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Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand]

03.12.2022 - 10:48 Uhr
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5191
12.08.2026 - 12:31 Uhr
Nur ganz kurz von meiner Seite dazu: Die ganze Diskussion entstand nur deswegen, weil ein User gemeint hat, dass die erste Trainerwahl in die Hose ging und die zweite dann gepasst hat. Daraufhin sind einzelne User wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen und haben wortreich erklärt, warum diese Behauptung eine infame Gemeinheit ist und dass man dem armen Wohlgemuth ständig ans Bein pisst.

Wenn man sich weniger empört hätte, dann wäre die Diskussion überhaupt nicht ausgeartet. Aber es gibt hier ständig Leute, die jede Wohlgemuth-Entscheidung relativieren und zum Geniestreich erklären müssen. Genauso gibt es natürlich Leute, die viel zu kritisch sind. Denn bei allen vielleicht fragwürdigen Einzelaspekten darf man das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Und das ist aktuell sehr positiv. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass man im Erfolg Fehler macht und man muss eben auch sagen, dass man einen teuren Kader hat. Andererseits hat man auch viel Potential und ein starkes Grundniveau.

Aktuell kann man schon das Gefühl haben, dass wir stark vom Kader profitieren, den Wohlgemuth und Hoeneß in den ersten beiden Saisons zusammengestellt haben und dass die Neuen noch nicht die ganz große Rolle spielen. Aber vielleicht sind die aktuell geholten Spieler die Stützen der zukünftigen Kader.

Derzeit kann man jedoch sehr zufrieden mit Wohlgemuth und mit der vorherrschenden Symbiose sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sonderbarer_84 am 12.08.2026 um 12:39 Uhr bearbeitet
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5192
12.08.2026 - 12:36 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil

Zitat von Matt1893

Zitat von Neckarkrokodil

Zitat von Matt1893

Zitat von Neckarkrokodil

Zitat von Matt1893

Zitat von Neckarkrokodil

Zitat von Hozzo

Dass Wohlgemuth Labbadia zu verantworten hat, trage ich nicht mit. Ob er da dann Vertrag unterschrieben hat oder nicht ist doch reine Formalität, entscheidend für eine Bewertung ist doch viel mehr der Prozess.

Wie soll das denn abgelaufen sein bzw. was hätte er denn ansonsten tun sollen?
Ein Veto einlegen nach ~30 Stunden im Amt, wo er wahrscheinlich noch nicht mal Laptop und Büroschild hatte und Gelegenheit alle Kollegen kennenzulernen, und die bisherige Trainersuche und damit deren Arbeit in die Tonne klopfen?

Bei welchem Mittelständler, den ihr so kennt bzw. bei dem ihr evtl. arbeitet oder gearbeitet habt, würde das so laufen? Mir fällt keiner ein. Du bist als Neuer (die ohne Aura) erstmal in der Beobachterrolle und wirst immer einen Unter-/Vorbau vorfinden mit dem du arbeiten musst, genauso etwaige Altlasten.

Innerhalb des ersten Tages dann eine zentrale Entscheidung der Kollegen kapern und versenken? So wirds nicht laufen und zwar nirgendwo. Zumal damals Sportdirekor und nicht Sportvorstand, ergo nicht die letzte Entscheiderinstanz.

Kurzum: Er hätte die Wahl/Entscheidung seines Chefs (Wehrle, damals Sportvorstand) ablehnen müssen. Was denkt ihr, wie lange die Frist gewesen wäre, dann jemand passenderes als Labbadia herzukarren?

Damit hätte Wohlgemuth gleich in der ersten Arbeitswoche seine erste und letzte Patrone eingelegt und wäre gewaltiges Risiko gelaufen direkt zum Start zu verbrennen. Was macht er? Setzt darauf, dass alle anderen nicht unbedingt doof sind, schaut sich Bruno an und hat am Ende viel bessere Argumente diesen loszuwerden + mehr Zeit einen passenden Nachfolger zu präsentieren.

Naja, man wird ja wohl mit Wohlgemuth nicht erst an seinem ersten Arbeitstag gesprochen haben.
Ich denke, man kann sich daher sicher sein, dass Wohlgemuth über die Verpflichtung von Labbadia deutlich früher Bescheid wusste.
Dass er das aber stillschweigend mitgetragen hat, weil er eben seinem zukünftigen Arbeitgeber und Vorgesetzten nicht direkt widersprechen wollte, kann ich mir auch vorstellen.
Das Recht, etwas zu sagen, wenn es nicht seiner Vorstellung entspricht, hätte er aber mMn gehabt, da es ja um seinen Aufgabenbereich ging.
Gibt bestimmt auch Charaktere, die davor nicht zurückgeschreckt hätten, aber Wohlgemuth schätze ich, zumindest damals, als nicht so wortstark ein.


wieso sollte er denn schon deutlich früher Bescheid gewusst haben?
Und was ist deutlich früher?
Wie läuft so ne Kontaktaufnahme? Wie intensiv?
Mislintat war ja noch da...war man mit Wohlgemuth soweit und mit labbadia?

Glaube ich nicht, aber das wissen wir schlicht nicht
Und selbst wenn: Hätte er sagen sollen: ich komme nur, wenn ihr nen anderen Trainer holt?
Das war doch die Chance seines Lebens...davon ab:
Erstens passt diese Auswahl null zu den sehr innovativen Trainerauswahlen von Wohlgemuth an seinen vorherigen Stätten
Zweitens hat sein Vorgänger Mislintat einen Trainer Hoeness vorher halt eben nicht mitgetragen, sonst wäre er vielleicht früher da gewesen....frei war er ja lang genug

Ich hab keinen Bock auf diese SM/Wohlgemuth-Diskussion, nur unabhängig von den Personen, wieso gilt bei dem einen, dass man es nicht weiß, beim anderen führst du dann aber genau so ein "wir waren nicht dabei" -Argument an?

