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Horst Heldt
Geburtsdatum 09.12.1969
Alter 56
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Profifußball
Akt. Verein 1.FC Union Berlin

Horst Heldt [beurlaubt]

05.03.2017 - 18:21 Uhr
Horst Heldt [beurlaubt] |#1321
27.02.2019 - 14:25 Uhr
Ich hoffe doch sehr das wir uns dann auch einen neuen Manager zu legen. Horst Heldt hat schon deftig Geld verbraten. Gerade beim aktuellen Kader passt so rein gar nichts zusammen. Er hat viel zu lange an Breitenreiter fest gehalten. Man hätte den wohl möglichen Abstieg verhindern können.

Auch durch die Permanenten wechsel wünsche sollte man Heldt freistellen. Für mich hat er zu viele Fehler gemacht und zu verantworten. Ich denke ein neuer Manager und Sportlicher Leiter würde allen gut tun. Man sollte nicht auf Selbstdarsteller wie Heldt setzen sondern eher auf Arbeiter. Warum der bei jeder PK dabei sitzen muss verstehe ich nicht. Früher fand ich die PK´s besser wo auch mal Spieler dabei waren - das muss mal wieder eingeführt werden. Das war cool.
Horst Heldt [beurlaubt] |#1322
27.02.2019 - 20:43 Uhr
Zitat von mitleser96



Niemand hier denkt, dass wir Fußball Manager spielen und das doch so super easy ist. Trotzdem sind die Transfers fast durch die Bank weg gefloppt.

Nein sind sie nicht.

Zitat von mitleser96

Und: Deine Argumentation spricht um so mehr dafür, international zu scouten. Denn gerade die Spieler in den Top-Ligen stehen doch im Schaufenster der direkten Konkurrenz. Da musst du um so mehr Spieler auf dem Schirm haben, die bei anderen unterm Radar fliegen.


Hier wurde mehrfach genannt und geschrieben das wir uns mehr in den skandinavischen Ligen umschauen und Spieler verpflichten sollten. Das sind keine Top-Ligen, dennoch ist auch dort die direkte Konkurrenz präsent und es ist nicht einfach, dort vielversprechende Transfers zu tätigen.
Haben wir übrigens getan vor nicht allzulanger Zeit. Bech und Fossum wurden aus diesen Ligen verpflichtet. Bis jetzt leider noch keine richtigen Verstärkungen, oder? Wollt ihr mehr von solchen Transfers?

Zitat von last_minute

Genauso die Kritik das Heldt der Geldverbrenner ist. Für Haraguchi und Jonathas "Monsterablösen" zahlt. Halt ich für komplett schwachsinnig. Der Markt hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Die Ablösen steigen und für Mittelklassespieler wird heutzutage so viel gezahlt.


Zitat von mitleser96

Haraguchi hat hier noch nicht gezeigt, dass er „Mittelklasse“ ist. Eher unterdurchschnittlich.

Sehe ich nicht so.


Zitat von mitleser96

Und andere Mannschaften holen ja für solche Summen auch Spieler, die besser performen. Und bei aller Berücksichtigung des aktuellen Marktes: Bei 9-10 Millionen muss Jonathas mehr sein, als Mittelmaß.


Ja genau, Beispiele gefällig?
Leo Bittencourt vor der Saison für 6 Millionen zu Hoffe.
Marius Wolf für 5(!) Millionen zum BVB + monströses Gehalt von 5 Millionen p.a.
Daniel Ginczek zum VfL für 14 Millionen...

alles Spieler max. Mittelmaß. Haut euch die Ablösen rein und dann wird jeder erkennen können das zB auch die 4 Millionen für Haraguchi gerechtfertigt und absolut in die Zeit passen.

Zitat von last_minute

find ich immer lustig das viele für die Abschaffung von 50+1 sind, für Investoren etc. aber die gleichen Personen beschweren sich, warum wir für z.B. Haraguchi 4Mio zahlen müssen. Das dies aber alles zusammenhängt, scheinen einige zu vergessen.


