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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#151
15.12.2024 - 13:46 Uhr
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.

Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.

„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.

Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
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Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.

Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“

Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
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Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“

Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
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Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.

Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“

In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Fanszene |#152
17.01.2025 - 12:51 Uhr
Was ist geblieben vom Berliner Weg?
Bernsteins Erbe
Vor einem Jahr starb Herthas ehemaliger Präsident Kay Bernstein. Sein Erbe wiegt schwer. Und prägt den Verein im gegenwärtigen Handeln weiter stark.
Zitat von 11freunde/Robert Kreisel
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„Der Rahmen hätte würdiger nicht sein können. Doch dieser Tag war ein einziger Albtraum“, sagt Robert Kreisel im Gespräch mit 11FREUNDE. Er ist Vorsänger der Berliner Ostkurve und einer der Köpfe der „Harlekins Berlin“. Die Ultra-Gruppierung hatte Bernstein 1998 gegründet. Beide verband eine Freundschaft über den Sport hinaus.
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Für Robert Kreisel war Bernsteins Wahl zum Präsidenten „eine Erlösung“ : „Mit ihm war endlich Schluss mit dem immergleichen Gerede und dem immergleichen Pokerspiel: viel Geld aus fremder in die eigene Hand nehmen, möglichst schnell zum Erfolg kommen. Das hat nie funktioniert und endete in hoher Verschuldung.“ Bernstein sei der Erste gewesen, der diese Probleme ehrlich und vor allem ernsthaft angegangen habe. „Und das mit seiner ganz eigenen, authentischen und kommunikativen Art, die ihm die Leute abgenommen haben. Weil sie wussten: dieser Typ hat nachweislich Gutes im Sinn.“
Bernstein einte den zutiefst zerstrittenen Verein in kürzester Zeit, er brachte Klubfunktionäre und Fanszene wieder enger zusammen und zeigte der chronisch orientierungslosen Hertha einen klaren Pfad auf. Dann starb er. Ein Jahr ist der tragische Tod nun her, und auch bei Hertha BSC ist längst wieder Alltag eingekehrt. Noch immer aber prägt Bernsteins Handeln die Gegenwart des Klubs. Was also ist passiert, seit diesem 16. Januar 2024? Was ist übriggeblieben vom „Berliner Weg“?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze: Der Verein geht den Weg entschlossen weiter. Die lange: Die Weggabelungen mehrten sich zuletzt. Die Diskussionen über die eingeschlagene Richtung wurden zunehmend lauter geführt. Und so klar die Entscheidungen letztlich doch pro „Berliner Weg“ ausfielen, so sehr findet sich Hertha dennoch inmitten eines einzigartigen Paradoxons.
Konkret bedeutet das: Hertha BSC ist anno Januar 2025 ein mittelmäßiger Zweitligist und trotz eines erneuten Trainerwechsels und des zweitteuersten Kaders der Liga gefangen im Niemandsland der Tabelle. Doch der Rückhalt der Fans ist so groß wie nie: An einem Mittwochabend begleiteten 5000 Gästefans das Team nach Köln, insgesamt weist Hertha eine 98-prozentige Auslastung der Gästeblöcke auf – in der deutschlandweiten Auswärtsfahrertabelle spielt Hertha auf Platz 11 trotz Zweitligagekicke Bundesliga.
Eine erstaunliche Entwicklung, denn vor Jahren war das undenkbar. „Ich bin nach wie vor beeindruckt, wenn ich mich beispielsweise in Köln beim Pokalspiel unter Woche im Gästebereich umschaue und mehr als doppelt so viele Herthaner vor Ort sind wie noch zu Bundesligazeiten“, sagt Kreisel. „Das ist noch immer ein surrealer Anblick für uns.“
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Doch für Kreisel gibt es nachvollziehbare Gründe für diese Entwicklung: „Bei Hertha wurde über Jahre künstlich versucht, ein Gefühl zu erzeugen. ‚We Try. We Fail. We Win‘ und was es da nicht alles für Kampagnen und Slogans gab. Kay Bernstein war der Erste, der die Leute wirklich berühren konnte. Der aufzeigen konnte, wie ehrliche, gemeinschaftliche Vereinsarbeit funktioniert. Das war kein Etikett, das war echt.“ Und ist es auch nach Bernsteins Tod geblieben.
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„Diese Redebeiträge unterstrichen, dass die gesunde Rehabilitation von Hertha BSC nur in die Hände derer gelegt werden konnte, die sich an dem von Kay aufgebauten Fundament orientieren und eben nicht mit dem Rückfall in alte Muster werben. Das Wahlergebnis hat gezeigt: Die Mitglieder bei Hertha haben genug vom stets fruchtlosen Größenwahn der letzten Jahre, der Zeit vor Kays Amtsantritt“, sagt Robert Kreisel. „Das Votum war ein ganz klares Bekenntnis: Wir wollen diesen eingeschlagenen Weg weitergehen, wir wollen nicht zurück in die Vergangenheit und unerfüllten Ambitionen hinterher trauern.“ Fabian Drescher steht nun in der Verantwortung, diesen Wunsch mit Leben zu füllen.