Nochmal zu Wohlgemuth: In den Vertrags- und Anstellungsgesprächen wurde er bestimmt über die weiteren Pläne informiert, und man hat ihn bestimmt auch um seine Meinung gefragt.
Aber wie du sagst, es war die Chance seines Lebens, weshalb ich verstehe, dass er da niemandem widersprechen wollte.
Nur trägt er es halt auch mit, weil der Trainer unter seiner Ägide verpflichtet wurde.


Wo mache ich denn diesen Unterschied? Ernsthaft, ist mir dann untergegangen...zu Mislintat/Hoeness gabs meiner Erinnerung nach Presseberichte, die diesen Verdacht nahe legten...zur Kontaktaufnahme (Zeitpunkt und Tiefe) Wehrle zu Wohlgemuth gibt es meines wissens keinerlei Infos aus der Presse

Er trägt ihn mit, weil er vermutlich hätte sagen müssen: ich komme nur unter einem anderen Trainer...das stimmt vermutlich. Aber das gewichte ich mehr als gering und er hat mehr als schnell reagiert mit dem vermutlich besten VfB Trainer aller Zeiten oder zumindest dieser Dekade.
Und diesem das Umfeld bestellt

Naja, weil ein Verdacht eben nicht Wissen ist. Aber lassen wir das.

Er trägt ihn mit, weil er eben zur Zeit der Einstellung von Labbadia der leitende Angestellte war und bestimmt nicht erst an seinem ersten Arbeitstag über diese Pläne in Kenntnis gesetzt wurde.
Und es ist doch auch okay, wenn es ein Fehler war, dieser wurde dann ja entsprechend noch rechtzeitig korrigiert.


aber sorry, jetzt mal ehrlich:
Berichte, die etwas andeuten sind doch deutlich mehr wert als komplettes Blackbox-Unwissen.
das musst du doch jetzt auch mal zugeben, wenngleich wir beide (verschiedene) Tendenzen bezüglich Sympathien der Protagonisten haben zwinker

Er war leitender Angestellter einen Tag lang, ob zuerst mit labbadia oder mit ihm, ob intensiver mit Labbadia oder mit ihm...alles unklar.
Formell hätte er sich sicher weigern können, aber nachvollziehbarerweise ging er den Weg ein paar Wochen und war vermutlich auch schnell vorbereitet auf den unausweichlichen Fall smile

Also, dass im höheren Management im Vorfeld Gespräche geführt werden, nicht nur über Gehalt und Vertragsdauer, sondern auch über zukünftige Projekte, Ausrichtung, Einstellung von Mitarbeitern etc ist jetzt für mich keine komplette Blackbox.
Berichte, die andeuten, sind je nach Argumentation mal mehr, mal weniger wert. Das ist doch bekannt zwinker

Ich sage doch auch nicht, dass er sich hätte weigern sollen, es war für ihn eine Chance und ich verstehe vollkommen, dass er da nicht eingeschritten ist, auch wenn er es vielleicht wollte.
Aber ich verstehe auch nicht, wieso man bei so einer wichtigen Stelle davon ausgeht, dass er da im Vorfeld nicht bereits über Entscheidungsprozesse zumindest informiert war.


dann verstehen wir uns falsch: Ich wollte sagen kein Mensch weiß, wann und in welchem Umfang er unterrichtet wurde vorab. Dass da ein gewisser Austausch stattfand ist klar, aber ab wann und wie intensiv und detailliert...

Bei der Causa Hoeness/Mislintat hingegen gabs Berichte...wenn Berichte wegen Lanciererei ect mehr oder weniger Wert sind je nach Betrachter hat man halt wenig Grundlage für weitere Debatten, was schade wäre
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5193
12.08.2026 - 12:49 Uhr
Zitat von PrinceofLies
Zu der Labbadia Geschichte

Leute ernsthaft
Er war neu im Verein als Labaddia geholt wurde
Da spielt es doch gar keine Rolle ob man vorher mit ihm geredet hat oder nicht einfach weil er keinen persönlichen Eindruck von den internen Problemen damals hatte

Da musste er sich auf objektiv sichtbare Probleme und objektiv sinnvolle Entscheidungen verlassen

Also das was jeder im Ergebnis am Spieltag gesehen hat, nämlich dass eine talentierte Manschaft, der aber klar die Erfahrung fehlte und die aufgrund der regelmäßigen Abgänge der Topspieler die Hierarchie fehlte keinen Erfolg hatte.
Da war Labadia die naheliegende Lösung damals

Er war erfahren als Arbeiter im Abstiegskampf, kannte das Umfeld und hatte genug Authorität um kurz- bis mittelfristigen Erfolg zu erhoffen.
Ich erinnere mich noch DEUTLICH an den Tenor hier im Forum, dass Labadia sicherlich den Abstieg verhindern wird können, aber er eben kein Trainer sei um etwas aufzubauen und mehr Einsicht als wir konnte Wohlgemuth zu dem Zeitpunkt schlicht nicht haben.

Labadia hat nicht funktioniert, offensichtlich, das macht die Entscheidung für die Personalie aber nicht rückwirkend im Vorhinein falsch.
Es ist auch nicht die Aufgabe eines Sportvorstands / Sportdirektors im Vorhinein zu wissen, wie eine Entscheidung sich auswirken wird, sondern Fehlentwicklungen zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die diese Fehlentwicklungen umkehren.

Wohlgemuth hat die Entscheidung Labaddia zu holen geerbt. Eine Entscheidung, die als Außenstehender nachvollziehbar schien und die einen Protest des Neulings nicht gerechtfertigt hätte.

