Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner

Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#391
03.11.2025 - 20:03 Uhr
Ich finde er grundsätzlich nicht schick wenn besoffene oder auch nüchtenre Fans sich gegenseitig anpöbeln. Als Fangruppierung im weitesten Sinn ist man ein Teil von Hertha, von unserer Darstellung auch auswärts.
Unverständlich ist mir, warum ich als Herthaner nicht in solchen Veranstaltungen - auswärts oder zu Hause - im Netz auftauchen soll, ich fand es gut als ich einmal sogar im TV zu sehen war. Hier bin ich, hier bin ich als Herthaner ! Ich stehe und stand immer dazu Herthaner zu sein, in guten und in schlechten Zeiten.
Wenn ich das nicht will gehe ich in eine neutrale Zone und auch da kann es passieren, dass ich in einer TV-Sendung in einem Kameraschwenk auftauche.
Ich finde Verhaltensvorschriften im eigenen Block ätzend, die Ultras und andere Fangruppen sind nicht meine Erziehungsberechtigten und haben kein Mandat sich als die Kontrollorgan aufzuspielen (und dann stänkern gegen die Polizei).
Aber das ist ein sehr zweischneidiges Thema, Ordner aus der Fanscene sind besser geeignet Ordnung im Laden zu halten als Externe.

•     •     •

Hertha for ever
Fanszene |#392
03.11.2025 - 21:42 Uhr
Ich glaube, man muss die geschilderten Vorfälle differenziert sehen.
Ich würde eher vermuten, dass das keine direkten Personen aus der Ultraszene waren, sondern halbstarke Mitläufer, die gewisse Vorstellungen (bspw. unerwünschtes Filmen/Fotografieren) adaptieren und über deren Durchsetzung ein gewisses Zugehörigkeits- und Stärkegefühl erreichen wollen. Gerade beim Thema Sitzplätze in Auswärtsblocken hatte ich in der Vergangenheit auch zwei Mal einen identischen Vorfall. Das wurde mir aber durch (erkennbare) Gruppenmitglieder völlig respektvoll erklärt und um Verständnis gebeten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass @Herthin0 im Gästeblock inmitten einer kompakt stehenden Ultragruppe stand und dort ein Video aufnehmen wollte. Das klingt für mich eher nach einem "edlen Ritter", der hinter ihm stehend für die Hinterköpfe aus den vorderen Reihen Partei ergreifen wollte.

Unangenehme Vorfälle hatte ich bei Heim- und Auswärtsspielen wenn dann tatsächlich eher mit der oben beschriebenen Personengruppe. Aus meiner Sicht liegt das daran, dass Fanszenen durch Social Media deutlich nahbarer geworden sind und viele jüngere Leute gerne dazugehören würden. Zudem hat in meiner Wahrnehmung auch der Alkoholkomsum beim Fußball (oder zumindest bei Hertha) extrem zugenommen, wodurch auch die Hemmschwelle im Umgang mit anderen gesunken ist. Auch die allgemeine gesellschaftliche Verrohung macht vor dem Fußball sicherlich nicht Halt.
Vollidi**en gibt es überall, aber meine Erfahrungen mit den tatsächlichen Ultragruppen (und nicht deren Möchtegern-Nachwuchs) bei Heim- und Auswärtsspielen war bislang immer ziemlich angenehm. Das war immer Kommunikation auf Augenhöhe und ohne (erkennbaren) Einfluss irgendwelcher Rauschmittel.
Die Beobachtung, dass der Umgang unter den Fans an sich deutlich unangenehmer geworden ist, teile ich aber.
Fanszene |#393
17.01.2026 - 23:01 Uhr
Da es unweigerlich diskutiert wird, bitte die Vorkommnisse rund um den Polizeieinsatz und den Stimmungsboykott hier besprechen.

