Deutsche Talente mit Migrationshintergrund III
16.05.2009 - 18:06 Uhr
06.06.2009 - 21:40 Uhr
Zitat von 23_AdO_BiH:
Marko Marin ist bosnier :D
also in bosnien geboren :)
Und darüberhinaus ein deutscher A-Nationalspieler, der selbst nach der Regeländerung nicht mehr wechseln kann. Und damit für diesen Thread reichlich uninteressant. :rolleyes
Marko Marin ist bosnier :D
also in bosnien geboren :)
Und darüberhinaus ein deutscher A-Nationalspieler, der selbst nach der Regeländerung nicht mehr wechseln kann. Und damit für diesen Thread reichlich uninteressant. :rolleyes
07.06.2009 - 20:50 Uhr
Diese Regeländerung ist alles andere als eine erfreuliche Nachricht für Deutschland und sein Ausbildungssystem. Die jahrelange Betreuung, Kontaktpflege und Aufbauarbeit ab der U15, in den Leistungszentren bis zur U21 wird in Frage gestellt. Der ganze Ausbildungsweg kann schlussendlich umsonst gewesen sein. Bis jetzt war es ja so dass man eine Reihe an Spielern bis zur U21 führen konnte und man auf diese Weise einen gewissen stabilen Pool an Spielern aufbauen konnte, der später für die A-Nationalmannschaft in Frage gekommen wäre. Dieser Pool an Spielern ist in Zukunft mehr als fragil und unsicher, und wird wohl schmilzen.
Andere Länder mit hohem Immagrationsanteil wie Belgien, die Schweiz, Schweden, Frankreich oder die Niederlande sind ähnlich betroffen. In diesen Ländern wird es in Zukunft immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund geben, diese Entwicklung wird sich auch deutlich im (Nachwuchs-)fussball niederschlagen. Es wird also immer weniger Sicherheit geben, Spieler können jederzeit wechseln und abgeworben werden. Es ist wohl voraussehbar dass viele Spieler den Ausbildungsweg in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden (...) gehen und bis zur U21 spielen und dann massiv ab 22,23 Jahren von anderen Ländern abgeworben werden. Die selben Spieler wären vielleicht erst mit 25,26,27 für Deutschland (...) in Frage gekommen, sind dann aber nicht mehr im nominierbaren Pool...Länder aus Osteuropa und vom Balkan, aus Afrika (vor allem Nordafrika und Länder wie Senegal, Kongo, Nigeria..) oder auch die Türkei werden hier sicherlich profitieren.
In der deutschen U21 gibt es bereits einige Spieler die (wieder) wechseln können (Aogo, Özbek, Dejagah, die Boatengs, Polanski?, Boenisch...), gar nicht zu sprechen von den unteren Jahrgängen. Du schaust dir eine U21-EM an, wo dann ein Teil der Spieler in den nächsten Monaten vielleicht schon für ein anderes Land auflaufen wird. Dass nicht mal mehr die U21 mehr sicher ist, 21 war eigentlich ein gutes und sinnvolles Grenzalter.
Irgendwie machen die U-Teams doch immer weniger Sinn. Wie vorhin gesagt, die gesamte Aufbauarbeit und Kontaktpflege seitens des DFB mit der Finalität den Pool an potentiellen deutschen Nationalspielern zu vergrössern und verbessern ist in Gefahr. Letztlich profitieren dann andere Länder von der Ausbildung, der Pool an Spielern geht teilweise verloren. Und es wird in Zukunft immer mehr deutsche Talente mit Migrationshintergrund in den deutschen Klubs und U-Mannschaften geben. Doch was kann man tun dass diese dann Deutschland nach der U21 treu bleiben...eigentlich nichts...Verträge mit dem Spieler sind keine Sicherheit, mündliche Zusagen schon gar nicht. Die 6+5-eglung ist auch nicht die richtige Lösung und wird seitens der EU nicht zugelassen. Die UEFA müsste trotzdem überlegen ob es nicht irgendein Gegenmittel gibt...
