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Roger Schmidt
Geburtsdatum 13.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Global Sports Director
Akt. Verein Japanische Fußball Liga

Roger Schmidt

25.04.2014 - 12:18 Uhr
Roger Schmidt |#171
29.08.2016 - 08:17 Uhr
Irgendwie eine sehr typische Diskussion die gerade hier geführt wird. Schmidt hat eine Spielidee, die sehr fordernd ist. Die meisten Gegentreffer bei uns sind individuelle Fehler oder Fehler im Stellungsspiel. Wer sich ernsthaft zu einem Titelkandidaten zählt oder zumindest Platz 2 angreiffen möchte, der muss diese Fehler eben vermindern! So einfach ist das. Ab einem gewissen Niveau, bzw jenes das man anstrebt, darf sowas nunmal nicht vorkommen.

Muss Schmidt nach dem Ausgleich defensiver agieren lassen? Schwierige Kiste. Ich hätte es getan, Schmidt steht aber dafür dass er seine Linie konsequent durchzieht. Das zeichnet ihn aus, auch wenn es mal daneben geht. Als Fan macht man es sich aber wiedermal verdammt einfach. Es sind in der Regel bestimmt die gleichen, die Schmidt nun dafür an den Pranger stellen, die dann widerrum solche Sprüche wie "wir wollen hier gewinnen" bis zum geht nicht mehr abfeiern. Diese Doppelmoral zeichnet die Gesellschaft nunmal aus. Wer die Top 2 ärgern möchte, der muss auch was riskieren und die 3 Punkte ins Visier nehmen. Die waren allemale drin gegen Gladbach, auch wenn ein Unentschieden oder die Niederlage nicht minder verdient gewesen sind. Ein tolles Spiel auf Augenhöhe, wie erwartet. Wieso man sich da jetzt einmauern soll die letzten Minuten ist ein schwieriges Thema, wo es am Ende immer einfach ist zu urteilen.

Schmidt ist ein Gewinnertyp, der dafür alles tut um zu gewinnen. Kritik ist angebracht, doch lasst doch einfach diese Doppelmoral bitte weg!
Roger Schmidt |#172
12.09.2016 - 15:51 Uhr
Zitat von MichiMohr
Er versucht jeder mal am Beginn der Saison sein System auf Teufel komm raus durchzubringen. Wenn er dann im Laufe der Rückrunde etwas zurück nimmt und mehr Balance im Spiel ist läuft es auf einmal


Ich finde die Aussage nicht sehr sinnig. Schmidt versucht nicht nur am Beginn sein System durchzudrücken und ändert es dann, wenn es nicht läuft, er drückt es immer durch. Wir spielen seit 2 Jahren exakt dasselbe System; immer. Ausnahmelos. Das ändert sich nicht. Und es hat bisher 2x in die CL geführt.
Es gibt immer Änderungen in den Details wie einzelne Defensiv-Muster oder Mechanismen im Spielaufbau oder Intensität, aber das sind keine Dinge, die etwas mit dem grundsätzlichen System an sich zu tun haben oder mit mit dem "durchdrücken" oder "Balance" oder irgendwas. (Zumal die Probleme gegen den HSV sicher nicht in der "Balance" lagen...)

Schmidt drückt hier seit 2 Jahren sein System genauso durch, wie er es haben will. Funktioniert das immer in jedem Spiel? Nein, wir sind ja nicht der FC Bayern; Verletzungen, Formschwächen, taktische Details, Glück/Pech (hallo liebes Aluminium)können immer ein Problem sein, zumal letzten Endes auch die Spieler auf dem Feld stehen, die das, was der Trainer ihnen vorgibt richtig umsetzen müssen, was auch nicht immer 100%ig passiert..