Ich finde es ist schwer, sich aus der Ferne ein Urteil zu bilden. Grundlos wird die Polizei nicht eskaliert haben - in der SZ ist zu lesen, dass vermummte (übrigens verboten) Fans die Polizisten vor dem Stadioneingang der Ostkurve mit Absperrgittern und Schlagwerkzeugen attackiert hätten und diese dann zum Eigenschutz sowie dem Schutz von Unbeteiligten Pfefferspray gegen diese Gruppe eingesetzt hätten.

Waren die Angriffe der Fans wirklich so dramatisch? Hat die Polizei überreagiert und einige Beamte es ausgenutzt, einen Vorwand zu haben? Beides leider absolut vorstellbar.

Aber klar ist: wer einfach nur zum Spiel geht um die Mannschaft anzufeuern, gerät für gewöhnlich nicht in solch eine Situation (außer wrong place wrong time, aber dafür muss ja schon eine Eskalation stattfinden).
Und für mich zeigt das einfach mal wieder, dass es der Fanszene eben nur in zweiter Linie um die Mannschaft geht - in erster Linie geht es immer nur um sie selbst, die eigene Inszenierung, das Ausleben von Macht und Stärke in der Gruppe. Das finde ich einfach nur jämmerlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bschuss am 17.01.2026 um 23:02 Uhr bearbeitet
Fanszene |#394
18.01.2026 - 00:03 Uhr
Auf der einen Seite wird das Stadion von einem Teil der Szene so behandelt, als würden dort andere Regeln gelten: Vermummung, Stress suchen, Konfrontation und man weiß eigentlich vorher, dass dabei auch Unbeteiligte mit reingezogen werden können. Auf der anderen Seite sind die Erwartungen an die Polizei extrem hoch: möglichst unsichtbar sein, alles aushalten, immer deeskalieren, am besten gar nicht eingreifen. Und wenn sie es doch tun, ist es sofort „anlasslos“.

Was dabei auffällt: Man hört ständig Forderungen an die Polizei, aber kaum Selbstkritik. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Fanszene geschlossen sagt: Wir wollen keine Gewalt, keine Vermummung und wir ziehen da gemeinsam eine klare Grenze, damit das Stadion für alle entspannt bleibt. Solange Gewalt irgendwie dazugehört oder zumindest toleriert wird, wirkt das ganze Gerede einfach schief. Deeskalation klappt halt nicht nur in eine Richtung.

•     •     •

esse est percipi
Fanszene |#395
18.01.2026 - 00:20 Uhr
Dass es da nach den Hausdurchsuchungen unter der Woche am Spieltag knallt, war irgendwie vorherzusehen. Da werden beide Seiten ihren Anteil dran haben. Sonderlich viel erwarten tue ich aber bei Hundertschaften eh nicht. Dort sammelt sich normalerweise der Bodensatz eines jeden Ausbildungsjahrgangs, da man nichts im Kopf hat, außer den Stellen die man ordentlich schlagen kann, ohne dass es blaue Flecken gibt. Sowas übt sich ja auch super, wenn im Görli ein paar Dealer verprügelt oder ne Demo einem nicht passt.
Fanszene |#396
18.01.2026 - 00:27 Uhr
Was ich da heute vor dem Spiel live erlebt habe, stimmt mich nur noch fassungslos. Ich habe heute wirklich ein ganzes Stück Respekt vor der Polizei verloren.

Unfassbar. Allein diese Pfefferspray-Eskalation wo Kinder sogar was abbekommen haben. Vollkommen irre!

Leider hat das wieder keinerlei Konsequenzen!
Fanszene |#397
18.01.2026 - 00:37 Uhr
Zitat von Pal1975

Zitat von Magister73

Zitat von Pal1975

Es kotzt mich einfach an, dass man der Mannschaft nicht die nötige Unterstützung gegeben hat, denn damit wäre der Sieg sicherlich möglich gewesen. Sie hätten es verdient, aber da gibt es eben Personen denen der Verein und die Mannschaft völlig egal ist.

