Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
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Heiko Herrlich
Geburtsdatum 03.12.1971
Alter 54
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Heiko Herrlich

09.06.2017 - 13:07 Uhr
Heiko Herrlich |#1561
10.09.2018 - 16:46 Uhr
Zitat von Aladine

Geht man jedoch von internationaler Klasse aus (die Bezeichnung mag ich wesentlich lieber) fallen mir dann schon einige Spieler ein, die diese Wertmarke speziell beim Bayer bereits erreichten.


Definitiv.
Das würde ich auch nie in Frage stellen.

edit : Ich bin einfach auf die nächsten Spiele gespannt. Es fühlt sich irgendwie nicht wie der 2. Spieltag an.
Ganz komische Geschichte.
Man nimmt manchmal an, die letzten 4-5 Spieltage der vergangenen Saison würden zu dieser dazugehören, weil man die gleichen Baustellen immer wieder sieht.

Das Beste wäre, man würde uns "überraschen", gegen Bayern 100% geben,ungeachtet dessen ob man verliert oder Punkte holt, gegen Rasgrad nochmal Selbstvertrauen aufladen und Mainz&Düsseldorf weg schießen.
Das wäre schon eine feine Sache und bei aller Rücksicht auf die Gefühle aller hier anwesenden Personen, nicht zu viel verlangt.

Ich kann es kaum erwarten die Aufstellung gegen Bayern zu sehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Erich_Ribbeck am 10.09.2018 um 16:54 Uhr bearbeitet
Heiko Herrlich |#1562
11.09.2018 - 00:39 Uhr
Zitat von Erich_Ribbeck
Zitat von Aladine

Geht man jedoch von internationaler Klasse aus (die Bezeichnung mag ich wesentlich lieber) fallen mir dann schon einige Spieler ein, die diese Wertmarke speziell beim Bayer bereits erreichten.


Definitiv.
Das würde ich auch nie in Frage stellen.

edit : Ich bin einfach auf die nächsten Spiele gespannt. Es fühlt sich irgendwie nicht wie der 2. Spieltag an.
Ganz komische Geschichte.
Man nimmt manchmal an, die letzten 4-5 Spieltage der vergangenen Saison würden zu dieser dazugehören, weil man die gleichen Baustellen immer wieder sieht.

Das Beste wäre, man würde uns "überraschen", gegen Bayern 100% geben,ungeachtet dessen ob man verliert oder Punkte holt, gegen Rasgrad nochmal Selbstvertrauen aufladen und Mainz&Düsseldorf weg schießen.
Das wäre schon eine feine Sache und bei aller Rücksicht auf die Gefühle aller hier anwesenden Personen, nicht zu viel verlangt.

Ich kann es kaum erwarten die Aufstellung gegen Bayern zu sehen.


Eigentlich offtopic, aber bzgl Selbstvertrauen gegen Rasgrad holen: Erstaunlich wieviele hier das Team unterschätzen. Ich sehe die auf einem Niveau mit uns. Die haben nen guten Kader und international in den letzten Jahren immer ne gute Rolle gespielt. Also Fallobst ist das nicht. Wir müssen uns nicht vor denen verstecken, aber der Gruppensieg wird gegen die kein Selbstläufer. Das Gefühl vermitteln hier einige... Gerade bei unserer derzeitigen Form bezweifle ich das stark.

•     •     •

Jede Entscheidung ist ein Massenmord an Möglichkeiten.
Heiko Herrlich |#1563
11.09.2018 - 08:20 Uhr
Zitat von Bender_04

Eigentlich offtopic, aber bzgl Selbstvertrauen gegen Rasgrad holen: Erstaunlich wieviele hier das Team unterschätzen. Ich sehe die auf einem Niveau mit uns. Die haben nen guten Kader und international in den letzten Jahren immer ne gute Rolle gespielt. Also Fallobst ist das nicht. Wir müssen uns nicht vor denen verstecken, aber der Gruppensieg wird gegen die kein Selbstläufer. Das Gefühl vermitteln hier einige... Gerade bei unserer derzeitigen Form bezweifle ich das stark.

daumen-hoch Immer schön tief stapeln, dann fällt es sich leichter. Bei "Fans" wie dir, fällt mir echt nix mehr ein....auf gleichem Niveau...wow! Mit dem Unterschätzen hast du natürlich recht, aber wenn wir das Spiel verlieren, sollte Herrlich sofort seinen Hut nehmen. Wir reden hier von Rasgrad und nicht von Bayern München.
Heiko Herrlich |#1564
11.09.2018 - 11:05 Uhr
Die letzten Tage hat sich die Diskussion ein bisschen abgeflacht. Sie brachte einige anregende, aber auch ziemlich abstruse Beiträge hervor. Meiner Meinung nach, und das habe ich wirklich schon mehrmals geschrieben, ist bei Herrlich spätestens seit dem Halbfinale im DFB-Pokal eine taktische Blockade vorhanden, die ihn zu einem konservativen und ausrechenbareren Spiel zwingt. Es ist wirklich krass, wie flügelfixiert wir sind und wirklich alles mit Flanken versuchen wollen. Dabei schaffen wir es momentan nicht, auf den Außen durchzubrechen und wirklich gefährliche Flanken oder Parallelläufe zur Seitenauslinie in den Strafraum zu spielen. Im Zentrum spielen wir momentan kaum. Dass Flanken ein probates Mittel sein sollen, hat man bereits in der ersten Trainingswoche 2017 sehen können. Dass es sich dabei statistisch um die schlechtesten Möglichkeit, um Torchancen zu erspielen, ist in der Diskussion bereits aufgeführt worden.
Dazu hält Herrlich am Pressing fest, sein Vorgänger Korkut hat bei seiner Antrittspressekonferenz gesagt, das sei eine der Stärken der Mannschaft. Und auch Herrlich fand das aggressive Angriffspressing interessant und er hat es tatsächlich als wesentliches Element beibehalten, im Gegensatz zu Korkut. Doch momentan ist auch da der Wurm drin, da die Außen nicht so wirklich mitarbeiten, sodass Alario, der mittlerweile wirklich emsig mithilft, und Volland quasi für zwei arbeiten müssen und deshalb häufig auch falsch stehen, wenn es zum Umschalten in den eigenen Ballbesitz kommt. Zudem kommt die massive Flankenpräferenz ihren Stärken kaum entgegen.

