Neues von alten Wolfsburgern
01.11.2005 - 18:30 Uhr
17.05.2006 - 08:46 Uhr
Ex-VfLer Reyna: Star der USA
Bei der WM dabei: Wolfsburgs erster Top-Transfer in der 1. Liga
(rau) Damals waren die USA noch ein fast weißer Fleck auf der Fußball-Landkarte – bald darauf aber wurde klar: Der Wechsel von Claudio Reyna 1997 von Bayer Leverkusen (wo er meist Reservist war) zum VfL war der erste Top-Transfer der gerade in die Bundesliga aufgestiegenen Wolfsburger.
In Wolfsburg war Reyna Stammspieler, war der Regisseur und Kapitän beim Aufsteiger. Und blitzartig war der Schützling von Berater Michael Becker (betreut auch Michael Ballack) weg. Am 1. April 1998 wechselte Reyna zu den Glasgow Rangers.
Der technisch begabte Reyna, damals der Star der US-Boys, wurde umgeschult, wurde in Glasgow zum rechten Verteidiger, ist inzwischen auch im rechten Mittelfeld zu finden. Drei Jahre spielte er in Schottland, ging für 6,7 Millionen Euro nach Sunderland, stieg dort ab, wechselte zum englischen Erstligisten Manchester City, wo er die vergangenen drei Spielzeiten absolvierte.
Reyna nahm schon 1998 und 2002 an der WM teil, führte die USA 2002 bis ins Viertelfinale (0:1 gegen Deutschland) und war 2002 der erste US-Amerikaner, der ins WM-Allstar-Team gewählt wurde.
23.05.2006 - 12:42 Uhr
VfL-Vorsprung durch Arena und VW
Ex-Torhüter Uwe Zimmermann zur Frage: "Welcher Klub wird 2020 die Nummer eins der Region sein?"
Von Thomas Fröhlich
BRAUNSCHWEIG. Welcher Fußball-Klub wird im Jahr 2020 die Nummer eins in der Region sein? Der VfL Wolfsburg oder Eintracht Braunschweig?
Uwe Zimmermann, von 1993 bis 1999 Torwart beim VfL und anschließend bis 2002 bei Eintracht, sieht derzeit Wolfsburg im Vorteil. "Für den VfL spricht die finanzielle Ausgangslage. Mit VW als Sponsor haben sie einen erheblichen Vorteil", sagt der 44-Jährige.
Zudem habe der Klub durch das neue Stadion einen Vorsprung vor dem Nachbarn: "Die Arena wird auch in 14 Jahren noch aktuell sein. Und bis dahin ist auch die Fan-Struktur besser gewachsen." Sportlich sieht Zimmermann den VfL in einer schwierigen Lage: "Eine Saison wie die letzte, mit einer Mannschaft von Fußball-Söldnern ist brandgefährlich. Nur mit Geld ist nicht alles zu regeln."
"Wichtig ist immer, was der Verein will. Den schnellen Erfolg oder einen langfristigen Aufbau", sagt Uwe Zimmermann, der zuletzt als Torwarttrainer bei Zweitligaabsteiger LR Ahlen arbeitete.
"Wenn in Braunschweig die Entwicklung mit jungen Deutsch sprechenden Spielern vorangetrieben wird, kann Eintracht mit dem VfL gleichziehen", sieht der Ex-Torwart gute Chancen für den Zweitligisten. Langfristig sei es wichtig, mit Spielern zu arbeiten, mit denen sich auch die Fußball-Fans identifizieren können. Entscheidend für Eintrachts sportliche und wirtschaftliche Konsolidierung sei zudem, dass weiter in das Stadion investiert werde. Da sieht Uwe Zimmermann Wolfsburg mit der Arena noch lange Zeit im Vorteil.
