Fanszene Düsseldorf
21.05.2012 - 19:25 Uhr
01.08.2024 - 07:43 Uhr
Man kann hier nicht das Eine ohne das Andere haben. Ich persönlich mag Pyro garnicht und werde mich in den Momenten immer drüber aufregen. Pyro ist potentiell gefährlich und unnötig umweltschädlich. Aber ich möchte Ultras da haben, weil die positiven Aspekte (Stimmung, Schutzschild gegeben rassistische Gruppierungen, Anziehen junger Fans) wichtiger sind, also muss ich das tolerieren. Es gehört nun einmal fest zu deren Glauben.
Die Alternative wären englische Verhältnisse.
Die Alternative wären englische Verhältnisse.
01.08.2024 - 11:16 Uhr
Das Thema Pyro ist zu komplex, um es in schwarz weiß zu betrachten. Hier wurde - insbesondere im letzten Beitrag - bereits darauf hingewiesen, dass es sowohl die eine Seite (Stimmung, Choreos, etc.) gibt und auf der anderen Seite das vermeintlich Böse (in erster Linie Pyro, aber durchaus auch Gewalt, die ich als schlimmer einschätze als Pyro).
Ich durfte im Mai an einem Dialog teilnehmen mit einem Dozenten der Polizeihochschule in Münster, der selbst über Jahrzehnte in Bayern Einsatzleiter war. Wir haben uns im Vorgespräch darauf geeinigt, das Thema Pyro - so es denn geht - auszusparen. Der Grund: Man kommt da nicht auf eine Meinung, was aber nichts mit Konservativismus oder dem Hang zum Idealismus und zur Freiheitsliebe zu tun hat. Man muss sich die Problematik nämlich von folgender Seite anschauen: Wen stört Pyro eigentlich, und wieso? Die Antwort klingt erstmal einfach: Weil es verboten ist, stört es die Leute. Würden die Vereine zukünftig darauf verzichten, es in ihre Hausordnungen zu schreiben und der Fußball seinen Strafenkatalog ändern, gäbe es für die Polizei keine Dringlichkeit mehr, dagegen einzuschreiten. Es würde maximal - je nach Grad und Intensität - als eine Ordnungswidrigkeit behandelt werden.
Die Konklusio war: Der Polizei ist es eigentlich egal, muss aber vorgehen.
Bleibt noch ein Player: Der Fußball. Dieser macht sich doch eigentlich mit den Strafen, die das ach so tolle DFB Sportgericht (man erinnere sich an 2012...) sich da aufstellt, die Taschen voll. Und trotzdem sind sie pleite....
Dass Pyro die Leute im Stadion aufregt, hat eigentlich wenig mit den Argumenten "gefährlich" und "ungesund" zu tun. Gefährlich ist es für die, die es abbrennen. Die wissen aber in 99% der Fälle sehr genau, was sie da tun. Ungesund? Rauch sehr wahrscheinlich, ja. Aber Pyro im Sinne von Bengalen? Eher nicht. Und erst recht nicht, wenn man auf der anderen Seite eines Blocks oder gar des Stadions sitzt. das wirklich einzige Argument kann hier nur das geld sein bzw die Strafen, die ausgesprochen werden. Und da will ich ehrlich sein: Lieber solidarisiere ich mich mit Teilen unserer Fanszene als einem erfundenen Strafenkatalog recht zu geben.
Ich durfte im Mai an einem Dialog teilnehmen mit einem Dozenten der Polizeihochschule in Münster, der selbst über Jahrzehnte in Bayern Einsatzleiter war. Wir haben uns im Vorgespräch darauf geeinigt, das Thema Pyro - so es denn geht - auszusparen. Der Grund: Man kommt da nicht auf eine Meinung, was aber nichts mit Konservativismus oder dem Hang zum Idealismus und zur Freiheitsliebe zu tun hat. Man muss sich die Problematik nämlich von folgender Seite anschauen: Wen stört Pyro eigentlich, und wieso? Die Antwort klingt erstmal einfach: Weil es verboten ist, stört es die Leute. Würden die Vereine zukünftig darauf verzichten, es in ihre Hausordnungen zu schreiben und der Fußball seinen Strafenkatalog ändern, gäbe es für die Polizei keine Dringlichkeit mehr, dagegen einzuschreiten. Es würde maximal - je nach Grad und Intensität - als eine Ordnungswidrigkeit behandelt werden.