Und trotz des klaren Votums für den eingeschlagenen Weg, drohte die Stimmung zuletzt zu kippen. Lange spendete Herthas Ostkurve den Spielern auch nach biedersten Auftritten aufmunternden Applaus. Lange wurde zum Zweck der Harmonie und Einigkeit von Pfiffen oder Buh-Rufen abgesehen. Das änderte sich im letzten Heimspiel vor der Winterpause, eine 1:2-Heimniederlage gegen Preußen Münster am 16. Spieltag. Erstmals wurden Stimmen laut, die die sportlichen Verantwortlichen um Trainer Cristian Fiél, aber auch Ur-Herthaner und Sportdirektor Benjamin Weber kritisch hinterfragten. Nicht wenigen Hertha-Fans graut es davor, dauerhaft ein Dasein im Mittelmaß des Unterhauses zu fristen. Doch die meisten von ihnen wissen auch, dass der eingeschlagene Weg samt Sparkurs und der Förderung eigener Talente keinen sportlichen Erfolg auf dem Reißbrett garantieren kann. Eine schmerzhafte, weil alternativlose Realität.

„Natürlich ist es zu wenig, was die Mannschaft derzeit sportlich abliefert“, sagt Kreisel. „Und dennoch ist es den Leuten merklich wichtiger geworden, dass sie sich mit der Mannschaft identifizieren können, mit der Idee hinter dem Team.“ Mit Ibrahim Maza (19) und Derry Scherhant (22) stammen zwei der besten Berliner Torschützen aus der eigenen Jugend. 15 Eigengewächse stehen derzeit im Berliner-Kader – Höchstwert in der Zweiten Liga. In der Bundesliga liegt der Spitzenwert gerade mal bei acht selbst ausgebildeten Talenten im aktuellen Kader (SC Freiburg und TSG Hoffenheim).

„Das sind Jungs, die hier groß geworden sind, von denen man hofft, dass sie noch lange unser Trikot tragen. Sowas hatten wir vor Kay Bernstein und dem Berliner Weg nicht in solch einer Form. Aus diesem Grund bedeutet Hertha den Leuten in Berlin endlich wieder mehr“, sagt Kreisel. „Als Herthaner schämt man sich nicht mehr fremd, sondern empfindet positive Leidenschaft für seinen Herzensverein.“

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Fanszene |#153
31.01.2025 - 11:54 Uhr
Quelle: www.mz.de
Von Hertha BSC bis Dynamo Dresden
Auch der HFC dabei: Klubs fordern das Ende von Pyrostrafen
Eine breite Front aus Fußballvereinen und deren Fanszenen fordert die Abschaffung von Verbandsstrafen für das Abbrennen von Pyrotechnik. (....)
Zitat von mz.de