Für jede Spielweise braucht man aber auch ein sicheres Mittelfeld und das konnten wir in den letzten beiden Spielen nicht wirklich aufbieten. Warum hier einige so scharf darauf waren, Aranguiz gleich von Beginn an spielen zu lassen, kann ich angesichts der Tatsache, dass er quasi die komplette Vorbereitung verpasste und vor dem Wolfsburgspiel erst wenige Tage im Mannschaftstraining war, nicht nachvollziehen. Ich war super happy, dass er es in Gladbach überhaupt in den Kader geschafft hatte, wusste aber auch, dass er für die Startelf auf keinen Fall die Power hatte und das konnte sich innerhalb einer Woche auch nur bedingt ändern. Deswegen fand‘ ich es auch in Ordnung, dass er Havertz auf die 8 stellte. Besser als Kohr ist er auf dieser Position bereits jetzt und es wird meiner Meinung nach in ein paar Jahren sowieso seine Stammposition. Er zeigte aber noch (!) nicht die Zweikampfstärke, die man dafür braucht und deshalb bin ich über einen Einsatz Aranguiz, der dann gegen die Bayern bereit sein sollte, auch ganz froh. Dass auf der 8er eine Kaderfehlplanung betrieben worden ist, da sind wir uns sicher alle einig. Auf der 6er Position sind wir eigentlich auch trotz der Verletzung Baumis noch ganz gut aufgestellt, aber im Wolfburgspiel hat Bender auch einige Schwächen gezeigt, was hoffentlich ein Ausrutscher war. Weiser macht zudem defensiv noch nicht den Eindruck, die 12 Mio. wert zu sein, aber wenn er dann vor sich einen Brandt, der diese Saison in alte Muster zurückgefallen ist, oder Bailey, der das auch besser kann, hat, dann ist es auch kein Wunder. Wendell ist ebenfalls gedanklich noch nicht in der Saison angekommen. Sein Pass in den Strafpass, der zum Elfmeter führte ist nur der krasseste Fehler.

Zusammengefasst: Das Pressing wird nicht konsequent genug durchgezogen, unser Mittelfeld war zu zweikampfschwach und unsere Chancenerarbeitung ist im Moment, kurz nach der Sommerpause, ungenügend. Ich kann es also durchaus verstehen, dass hier die Ablösung des Trainers gefordert wird. Dennoch würde ich Heiko noch Zeit geben. Er hat jetzt vier Spiele (seit Valencia) gesehen, die allesamt mau waren. Vielleicht ist es bei mir auch einfach die Hoffnung, da er es schonmal geschafft hat, das Ruder nach unruhigem Beginn rumzureißen. Es ist aber auch klar, dass nicht jeder die Wiederauferstehungsfähigkeiten hat, die Roger bei uns gezeigt hat.
Die Trainersuche ist ja bei einigen schon intensiv geführt worden. Der Name Ralph Hasenhüttl ist recht häufig gefallen. Er ist auch für Pressing-Fußball bekannt. Bevor ich mich ihm widme, würde ich gerne in diesem Zusammenhang @Apfelschuerrle und mich zitieren, weil wir vor einiger Zeit eine Diskussion hatten, an der sich aber leider niemand beteiligt hat:

Zitat von Marineford
Zitat von Apfelschuerrle

Heiko Herrlich schon vor Saisonstart schlecht zu reden, ist für mich auch der falsche Weg. Aber unter Beobachtung steht er definitiv und das auch zurecht. Er hat jetzt den Auftrag, Bayer 04 in die CL zu führen. Da möchten die Fans hin, da möchten die Spieler hin, da möchte die Klubführung hin. Hat er dabei ordentliche Konkurrenz? Allerdings, zum Teil auch mit auf dem Papier besseren Möglichkeiten. Ist diese Konkurrenz deshalb unüberwindbar? Nein, das haben die letzten Jahre ja schon mehrfach gezeigt. Und für mich hat das auch einen Grund.