Die Konklusio war: Der Polizei ist es eigentlich egal, muss aber vorgehen.
Bleibt noch ein Player: Der Fußball. Dieser macht sich doch eigentlich mit den Strafen, die das ach so tolle DFB Sportgericht (man erinnere sich an 2012...) sich da aufstellt, die Taschen voll. Und trotzdem sind sie pleite....
Dass Pyro die Leute im Stadion aufregt, hat eigentlich wenig mit den Argumenten "gefährlich" und "ungesund" zu tun. Gefährlich ist es für die, die es abbrennen. Die wissen aber in 99% der Fälle sehr genau, was sie da tun. Ungesund? Rauch sehr wahrscheinlich, ja. Aber Pyro im Sinne von Bengalen? Eher nicht. Und erst recht nicht, wenn man auf der anderen Seite eines Blocks oder gar des Stadions sitzt. das wirklich einzige Argument kann hier nur das geld sein bzw die Strafen, die ausgesprochen werden. Und da will ich ehrlich sein: Lieber solidarisiere ich mich mit Teilen unserer Fanszene als einem erfundenen Strafenkatalog recht zu geben.
01.08.2024 - 15:04 Uhr
Zitat von BB1895
Das Thema Pyro ist zu komplex, um es in schwarz weiß zu betrachten.....
Das Thema Pyro ist zu komplex, um es in schwarz weiß zu betrachten.....
Ich weiß natürlich was Du meist, aber.....
Aus finanzielle Sicht ist es überhaupt nicht komplex, sondern nimmt dem Verein finanziellen wichtigen Handlungsspielraum auf mehreren Geschäftsfeldern. Die Strafen werden auch nicht geringer in Zukunft ausfallen, das Gegenteil wird der Fall sein. Wenn sich von 50.000 Zuschauer 5.000 daran erfreuen, tun es 45.000 nicht, vor allem wenn es dem eigenen Verein schadet. Allerdings ist die Penetranz der Befürworter, deren Lautstärke und die eigenen Wichtigkeit der Meinung dazu, wertvoller als vom Verein Schaden abzuhalten.
Dieses Denken zu vermitteln ist jedoch scheinbar unmöglich.
01.08.2024 - 15:29 Uhr
Ich habe mich dazu neulich schon einmal recht ausführlich ausgelassen.
Ich bin Erziehungswissenschaftler, hatte beruflich in Familienberatungsstellen, bei der systematischen Gewaltprävention an Schulen und mit "schwierigen jugendlichen" (welche es meist nicht sind) zu tun.
Die Penetranz, mit der die Böllerfraktion alles ausblendet, was an Risiken besteht, den "Feelinggewinn" dazu exorbitant über den Klee lobt und der festen Überzeugung ist, Bölllern und Bengalos würde "Stimmung" erzeugen?
Erschließt sich mir nicht. Stattdessen werden Menschen, die das an sich verbotene Böllern und Feuern kritisieren in die "Spaßbremsen" und "Kein Fan" Ecke gedrängt.
Ehrlich? Mir tut jeder Cent weh, der durch unsportliches, dummes oder egozentrisches Verhalten weniger dem Verein zur Verfügung steht.
Ich bin dafür, dass Kontrollen ernst durchgeführt werden (habe mal eine halbe Stunde mit Ordnern diskutiert, weil ich 0,1 Liter Wasser mit ins Stadion nehmen musste, um ein Notfallmedikament sofort zuführen zu können) und habe keinerlei Verständnis dafür, warum Menschen, die sich meist auch noch vorher alkoholisieren meinen, mit Gefahrstoffen hantieren zu wollen und sich dazu befähigt sehen, anderen Menschen dieses Risiko zuzumuten.
Die Freiheit des Einzelnen endet bei der Freiheit des Nächsten.
Diese Denke sollte wieder Einzug halten, denn sie zeugt von Respekt und gegenseitiger Achtung.
Wenn Fortuna will, dass geböllert wird? Antrag beim Stadionvermieter, beim Ordnungsamt und dafür bestimmte Bereiche ausweisen.
Dann kann jeder entscheiden, ob er neben den Pyromanen sitzen und stehen will oder nicht.
Wie Esprit sehr richtig sagt:
Wenn 5.000 dafür sind, dann sind 45.000 dagegen - und das Gesetz, die Vernunft und die Umwelt dazu.