(....)Die Vereine beklagen unter anderem, dass die in den vergangenen Jahren zugenommen Strafen für wirtschaftliche Probleme der Vereine sorgen, ohne, dass sie den Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien reduziert haben. Sie argumentieren zudem, dass der „positive Einfluss auf die Atmosphäre in den Stadien“ von Pyrotechnik und das „zunehmende Sicherheitsempfinden beim Einsatz von Pyrotechnik“ von den Verbänden ignoriert werde.

Unterzeichnet haben das Papier insgesamt 15 Vereine aus der zweiten, dritten und vierten Liga, darunter neben dem HFC auch Hertha BSC, Dynamo Dresden oder Erzgebirge Aue. Als Unterstützer werden auch die Ultra-Gruppierungen von Union Berlin und des 1. FC Magdeburg, aber nicht die Vereine selbst genannt.
(....)
Die Klubs argumentierten schon damals, dass die Sanktionen des DFB oder dessen untergeordneten Verbänden unverhältnismäßig und nicht sinnvoll seien. Die Abschreckung funktioniere nicht, belaste nur die Vereine und sorge für Spannungen zwischen den Klubs und ihren Fans. „Die Strafen sollen der Prävention dienen“, sagte Daniel Meyer, Sportchef des HFC, damals der MZ. „Aber diese Wirkung erzielen sie offensichtlich nicht.“ Verhindern lasse sich das Abbrennen der Pyrotechnik nicht, meint der HFC-Sportchef. „Selbst wenn alle Vorgaben, etwa beim Ordnungsdienst, erfüllt werden.“
(....)
Politik, DFB und DFL hatten zuletzt im Oktober 2024 das Verbot von Pyrotechnik in Fußballstadien bekräftigt. Auch kontrolliertes Abbrennen, wie es gerade in Norwegen getestet wird, sei keine Option.


statement herthabsc

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 31.01.2025 um 11:57 Uhr bearbeitet
Fanszene |#154
01.02.2025 - 11:21 Uhr
Als „nicht missbräuchlich verwendet“ sehen die Vereine Pyrotechnik, die beispielsweise innerhalb einer Choreografie verwendet werden. Feuerwerkskörper, die auf Personen oder auf das Spielfeld geworfen werden, zählen nicht dazu.

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Fanszene |#155
19.02.2025 - 08:33 Uhr
Quelle: rp-online.de
Hertha-Fans hinterlassen zweifelhaftes „Gastgeschenk“ in der Arena
Düsseldorf ·
Mit voller Kapelle hatten sich die Berliner am Samstag auf den Weg zum Auswärtsspiel nach Düsseldorf gemacht. 5000 Hertha-Fans waren mitgekommen, sahen allerdings eine 1:2-Niederlage ihrer Mannschaft. Während der Partie verewigten sie sich auf unschöne Art und Weise im Gästeblock.(.....)
Zitat von rp-online
(.....)Die Anhänger aus der Hauptstadt feuerten ihre Mannschaft trotzdem weiter an, aber nicht nur mit Fahnen und Gesang. Die ohnehin schon farbenfrohe Arena in Düsseldorf erstrahlte auch nach dem Schlusspfiff noch in Berlin-Blau, denn die Hertha-Fans hatten ein zweifelhaftes „Gastgeschenk“ hinterlassen. Nachdem sie das Stadion verlassen hatten, zeigte sich im Gästeblock ein großes Graffiti: Die rote Wand in der Mitte wurde von ihnen übersprüht, zwischen Ober- und Unterrang stand auf blau-weißem Grund der Schriftzug „Power von der Spree“. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass Gästefans in einem Fußballstadion per Graffiti einen Gruß hinterließen
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Fanszene |#156
23.03.2025 - 11:24 Uhr
Quelle: www.rbb24.de
Fußball, Fans, Feuerwerk
No Pyro, no Party?