Zitat von mitleser96

Ich hab den Eindruck, dass die Kritik unabhängig vom Lager ist. Egal ob „Pro-Kind“ oder „Pro-50+1“. Oder ob man sich irgendwo dazwischen bewegt. Ich bin hier wohl einer der größten Heldt-Kritiker und zugleich für eine Lockerung (nicht „Abschaffung“) von 50+1. Und nun?

Ja und nun?

Zitat von last_minute

Ich finds sehr gut das er auf junge deutsche Spieler setzt, auch auf Talente aus Hannover und der eigenen Jugend. Das würde mit Heldt in den nächsten Jahren sich auch weiterhin sehr gut entwickeln, davon bin ich überzeugt. Gerade mit der neuen 96-Akademie.


Zitat von mitleser96

Mit den jungen Talenten aus Hannover hat Heldt recht wenig zu tun. Mir fällt bis auf Muslija kein einziger „junge Deutscher“ ein, den Heldt verpflichtet hat.


Wer redet hier von verpflichten?
Linton Maina zB oder auch Hadzic und Hübers debütierten in der Bundesliga unter Leitung von Heldt. Schon vergessen? zwinker
Wird schnell vergessen denn hier will ja quasi jeder Talente aus anderen Ländern. Bevorzugt aus Ligen die kaum einer kennt. Aber ob die dann genauso gut sind?






Zitat von Falke007
Das Problem ist doch das alle Transfers nicht nachhaltig sind.

Das stimmt doch mal gar nicht. Walace, Muslija, Bebou..??

Zitat von Falke007

Wenn man diesen Preis zahlt, dann müssen sie sofort einschlagen und helfen - das konnte man bei Jonathas (fremdes Land, eher Typ Wandervogel) und Haraguchi (zu selten überzeugt) nicht erwarten.

Auch das ist leider nicht richtig. Es gibt keine Garantie dafür, nur weil ein Spieler eine hohe Ablöse gekostet hat, dass er dann auch sofort einschlägt. Häufig "hemmen" diese imaginären Preisschilder die Spieler auch, weil viel zu viel verlangt und erwartet wird.

Zitat von Falke007

Das solche Preise aufgerufen werden, mag ja normal sein - aber dann muss ich halt Abstand davon nehmen.

Dann verpflichten wir einfach gar keine Spieler mehr?

Zitat von Falke007

Mit mehr Deals in Richtung Muslija wäre mir deutlich wohler - bei HH denke ich aber eher an irgendwelche aussortieren Hamburger oder so.

Ziemlich negative Denkweise. Da liegt der Hase im Pfeffer.

Zitat von Falke007

Ich muss leider auch sagen, dass mir wohler wäre, wenn jemand anderes den Kader für die nächste Saison plant.

Holen wir uns einfach den nächsten Bader oder Dufner. Dann wird das schon wieder werden ... not.

•     •     •

SALIF SANÉ #5
Horst Heldt [beurlaubt] |#1323
27.02.2019 - 21:01 Uhr
Muslija klammere ich sogar extra aus, von solchen Transfers fordere ich ja sogar mehr, Bebou war sicherlich einer der wenigen guten Transfers. Walace hat stark gestartet, aber auch stark nachgelassen.

Ich mag Haraguchi ja durchaus, aber was hat er denn bisher geleistet, was seine Ablöse rechtfertigt?
Gleiches gilt für Jonathas. Und ja, bei beiden habe ich damit gerechnet, dass sie uns nicht wirklich weiterhelfen.
Ginczek, Wolf und Leo wären mir jeweils deutlich lieber, alle haben durchaus bewiesen, dass sie in der BL mithalten können.

Das die Talente spielen, hat genau was mit Heldt zu tun?

Das Leben ist nicht nur schwarz und weiß - man muss weder die überteuerten Spieler kaufen noch vollständig auf Käufe verzichten. Es gibt einen netten Mittelweg..

