FC. Nachwuchs
09.08.2011 - 21:22 Uhr
03.09.2019 - 15:55 Uhr
Zitat von keolner
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ne-Koelsche am 03.09.2019 um 15:58 Uhr bearbeitet
03.09.2019 - 15:56 Uhr
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall
03.09.2019 - 16:21 Uhr
Zitat von Ne-Koelsche
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Zitat von keolner
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Wer denn bei den Bayern in letzter Zeit? oder bei Barca? oder bei Real?
Welche Spieler haben da in den letzten Jahren nicht nur mal sporadisch gespielt, sondern kriegen inzwischen regelmäßige Spielzeit?
So eine isolierte Betrachtung macht in einem Fußballverein null sinn. Ansonsten bin ich auf den rest eh schon eingegangen und habe Beispiele wie Özcan, oder Klünter genannt. Özcan, Bisseck, oder Yabo, oder Mesenhöler, oder was weiß ich wen noch haben wir auch in die zweite Liga verliehen mit welchem Ergebnis?
Solche Beiträge sind einfach nur stumpfes draufhauen, ohne sich eine Sekunde Gedanken über die Zusammenhänge gemacht zu haben. Davon gibt es leider in letzter Zeit immer mehr.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von keolner am 03.09.2019 um 16:22 Uhr bearbeitet
03.09.2019 - 16:31 Uhr
Zitat von keolner
Als Anfang kam, war Özcan doch aber schon eineinhalb Jahre fester Bestandteil des Kaders. In der Zeit ist kaum etwas passiert bei ihm, wie lange soll man Jugendspielern denn regelmäßige Einsatzzeiten geben?
Welcher Verein hätte das denn getan? Er war dort schon ein ganzes Jahr Stammspieler bei uns, dann so zu tun, als hätte das eine Jahr dann den Unterschied beim Durchbruch gemacht, kann ich nicht verstehen. Man kann Talente doch nicht zwei Jahre lang durchspielen lassen, damit sie sich vielleicht doch noch mal entwickeln, speziell dann nicht, wenn die sportliche Situation nicht gerade komfortabel ist.
Es gibt doch eine Menge Spieler, die nach der U17 und U19 den Verein verlassen und zwar nicht, weil sie zu schlecht sind. Sonst wäre die Schlussfolgerung ja, dass alle Talente, die den FC frühzeitig verlassen nicht gut genug sind und die Spieler, die hier bleiben an fehlender Förderung scheitern.
Oberste Priorität muss immer die sportliche Leistungsfähigkeit sein und nur, wenn die nicht gefährdet ist, kann man Talente auch einbauen, wenn sie eigentlich noch nicht auf dem Level sind. Die letzten zwei Saisons waren beide von sportlicher Unsicherheit durchzogen und auch diese Saison wird das vermutlich relativ lange der Fall sein.
Zitat von Saphirflug
War das Vertrauen zu Özcan wirklich groß? Unter Stöger Ja, unter Anfang klares Nein und dann sind wir bereits im Hier und Jetzt.
Klünter kann man sicherlich dazu zählen, den habe ich vergessen, aber die Quote wäre immernoch miserabel...
Außer Uth kann ich dir kein Talent nennen, aber dieses Argument setzt vorraus, dass man der Annahme folgt, dass Talent sich immer durchsetzt, wenn das Talent dann wechselt.
Diesem Argument folge ich zb nicht...
Ich denke, dass es sehr viele Talente gibt, welche eigentlich die Qualität haben für Bundesliga/ 2. Liga, aber aufgrund von schlechten Rahmenbedingungen dann den Sprung nicht geschafft haben, weil man nicht auf sie gesetzt hat und jetzt vollkommen weg vom Fenster sind, weil sie irgendwann auch schlichtweg zu alt waren (22-23 Jahre oder älter)
Mit Churlinov im Einzelfall hat das wenig zu tun und die 20 Minuten sind auch vollkommen Okay, da denke ich erwartet kaum einer mehr....
Aber so wie hier einige auf den Berater eindreschen, dass das Verhalten von Churlinov und den Beratern ja nicht richtig sei, so sollte man dann auch mal auf den FC schauen, wo die Talente entwicklung wirklich sehr Mau ist.
Wer weiß denn, was der FC dem Churlinov und seinen Beratern erzählt hat/ bzw welchen Weg man ihm dargelegt hat. Angesicht der sehr mauen Talentenwicklung der Letzten Jahre muss der Berater ja fast zwangsläufig Zweifel an dem FC-Plan bekommen...
Kann ich vollkommen Nachvollziehen, der FC hat nunmal sehr oft gezeigt, dass ihr Weg keine Früchte getragen hat...
Zitat von keolner
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
Man hat doch mit Özcan gerade erst einen Spieler quasi abgegeben, der TROTZ großem Vertrauen und vielen Einsatzzeiten in jungen Jahren kaum eine Entwicklung genommen hat.