Ein Konflikt als Dauerbrenner des deutschen Fußballs: Sollte Pyrotechnik ein Teil des Stadionerlebnisses sein oder nicht? Das Feuer der Fans hat symbolische Bedeutung – und wird so schnell nicht aus den Arenen verschwinden.
Zitat von Anton Fahl
In Westend brennt eine Fackel. Es ist der 21. Januar 2024 und Hertha BSC trifft in der 2. Fußball-Bundesliga auf Fortuna Düsseldorf - fünf Tage nach dem Tod des Vereinspräsidenten Kay Bernstein. Während der Schweigeminute zündet "Kreisel", Vorsänger der Ostkurve, ein Bengalo.

Eine Fackel mit Symbolcharakter. Zum einen steht sie sinnbildlich für Bernsteins Lebenslicht, das erloschen ist. Zum anderen repräsentiert sie, wofür der Hertha-Präsident zu Lebzeiten einstand. Sein Credo – auch im chronischen Konflikt um Pyrotechnik: Ein anderer Fußball ist möglich.
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Fanszene |#157
02.07.2025 - 07:28 Uhr
Kolumne Hertha BSC
Hertha BSC: Die Fans sehnen den Aufstieg in die Bundesliga herbei
Als Fan von Hertha BSC ist man leidgeprüft und hat schon viel erlebt. Die Sehnsucht nach der Bundesliga aber wird immer größer.
Zitat von Michael Jahn
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Doch das änderte sich für mich in meinem Urlaub am südöstlichen Zipfel der schönen Insel (Mönchgut) vor wenigen Tagen schlagartig. Eine burschikos wirkende Frau, nennen wir sie Monika, kam in unserem Feriendomizil auf mich und meine Familie zu und fragte: „Seid ihr ooch aus Berlin? Icke bin in Kreuzberg geboren, in Spandau aufgewachsen und der Liebe wegen vor zwanzig Jahren nach Süddeutschland gezogen. Aber meine zweite große Liebe ist die Hertha.“ Die schlagfertige Frau fragte weiter: „Union oder Hertha?“

Sie kehre regelmäßig zu Heimspielen der Hertha nach Berlin zurück. Und wenn sie das Olympiastadion betrete, gehe ihr das Herz auf. Ihr Ritual: Eindecken mit den neuesten Fan-Utensilien im Shop in der Hanns-Braun-Straße, danach ein, zwei Bierchen im Preußischen Landwirtshaus und dann rein ins Stadion. „Das ist einfach großartig!“ Als ich mich als langjähriger Hertha-Reporter zu erkennen gab, zeigte mir die Frau stolz ihr güldenes Armband mit dem Hertha-Emblem und sagte lautstark: „Hertha-Anhängerin zu sein, ist einfach geil. Nun muss nur noch der Aufstieg gelingen mit dem starken Trainer Stefan Leitl. Wir gehören ganz einfach in die Erste Liga!“

Ja, Hertha-Fan zu sein, scheint ein besonderes Gefühl zu sein. Ich kenne viele Blau-Weiße, die bei Niederlagen heftig leiden, Abstiege verkraften, nach Siegen ein wunderbares Wochenende erleben und nichts auf ihren Verein kommen lassen.

