Lars Windhorst
28.11.2019 - 23:49 Uhr
06.07.2021 - 12:46 Uhr
Schon Wahnsinn, welch Wirbel aktuell um LW gemacht wird. Ist ja schlimmer, als das Gebashe um Merkel, Spahn und Co..
Ich für mich sage mal so...irgendwo ist immer ein Fünkchen Wahrheit dran, wenn solch Dinge hochploppen...Und LW war in der Vergangenheit bei einigen Geschäften auch nicht immer so astrein unterwegs gewesen.
Aber ich hoffe einfach mal, dass es wirklich ein alter Schuh ist, die Bafin die Anzeige demnächst zurück nimmt, man ihn erstmal nur erstmal auf Verdacht angezeigt hat, um sicherheitshalber die Gelder, die betroffen sind, einzufrieren, aber alles sich schnell klärt und es keine Auswirkungen auf uns hat.
Der Trubel um ihn und die Hertha ist schon krass. Zum Einen merkt man, dass das Investoren-Ding in Deutschland nach wie vor mit Argus-Augen gesehen wird und man da irgendwie von allein Seiten der Medien probiert ( Kicker zuletzt) da immer wieder kleine Feuer zu legen. In anderen Branchen und Sportarten ist das Gang und Gebe mit Investoren.
Früher oder später, auch wenn gerade hier Hick Hack herrscht, werden sich andere Vereine aus Deutschland gegen Investoren nicht mehr wehren können. Da ist die Romanze mit Tradition und Co vorbei.
Ich für mich sage mal so...irgendwo ist immer ein Fünkchen Wahrheit dran, wenn solch Dinge hochploppen...Und LW war in der Vergangenheit bei einigen Geschäften auch nicht immer so astrein unterwegs gewesen.
Aber ich hoffe einfach mal, dass es wirklich ein alter Schuh ist, die Bafin die Anzeige demnächst zurück nimmt, man ihn erstmal nur erstmal auf Verdacht angezeigt hat, um sicherheitshalber die Gelder, die betroffen sind, einzufrieren, aber alles sich schnell klärt und es keine Auswirkungen auf uns hat.
Der Trubel um ihn und die Hertha ist schon krass. Zum Einen merkt man, dass das Investoren-Ding in Deutschland nach wie vor mit Argus-Augen gesehen wird und man da irgendwie von allein Seiten der Medien probiert ( Kicker zuletzt) da immer wieder kleine Feuer zu legen. In anderen Branchen und Sportarten ist das Gang und Gebe mit Investoren.
Früher oder später, auch wenn gerade hier Hick Hack herrscht, werden sich andere Vereine aus Deutschland gegen Investoren nicht mehr wehren können. Da ist die Romanze mit Tradition und Co vorbei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kalla89 am 06.07.2021 um 12:48 Uhr bearbeitet
07.07.2021 - 10:38 Uhr
@Borse: gut, so kann man sich einer Diskussion natürlich auch entziehen
Nur mal so nebenbei: der Deal, wegen dem gerade die Staatsanwaltschaft gegen LW ermittelt, hat LW einen Nettogewinn von c. 1 Milliarde Euro beschert bei einer Rendite von c. 50%!
Ich denke man kann mit Fug und Recht behaupten, das der "Geschädigte" H20 (ein Vermögensverwalter) sich nie wieder auf ein Geschäft mit LW einlassen wird. LW hat H20 illiquide Anleihen verkauft, um diese dann zu einem riesigen Abschlag zurückzukaufen. Finanziell gesehen ein genialer Schachzug, menschlich... who cares
Aber das sind eben genau die Art von Geschäften, für die LW in der Finanzszene von Teilen bewundert, von Teilen verachtet wird. Und wie einige hier ja schon geschrieben haben, es hat schon einen Grund, warum Hertha sich auf einen Deal mit LW einlassen musste, und hier nicht ein anderer Investor mit einem weniger halbseidenem Ruf aufgeschlagen ist.
