| Geburtsdatum | 19.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Vereinigte Staaten |
| Funktion | Leiter der Nachwuchsabteilung |
| Akt. Verein | RB Leipzig |
David Wagner [ehem. Trainer]
09.05.2019 - 21:25 Uhr
17.12.2019 - 02:36 Uhr
Es ist unglaublich wie sexy wir diese Saison einfach spielen. Das liegt zu einem an der offensiven Ausrichtung unserer AV - vorallem Kenny. Dann an dem dynamischem und athletischem Mittelfeld in Form von Serdar und McKennie. Dann aufgrund von Harits Form und da er alle Freiheiten in seinem Spiel genießt.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
17.12.2019 - 04:39 Uhr
Zitat von KunstART
Es ist unglaublich wie sexy wir diese Saison einfach spielen. Das liegt zu einem an der offensiven Ausrichtung unserer AV - vorallem Kenny. Dann an dem dynamischem und athletischem Mittelfeld in Form von Serdar und McKennie. Dann aufgrund von Harits Form und da er alle Freiheiten in seinem Spiel genießt.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
Es ist unglaublich wie sexy wir diese Saison einfach spielen. Das liegt zu einem an der offensiven Ausrichtung unserer AV - vorallem Kenny. Dann an dem dynamischem und athletischem Mittelfeld in Form von Serdar und McKennie. Dann aufgrund von Harits Form und da er alle Freiheiten in seinem Spiel genießt.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
Ich würde dem nur ein wenig widersprechen. Ich finde nicht das wir, wie du sagst "sexy spielen". Ich finde die Grundphilosophie unseres Spiels ist sehr vergleichbar mit Tedescos erstem Jahr bei uns. Einfaches Spiel, gerade Pässe und extrem aggressives Gegenpressing, bei dem die Spieler sich in jeden Zweikampf mit voller Wucht reinwerfen. Das Tor gegen Frankfurt war in dieser Saison der Inbegriff von Schalke Fußball. Matondo rennt den Verteidiger an, zwingt ihn zum Fehler. Mascarell schneller Kurzpass auf Harit, der rennt 20 m, Kurzpass auf Raman und Tor. Sehr simpel, aber sehr effektiv
Der große Unterschied, meiner Meinung nach liegt in 3 Punkten.
Zum einen haben wir ein wesentlich besseres Spielermaterial, bzw. Spieler sind besser geworden und passen besser zu System. Unter Tedesco mussten wir mit einer Dreierkette in der IV spielen, weil wir weder einen Rechtsverteidiger hatten, noch schnelle Innenverteidiger, die zudem Ballsicher sind. Der Kern unserer IV war Naldo, der in Sachen Technik und Zweikampf überragend war, aber der in einer 4er Kette jedem Stürmer hinterhergerannt wäre. Auch mussten wir damals unsere Flügelmittelfeldspieler zu LAV/RAV ziehen, was unsere Angriffskette wesentlich Tiefer positioniert hat. Auch hatten wir ein Mittelfeld mit Goretzka der gut war und Meyer der im Prinzip genau die Rolle hat die Mascarell jetzt bei uns auch hat, mit dem Unterschied das Mascarell quasi eine Betonwand mit Schalke Trikot ist, während Meyer nur aus Alibigründen einen Körper besitzt. In der Offensive hatten wir dann noch einen sehr unerfahrenen Harit, McKennie, sowie einen Konoplyanka der nie auf Schalke warm wurde und einen Burgi, der damals immer einen reingestolpert hat und einen immer verletzten Embolo. Auch unter Tedesco war es zunächst der Fokus taktisch diszipliniert zu stehen und dann schnell umzuschalten um zum Tor zu kommen. Wir standen tief und haben durch unsere Grundordnung halt erst in der eigenen Hälfte angefangen zu pressen und dann durch die mangelnde Qualität unserer Stürmer nur selten einen Angriff konsequent zuende gespielt und mussten uns häufig auf Standards verlassen und durch Leidenschaft getragene Spiele wie gegen den BVB oder Frankfurt verlassen. Es war am Ende ein Mix aus Betonverteidigen Standards und Glück der uns auf Platz 2 gebracht hat.