Für mich sieht das einfach so aus, als ob sich hier mittlerweile so ein stumpfes Mantra entwickelt hat - wenn wir gewinnen hat Schmidt "sich angepasst, sein System zurückgefahren, gelernt", wenn wir keinen Erfolg haben, dann war er wieder "stur, hat versucht sein System durchzudrücken, nichts gelernt"

Die Realität sieht meiner Meinung nach aber so aus, dass sich da nichts groß geändert hat - Schmidt hat sein Spielsystem, und das lässt er spielen weil er es für richtig hält, und er lässt es überwiegend erfolgreich spielen; er ist nicht so stur, dass er nicht jedes Spiel gegen jeden Gegner an den kleinen Stellschrauben dreht; wer presst wen wann wie hoch, wie baut man auf, nimmt man jemanden in Manndeckung etc., Dinge, die sich auch ändern abhängig davon, welche Spieler auf dem Platz stehen. Aber die wesentliche Strategie unseres Spiels ändert sich nicht. Die hat sich auch im ersten jahr nicht geändert; er hat an Details gefeilt, aber das wesentliche agressive, pressingintesive 4-2-2-2, das blieb dasselbe.
Und darum finde ich diese Aussagen, die immer kommen wenn es nicht läuft, dass Schmidt stur sein System durchdrückt, nicht sinnig. Wenn man so will, dann ja, er "drückt sein System durch". Aber er ändert es nicht, um plötzlich wieder Erfolg zu haben, sondern er drückt es durch schlechte Zeiten durch und bisher hatte er am festhalten Erfolg.


Randnotiz: Finde es übrigens schon etwas erschreckend, wie wenig Vertrauen man in einen Trainer, der uns zweimal in Folge in die CL geführt hat, manchmal haben kann.
Roger Schmidt |#173
17.09.2016 - 18:18 Uhr
Zitat von MichiMohr

Zitat von ChristianWall

Zitat von MichiMohr

Die Mentalität der Mannschaft ist klasse, die hat er ihr verinnerlicht.
Alles in andere ist allerdings einfach nur schlecht.
Es paßt in seinem dritten Jahr gar nichts. Hinten nicht, vorne nicht und im Mittelfeld auch nicht.
Jetzt hat er sich drei Jahre lang seine Mannschaft zusammen kaufen können und die spielen wie wenn man 11 Spieler das erste mal zusammen spielen lässt.
Mit Schmidt wird man hier nichts erreichen. Aber der Verein ist ihm leider hörig


Bitte entferne dich aus diesem Forum. Wenn man gewinnt, bist du ganz still, wenn man verliert, ist sollte man Schmidt direkt feuern.
Wir waren heute nicht schlechter, aber das Glück haben wir leider alles andere als gepachtet.
Was du aber oft schriebst, ist untragbar.


Weil sich deine Meinung nicht mit meiner deckt?
Nicht schlechter? 17:7 Schüsse für Frankfurt. Dazu genügend Konter die sie nicht zu Ende gespielt haben.


2 Alu Treffer und auch sonst bessere Chancen zählen ja nicht. Und wenn schon Statistik, wir hatten 60 Prozent Ballbesitz.

Deine Meinung ist nicht tragbar. Du ballerst immer, wenn mal auch nur ein bisschen was schlecht läuft, gegen Schmidt. Welcher Trainer hat den in den letzten Jahren 2 mal hintereinander die Chamionsleague erreicht? Das ist für uns eine überragende Leistung. Aber du willst lieber diesen Trainer nach 3 Spieltagen loswerden. Man kann mit dir nicht diskutieren, du willst nicht diskutieren Exemplarisch, dass du für Wendells Formschwäche Schmidt die Schuld zuweißt. Wahrscheinlich wäre es aus deiner Sicht sogar Schmidts Schuld, wenn es während eines Leverkusenspiel regnet...

https://www.youtube.com/watch?v=BHZJfFeMLkk
Ersetze mal Island - Frankfurt und DEU - Lev..