Man kann nur hoffen, dass wir nicht irgendwann selbst der "Geschädigte" eines solchen Manövers von LW sind. Bleibt auf jeden fall spannend..
Nur mal so nebenbei: der Deal, wegen dem gerade die Staatsanwaltschaft gegen LW ermittelt, hat LW einen Nettogewinn von c. 1 Milliarde Euro beschert bei einer Rendite von c. 50%!
Ich denke man kann mit Fug und Recht behaupten, das der "Geschädigte" H20 (ein Vermögensverwalter) sich nie wieder auf ein Geschäft mit LW einlassen wird. LW hat H20 illiquide Anleihen verkauft, um diese dann zu einem riesigen Abschlag zurückzukaufen. Finanziell gesehen ein genialer Schachzug, menschlich... who cares
Aber das sind eben genau die Art von Geschäften, für die LW in der Finanzszene von Teilen bewundert, von Teilen verachtet wird. Und wie einige hier ja schon geschrieben haben, es hat schon einen Grund, warum Hertha sich auf einen Deal mit LW einlassen musste, und hier nicht ein anderer Investor mit einem weniger halbseidenem Ruf aufgeschlagen ist.
Man kann nur hoffen, dass wir nicht irgendwann selbst der "Geschädigte" eines solchen Manövers von LW sind. Bleibt auf jeden fall spannend..
29.08.2021 - 23:11 Uhr
Liebe Hertha-Finanzexperten,
nachdem ich mich in den letzten Tagen durch das Hertha-Finanzforum gelesen habe (großes Lob an dieser Stelle für die xpertise von vielen Foristen) habe ich doch noch einmal eine Bitte an euch:
Nachdem ich verstanden habe, dass Hertha in der Vergangenheit unabhängig von Champions-League-Teilnahme, Bundesliga-Klassenerhalt oder Zweitligasaison seit ca. 25 Jahren jedes einzelne Jahr mehr oder weniger große rote Zahlen schreibt, ist für mich völlig unklar, was eigentlich LW mit seinem Investment bezweckt. Oder anders ausgedrückt: Was hat sich LW eigentlich im Kopf, wenn er hofft, sein Investment verzinst zurückbekommen?
Soll Hertha nennenswerte Transfermarktgewinne erzielen und diese an ihn zahlen? Dann würde das Risiko bestehen, dass man früher oder später wieder absteigt, weil die sportliche Qualität irgendwann nicht mehr ausreicht.
Soll Hertha Champions-League spielen und dadurch Gewinne erzielen? Dann muss ihm doch klar sein, dass das Invest einerseits sehr sehr deutlich ausgeweitet werden müsste und zudem das Risiko besteht, dass Hertha (wie unter Dieter Hoeness) zwar sportlichen Erfolg, aber gleichzeitig keinerlei wirtschaftlichen Erfolg hat.
Soll Hertha dauerhaft zwischen Platz 10 und 14 in der Bundesliga spielen? Hier haben die letzten jahre ja gezeigt, dass Sparkurs und der Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt wirtschaftlich auch keinerlei Rendite abwirft.
Soll Hertha als Zweitligist etabliert werden? Das ist wirtschaftlch auch nicht sinnvoll, das hatten wir ja über Jahrzehnte mit dem Ergebnis, dass die Verschuldung immer weiter zugenommen hat.
Soll Hertha nur ein Spielzeug sein wie amerikanische Vereine für ihre jeweiligen Eigentümer? Dann sollten ihm seine Berater mittlerweile gesagt haben, dass ein Investment von 100 Millionen in einen Bundesligakader nicht dazu führen, dass ein Verein an die Spitze gelangt. Und er müsste sein Invest deutlich ausweiten.
Soll Hertha einfach höhere Umsätze im Bereich Vermarktung machen und so "die Marke" aufbauen? Auch dies geht doch nur über sportlichen Erfolg und ein Invest in den Spielerkader. Wenn Stand heute in den Spielerkader nicht wesentlich investiert wird (d. h. "Modell Leverkusen" mit jährlichen Investitionen von 10-20 Millionen an Ablösen plus entsprechende Erhöhung des Gehaltsbudgets über etliche Jahre) wird Hertha bestenfalls Mittelmaß bleiben und der Aufbau einer Marke ist quasi ausgeschlossen.