Mit Klünter hat man letztes Jahr einen Spieler verkauft, der sich aus der Jugend durchgesetzt hat und nun Bundesligaspieler ist.
Sonst soll mir doch mal einer hier ein Talent außer Mark Uth nennen, das man zu unrecht nicht gefördert hat und dem man hinterhertrauern bräuchte.
Und selbst wenn man das bei Talenten verpasst hätte, was hätte das mit Churlinov zutun? Der ist mit Anfang 19 im ersten Bundesligaspiel direkt für 20 Minuten eingewechselt worden, was erwarten die Leute denn hier, wie man ihn einsetzt?
Für mich ist das hier mittlerweile oft einfach nur noch inhaltsloses, phrasendreschendes Bashing, weil sich manche endlich den neuen Superstar erhoffen.
War das Vertrauen zu Özcan wirklich groß? Unter Stöger Ja, unter Anfang klares Nein und dann sind wir bereits im Hier und Jetzt.
Klünter kann man sicherlich dazu zählen, den habe ich vergessen, aber die Quote wäre immernoch miserabel...
Außer Uth kann ich dir kein Talent nennen, aber dieses Argument setzt vorraus, dass man der Annahme folgt, dass Talent sich immer durchsetzt, wenn das Talent dann wechselt.
Diesem Argument folge ich zb nicht...
Ich denke, dass es sehr viele Talente gibt, welche eigentlich die Qualität haben für Bundesliga/ 2. Liga, aber aufgrund von schlechten Rahmenbedingungen dann den Sprung nicht geschafft haben, weil man nicht auf sie gesetzt hat und jetzt vollkommen weg vom Fenster sind, weil sie irgendwann auch schlichtweg zu alt waren (22-23 Jahre oder älter)
Mit Churlinov im Einzelfall hat das wenig zu tun und die 20 Minuten sind auch vollkommen Okay, da denke ich erwartet kaum einer mehr....
Aber so wie hier einige auf den Berater eindreschen, dass das Verhalten von Churlinov und den Beratern ja nicht richtig sei, so sollte man dann auch mal auf den FC schauen, wo die Talente entwicklung wirklich sehr Mau ist.
Wer weiß denn, was der FC dem Churlinov und seinen Beratern erzählt hat/ bzw welchen Weg man ihm dargelegt hat. Angesicht der sehr mauen Talentenwicklung der Letzten Jahre muss der Berater ja fast zwangsläufig Zweifel an dem FC-Plan bekommen...
Quelle: Express.de
FC-Trainer Achim Beierlorzer (51) sagt: „Wir müssen abwarten, wie es für ihn weitergeht. Es gibt unterschiedliche Auffassungen über seine zukünftige Entwicklung.“
Kann ich vollkommen Nachvollziehen, der FC hat nunmal sehr oft gezeigt, dass ihr Weg keine Früchte getragen hat...
Als Anfang kam, war Özcan doch aber schon eineinhalb Jahre fester Bestandteil des Kaders. In der Zeit ist kaum etwas passiert bei ihm, wie lange soll man Jugendspielern denn regelmäßige Einsatzzeiten geben?
Welcher Verein hätte das denn getan? Er war dort schon ein ganzes Jahr Stammspieler bei uns, dann so zu tun, als hätte das eine Jahr dann den Unterschied beim Durchbruch gemacht, kann ich nicht verstehen. Man kann Talente doch nicht zwei Jahre lang durchspielen lassen, damit sie sich vielleicht doch noch mal entwickeln, speziell dann nicht, wenn die sportliche Situation nicht gerade komfortabel ist.
Es gibt doch eine Menge Spieler, die nach der U17 und U19 den Verein verlassen und zwar nicht, weil sie zu schlecht sind. Sonst wäre die Schlussfolgerung ja, dass alle Talente, die den FC frühzeitig verlassen nicht gut genug sind und die Spieler, die hier bleiben an fehlender Förderung scheitern.
Oberste Priorität muss immer die sportliche Leistungsfähigkeit sein und nur, wenn die nicht gefährdet ist, kann man Talente auch einbauen, wenn sie eigentlich noch nicht auf dem Level sind. Die letzten zwei Saisons waren beide von sportlicher Unsicherheit durchzogen und auch diese Saison wird das vermutlich relativ lange der Fall sein.
Zum ersten Absatz:
Özcan war die ersten 3/4 der Abstiegssaison Stammspieler, da hast du recht. In der Hinrunde war er für mich neben Guirassy und Heintz im Übrigen der einzige Lichtblick und wurde ziemlich heftig abrasiert durch Ruthenbeck nach einem schlechten Spiel in Frankfurt, die Woche zuvor gegen den BvB war er noch richtig gut. Bei dieser Betrachtung solltest du aber nicht außen vor lassen, dass er notgedrungen Stammspieler war. Kann man von einem zu dem Zeitpunkt !!!19-Jährigem!!! denn erwarten das er in dieser Negativspirale, bei all dem Verletzungspech, VAR-Beschiss etc die Kohlen aus dem Feuer holt? Das er über 34 Spiele konstant spielt auf einer zentralen und schwierigen Position? Wäre das nicht eher die Aufgabe von anderen Spielern gewesen wie z.B. Sörensen, Jojic, Höger oder so?