Er hat dann aber auch drei andere Dinge erkannt und gelöst

1. Mit dem Trainertyp Labaddia kam der Verein nicht aus der Misere kurzfristig heraus
2. Man benötigt einen Trainer der längerfristig etwas aufbauen kann weil der Altersschnitt so jung war
3. Hoeneß ist so ein Trainer

Und jetzt kommen wir wieder zur damaligen Realität. Das Einzige klar erkennbare von diesen drei Dingen war das erste
Langfristig etwas aufbauen in einem Verein, der jedes Jahr zwei, drei seiner besten Spieler ziehen lassen muss um Löcher zu stopfen? Vollkommen illusorisch
Hoeneß, der bei seiner einzigen Profitrainerstation am Ende des ersten Jahres ausanalysiert war und keinen Stich mehr machte als langfristig erfolgreicher Trainer? Auch das war aus Sicht damals illusorisch

Von Verpflichtungen wie Mittelstädt oder Leweling die man dann machte ganz zu schweigen


Ich muss da in einigen Punkten doch deutlich widersprechen, weil deine Argumentation mir etwas zu viel Schönfärberei betreibt und fachliche Fehleinschätzungen als „alternativlos“ darstellt.

1. Labbadia war eben nicht „objektiv sinnvoll“, sondern ein mit Ansage gescheiterter Systembruch
Du schreibst, Labbadia sei damals die „naheliegende Lösung“ gewesen. Aus Sicht eines altmodischen Bundesliga-Reflexes („Abstiegskampf = Erfahrener Feuerwehrmann“) mag das stimmen. Aus Sicht der Kaderanalyse war es ein absolut kein Fit.
Wir hatten eine ballbesitzorientierte und extrem junge Mannschaft. Labbadias Fußball stand in seiner gesamten Karriere für Physis, lange Bälle, Umschaltspiel und Vertrauen in erfahrene Routiniers. Zu glauben, man wirft so einen Trainertyp in diesen Kader und das klappt „objektiv gesehen“, ist fachlich schlicht falsch. Das war ein drastischer Profilbruch mit Ansage.

2. Die „Erbe“-Ausrede greift mir zu kurz
Natürlich haben Wehrle und Vogt den Deal im Hintergrund angeschoben. Aber Wohlgemuth ist nicht als Praktikant angetreten, sondern als Sportdirektor. Wenn man in eine Führungsrolle schlüpft, trägt man die Entscheidungen ab Tag 1 mit. Zu sagen, er konnte von außen gar nicht mehr Einsicht haben als wir im Forum, nimmt ihn viel zu sehr aus der Verantwortung. Ein professioneller Sportdirektor muss den Kader, die Daten und die Passfähigkeit eines Trainers besser analysieren können als wir in einem Fan-Forum.
Also ja, die Entscheidung um Labbadia ging Größtenteils auf Vogt/Wehrle, aber als Verantwortlicher in Führungsposition hängst er da natürlich mit drin.

3. Stichwort "Hoeneß"
Du stellst es so dar, als wäre es Wohlgemuths exklusive Einzelleistung gewesen, Hoeneß als Lösung zu erkennen – und schreibst gleichzeitig, Hoeneß sei damals aus Sicht der Realität vollkommen „illusorisch“ gewesen. Beides greift mir erneut viel zu kurz:
Wenn man nur auf das Ergebnis Papier schaut hatte Hoeneß in Hoffenheim eine Krise, aber seine tieferen Performancedaten (unter anderem Expected Goals, Ballbesitzstrukturen, Chancenkreierung) waren extrem stark und haben schon ein Profil vermuten lassen, das zum VfB Kader passt.
Außerdem war Hoeneß beim VfB bereits vor Wohlgemuths Amtsantritt im Verein ein Thema und auf den Analyse-Listen hinterlegt.
Wohlgemuths Leistung lag also nicht darin, Hoeneß gefunden zu haben. Seine eigentliche Management-Leistung war, die vorhandene Vorarbeit im Verein und die saubere Datenlage richtig zu nutzen und den Fehler um Labbadia zu korrigieren.

Wohlgemuth verdient Anerkennung – aber deswegen darf man Labbadia als Entscheidung trotzdem kritisieren – und zwar dafür, dass er seinen (mitgetragenen) Fehler korrigiert hat, der Entscheidung für Hoeneß (nicht seiner Entdeckung) und der Anpassung des Kaders an den richtigen Stellschrauben mit starken Transfers.

•     •     •


Wehrle raus

Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5194
12.08.2026 - 12:55 Uhr
Zitat von Matt1893

Zitat von Hozzo

Zitat von Matt1893

Zweitens hat sein Vorgänger M***** einen Trainer Hoeness vorher halt eben nicht mitgetragen, sonst wäre er vielleicht früher da gewesen....frei war er ja lang genug


Kurzer Einschub aus dem Gedächtnis (da werden sich aber mit etwas Mühe auch Quellen finden lassen): Der Vorgänger, dessen Name hier noch zu oft rumspukt, war wohl bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit Hoeneß in Kontakt. Dass das nicht schon früher so kam, lag daran, dass Hoeneß zu diesem Zeitpunkt nicht zum VfB wollte.


wenn du Quellen findest wäre cool, ich habs nämlich (müsste auch Quellen suchen) genau andersrum in Erinnerung.
Er wollte nicht, oder beide...miteinander arbeiten


Mit KI-Hilfe gings dann doch ganz flott:

https://www.t-online.de/sport/fussball/2-bundesliga/id_100066328/bundesliga-naechster-trainer-sagt-dem-vfb-ab-unstimmigkeiten-im-vorstand.html

https://www.transfermarkt.de/uneinigkeit-lahmt-vfb-bei-der-trainersuche-hoeness-erteilt-stuttgart-nachste-absage/view/news/412470

https://www.sportbuzzer.de/fussball/bundesliga/berichte-auch-ex-hoffenheim-trainer-sebastian-hoeness-sagt-vfb-stuttgart-ab-verhandlungen-wohl-zu-762D7BBFFBDFD6CE26BC72D3FA.html

Edit: Sorry für OT

•     •     •

Für immer Cannstatter Kurve!