"Man kann Braunschweig nicht mit Wolfsburg vergleichen. Eintracht ist normalerweise ein etablierter Bundesligaverein mit Tradition und großen Erfolgen. Von daher besteht eigentlich schon jetzt ein Gleichgewicht", beschreibt Uwe Zimmermann.
Ex-Torhüter Uwe Zimmermann zur Frage: "Welcher Klub wird 2020 die Nummer eins der Region sein?"
Von Thomas Fröhlich
BRAUNSCHWEIG. Welcher Fußball-Klub wird im Jahr 2020 die Nummer eins in der Region sein? Der VfL Wolfsburg oder Eintracht Braunschweig?
Uwe Zimmermann, von 1993 bis 1999 Torwart beim VfL und anschließend bis 2002 bei Eintracht, sieht derzeit Wolfsburg im Vorteil. "Für den VfL spricht die finanzielle Ausgangslage. Mit VW als Sponsor haben sie einen erheblichen Vorteil", sagt der 44-Jährige.
Zudem habe der Klub durch das neue Stadion einen Vorsprung vor dem Nachbarn: "Die Arena wird auch in 14 Jahren noch aktuell sein. Und bis dahin ist auch die Fan-Struktur besser gewachsen." Sportlich sieht Zimmermann den VfL in einer schwierigen Lage: "Eine Saison wie die letzte, mit einer Mannschaft von Fußball-Söldnern ist brandgefährlich. Nur mit Geld ist nicht alles zu regeln."
"Wichtig ist immer, was der Verein will. Den schnellen Erfolg oder einen langfristigen Aufbau", sagt Uwe Zimmermann, der zuletzt als Torwarttrainer bei Zweitligaabsteiger LR Ahlen arbeitete.
"Wenn in Braunschweig die Entwicklung mit jungen Deutsch sprechenden Spielern vorangetrieben wird, kann Eintracht mit dem VfL gleichziehen", sieht der Ex-Torwart gute Chancen für den Zweitligisten. Langfristig sei es wichtig, mit Spielern zu arbeiten, mit denen sich auch die Fußball-Fans identifizieren können. Entscheidend für Eintrachts sportliche und wirtschaftliche Konsolidierung sei zudem, dass weiter in das Stadion investiert werde. Da sieht Uwe Zimmermann Wolfsburg mit der Arena noch lange Zeit im Vorteil.
"Man kann Braunschweig nicht mit Wolfsburg vergleichen. Eintracht ist normalerweise ein etablierter Bundesligaverein mit Tradition und großen Erfolgen. Von daher besteht eigentlich schon jetzt ein Gleichgewicht", beschreibt Uwe Zimmermann.
31.05.2006 - 07:47 Uhr
Nachnominiert: Ex-VfLer sorgt in Serbien für einen WM-Skandal
(apa/sid) Beim VfL war er ein Flop, jetzt sorgt er möglicherweise für einen handfesten WM-Skandal: Dusan Petkovic. Der Abwehrspieler, in der Saison 2003/04 beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten unter Vertrag, wurde völlig überraschend für den WM-Kader von Serbien und Montenegro nachnominiert! Nach Brian McBride, Claudio Reyna (beide USA) und Joshua Kennedy (Australien) ist Petkovic der vierte Ex-VfLer bei der WM.
Petkovic‘ Nominierung sorgt in Serbien und Montenegro für derbe Kritik. Denn Nationaltrainer dort ist Ilija Petkovic – Dusans Vater! „Blamage und Schande! Was für ein Eigentor!“, kommentierte die Belgrader Zeitung Blic. Auf der Homepage des bekannten Radio-Senders B92 gingen in Foren-Einträgen hunderte Beschimpfungen auf den Coach ein, dem eine Bevorzugung des eigenen Sohnes vorgeworfen wird.
Die Verwunderung hat Gründe: Sein zwölftes und bislang letztes Länderspiel absolvierte der ehemalige VfLer im August 2004. Nachnominiert wurde er jetzt für Mirko Vucinic – und der ist Stürmer.