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von ChristianWall am 17.09.2016 um 18:20 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#174
17.09.2016 - 23:40 Uhr
Das ganz Spektrum ist hier mal wieder dabei:
Forderungen dass Schmidt gehen muss, Panik Anfälle, aber ich bin froh dass es doch noch einige gibt, die die positiven Ansätze die es gibt auch sehen und zu unserer Mannschaft und unserem Verein halten, auch wenn der Saisonstart mal in die Hose geht. Danke dafür.
Konstruktive Kritik an Schmidt ist notwendig, auch ich verstehe einiges nicht 100%ig. Aber nur bashen wie die personifizierte Bayer04-AfD ( Namen nenne ich keinen aber jeder dürfte wissen wer gemeint ist) geht nicht, das ist für mich kein Fan. Wer nicht verlieren kann soll doch einfach Bayern Fan werden, damit sind dann alle glücklicher.
Roger Schmidt |#175
18.09.2016 - 08:29 Uhr
Einerseits ist es aberwitzig, den Trainer, der nach seiner Krise/Sperre dieses Saisonfinale hinbekommen hat, nach drei Spielen derart in Frage zu stellen wie es manche hier tun.

Andererseits muss man schon auch festhalten, dass wir immer wieder Schwächeperioden hinlegen, wo bei der Mannschaft wenig bis gar nichts zusammen geht. Anfang letzter Saison war mE nicht so toll, wir haben unfassbar viele Gegentore bekommen, ich sag nur ASRom, und an die Krise zu Beginn der RR können sich alle erinnern.

Daran erinnert die momentane Phase. Keine Ahnung, wo es hin geht. Ich denke, es sind verschiedene Faktoren. Bei Brandt Olympia, bei manchen die EM, die Copa etc, Bellas Verletzung, Chicha und Volland waren vor ihren Verletzungen auch besser..,und insgesamt irgendwie die Erkenntnis, dass unserer Mannschaft wohl stabil den Faden verloren hat. Wenn es dumm läuft, geht es so weiter. Was Schmidt daran für eine Schuld trägt kann ich nicht sehen, außer dass es ein Symptom ist, das er verantwortet. Und seine Wechsel sind mitunter recht seltsam und untypisch im Moment.

Ein Ansatzpunkt fällt mir schon ein: Bei aller Begeisterung über Kaderbreite und Rotationsmöglichkeiten sollte man eventuell mal versuchen, etwas Eingespieltheit hin zu bekommen und gerade so im Spielaufbau ein Bisschen vorübergehend Kontinuität rein zu bekommen. Denn unser ZM hat mir nie so besonders gefallen in diesen Spielen. Und daher sollte man da eventuell mal schauen, was letzte Saison besser gelaufen ist. Und dass mir da bitte keiner mit Kramer kommt. Aranguiz ist völlig außer Form anscheinend, und Bender weiterhin meist angeschlagen.

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»In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde. « (Hans Meyer)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von bum-kun_cha am 18.09.2016 um 08:41 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#176
18.09.2016 - 11:12 Uhr
Zitat von Erichson81
Ich habe ihn vorletzte und letzte Saison mehrfach kritisiert, aber aktuell ist es mir noch zu voreilig.

Wenn man sich Kampl mal aus der 1. Elf raus denkt, dann sind wir spielerisch keine Bundesliga Top Elf.
Langsam sollte ein Trainer im 3. Jahr mal liefern und vorallen mit dem Personal spielerisch zulegen!

Ein faires erstes Fazit kann man gerne nach dem 10 Spieltag ziehen, aber Alternativen gibt es aktuell eh nicht...


Also ich muss nicht 10 Spieltage abwarten um Ihn dafür zu kritisieren das er Mehmedi in Frankfurt in die Startformation zieht, oder unserem Superfinnen nicht mal eine Spielminute gibt.
Mehmedi hat bei UNS nichts im 18er Kader zu suchen.