Bayer 04 ist in der Tat nicht der Verein, der mit der größten Fanbase, dem größten Stadion, dem größten internationalen Ansehen oder den höchsten Gehältern punkten kann. Bei jedem dieser Punkte wäre mindestens ein Konkurrent in der Bundesliga vor uns. Und das ist nicht nur derzeit so, das war im Grunde schon immer so. ABER: Die Stärke von Bayer 04 ist, dass hier sehr innovativ und kreativ gearbeitet wird, um diese Nachteile gegenüber der Konkurrenz auszugleichen. Für mich innovativer und kreativer als bei so ziemlich jedem anderen Bundesligisten.

Es gibt ja einige Beispiele, die das belegen, teilweise auch historische.
- Nach der Wende holte man (mit Hilfe von raffinierter aber legaler Transfermethodik) einige Ex-DDR-Spieler nach Leverkusen, nicht wenige davon wurden hier zu Vereinslegenden.
- Zu Beginn der 2000er Jahre baute man sich sein nach wie vor überragendes Scouting-Netzwerk in Südamerika auf und verpflichtete viele Spieler von dort, die national und zum Teil auch international für Aufsehen sorgen sollten.
- Anders als bei den meisten anderen Bundesligisten hat man sein modernes Stadion mitten in der Stadt und ist auch das Trainingsgelände für die Profis direkt nebendran.
- Allgemein sind wir infrastrukturiell auf modernstem Stand. Die Bayer 04-Werkstatt wurde ja auch schon von vereinsexternen Sportlern genutzt und in höchsten Tönen gelobt. Das imponiert natürlich den Bayer 04-Spielern und solchen, die es werden sollen. Paulinho etwa sagte kürzlich bei seiner Verpflichtung, wie beeindruckend er unsere Infrastruktur findet, dass alles so gut ineinander integriert ist.
- Wir waren der Verein, der an den DFB den Gedankenanstoß zu einer Regeländerung für die Abmeldung der zweiten Mannschaften lieferte. Das war ein wichtiger Schritt für unser neues Konzept in der Nachwuchsarbeit, welches uns nun schon Spieler wie Henrichs und Havertz gebracht hat (ich persönlich hoffe auch darauf, dass mit Schreck der Nächste schon in den Startlöchern steht).
- Wir schaffen es derzeit, im Gegensatz zu vielen der angesprochenen Konkurrenten (die uns darum auch beneiden), unsere Leistungsträger zu halten. Natürlich wird auch Bayer 04 immer mal starke Spieler abgeben müssen, aber der derzeitige Trend zeigt mir, dass das Gros der Spieler sich bei uns wohlfühlt und eine besondere Atmosphäre in und um den Verein vorfindet. So etwas passiert nicht ohne Grund, dazu muss im Verein einiges richtig gemacht werden! zwinker

Man sieht also, Bayer 04 zeichnet sich relativ oft dadurch aus, akribisch zu arbeiten und in gewissen Bereichen Dinge anders zu machen, als die Konkurrenz. Es gibt allerdings einen großen Punkt, bei dem das nicht so ist und das ist die Besetzung des Cheftrainer-Postens. Hier gehen wir eigentlich genau wie jeder andere Bundesligist nach Schema F vor. Brauchen wir einen neuen Trainer, dann schauen wir uns (vorwiegend national, auf alle Fälle deutschsprachig) um, wo gerade einer erfolgreich ist und verpflichten den dann. Das geht solange gut, bis die Taktik des Trainers nicht mehr greift oder bis sich herausstellt, dass der zuvor temporär dagewesene Erfolg des Trainers nur ein Zwischenhoch war, von dem man sich vorschnell hat blenden lassen.
Robin Dutt holte man, weil er bei Freiburg gerade erfolgreich war. Relativ schnell stellte sich heraus, er war gar nicht so gut, wie es die Freiburger Zeit wirken ließ. Dazu passte es menschlich nicht.
Roger Schmidt holte man, weil er bei Salzburg gerade erfolgreich war. Mit Harakiri-Dauerpressing und Vernachlässigung der Defensivarbeit, was in Ligen wie der österreichischen oder jetzt auch der chinesischen, wenn man eine starke Mannschaft beisammen hat und auf viele verwundbare Defensiven trifft, natürlich eine gute Variante ist, in Leverkusen aber nur solange, bis sich alle Gegner darauf eingestellt haben. Und er wollte dennoch partout sein System nicht ändern. Das stellte sich am Ende heraus.
Heiko Herrlich holte man, weil er in Regensburg gerade erfolgreich war. Ob sich bei ihm am Ende auch irgendetwas herausstellt? Man weiß es nicht.

Fest steht aber, obwohl wir sonst oft kreativ sind und innovative Lösungen suchen, sind wir bei der Trainersuche viel zu eindimensional. Und mal unabhängig davon, wie gut oder schlecht es Herrlich noch bei uns machen wird und wie lange er noch bei uns bleiben wird, hoffe ich persönlich darauf, dass man sich für die Zukunft auch hier mal ein eigenes Konzept überlegt, was sich von der breiten Masse der Liga abhebt.

