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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5201
30.06.2025 - 11:12 Uhr
https://x.com/Eintracht/status/1939609872363933962

die Zusammenarbeit mit SunExpress soll wohl beendet werden
Finanzlage der Eintracht |#5202
30.06.2025 - 14:47 Uhr
Der Entschluss zur Trennung erfolgte einvernehmlich im Zuge strategischer Neuausrichtungen. Sun Express will künftig neue Wege im Sportsponsoring beschreiten und kündigt bald weitere Partnerschaften an.
Zitat von rapaz
https://x.com/Eintracht/status/1939609872363933962

die Zusammenarbeit mit SunExpress soll wohl beendet werden


Wo anders heißt es, dass man es auslaufen lässt. Weiß auch grade nicht, bis wann der Vertrag lief und ob es in der alten PM stand.

Wird dann sicher interessant, wenn man als neuen Partner präsentiert, die Sache wird vermutlich dann auch nicht kurzfristig sein, wenn grade Sunexpress eh sich umstellen wollte.

•     •     •

United Colors of Bembeltown

Eintracht Frankfurt
Deutscher Meister 1959
UEFA Pokal / Europa League Sieger 1980, 2022
DFB Pokalsieger 1974,1975,1981,1988, 2018
Finanzlage der Eintracht |#5203
02.07.2025 - 15:13 Uhr
Zitat von Rheinadler
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!

Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr

Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio

2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)

Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)

Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.

Experten bitte antreten zwinker


Ich ziehe es mal hierher.

Wie gesagt, ich bin kein WP oder StB, aber kenne mich mit Bilanzen ein wenig aus.

Dein Beispiel ist halt so einfach gehalten, dass es ganz gut passt. Spieler kommt für 20 Mio und geht auch wieder für 20 Mio. nach einem Jahr und der Restwert wird aufgedeckt und die Saldierung ergibt dann genau 5 Mio. So ist es ja aber nicht. Er wechselt meist für mehr (manchmal weniger) oder sein Wert wird anders ermittelt (so wie bei ablösefreien Spielern).
Und jetzt das Wichtigste: die Transfersumme fließt voll in die Umsatzseite. Die Abschreibung sind Kosten die in eine eigene Berechnung fließen. Hat man ALLE Umsätze ermittelt und ALLE Kosten ermittelt, erst dann erfolgt eine Saldierung.
Und was man bei dieser Transferbilanz IMMER vergisst, sind die Abschreibungen der Spieler aus den Vorjahren. Also eigentlich musst du den Kader durchgehen und schauen für welchen Spieler sind in diesem Jahr noch welche Abschreibungen fällig. Danach welche Spieler verlassen uns und welche Restabschreibungen sind dadurch zu aktivieren. Dann kommen die Neuverpflichtungen hinzu mit 1/(Vertragsjahre) der Ablöse.

Meine Meinung dazu ist:

Nehmt die Transferbilanz als dass was sie ist: eine Spielerei um eine Diskussion zu führen und sehr grobe Anhaltspunkte für "geht noch was?" zu haben. Für mehr taugt es nicht.

Persönlich schau ich lieber auf die Gehaltsstruktur, wenn ich mir überlege ob Spieler xy noch in unser Budget passen könnte. Ablösesummen sind dabei nahezu zweitrangig (nicht egal!) und wir könnten deutlich höhere Ablösen stemmen, aber würden damit die Abschreibungen der Folgejahre belasten.
Gibt ja genug Vereine die diese Wette eingegangen sind und das dicke Ende kam erst viel später.

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5204
02.07.2025 - 15:43 Uhr
Hier mal noch ein Sponsoring Thema wo man sieht wie weit wir noch entfernt sind. Wir werden nicht explizit genannt aber Gladbach als fünftplatzierter in dieser Wertung ist schon ordentlich weg von den Top 4.

https://www.transfermarkt.de/bundesliga-trikotsponsoren-bvb-mit-vodafone-ausserhalb-top-3-vw-zahlt-mehr-als-telekom/view/news/456366
Finanzlage der Eintracht |#5205
02.07.2025 - 15:45 Uhr
Zitat von Rheinadler
Zitat von JulieD

Spannend, mit welch offensichtlich falschem und sinnlosem Gedudel man versucht irgendwas um nur 0,5% besser einschätzen zu können. Was für ein Aufwand für Schall und Rauch.

Kann schon verstehen, dass Buchhaltung für viele langweilig ist. Man sollte aber schon verstehen, wie Transfers funktionieren, wenn die Bilanzierung wirklich extreme Auswirkungen hätte, wie hier geschrieben wurde.


Wie Transfers funktionieren sollten die verstehen, deren Geschäft das ist, bei uns Forenusern ggf. mit etwas Managerspiel-Halbwissen spielt das eher gar keine Rolle.
Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass keiner der damit nicht beruflich zu tun hat wirklich alle Aspekte bedenken wird und wenn das dann doch jemand schaffen würde, kennt er gar nicht die Details der ganzen Verträge, die es zu berücksichtigen gäbe.
Viel mehr als ein Blick in die Glaskugel ist das dann nicht Wert, auch wenn einige immer so tun als wüssten sie wovon sie reden oder sogar meinen irgendwas besser beurteilen zu können und sich dann darüber aufregen, wenn irgendwas anders gemacht wird, als sie es getan hätten.
Und diese Zahlenauflistungen wieviel wir für welche Transfers bekommen bzw. ausgeben find ich dann ganz skurril, als wenn das tatsächlich einer hier wüsste.