Schmidt ist nun im dritten Jahr hier Trainer... Wir hatten keine Stammkraft-Abgänge und somit sollte eine gewisse Eingespieltheit da sein, oder ? Komisch das unser Fußball genau so Chaotisch aussieht wie in den beiden Jahren zuvor. Damals konnte man sagen, wir bauen gerade den Kader um etc pp und hatte eine Ausrede. Diese ist nun nicht mehr da, von daher darf man sicherlich auch zum Saisonbeginn erwarten das die Mannschaft sich passabel präsentiert. Tut sie aber leider nicht. 20-30 gute Minuten und der Rest ist gespickt aus Ideenlosigkeit und Planlosigkeit in der Offensive. Besonders gegen defensiv orientierte Gegner sieht das meist extrem aus, unabhängig wie stark der Gegner generell ist!
Und ansonsten viele individuelle Fehler, die meist aus dem hohen verteidigen, also aufgrund Schmidts Vorgaben ( dem "System" ) resultieren.
Vielleicht sollte man dann dieses "System" mal überdenken... Aber ich hatte vergessen das Schmidt sich ja nicht auf den Gegner einstellen möchte ( hat er selbst mal so gesagt ), sondern der Gegner immer auf uns Lachend Das hat er auch geschafft, klasse! 90 % der Gegner stellen sich nun einfach gegen uns hinten rein und kontern uns aus. Das hat sogar 5 Ligist Hauenstein mehrfach geschafft. Von Entwicklung kann daher generell keine Rede sein. Unser Kader hat sich Personell entwickelt, aber auf dem Platz ist davon relativ wenig zu sehen.

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[ ] Schmidt raus!
[ ] Völler raus!
[ ] Calhanoglu, Mehmedi & Brandt abgeben!
Roger Schmidt |#177
18.09.2016 - 16:04 Uhr
Auch nach einer Nacht schlafen regt mich diese unnötige Niederlage in Frankfurt immer noch auf. Ich weiß, ich mache mir keine Freunde mit meinen manchmal provozierenden Posts, aber ich möchte doch mal meine Sichtweise erklären und aufzeigen, warum ich so früh in der Saison schon so empfindlich reagiere.

Kader: Alle reden vom besten Kader seit (15) Jahren, sowohl was die Qualität anbelangt, als auch die Breite. Und ja, das mag vielleicht auch stimmen. Aber da wir auf ein System beschränkt sind, fehlen einfach die Alternativen um ohne große Verluste in Kauf zu nehmen zu rotieren. Vorne sind wir mit Chicharito, Volland, Kießling, Calhanoglu und sogar Danger gut aufgestellt, auch wenn Chicharito kaum zu ersetzen ist. Die Reihe dahinter ist dafür eine reinste Katastrophe. Brandt ist ein Megatalent, keine Frage. Aber aufgrund seines Alters zurecht unkonstant. Fällt Bellarabi aus, kollabiert schon das komplette Konstrukt. Mehmedi als Back Up ist ein schlechter Scherz. Robbie Kruse will ich gar nicht erst erwähnen. Und alle anderen Kandidaten, wie Kampl, HC10 oder Volland sind schlichtweg Notlösungen. Meines Erachtens sehr schwach für einen CL-Teilnehmer. Im ZM sind wir dafür überbesetzt, auch wenn Bender jedes zweite Spiel ausfällt. Und in der Abwehr haben wir ein, auf dem Papier, starkes Zentrum, die Außenverteidiger entsprechen dafür aber ALLE nicht dem gehobenen Niveau eines Bundesligaspielers. Bezeichnend das Henrichs, unser unerfahrenster AV aus dem eigenen Stall, aktuell der beste Außenverteidiger im Kader ist und das RECHTS wie LINKS! Hier hat man es einfach verpasst Mehmedi u.a. abzugeben,und Angebote und Interesse gab es, und entsprechend Qualität offensiv wie defensiv zu holen. Ich bin gespannt ob wir Da Costa und Hilbert überhaupt mal 90 Minuten spielen sehen wenn alle fit bleiben.