Und jetzt: Brenne, TM
Ich bin Erziehungswissenschaftler, hatte beruflich in Familienberatungsstellen, bei der systematischen Gewaltprävention an Schulen und mit "schwierigen jugendlichen" (welche es meist nicht sind) zu tun.
Die Penetranz, mit der die Böllerfraktion alles ausblendet, was an Risiken besteht, den "Feelinggewinn" dazu exorbitant über den Klee lobt und der festen Überzeugung ist, Bölllern und Bengalos würde "Stimmung" erzeugen?
Erschließt sich mir nicht. Stattdessen werden Menschen, die das an sich verbotene Böllern und Feuern kritisieren in die "Spaßbremsen" und "Kein Fan" Ecke gedrängt.
Ehrlich? Mir tut jeder Cent weh, der durch unsportliches, dummes oder egozentrisches Verhalten weniger dem Verein zur Verfügung steht.
Ich bin dafür, dass Kontrollen ernst durchgeführt werden (habe mal eine halbe Stunde mit Ordnern diskutiert, weil ich 0,1 Liter Wasser mit ins Stadion nehmen musste, um ein Notfallmedikament sofort zuführen zu können) und habe keinerlei Verständnis dafür, warum Menschen, die sich meist auch noch vorher alkoholisieren meinen, mit Gefahrstoffen hantieren zu wollen und sich dazu befähigt sehen, anderen Menschen dieses Risiko zuzumuten.
Die Freiheit des Einzelnen endet bei der Freiheit des Nächsten.
Diese Denke sollte wieder Einzug halten, denn sie zeugt von Respekt und gegenseitiger Achtung.
Wenn Fortuna will, dass geböllert wird? Antrag beim Stadionvermieter, beim Ordnungsamt und dafür bestimmte Bereiche ausweisen.
Dann kann jeder entscheiden, ob er neben den Pyromanen sitzen und stehen will oder nicht.
Wie Esprit sehr richtig sagt:
Wenn 5.000 dafür sind, dann sind 45.000 dagegen - und das Gesetz, die Vernunft und die Umwelt dazu.
Und jetzt: Brenne, TM
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Berater1966 am 01.08.2024 um 15:33 Uhr bearbeitet
01.08.2024 - 17:29 Uhr
Ich muss etwas lachen, wie deine berufliche Tätigkeit den Inhalt deines Beitrag stützt erschließt sich mir nicht.
Ich bin übrigens ebenfalls Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut und war lange auch als Sozialarbeiter in der Jugendhilfe (Jugendliche und junge Erwachsene).
Es wäre hier sicher denkbar (erziehungswissenschaftlich) in die Richtung Norm und Abweichung bzw. delinquentes Verhalten zu diskutieren. Oder eben über die Kehrseite, autoritäre / reaktionäre Reflexe im Generationenverhältnis.
Das würde aber ewig weit führen und TM.de ist dafür nicht der richtige Ort.
Ganz kurz: Junge Menschen brauchen Frei- und Möglichkeitsräume. Diese wurden - auch gerade in einer Stadt wie Düsseldorf - sukzessive beschnitten.
Ich als jemand der schon in seinen dreißigern ist, stehe der jungen (Ultras)Generation nicht im Wege und sehe gute, progressive (gesamtgesellschaftliche) Entwicklungen.
Das Ultras den Verein (teilweise wider Willen) attraktiv machen und somit auch Geld reinkommt wird von denen die ökonomisch argumentieren geflissentlich übergangen.
Ich behaupte, dass die Ultras bzw. Fankultur, Stimmung dem Verein (auch ökonomisch) mehr bringen, als das sie Schaden.
Die reinen Strafen die der Verein zahlen muss bilden diese stumpfe, populistische Kosten-Nutzen-Rechnung ohnehin nicht ab.
PS: Woher wisst ihr denn, dass 45.000 Leute Pyro nicht gut finden und 5.000 es gut finden? Um es mal polemisch auszudrücken: Ihr seid doch die ersten die bei den großen Choreos der Ultras die Smartphones rausholen und das als Event abfeiern.
Ich bin übrigens ebenfalls Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut und war lange auch als Sozialarbeiter in der Jugendhilfe (Jugendliche und junge Erwachsene).