Das gilt auch für Helmut Friberg (69), in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. In der zurückliegenden Saison hat Friberg kein einziges Spiel in Liga und Pokal verpasst, hat nun sensationelle 787 Auswärtsspiele (!) seiner Hertha besucht und ist dabei, in der neuen Spielzeit die Marke von 800 Spielen in der Fremde zu knacken. Aber: „Alle 17 Auswärtsspiele schaffe ich dieses Mal nicht. Wenn wir im September in Hannover antreten müssen, hat mein Enkel Einschulung.“

Friberg kam in den 1970er-Jahren zu Hertha. „Ich habe mir dann immer eine Dauerkarte gekauft und es als Verpflichtung angesehen, möglichst alle Spiele zu sehen“, sagt Friberg. Seine Liebe zu Hertha sei dann gewachsen, obwohl er auch Dinge kritisch beurteilt. „Ins Olympiastadion zu gehen, ist für mich wie ein zweites Zuhause. Hertha gehört zu meinem Leben. Es ist nicht nur das Spiel, auch das Drumherum, das Treffen, Diskutieren, Leiden und Jubeln mit Freunden.“ Auch der „König der Auswärtsfahrer“, so nenne ich ihn, will nun wieder nach oben in die Bundesliga. Er sagt: „Wenn wir noch ein, zwei gute Leute holen, können wir es mit Trainer Leitl schaffen!“

Ähnlich wie vor Tagen auf Rügen lernte ich vor vielen Jahren – es war im Sommer 2004 – im Urlaub in der Toskana einen Fußballfan kennen, der von Hertha schwärmte - einen Schweizer Rechtsanwalt. Beat Gut, inzwischen Oberrichter am Obergericht Zürich, war durch einen Freund ein Hertha-Anhänger aus der Ferne geworden – und ist es bis heute geblieben.
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Fanszene |#158
22.08.2025 - 12:09 Uhr
Strafen zünden nicht - Verbandsstrafen abschaffen!
Unter dem Dach von „Verbandsstrafen abschaffen“ vernetzen sich Vereine und Fanszenen bereits seit über einem Jahr und fordern eine grundlegende Veränderung der Strafenpolitik der Verbände, damit die Interessen der Basis unseres Sports in angemessenem Umfang berücksichtigt werden.
Zitat von Hertha BSC
Es geht nicht nur um Pyrotechnik – es geht um strukturelle Gerechtigkeit, um Meinungsfreiheit und um den respektvollen Umgang mit engagierter Vereinsarbeit.


„Verbandsstrafen abschaffen“ Derzeit stehen drei Kernbotschaften im Mittelpunkt

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Fanszene |#159
25.08.2025 - 10:43 Uhr
Quelle: www.rbb24.de
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Was war denn da los?
Zitrusgelb statt blau-weiß – weil sich Hertha und Darmstadt die Vereinsfarben teilen, kam in Hessen erneut das Berliner Alternativtrikot zum Einsatz. Die Farbauswahl des dritten Trikotsatzes sorgte schon bei der Vorstellung zu kontroversen Diskussionen unter den Fans.
Zitat von usernick
Welche Meinung die nach Hessen mitgereisten Anhänger zum Trikot vertreten, machten sie mit Spruchbändern im Gästeblock unmissverständlich klar (siehe Foto).


"Wer hat uns auf die Trikots gepisst"

"Wir haben die Farben Berlins vermisst !"

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Fanszene |#160
31.08.2025 - 12:50 Uhr
(....)
Capo fordert Gespräch mit Mannschaftsrat
Wie kleine Schuljungen, die gerade etwas verbrochen hatten, schlichen die Hertha-Profis nach dem Abpfiff vor die Ostkurve. Nebeneinander aufgereiht ließen sie die Standpauke über sich ergehen.
Zitat von bz-berlin
„Dass irgendetwas nicht stimmt, das sieht jeder. Es gibt bei euch einen Mannschaftsrat, der meldet sich bei mir um zu erklären, woran es gelegen hat“, forderte der Capo, der Vorsänger in der Hertha-Kurve.

Einstellungsproblem bei Hertha-Spielern?
Den Mannschaftsrat bilden Fabian Reese, Toni Leistner und Deyovaisio Zeefuik. Vor allem Reese, den es so sehr wie kaum einen anderen in die Bundesliga zieht, hatte sich diese Spielzeit sicherlich anders vorgestellt.(....)

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