System: Kommen wir zu dem bereits angesprochenen System. Klar hatten wir mit dem 4-4-2 schon Erfolg und ja, das System ist auch nicht schlecht. Aber jeder Gegner kennt es seit 2 Jahren, hat sich längst darauf eingestellt und besiegt uns mit der simpelsten Fußballtaktik seit Erfindung des Sports: Hinten dicht machen und kontern. Was würden wir einen Thomas Tuchel vor Probleme stellen, wenn er nicht weiß ob wir gegen den BVB 4-4-2, 4-3-3 oder 3-5-2 spielen. Noch dazu, welche Spieler auflaufen, weil wir ja einen ach so breiten Kader haben (klingt abwertend, aber ist so gemeint, der Kader ist breit!). Eigentlich müsste das System nach a) Bellarabis Ausfall und b) der stümperhaften Defensive auf 4-3-3 oder 4-1-4-1 oder 3-5-2 geändert werden, das wird aber unter RS niemals passieren - glaube ich.

Schmidt: Selbst wenn er nur mal die letzten zwei Jahre zurück blickt und sich an die beste Phase erinnert, dann muss ihm doch sofort die Erkenntnis kommen, dass der Schlussspurt 2015/16 das absolute Sahnestück war. Warum bleibt man dann nicht dem Stil treu, der uns noch direkt in die CL gebracht hat? Warum stehen wir nicht tief, lassen den Gegner kommen, halten die null und eilen so von Sieg zu Sieg? DAS war doch erfolgreich, nicht der Harikari Fußball, der uns schon die letzte Hinrunde in arge Bedrängnis gebracht hat. Roger Schmidt hat allen schon bewiesen das er es kann, aber warum kehrt er wieder zu alten Fehlern zurück? Das will mir nicht in den Kopf...

Phlegma Leverkusen: Ich habe kein Problem damit in Gladbach zu verlieren, ich habe sogar damit gerechnet. Ich habe auch kein Problem damit in der CL Punkte liegen zu lassen oder schon der Gruppenphase auszuscheiden. Aber ich habe ein sehr großes Problem damit, wenn in der Bundesliga gegen kleine Klubs Punkte liegen gelassen werden. Wer erinnert sich nicht an Bremen, Paderborn, Augsburg, Hamburg, Köln oder Mainz. Das soll nicht respektlos klingen, aber das sind m.E. Pflichtsiege für Vereine die sich dauerhaft in der CL sehen. Die Topduelle gegen die Top 5 sind dann die Kür, die einen auch mal von mehr träumen lassen. Aber da wir es regelmäßig und frühzeitig schon gegen Underdogs vergeigen, brauchen wir die Traummaschine, von was auch immer, gar nicht erst anwerfen.

Fazit: Ja, der Baum brennt noch lange nicht. Aber das Potenzial wird aktuell nicht annähernd ausgeschöpft, weder spielerisch noch von der Punkteausbeute. Und nach all den vielen Jahren ist mein Akku langsam leer und die Geduld aufgebraucht. Ich will nicht immer warten, die Schuld bei Verletzungen oder anderen äußeren Einflüssen suchen... ich will Fortschritte und Entwicklung sehen. Und die Entwicklung geht aktuell leider wieder zurück. Ich hoffe Roger Schmidt besinnt sich auf seine guten, alten Tage, die nicht mal weit zurück datieren: März/April/Mai 2016!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Marbelous88 am 18.09.2016 um 16:09 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#178
18.09.2016 - 23:12 Uhr
Mein Eindruck ist aktuell, dass die Mannschaft es einfach auch nicht schaft, trotz starker Phasen, das Spiel zu kontrollieren und Ruhe in die Partie zu bringen wenn man dies braucht.
Die Zwischenphasen wo man stark spielt, kosten teilweise relativ viel Kraft und die Mannschaft wirkt dann im Anschluss zu unfokussiert und steht zudem auch recht hoch.