Kurzum: LW, seine Berater und das Hertha-Management sind doch nicht alle blöd, die müssen sich doch irgend etwas überlegt haben und auch aktuell überlegen. Und dieses "etwas" müsste doch im Idealfall geistig darüber hinausgehen, was ich hier in 10 Minuten als Laie zusammenschreibe.
Hat igendwer von euch vielleicht Einblick in diese Gedankenwelt dieser Experten und kann mir die Frage beantworten, auf was wir uns in den kommenden Jahren einstellen dürfen?
Vielen Dank und viele Grüße aus Reinickendorf schon einmal im Voraus.
nachdem ich mich in den letzten Tagen durch das Hertha-Finanzforum gelesen habe (großes Lob an dieser Stelle für die xpertise von vielen Foristen) habe ich doch noch einmal eine Bitte an euch:
Nachdem ich verstanden habe, dass Hertha in der Vergangenheit unabhängig von Champions-League-Teilnahme, Bundesliga-Klassenerhalt oder Zweitligasaison seit ca. 25 Jahren jedes einzelne Jahr mehr oder weniger große rote Zahlen schreibt, ist für mich völlig unklar, was eigentlich LW mit seinem Investment bezweckt. Oder anders ausgedrückt: Was hat sich LW eigentlich im Kopf, wenn er hofft, sein Investment verzinst zurückbekommen?
Soll Hertha nennenswerte Transfermarktgewinne erzielen und diese an ihn zahlen? Dann würde das Risiko bestehen, dass man früher oder später wieder absteigt, weil die sportliche Qualität irgendwann nicht mehr ausreicht.
Soll Hertha Champions-League spielen und dadurch Gewinne erzielen? Dann muss ihm doch klar sein, dass das Invest einerseits sehr sehr deutlich ausgeweitet werden müsste und zudem das Risiko besteht, dass Hertha (wie unter Dieter Hoeness) zwar sportlichen Erfolg, aber gleichzeitig keinerlei wirtschaftlichen Erfolg hat.
Soll Hertha dauerhaft zwischen Platz 10 und 14 in der Bundesliga spielen? Hier haben die letzten jahre ja gezeigt, dass Sparkurs und der Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt wirtschaftlich auch keinerlei Rendite abwirft.
Soll Hertha als Zweitligist etabliert werden? Das ist wirtschaftlch auch nicht sinnvoll, das hatten wir ja über Jahrzehnte mit dem Ergebnis, dass die Verschuldung immer weiter zugenommen hat.
Soll Hertha nur ein Spielzeug sein wie amerikanische Vereine für ihre jeweiligen Eigentümer? Dann sollten ihm seine Berater mittlerweile gesagt haben, dass ein Investment von 100 Millionen in einen Bundesligakader nicht dazu führen, dass ein Verein an die Spitze gelangt. Und er müsste sein Invest deutlich ausweiten.
Soll Hertha einfach höhere Umsätze im Bereich Vermarktung machen und so "die Marke" aufbauen? Auch dies geht doch nur über sportlichen Erfolg und ein Invest in den Spielerkader. Wenn Stand heute in den Spielerkader nicht wesentlich investiert wird (d. h. "Modell Leverkusen" mit jährlichen Investitionen von 10-20 Millionen an Ablösen plus entsprechende Erhöhung des Gehaltsbudgets über etliche Jahre) wird Hertha bestenfalls Mittelmaß bleiben und der Aufbau einer Marke ist quasi ausgeschlossen.
Kurzum: LW, seine Berater und das Hertha-Management sind doch nicht alle blöd, die müssen sich doch irgend etwas überlegt haben und auch aktuell überlegen. Und dieses "etwas" müsste doch im Idealfall geistig darüber hinausgehen, was ich hier in 10 Minuten als Laie zusammenschreibe.