Vielleicht sollte man auch noch die letzten Regeln und Limitierungen aufheben und alles zulassen. Nach dem Motto "Ronaldinho für Katar". Die ganze Kohärenz ist verlorengegangen, was heisst schon Nationalmannschaft, wenn man diese dauernd wechseln darf. Zuletzt will ich noch anmerken dass es unmöglich von Blatter ist wie er seine Landsleute aus der Schweiz da reingeritten hat, die wohl mit am meisten unter der Regelung leiden werden.
Andere Länder mit hohem Immagrationsanteil wie Belgien, die Schweiz, Schweden, Frankreich oder die Niederlande sind ähnlich betroffen. In diesen Ländern wird es in Zukunft immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund geben, diese Entwicklung wird sich auch deutlich im (Nachwuchs-)fussball niederschlagen. Es wird also immer weniger Sicherheit geben, Spieler können jederzeit wechseln und abgeworben werden. Es ist wohl voraussehbar dass viele Spieler den Ausbildungsweg in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden (...) gehen und bis zur U21 spielen und dann massiv ab 22,23 Jahren von anderen Ländern abgeworben werden. Die selben Spieler wären vielleicht erst mit 25,26,27 für Deutschland (...) in Frage gekommen, sind dann aber nicht mehr im nominierbaren Pool...Länder aus Osteuropa und vom Balkan, aus Afrika (vor allem Nordafrika und Länder wie Senegal, Kongo, Nigeria..) oder auch die Türkei werden hier sicherlich profitieren.
In der deutschen U21 gibt es bereits einige Spieler die (wieder) wechseln können (Aogo, Özbek, Dejagah, die Boatengs, Polanski?, Boenisch...), gar nicht zu sprechen von den unteren Jahrgängen. Du schaust dir eine U21-EM an, wo dann ein Teil der Spieler in den nächsten Monaten vielleicht schon für ein anderes Land auflaufen wird. Dass nicht mal mehr die U21 mehr sicher ist, 21 war eigentlich ein gutes und sinnvolles Grenzalter.
Irgendwie machen die U-Teams doch immer weniger Sinn. Wie vorhin gesagt, die gesamte Aufbauarbeit und Kontaktpflege seitens des DFB mit der Finalität den Pool an potentiellen deutschen Nationalspielern zu vergrössern und verbessern ist in Gefahr. Letztlich profitieren dann andere Länder von der Ausbildung, der Pool an Spielern geht teilweise verloren. Und es wird in Zukunft immer mehr deutsche Talente mit Migrationshintergrund in den deutschen Klubs und U-Mannschaften geben. Doch was kann man tun dass diese dann Deutschland nach der U21 treu bleiben...eigentlich nichts...Verträge mit dem Spieler sind keine Sicherheit, mündliche Zusagen schon gar nicht. Die 6+5-eglung ist auch nicht die richtige Lösung und wird seitens der EU nicht zugelassen. Die UEFA müsste trotzdem überlegen ob es nicht irgendein Gegenmittel gibt...
Vielleicht sollte man auch noch die letzten Regeln und Limitierungen aufheben und alles zulassen. Nach dem Motto "Ronaldinho für Katar". Die ganze Kohärenz ist verlorengegangen, was heisst schon Nationalmannschaft, wenn man diese dauernd wechseln darf. Zuletzt will ich noch anmerken dass es unmöglich von Blatter ist wie er seine Landsleute aus der Schweiz da reingeritten hat, die wohl mit am meisten unter der Regelung leiden werden.
08.06.2009 - 06:02 Uhr
Zitat von robotnik:
http://goal.com/en/news/1863/world-cup-2010confederations-cup/2009/06/05/1306346/fifa-clear-dennis-aogo-to-star-for-nigeria
"Angeblich" signalisierte Aogo Interesse an Nigeria!
PS:
Im Sportstudio hat er sich aber deutlich PRO Deutschland ausgesprochen.