Nö, Bader oder Duffner will ich auch nicht zurück, aber mal ehrlich so viel schlechter aufgestellt waren die Kader da auch nicht..
Horst Heldt [beurlaubt] |#1324
27.02.2019 - 21:44 Uhr
Zitat von last_minute
Zitat von mitleser96

Und andere Mannschaften holen ja für solche Summen auch Spieler, die besser performen. Und bei aller Berücksichtigung des aktuellen Marktes: Bei 9-10 Millionen muss Jonathas mehr sein, als Mittelmaß.


Ja genau, Beispiele gefällig?
Leo Bittencourt vor der Saison für 6 Millionen zu Hoffe.
Marius Wolf für 5(!) Millionen zum BVB + monströses Gehalt von 5 Millionen p.a.
Daniel Ginczek zum VfL für 14 Millionen...

alles Spieler max. Mittelmaß. Haut euch die Ablösen rein und dann wird jeder erkennen können das zB auch die 4 Millionen für Haraguchi gerechtfertigt und absolut in die Zeit passen.


Da hast du es dir aber einfach gemacht.
Was ist denn mit Haller? 7 Mio. Rebic 2 Mio. Rashica 7 Mio. Kruse 7,5 Mio. Gnabry 5 Mio. Kainz 3,5 Mio. Delaney 2 Mio. Selke 8 Mio. Leckie 3 Mio. Duda 4,2 Mio. Mateta 8 Mio. Marcel Heller ablösefrei. Waldschmidt 5 Mio. Niederlechner 2,3 Mio. Benito Raman 1,5 Mio. Lukebakio 300k Leihgebühr.

Alles Spieler die zu Vereinen der direkten Konkurrenz gewechselt sind und in der Bundesliga mehr geleistet haben als Jonathas, Haraguchi, Asano oder Wood.
Horst Heldt [beurlaubt] |#1325
27.02.2019 - 21:46 Uhr
@last_minute und @Falke007 Ich würde ja gerne mehr zu eurer Diskussion äußern, aber das Frage und Antwortspiel mit diesen Schachtel-threads machen das nur schwer möglich. „Auch wenn ich verstehen kann das du @last_minute auf die Einzelnen Kommentare separat eingehen wolltest.“
Im Allgemeinen habe ich das Gefühl das ihr das beide zu sehr schwarz-weiß seht.

Haraguchi mit Ginczek, Wolf und Leo zu vergleichen die alle bereits ihre Qualitäten in der Bundesliga bewiesen haben, ist schon sehr, sehr, sehr gewagt.
Zu Bech und Fossum, ja ich möchte mehr von diesen Transfers und wenn jeder 3. Einschlägt dann bin ich zufrieden. Dazu halte ich weder Bech noch Fossum für schlechter als Haraguchi, oder besser gesagt Genki nicht für besser.

Was die 50+1 Regel mit dem zu tun hat was man als erfolgreiches Scouting sieht, verstehe ich nun nicht im geringsten. Das von genügend Vereinen X günstige Transfers gemacht wurden, wurde hier schon oft genug aufgezählt.
Und ja die Ablösesummen sind ins Nirvana gestiegen, das heißt aber nicht das wir Kurt C. In den Sturm stellen müssen.

Was Heldt und die Jugend angeht, passt das meiner Meinung nach schon ganz prima, allerdings gehört auch immer der Nötige Trainer dazu. Breitenreiter war so ein Trainer ob Doll da der richtige ist wird sich erst noch finden. In übrigen ist es wohl Heldt zu verdanken das J. Neiß zu uns gewächselt ist.

Was die Nachhaltigkeit der Transfers angeht, ist die Quote derzeit nicht die beste, aber auch da liegt es glaube ich nicht nur an Heldt. Wenn ich als Spieler eine Feste Position bekleide und keine Angst haben muss nächste Woche wieder draußen zu sein und es dazu auch noch einigermaßen ruhig läuft, kann ich meine Qualitäten „besonders als junger Spieler“ weitaus leichter auf den Platz bringen.