Hat igendwer von euch vielleicht Einblick in diese Gedankenwelt dieser Experten und kann mir die Frage beantworten, auf was wir uns in den kommenden Jahren einstellen dürfen?
Vielen Dank und viele Grüße aus Reinickendorf schon einmal im Voraus.
30.08.2021 - 00:56 Uhr
Zitat von Pickelhaube
Liebe Hertha-Finanzexperten,
Kurzum: LW, seine Berater und das Hertha-Management sind doch nicht alle blöd, die müssen sich doch irgend etwas überlegt haben und auch aktuell überlegen. Und dieses "etwas" müsste doch im Idealfall geistig darüber hinausgehen, was ich hier in 10 Minuten als Laie zusammenschreibe.
Hat igendwer von euch vielleicht Einblick in diese Gedankenwelt dieser Experten und kann mir die Frage beantworten, auf was wir uns in den kommenden Jahren einstellen dürfen?
Liebe Hertha-Finanzexperten,
Kurzum: LW, seine Berater und das Hertha-Management sind doch nicht alle blöd, die müssen sich doch irgend etwas überlegt haben und auch aktuell überlegen. Und dieses "etwas" müsste doch im Idealfall geistig darüber hinausgehen, was ich hier in 10 Minuten als Laie zusammenschreibe.
Hat igendwer von euch vielleicht Einblick in diese Gedankenwelt dieser Experten und kann mir die Frage beantworten, auf was wir uns in den kommenden Jahren einstellen dürfen?
Eigentlich sind die Gedankengänge recht einfach.
Ihm geht es um einen späteren Exit mit zwischenzeitlich hohen Wertzuwächsen.
1. Vor seinem Einstieg als Investor ist die Branche über einen längeren Zeitraum jährlich deutlich gewachsen (zweistellig p.a.). Sprich: man muß als Investor nur bei einem dauerhaft in der Bundesliga vertretenen Verein dabei sein und im Wind segeln, damit die Anteile an Wert zu gewinnen.
2. Mit Investitionen ins Eigenkapital wird die Ertragskraft des Vereins gestärkt.
Die low hanging fruits werden geerntet: Verbindlichkeiten zurückgeführt und so teure Zinsen gespart, ins Marketing investiert, Rechte zurückgekauft, ein Stadion gebaut.
Die Ertragskraft wird gesteigert und es kann mehr Investitionen geben.
3. Die Investitionen in den Kader sichern - in der Theorie - die Wettbewerbsfähigkeit ab (Abstieg unwahrscheinlicher) und verbreitern im Idealfall (europäisches Geschäft) die direkte Ertragskraft und die Marke (und damit indirekt die Ertragskraft).
Nach 15 Jahren oder wann auch immer verkauft man seine Anteile zu einem deutlich höheren Preis.
So einfach ist die (Milchmädchen?)Rechnung.
10.09.2021 - 20:46 Uhr
drei wesentliche Punkte:
- er gibt sich als Berlin-Fan und ist daher mit Herzen bei Hertha; Hertha soll einen Weg gehen wie Berlin
- mit Schmidt und Bobic sind für ihn die richtigen Weichen gestellt; er vertraut ihnen voll und ganz
- die Anspruchslosigkeit wie sie von Dardai verkörpert wird, kann er nicht ab. Große Klappe und auf die Schnauze fallen, aufstehen und besser machen ist für ihn wichtiger als kleinlaut zu sein und Recht zu behalten
- er gibt sich als Berlin-Fan und ist daher mit Herzen bei Hertha; Hertha soll einen Weg gehen wie Berlin
- mit Schmidt und Bobic sind für ihn die richtigen Weichen gestellt; er vertraut ihnen voll und ganz
- die Anspruchslosigkeit wie sie von Dardai verkörpert wird, kann er nicht ab. Große Klappe und auf die Schnauze fallen, aufstehen und besser machen ist für ihn wichtiger als kleinlaut zu sein und Recht zu behalten
11.09.2021 - 13:24 Uhr
Zitat von rossini
Er weiß, dass man Erfolg kaufen kann?