Ich sähe da bspw. die Möglichkeit der internen Trainerfortbildung. Man sieht an vielen Trainern, die zuletzt eine gewisse Ära bei ihren Klubs prägten, wie gut so etwas funktionieren kann. Bei einem Pep Guardiola in Barcelona beispielsweise, oder bei einem Zinédine Zidane bei Real. Die wurden nicht als erfahrene Namen geholt oder als solche, die gerade irgendwo erfolgreich waren. Die wurden vom Anfang ihrer Trainerkarriere an in den Klub integriert, kannten ihn dadurch in- und auswendig und haben ihm eine eigene fußballerische Handschrift verpasst, einen Wiedererkennungswert. Und vor allem, sie waren dadurch so stark mit dem Klub verbunden, dass sie nicht beim erstbesten Angebot der Konkurrenz mit Wechselgedanken beschäftigt waren. Auch bei Diego Simeone, wenngleich er vorher ein paar Trainerstationen in Argentinien hatte, ist das so. Er ist ein Ex-Atlético-Spieler, der die Vereins-DNA in sich trägt, mit seinem taktischen Konzept den ganzen Verein prägt, ihn dadurch auf ein neues sportliches Level gehoben hat und bis heute nicht zu einem anderen Verein weitergezogen ist (kann zwar noch kommen, aber selbst wenn, hatte er eine Ära bei Atlético und die war höchst erfolgreich).
Wann gab es sowas zuletzt in der Bundesliga? Jupp Heynckes bei den Bayern hatte zwar seinen Triple-Gewinn, aber wurde als alter Hase von uns geholt und musste dann früher oder später auch in Rente gehen. Jürgen Klopp hatte bei Dortmund seine erfolgreichen Jahre, kam aber von extern und ist beim ersten Misserfolg gleich weitergezogen. Die letzte längerfristige Trainer-Ära in der Bundesliga war eigentlich Thomas Schaaf bei Werder Bremen. Und auch hier sieht man das gleiche Bild. Ein Trainer mit Vereins-DNA, der dem Klub eine Identität gab und sportlich mit ihm Erfolg hatte (es gab drei Pokalsiege, es gab die Meisterschaft 2004, es gab mehrere CL-Teilnahmen und ein EL-Finale), aber auch in schlechten Phasen oder bei Angeboten der Konkurrenz nicht ans Wechseln dachte.

Und das wäre etwas, was wir langfristig anstreben sollten, wie ich finde. Zu versuchen, einen Trainer im eigenen Stall auszubilden, der Bayer 04 kennt, der Bayer 04 lebt, der Bayer 04 ein fußballerisches Gesicht gibt, welches zum Verein und seinen Ambitionen passt und der somit hier mal wirklich eine Ära prägen kann. Einen möglichen Kandidaten dafür haben wir leider gehen lassen (müssen): Markus Anfang. Ein Ex-Bayer 04-Spieler, der eine Verbundenheit zum Klub hatte, auch mal für unsere Traditionsmannschaft spielte. Er war mit unserer U17 extrem erfolgreich und hatte wohl da schon Ambitionen, mal Cheftrainer zu werden. Auf den Trichter kamen dann schlaue Kieler, die ihm diese Chance boten, während er bei uns wohl vorerst weiter in der Nachwuchsabteilung eingeplant gewesen wäre. Hätte Bayer 04 damals gesagt "Wir haben vor, dich mittelfristig zu unserem Chefcoach zu machen, habe nur etwas Geduld, deine Zeit wird kommen!", hätte Kiel voraussichtlich keine Chance mehr gehabt. So aber ist er nun beim FC gelandet. schief

Mir ist auch bewusst, dass man für so eine Herangehensweise einen langen Atem braucht, natürlich auch erstmal der geeignete Kandidat dafür vorhanden sein muss und es deshalb nicht von heute auf morgen geht. Dass so eine Herangehensweise zudem nicht bei jedem Verein funktionieren kann und man gewisse Voraussetzungen braucht, um einen Coach langfristig zu halten, ist auch klar. Hoffenheim hat ja Nagelsmann quasi selbst ausgebildet, trotzdem geht er nächsten Sommer nach Leipzig, weil dort die Möglichkeiten einfach größer sind. Aber bei uns gibt es ja gewisse Möglichkeiten, die im Optimalfall ausgereizt werden könnten. Wir sind kein Mittelklasseclub à la Frankfurt oder Hertha BSC, sondern es sagen immer mal wieder externe Stimmen, wenn Bayer 04 mal konstant spielt und dann ALLES passt, könnte man sogar Meister werden. Pokalsieger sowieso. Und ich denke, mit der oben beschriebenen Herangehensweise hätten wir größere Chancen, uns solche Träume mal zu erfüllen, als mit der aktuellen, wo man einfach den gerade passenden Trainer XYZ nimmt, der irgendwo auf dem Markt ist. Man hat es mit Jonas Boldt im Management ja quasi schon vorgemacht. Er wurde direkt im Verein ausgebildet, er ist kein Schmadtke, Bobic, Heldt oder was weiß ich, der von irgendwo verpflichtet wurde und gerade für uns arbeitet, weil es sich so ergab, sondern er arbeitet explizit für uns, weil er sich mit Bayer 04 identifiziert. So etwas kann viel wert sein, gerade auch im Trainerstab!