Der Aussortierte Hamburger Walace, halte ich noch immer für einen Spitzen Transfer!
Aber er ist nicht der Spieler den man für den Abstiegskampf braucht, da sind mir Baka und Schwegler lieber. Aber wer von uns will denn Abstiegskampf ? Ich nicht, ihr wohl auch nicht und auch Heldt wollte diesen nicht.

•     •     •

Bier, welches während eines Torjubels verloren geht, sollte, im Falle einer Rücknahme durch den VAR, von der DFL finanziell erstattet werden.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von handycap am 27.02.2019 um 21:49 Uhr bearbeitet
Horst Heldt [beurlaubt] |#1326
27.02.2019 - 22:11 Uhr
So, schwarz weiß sehe ich mich gar nicht zwinker
Heldt hatte mit Bebou ja durchaus Treffer - das kann ich ihm auch eingestehen. Bebou ist ja auch genau die Art Transfer die ich fordere, überschaubarer Preis (3-5 Millionen - in Verbindung mit dem Alter durchaus risikoarm), mit guten Leistungen in einer schwächeren Liga und schon an das Klima/Sprache etc. gewöhnt.

Bei Haraguchi ist das eben nur nicht so - das Preisverhältnis passt nicht, die vorherigen Leistungen waren überschaubar.
Bei Jonathas ist das noch viel mehr der Fall - da passt nicht mal Sprache.
Für 14 Millionen hätte man Risikoärmer oder zielsicherer einkaufen müssen.
Beispiele wurden ja genug genannt.

Mir ist klar, dass ein Transfer immer schief gehen kann und auch Geld keine Garantie ist, aber ich finde schon dass die Wahrscheinlichkeit, ob ein Spieler einschlagen kann eben auch mit den genannten Faktoren zu tun hat, die natürlich immer unterschiedlich ist. Frankfurt hat z.B. eine funktionierende Balkanebene geschaffen - vermutlich würde Kostic bei uns nicht so explodieren können. Da ist aber eben auch wieder alles vorhanden - die Erfahrung in Deutschland (Kostic), internationale Erfahrung (Rebic) oder eben auch gezeigte Leistung in Top-Spielen.
Heldt hat mir zu wenig auf das Gefüge geachtet.. Es gab eben keinen Brasilianer der Jonathas an die Hand nehmen konnte. Felipe ist viel mit sich selbst beschäftigt (wobei ich schon glaube, dass er sich trotzdem kümmert) und Walace ist halt auch noch neu im Verein und bräuchte (vermutlich weniger aber auch) Starthilfe
Horst Heldt [beurlaubt] |#1327
28.02.2019 - 21:47 Uhr
Ich denke durchaus, dass ein HH in der BL gut vernetzt ist. Und er ist auch definitiv in der Lage, sich medial gut zu präsentieren. Gerade den zweiten Punkt hat er seinen Vorgängern Dufner und Bader meilenweit voraus!
Dennoch wäre es in meinen Augen richtig, sich recht bald von ihm zu trennen.
Er hat den Kader zusammengestellt, der nun gegen den Abstieg spielt und er wollte selbst bereits mehrfach weg. Ich will gar nicht sagen, dass bei den Transfers kein Treffer dabei war, oder das er etwas für das Verletzungspech kann. Ich bin aber davon überzeugt, dass es genug Personen gibt, die seine Arbeit mindestens genauso gut machen können, wenn nicht sogar noch besser. Diese wären aber im Verein unverbraucht. Heldt hat durch diverse Aktionen in der Vergangenheit viel Kredit verspielt und eine Trennung wäre sowohl bei Abstieg, als auch bei Klassenerhalt vielleicht besser für 96.
Zu lange sollte man dann aber nicht mehr warten, sonst darf er den Kader für die neue Saison zusammenstellen, und darf dann trotzdem kurz nach Saisonbeginn gehen. Dann kommt die gleiche Kritik auf, die kam, als Breitenreiter die Wintervorbereitung gegeben wurde.
Horst Heldt [beurlaubt] |#1328
01.03.2019 - 10:00 Uhr
Der letzte gute Manager bei Hannover war Schmattke. Was der aus wenigen Mitteln rausgeholt hat war schon wahnsinn. Vorallem hatte er das richtige Händchen bei den Trainern.
Bei den Nachfolgern war das nie der Fall.
Überhaupt war der Fehler der Hannoveraner, dass sie nie einen Spieler für größeres Geld abgegeben haben. Für Abdellaoue gab es damals Angebote aus England. Auch Diouf ging ablösefrei. Stindl ging für 3mio. Auch an Kiyotake waren Vereine dran und nachher ging er nach dem Abstieg für 6,5mio.
So war nie Geld da um Leistungsträger adäquat zu ersetzen und man hatte nicht mehr das Händchen von Schmattke. Auch die Trainerwahl nach Slomka war äußerst unglücklich.
Sané hätte man 2017 zB für viel Geld verkaufen können so ging er 2018 per Ausstiegsklausel für 7mio. Die Transfers diese Saison waren auch nicht schlecht, aber wenn sich mit dann mit Bebou und Füllkrug die 2 wichtigsten Spieler verletzten kann der Kader das einfach nicht mehr auffangen. Außerdem wurde zu lange an Breitkreutz festgehalten. Da hätte in der Winterpause etwas passieren müssen damit der neue Trainer Zeit zum arbeiten hat. A.B. dann rauszukicken nachdem er gg Bremen knapp verliert und in Dortmund unter die Räder kommt ergibt überhaupt keinen Sinn. Und Doll war genau wie damals Frontzeck(bei Bader) mal wieder der absolut falsche "Retter". Man könnte gerade meinen Heldt macht das extra damit er weg kann. Bis auf das 2:0 gg Nürnberg hat man doch nur auf den Sack bekommen und das jedes Mal ohne selbst getroffen zu haben. Schlechter kann man es eigentlich nicht machen. Auch wenn die Gegner mit Leipzig, Hoffenheim und Frankfurt nicht irgendwer waren. Gerade gg Frankfurt kriegst du normalerweise 6-7, wenn die die Dinger nicht so vergeigen. Bin mal auf das "Endspiel" am Wochenende gespannt. Wenn man das verliert müsste Doll eigentlich gerade wieder gehen und Heldt gleich mit.