Özcan war mit der Situation überfordert, es hätte an Anfang gelegen ihn wieder aufzubauen. Als dieser kam war Özcan immer noch 20 Jahre alt und hätte in Liga 2 wieder aufgebaut werden müssen.
Beim Rest bin ich deiner Meinung, aber man kann schon festhalten das die Talentförderung beim Effzeh ausbaufähig ist, ich glaube schon das nicht ohne Grund einige Talente zuletzt den Verein verlassen haben.
Zu Churlinov:
Er hat da überhaupt nix zu fordern bezüglich Spielzeit oder dergleichen. Wo aber steht das? Möglicherweise gehts auch einfach nur ums Geld, denn das interessiert die Berater doch i.d.R. am meisten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von E_Levve_Lang am 03.09.2019 um 16:33 Uhr bearbeitet
03.09.2019 - 16:33 Uhr
Zitat von wuerzbock
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall

Richtig.
Zu Özcan, den ich als Typen unglaublich gerne mag und dem ich alles Gute auf den Fußballfeldern dieser Welt gönne: man muss doch nur mal schauen, was für einen Impact Spieler wie Skhiri oder Vestraete direkt haben. Da ist er leider noch Welten entfernt und fällt dann eher durch einen verschleppten Konter oder einen Fehlpass in der eigenen Hälfte auf.
Denke, auch da bräuchte es einen guten Berater, der nicht nur das Netto maximieren soll, sondern dem Schützling auch mal aufzeigt, dass das Gezeigte im Moment einfach nicht reicht.
03.09.2019 - 16:43 Uhr
Zitat von Ne-Koelsche
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Sah der Vorschlag des FC wirklich so aus? Ich habe es eher so verstanden, dass Churlinov bei den Profis trainieren soll und dann am Wochenende, je nach Situation, darüber entschieden wird, ob es für den Kader reicht oder nicht. Und genau das ist aus meiner Sicht auch der richtige Weg, wie man mit 18-/19-jährigen Spielern umgehen muss, damit sie sich entwickeln können. Die Vorbereitung, die Churlinov komplett mit den Profis absolvierte, sowie sein Einsatz im ersten Saisonspiel, als Verein und Spieler sich mündlich bereits weitestgehend einig über eine Vertragsverlängerung waren, untermauern den Eindruck, dass Churlinov bereits recht nah an der Mannschaft war und er hier definitiv Chancen auf Spielpraxis erhalten würde.
Was erwartet der Spieler denn überhaupt? Dass er, ein 19-Jähriger, der sicherlich überdurchschnittliches Talent mitbringt, direkt einen Stammplatz in einer Bundesliga-Mannschaft für sich beanspruchen kann? Dass er einem der größten deutschen Fußballvereine einfach vorschreiben kann, dass er Spielzeit bekommt – egal, wie seine Leistungen aussehen? Denn letztlich ist seine Forderung genau das. Bringt es nicht viel mehr für seine Entwicklung, auch mal in der U21 in der vierten Liga auszuhelfen und ordentlich (!) Spielpraxis zu sammeln, statt in der Bundesliga mal für fünf, mal für zehn oder sogar mal für 30 Minuten aufzulaufen? Und für mehr reichte die Leistung, die er in Wolfsburg zeigte, ehrlicherweise nunmal bei Weitem nicht.
Churlinov ist kein Sané. Er ist kein Mbappé. Und er ist auch kein Sancho. Das sind Spieler, die auch in wirklich jungen Jahren schon ihre Teams sportlich weiterbringen konnten. Und diese Spieler dürfen dann auch einen Anspruch an den Verein stellen. Aber doch bitte kein "0815"-Talent eines normalen Bundesligisten. Denn die haben, wie wir in Wolfsburg sehen konnten, oftmals eben keine sportliche Berechtigung auf dem Feld. Es war dort einfach dermaßen offensichtlich, dass Churlinov noch nicht bereit für eine größere Rolle in der Bundesliga ist, dass es mich verwundert, dass sein Berater ihm nun offenbar diese Flausen in den Kopf gesetzt hat. Denn auch der Berater sollte gesehen haben, dass da einiges gefehlt hat. Und auch Churlinov selbst könnte, sollte er sich selbstkritisch hinterfragen, was für einen 19-Järhigen aber sicher ungewöhnlich ist, sehen, dass er noch Zeit benötigt.