Mittlerweile haben wir mit Kenny einen echten RV und grundsätzlich mit Kabak/Stambouli/Nastasic/Sané 4 sehr gute Innenverteidiger, die Sowohl mit als auch gegen den Ball stark sind und auch in einer 2er IV Gegner stellen können. Dadurch können wir halt die Mittelfeldspieler viel Offensiver spielen und früher angreifen ohne Gefahr zu haben in einen Konter zu laufen(Erst ein Konter Gegentor diese Saison). Auch haben sich viele Junge Spieler in unserem Kader enorm weiterentwickelt. Serdar füllt mittlerweile die Rolle von Goretzka hervorragend aus. Mascarell ist endlich gesund und hat Rhythmus und Harit spielt Welten intelligenter und verrent sich nicht annähernd so häufig im Gegner und spielt bedeutend bessere Pässe und Calli kann viel höher stehen und hat nen kürzeren weg zu Tor und mit Raman und Matondo hat man echtes Tempo in der Gegnerischen Hälfte.
Der zweite Punkt ist das Wagner die Mannschaft einfach viel besser im Griff hat als Tedesco. So sehr ich ihn mag, er hat zu keinem Zeitpunkt die Teamchemie wirklich im Griff gehabt und sich immer von der Euphorie tragen lassen. Bentaleb, Konoplyanka und Mendyl zu halten, aber Naldo, Höwedes und Fährmann auszubooten war schlichtweg dumm. Die Identifikation mit den Fans war weg und auch intern waren die alle Führungsspieler die, die Mannschaft kontrolliert haben. Als dann die Ergebnisse fehlten und die Egos mit den Spielern durchdrehten war Tedesco schlicht hilflos.
Wagner hat meiner Wahrnehmung nach mehr Ecken und Kanten als Tedesco und dadurch die Kabine besser im Griff. Die erste Handlung war, das Gift aus dem System zu spülen und einen Schlussstrich mit einigen Störelementen zu ziehen. Zudem spricht er glaube ich auch die Sprache der Spieler besser und kann die Stimmung besser lesen, was man vor allem an Harit sehen kann, den er vom Boden aus komplett aufgevaut und unterstützt hat. Zudem muss man auch sagen das er vom Typ und wie er redet einem Klopp sehr ähnlich wirkt was denke ich einfach auch in der Außendarstellung ihm sicherlich nicht schadet. Klingt vielleicht doof, aber ich denke schon das, das Einfluss hat. Auch muss man hierbei Schneider erwähnen der durch seine ruhige professionelle Art im Hintergrund einfach besser funktioniert als Heidel bei dem im letzten Jahr auch das Ego durchgebrannt ist und bei dem alles nach Panik ausgesehen hat-.
Der dritte Punkt ist dann Teamtaktik. Im zweiten Jahr hat Tedesco versucht der Mannschaft einen neuen Stil zu geben, der ästhetischer und offensiver sein sollte, was leider nicht funktioniert hat weil keiner wusste was er zu tun hatte und jeder teils vogelwild unterwegs war und überall Lücken waren die, die Gegner eiskalt ausgenutzt hatten, als er dann zurück zu 5 er Kette wollte hatte er nicht mehr die Spieler dafür und auch nicht mehr die Rückendeckung aus der Mannschaft.
Wagner, weiß was man hier sehen will und zwingt den Spielern nichts außerordentlich kompliziertes auf. Jeder weiß wo er zu stehen hat, wo seine Mitspieler sind und kann häufig mit einfachen Pässen den Ball schnell nach vorne bringen. Perfektes Beispiel dafür wäre das Tor gegen Union. Ballgewinn in der eigenen Hälfte und 4 schnelle Pässe später, bevor der Gegner sich formieren kann, ist der Ball im Tor. Das ist einfach, das ist sauber, aber effektiv und weil die Jungs momentan mit einer großen Leidenschaft unterwegs sind und Harit zaubert macht es sehr viel Spaß dem zuzuschauen. Interessant wird es hier sein was er nächste Saison plant, ob er den Stil aus dieser Saison verfeinert oder auch versucht Schalke einen Dominanz Fußball anzueignen.
Ich hab bei Wagner und Schneider das Gefühl, das hier wirklich was aufgebaut wird. Das Team ums Team ist groß verstärkt worden, was, denke ich, Wagner enorm unter die Arme greift (Tedesco wirkte immer als ob er kurz vorm Burnout ist) und auch Transfers wirken wesentlich durchdachter. Bei Wagner hab ich das Gefühl das er immer weiß wo das Team gerade ist und reagieren kann und dass die Mannschaft durch die Bank weg voll hinter ihm steht und bereit ist seine Vorschläge anzunehmen.