In der PL wissen das 20. Und nur zwei bis drei von denen gelingt das auch. Und die sind eine andere Kategorie als Tennor (bei allem Respekt vor deren Ressourcen).
Er weiß, dass man Erfolg kaufen kann?
In der PL wissen das 20. Und nur zwei bis drei von denen gelingt das auch. Und die sind eine andere Kategorie als Tennor (bei allem Respekt vor deren Ressourcen).
Wenn alle Geld haben, ist das Geld nichts mehr wert. Die Investitionen, die Hertha in den Kader getätigt hat, waren Peanuts, im internationalen Vergleich. Natürlich kann man sich Erfolg kaufen, wir hatten schließlich in den letzten 3 Jahre 2 rein englische CL-Finals, weil dort das Geld vorhanden ist. Bayern München wird jedes Jahr Meister, weil man es sich leisten kann Spielern Jahresgehälter im Bereich 20 Millionen und mehr zu zahlen. PSG wurde in den letzten 10 Jahren 8 Mal französischer Meister, weil Geld Erfolg garantiert. Wolfsburg hat sich wieder in den CL-Plätzen etabliert, weil man in der Corona-Zeit Geld in die Hand nehmen konnte.
Nur weil es Ausnahmen gibt, bei denen es aus verschiedenen Gründen (Investitionsvolumen, Inkompetenz in der Führungsriege) nicht geklappt hat, heißt es nicht, dass es nicht grundsätzlich stimmt. Ich hätte einem Preetz auch zugetraut, hier eine CL-Mannschaft aufzustellen, wenn eine Milliarde in den Klub gepumpt worden wäre.
Wenn Windhorst hier weiter in dem Ausmaß investieren möchte, wie er es bisher getan hat, dann wird auch Hertha auf Dauer interessant für erfolgreiche Trainer und Spieler. Preetz hat den Fehler gemacht (wohlwollend ausgedrückt) den biederen Bundesligadurchschnitt auf der absoluten Schlüsselposition zu verpflichten. Covic, Klinsmann, Nouri, Labbadia. Mit denen gewinnst du nichts. Auch Dardai ist ein biederer Trainer, der bisher vor allem Durchschnitt vorzuweisen hat.
12.09.2021 - 13:14 Uhr
Zitat von blurps
Diese Äußerungen von Windhorst, ob nun auf twitter oder in solchen Interviews, sind wirklich nicht hilfreich, gerade wenn man gerade die Transferperiode verkackt hat und heißer Abstiegskandidat ist. Wird da eigentlich auch mal zwischen Windhorst und Management kommuniziert ? Bobic dürfte auch nicht so begeistert sein.
Diese Äußerungen von Windhorst, ob nun auf twitter oder in solchen Interviews, sind wirklich nicht hilfreich, gerade wenn man gerade die Transferperiode verkackt hat und heißer Abstiegskandidat ist. Wird da eigentlich auch mal zwischen Windhorst und Management kommuniziert ? Bobic dürfte auch nicht so begeistert sein.
Nicht sicher, wie hilfreich definiert wird, aber der Typ hat in den letzten 2 Jahren fast 400 Mio in unseren Club gesteckt und sich fast durchgehend medial zurück gehalten (bis auf dieses unsägliche Big-City-Club-Interview) und sehr selten Kritik geübt. Ohne ihn würde es uns in der Form vermutlich gar nicht mehr geben!
Anderen Investoren wäre doch längst der Kragen geplatzt bei soviel Inkompetenz im Verein. Da muss man als Verein halt mal Verantwortung übernehmen, wenn gefühlt an jeder Ecke Misswirtschaft betrieben wird. Vielleicht glauben ja manche Hertha-Verantwortliche, dass sie sich immer noch in ihrem eigenen Biotop befinden wo sie sich für nichts und niemanden rechtfertigen müssen, aber am Ende des Tages schützt der Investor sein Geld und wenn der Trainer sich und den Verein öffentlich demontiert, dann finde ich es auch gerechtfertig, wenn er dazu Stellung nimmt und sagt, dass das für ihn nicht geht.