Geht man aktuell mit dem Anspruch ans Team, dass es über 90 Minuten hinweg Druck auf den Gegner ausüben soll, überfordert man wie ich finde die Truppe.

Für mich wäre aktuell eine sinnvolle Konsequenz das System etwas um zu stellen und im Mittelfeld mehr Spielkontrolle, Ball- und Passsicherheit ausüben zu können, während man gleichzeitig in der Lage wäre, sich situativ auch defensiv kompakter zu stellen.

Ich glaube dass eine Offensive aktuell nicht zwingend aus 2 zentralen und 2 Außenspielern bestehen muss, solange Bellarabi verletzt ausfällt.
Mit Brandt, Chicharito und Volland + ggf. Danger sehe ich die Offensive eigentlich als Kombinations- und Abschlussstark genug, das kein 4. Spieler mehr benötigt wird, zumal Calhanoglu und Mehmedi die aktuell die Rolle des 4. Spielers von Beginn an einnahmen nicht gerade überzeugen konnten.

Für mich wäre die naheliegende Konsequenz also auf ein 4-3-3 um zu stellen.

-----------------------Leno-----------------------
Henrichs---Toprak------Tah-------Wendell
----------------------Bender*--------------------
-------------Kampl---------Aranguiz----------
Brandt---------------------------------Volland
--------------------Chicharito-------------------

Bender bzw. Baumgartlinger ist dabei in der Lage defensive Stabilität zu geben und bringen zudem Passsicherheit im Aufbauspiel mit.
Mit Brandt, Volland und Chicharito hat man vorne 3 Kombinationssichere Angreifer die zudem situativ von Henrichs oder Wendell auf den Flügeln unterstützt werden können.
Mit Henrichs rechts und Wendell links hat man dabei 2 AVs die offensive Akzente setzen können und dazu in der Lage sind, auch mit dem jeweils richtigen Fuß zu flanken.

Letztlich ist es mMn also nicht so sehr eine Mentalitätsfrage die sich aktuell Schmidt stellen muss, als vielmehr eine Systemfrage, wie man mehr Ruhe und Spielkontrolle ins Spiel bringt und zudem defensiv kompakter steht ohne offensiv die Fähigkeit zu verlieren sich Chancen zu erspielen.
Roger Schmidt |#179
22.09.2016 - 10:41 Uhr
Zitat von Longcheng
Von mir aus muss niemand Schmidt beerben. Nur soll er endlich mal zeigen, dass er sich und die Mannschaft entwickeln kann. Geld und Zeit hat er genug zur Verfügung gehabt, ich erkenne trotzdem keinen Plan B oder ein dominantes Auftreten der Truppe.


Genau so sieht es aus! Es ist übertrieben, jetzt sofort Schmidts Kopf zu fordern. Aber irgendwelche Alibis wie "Das muss sich noch einspielen!" o.ä. gibt es diese Saison halt einfach nicht. Schmidt ist ausreichend lange hier und die Mannschaft ist so auch schon letzte Saison weitgehend zusammen gewesen. Das sollte ja auch eigentlich unser großes Plus gegenüber Dortmund o.ä. sein - aber Pustekuchen! Genauso wie dass wir in der vergangenen Rückrunde doch gezeigt haben, wie man spielen muss und wie man erfolgreich sein kann mit dieser Mannschaft. Hätte Schmidt das so einfach beibehalten, hätte das ebenfalls ein Plus sein können. Ebenfalls Pustekuchen!