Wir hatten aber nicht nur Markus Anfang, sondern davor auch Sascha Lewandowski, der fünf Jahre U19 Trainer war und den ich sehr gerne an der Seitenlinie gesehen und dem ich auch Erfolg bei uns zugetraut hätte. Nur leider wollte er erst nicht und als er wollte, war Roger erfolgreich. Dann ist er zu den Eisernen gewechselt.
Dieser Standard Weg ist halt der mit dem geringsten Widerstand, da er zumindest kurzfristig Erfolg verspricht. Der Unterschied zu anderen Vereinen dürfte sein, dass wir die meisten deutschsprachigen Trainer, die Erfolg hatten, auch überzeugen können, zu uns zu kommen. Bspw. bei Roger, an dem Frankfurt früher als wir dran war. Dies liegt natürlich an unserer Stellung als Europacupkandidat, aber dorthin haben uns die Trainer gebracht, die wir auf dem altbekannten Weg geholt haben.
Die Verantwortlichen würde ich sehr gerne unterstützen, wenn sie den Weg gehen würden, den du vorgestellt hast. Jedoch sollte, meiner Meinung nach, der Verein erstmal eine klare Philosophie vorgeben, mit der die Mannschaft spielen sollte und dass die Trainer umsetzen sollten. Bei uns ist es momentan so, dass wir eine Mannschaft mit jungen Spielern haben, die Offensivfußball spielen soll. Nur gibt es bei uns keine richtige Definition des Offensivfußballs. Wenn wir angegeben hätten, wir wollen eine Mannschaft sein, die in einem Spiel meistens den Ball hat und auch etwas damit anfangen kann(so wie es momentan bei Heiko der Fall ist), wäre Roger wahrscheinlich gar nicht gekommen, da er durch das Raster gefallen wäre (wobei Rogers Uninspiriertheit, was das Ballbesitzspiel angeht, bei Salzburg durch den viel besseren Kader im Vergleich zum Rest vielleicht noch gar nicht so zum Vorschein gekommen ist, das weiß ich leider nicht).

Das Problem dürfte sein, dass das Trainerscouting wahrscheinlich noch schwieriger ist als das Spielerscouting. Man muss erstmal einen Typen finden, der vom Charakter her passt, und wo man erkennt, dass er es als Trainer draufhaben kann, egal mit welcher Mannschaft er trainiert (um einen Dutt 2.0 zu vermeiden). Man muss da die Trainerakademie genau im Auge behalten (wobei es bei den Jahrgangsbesten natürlich nicht die Garantie gibt, dass sie einschlagen), denn einen guten Trainer auf irgendeinem Bolzplatz oder in der Landesliga zu erwischen dürfte nahezu unmöglich sein. Dann muss man einen geeigneten Kandidaten (oder mehrere, wenn man sie denn findet) überzeugen, erstmal klein bei uns anzufangen. Das dürfte bei uns nicht das Problem sein. Er muss dann natürlich auch bei Erfolg mit den U-Mannschaften bei uns bleiben, was bisher nicht der Fall gewesen ist und auf den passenden Augenblick warten, bis der Verein ihn zum Cheftrainer befördert. Die internen Trainerfortbildungen sind eine super Sache, nur sind Ballbesitztrainer (ich bleibe einfach mal bei dem Beispiel) schwierig zu finden, die Meisten wahrscheinlich in Spanien oder auch in den Niederlanden und da kann es dann wieder Verständigungsprobleme geben. So viele Trainer, die alle vier van Gaal'schen Spielphasen beherrschen gibt es in Deutschland nicht, sonst würde man nicht davon sprechen, dass viele Teams hier am liebsten pressen und dann schnell umschalten oder hinten den Bus parken.

Ich habe meinen Text mal ein bisschen gekürzt. Mir wäre wichtig, dass der Verein erstmal festlegt, wie die Mannschaft spielen sollte, von den U-Mannschaften bis zur Profimannschaft sollte ein Konzept und eine Philosophie vorherrschen. Diese Plattitüde „Wir wollen Offensivfußball spielen“ führt zu nichts. Möchte man das Angriffspressing und das damit verbundene schnelle Umschalten zur DNA des Vereins machen oder soll die Mannschaft auch etwas mit dem Ball anfangen können. Bevor das nicht klar ist, werden wir immer die Trainer holen, die gerade erfolgreich sind, weshalb die Geschäftsführung in Kauf nimmt, dass es bei jedem Trainer zu einer massiven Stilveränderung kommt.
Auch die Einsetzung eines Hasenhüttl würde eine Stilveränderung bedeuten. Bei seinen bisherigen Stationen ist er bislang eher weniger mit Ballbesitzlösungen aufgefallen, wobei es in Leipzig wahrscheinlich an den Vorgaben von oben, die Rangnick konsequent durchzieht, und in Ingolstadt und Aalen am Spielermaterial lag. Ich möchte aber nicht sagen, dass er ein unbeschriebenes Blatt ist, was Lösungen mit dem Ball angeht.