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hozzo am 12.08.2026 um 12:55 Uhr bearbeitet
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5195
12.08.2026 - 13:05 Uhr
Zitat von Lok123

2. Die „Erbe“-Ausrede greift mir zu kurz
Natürlich haben Wehrle und Vogt den Deal im Hintergrund angeschoben. Aber Wohlgemuth ist nicht als Praktikant angetreten, sondern als Sportdirektor. Wenn man in eine Führungsrolle schlüpft, trägt man die Entscheidungen ab Tag 1 mit. Zu sagen, er konnte von außen gar nicht mehr Einsicht haben als wir im Forum, nimmt ihn viel zu sehr aus der Verantwortung. Ein professioneller Sportdirektor muss den Kader, die Daten und die Passfähigkeit eines Trainers besser analysieren können als wir in einem Fan-Forum.
Also ja, die Entscheidung um Labbadia ging Größtenteils auf Vogt/Wehrle, aber als Verantwortlicher in Führungsposition hängst er da natürlich mit drin.

Verstehe ich auch nicht, wieso das hier so breit diskutiert wird.
Kann für mich nur damit zusammen hängen, dass vlt. die Erfahrung mit Recruiting von Führungskräften eben nicht bei allen vorhanden ist.

Selbst wenn Labbadia in der Woche vor Wohlgemuths Start angefangen hätte wäre es völliger Usus gewesen, dass Wohlgemuth darüber informiert gewesen wäre und das komplett mit abgenickt hätte.

Wenn ich als Führungskraft auf eine Stelle geholt werde, dann weiß ich schon vor Einstieg wer im Team sitzt, welche neuen Einstellungen bereits geplant sind und hatte schon persönlichen Austausch mit den wesentlichen Personen. Und wenn ich den Daumen senke, dann werden die geplanten Einstellungen auch nicht umgesetzt oder bereits Änderungen im Team gemacht.
Ich würde als Führungskraft niemals eine Stelle antreten, wo ich wenige Tage nach dem Start jemanden ins Team gesetzt bekomme, bei dem ich nicht vollkommen einverstanden bin.

Außer der Zeithorizont war zu kurz - aber das kann man behaupten, wenn am Samstag ein Trainer gefeuert und am Dienstag ein neuer verpflichtet wird und dazwischen ein Spielertransfer stattfindet..

Aber ist sowieso viel zu lange her. Reden wir auch noch darüber welche Chancen Klinsmann in seiner Stuttgarter Zeit mal vergeben hat...?

•     •     •

Dieter Hecking: «Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln»
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5196
12.08.2026 - 13:47 Uhr
Zitat von Lok123

Zitat von PrinceofLies

Zu der Labbadia Geschichte

Leute ernsthaft
Er war neu im Verein als Labaddia geholt wurde
Da spielt es doch gar keine Rolle ob man vorher mit ihm geredet hat oder nicht einfach weil er keinen persönlichen Eindruck von den internen Problemen damals hatte

Da musste er sich auf objektiv sichtbare Probleme und objektiv sinnvolle Entscheidungen verlassen

Also das was jeder im Ergebnis am Spieltag gesehen hat, nämlich dass eine talentierte Manschaft, der aber klar die Erfahrung fehlte und die aufgrund der regelmäßigen Abgänge der Topspieler die Hierarchie fehlte keinen Erfolg hatte.
Da war Labadia die naheliegende Lösung damals

Er war erfahren als Arbeiter im Abstiegskampf, kannte das Umfeld und hatte genug Authorität um kurz- bis mittelfristigen Erfolg zu erhoffen.
Ich erinnere mich noch DEUTLICH an den Tenor hier im Forum, dass Labadia sicherlich den Abstieg verhindern wird können, aber er eben kein Trainer sei um etwas aufzubauen und mehr Einsicht als wir konnte Wohlgemuth zu dem Zeitpunkt schlicht nicht haben.

Labadia hat nicht funktioniert, offensichtlich, das macht die Entscheidung für die Personalie aber nicht rückwirkend im Vorhinein falsch.
Es ist auch nicht die Aufgabe eines Sportvorstands / Sportdirektors im Vorhinein zu wissen, wie eine Entscheidung sich auswirken wird, sondern Fehlentwicklungen zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die diese Fehlentwicklungen umkehren.

Wohlgemuth hat die Entscheidung Labaddia zu holen geerbt. Eine Entscheidung, die als Außenstehender nachvollziehbar schien und die einen Protest des Neulings nicht gerechtfertigt hätte.

Er hat dann aber auch drei andere Dinge erkannt und gelöst

1. Mit dem Trainertyp Labaddia kam der Verein nicht aus der Misere kurzfristig heraus
2. Man benötigt einen Trainer der längerfristig etwas aufbauen kann weil der Altersschnitt so jung war
3. Hoeneß ist so ein Trainer

Und jetzt kommen wir wieder zur damaligen Realität. Das Einzige klar erkennbare von diesen drei Dingen war das erste
Langfristig etwas aufbauen in einem Verein, der jedes Jahr zwei, drei seiner besten Spieler ziehen lassen muss um Löcher zu stopfen? Vollkommen illusorisch
Hoeneß, der bei seiner einzigen Profitrainerstation am Ende des ersten Jahres ausanalysiert war und keinen Stich mehr machte als langfristig erfolgreicher Trainer? Auch das war aus Sicht damals illusorisch

Von Verpflichtungen wie Mittelstädt oder Leweling die man dann machte ganz zu schweigen


Ich muss da in einigen Punkten doch deutlich widersprechen, weil deine Argumentation mir etwas zu viel Schönfärberei betreibt und fachliche Fehleinschätzungen als „alternativlos“ darstellt.