15.09.2021 - 17:09 Uhr
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Lars Windhorst und Hertha BSC
Klaus Wowereit als Präsident dürfte ganz im Sinne des Investors sein
Zwischen Lars Windhorst und der Führung kriselt es. Damit er nicht die Lust am Investment verliert, sollte der Verein die Hauptstadt verkörpern. Ein Kommentar.
Klaus Wowereit als Präsident dürfte ganz im Sinne des Investors sein
Zwischen Lars Windhorst und der Führung kriselt es. Damit er nicht die Lust am Investment verliert, sollte der Verein die Hauptstadt verkörpern. Ein Kommentar.
Zitat von STEPHAN-ANDREAS CASDORFF
Still ruht der See? Bei Weitem nicht. Das jüngste Interview von Hertha-Investor Lars Windhorst in der „Süddeutschen Zeitung“ hat etliche Wellen geschlagen. Aber weil alle dachten, er wolle sich nun ins Sportliche einmischen, in die Trainerfrage: Bleibt Pal Dardai oder nicht? Dabei gab seine Antwort hierzu nichts her außer einer Unterstützung für Sport-Vorstand Fredi Bobic und dessen Kurs, der Ambition verlangt.
Vielmehr geht es um andere, deren Namen Windhorst nicht nennen mochte, die den hochgesteckten Zielen des Tennor-Managers aus dessen Sicht entgegenstehen. Da fällt einem wer ein? Präsident Werner Gegenbauer und seine Gefolgsleute. Von denen fühlt sich Windhorst immer wieder in schlechtes Licht gerückt.
Seine Worte deuten an: Unter der Oberfläche sind die Strömungen stark. Hertha nähert sich einer größeren Auseinandersetzung: einer um Anspruch, Kurs, Leidenschaft, Teamspiel. Und die Erfüllung der gemeinsamen Absichten.
374 Millionen Euro hat die Gruppe um Windhorst bereits gegeben, sie ist bereit, noch mehr in den Verein zu investieren, wenn die Führung den Plan des „Big City Clubs“ nicht nur endlich akzeptiert, sondern lebt. In der Hinsicht war Windhorsts Verweis auf Liga- und Stadtkonkurrent 1. FC Union Berlin nahe an einer Warnung.
(....)
So kräuselt sich der See allmählich. Hertha ist für die Einhaltung der Vereinbarungen verantwortlich, Windhorst selbst gegenüber seinen Investoren. Wie er die Freude am Investment nicht verlieren will, soll bei diesen die Lust an Hertha erhalten werden. Auch das macht sein Interview deutlich.
Der Verein soll dafür seine Ziele ausstrahlen, mit guter Laune und Dynamik. Hertha soll positiv wirken, die Hauptstadt verkörpern. Falls Windhorst die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Führung nicht nur sucht, sondern auch gewinnt, könnte ein Name ins Spiel kommen, an den (noch) keiner denkt: Klaus Wowereit. Der als Präsident - das würde hohe Wellen schlagen. Nicht nur in Berlin.
Still ruht der See? Bei Weitem nicht. Das jüngste Interview von Hertha-Investor Lars Windhorst in der „Süddeutschen Zeitung“ hat etliche Wellen geschlagen. Aber weil alle dachten, er wolle sich nun ins Sportliche einmischen, in die Trainerfrage: Bleibt Pal Dardai oder nicht? Dabei gab seine Antwort hierzu nichts her außer einer Unterstützung für Sport-Vorstand Fredi Bobic und dessen Kurs, der Ambition verlangt.
Vielmehr geht es um andere, deren Namen Windhorst nicht nennen mochte, die den hochgesteckten Zielen des Tennor-Managers aus dessen Sicht entgegenstehen. Da fällt einem wer ein? Präsident Werner Gegenbauer und seine Gefolgsleute. Von denen fühlt sich Windhorst immer wieder in schlechtes Licht gerückt.