Ich frage mich manchmal echt, in was für Zeiten wir leben. Es kann doch nicht angehen, dass so junge Burschen einem Multimillionen-Euro-Unternehmen Vorschriften machen wollen. Zu meiner aktiven Zeit – und das ist eigentlich noch gar nicht so lange her – mussten wir uns als Jugendspieler in der ersten Mannschaft hinten anstellen. Wir mussten Bälle tragen, Übungen aufbauen und am Ende alle Utensilien wieder verstauen. Wir waren eben die Neuen, die jungen Wilden, die sich um die Plätze im Kader mit den Etablierten duellierten. Wurde man für den Kader bzw. gar für die Startelf nominiert, haben das die Allermeisten als Belohnung verstanden. Als etwas außergewöhnliches, das man sich durch gute Trainingsleistungen verdient hat. Jeder wusste, dass er noch nicht am Ende der Entwicklung ist und man bei schlechten Leistungen im Spiel und im Training auch mal in eine unterklassigere Mannschaft degradiert werden kann. Das war normal. Und das war auch gut so. Denn: So haben alle Spieler gelernt, dass der Verein wichtiger als das persönliche Schicksal ist. So haben alle gelernt, dass Leistung auf dem Platz wichtig ist. So haben alle gelernt, dass im Leben nicht alles nach Wunsch läut. Und ganz nebenbei, das war in der Landesliga. In der Bundesliga ist das doch noch viel wichtiger. Ansonsten züchtet man sich "Ego"-Spieler alá Dembelé, Neymar, Coutinho und Co. heran, die für ihr eigenes Wohl über (sportliche) Leichen gehen würden. Solche Spieler möchte ich persönlich aber nicht mit dem Geisbock auf der Brust sehen.
Auch wundere ich mich, wie hier die Reaktionen teilweise ausfallen. Was bitte hätte der FC im Fall Churlinov anders machen sollen? Die Verantwortlichen haben ihm die Möglichkeit gegeben, sich in der Vorbereitung aufzudrängen. Die hat Churlinov dann ja auch dankbar angenommen und sich im Training sowie in den Testspielen gut präsentiert. Die Belohnung folgte dann ja auf dem Fuße: Sein Einsatz in Wolfsburg. Er wurde also gefördert. Und nochmal zur Erinnerung: Der junge Mann ist gerade erst 19 geworden. NEUNZEHN!
Dann hat sich der Verein mit ihm auf eine Vertragsverlängerung geeignigt. Er sollte also langfristig an den FC gebunden werden und hat dafür wohl einen Plan präsentiert bekommen. Ich würde jetzt mal schwer davon ausgehen, dass dieser Plan vorsah, ihn langsam aber stetig in der Liga zu etablieren. Gleichzeitig wird die sportliche Leitung ihm jedoch wohl mitgegeben haben, dass er, sollte seine Leistung mal ausbleiben, eventuell zeitweise (!) zur U21 geschickt wird. Da er, wie (fast) jeder andere junge Spieler auch, Leistungsschwankungen unterliegen wird, ist das doch auch genau richitig so. Oder will hier jemand ernsthaft, dass er auf der Bundesligabank versauert, weil es einerseits nicht reicht, um Stand jetzt (!) dauerhaft an Kainz, Schaub, Schindler, Drexler und Co. vorbeizukommen und er andererseits vertraglich bedingt nicht in der U21 spielen darf, um Spielpraxis zu sammeln? Das kann nicht der richtige Weg sein.
Zu guter Letzt empfinde ich es als eine Frechheit von einem so jungen Spieler, solche Forderungen zu stellen. Es gehört sich einfach nicht. Und dass es hier Fans gibt, die sein Vorgehen noch legitimieren, ist aus meiner Sicht ebenfalls mindestens befremdlich. Denn kein Spieler ist größer als der Verein.
03.09.2019 - 16:47 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Richtig.
Zu Özcan, den ich als Typen unglaublich gerne mag und dem ich alles Gute auf den Fußballfeldern dieser Welt gönne: man muss doch nur mal schauen, was für einen Impact Spieler wie Skhiri oder Vestraete direkt haben. Da ist er leider noch Welten entfernt und fällt dann eher durch einen verschleppten Konter oder einen Fehlpass in der eigenen Hälfte auf.
Zitat von wuerzbock
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall

Richtig.
Zu Özcan, den ich als Typen unglaublich gerne mag und dem ich alles Gute auf den Fußballfeldern dieser Welt gönne: man muss doch nur mal schauen, was für einen Impact Spieler wie Skhiri oder Vestraete direkt haben. Da ist er leider noch Welten entfernt und fällt dann eher durch einen verschleppten Konter oder einen Fehlpass in der eigenen Hälfte auf.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen, Skhiri ist deutlich älter und erfahrener, sein Impact war vor einigen Jahren noch deutlich geringer (vgl. z.B. Leistungsdaten). Gleiches gilt für Verstraete, der auch schon seinen Karriereknick hatte.
Es muss nicht auf Teufel komm raus der Nachwuchs ran, aber eine konsequente Förderung und ein Konzept um talentierte Spieler zu fördern wäre schon hilfreich.