Natürlich ist auch anzumerken das er jetzt erstmal nur eine Hinrunde hier ist, welche besser kaum hätte laufen können und man sehen wird wie er sich hält wenn es mal hart auf hart kommt, aber durch seine Art denke ich hat er sich enorm viel Kredit bei Fans und Spielern verdient, sodass die mit ihm sehr lange den Weg bereit sind mitzugehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von michi6486 am 17.12.2019 um 05:02 Uhr bearbeitet
17.12.2019 - 09:58 Uhr
Zitat von michi6486
Ich würde dem nur ein wenig widersprechen. Ich finde nicht das wir, wie du sagst "sexy spielen". Ich finde die Grundphilosophie unseres Spiels ist sehr vergleichbar mit Tedescos erstem Jahr bei uns. Einfaches Spiel, gerade Pässe und extrem aggressives Gegenpressing, bei dem die Spieler sich in jeden Zweikampf mit voller Wucht reinwerfen. Das Tor gegen Frankfurt war in dieser Saison der Inbegriff von Schalke Fußball. Matondo rennt den Verteidiger an, zwingt ihn zum Fehler. Mascarell schneller Kurzpass auf Harit, der rennt 20 m, Kurzpass auf Raman und Tor. Sehr simpel, aber sehr effektiv
Der große Unterschied, meiner Meinung nach liegt in 3 Punkten.
Zum einen haben wir ein wesentlich besseres Spielermaterial, bzw. Spieler sind besser geworden und passen besser zu System. Unter Tedesco mussten wir mit einer Dreierkette in der IV spielen, weil wir weder einen Rechtsverteidiger hatten, noch schnelle Innenverteidiger, die zudem Ballsicher sind. Der Kern unserer IV war Naldo, der in Sachen Technik und Zweikampf überragend war, aber der in einer 4er Kette jedem Stürmer hinterhergerannt wäre. Auch mussten wir damals unsere Flügelmittelfeldspieler zu LAV/RAV ziehen, was unsere Angriffskette wesentlich Tiefer positioniert hat. Auch hatten wir ein Mittelfeld mit Goretzka der gut war und Meyer der im Prinzip genau die Rolle hat die Mascarell jetzt bei uns auch hat, mit dem Unterschied das Mascarell quasi eine Betonwand mit Schalke Trikot ist, während Meyer nur aus Alibigründen einen Körper besitzt. In der Offensive hatten wir dann noch einen sehr unerfahrenen Harit, McKennie, sowie einen Konoplyanka der nie auf Schalke warm wurde und einen Burgi, der damals immer einen reingestolpert hat und einen immer verletzten Embolo. Auch unter Tedesco war es zunächst der Fokus taktisch diszipliniert zu stehen und dann schnell umzuschalten um zum Tor zu kommen. Wir standen tief und haben durch unsere Grundordnung halt erst in der eigenen Hälfte angefangen zu pressen und dann durch die mangelnde Qualität unserer Stürmer nur selten einen Angriff konsequent zuende gespielt und mussten uns häufig auf Standards verlassen und durch Leidenschaft getragene Spiele wie gegen den BVB oder Frankfurt verlassen. Es war am Ende ein Mix aus Betonverteidigen Standards und Glück der uns auf Platz 2 gebracht hat.
Mittlerweile haben wir mit Kenny einen echten RV und grundsätzlich mit Kabak/Stambouli/Nastasic/Sané 4 sehr gute Innenverteidiger, die Sowohl mit als auch gegen den Ball stark sind und auch in einer 2er IV Gegner stellen können. Dadurch können wir halt die Mittelfeldspieler viel Offensiver spielen und früher angreifen ohne Gefahr zu haben in einen Konter zu laufen(Erst ein Konter Gegentor diese Saison). Auch haben sich viele Junge Spieler in unserem Kader enorm weiterentwickelt. Serdar füllt mittlerweile die Rolle von Goretzka hervorragend aus. Mascarell ist endlich gesund und hat Rhythmus und Harit spielt Welten intelligenter und verrent sich nicht annähernd so häufig im Gegner und spielt bedeutend bessere Pässe und Calli kann viel höher stehen und hat nen kürzeren weg zu Tor und mit Raman und Matondo hat man echtes Tempo in der Gegnerischen Hälfte.