Und zwar ziemlich eindeutig und unmißverständlich - daher halte ich diese Meldung für frei erfunden.
http://goal.com/en/news/1863/world-cup-2010confederations-cup/2009/06/05/1306346/fifa-clear-dennis-aogo-to-star-for-nigeria
"Angeblich" signalisierte Aogo Interesse an Nigeria!
PS:
Im Sportstudio hat er sich aber deutlich PRO Deutschland ausgesprochen.
Und zwar ziemlich eindeutig und unmißverständlich - daher halte ich diese Meldung für frei erfunden.
08.06.2009 - 16:38 Uhr
Seh nur ich das so, oder widerspricht sich da etwas.
" Wir wollen nur Spieler, die sich mit diesem Land identifiieren und stolz darauf sind, für es zu spielen, klappt es hier doch nicht, soll es ruhig erlaubt sein, zu einem anderen Land zu wechseln bei dem es einfacher ist. :ugly
" Wir wollen nur Spieler, die sich mit diesem Land identifiieren und stolz darauf sind, für es zu spielen, klappt es hier doch nicht, soll es ruhig erlaubt sein, zu einem anderen Land zu wechseln bei dem es einfacher ist. :ugly
08.06.2009 - 16:56 Uhr
Neven Subotic wird sich sicherlich ärgern, dass die FIFA diese Entscheidung nicht ein halbes Jahr vorher getroffen hat.
Zitat von AllanSimonsen:
Seh nur ich das so, oder widerspricht sich da etwas.
" Wir wollen nur Spieler, die sich mit diesem Land identifiieren und stolz darauf sind, für es zu spielen, klappt es hier doch nicht, soll es ruhig erlaubt sein, zu einem anderen Land zu wechseln bei dem es einfacher ist. :ugly
Wo ist der Widerspruch? Der erste Teil Sammers Aussage bezieht sich auf die generelle Vorgehensweise und der zweite Teil bezieht sich auf Einzelfälle. Ergo: Ist das kein Widerspruch, sondern eine Ausdifferenzierung.
Ich sehe das übrigens ähnlich wie Sammer. Die vorherige Regelung haben ohnehin die meisten Journalisten, Berater und Spieler eh nicht kapiert.
Zitat von AllanSimonsen:
Seh nur ich das so, oder widerspricht sich da etwas.
" Wir wollen nur Spieler, die sich mit diesem Land identifiieren und stolz darauf sind, für es zu spielen, klappt es hier doch nicht, soll es ruhig erlaubt sein, zu einem anderen Land zu wechseln bei dem es einfacher ist. :ugly
Wo ist der Widerspruch? Der erste Teil Sammers Aussage bezieht sich auf die generelle Vorgehensweise und der zweite Teil bezieht sich auf Einzelfälle. Ergo: Ist das kein Widerspruch, sondern eine Ausdifferenzierung.
Ich sehe das übrigens ähnlich wie Sammer. Die vorherige Regelung haben ohnehin die meisten Journalisten, Berater und Spieler eh nicht kapiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meistermacher am 08.06.2009 um 16:58 Uhr bearbeitet
08.06.2009 - 17:04 Uhr
Nun ja, für mich ist der Widerspruch darin begründet, dass man Spieler haben will, die sich mit Deutschland identifizieren, aber die dennoch, wenns halt nicht klappt, mal eben das Land wechseln können.
Soviel zur Identifizierung.
Soviel zur Identifizierung.
08.06.2009 - 17:10 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Nun ja, für mich ist der Widerspruch darin begründet, dass man Spieler haben will, die sich mit Deutschland identifizieren, aber die dennoch, wenns halt nicht klappt, mal eben das Land wechseln können.
Soviel zur Identifizierung.
Das Problem ist nur, dass du aus einer Differzierung eine Generalisierung machst!
Oder anders gesagt was bedeutet die Formulierung: "in einigen Fällen" - also in Einzelfällen, welche die Ausnahme der Regel darstellen.
Nun ja, für mich ist der Widerspruch darin begründet, dass man Spieler haben will, die sich mit Deutschland identifizieren, aber die dennoch, wenns halt nicht klappt, mal eben das Land wechseln können.