Vereinfacht gesagt könnte das z.B. so aussehen:
Ne halbe bis eine Saison "schnuppern lassen", dann eine Saison als fester Bestandteil des Kaders um Training auf hohem Niveau zu ermöglichen (dennoch ggf auch Einsätze in der Zwoten), anschließend für ein Jahr zu einem Verein wo der Spieler reale Einsatzmöglichkeiten hat.
Überrascht einer extrem positiv kann man den letzten Schritt vielleicht überspringen, allerdings packen die wenigsten Spieler es sofort. Unsere Zwote bringt sie dauerhaft nicht weiter. Ich finde die derzeitige Herangehensweise junge Spieler zu verleihen sehr zielführend sofern diese dort realistische Chancen auf Einsätze haben. Abgesehen von Bisseck bei Kiel funktioniert das bisher auch hervorragend, letzte Saison Handwerker und Guirassy, diese Saison Özcan und J.Horn. Bei Ostrak, für den es mMn sehr früh kommt, muss man noch abwarten.
03.09.2019 - 17:08 Uhr
Zitat von elreihlo
Sah der Vorschlag des FC wirklich so aus? Ich habe es eher so verstanden, dass Churlinov bei den Profis trainieren soll und dann am Wochenende, je nach Situation, darüber entschieden wird, ob es für den Kader reicht oder nicht. Und genau das ist aus meiner Sicht auch der richtige Weg, wie man mit 18-/19-jährigen Spielern umgehen muss, damit sie sich entwickeln können. Die Vorbereitung, die Churlinov komplett mit den Profis absolvierte, sowie sein Einsatz im ersten Saisonspiel, als Verein und Spieler sich mündlich bereits weitestgehend einig über eine Vertragsverlängerung waren, untermauern den Eindruck, dass Churlinov bereits recht nah an der Mannschaft war und er hier definitiv Chancen auf Spielpraxis erhalten würde.
Was erwartet der Spieler denn überhaupt? Dass er, ein 19-Jähriger, der sicherlich überdurchschnittliches Talent mitbringt, direkt einen Stammplatz in einer Bundesliga-Mannschaft für sich beanspruchen kann? Dass er einem der größten deutschen Fußballvereine einfach vorschreiben kann, dass er Spielzeit bekommt – egal, wie seine Leistungen aussehen? Denn letztlich ist seine Forderung genau das. Bringt es nicht viel mehr für seine Entwicklung, auch mal in der U21 in der vierten Liga auszuhelfen und ordentlich (!) Spielpraxis zu sammeln, statt in der Bundesliga mal für fünf, mal für zehn oder sogar mal für 30 Minuten aufzulaufen? Und für mehr reichte die Leistung, die er in Wolfsburg zeigte, ehrlicherweise nunmal bei Weitem nicht.
Churlinov ist kein Sané. Er ist kein Mbappé. Und er ist auch kein Sancho. Das sind Spieler, die auch in wirklich jungen Jahren schon ihre Teams sportlich weiterbringen konnten. Und diese Spieler dürfen dann auch einen Anspruch an den Verein stellen. Aber doch bitte kein "0815"-Talent eines normalen Bundesligisten. Denn die haben, wie wir in Wolfsburg sehen konnten, oftmals eben keine sportliche Berechtigung auf dem Feld. Es war dort einfach dermaßen offensichtlich, dass Churlinov noch nicht bereit für eine größere Rolle in der Bundesliga ist, dass es mich verwundert, dass sein Berater ihm nun offenbar diese Flausen in den Kopf gesetzt hat. Denn auch der Berater sollte gesehen haben, dass da einiges gefehlt hat. Und auch Churlinov selbst könnte, sollte er sich selbstkritisch hinterfragen, was für einen 19-Järhigen aber sicher ungewöhnlich ist, sehen, dass er noch Zeit benötigt.
Ich frage mich manchmal echt, in was für Zeiten wir leben. Es kann doch nicht angehen, dass so junge Burschen einem Multimillionen-Euro-Unternehmen Vorschriften machen wollen. Zu meiner aktiven Zeit – und das ist eigentlich noch gar nicht so lange her – mussten wir uns als Jugendspieler in der ersten Mannschaft hinten anstellen. Wir mussten Bälle tragen, Übungen aufbauen und am Ende alle Utensilien wieder verstauen. Wir waren eben die Neuen, die jungen Wilden, die sich um die Plätze im Kader mit den Etablierten duellierten. Wurde man für den Kader bzw. gar für die Startelf nominiert, haben das die Allermeisten als Belohnung verstanden. Als etwas außergewöhnliches, das man sich durch gute Trainingsleistungen verdient hat. Jeder wusste, dass er noch nicht am Ende der Entwicklung ist und man bei schlechten Leistungen im Spiel und im Training auch mal in eine unterklassigere Mannschaft degradiert werden kann. Das war normal. Und das war auch gut so. Denn: So haben alle Spieler gelernt, dass der Verein wichtiger als das persönliche Schicksal ist. So haben alle gelernt, dass Leistung auf dem Platz wichtig ist. So haben alle gelernt, dass im Leben nicht alles nach Wunsch läut. Und ganz nebenbei, das war in der Landesliga. In der Bundesliga ist das doch noch viel wichtiger. Ansonsten züchtet man sich "Ego"-Spieler alá Dembelé, Neymar, Coutinho und Co. heran, die für ihr eigenes Wohl über (sportliche) Leichen gehen würden. Solche Spieler möchte ich persönlich aber nicht mit dem Geisbock auf der Brust sehen.