1. Labbadia war eben nicht „objektiv sinnvoll“, sondern ein mit Ansage gescheiterter Systembruch
Du schreibst, Labbadia sei damals die „naheliegende Lösung“ gewesen. Aus Sicht eines altmodischen Bundesliga-Reflexes („Abstiegskampf = Erfahrener Feuerwehrmann“) mag das stimmen. Aus Sicht der Kaderanalyse war es ein absolut kein Fit.
Wir hatten eine ballbesitzorientierte und extrem junge Mannschaft. Labbadias Fußball stand in seiner gesamten Karriere für Physis, lange Bälle, Umschaltspiel und Vertrauen in erfahrene Routiniers. Zu glauben, man wirft so einen Trainertyp in diesen Kader und das klappt „objektiv gesehen“, ist fachlich schlicht falsch. Das war ein drastischer Profilbruch mit Ansage.


Ja es war ein geplanter Stilbruch, weil die IST-Situation damals war, dass man nicht in der Lage war mit ballbesitzorientierter extrem junger Spielweise genug Punkten konnte um den dritten Abstieg zu verhindern.
Es war klar, dass sich etwas ändern musste, weil die bisherige Herangehensweise nicht mehr ausgereicht hat und man mit dem dritten Abstieg wohl langfristig die Lichter ausgemacht hätte.

Von daher brauchte man jemanden, der sofort funktioniert in dem was er kann und ich erinnere nochmal daran, dass HIER IN DIESEM FORUM damals die eindeutige Meinung war, dass Labaddia den Abstieg verhindern wird, wie er es so oft schon getan hat - insbesondere auch bei uns - aber dann nächste, spätestens übernächste Saison wieder in das Problem läuft, dass er nichts weiterentwickeln kann und dass obwohl der VfB auf Transfererlöse angewiesen war.

Und wenn selbst wir hier, wo uns tagtäglich mit dem VfB beschäftigen zu dem Ergebnis kommen, dass dies die richtige Entscheidung für den Moment sei, dann wird ein Sportdirektor aus Niedersachsen aus der zweiten Liga keine Argumente dagegen haben solange er keinen wirklichen eigenen Eindruck von den Problemen vor Ort hat.

Die naheliegende Lösung hat nicht funktioniert, richtig. Das macht sie aber nicht rückwirkend ne dumme Entscheidung die man hätte vorher wissen müssen


2. Die „Erbe“-Ausrede greift mir zu kurz
Natürlich haben Wehrle und Vogt den Deal im Hintergrund angeschoben. Aber Wohlgemuth ist nicht als Praktikant angetreten, sondern als Sportdirektor. Wenn man in eine Führungsrolle schlüpft, trägt man die Entscheidungen ab Tag 1 mit. Zu sagen, er konnte von außen gar nicht mehr Einsicht haben als wir im Forum, nimmt ihn viel zu sehr aus der Verantwortung. Ein professioneller Sportdirektor muss den Kader, die Daten und die Passfähigkeit eines Trainers besser analysieren können als wir in einem Fan-Forum.
Also ja, die Entscheidung um Labbadia ging Größtenteils auf Vogt/Wehrle, aber als Verantwortlicher in Führungsposition hängst er da natürlich mit drin.


Warum nimmt es ihn zu sehr aus der Verantwortung? Weil Du ihm die Schuld geben willst oder was für Möglichkeiten hat jemand der keinen eigenen Einblick in Internas hat und den VfB aus der Ferne als einen Verein mit dem man vielleicht im nächsten Jahr in derselben Liga konkurriert gesehen hat einen ausreichenden Grund haben könnte die naheliegende Entscheidung anzuzweifeln?

Das war Wohlgemuths Kenntnisstand als Labaddia verpflichtet wurde. Nicht mehr und auch nicht weniger und die Zukunft zu kennen und darauf basierend Entscheidungen zu treffen ist eine Fähigkeit die noch keiner gemeistert hat



3. Stichwort "Hoeneß"
Du stellst es so dar, als wäre es Wohlgemuths exklusive Einzelleistung gewesen, Hoeneß als Lösung zu erkennen – und schreibst gleichzeitig, Hoeneß sei damals aus Sicht der Realität vollkommen „illusorisch“ gewesen. Beides greift mir erneut viel zu kurz:
Wenn man nur auf das Ergebnis Papier schaut hatte Hoeneß in Hoffenheim eine Krise, aber seine tieferen Performancedaten (unter anderem Expected Goals, Ballbesitzstrukturen, Chancenkreierung) waren extrem stark und haben schon ein Profil vermuten lassen, das zum VfB Kader passt.
Außerdem war Hoeneß beim VfB bereits vor Wohlgemuths Amtsantritt im Verein ein Thema und auf den Analyse-Listen hinterlegt.
Wohlgemuths Leistung lag also nicht darin, Hoeneß gefunden zu haben. Seine eigentliche Management-Leistung war, die vorhandene Vorarbeit im Verein und die saubere Datenlage richtig zu nutzen und den Fehler um Labbadia zu korrigieren.

Wohlgemuth verdient Anerkennung – aber deswegen darf man Labbadia als Entscheidung trotzdem kritisieren – und zwar dafür, dass er seinen (mitgetragenen) Fehler korrigiert hat, der Entscheidung für Hoeneß (nicht seiner Entdeckung) und der Anpassung des Kaders an den richtigen Stellschrauben mit starken Transfers.