Soviel zur Identifizierung.
Das Problem ist nur, dass du aus einer Differzierung eine Generalisierung machst!
Oder anders gesagt was bedeutet die Formulierung: "in einigen Fällen" - also in Einzelfällen, welche die Ausnahme der Regel darstellen.
08.06.2009 - 17:15 Uhr
Aber wieso sollte für diese Einzelfälle etwas anderes gelten?
Haben die einen Grund sich weniger mit Deutschland zu identifizieren?
Und wenn sie sich weniger mit Deutschland identifizieren, dürfte mann sie doch der Logik halber gar nicht einladen, eben weil sie es nicht so stark tun?
Haben die einen Grund sich weniger mit Deutschland zu identifizieren?
Und wenn sie sich weniger mit Deutschland identifizieren, dürfte mann sie doch der Logik halber gar nicht einladen, eben weil sie es nicht so stark tun?
08.06.2009 - 17:20 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Aber wieso sollte für diese Einzelfälle etwas anderes gelten?
Weil solche Einsichten den Realitäten des Lebens geschuldet sind - Einstellungen und Lebenswege verändern sich nunmal im Laufe der Zeit.
Ich nehme Steffen Hofmann beispielsweise ab, dass er sehr gerne für die deutsche U21 gespiel hat, aber auch dass es ihm inzwischen viel bedeuten würde für Österreich aufzulaufen.
Aber wieso sollte für diese Einzelfälle etwas anderes gelten?
Weil solche Einsichten den Realitäten des Lebens geschuldet sind - Einstellungen und Lebenswege verändern sich nunmal im Laufe der Zeit.
Ich nehme Steffen Hofmann beispielsweise ab, dass er sehr gerne für die deutsche U21 gespiel hat, aber auch dass es ihm inzwischen viel bedeuten würde für Österreich aufzulaufen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meistermacher am 08.06.2009 um 17:21 Uhr bearbeitet
10.06.2009 - 17:23 Uhr
http://www.reviersport.de/85767---polen-ex-schalker-steht-kurz-vor-laenderspiel-debuet.html[/zitat][/zitat]
Die Polen haben die neue Regel ja schnell integriert. Man müsste ihn fragen ob er für Polen spielen will.
Ob er es denn auch zugeben würde...wahrscheinlich nicht. Das ist was ich meinem vorherigen Post gesagt habe, die Spieler werden massiv mit 21-23 Jahren von anderen Ländern umgarnt und nominiert. Die EM einmal zuende gespielt, werden die Anfragen kommen: Boenisch für Polen, Aogo für Nigeria, möglicherweise Dejagah für den Iran, die Boatengs für Ghana, Ben-Hatira für Tunesien usw. Wer kann da schon sagen ob sie sich nicht noch umentscheiden werden.
Die unmittelbare und kurzfristige Perspektive bei anderen A-Nationalmannschaften ist meist deutlich besser. Es ist nicht sicher ob sie überhaupt eine langfristige Chance haben für Deutschland zu spielen und man hat ja kein Mittel mehr sie an sich zubinden. Es wird in Zukunft keine Sicherheit mehr geben, Wechsel sind jederzeit möglich und werden auch stattfinden. Die EM macht in dem Sinne natürlich keinen keinen grossen Sinn mehr. Spieler die für ein Land spielen können ein paar Wochen später für ein anderes Land spielen. Aber diese Spieler jetzt ausladen? Dann müsste man vielleicht 4,5 oder mehr Spieler weglassen, da man ja nicht sicher ist ob sie weiterhin an Deutschland festhalten.
Wäre eine Möglichkeit nicht eine Art "Sperre" einzuführen. Wenn man für ein Land spielt ist man für einen gewissen Zeitraum für andere Länder nicht spielberechtigt (ein Jahr zum Beispiel). Ansonsten wird es ein grosses Hopping geben, vor allem da man ja auch bei Freundschaftsspielen noch wechseln kann. Vielleicht nimmt Boenisch die Einladung an und lässt sich aber die Option Deutschland aber offen...
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