Unter Hasenhüttl hat Leipzig gelernt, aus einer ruhigen Zirkulation in einer Aufbaudreierkette blitzartig Angriffe zu starten. Die Mechanismen sind damit im Aufbau wie im Umschalten ähnlich. Oft wird gar nach einem Ballgewinn erst zurückgespielt, um dann entgegen der Dynamik die in der Folge beschriebenen Abläufe abzurufen.
Um eine ruhige Ballzirkulation zu ermöglichen, stellt Leipzig in der Aufbaulinie Überzahl her. Dazu wird gegen eine Spitze Torhüter Gulácsi eingebunden, um die Verbindung zwischen den Innenverteidigern zu halten. Gegen zwei Stürmer bleibt entweder einer der Außenverteidiger tiefer oder Demme kippt seitlich heraus. Während der Zirkulation laufen die Offensivspieler abgestimmte Wechselbewegungen ab, um Lücken zu reißen und bei langen Bällen in die Tiefe Tempovorsprünge zu besitzen. Dabei ist das Andribbeln der situativen Halbverteidiger das Zeichen für eine Tempoverschärfung. Meist weichen die Stürmer aus dem Zentrum aus bzw. fallen zurück, was durch Tiefensprints und einrückende Bewegungen der äußeren Mittelfeldspieler gegenläufig beantwortet wird. Lässt die Situation es zu, kommt es direkt zum Laserpass auf den einrückenden Forsberg, oder auf die vom Flügel zurückkehrenden Stürmer in die Tiefe. So können mit einem Ball viele Gegenspieler überwunden und passende Dynamiken für Folgeaktionen bespielt werden.
Beispiel 2: Dominanz über Mainz 05 (6.11.2016)
Im eigenen Spielaufbau versuchten die Roten Bullen nur selten eine Überzahl in der ersten Linie gegen die vorderste Pressingreihe der 05er aufzustellen. Vielmehr wollten sie – in der Regel unter Einbindung von Torhüter Gulácsi – den Ball zügig in einen überladenen Halbraum spielen und die Präsenz um die Mittellinie durch ein vermiedenes Abkippen eines Mittelfeldakteurs zusätzlich erhöhen. Ablagen der beiden raumgreifenden Angriffsmaschinen Poulsen und Werner sowie ein geschicktes Aufrücken der beiden Leipziger Sechser in die jeweils angespielten Halbräume war die passende Grundlage für Schnellangriffe gegen die oftmals zu flach gestaffelten Viererketten von Mainz.


Er möchte also, wenn der Ball in der Viererkette ist, durch gezielte Pässe in die Tiefe, die Schnelligkeit der Außenspieler nutzen und zum Abschluss kommen. Das war 2016, seitdem ist das Spiel einiger Mannschaften noch einmal defensiver geworden, weshalb durchaus Fragezeichen auftauchen könnten, sollte er dies hier umsetzen (natürlich nur dann, wenn er nach der Entlassung Herrlichs hier auftauchen sollte.)
Was mir vor der Recherche nicht bewusst war, ist, dass er durchaus in der Lage ist, die Intensität des Pressings zu variieren:

Entgegen der üblichen Meinung, presst Leipzig nicht mehr wie noch unter Alexander Zorniger auf Teufel komm raus. Hasenhüttl hat ein sehr balanciertes Konstrukt geschaffen, das erst auf Trigger gezielt Druck ausübt. Initial wird im Aufbau der gegnerische Sechserraum von den Stürmern, Sechsern und Flügelspielern eng umkreist. Bei fehlerfreier Zirkulation werden die Passwege in die Tiefe durch ballnahe Kompaktheit und diagonale Stellungen blockiert. Sobald jedoch einer der Innenverteidiger oder abkippenden Sechser durch eine Vororientierung (Körperstellung und Blickrichtung) bzw. durch Ungenauigkeiten im Passspiel auf die ballnahe Seite festgelegt ist, schnappt die Falle zu.
Wie beschrieben, agieren die ersten drei Reihen des 4-2-2-2 wie eine Einheit. Zwar erfolgt das Herausrücken der Flügel und das Nachschieben der Sechser analog zu gängigen Kettenmechanismen, die Orientierung der üblichen Spieler folgt jedoch eher den folgenden gruppentaktischen Prinzipien, die kettenübergreifend gelten:
Ballnahe Überzahl, um Druck aufzubauen und den Ballvortrag aktiv zu lenken
Durchsichern zur Überzahlbildung in anspielbaren Zonen
Restverteidigung tornaher Räume in Überzahl
Diese Prinzipien gelten auch, wenn der Gegner die beschriebene erste Phase übersteht.
Durch die klaren Pressingtrigger und die durch die kettenübergreifenden Prinzipien gegebene durchgehende Kompaktheit sind sie die einzige Mannschaft, die sowohl bei der Anzahl der Pressingaktionen als auch bei den geblockten Schüssen oberhalb des Ligamittelwertes liegt.


Ich würde auch gerne noch seine Aufstiegssaison mit Ingolstadt hinzuziehen, denn die Hasenhüttl-Bundesligasaison des FCI ist angesichts der vollkommen verschiedenen Erwartungen an die Mannschaften nicht vergleichbar.



Bereits in den ersten Momenten des Aufbaus zeigte sich dies – hier fächern die Schanzer breit auf, binden Torwart Özcan mit ein und versuchten sehr geduldig sowie bedacht zu agieren. Zudem gibt es einige Asymmetrien wie den breiter stehenden linken Innenverteidiger Hübner, verschiedene Unterstützungsbewegungen von Sechser Morales oder das situative Einrücken des spielstarken Außenverteidigers Danilo. Schon hier erkennt man die interessante Ausrichtung und positive Intention des Teams sowie einige lobend zu erwähnende Vorzüge.

