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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#1091
31.12.2012 - 11:37 Uhr
Zitat von friend-of-football:
Ich hielte es für einen Verein wie die Eintracht unter dem Strich keineswegs nachteilig, das internationale Geschäft (sprich die EL, CL dürfte am Ende illusorisch sein) zu verpassen. Erstens ist wenig zu verdienen (falls man sich in der EL-Quali überhaupt durchsetzt), zweitens dürfte der Kader, selbst wenn im Sommer nachjustiert wird, mit der Mehrfachbelastung überfordert sein. Ein paar Euronen in der EL mehr gingen also im Brot-und-Butter-Geschäft Bundesliga durch schwächeres Abschneiden verloren. Ein Heidel zum Beispiel sieht das für seine Mainzer ähnlich, und diese realistische Betrachtungsweise sollte man sich auch bei der Eintracht zu eigen machen. Wahrscheinlich gibt es momentan in der Buli keinen anderen Verein, der in der Vorrunde so weit über seinen normalen Möglichkeiten abgeschnitten hat. Der Rückfall ins Mittelfeld spätestens kommende Saison ist mehr oder weniger vorprogrammiert, aber das wäre gemessen am Potential des Vereins immer noch völlig in Ordnung.
Rode kann man zwecks weiterer positiver Entwicklung, auch hinsichtlich Nati, nur raten, sich baldmöglichst einem Verein anzuschliessen, der normalerweise immer international spielt. Ein Wechsel im Sommer gegen eine entsprechende Ablöse wäre für alle Beteiligten am sinnvollsten, da kann Bruchhagen erzählen, was er will. Dient eh' nur dazu, den Marktwert (vermeintlich) zu erhöhen.
Vereinsführungen (und besonders Fans !) sind sehr gerne "betriebsblind", wenn es um das Potential und die Möglichkeiten des eigenen Vereins geht. Es dominiert allzuoft Wunschdenken, aufgrund einer guten Halbserie oder auch einer überdurchschnittlichen Saison. Ein kritischer Blick von außen erweist sich da häufig als realistischer.


Wow! Sehr gut geschriebener Beitrag!

Es ist tatsächlich so,dass es manchmal sinnvoller ist,eben nicht international zu spielen. Es entsteht schließlich eine zusätzliche Belastung,die der Kader erst mal weg stecken muss!
Unser Trainer hat mehrmals gesagt,dass es auch nicht die Spiele an sich sind,die für Punktverluste sorgen ,da zumindest bei uns (und dass wäre bei euch sicherlich nicht anders) sich die Spieler noch auf international Auftritte freuen...
Die Motivation stimmt jedenfalls...
Aber was es laut favre so schwer macht eine Doppelbelastung zu tragen,ohne zu viele Punkte in der Liga liegen zu lassen, ist die Tatsache,dass es kaum bis gar kein Training mehr gibt!
Man spielt alle drei Tage und da die regernation sehr wichtig ist, kann man zwischen den einzelnen Spielen so gut wie nichts machen...
Das ist es sehr schwer das eigene Spiel zu verbessern,da der Trainer kaum Einheiten mahen kann. Ich habe auch immer gedacht,ach die sollen sich net so anstellen,schließlich wollen doch alle international spielen bla bla...
Aber es ist wirklich net ohne und es gehen zweilfelos ein paar Punkte in der Liga dafür drauf. Wenn man dann noch (stamm)Spieler abgeben musste und somit neue integrieren muss,dann ist es natürlich noch schwerer ,wenn der Trainer weniger einflus nehmen kann...

Aber nichtsdestotrotz ist es anderseits natürlich auch verdammt schön sich international zeigen zu können :).
Nicht nur aus unserer (fan) Sicht ist toll seinen Verein mit den besten der Welt messen, auch für eventuelle Neuzugänge ist es attraktiver...

Finde es gut,wenn auch mal die negativen Seiten erwähnt werden,da dies oft sehr vernachlässigt wird.
Aber ihr seid doch auf einem gutem Weg.
Und mit ein paar Verstärkungen in die breite des kaders,könntet ihr auch die Doppelbelastung meistern.