Erstens ist die Behauptung Hoeneß wäre schon vorher auf ner internen Liste gestanden nichts als Spekulation. Hoeneß war damals einfach ein weiterer grade entlassener Trainer der von den Medien reingeschmissen wurde, sicherlich auch aufgrund der nahen persönlichen Bezügen zum VfB durch den Papa beispielsweise.

Zweitens hatte er nicht einfach eine Krise in Hoffenheim. Die guten Statistikwerte stammen alle aus dem ersten Jahr, bzw. der Hinrunde 21/22. Danach hat gar nichts mehr funktioniert weil das System Hoeneß als entlarvt galt und man rausgefunden hatte wie man Hoffenheim bespielen musste damit es nicht funktioniert.
Hoeneß hat sich da extrem weiterentwickelt, aber zu dem Zeitpunkt hatte er den Ruf ein weiterer gehypter Nachwuchstrainer der in der Bundesliga nicht dauerhaft funktioniert zu sein. Ähnliche Beispiele für Trainer mit so einem Ruf zumindestens zwischenzeitlich hatten wir bei uns mit Wolf oder Materazzio

Drittens war allein die Entscheidung eine langfristige Lösung in der damaligen Situation anzustreben bereits das außergewöhnliche wie ich geschrieben habe.
Man stand mit dem Rücken zur Wand, kurz vorm Ende und dann holt man einen, der noch nie Abstiegskampf erlebt hat und als gescheiterter Nachwuchstrainer gilt? DAS ist ne verdammt mutige Entscheidung

@Sonderbarer_84
Die Tatsache, dass eine Entscheidung von 2022 hervorgebracht wird als Kritikpunkt für nen Funktionär, der seitdem jedes Jahr die Ziele übertrifft ist wie ich schon geschrieben habe einfach keine Kritik
Es ist simples Bashing um was negatives zu schreiben
Und es ist nochmehr simples Bashing, wenns um ne Entscheidung geht die der Funktionär nur mitgetragen hat weil er gar nicht anders konnte.
Wir wissen schlicht und ergreifend nicht, wie Wohlgemuth die Materazzonachfolge wäre angegangen, weil er einfach weder die Manschaft, noch deren internen Probleme, noch den Verein, noch das Umfeld gut genug damals kannte um ne Entscheidung zu treffen

•     •     •

Die Formen müssen gewahrt werden
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5197
12.08.2026 - 13:53 Uhr
Zitat von Hozzo

Zitat von Matt1893

Zitat von Hozzo

Zitat von Matt1893

Zweitens hat sein Vorgänger M***** einen Trainer Hoeness vorher halt eben nicht mitgetragen, sonst wäre er vielleicht früher da gewesen....frei war er ja lang genug


Kurzer Einschub aus dem Gedächtnis (da werden sich aber mit etwas Mühe auch Quellen finden lassen): Der Vorgänger, dessen Name hier noch zu oft rumspukt, war wohl bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit Hoeneß in Kontakt. Dass das nicht schon früher so kam, lag daran, dass Hoeneß zu diesem Zeitpunkt nicht zum VfB wollte.


wenn du Quellen findest wäre cool, ich habs nämlich (müsste auch Quellen suchen) genau andersrum in Erinnerung.
Er wollte nicht, oder beide...miteinander arbeiten


Mit KI-Hilfe gings dann doch ganz flott:

https://www.t-online.de/sport/fussball/2-bundesliga/id_100066328/bundesliga-naechster-trainer-sagt-dem-vfb-ab-unstimmigkeiten-im-vorstand.html

https://www.transfermarkt.de/uneinigkeit-lahmt-vfb-bei-der-trainersuche-hoeness-erteilt-stuttgart-nachste-absage/view/news/412470

https://www.sportbuzzer.de/fussball/bundesliga/berichte-auch-ex-hoffenheim-trainer-sebastian-hoeness-sagt-vfb-stuttgart-ab-verhandlungen-wohl-zu-762D7BBFFBDFD6CE26BC72D3FA.html

Edit: Sorry für OT


danke

das fand ich noch:
Zitat von usernick

Nerven kostet das Casting die Fans, weil es nicht schnell genug geht in mancherlei Augen und weil medial viele Namen fallen. Zu viele, findet Mislintat, der zwar nicht zu dem ausholte, was man eine Medienschelte im Stile eines omnipräsenten TV-Philosophen nennen würde, aber doch deutlich wurde: "Nehmt das bitte nicht als zu heftige Kritik. Aber was für ein Name-Dropping da am Ende des Tages stattfand …" Der Sportchef sprach bei seinem Rundumschlag davon, dass lediglich einer der genannten Namen es in den engeren Kandidatenkreis geschafft habe.
Ist es eine Absage, wenn es kein Angebot, ja nicht einmal konkrete Gespräche gab?

Ob es sich dabei um Sebastian Hoeneß handelt oder nicht, wollte der 49-Jährige nicht kommentieren. Am Donnerstagabend jedenfalls, das ist sicher, wurde den Schwaben aus dem Hoeneß-Lager kommuniziert, dass der ehemalige Trainer der TSG Hoffenheim nicht für den Job auf der Cannstatter Bank zur Verfügung stehe. Was Mislintat und auch Vorstandschef Alexander Wehrle, die die Suche gemeinsam mit Berater Sami Khedira und Sportkoordinator Markus Rüdt vorantreiben, wurmt: dass medial von Absagen die Rede ist.


klingt jetzt nicht so, als hätte es mit den beiden passen können

a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.kicker.de/wehrle-trainersuche-absagen-mislintats-rundumschlag-921537/artikel

btw: Markus Rüdt war damals in aller Munde...laut TM ist er weiterhin beim VfB angestellt, aber konkretes findet man kaum

und ja, sorry fürs OT auch von mir
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5198
12.08.2026 - 14:17 Uhr
Zitat von st3in
Zitat von Lok123