Wenn diese den Fokus nicht auf den Fußball haben, was wollt ihr dann im Stadion?

Der Fußball verliert leider immer mehr an dem was ihm ausmacht. Pure Emotionen und Begeisterung für Jung und Alt natürlich ohne Gewalt.

Man muss sich immer mehr Gedanken darüber machen, ob man als Familienvater mit seinen Kindern ins Stadion gehen kann, bei so vielen Chaoten, die die Plattform Fußball nur für Krawalle nutzen wollen.

Man sollte endlich mal bei den extremen Fällen durchgreifen und Stadionverbote auf Lebenszeit verhängen. Sowas braucht man nicht im Stadion und wir reden immer noch über Pyrotechnik im Stadion. Unglaublich. Da kann es nur ein klares Nein geben. Wer weiß was dann noch alles im Stadion passiert.


Sorry aber ich glaube Du glorifizierst das Vorgehen der Polizei da etwas. Über 30 zum Teil schwer verletzte Fans durch die Polizei die zum Teil auch nur in der Schlange zum Eingang gestanden haben. Die Berliner Polizei ist ja nicht nur in Berlin bekannt für Ihre "Arbeit ". Die Unverhältnismäßigkeit, großes Aggressionspotential auch festgehalten auf diverse Videos geht ja weltweit rum.
Im übrigen geht's nicht um Schlägereien zwischen Fans oder Pyrotechnik sondern eben Auseinandersetzung zwischen Polizei und Fans auf dem Weg ins Stadion.


Nenne mir doch mal einen Grund warum man normale Fans, von denen keine Aggression ausgehen derart massiv attackieren sollte?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

Nur mal am Rande die Berliner Polizei und deren Kollegen aus Bayern sind die erfahrensten in Deutschland und sie werden oftmals genau da eingesetzt wo es wirklich brennt und du nicht wirklich sein willst.


Gegenfrage wäre warum Fans grundlos die Polizei angreifen sollten. Oftmals reichen ja kleine Anlässe um etwas eskalieren zu lassen. Und bei der Polizei gibt es genug die Anlässe wie Großveranstaltungen benutzen um Ihren Frust abzulassen.
Zum zweiten Absatz passt das es Berliner und Bayrische Polizisten waren die für einen Polizei Skandal beim G20 Einsatz in Hamburg verantwortlich waren. Mit ebenfalls sehr vielen Verletzten. Berliner Polizei ist zudem auch außerhalb Deutschlands bekannt für Ihre "Arbeit ".

Im übrigen die Videos sprechen eine klare Sprache. Verhältnismäßigkeit ist zudem mittlerweile ein Fremdwort in Deutschland scheinbar. Laut aktuellen Medienberichten liegt die Zahl der Verletzten bei über 50. Auch Familien betroffen...
Grundlos hat S04 vor Spielbeginn sicher auch nicht mitgeteilt das es aufgrund der Vorkommnisse keinen Support geben wird..
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Magister73 am 18.01.2026 um 00:49 Uhr bearbeitet
Fanszene |#398
18.01.2026 - 00:46 Uhr
Zitat von Cabeleira
Auf der einen Seite wird das Stadion von einem Teil der Szene so behandelt, als würden dort andere Regeln gelten: Vermummung, Stress suchen, Konfrontation und man weiß eigentlich vorher, dass dabei auch Unbeteiligte mit reingezogen werden können. Auf der anderen Seite sind die Erwartungen an die Polizei extrem hoch: möglichst unsichtbar sein, alles aushalten, immer deeskalieren, am besten gar nicht eingreifen. Und wenn sie es doch tun, ist es sofort „anlasslos“.

Was dabei auffällt: Man hört ständig Forderungen an die Polizei, aber kaum Selbstkritik. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Fanszene geschlossen sagt: Wir wollen keine Gewalt, keine Vermummung und wir ziehen da gemeinsam eine klare Grenze, damit das Stadion für alle entspannt bleibt. Solange Gewalt irgendwie dazugehört oder zumindest toleriert wird, wirkt das ganze Gerede einfach schief. Deeskalation klappt halt nicht nur in eine Richtung.