In disem Sinne noch eine erfolgreiche Saison :)

•     •     •

Gladbach is ne schöne Stadt, da muss man sich benehmen, drum fahren wir nach kölle und benehmen uns... ;)



Perspektive der Eintracht |#1092
31.12.2012 - 12:55 Uhr
Natürlich ist diese Aussage richtig. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir für unseren Spielstil enorm viel Kraft aufbringen müssen und damit jede Form der Regeneration wichtig ist.

Aber es ging ja auch nicht darum, ob das internationale Geschäft für unsere Entwicklung gut ist oder nicht. Es wurde hinterfragt, inwiefern wir in der Lage sind, einen Rode weiterhin an uns zu binden. Und für dieses Vorhaben wird das Erreichen eines internationalen Platzes womöglich Gold wert sein. Gibt es diese Perspektive nicht, werden wir uns über kurz oder lang von Spielern wie Rode, Jung und Trapp verabschieden können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Olsen84 am 31.12.2012 um 12:56 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#1093
31.12.2012 - 13:27 Uhr
Bruchhagen hat ja kürzlich die Eintracht nicht als den typischen "Ausbildungsverein" bezeichnet, der regelmäßig, wenn auch meist gegen gutes Geld, die besten Spieler verliert. Allerdings gibt es auf jeder Ebene "Ausbildungsvereine". Beispielsweise sind deutsche Bulivereine in den letzten Jahren "Ausbildungsvereine" für Real und ManU gewesen und der BVB wird es im Sommer wahrscheinlich wieder sein (Lewandowski).
So gesehen, muß man nicht darüber diskutieren, ob die SGE nun ein Ausbildungsverein ist oder nicht. Die Formel ist wahrscheinlich einfacher: Je mehr die Entwicklung einzelner Spieler und des Vereins (bzw. dessen "Standing") auseinanderklaffen, desto wahrscheinlicher wird ein Wechsel. Bei beiden, Jung und Rode, kommt m.E. als weiterer ungünstiger Aspekt die Vertragslage hinzu. Jung ist für 2,5 Mio. ein absolutes Schnäppchen und Rode hat dann nur noch 1 Jahr Vertrag. Und ob Veh bleibt, ist auch recht fraglich. Evtl. hat man im Sommer ca. 10 Mio. Transfererlöse, muß damit aber einen neuen RV und einen neuen Sechser sowie einen neuen Trainer suchen.
Ich tue mich ganz schwer damit, jetzt plötzlich in Frankfurt einen Hort der Seligen zu vermuten,
in dem Gesetze (oder besser Gepflogenheiten) des Marktes außer Kraft gesetzt werden können.
Perspektive der Eintracht |#1094
31.12.2012 - 14:13 Uhr
Meiner Meinung nach ist und bleibt doch das mittelfristige Ziel der SGE die langfristige Etablitation in der 1.Liga!
Das hat HB ja auch mehrfach gesagt... Natürlich ist die HR ein Traum und ich bin überglücklich das es so gelaufen ist! Ich bin auch der letzte der wenn man ggf ins Internat. Geschäft kommen sollte, nur das negative sieht, aber es hat wie alles im Leben auch Schattenseiten...

Ich glaube Fußball (gerade bei einer relativ ausgeglichenen Liga wie der BuLi) ist ein Schnelllebiges Geschäft und Clubs wie die SGE haben immer das Problem zwischen Sportlichen und Finanziellen Aspekten das Gleichgewicht zu finden! HB & BH machen da soweit ich das beurteilen kann, einen guten Job!

Ich hoffe das die SGE in 2013 Vorallem weiter attraktiven und (weitestgehend) erfolgreichen Fußball spielt und irgendwo zwischen Platz 4-9 landet, Spieler halten kann, Veh bleibt und weiterhin Konstante und vernünftige Personalplanung betreibt und Schritt für Schritt seinen Weg geht...