•     •     •

BVB 26/27:
Kobel - Gadou, Anton, Schlotterbeck - Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson - Karetsas, Sancho - Guirassy
Bank: Drewes,Meyer,Anselmino,Reggiani,Prates,Can,Ryerson,Chukwuemeka,Kessie,Gittens,Lerma,Inacio,Beier,Silva

Zugänge: Sancho,Anselmino(Leihe),F. Kessie,Baum,Gittens(Leihe)
Abgänge: Mané(Leihe),Bensebaini,Sabitzer,Couto
Horst Heldt [beurlaubt] |#1329
01.03.2019 - 11:18 Uhr
Zitat von ollabohm
Der letzte gute Manager bei Hannover war Schmattke. Was der aus wenigen Mitteln rausgeholt hat war schon wahnsinn. Vorallem hatte er das richtige Händchen bei den Trainern.


Diese Mär werden dir die meisten Hannover 96 Fans gerne wiederlegen.
Schmadtke hat allein bei uns eher mit Fehlkäufe und großen Versprechungen auf sich aufmerksam gemacht.
Das ging über Videoscouting bei dem man noch nicht einmal die Größe des Spielers richtig kannte, bis hin zum Wackelpolen der ja bereits bei Schmadtke persönlich unterschrieben hatte (obwohl man sich noch nie getroffen hat.) Nein wen du meinst war unser damaliger Scout, Jörg Jakobs.
Jakobs war maßgeblich für die Transfers zuständig und hat uns Spieler wie Ya Konan, Mo und Diouf beschert.