Für die stolze Summe von 1,5 Millionen Euro hatte der VfL 2001 Petkovic vom OFK Belgrad gekauft, nach einem Jahr wechselte er zum 1. FC Nürnberg, mittlerweile spielt der 31-Jährige wieder für den OFK. In Wolfsburg fiel er vor allem durch seine Schweißbänder auf – und durch ein Tor für Nürnberg in Wolfsburg, nach dem er VfL-Coach Wolfgang Wolf beschimpfte. Sein Trainer in Nürnberg damals war übrigens Klaus Augenthaler.
Dass er jetzt bei der WM dabei ist, verdankt er seinem Papa – und vielleicht auch seiner besonderen WM-Beziehung. Denn Dusan Petkovic wurde am 13. Juni 1974 geboren – genau an dem Tag, als sein Vater als Spieler Jugoslawiens das Eröffnungsspiel der WM in Deutschland gegen Brasilien bestritt.
(apa/sid) Beim VfL war er ein Flop, jetzt sorgt er möglicherweise für einen handfesten WM-Skandal: Dusan Petkovic. Der Abwehrspieler, in der Saison 2003/04 beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten unter Vertrag, wurde völlig überraschend für den WM-Kader von Serbien und Montenegro nachnominiert! Nach Brian McBride, Claudio Reyna (beide USA) und Joshua Kennedy (Australien) ist Petkovic der vierte Ex-VfLer bei der WM.
Petkovic‘ Nominierung sorgt in Serbien und Montenegro für derbe Kritik. Denn Nationaltrainer dort ist Ilija Petkovic – Dusans Vater! „Blamage und Schande! Was für ein Eigentor!“, kommentierte die Belgrader Zeitung Blic. Auf der Homepage des bekannten Radio-Senders B92 gingen in Foren-Einträgen hunderte Beschimpfungen auf den Coach ein, dem eine Bevorzugung des eigenen Sohnes vorgeworfen wird.
Die Verwunderung hat Gründe: Sein zwölftes und bislang letztes Länderspiel absolvierte der ehemalige VfLer im August 2004. Nachnominiert wurde er jetzt für Mirko Vucinic – und der ist Stürmer.
Für die stolze Summe von 1,5 Millionen Euro hatte der VfL 2001 Petkovic vom OFK Belgrad gekauft, nach einem Jahr wechselte er zum 1. FC Nürnberg, mittlerweile spielt der 31-Jährige wieder für den OFK. In Wolfsburg fiel er vor allem durch seine Schweißbänder auf – und durch ein Tor für Nürnberg in Wolfsburg, nach dem er VfL-Coach Wolfgang Wolf beschimpfte. Sein Trainer in Nürnberg damals war übrigens Klaus Augenthaler.
Dass er jetzt bei der WM dabei ist, verdankt er seinem Papa – und vielleicht auch seiner besonderen WM-Beziehung. Denn Dusan Petkovic wurde am 13. Juni 1974 geboren – genau an dem Tag, als sein Vater als Spieler Jugoslawiens das Eröffnungsspiel der WM in Deutschland gegen Brasilien bestritt.
26.07.2006 - 13:16 Uhr
Tvili hat sich Ewald Lienen angeschlossen und wechselt zu den athenern!
02.08.2006 - 23:17 Uhr
Ex-Wolfsburger Biliskov nach Griechenland
Der frühere VfL-Profi Marino Biliskov hat einen neuen Verein gefunden: Der Manndecker, der zuletzt beim Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg unter Vertrag stand, wechselt zum griechischen Erstligisten Iraklis Saloniki. Der 30-Jährige unterschrieb beim Uefa-Pokal-Teilnehmer einen Vertrag bis 2009 und kostet aufgrund von Duisburgs Abstieg keine Ablöse. Biliskov hatte von 2000 bis 2005 für den VfL Wolfsburg gespielt.