Es wäre hier sicher denkbar (erziehungswissenschaftlich) in die Richtung Norm und Abweichung bzw. delinquentes Verhalten zu diskutieren. Oder eben über die Kehrseite, autoritäre / reaktionäre Reflexe im Generationenverhältnis.
Das würde aber ewig weit führen und TM.de ist dafür nicht der richtige Ort.
Ganz kurz: Junge Menschen brauchen Frei- und Möglichkeitsräume. Diese wurden - auch gerade in einer Stadt wie Düsseldorf - sukzessive beschnitten.
Ich als jemand der schon in seinen dreißigern ist, stehe der jungen (Ultras)Generation nicht im Wege und sehe gute, progressive (gesamtgesellschaftliche) Entwicklungen.
Das Ultras den Verein (teilweise wider Willen) attraktiv machen und somit auch Geld reinkommt wird von denen die ökonomisch argumentieren geflissentlich übergangen.
Ich behaupte, dass die Ultras bzw. Fankultur, Stimmung dem Verein (auch ökonomisch) mehr bringen, als das sie Schaden.
Die reinen Strafen die der Verein zahlen muss bilden diese stumpfe, populistische Kosten-Nutzen-Rechnung ohnehin nicht ab.
PS: Woher wisst ihr denn, dass 45.000 Leute Pyro nicht gut finden und 5.000 es gut finden? Um es mal polemisch auszudrücken: Ihr seid doch die ersten die bei den großen Choreos der Ultras die Smartphones rausholen und das als Event abfeiern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jackeye am 01.08.2024 um 17:41 Uhr bearbeitet
01.08.2024 - 17:39 Uhr
Ich weiß nicht aus welchem Grund hier die meisten Pyrogegner davon ausgehen, dass diese Diskussion bei TM hier in Anarchie enden würde.
Punkt 1, wir haben hier immer noch eine vernünftige Diskussionskultur, wenn auch nicht mehr ganz so fundiert und spannend wie früher, aber immer noch besser als auf fast allen anderen Plattformen.
Punkt 2, das Thema ist hier schon so oft diskutiert worden, dass es ja fast nicht mehr lohnt zu schreiben.
Punkt 3, ich hab hier noch niemanden gelesen, der im Zusammenhang mit Strafen davon redet, dass man das nicht als Gegenargument zumindest wahrnehmen kann.
Dann noch kurz an den Berater gerichtet: Pyro und Böller sind in der Diskussion zu trennen.
Auch in meinem Umfeld, das definitiv pro Pyro ist, kenne ich kaum Leute, die Böller befürworten. Allerdings sind Böllerwerfer auch schwerer auszumachen als Leute, die eine Minute lang eine Fackel hochhalten. Die Böllerwerfer würde ich mit Flaschen/Becher-aufs-Spielfeld-Werfer vergleichen, will eigentlich kein Mensch, ist aber auch schwer zu verhindern
Ansonsten würde ich nur noch anmerken, dass man es sich zu einfach macht, wenn man den Strafen der Ultras nichts gegenüberstellt.
Gibt es direkt messbare Werte? Nein. Aber die Stimmung, die Außenwirkung, die soziale Komponente, die Zuschauermagnetwirkung (zumindest bei den jungen Anhängern). All das hat auch seine Wertigkeit für Sponsoren und potenzielle Neuzugänge. Gleicht das die Strafen aus? keine Ahnung, kann ich nicht sagen, kann keiner von uns sagen.
Aber auch wenn es das nicht ausgleicht, mir geht es vor allem darum, dass den finanziellen Strafen hier in der Diskussion zumindest auch ein gewisser finanzieller Mehrwert gegenübergestellt wird.
Und ja, jetzt ist das Thema Pyro und Ultras wieder verschwommen. Aber da es die Ultras ohne Pyros nicht gibt, ist das eben auch nur verständlich.
Ich meine aber zuletzt gelesen zu haben, dass sich beim DFB ja auch zumindest eeeetwas beim Thema Legalisierung bewegt, kann es vlt ja doch noch den Tag geben, bei dem das Strafenargument kein mehr so großes ist.
Edit: Jetzt hat Jackeye viele meiner Punkte auch schon aufgenommen, ich lass es trotzdem mal stehen...
Punkt 1, wir haben hier immer noch eine vernünftige Diskussionskultur, wenn auch nicht mehr ganz so fundiert und spannend wie früher, aber immer noch besser als auf fast allen anderen Plattformen.