Aber bei der derzeitige Führung von BH, HB & AV bin ich da guter Dinge, die scheinen sich vom aktuellen Erfolg nicht blenden zu lassen!

•     •     •

Ob Abstiegskampf oder Champions League, ich bin und bleib´ein Eintracht-Freak!
Perspektive der Eintracht |#1095
31.12.2012 - 14:17 Uhr
Ich stimme den letzten Kommentaren nicht zu.
Es ist doch völliger quatsch, dass man den internationalen Wettbewerb lieber verpasst, als mitzuspielen. Notfalls spielt man wie Manu oder City im letzten Jahr dann dort nur mit einer B-Elf. Ist immer noch besser, als gar nicht mitzuspielen.
Ihr könnt euren Vereinen ja anbieten, beim DFB Pokal einfach nicht mehr anzutreten, da man dann in der BuLi deutlich besser abschneidet! :ugly

Ich bin allgemein auch nicht der Meinung, dass die "Doppelbelastung" so viel ausmacht. Das sind Profis. Die trainieren jeden Tag. Dann macht man eben ein bisschen mehr Regenerationstraining, dann kann man auch 2 Spiele pro Woche machen.
Sicher gibt es Spieler, die damit an Leistung einbüßen - die müssen dann eben rotieren. Junge Spieler wie Rode, Jung, Otsche könnten sicher auch zwei Spiele pro Woche machen. Die Älteren könnte man nur in der Buli einsetzen und Reservespielern ersetzen. Gehts schief, fliegt man eben in der Gruppenphase raus - schadet aber dem Bundesligabetrieb sicher nicht.

Von mir aus können sich gerne einige Vereine freiwillig auf den Plätzen 8 abwärts einfinden - ich hoffe ihr überzeugt sie von eurer Meinung! :rolleyes :ugly
Perspektive der Eintracht |#1096
31.12.2012 - 14:39 Uhr
Als Außenstehender, der vor 2 Jahren die Eintracht auch als Vorbild gesehen hat möchte ich auch mal meinen Senf dazu abgeben.

Für mich bleibt es immer mal möglich, dass ein Verein wie die Eintracht oder auch Borussia mal eine so katastrophale Halbserie spielt, dass man sich schnell unter den letzten 3 befindet.

Die Liga ist doch so ausgeglichen. Wären in diesem Jahr nicht die schlechten 3 dabei, würde doch die halbe Liga nicht von Europa sprechen, sondern würde mit Schrecken nach unten schauen.

Denke euer Management hat große Weitsicht bewiesen und sinnvollerweise Rücklagen gebildet, sodass im Fall X hier nicht alles auseinander fällt.

Sicher wirft so ein Abstieg einen Verein ein paar Jahre zurück, aber für mich zeigt das Beispiel Eintracht, dass man auch gestärkt aus so einem Desaster zurück kommen kann.

In der Summe wurde bei der Eintracht, wie übrigens auch bei uns, mehr richtig als falsch gemacht.
Und dies Unterscheidet uns eben von Vereinen wie, Lautern, Köln, oder auch Hertha, mit denen wir vor kurzem noch auf Augenhöhe waren.... ;)

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„Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.“ (Franklin D. Roosevelt)
Perspektive der Eintracht |#1097
31.12.2012 - 14:56 Uhr
Zitat von eagle1978:


@serube:
Damit sagst Du auch viel Wahres wie ich finde.

Weder bei Euch, noch bei uns wurde der sportliche Erfolg versucht zu erzwingen; also durch viel Geldausgaben, teure Transfers, usw.

Man hatte viel Qualität für wenig Geld bekommen; dazu muss man auch das nötige Glück (neben dem guten Scouting) haben, aber von nichts kommt auch nichts.

Daher vergleiche ich zuletzt gerne unsere beiden Vereine; die Entwicklungen sind da sehr ähnlich.. erst waren wir vor Euch und Euer "Vorbild" - nun isses quasi umgekehrt.