Auch wundere ich mich, wie hier die Reaktionen teilweise ausfallen. Was bitte hätte der FC im Fall Churlinov anders machen sollen? Die Verantwortlichen haben ihm die Möglichkeit gegeben, sich in der Vorbereitung aufzudrängen. Die hat Churlinov dann ja auch dankbar angenommen und sich im Training sowie in den Testspielen gut präsentiert. Die Belohnung folgte dann ja auf dem Fuße: Sein Einsatz in Wolfsburg. Er wurde also gefördert. Und nochmal zur Erinnerung: Der junge Mann ist gerade erst 19 geworden. NEUNZEHN!
Dann hat sich der Verein mit ihm auf eine Vertragsverlängerung geeignigt. Er sollte also langfristig an den FC gebunden werden und hat dafür wohl einen Plan präsentiert bekommen. Ich würde jetzt mal schwer davon ausgehen, dass dieser Plan vorsah, ihn langsam aber stetig in der Liga zu etablieren. Gleichzeitig wird die sportliche Leitung ihm jedoch wohl mitgegeben haben, dass er, sollte seine Leistung mal ausbleiben, eventuell zeitweise (!) zur U21 geschickt wird. Da er, wie (fast) jeder andere junge Spieler auch, Leistungsschwankungen unterliegen wird, ist das doch auch genau richitig so. Oder will hier jemand ernsthaft, dass er auf der Bundesligabank versauert, weil es einerseits nicht reicht, um Stand jetzt (!) dauerhaft an Kainz, Schaub, Schindler, Drexler und Co. vorbeizukommen und er andererseits vertraglich bedingt nicht in der U21 spielen darf, um Spielpraxis zu sammeln? Das kann nicht der richtige Weg sein.
Zu guter Letzt empfinde ich es als eine Frechheit von einem so jungen Spieler, solche Forderungen zu stellen. Es gehört sich einfach nicht. Und dass es hier Fans gibt, die sein Vorgehen noch legitimieren, ist aus meiner Sicht ebenfalls mindestens befremdlich. Denn kein Spieler ist größer als der Verein.
Zitat von Ne-Koelsche
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Eben im Profikader und nicht bei der U21, so wie es eben der Verein vorschlagen haben soll. Das er keine Lust hat am Wochenende in Liga 4 zu spielen ist doch klar, denn dann wird er am selben Tag sicher nicht bei den Profis eingesetzt. Der Vorschlag seitens des FC sieht aber genau das vor er soll sich aus der U21 entwickeln.
Die vierte Liga hilft nur keinem bei der Entwicklung und ist eben diese Sackgasse von der alle sprechen.
In Barcelona, Madrid, Bayern und co entwickeln sich Spieler nicht in irgendweiner vierten Liga sondern in Liga 2 aufwärts.
Sah der Vorschlag des FC wirklich so aus? Ich habe es eher so verstanden, dass Churlinov bei den Profis trainieren soll und dann am Wochenende, je nach Situation, darüber entschieden wird, ob es für den Kader reicht oder nicht. Und genau das ist aus meiner Sicht auch der richtige Weg, wie man mit 18-/19-jährigen Spielern umgehen muss, damit sie sich entwickeln können. Die Vorbereitung, die Churlinov komplett mit den Profis absolvierte, sowie sein Einsatz im ersten Saisonspiel, als Verein und Spieler sich mündlich bereits weitestgehend einig über eine Vertragsverlängerung waren, untermauern den Eindruck, dass Churlinov bereits recht nah an der Mannschaft war und er hier definitiv Chancen auf Spielpraxis erhalten würde.
Was erwartet der Spieler denn überhaupt? Dass er, ein 19-Jähriger, der sicherlich überdurchschnittliches Talent mitbringt, direkt einen Stammplatz in einer Bundesliga-Mannschaft für sich beanspruchen kann? Dass er einem der größten deutschen Fußballvereine einfach vorschreiben kann, dass er Spielzeit bekommt – egal, wie seine Leistungen aussehen? Denn letztlich ist seine Forderung genau das. Bringt es nicht viel mehr für seine Entwicklung, auch mal in der U21 in der vierten Liga auszuhelfen und ordentlich (!) Spielpraxis zu sammeln, statt in der Bundesliga mal für fünf, mal für zehn oder sogar mal für 30 Minuten aufzulaufen? Und für mehr reichte die Leistung, die er in Wolfsburg zeigte, ehrlicherweise nunmal bei Weitem nicht.