Punkt 2, das Thema ist hier schon so oft diskutiert worden, dass es ja fast nicht mehr lohnt zu schreiben.
Punkt 3, ich hab hier noch niemanden gelesen, der im Zusammenhang mit Strafen davon redet, dass man das nicht als Gegenargument zumindest wahrnehmen kann.
Dann noch kurz an den Berater gerichtet: Pyro und Böller sind in der Diskussion zu trennen.
Auch in meinem Umfeld, das definitiv pro Pyro ist, kenne ich kaum Leute, die Böller befürworten. Allerdings sind Böllerwerfer auch schwerer auszumachen als Leute, die eine Minute lang eine Fackel hochhalten. Die Böllerwerfer würde ich mit Flaschen/Becher-aufs-Spielfeld-Werfer vergleichen, will eigentlich kein Mensch, ist aber auch schwer zu verhindern
Ansonsten würde ich nur noch anmerken, dass man es sich zu einfach macht, wenn man den Strafen der Ultras nichts gegenüberstellt.
Gibt es direkt messbare Werte? Nein. Aber die Stimmung, die Außenwirkung, die soziale Komponente, die Zuschauermagnetwirkung (zumindest bei den jungen Anhängern). All das hat auch seine Wertigkeit für Sponsoren und potenzielle Neuzugänge. Gleicht das die Strafen aus? keine Ahnung, kann ich nicht sagen, kann keiner von uns sagen.
Aber auch wenn es das nicht ausgleicht, mir geht es vor allem darum, dass den finanziellen Strafen hier in der Diskussion zumindest auch ein gewisser finanzieller Mehrwert gegenübergestellt wird.
Und ja, jetzt ist das Thema Pyro und Ultras wieder verschwommen. Aber da es die Ultras ohne Pyros nicht gibt, ist das eben auch nur verständlich.
Ich meine aber zuletzt gelesen zu haben, dass sich beim DFB ja auch zumindest eeeetwas beim Thema Legalisierung bewegt, kann es vlt ja doch noch den Tag geben, bei dem das Strafenargument kein mehr so großes ist.
Edit: Jetzt hat Jackeye viele meiner Punkte auch schon aufgenommen, ich lass es trotzdem mal stehen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sven_ddorf am 01.08.2024 um 17:45 Uhr bearbeitet
01.08.2024 - 17:44 Uhr
Zitat von jackeye
Ich muss etwas lachen, wie deine berufliche Tätigkeit den Inhalt deines Beitrag stützt erschließt sich mir nicht.
Ich bin übrigens ebenfalls Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut und war lange auch als Sozialarbeiter in der Jugendhilfe (Jugendliche und junge Erwachsene).
Es wäre hier sicher denkbar (erziehungswissenschaftlich) in die Richtung Norm und Abweichung bzw. delinquentes Verhalten zu diskutieren. Oder eben über die Kehrseite, autoritäre / reaktionäre Reflexe im Generationenverhältnis.
Das würde aber ewig weit führen und TM.de ist dafür nicht der richtige Ort.
Ganz kurz: Junge Menschen brauchen Frei- und Möglichkeitsräume. Diese wurden - auch gerade in einer Stadt wie Düsseldorf - sukzessive beschnitten.
Ich als jemand der schon in seinen dreißigern ist stehe der jungen (Ultras)Generation nicht im Wege und sehe gute, progressive (gesamtgesellschaftliche) Entwicklungen.
Das Ultras den Verein (teilweise wider Willen) attraktiv machen und somit auch Geld reinkommt wird von denen die ökonomisch argumentieren geflissentlich übergangen.
Ich behaupte, dass die Ultras bzw. Fankultur, Stimmung dem Verein (auch ökonomisch) mehr bringen, als das sie Schaden.
Die reinen Strafen die der Verein zahlen muss bilden diese stumpfe, populistische Kosten-Nutzen-Rechnung ohnehin nicht ab.
Ich muss etwas lachen, wie deine berufliche Tätigkeit den Inhalt deines Beitrag stützt erschließt sich mir nicht.
Ich bin übrigens ebenfalls Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut und war lange auch als Sozialarbeiter in der Jugendhilfe (Jugendliche und junge Erwachsene).
Es wäre hier sicher denkbar (erziehungswissenschaftlich) in die Richtung Norm und Abweichung bzw. delinquentes Verhalten zu diskutieren. Oder eben über die Kehrseite, autoritäre / reaktionäre Reflexe im Generationenverhältnis.