Der zweite Punkt ist das Wagner die Mannschaft einfach viel besser im Griff hat als Tedesco. So sehr ich ihn mag, er hat zu keinem Zeitpunkt die Teamchemie wirklich im Griff gehabt und sich immer von der Euphorie tragen lassen. Bentaleb, Konoplyanka und Mendyl zu halten, aber Naldo, Höwedes und Fährmann auszubooten war schlichtweg dumm. Die Identifikation mit den Fans war weg und auch intern waren die alle Führungsspieler die, die Mannschaft kontrolliert haben. Als dann die Ergebnisse fehlten und die Egos mit den Spielern durchdrehten war Tedesco schlicht hilflos.
Wagner hat meiner Wahrnehmung nach mehr Ecken und Kanten als Tedesco und dadurch die Kabine besser im Griff. Die erste Handlung war, das Gift aus dem System zu spülen und einen Schlussstrich mit einigen Störelementen zu ziehen. Zudem spricht er glaube ich auch die Sprache der Spieler besser und kann die Stimmung besser lesen, was man vor allem an Harit sehen kann, den er vom Boden aus komplett aufgevaut und unterstützt hat. Zudem muss man auch sagen das er vom Typ und wie er redet einem Klopp sehr ähnlich wirkt was denke ich einfach auch in der Außendarstellung ihm sicherlich nicht schadet. Klingt vielleicht doof, aber ich denke schon das, das Einfluss hat. Auch muss man hierbei Schneider erwähnen der durch seine ruhige professionelle Art im Hintergrund einfach besser funktioniert als Heidel bei dem im letzten Jahr auch das Ego durchgebrannt ist und bei dem alles nach Panik ausgesehen hat-.
Der dritte Punkt ist dann Teamtaktik. Im zweiten Jahr hat Tedesco versucht der Mannschaft einen neuen Stil zu geben, der ästhetischer und offensiver sein sollte, was leider nicht funktioniert hat weil keiner wusste was er zu tun hatte und jeder teils vogelwild unterwegs war und überall Lücken waren die, die Gegner eiskalt ausgenutzt hatten, als er dann zurück zu 5 er Kette wollte hatte er nicht mehr die Spieler dafür und auch nicht mehr die Rückendeckung aus der Mannschaft.
Wagner, weiß was man hier sehen will und zwingt den Spielern nichts außerordentlich kompliziertes auf. Jeder weiß wo er zu stehen hat, wo seine Mitspieler sind und kann häufig mit einfachen Pässen den Ball schnell nach vorne bringen. Perfektes Beispiel dafür wäre das Tor gegen Union. Ballgewinn in der eigenen Hälfte und 4 schnelle Pässe später, bevor der Gegner sich formieren kann, ist der Ball im Tor. Das ist einfach, das ist sauber, aber effektiv und weil die Jungs momentan mit einer großen Leidenschaft unterwegs sind und Harit zaubert macht es sehr viel Spaß dem zuzuschauen. Interessant wird es hier sein was er nächste Saison plant, ob er den Stil aus dieser Saison verfeinert oder auch versucht Schalke einen Dominanz Fußball anzueignen.
Ich hab bei Wagner und Schneider das Gefühl, das hier wirklich was aufgebaut wird. Das Team ums Team ist groß verstärkt worden, was, denke ich, Wagner enorm unter die Arme greift (Tedesco wirkte immer als ob er kurz vorm Burnout ist) und auch Transfers wirken wesentlich durchdachter. Bei Wagner hab ich das Gefühl das er immer weiß wo das Team gerade ist und reagieren kann und dass die Mannschaft durch die Bank weg voll hinter ihm steht und bereit ist seine Vorschläge anzunehmen.
Natürlich ist auch anzumerken das er jetzt erstmal nur eine Hinrunde hier ist, welche besser kaum hätte laufen können und man sehen wird wie er sich hält wenn es mal hart auf hart kommt, aber durch seine Art denke ich hat er sich enorm viel Kredit bei Fans und Spielern verdient, sodass die mit ihm sehr lange den Weg bereit sind mitzugehen.