Churlinov ist kein Sané. Er ist kein Mbappé. Und er ist auch kein Sancho. Das sind Spieler, die auch in wirklich jungen Jahren schon ihre Teams sportlich weiterbringen konnten. Und diese Spieler dürfen dann auch einen Anspruch an den Verein stellen. Aber doch bitte kein "0815"-Talent eines normalen Bundesligisten. Denn die haben, wie wir in Wolfsburg sehen konnten, oftmals eben keine sportliche Berechtigung auf dem Feld. Es war dort einfach dermaßen offensichtlich, dass Churlinov noch nicht bereit für eine größere Rolle in der Bundesliga ist, dass es mich verwundert, dass sein Berater ihm nun offenbar diese Flausen in den Kopf gesetzt hat. Denn auch der Berater sollte gesehen haben, dass da einiges gefehlt hat. Und auch Churlinov selbst könnte, sollte er sich selbstkritisch hinterfragen, was für einen 19-Järhigen aber sicher ungewöhnlich ist, sehen, dass er noch Zeit benötigt.
Ich frage mich manchmal echt, in was für Zeiten wir leben. Es kann doch nicht angehen, dass so junge Burschen einem Multimillionen-Euro-Unternehmen Vorschriften machen wollen. Zu meiner aktiven Zeit – und das ist eigentlich noch gar nicht so lange her – mussten wir uns als Jugendspieler in der ersten Mannschaft hinten anstellen. Wir mussten Bälle tragen, Übungen aufbauen und am Ende alle Utensilien wieder verstauen. Wir waren eben die Neuen, die jungen Wilden, die sich um die Plätze im Kader mit den Etablierten duellierten. Wurde man für den Kader bzw. gar für die Startelf nominiert, haben das die Allermeisten als Belohnung verstanden. Als etwas außergewöhnliches, das man sich durch gute Trainingsleistungen verdient hat. Jeder wusste, dass er noch nicht am Ende der Entwicklung ist und man bei schlechten Leistungen im Spiel und im Training auch mal in eine unterklassigere Mannschaft degradiert werden kann. Das war normal. Und das war auch gut so. Denn: So haben alle Spieler gelernt, dass der Verein wichtiger als das persönliche Schicksal ist. So haben alle gelernt, dass Leistung auf dem Platz wichtig ist. So haben alle gelernt, dass im Leben nicht alles nach Wunsch läut. Und ganz nebenbei, das war in der Landesliga. In der Bundesliga ist das doch noch viel wichtiger. Ansonsten züchtet man sich "Ego"-Spieler alá Dembelé, Neymar, Coutinho und Co. heran, die für ihr eigenes Wohl über (sportliche) Leichen gehen würden. Solche Spieler möchte ich persönlich aber nicht mit dem Geisbock auf der Brust sehen.
Auch wundere ich mich, wie hier die Reaktionen teilweise ausfallen. Was bitte hätte der FC im Fall Churlinov anders machen sollen? Die Verantwortlichen haben ihm die Möglichkeit gegeben, sich in der Vorbereitung aufzudrängen. Die hat Churlinov dann ja auch dankbar angenommen und sich im Training sowie in den Testspielen gut präsentiert. Die Belohnung folgte dann ja auf dem Fuße: Sein Einsatz in Wolfsburg. Er wurde also gefördert. Und nochmal zur Erinnerung: Der junge Mann ist gerade erst 19 geworden. NEUNZEHN!
Dann hat sich der Verein mit ihm auf eine Vertragsverlängerung geeignigt. Er sollte also langfristig an den FC gebunden werden und hat dafür wohl einen Plan präsentiert bekommen. Ich würde jetzt mal schwer davon ausgehen, dass dieser Plan vorsah, ihn langsam aber stetig in der Liga zu etablieren. Gleichzeitig wird die sportliche Leitung ihm jedoch wohl mitgegeben haben, dass er, sollte seine Leistung mal ausbleiben, eventuell zeitweise (!) zur U21 geschickt wird. Da er, wie (fast) jeder andere junge Spieler auch, Leistungsschwankungen unterliegen wird, ist das doch auch genau richitig so. Oder will hier jemand ernsthaft, dass er auf der Bundesligabank versauert, weil es einerseits nicht reicht, um Stand jetzt (!) dauerhaft an Kainz, Schaub, Schindler, Drexler und Co. vorbeizukommen und er andererseits vertraglich bedingt nicht in der U21 spielen darf, um Spielpraxis zu sammeln? Das kann nicht der richtige Weg sein.