Wenn man überlegt, dass wir über 10 Mio. Minus in Liga zwei gemacht hatten (oder sagen wir machen mussten), und dennoch wirtschaftlich immer noch mit einer ganz ordentlichen finanziellen Reserve dastehen - das sollen erstmal andere Vereine so nachmachen.

Am Beispiel Hertha sieht man ja, dass das Ganze so leicht nicht zu wiederholen ist.... zumindest die wirtschaftliche Seite das Ganzen.

Wobei man schon sagen muß, dass wir letzten Sommer schon richtig investiert haben.
Aber eben durchweg in Junge aufstrebende Spieler und da muß man einfach sehen, dass sie vllt 1-2 Jahre brauchen um in der Bundesliga anzukommen.

Viel entscheidender ist hier, das solche Spieler nicht ein riesiges Gehalt bekommen und der Kader so auch bei einer wirklich schlechten Saison finanzierbar bleibt.

Gerade Stuttgart, Bremen, Hamburg usw zeigen doch, wie man es gerade nicht macht.
Hier wurde in teure fertige Spieler investiert und bei ausbleibendem Erfolg bricht dann alles auseinander und der Verein braucht Jahre um sich wieder zu erholen.

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„Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.“ (Franklin D. Roosevelt)
Perspektive der Eintracht |#1098
31.12.2012 - 16:01 Uhr
Bin da eigentlich guter Dinge, denke in der Rückrunde werden wir da schon Fortschritte sehen.

Wenn nicht geht hier die Welt aber auch nicht unter, eine 100% Garantie gibt es halt nie. Darum bleibt der Verein als Ganzes trotzdem ordentlich aufgestellt.

Mittlerweile sind wir einer der wenigen Vereine die sich selbst vermarkten, bei uns gibt es niemanden der auch mitverdienen möchte.
Gerade das eigene Stadion und das dazugehörende Gelände hat unseren Verein eigentlich nach vorne gebracht.
Dazu die wirklich klasse Jugendarbeit, mittlerweile werden die Spieler schon verliehen, weil man ihnen nicht auf Anhieb eine Perspektive bieten kann.

Und nicht zuletzt war unser letztes Jahr in jeder Hinsicht erfolgreich, wie viele Ältere ihre alte Liebe wieder entdeckt haben, der Verein boomt in jeder Hinsicht..

Daher sollte die Eintacht auch versuchen, den Europapokal Platz mit allen Mitteln zu verteidigen,
was die Mehrbelastung betrifft; geht es nur nach unseren Spielen nach den Auftritten am Donnerstag, wären wir mit Bayern auf Augenhöhe... ;)

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„Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.“ (Franklin D. Roosevelt)
Perspektive der Eintracht |#1099
01.01.2013 - 21:47 Uhr
Nach der überraschend starken Hinrunde von Aufsteiger Eintracht Frankfurt spricht nun auch der sonst so zurückhaltende Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen (Foto) von einem möglichen Sprung in die Europa League.
Nicht nur die Fans träumen von Europa ;) . Ich finde es aber gut, dass Bruchhagen nicht auch diese Tiefstapelei macht, wie sonst bei vielen Vereinen. Die Tabelle lügt nicht, und wer nach der Hinrunde 4. ist, sollte ja auch ein höheres Ziel als den Klassenerhalt haben, meiner Meinung nach.
Perspektive der Eintracht |#1100
02.01.2013 - 11:44 Uhr
Großer Vorteil einer Qualifikation fürs internationale Geschäft wäre, dass man mehr rotieren muss und dadurch auch mal weiteren Spielern Einsatzzeiten verschaffen kann. Wir sind auf (fast) allen Positionen mindestens doppelt besetzt - und zwar mit richtig guten Spielern. Ich würde auf die Zweite Elf auch im Europapokal jederzeit setzen, da hätte ich keine Angst. Unsere zweite Elf (Aufgrund des fehlenden vierten 6ers im 4-1-4-1-System):

Nikolov - Celozzi, (Russ/Butscher), Kempf, Djakpa - Lanig - Köhler, Kittel, Stendera, Matmour - (Hoffer/Kouemaha)

Würde ich direkt kaufen...

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