05.08.2006 - 09:18 Uhr
Nach sechs Jahren VfL: Schnoor arbeitslos
(eh) Er war Kapitän und Führungsspieler, einer, der auch mal den Mund aufmachte, wenn‘s drauf ankam. Aber nach sechseinhalb Jahren war im Sommer Schluss für Stefan Schnoor beim VfL. Dabei hätte der Routinier noch ein Jahr dranhängen können. Er wollte nicht. Momentan ist der 35-Jährige arbeitslos. Doch damit hat die einstige Abwehr-Glatze des Wolfsburg Fußball-Bundesligisten gar kein Problem…
„Es gibt Interessenten, aber ich habe auch schon ein paar Sachen abgesagt“, erzählt Schnoor. Zweitligist Unterhaching fragte an, Drittligist Saarbrücken ebenfalls. Aber: „Nichts gegen diese beiden Vereine, doch das muss ich mir jetzt nicht mehr antun.“ Auch bei Klubs aus Griechenland, Zypern oder Holland winkte er ab: „Solch ein Engagement kann ich auch noch in zwei Wochen annehmen.“
Zurzeit genießt er die gemeinsamen Tage zu Hause in Hamburg mit der Familie, mit Ehefrau Nicole und Töchterchen Pia-Sophie (7). Die WAZ erwischte den kernigen Abwehrmann gar bei der Gartenarbeit. Schnoor: „Mir geht‘s gut. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich in Wolfsburg bleiben können. Aber ich wollte es nicht.“
Um Schnoors Fitnesszustand muss sich sein neuer Arbeitgeber keine Sorgen machen. Mit Einsätzen in Promi-Spielen (zuletzt bei Michael Schumachers Benefizspiel in Mannheim), Laufeinheiten und Mountainbike-Touren hält er sich fit. „Klar fehlt mir etwas die Spielpraxis. Aber das kriege ich schnell wieder hin“, meint Schnoor.
Sollte es nicht mit einem neuen Verein klappen – nicht so wild. Die Pläne für die Zeit nach dem Fußball stehen. „Vielleicht mache ich meinen Trainerschein, vielleicht gehe ich in den Marketingbereich. Es gibt Dinge, die schon laufen. Ich mache mir keine Sorgen um meine Zukunft.“
Und was traut er dem VfL in dieser Saison zu? Schnoor: „Ich verfolge die Entwicklung und denke mir meinen Teil. Mit Krzynowek und Madlung hat man sich gut verstärkt. Ansonsten will ich mir kein Urteil erlauben. Meine Zeit in Wolfsburg ist vorbei…“
(eh) Er war Kapitän und Führungsspieler, einer, der auch mal den Mund aufmachte, wenn‘s drauf ankam. Aber nach sechseinhalb Jahren war im Sommer Schluss für Stefan Schnoor beim VfL. Dabei hätte der Routinier noch ein Jahr dranhängen können. Er wollte nicht. Momentan ist der 35-Jährige arbeitslos. Doch damit hat die einstige Abwehr-Glatze des Wolfsburg Fußball-Bundesligisten gar kein Problem…
„Es gibt Interessenten, aber ich habe auch schon ein paar Sachen abgesagt“, erzählt Schnoor. Zweitligist Unterhaching fragte an, Drittligist Saarbrücken ebenfalls. Aber: „Nichts gegen diese beiden Vereine, doch das muss ich mir jetzt nicht mehr antun.“ Auch bei Klubs aus Griechenland, Zypern oder Holland winkte er ab: „Solch ein Engagement kann ich auch noch in zwei Wochen annehmen.“
Zurzeit genießt er die gemeinsamen Tage zu Hause in Hamburg mit der Familie, mit Ehefrau Nicole und Töchterchen Pia-Sophie (7). Die WAZ erwischte den kernigen Abwehrmann gar bei der Gartenarbeit. Schnoor: „Mir geht‘s gut. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich in Wolfsburg bleiben können. Aber ich wollte es nicht.“
Um Schnoors Fitnesszustand muss sich sein neuer Arbeitgeber keine Sorgen machen. Mit Einsätzen in Promi-Spielen (zuletzt bei Michael Schumachers Benefizspiel in Mannheim), Laufeinheiten und Mountainbike-Touren hält er sich fit. „Klar fehlt mir etwas die Spielpraxis. Aber das kriege ich schnell wieder hin“, meint Schnoor.