Zu guter Letzt empfinde ich es als eine Frechheit von einem so jungen Spieler, solche Forderungen zu stellen. Es gehört sich einfach nicht. Und dass es hier Fans gibt, die sein Vorgehen noch legitimieren, ist aus meiner Sicht ebenfalls mindestens befremdlich. Denn kein Spieler ist größer als der Verein.
In den letzten Jahren ist im Nachwuchsbereich sehr viel kaputt gegangen....man hätte die 2. Liga Saison einfach nutzen müssen, um zumindest einen Spieler ranzuführen. Haben wir nicht gemacht...Nartey, Ciftci & Handwerker sind schon weg. Özcan & Ostrak sind verliehen - aber so richtig glaubt niemand an ne Wiederkehr (siehe Ausleihen von Guirassy & Handwerker). Für ein Talent sieht das Ganze schon etwas „strange“ aus. Die Leihen dienen nur zur Marktwertsteigerung und ne richtige Chance im Kader bekommt keiner.
Vielleicht ist es mal ganz gut einen Rebellen (mit passendem Berater) wie Churlinov im Kader zu haben. Dann wird das Thema auch mal ausdiskutiert.
Das öffentliche Anmahnen von Beierlorzer finde ich daneben - das klärt man intern (auch bei 19 Jährigen). Dann auch gerne mit Ansage an den Spieler. Wenn man das versucht via Express zu regeln, verlängert man den Vertrag nie.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ricci_cabanas am 03.09.2019 um 17:13 Uhr bearbeitet
03.09.2019 - 17:48 Uhr
Zitat von wuerzbock
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall
Einmal zur Einordnung: Die Junioren-Bundesliga spielt in 3 Staffeln à 14 Teams. Wenn wir jetzt mal 24 Spieler als durchschnittliche Kadergröße voraussetzen, kommen wir für jede Saison auf 1002 Spieler, die in den Profifußball streben. Entsprechend sucht man unter diesen 1000 Spielern jedes Jahr die Nadel im Heuhaufen.
Aber diese Nadel liegt ja jedes Jahr in dreifacher Ausfertigung im FC-Heuhaufen bei Hennes im Stall

Es sind zwar "nur" 500 Spiueler pro Jahr , da ja zwei Jahrgänge in der A-Jugend zusammengefasst sind...
Aber es rechnet sich trefflich weiter:
Die 1. Bundesliga hat 18 Vereine a. ca 25 Spieler = ca 450 Spieler.
Eine Fussballer-Karriere dauert ca. 15 Jahre (19-34).
Also pro Jahrgang aus der A-Jugend können ca. 30 Spieler neu eine 15 Jahre dauernde Laufbahn einschlagen.
Nochmal: ====> maximal ca. 30 Spieler als 19-jährige jedes Jahr.
Zusätzlich werden in jeder Wechselperiode ca. die Hälfte aller Spieler aus den ausländischen Ligen verpflichtet und eben nicht aus den 3 deutschen Bundesliga A-Jugenden.
===> D.h. ca 15 Spielér aus den 3 deutschen Bundesliga A-Jugenden könnnen eine Karriere als 1.Bundesligist schaffen.
Grüße vom Der Hennes,
03.09.2019 - 18:35 Uhr
Ich fände es zwar schade, wenn Darko uns verlässt, aber ganz ehrlich, so ein Kinderkram brauche ich hier nicht.
Ich mein wir sind nicht dabei, aber Darko kann sich von allen Youngstern am wenigsten beschweren. Er hat am wenigstens Konkurrenz und hat am ersten Spieltag sogar noch sein Debüt gegeben. Was erwarten die bitte?!
Normalerweise bin ich ja immer dafür junge Spieler zu fördern, aber da sehe ich es wie Beierlorzer. Wo kommen wir denn da hin, wenn ein 18 Jähriger dem Verein zu sagen hat, wie der Hase läuft.
Darko hat noch „nichts wirklich“ erreicht in seiner Karriere spielt sich aber schon wie ein großer auf. Toll... großes kino.
Wenn er seine Meinung in 1-2monsten nicht ändert dann soll man lieber Jakobs und Katterbach fördern. Dann wäre es mir Wurscht, egal wie gut Darko ist.
Ich mein wir sind nicht dabei, aber Darko kann sich von allen Youngstern am wenigsten beschweren. Er hat am wenigstens Konkurrenz und hat am ersten Spieltag sogar noch sein Debüt gegeben. Was erwarten die bitte?!
Normalerweise bin ich ja immer dafür junge Spieler zu fördern, aber da sehe ich es wie Beierlorzer. Wo kommen wir denn da hin, wenn ein 18 Jähriger dem Verein zu sagen hat, wie der Hase läuft.
Darko hat noch „nichts wirklich“ erreicht in seiner Karriere spielt sich aber schon wie ein großer auf. Toll... großes kino.
Wenn er seine Meinung in 1-2monsten nicht ändert dann soll man lieber Jakobs und Katterbach fördern. Dann wäre es mir Wurscht, egal wie gut Darko ist.
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