Ich würde dem in Teilen widersprechen. Bezüglich der Situation in den Stadien zeigen weder Politik noch Polizei seit Jahren die Bereitschaft zum Dialog und zu Zugeständnissen. Stattdessen werden wir zuletzt bei der Innenministerkonferez weitere Verschärfungen diskutiert. Das ist selten ein Austausch auf Augenhöhe.

Dazu kommt, dass auch die Einsatzkräfte eigentlich nie Selbstkritik zeigen. Das ist bei der Polizei aber nichtnur im Bereich Fußall so, bei jeglichen Auseinandersetzungen haben die Beamten sich laut Pressemitteilung nichts zuschulden kommen zu lassen. Jeder, der schon die eine oder andere Polizeikontrolle mitgemacht hat, weiß, dass es genug Polizisten gibt, die einem überhaupt kein sicheres Gefühl geben. Ich jedenfalls hatte schon 2-3 Begegnungen mit Polizisten, bei denen ich mich extrem unwohl gefühlt habe, obwohl ich nichts verbrochen hatte, einfach weil ich das Gefühl hatte, unter Generalverdacht zu stehen.

Letztlich ist es eine vertrackte Position, in der auf beiden Seiten die Fronten verhärtet sind. Auf der eine Seite die Ultras, die nicht einsehen wollen, dass trotz subkultureller Praktiken bspw. pyrotechnik einfach in Stadien verboten ist und sich über Gesetze hinwegsetzen. Auf der anderen Seite Polizisten, die in diesem Konflikt auf Teufel komm raus Stärke demonstrieren wollen und in diesem Rahmen mindestens mal nicht vor Gewalt zurückschrecken. Teil des staatlichen Monopols auf Gewalt sollte aber auch sein, dass der Einsatz stets das letzte Mittel sein und nur bei Gefahr im Verzug angewendet werden sollte. Da gibt es genügend Beispiele, wo Polizisten weit vor dieser Grenze bspw. Bei Demonstrationen Gewalt angewendet haben. Das ist teilweise aufgrund der Aufregung naccvollziehbarer, macht das Verhalten aber nicht akzeptabler. Ich argumentiere ja auc nicht bei einem aufgebrachten Ultra, dass die Beleidgubg eines Polizisten durch die Niederlage seines Teams zu rechtfertigen ist.
Fanszene |#399
18.01.2026 - 01:20 Uhr
Was beim Spiel Hertha BSC gegen FC Schalke 04 ablief, ist ein Skandal.

Polizeigewalt gegen friedliche Fans, verletzte Kinder und Frauen, blutende Zuschauer.

Das ist kein Sicherheitskonzept, das ist Kontrollverlust.

So verspielt der Staat jedes Vertrauen.
Fanszene |#400
18.01.2026 - 02:47 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF
Was beim Spiel Hertha BSC gegen FC Schalke 04 ablief, ist ein Skandal.

Polizeigewalt gegen friedliche Fans, verletzte Kinder und Frauen, blutende Zuschauer.

Das ist kein Sicherheitskonzept, das ist Kontrollverlust.

So verspielt der Staat jedes Vertrauen.


Die Frage ist doch eher, warum sich die Männchen Frauen und Kinder als Schutzschilde nutzen, um ihre Aggressionen gegen die Polizei auszuleben.
Die Einzigen, die hier 'das Vertrauen' verlieren sind die organisierte Fanszene sowie der Verein, die solche Amöben in ihren Reihen hofieren, statt sie hochkant vor die Tür zu setzen.

•     •     •

Selbst wenn wir Letzter sind
Und dauernd verlieren
Es wird trotzdem nie geschehen
Dass auch nur einer von uns mit euch tauschen will

Bella Ciao.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.