Allerdings gibt es neben diesen guten Ansätzen auch noch einige Probleme, die einen durchschlagenden Dauererfolg und das vollständige Ausschöpfen des Potentials bisher noch verhindern. Letzte Saison zeigte sich dies an nur 34 erzielten Ligatoren und auch am eigentlich überzeugenden Sieg gegen die Fürther vom Wochenende war es zu erkennen – die beiden Treffer waren am dritten Spieltag ihre ersten Tore aus dem Spiel heraus und am Ende erreichte das Team nur eine Passquote von 62 %. Ein zentrales Defizit liegt bei den Schanzern darin, dass sie ihre Möglichkeiten nicht gut genug ausspielen – gute, vorhandene Stellungen werden einfach nicht bedient, sondern es gibt zu viele vorschnelle und unstrategische Direktpässe in die Tiefe, die in der Situation keinen Sinn machen, unsicher sind und stattdessen die eigenen Angriffe zerstören.
Zudem lassen sich die Ingolstädter bei ihrem geduldigen Aufbau und dem breiten Auffächern manchmal zu leicht und gleichmütig vom gegnerischen Pressing lenken sowie anschließend auf der Seite abschnüren. Wegen langen Ballkontaktzeiten hat der Gegner dabei viel Zeit für die Vorbereitung solcher Defensivbewegungen und wird nicht von einer druckvollen Ballzirkulation umher geschoben. Stattdessen halten einzelne Ingolstädter – die Innenverteidiger oder auch Özcan – das Leder lange, lassen den Gegner an die Szene heran verschieben und spielen dann sofort eine Aufbauroute an, die sie etwas zu unflexibel durchbringen wollen.
Insgesamt ist Ingolstadt also eine positiv zu bewertende Mannschaft mit starken Ansätzen, die aber noch viel besser sein könnte. Defensiv gibt es sehr gute Überlegungen, klare Stärken und einige Probleme, die noch Potential und Luft nach oben bergen. Offensiv überzeugen sie mit ihrer Spielanlage, den Rollenverteilungen und der Fluidität, sind beim Ausspielen dieser Voraussetzungen aber viel zu verschwenderisch und unbewusst. Letzterer psychologischer Aspekt ist scheinbar ganz entscheidend beim gesamten Team: Es wäre ein wichtiger Fortschritt, wenn die Spieler stärker verinnerlichen würden, wie gut sie sein könnten. Ingolstadt muss sich der eigenen „Coolheit“ klarer bewusst werden.


Ingolstadt und Leipzig unter ihm waren in der Bundesliga für ihre mitspielenden und quirligen Stürmer bekannt. Dies wird Hasenhüttl in Leverkusen auch zum Teil vorfinden. Allerdings findet sich in Ingolstadt auch ein Problem wieder, nämlich die schlechte Chancenverwertung. Insgesamt ist es aber für mich fraglich, ob man mit Tempo in den heutigen Zeiten alles lösen kann. Dazu stehen viele Defensivverbünde mittlerweile zu gut und auch das Pressing kann in solchen Situationen nicht so richtig greifen. Diese Entwicklung finde ich persönlich ziemlich schade und ich finde es gut, dass Herrlich gegen diesen Trend arbeitet, also auch offensiv spielen möchte und die Arbeit am Ball nicht vernachlässigt. Allerdings ist es momentan so, dass das Spiel der Mannschaft vollkommen aus der Balance geraten ist. Daran ist zum Teil die Verletzungsmisere, aber vor allem seine momentane Präferenz des Flankenüberhangs mit Vernachlässigung der Defensivarbeit Schuld. Ich würde es mir wünschen, dass er es packt, er passt mit seiner unaufgeregten Art und dem akribischen Arbeiten eigentlich ziemlich gut nach Leverkusen.
Heiko Herrlich |#1565
11.09.2018 - 13:29 Uhr
Danke Marineford und Apfelschürrle!! Sehr aufschlussreich und interessant!

Wir waren alle ein wenig enttäuscht als es damals nur der Herrlich wurde. Alles andere passt doch wirklich, wieso bekommt man aber keinen Top-Trainer?!

Ich hoffe trotzdem das er es noch schaffen wird, vielleicht prägt er ja dann noch nochmal eine Ära zwinker
Heiko Herrlich |#1566
11.09.2018 - 15:01 Uhr
Zitat von Wambo
Zitat von Bender_04

Eigentlich offtopic, aber bzgl Selbstvertrauen gegen Rasgrad holen: Erstaunlich wieviele hier das Team unterschätzen. Ich sehe die auf einem Niveau mit uns. Die haben nen guten Kader und international in den letzten Jahren immer ne gute Rolle gespielt. Also Fallobst ist das nicht. Wir müssen uns nicht vor denen verstecken, aber der Gruppensieg wird gegen die kein Selbstläufer. Das Gefühl vermitteln hier einige... Gerade bei unserer derzeitigen Form bezweifle ich das stark.

daumen-hoch Immer schön tief stapeln, dann fällt es sich leichter. Bei "Fans" wie dir, fällt mir echt nix mehr ein....auf gleichem Niveau...wow! Mit dem Unterschätzen hast du natürlich recht, aber wenn wir das Spiel verlieren, sollte Herrlich sofort seinen Hut nehmen. Wir reden hier von Rasgrad und nicht von Bayern München.


Bin grad auch ein wenig sprachlos.