Sollte es nicht mit einem neuen Verein klappen – nicht so wild. Die Pläne für die Zeit nach dem Fußball stehen. „Vielleicht mache ich meinen Trainerschein, vielleicht gehe ich in den Marketingbereich. Es gibt Dinge, die schon laufen. Ich mache mir keine Sorgen um meine Zukunft.“
Und was traut er dem VfL in dieser Saison zu? Schnoor: „Ich verfolge die Entwicklung und denke mir meinen Teil. Mit Krzynowek und Madlung hat man sich gut verstärkt. Ansonsten will ich mir kein Urteil erlauben. Meine Zeit in Wolfsburg ist vorbei…“
19.09.2006 - 08:35 Uhr
Maik Franz: „Freue mich auf Braunschweig!“
Fußball – 2. Liga: Das AZ/WAZ-Interview mit dem Ex-VfLer, der am Freitag mit dem KSC in die Region zurückkehrt
Bis zum Sommer war Maik Franz Publikumsliebling bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, jetzt ist er es bei Zweitliga-Tabellenführer Karlsruher SC. In den fünf Pflichtspielen dieser Saison stand der Innenverteidiger fünfmal 90 Minuten auf dem Feld, ist mit seinem Team ungeschlagen. Am Freitag kehrt er in die Region zurück – zum Spiel bei Eintracht Braunschweig. AZ/WAZ-Sportjournalist Robert Schreier besuchte Franz bei seinem neuen Verein – und erfuhr von KSC-Trainer Edmund Becker, dass der Ex-Wolfsburger schon zum Leistungsträger geworden ist.
„Wir sind sehr froh, dass wir Maik in der Mannschaft haben. Er versteht sich gut mit seinen Kollegen, hat sich perfekt eingelebt“, so Becker, der Franz unbedingt wollte: „Er hatte schon in der Bundesliga gezeigt, dass er ein guter Innenverteidiger ist, mit einem starken Defensivkopfball und Ruhe im Aufbauspiel.“ Auch menschlich gäbe es keine Probleme: „Er hat sich schnell integriert. Maik ist ein unkomplizierter Typ. Von daher freuen wir uns, dass es geklappt hat.“
Und was sagt Franz selbst?
WAZ: Gefällt es Ihnen in Karlsruhe?
Franz: Ja, ich habe mich gut eingelebt. Das Umfeld ist toll, die Mannschaft auch. Sie wollten mich unbedingt haben, und jetzt spiele ich im Stamm. Die Ausgangsposition ist eben eine ganz andere als in Wolfsburg. Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben!
WAZ: Wie ist der Kontakt nach Wolfsburg?
Franz: Ich verfolge noch alle Spiele des VfL, gucke immer, wie die Ergebnisse aussehen und telefoniere oft mit Hans Sarpei oder Pablo Thiam.
WAZ: Gibt es etwas, das Sie in Karlsruhe vermissen?
Franz: Ich war fünf Jahre lang in Wolfsburg. Da habe ich einige Freunde gefunden. Es ist klar, dass ich da in der Anfangszeit ein bisschen Heimweh hatte. Herbie und Heinz (VfL-Zeugwart Heribert Rüttger und Betreuer Heinz Mies) vermisse ich schon. Aber alles andere habe ich hier auch: ein schönes Stadion, tolle Fans und eine richtig schöne Stadt.