•     •     •

Mind.100 Bundesligaspiele (Positionen laut TM):
Hradecky, Stein, Trapp
Berthold, Binz, Hinteregger, Körbel, Ndicka, Neuberger, Pezzey, Tuta
Bein, Götze, Hölzenbein, Kostic, Möller, Nachtweih, Nickel, Rode
Cha, Grabowski, Meier, Yeboah
***
Vielleicht ist das Gras auf der anderen Seite gar nicht grüner.
Vielleicht bist du einfach weit genug entfernt, um die braunen Stellen nicht zu sehen.
Finanzlage der Eintracht |#5206
02.07.2025 - 15:45 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Zitat von Rheinadler

Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!

Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr

Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio

2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)

Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)

Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.

Experten bitte antreten zwinker


Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.


Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun.... zwinker

Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.

So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.

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Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5207
02.07.2025 - 15:48 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Zitat von Concor_aquila

Zitat von Rheinadler

Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!

Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr

Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio

2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)

Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)

Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.

Experten bitte antreten zwinker


Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.


Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun.... zwinker

Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.

So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.



Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Finanzlage der Eintracht |#5208
02.07.2025 - 15:55 Uhr
Zitat von RoyalTL
Zitat von Falkenmayer

Zitat von Concor_aquila

Zitat von Rheinadler

Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!

Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr

Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio

2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)

Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)

Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.

Experten bitte antreten zwinker


Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.


Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun.... zwinker

Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.

So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.



Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..


Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.

Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.

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Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5209
02.07.2025 - 16:37 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Zitat von RoyalTL

Zitat von Falkenmayer

Zitat von Concor_aquila

Zitat von Rheinadler

Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!

Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr

Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio

2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)

Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)

Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.

Experten bitte antreten zwinker


Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.


Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun.... zwinker

Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.

So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.



Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..


Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.

Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.


Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Finanzlage der Eintracht |#5210
02.07.2025 - 17:16 Uhr
Zitat von thwasu

Zitat von Rheinadler

Zitat von JulieD

Spannend, mit welch offensichtlich falschem und sinnlosem Gedudel man versucht irgendwas um nur 0,5% besser einschätzen zu können. Was für ein Aufwand für Schall und Rauch.

Kann schon verstehen, dass Buchhaltung für viele langweilig ist. Man sollte aber schon verstehen, wie Transfers funktionieren, wenn die Bilanzierung wirklich extreme Auswirkungen hätte, wie hier geschrieben wurde.


Wie Transfers funktionieren sollten die verstehen, deren Geschäft das ist, bei uns Forenusern ggf. mit etwas Managerspiel-Halbwissen spielt das eher gar keine Rolle.
Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass keiner der damit nicht beruflich zu tun hat wirklich alle Aspekte bedenken wird und wenn das dann doch jemand schaffen würde, kennt er gar nicht die Details der ganzen Verträge, die es zu berücksichtigen gäbe.
Viel mehr als ein Blick in die Glaskugel ist das dann nicht Wert, auch wenn einige immer so tun als wüssten sie wovon sie reden oder sogar meinen irgendwas besser beurteilen zu können und sich dann darüber aufregen, wenn irgendwas anders gemacht wird, als sie es getan hätten.
Und diese Zahlenauflistungen wieviel wir für welche Transfers bekommen bzw. ausgeben find ich dann ganz skurril, als wenn das tatsächlich einer hier wüsste.

Liegt es an der Hitze das die Leute derzeit weniger tolerant sind?

Den ursprünglichen Ort der Diskussion hättest du gerne kritisieren dürfen. Der war nämlich unangemessen.

Aber lasst doch bitte grundsätzlich jeden über das Diskutieren was er möchte und verunglimpfe es nicht unnötig.
Oder machen wir den beliebten Thread "Kaderplanung" jetzt bald zu, weil dort auch fast nur Kaffeesatzleserei betrieben wird?
Aber hey, viele träumen sich halt gerne ihre ganz persönliche Eintracht zusammen und es ist dabei völlig egal das die Realität am Ende anders aussieht.
Viel mehr als Glaskugel ist das in weiten Teilen auch nicht. Es sei den Leuten trotzdem gegönnt.

Die Interessen sind halt unterschiedlich und ja, manche sind daran interessiert ihr Null-Wissen mit Hilfe derer die sich besser auskennen auf diese Weise bestenfalls zumindest mal auf das Niveau von Halb-Wissen anzuheben.
Und ja, manchmal tappt man dabei ins Fettnäpfchen und orakelt sich Blödsinn zurecht, der dann gerade gerückt wird. Lernefekt bestenfalls erzielt. Ist das schlimm?

Leben und leben lassen, so lange niemand in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Siakari am 02.07.2025 um 17:17 Uhr bearbeitet
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