2. Die „Erbe“-Ausrede greift mir zu kurz
Natürlich haben Wehrle und Vogt den Deal im Hintergrund angeschoben. Aber Wohlgemuth ist nicht als Praktikant angetreten, sondern als Sportdirektor. Wenn man in eine Führungsrolle schlüpft, trägt man die Entscheidungen ab Tag 1 mit. Zu sagen, er konnte von außen gar nicht mehr Einsicht haben als wir im Forum, nimmt ihn viel zu sehr aus der Verantwortung. Ein professioneller Sportdirektor muss den Kader, die Daten und die Passfähigkeit eines Trainers besser analysieren können als wir in einem Fan-Forum.
Also ja, die Entscheidung um Labbadia ging Größtenteils auf Vogt/Wehrle, aber als Verantwortlicher in Führungsposition hängst er da natürlich mit drin.

Verstehe ich auch nicht, wieso das hier so breit diskutiert wird.
Kann für mich nur damit zusammen hängen, dass vlt. die Erfahrung mit Recruiting von Führungskräften eben nicht bei allen vorhanden ist.

Selbst wenn Labbadia in der Woche vor Wohlgemuths Start angefangen hätte wäre es völliger Usus gewesen, dass Wohlgemuth darüber informiert gewesen wäre und das komplett mit abgenickt hätte.

Wenn ich als Führungskraft auf eine Stelle geholt werde, dann weiß ich schon vor Einstieg wer im Team sitzt, welche neuen Einstellungen bereits geplant sind und hatte schon persönlichen Austausch mit den wesentlichen Personen. Und wenn ich den Daumen senke, dann werden die geplanten Einstellungen auch nicht umgesetzt oder bereits Änderungen im Team gemacht.
Ich würde als Führungskraft niemals eine Stelle antreten, wo ich wenige Tage nach dem Start jemanden ins Team gesetzt bekomme, bei dem ich nicht vollkommen einverstanden bin.

Außer der Zeithorizont war zu kurz - aber das kann man behaupten, wenn am Samstag ein Trainer gefeuert und am Dienstag ein neuer verpflichtet wird und dazwischen ein Spielertransfer stattfindet..

Aber ist sowieso viel zu lange her. Reden wir auch noch darüber welche Chancen Klinsmann in seiner Stuttgarter Zeit mal vergeben hat...?


Der Punkt ist, auf welcher Basis Du entscheidest
Persönliche Sympathien sollten es ja besser nicht sein, sondern im Idealfall weißt Du möglichst genau, was die aktuellen Probleme verursacht und wie sie behoben werden können und welcher Trainertyp dafür in Frage kommt.

Der Punkt ist aus der Ferne erfährst Du das nicht.
Das erfährst Du auch nicht aus Gesprächen mit Leuten, weil die haben alle ihren eigenen Bias.
Es sind ja oft einfach kleine Dinge die sich kumulieren. Da ist der Eine stinkig auf den Anderen wegen irgendnem Blödsinn und dessen schlechte Laune wirkt sich auf den Nächsten aus etc.etc.

Sowas merkst Du nur wenn Du an dem Team dran bist, lernst wie die Leute eigentlich ticken und wie sie angesprochen und eben auch trainiert werden müssen um Leistung bringen zu können.

Wohlgemuth war damals ja noch in Paderborn glaub angestellt.
Der konnte also nicht alle zwei Tage das Training beim VfB beobachten und wie die Spieler auf was reagieren.
Der konnte nur ein paar Dinge sehen, die jeder sehen konnte der einen Fernseher hat und auf Basis davon feststellen ob er die Entscheidung nachvollziehen kann

1. Der extrem junge Kader bringt zwar jedes Jahr einzelne Topspieler hervor, aber die werden gleich wieder zwangsverscherbelt, was es schwierig macht eine Teamhierarchie zu bilden.
2. Dadurch bedingt fehlt es vielen Spielern an der Erfahrung die in der damaligen Situation gebraucht hätte um im Abstiegskampf unbelastet Leistung zu bringen und nicht zu verkrampfen in entscheidenden Situationen
3. Materazzo damals ist extrem beliebt aber es funktioniert einfach nicht mehr. Hinzu kommt, dass auch Mislintat extrem beliebt ist und gerade geschasst wird. Egal wen Du holst, der wird als Auslöser dienen weitere Unruhe in die verunsicherte Manschaft zu bringen
4. Ein dritter Abstieg wird substantiell extrem mit dem anstehenden Stadionumbau. Gut möglich dass dann ganz die Lichter ausgehen und man gleich durchgereicht wird


Der Grundgedanke, dass man einen klassischen Retter braucht damit man überhaupt in der Zukunft irgendwann mal wieder etwas aufbauen kann ist in der Situation nachvollziehbar.

Der Gedanke dass man in der Situation einen Trainer braucht, der keine große Anlaufzeit braucht, weil er dort schonmal gearbeitet hat und damit Verein und Umfeld kennt und weil er Erfahrung damit hat die Köpfe von Spielern frei zu bekommen für den Abstiegskampf...ist naheliegend

Der Gedanke, dass man in der Situation einen anderen Ansatz bringen muss wie man spielt, einfach weil der bisherige nicht mehr funkioniert...ist naheliegend. Einen entsprechenden Trainer zu holen...ist naheliegend

Und das Labaddia genau diesem Profil entsprach war weithin bekannt.
Ich mein ernsthaft, was hätte Wohlgemuth vor der Verpflichtung von Labaddia als rationales Argument gegen ihn bringen können?
Selbst die Fangemeinde war sich sicher, dass Labaddia den Klassenerhalt schaffen würde (und danach an der Entwicklung des Teams wieder scheitern würde)

Es ist nicht so gekommen, aber im Vorhinein zu wissen, dass man die Leute nicht anders ansprechen oder trainieren oder sontwas machen müsse, sondern Spieler auf anderen Positionen als ihren bisherigen ausprobieren müsse ist nunmal nicht möglich, wenn Du nicht im Training siehst, dass einzelne Spieler Dinge für die sie im Spiel nie zuständig waren besser können als das wofür sie zuständig waren.