WAZ: Freuen Sie sich schon auf das Duell mit dem VfL in der nächsten Saison?
Franz: (lacht) In welcher Liga?
WAZ: Was ist denn wahrscheinlicher?
Franz: Ja, wir sind ganz gut gestartet. Unser Problem ist nur, dass wir einen sehr kleinen Kader haben. Da dürfen sich nicht viele verletzen. Von daher können wir uns nicht sicher sein, dass es reicht.
WAZ: Aber am Freitag bei Eintracht Braunschweig gibt’s einen Pflichtsieg für Sie?
Franz: Und ob! Das wird ein echter Superknaller. Ich bin riesig motiviert, denn ich kenne da ja einige, Benny Siegert zum Beispiel. Ich freue mich drauf!
Fußball – 2. Liga: Das AZ/WAZ-Interview mit dem Ex-VfLer, der am Freitag mit dem KSC in die Region zurückkehrt
Bis zum Sommer war Maik Franz Publikumsliebling bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg, jetzt ist er es bei Zweitliga-Tabellenführer Karlsruher SC. In den fünf Pflichtspielen dieser Saison stand der Innenverteidiger fünfmal 90 Minuten auf dem Feld, ist mit seinem Team ungeschlagen. Am Freitag kehrt er in die Region zurück – zum Spiel bei Eintracht Braunschweig. AZ/WAZ-Sportjournalist Robert Schreier besuchte Franz bei seinem neuen Verein – und erfuhr von KSC-Trainer Edmund Becker, dass der Ex-Wolfsburger schon zum Leistungsträger geworden ist.
„Wir sind sehr froh, dass wir Maik in der Mannschaft haben. Er versteht sich gut mit seinen Kollegen, hat sich perfekt eingelebt“, so Becker, der Franz unbedingt wollte: „Er hatte schon in der Bundesliga gezeigt, dass er ein guter Innenverteidiger ist, mit einem starken Defensivkopfball und Ruhe im Aufbauspiel.“ Auch menschlich gäbe es keine Probleme: „Er hat sich schnell integriert. Maik ist ein unkomplizierter Typ. Von daher freuen wir uns, dass es geklappt hat.“
Und was sagt Franz selbst?
WAZ: Gefällt es Ihnen in Karlsruhe?
Franz: Ja, ich habe mich gut eingelebt. Das Umfeld ist toll, die Mannschaft auch. Sie wollten mich unbedingt haben, und jetzt spiele ich im Stamm. Die Ausgangsposition ist eben eine ganz andere als in Wolfsburg. Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben!
WAZ: Wie ist der Kontakt nach Wolfsburg?
Franz: Ich verfolge noch alle Spiele des VfL, gucke immer, wie die Ergebnisse aussehen und telefoniere oft mit Hans Sarpei oder Pablo Thiam.
WAZ: Gibt es etwas, das Sie in Karlsruhe vermissen?
Franz: Ich war fünf Jahre lang in Wolfsburg. Da habe ich einige Freunde gefunden. Es ist klar, dass ich da in der Anfangszeit ein bisschen Heimweh hatte. Herbie und Heinz (VfL-Zeugwart Heribert Rüttger und Betreuer Heinz Mies) vermisse ich schon. Aber alles andere habe ich hier auch: ein schönes Stadion, tolle Fans und eine richtig schöne Stadt.
WAZ: Freuen Sie sich schon auf das Duell mit dem VfL in der nächsten Saison?
Franz: (lacht) In welcher Liga?
WAZ: Was ist denn wahrscheinlicher?
Franz: Ja, wir sind ganz gut gestartet. Unser Problem ist nur, dass wir einen sehr kleinen Kader haben. Da dürfen sich nicht viele verletzen. Von daher können wir uns nicht sicher sein, dass es reicht.
WAZ: Aber am Freitag bei Eintracht Braunschweig gibt’s einen Pflichtsieg für Sie?