Mir fehlt da bei ihm echt so ein bisschen der Lernprozess. Eine gewisse "Sturheit" ist da eben doch vorhanden, vielleicht nicht in so krasser Form, wie ihm das von den Medien so zugeschrieben wird, aber dennoch. Er hat doch in den zwei vorigen Saisons bei uns nun schon mehrmals am eigenen Leib erfahren, dass es einen Plan B braucht, um hier langfristig erfolgreich zu sein. Aber den holt er immer nur kurzfristig aus der Tasche, wenn mal Druck da ist. Danach dann wieder alles auf Anfang. Das kann es so auf Dauer einfach nicht sein und das muss man als Fan auch konstruktiv kritisieren dürfen.

•     •     •

Liebe, die ein Leben hält! Die Stadt, der Verein: Das Einzige, was zählt!
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DEUTSCHER DOUBLE-SIEGER 2024

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Groundhopping - Denn es lohnt sich, über den Tellerrand zu schauen.
Roger Schmidt |#180
24.09.2016 - 23:47 Uhr
Ich könnte folgenden Text auch in andere Threads schreiben - so richtig passt er nirgendwo rein.

Letzte Zeit habe ich mich hier im Forum etwas zurückgehalten. Das hatte einerseits private Gründe, andererseits poste ich in "schwierigen" Zeiten weniger, weil es in der Anonymität des Internets keinen Spaß macht mit einigen zu diskutieren.
Da sind für meinen Geschmack jüngst leider zu viele "Miesmacher" hinzugekommen - wie es Rhein2008 so schön betitelt hat. Auch wenn ich die Mehrzahl der Neuuser positiv sehe.

Denn seien wir mal ehrlich: Ist das aktuell eine "schwierige" Zeit oder gar Krisensituation? Nein! Natürlich lässt sich das nach dem glücklichen Sieg heute einfacher schreiben, aber selbst bei einer Niederlage wäre es weiter gegangen. So euphorisch die meisten von euch in die Saison gegangen sind, so sehr zeigen die ersten Spiele doch, dass der Fußball nur in gewissem Maße planbar ist. Es ist nunmal ein "Low-Score-Sport", wo der Zufall zweifelsohne immer eine Rolle spielt und bei den geringen Leistungsunterschieden der meisten Mannschaften oft den Ausschlag geben kann.
Eintracht Frankfurt hat aktuell 10 Punkte. Könnten sie nicht genauso gut 2 Punkte haben?
Genauso gut wie Bremen mit etwas Glück 9 Punkte haben könnte. In deren Situation heißt es nach Spielen wie gegen Augsburg oder Mainz dann einfach: "Bezeichnenderweise verliert Werder das Spiel" oder "Typisch für deren Situation". Heute war es ähnlich... Sie waren klar besser als Wolsburg und die treffen kurz nach dem Bremer Ausgleich die Latte. Geht das Ding rein verliert Werder wieder 1:2 und würde weiterhin mit leeren Händen dastehen.
Ich will jetzt nicht zu weit ausholen, da wir natürlich über den genannten Mannschaften stehen. Aber genau deshalb haben wir in der aktuellen Phase, wo wir nach meinem Gefühl mehr Pech haben als die meisten unserer Gegner, trotzdem 7 Punkte eingefahren.
In der heutigen Zeit ist man darüberhinaus auch etwas verblendet durch die Konstanz der absoluten Topteams, wie Real, Barca, Bayern, Juventus oder PSG. Mit denen können wir uns allerdings nicht messen! Besonders sind deren Budgets so hoch über dem Großteil der jeweiligen Ligakonkurrenz, dass bei denen Glück oder Pech nicht mehr über Sieg oder Niederlage, sondern nur noch über die Höhe des Sieges entscheiden!!!

Ganz ehrlich: Da will ich als Bayer-Anhänger auch niemals hin! Wie sagte Herberger so schön: "Die Leute gehen zum Fußball weil sie nicht wissen wie es ausgeht!" Dieses Gefühl, dass ich und sicherlich viele von euch nach einem Sieg wie gegen Hamburg oder Mainz hatten, kennen die Bayern doch gar nicht mehr. Ganz zu schweigen von dem, was die Werder-Fans heute durchlebt haben.