Gut dass Anton als RV damals ne dämliche Idee war, war vermutlich jedem klar, zumal man mit Mavropanos einen weiteren IV hatte damals der da besser gepasst hat als Vagnoman verletzt war.
Dass man Endo aber weiter nach vorne zieht? Das hat der weder davor noch danach irgendwo jemals gespielt.

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Die Formen müssen gewahrt werden
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5199
12.08.2026 - 14:32 Uhr
Zitat von PrinceofLies

Und das Labaddia genau diesem Profil entsprach war weithin bekannt.
Ich mein ernsthaft, was hätte Wohlgemuth vor der Verpflichtung von Labaddia als rationales Argument gegen ihn bringen können?
Selbst die Fangemeinde war sich sicher, dass Labaddia den Klassenerhalt schaffen würde (und danach an der Entwicklung des Teams wieder scheitern würde)

Da müsste ich nochmal nachschauen, habe das komplett anders in Erinnerung. Ich bin der Meinung, dass damals alle schon sehr gespalten und viele skeptisch gegenüber Labbadia waren - mit Glück vlt der Klassenerhalt, wenn überhaupt das.

Vielleicht täusche ich mich aber auch. Eine Meinung zu Labbadia zu haben - dafür braucht man überhaupt kein Training sehen. Deshalb verstehe ich da dein Argument nicht so ganz.

Und ja, man kann das durchaus auch von außen und aus Gesprächen mit Personen (mit Bias) beurteilen, wenn irgendjemand direkt ein Mismatch ist.

Wie auch immer, ich will mich da gar nicht einmischen in die Diskussion - lediglich mit reingehen, dass die Idee er wäre jungfräulich wie Maria zu Labbadia gekommen und hätte keine Stakes darin einfach unrealistisch ist.

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Dieter Hecking: «Was soll ich daran bewundern? Er wird doch gut bezahlt, da kann er doch mal einen Elfmeter verwandeln»
Fabian Wohlgemuth [Sportvorstand] |#5200
12.08.2026 - 14:38 Uhr
Zitat von st3in

Zitat von Lok123

2. Die „Erbe“-Ausrede greift mir zu kurz
Natürlich haben Wehrle und Vogt den Deal im Hintergrund angeschoben. Aber Wohlgemuth ist nicht als Praktikant angetreten, sondern als Sportdirektor. Wenn man in eine Führungsrolle schlüpft, trägt man die Entscheidungen ab Tag 1 mit. Zu sagen, er konnte von außen gar nicht mehr Einsicht haben als wir im Forum, nimmt ihn viel zu sehr aus der Verantwortung. Ein professioneller Sportdirektor muss den Kader, die Daten und die Passfähigkeit eines Trainers besser analysieren können als wir in einem Fan-Forum.
Also ja, die Entscheidung um Labbadia ging Größtenteils auf Vogt/Wehrle, aber als Verantwortlicher in Führungsposition hängst er da natürlich mit drin.

Verstehe ich auch nicht, wieso das hier so breit diskutiert wird.
Kann für mich nur damit zusammen hängen, dass vlt. die Erfahrung mit Recruiting von Führungskräften eben nicht bei allen vorhanden ist.

Selbst wenn Labbadia in der Woche vor Wohlgemuths Start angefangen hätte wäre es völliger Usus gewesen, dass Wohlgemuth darüber informiert gewesen wäre und das komplett mit abgenickt hätte.

Wenn ich als Führungskraft auf eine Stelle geholt werde, dann weiß ich schon vor Einstieg wer im Team sitzt, welche neuen Einstellungen bereits geplant sind und hatte schon persönlichen Austausch mit den wesentlichen Personen. Und wenn ich den Daumen senke, dann werden die geplanten Einstellungen auch nicht umgesetzt oder bereits Änderungen im Team gemacht.
Ich würde als Führungskraft niemals eine Stelle antreten, wo ich wenige Tage nach dem Start jemanden ins Team gesetzt bekomme, bei dem ich nicht vollkommen einverstanden bin.

Außer der Zeithorizont war zu kurz - aber das kann man behaupten, wenn am Samstag ein Trainer gefeuert und am Dienstag ein neuer verpflichtet wird und dazwischen ein Spielertransfer stattfindet..

Aber ist sowieso viel zu lange her. Reden wir auch noch darüber welche Chancen Klinsmann in seiner Stuttgarter Zeit mal vergeben hat...?

Danke, ich finde die Diskussion über diese alte Kamelle auch outdated.
Aber die Annahme, dass eine Führungskraft, wie ein Azubi, bis zum ersten Arbeitstag die Füsse hochlegt und keine Einblick vorab bekommt, gerade bei solch wichtigen Entscheidungen, dass finde ich dann zu naiv um dazu nichts zu sagen.

Wenn man das allgemein endlich annehmen könnte, dass Labbadia unter Wohlgemuths Führung kam, dann könnte man es auch endlich mal lobend erwähnen, @vfb4ever, dass Wohlgemuth rechtzeitig diesen Fehler korrigiert hat und mit Hoeness einen, wenn nicht sogar den besten Trainer der Vereinsgeschichte geholt hat.

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in a town called Stuttgart....
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