Das würde aber ewig weit führen und TM.de ist dafür nicht der richtige Ort.
Ganz kurz: Junge Menschen brauchen Frei- und Möglichkeitsräume. Diese wurden - auch gerade in einer Stadt wie Düsseldorf - sukzessive beschnitten.
Ich als jemand der schon in seinen dreißigern ist stehe der jungen (Ultras)Generation nicht im Wege und sehe gute, progressive (gesamtgesellschaftliche) Entwicklungen.
Das Ultras den Verein (teilweise wider Willen) attraktiv machen und somit auch Geld reinkommt wird von denen die ökonomisch argumentieren geflissentlich übergangen.
Ich behaupte, dass die Ultras bzw. Fankultur, Stimmung dem Verein (auch ökonomisch) mehr bringen, als das sie Schaden.
Die reinen Strafen die der Verein zahlen muss bilden diese stumpfe, populistische Kosten-Nutzen-Rechnung ohnehin nicht ab.
Was sich dir erschließt oder nicht sagt wohl mehr über dich als über mich. Eigentlich war es nicht zu komplex.
Der Rest?
Klar, Böllern für die persönliche Entwicklung.
Das meinte ich mit "wird man in Ecken gestellt".
Kann man so machen, sieht halt nicht gut aus.
Mit dem Argument "Ultras bringen Beitrag" wird das ganze auf eine Ebene verschoben, die nichts mit der Kernaussage zu tun hat. Es geht in meiner Betrachtung nur am Rande um Geld. Es geht um Freiheit "der anderen".
Menschen reagieren auf Feuer, auf Krach, auf potentielle Gefahren mit einem tief verankerten Instinkt, nämlich auf den Kampf vorzubereiten oder zu fliehen. Das ist auch sinnvoll, kann in extremsituationen Leben retten und Kräfte mobilisieren. Ohne echten Anlass erzeugt es nur eines: Stress.
So weit kann es mit dem Studium und der therapeutischen Ausbildung nicht her sein, wenn das Recht auf eben an diesen Stellen nicht getriggert werden zu wollen abgewogen wird gegen "Spaß der Jugend".
Zumal einige der Herrschaften, die da betrunken mit dem Feuer spielen eher in meiner Altersklasse sind, also 50+
Übrigens ist das kein Auftakt für eine Partie Taubenschach mit Dir. Mehr Reaktion von mir bekommst Du also nicht.
01.08.2024 - 17:55 Uhr
Pyro oder in diesem Zusammenhang Seenotrettungsfackeln sind sogenannte T 1 Pyroartikel.
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
01.08.2024 - 17:58 Uhr
Zitat von Fortuna6095
Pyro oder in diesem Zusammenhang Seenotrettungsfackeln sind sogenannte T 1 Pyroartikel.
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
Pyro oder in diesem Zusammenhang Seenotrettungsfackeln sind sogenannte T 1 Pyroartikel.
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
Er darf dies dann übrigens nicht alkoholisiert und in der Nähe von unbeteiligten Personen tun sondern braucht entweder den Anlass (z.B. Seenot) oder den passenden Abstand zu diesen Menschen.
01.08.2024 - 18:02 Uhr
Zitat von Berater1966
Er darf dies dann übrigens nicht alkoholisiert und in der Nähe von unbeteiligten Personen tun sondern braucht entweder den Anlass (z.B. Seenot) oder den passenden Abstand zu diesen Menschen.
Zitat von Fortuna6095
Pyro oder in diesem Zusammenhang Seenotrettungsfackeln sind sogenannte T 1 Pyroartikel.
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
Pyro oder in diesem Zusammenhang Seenotrettungsfackeln sind sogenannte T 1 Pyroartikel.
Wer die abbrennen möchte, braucht neben einem Eignungsschein eine Erlaubnis nach Paragraph 23 der Sprengverordnung, die zwei Wochen vor dem Ereignis einzuholen ist:
https://www.buzer.de/gesetz/5386/a74118.htm
Na dann!
Er darf dies dann übrigens nicht alkoholisiert und in der Nähe von unbeteiligten Personen tun sondern braucht entweder den Anlass (z.B. Seenot) oder den passenden Abstand zu diesen Menschen.
Sie haben doch nicht etwa noch Fragen.... oder?
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