfähig zu sein.
Von daher muss sich die gesamte Situation im Verein erst einmal ändern, das ist aus meiner Sicht die dringende Aufgabe von allen Hauptverantwortlichen hier eine tragfähige Lösung zwischen Management und Verein zu finden.
Erst wenn das erledigt ist kann 96 auch die Kräfte bündeln die es braucht in der ersten Liga zu bestehen. Jetzt ist sicherlich Leitl umstritten aber das ist nur ein untergeordnetes Problem das es zu lösen gilt, viel wichtiger ist es die grundsätzlichen Probleme anzufassen und den Verein zu vereinen, dann ist alles möglich.

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