Seine Worte deuten an: Unter der Oberfläche sind die Strömungen stark. Hertha nähert sich einer größeren Auseinandersetzung: einer um Anspruch, Kurs, Leidenschaft, Teamspiel. Und die Erfüllung der gemeinsamen Absichten.
374 Millionen Euro hat die Gruppe um Windhorst bereits gegeben, sie ist bereit, noch mehr in den Verein zu investieren, wenn die Führung den Plan des „Big City Clubs“ nicht nur endlich akzeptiert, sondern lebt. In der Hinsicht war Windhorsts Verweis auf Liga- und Stadtkonkurrent 1. FC Union Berlin nahe an einer Warnung.
(....)
So kräuselt sich der See allmählich. Hertha ist für die Einhaltung der Vereinbarungen verantwortlich, Windhorst selbst gegenüber seinen Investoren. Wie er die Freude am Investment nicht verlieren will, soll bei diesen die Lust an Hertha erhalten werden. Auch das macht sein Interview deutlich.
Der Verein soll dafür seine Ziele ausstrahlen, mit guter Laune und Dynamik. Hertha soll positiv wirken, die Hauptstadt verkörpern. Falls Windhorst die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Führung nicht nur sucht, sondern auch gewinnt, könnte ein Name ins Spiel kommen, an den (noch) keiner denkt: Klaus Wowereit. Der als Präsident - das würde hohe Wellen schlagen. Nicht nur in Berlin.
Ist natürlich nur Spekulation, aber Wowi wäre vom Charisma her wirklich toll. Dazu sollte er noch gute Verbindungen in die Politik haben, was einen Stadionbau erleichtern würde. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er eine Wahl gegen Gegenbauer gewinnen würde.
22.09.2021 - 07:46 Uhr
Zitat von exsample
Hat er die Mehrheit? wenn ja, erklär mir bitte wie das möglich ist bei 50+1? Wir sind ja nicht Wolfsburg, Leverkusen oder RB. Wie ich es sehe hat er die Möglichkeit seien Anteile an jemand anderen zu verkaufen. Viel mehr aber auch nicht. Und an sich hat damit der Verein auch nicht viel zu tun, solange er die Mehrheit hält.
Zitat von flitze2k
Minderheitseigentümer? Das ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Wie kommst du darauf?
Zitat von exsample
Die Medien sind ulkig. Seit er bei Hertha investiert hat, interessieren sie sich für jeden Furz vom Lars. Steckt denen mal jemand, dass er nur Minderheitseigner ist und immer noch im Verein nix zu sagen hat und wenn er was vom verein bekommen kann, dann ausschließlich warme Worte. Ansonsten kann er weiter sein Geld versenken wo immer er will.
Die Medien sind ulkig. Seit er bei Hertha investiert hat, interessieren sie sich für jeden Furz vom Lars. Steckt denen mal jemand, dass er nur Minderheitseigner ist und immer noch im Verein nix zu sagen hat und wenn er was vom verein bekommen kann, dann ausschließlich warme Worte. Ansonsten kann er weiter sein Geld versenken wo immer er will.
Minderheitseigentümer? Das ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Wie kommst du darauf?
Hat er die Mehrheit? wenn ja, erklär mir bitte wie das möglich ist bei 50+1? Wir sind ja nicht Wolfsburg, Leverkusen oder RB. Wie ich es sehe hat er die Möglichkeit seien Anteile an jemand anderen zu verkaufen. Viel mehr aber auch nicht. Und an sich hat damit der Verein auch nicht viel zu tun, solange er die Mehrheit hält.
Ihr seid gar nicht so weit von einander weg wie es scheint.
Der Kniff dabei ist die Gesellschaftsform unserer Profiabteilung: eine GmbH & co. KGaA
Das ist eine KGaA, bei der die zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin eine GmbH ist. Tennor hält 60%+ an der KGaA. Da aber nur die GmbH zur Geschäftsführung berechtigt ist und der eV hier 100% der Anteile hält, hat man kein Problem mit 50+1.