Und das mit den Trainern also plural? Auch da frage ich mich wen du meinst, Slomka der dafür gesorgt hatte das Schmadtke ging, oder wen genau meinst du?

•     •     •

Bier, welches während eines Torjubels verloren geht, sollte, im Falle einer Rücknahme durch den VAR, von der DFL finanziell erstattet werden.
Horst Heldt [beurlaubt] |#1330
01.03.2019 - 12:41 Uhr
Auf die Schmadtke-Diskussion will ich mich gar nicht einlassen, da @handycap dieses schon recht gut erörtert hat, wobei auch da nicht alles schlecht ist, denn schließlich geht es um Heldt.

An Heldt festzuhalten wird zum Saisonende sicherlich nicht einfach, zumal er eben den Kredit bei den Fans durch die Abgangsversuche auch auf der menschlichen Ebene aufgebraucht hat und er letztlich auch nicht geschafft hat der Mannschaft ein Gesicht zu geben. Beide Punkte stoßen auch bei mir negativ auf.

Nehmen wir den zweiten Punkt einmal heraus: Es ist normal, dass ein Verein nicht nur Toptransfers macht. Es kann so gut funktionieren, wie aktuell in Frankfurt oder man kann viel Geld in die Hand nehmen, was aber immer noch keine Garantie ist. Wenn Du mit im Vergleich weniger Geld viel erreichen möchtest, dann muss es an vielen anderen Stellschrauben stimmen. Für Heldt war sicherlich auch nicht die allgemeine Vereinssituation rund um 50+1, Fanboykott und ähnliches nicht zuträglich. Sei ihm zugestanden.
Retrospektiv betrachtet gibt es auch Begründungen für jeden einzelnen Transfer und entsprechend auch eine Berechtigung. Fast jeder Transfer barg auch ein Risiko, welches im Zusammenspiel von Kind, Heldt, (bis zu einem gewissen Zeitpunkt Andermatt,) Breitenreiter und finanziell sogar Schröder eingegangen wurde. Keiner der handelnden Personen kann sich an der Stelle aus der Verantwortung nehmen. Nehmen wir einmal Martin Kind, den ich jetzt nicht schelten möchte wegen der üblichen Dinge: Stellen wir mal Kind hin und nennen ihn (Mehrheitsanteils)eigner des Unternehmens Hannover 96 (nein, nicht auf die Diskussion eingehen). Als Unternehmer bin ich im Kern auch für diese Unternehmung verantwortlich. Natürlich kann ein Unternehmer nicht alleine ein Unternehmen dieser Größe steuern, was auch normal ist, weshalb sich der Unternehmer diverser Führungskräfte bedient, welche die operative Ebene steuern und lenken. Selbst wenn nun diese Führungskräfte dem Unternehmer zusichern, dass sich das Unternehmen positiv entwickelt, so entbindet es immer noch nicht den Unternehmer von seiner Verantwortung. Um es noch plakativer auszudrücken: Wenn ich ein beispielhaftes Unternehmen mit einem Wert von 100 Mio. besitze und durch eine falsche Beratung, welcher ich als Unternehmer folge sich der Wert auf 50 Mio. reduziert, dann ist eben der Unternehmer in der Konsequenz derjenige, welcher die Reduzierung auf sich nehmen muss.
Mit einer Äußerung wie "Breitenreiter und Heldt haben mir versichert, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben" kann sich dann ein Martin Kind nicht aus der Verantwortung nehmen. Das dramatische am Fußball ist, dass durch die Ligazughörigkeit ein massiver Impact auf das operative Geschäft erfolgt, was so manch einem Verein schon die Existenz gekostet hat. In einer Lage - wie in Hannover vorgefunden - ist man daher verpflichtet ein erhöhtes Augenmerk darauf zu legen oder im Vorfeld bereits mit einem möglichen Abstieg seine Kalkulationen aufsetzt (Best Case - Most Likely - Worst Case). Wenn wie von Sammer vor kurzem angesprochen eben "nur Heldt" mit entsprechender Expertise vorhanden ist, dann kann diese auch zu einer falschen Meinungsbildung führen, so dass der Worst Case zum wahrscheinlichen Case wird. Das Scouting tritt in der Außenwahrnehmung kaum in Erscheinung und die Fußballkompetenz darf vereinsübergreifend in Frage gestellt werden. Plakativ kann ich ein Softwareentwicklungsunternehmen auch nicht erfolgrecih leiten, wenn ich nur Gärtner für das Firmengelände beschäftige und dafür an Entwicklern spare.