Franz: Und ob! Das wird ein echter Superknaller. Ich bin riesig motiviert, denn ich kenne da ja einige, Benny Siegert zum Beispiel. Ich freue mich drauf!
19.09.2006 - 08:35 Uhr
Warum sich Franz für Kumpel Madlung freut
Ex-VfLer und sein Nachfolger sind befreundet
(rs) Beide haben eine ähnliche Laufbahn genommen: Sowohl Maik Franz als auch Alexander Madlung standen in Jugend-Nationalmannschaften. Im Sommer löste Madlung Franz bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg als Innenverteidiger ab – und erfüllte sich den gemeinsamen Traum als Erster: die Berufung ins A-Team des DFB!
Auch Franz stand einige Male kurz davor. Ist er traurig, dass es ausgerechnet bei seinem Nachfolger in Wolfsburg geklappt hat? „Nein, es freut mich für Alex“, sagt der jetzige Karlsruher Franz. „Wir sind eng befreundet, von daher gönne ich es ihm.“ Eine kleine Träne hat er dennoch im Auge, schließlich bekommt Madlung das, was Franz lange beim VfL vermisst hat. „Man sieht an seiner Berufung, was möglich ist, wenn ein Spieler gepuscht wird. Alex hat jetzt in Wolfsburg einen Trainer, der hinter ihm steht und der sich für ihn einsetzt...“
Ex-VfLer und sein Nachfolger sind befreundet
(rs) Beide haben eine ähnliche Laufbahn genommen: Sowohl Maik Franz als auch Alexander Madlung standen in Jugend-Nationalmannschaften. Im Sommer löste Madlung Franz bei Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg als Innenverteidiger ab – und erfüllte sich den gemeinsamen Traum als Erster: die Berufung ins A-Team des DFB!
Auch Franz stand einige Male kurz davor. Ist er traurig, dass es ausgerechnet bei seinem Nachfolger in Wolfsburg geklappt hat? „Nein, es freut mich für Alex“, sagt der jetzige Karlsruher Franz. „Wir sind eng befreundet, von daher gönne ich es ihm.“ Eine kleine Träne hat er dennoch im Auge, schließlich bekommt Madlung das, was Franz lange beim VfL vermisst hat. „Man sieht an seiner Berufung, was möglich ist, wenn ein Spieler gepuscht wird. Alex hat jetzt in Wolfsburg einen Trainer, der hinter ihm steht und der sich für ihn einsetzt...“
06.10.2006 - 08:57 Uhr
Der frühere VfL-Profi Dorinel Munteanu (101 Bundesliga-Spiele) sorgt im rumänischen Fußball weiter für Schlagzeilen. Nur 24 Stunden nach seiner Demission als Spielertrainer bei Erstligist CFR Cluj und drei Tage nach seinem Rücktritt aus der Nationalelf übernahm der Mittelfeldspieler das Traineramt bei Tabellenschlusslicht Arges Pitesti. Munteanu: „Viele denken sicher, dass ich verrückt sein muss, aber ich sehe die neue Aufgabe als Herausforderung.“ Rumäniens Rekord-Nationalspieler (131 Einsätze) unterschrieb einen Vertrag bis 2008.
10.10.2006 - 09:08 Uhr
Ex-VfL-Verteidiger Brian O‘Neil beendet wegen einer Achillessehnen-Verletzung seine Karriere. Der 34-Jährige spielte knapp zweieinhalb Jahre für Wolfsburg (50 Bundesliga-Partien, drei Tore), im November 2000 wechselte er im Tausch mit Stefan Schnoor zu Derby County. Zuletzt war der siebenmalige schottische Nationalspieler beim englischen Traditionsklub Preston North End (2. Liga) aktiv – jetzt aber ist Schluss. O‘Neil: „Ich bin nicht mehr richtig fit geworden, es ist Zeit für einen neuen Lebensabschnitt.“
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