Theoretisch kann man also noch den Rest der Anteile an der KGaA und sogar 49% an der GmbH verkaufen ohne gegen 50+1 zu verstoßen, da der eV dann immer noch die Stimmenmehrheit in der Geschäftsführung hätte.
Ihr habt also beide in gewisser Weise recht.
22.09.2021 - 10:48 Uhr
Zitat von Delta38
Ihr seid gar nicht so weit von einander weg wie es scheint.
Der Kniff dabei ist die Gesellschaftsform unserer Profiabteilung: eine GmbH & co. KGaA
Das ist eine KGaA, bei der die zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin eine GmbH ist. Tennor hält 60%+ an der KGaA. Da aber nur die GmbH zur Geschäftsführung berechtigt ist und der eV hier 100% der Anteile hält, hat man kein Problem mit 50+1.
Theoretisch kann man also noch den Rest der Anteile an der KGaA und sogar 49% an der GmbH verkaufen ohne gegen 50+1 zu verstoßen, da der eV dann immer noch die Stimmenmehrheit in der Geschäftsführung hätte.
Ihr habt also beide in gewisser Weise recht.
Zitat von exsample
Hat er die Mehrheit? wenn ja, erklär mir bitte wie das möglich ist bei 50+1? Wir sind ja nicht Wolfsburg, Leverkusen oder RB. Wie ich es sehe hat er die Möglichkeit seien Anteile an jemand anderen zu verkaufen. Viel mehr aber auch nicht. Und an sich hat damit der Verein auch nicht viel zu tun, solange er die Mehrheit hält.
Zitat von flitze2k
Minderheitseigentümer? Das ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Wie kommst du darauf?
Zitat von exsample
Die Medien sind ulkig. Seit er bei Hertha investiert hat, interessieren sie sich für jeden Furz vom Lars. Steckt denen mal jemand, dass er nur Minderheitseigner ist und immer noch im Verein nix zu sagen hat und wenn er was vom verein bekommen kann, dann ausschließlich warme Worte. Ansonsten kann er weiter sein Geld versenken wo immer er will.
Die Medien sind ulkig. Seit er bei Hertha investiert hat, interessieren sie sich für jeden Furz vom Lars. Steckt denen mal jemand, dass er nur Minderheitseigner ist und immer noch im Verein nix zu sagen hat und wenn er was vom verein bekommen kann, dann ausschließlich warme Worte. Ansonsten kann er weiter sein Geld versenken wo immer er will.
Minderheitseigentümer? Das ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Wie kommst du darauf?
Hat er die Mehrheit? wenn ja, erklär mir bitte wie das möglich ist bei 50+1? Wir sind ja nicht Wolfsburg, Leverkusen oder RB. Wie ich es sehe hat er die Möglichkeit seien Anteile an jemand anderen zu verkaufen. Viel mehr aber auch nicht. Und an sich hat damit der Verein auch nicht viel zu tun, solange er die Mehrheit hält.
Ihr seid gar nicht so weit von einander weg wie es scheint.
Der Kniff dabei ist die Gesellschaftsform unserer Profiabteilung: eine GmbH & co. KGaA
Das ist eine KGaA, bei der die zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin eine GmbH ist. Tennor hält 60%+ an der KGaA. Da aber nur die GmbH zur Geschäftsführung berechtigt ist und der eV hier 100% der Anteile hält, hat man kein Problem mit 50+1.
Theoretisch kann man also noch den Rest der Anteile an der KGaA und sogar 49% an der GmbH verkaufen ohne gegen 50+1 zu verstoßen, da der eV dann immer noch die Stimmenmehrheit in der Geschäftsführung hätte.
Ihr habt also beide in gewisser Weise recht.
Erlaube mir den letzten Teil zu korrigieren: Von der GmbH können keine 49% verkauft werden. Die DFL verlangt bei dieser Gesellschaftsform, dass der Verein oder eine von ihm zu 100%(!) beherrschte Tochter (also in diesem Falle die GmbH) als Komplementär auftritt. (nachzulesen in der DFL e.V. Satzung $8)
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