Gehe doch stark von einem Scherz aus......
Heiko Herrlich |#1567
11.09.2018 - 16:03 Uhr
Zitat von Wambo
Zitat von Bender_04

Eigentlich offtopic, aber bzgl Selbstvertrauen gegen Rasgrad holen: Erstaunlich wieviele hier das Team unterschätzen. Ich sehe die auf einem Niveau mit uns. Die haben nen guten Kader und international in den letzten Jahren immer ne gute Rolle gespielt. Also Fallobst ist das nicht. Wir müssen uns nicht vor denen verstecken, aber der Gruppensieg wird gegen die kein Selbstläufer. Das Gefühl vermitteln hier einige... Gerade bei unserer derzeitigen Form bezweifle ich das stark.

daumen-hoch Immer schön tief stapeln, dann fällt es sich leichter. Bei "Fans" wie dir, fällt mir echt nix mehr ein....auf gleichem Niveau...wow! Mit dem Unterschätzen hast du natürlich recht, aber wenn wir das Spiel verlieren, sollte Herrlich sofort seinen Hut nehmen. Wir reden hier von Rasgrad und nicht von Bayern München.


Fun Fact: Bayern hat in der CL gegen Rasgrad schon verloren.

Ich sage ja auch nicht das Rasgrad Favorit ist. Aber, das ist eine gute Truppe hinter der ein Oligarch steht. Analog zu den ukrainischen Teams wo sich einige auch umgeguckt haben... Naja wir werden es erleben... Ich sage wir spielen mit Rasgrad um Platz 1 in der Gruppe...

•     •     •

Jede Entscheidung ist ein Massenmord an Möglichkeiten.
Heiko Herrlich |#1568
11.09.2018 - 16:40 Uhr
Zitat von Bender_04
Zitat von Wambo

Zitat von Bender_04

Eigentlich offtopic, aber bzgl Selbstvertrauen gegen Rasgrad holen: Erstaunlich wieviele hier das Team unterschätzen. Ich sehe die auf einem Niveau mit uns. Die haben nen guten Kader und international in den letzten Jahren immer ne gute Rolle gespielt. Also Fallobst ist das nicht. Wir müssen uns nicht vor denen verstecken, aber der Gruppensieg wird gegen die kein Selbstläufer. Das Gefühl vermitteln hier einige... Gerade bei unserer derzeitigen Form bezweifle ich das stark.

daumen-hoch Immer schön tief stapeln, dann fällt es sich leichter. Bei "Fans" wie dir, fällt mir echt nix mehr ein....auf gleichem Niveau...wow! Mit dem Unterschätzen hast du natürlich recht, aber wenn wir das Spiel verlieren, sollte Herrlich sofort seinen Hut nehmen. Wir reden hier von Rasgrad und nicht von Bayern München.


Fun Fact: Bayern hat in der CL gegen Rasgrad schon verloren.

Ich sage ja auch nicht das Rasgrad Favorit ist. Aber, das ist eine gute Truppe hinter der ein Oligarch steht. Analog zu den ukrainischen Teams wo sich einige auch umgeguckt haben... Naja wir werden es erleben... Ich sage wir spielen mit Rasgrad um Platz 1 in der Gruppe...


So wie die N11 im Sommer in Russland ? *duckweg*

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»In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde. « (Hans Meyer)
Heiko Herrlich |#1569
11.09.2018 - 17:14 Uhr
Herrlich: "Bin froh, dass ich es abgekriegt habe"
"Und plötzlich ist alles schlecht": Heiko Herrlich wehrt sich gegen die Schärfe der Berichterstattung nach Bayer Leverkusens Fehlstart. Vor dem Gastspiel in München appelliert er an seine Spieler.

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Bayer 04 & LUFC

Deutscher Double-Sieger 2023/2024
Heiko Herrlich |#1570
11.09.2018 - 17:36 Uhr
So Zeit für meinen ersten Beitrag:
Ich werde kein Freund mehr werden von Herrlich Aussagen in seinen Interviews. Klar, es gab nach dem Start harsche Kritik. Aber diese Kritik ist nicht neu und schon gar nicht "plötzlich". Das letzte Drittel/Viertel der vorangegangen Saison war schon weit unter unseren Möglichkeiten und wurde ein wenig davon beschönigt, dass alle Konkurrenten (ausgenommen Schalke) ebenfalls massiv unterperformten.
Ich bin prinzipiell kein Freund von schnellen Trainerentlassungen, allerdings muss ich gestehen, dass ich einfach nicht mehr das Gefühl habe, dass Herrlich das Ruder in dem Maße rumreißt, wie es bei unserem Kader und Ansprüchen (siehe Aussage Carro) gefordert wird; erst recht nicht, wenn dieses Jahr die Konkurrenz ein wenig konstanter ist.
Natürlich undankbar, dass man jetzt gegen die Bayern ran muss. Das Spiel lasse ich mal außen vor in der Bewertung. Sollte man aber gegen Mainz und in der EL an die Leistungen der ersten drei Pflichtspiele anknüpfen, bin ich für einen sauberen Cut. Stand jetzt wird Herrlich nach diesem Jahr eh nicht mehr unser Trainer sein, da sich der Vertrag nur mit Erreichen der CL verlängert. Aktuell bäte sich mit Hasenhüttl außerdem eine gute Alternative.
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