Warum poste ich das jetzt im Trainerthread? Weil das jetzt kommtgrins
Mir wurde nämlich zu viel auf Schmidt herumgehackt. Warum ist kein Fortschritt zur Rückrunde zu erkennen? Warum macht er immer wieder diesselben Fehler? Warum wechselt er zu spät? Warum lässt er sich ständig auskontern? Warum sind wir so ideenlos?
Ich bin gewiss kein Schmidt-Fan und man kann sicherlich einiges an ihm kritisieren. Letztlich sind jedoch hauptsächlich die Spieler auf dem Platz für die Ergebnisse verantwortlich! Seit ich Fan bin gab es bei all unseren Trainern immer irgendwas auszusetzen. Sei es bei Augenthaler, Skibbe, Labbadia, Heynckes, Hyypiä oder jetzt Schmidt. Selbst bei den Übertrainern wie Guardiola, Ancelotti, Mourinho oder Klopp gibt es noch was zu meckern, die für uns außer jeglicher Reichweite sind.

Für mich gibt es akutell nur noch zwei größere Kritikpunkt, die von relevanz sind:
1. Unser Spiel ist zu zentrumsorientiert, was auch mit unserer Einkaufspolitik für den Flügel zusammenhängt. Ohne Bellarabi haben wir keinen qualitativ ausreichenden Außenspieler mehr!
2. Wir fangen zu viele Kontergegentore (bei unserem Risiko sind die auch nicht komplett zu vermeiden)
Das will ich jetzt aber nicht weiter ausführen... Ich merke nämlich das mein Text wieder viel zu lang wirdugly

Mir geht es mit diesem Post darum, mal das POSITIVE hervorzuheben:
Was mich am meisten ankotzt ist das Gerede von der Rückrunde, die ja den meisten Zufolge einfach zu kopieren wäre. Jetzt mal ganz ehrlich: Was macht Schmidt aktuell anders als vor ein paar Monaten?! In meinen Augen nicht viel. Ein Toprak, Tah, Kampl, Aranguiz, Brandt und Bellarabi waren alle in Topform und man hatte einen Lauf. Das ist bei all den genannten Spielern aus verschiedensten Gründen gerade aber nicht der Fall. Wo wir wieder beim Thema "Menschen und keine Maschinen" wären....
Dazu hatten wir keine englischen Wochen und mein eben beschriebenes Spielglück war auf unserer Seite! Gegen Wolfsburg oder Köln haben wir in der Rückrunde ähnlich agiert wie vor kurzem gegen Gladbach, Augsburg oder Moskau. Die Abwehr stand etwas stabiler - ja! Ansonsten beschworen Brandt, Chicharito oder Bellarabi eine gute Aktion nach einer guten halben Stunde und schon lief der Laden.
Das sinnlose Anrennen gibt es auch nicht mehr zu sehen oder das extrem ballorientierte Verteidigen. Ab und an gehen wir im Mittelfeld zu viel Risiko nach Ballverlusten, wodurch die angesprochenen Kontertore entstanden. Das wird aber wieder kommen, auch wenn es mich in den einzelnen Fällen extrem anp***t.
Rotieren tut er wie wir aktuell sehen auch - wenn er wie jetzt endlich mal genug Spieler zur Verfügung hatsilent
Und zu guter letzt: An der Seitenlinie hat er seine Emotionen seit dem Dortmund Spiel auch besser im Griff.

•     •     •

Weltmeister (Finale): 1954 (1966) 1974 (1982) (1986) 1990 (2002) 2014
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:-) VfL Borussia | Schalke 04 | TSV Alemannia | BV Borussia | Meidericher SV | 1.FC Köln | Fortuna 95 | VfL Bochum | Niederlande (-:
___
Überzeugter Cruijffista

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 19Schnix25 am 24.09.2016 um 23:59 Uhr bearbeitet
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