Jetzt mag man meinen, dass der 24mal4 Heldt weiterhin befürwortet. Dennoch gibt es einen großen Knackpunkt, den ich gerade im Verantwortungsbereich des Sportdirektors im Zusammenspiel mit dem Vorstand sehe. Als wir das letzte Mal abgestiegen sind wurde die Mannschaft größtenteils aus deutschsprachigen Spielern angereichert mit eigenen Talenten geformt. Idealerweise waren die Spieler auch noch jünger. 96 hatte ein Gesicht nach außen, bei dem man sehen konnte, wofür die Mannschaft steht. Das stendelsche "Bock auf 96" war sicherlich auch zuträglich. Mit dem Wiederaufstieg wurde dieses aber nicht mehr konsequent weiterverfolgt. Vielleicht weil man die Wunschspieler nicht bekommen hat oder einfach weil man versucht hat irgendwie Spieler zu bekommen, welche die Klasse halten können. Dieses hat sich in der Folge fortgesetzt, so dass die Mannschaft ihr eigentliches Gesicht verloren hat (unternehmerisch auch "Markenkontinuität (Was wäre, wenn nun Duplo plötzlich schmeckt wie Gummibärchen)" oder auch Unternehmenswerte (wer sich interessiert ein recht guter Blogbeitrag: https://www.userlike.com/de/blog/unternehmenswerte). Gepaart wird es sicherlich mit einer Konsequenz der Spielsysteme, wofür er hinter dem Trainer auch Verantwortung zeigt und weshalb eben auch ein Breitenreiter nicht mehr haltbar war. Eine gute Marke (ja, ich weiß, kein gutes Thema), mit Fans vereinbare Werte und ein attraktives Spielsystem (Attraktiv muss nicht zwingend offensiv sein) schaffen Bindungen zum zahlenden Publikum und bietet die Chance das Unternehmen weiter zu entwickeln.
Aus meiner persönlichen Sicht wäre das Grundwertemodell (wofür steht 96) sogar in der Saison 17/18 vor dem sportlichen Erfolg gegangen und auch wenn es Glaskugelleserei ist, so behaupte ich, dass man sich dennoch in der Liga gehalten hätte und heute eine gesündere Basis vorhanden wäre. Hier ist genau der Punkt, weshalb ich am Ende sagen muss, dass ein Horst Heldt evtl. aus der sportlichen Expertise kaum verzichtbar ist (oder schwer zu ersetzen), aber unternehmerisch keine Tragfähigkeit besitzt, selbst wenn man Kontinuität als Unternehmenswert anlegt.

Der erwähnte zweite Punkt mit den Abwanderungsgedanken ist für viele Arbeitnehmer "normal". Jeder denkt mal darüber nach, wie es bei einem anderen Arbeitgeber wäre und wir alle kennen es, dass manche Kollegen auch den Schritt gehen. Aus welchen Gründen auch immer. Negativ ist hier, dass die Themen an die Öffentlichkeit gekommen sind, was leider in der Fußballwelt auf Grund verschiedener Geltungsbedürfnisse der handelnden Personen immer wieder vorkommt.

Ich bin am Ende sehr gespannt, wie die "Analyse" unseres Vereinsoberhaupts (Teilunternehmensbesitzer mit Option auf Mehrheitsanteilseigner) ausfällt und ob man Heldt weiterhin im Amt lässt. Für die Außenwahrnehmung wäre dieses jedoch nicht optimal.
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