Zitat von KunstART
Es ist unglaublich wie sexy wir diese Saison einfach spielen. Das liegt zu einem an der offensiven Ausrichtung unserer AV - vorallem Kenny. Dann an dem dynamischem und athletischem Mittelfeld in Form von Serdar und McKennie. Dann aufgrund von Harits Form und da er alle Freiheiten in seinem Spiel genießt.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
Es ist unglaublich wie sexy wir diese Saison einfach spielen. Das liegt zu einem an der offensiven Ausrichtung unserer AV - vorallem Kenny. Dann an dem dynamischem und athletischem Mittelfeld in Form von Serdar und McKennie. Dann aufgrund von Harits Form und da er alle Freiheiten in seinem Spiel genießt.
Der große Unterschied zu Tedesco, den ich auch hervorragend fand, ist mMn. die einfache Art und Denkweise von Wagner. Er ist ein cooler und einfach "geiler" Mensch, nicht besonders Wortgewandt, nicht so sehr kompliziert. Er versucht gar nicht irgendwas hier zu revolutionieren, irgendwen abzusägen, dindet sich mit sen Gegebenheiten um zB. Bentaleb ab und zieht egal was kommt seine einfache aber effektive Idee und seinen Plan durch, ändert mit der Ausrichtung nicht seine Idee von unserer Spielweise und mit jedem Gegner höchstens (wie er auch selbst sagt) Kleinigkeiten wie Pressinglinien.
Und ganz besonders, ohne das es nicht funktionieren würde: Er erreicht die Mannschaft, alle laufen und sprinten überdurchschnittlich viel und oft. Alle verstehen sich, man erkennt eine Harmonie zwischen Harit und Matondo, Serdar, Raman, Kenny und Kutucu, das Vertrauen an und von Mascarell, die sehr gute Einbindung von Basti, Guido und Cali obwohl diese eher zum "klassischen Personal" gehören. Man hat in der letzten Saison an Jovic, Rebic und Haller gesehen, was Harmonie untereinander alleine offensiv ausmachen kann (ohne die restliche Leistung irgendwo schmälern zu wollen) und auf dieser Welle befinden wir uns mMn. grade.
Schalke macht einfach spaß und das haben wir Ihm zu verdanken. Ich weiß noch wie häufig ich mir damals die Passspielstafette von Draxler, Ciprian Marica und Raul angesehen hatte (ich meine gegen Stuttgart war das) und mir Jahre danach noch dachte "boah so geilen Fußball sah man sonst nur bei Arsenal" nur war das eben nur ganz selten der Fall. Unter Wagner sind solche Stafetten die ebenfalls zielgerichtet sind und funktionieren fast schon Gewohnheit geworden wie jetzt auch gegen Frankfurt mit Raman, Harit und Matondo. Einfach geil.
Ich würde dem nur ein wenig widersprechen. Ich finde nicht das wir, wie du sagst "sexy spielen". Ich finde die Grundphilosophie unseres Spiels ist sehr vergleichbar mit Tedescos erstem Jahr bei uns. Einfaches Spiel, gerade Pässe und extrem aggressives Gegenpressing, bei dem die Spieler sich in jeden Zweikampf mit voller Wucht reinwerfen. Das Tor gegen Frankfurt war in dieser Saison der Inbegriff von Schalke Fußball. Matondo rennt den Verteidiger an, zwingt ihn zum Fehler. Mascarell schneller Kurzpass auf Harit, der rennt 20 m, Kurzpass auf Raman und Tor. Sehr simpel, aber sehr effektiv
Der große Unterschied, meiner Meinung nach liegt in 3 Punkten.
Zum einen haben wir ein wesentlich besseres Spielermaterial, bzw. Spieler sind besser geworden und passen besser zu System. Unter Tedesco mussten wir mit einer Dreierkette in der IV spielen, weil wir weder einen Rechtsverteidiger hatten, noch schnelle Innenverteidiger, die zudem Ballsicher sind. Der Kern unserer IV war Naldo, der in Sachen Technik und Zweikampf überragend war, aber der in einer 4er Kette jedem Stürmer hinterhergerannt wäre. Auch mussten wir damals unsere Flügelmittelfeldspieler zu LAV/RAV ziehen, was unsere Angriffskette wesentlich Tiefer positioniert hat. Auch hatten wir ein Mittelfeld mit Goretzka der gut war und Meyer der im Prinzip genau die Rolle hat die Mascarell jetzt bei uns auch hat, mit dem Unterschied das Mascarell quasi eine Betonwand mit Schalke Trikot ist, während Meyer nur aus Alibigründen einen Körper besitzt. In der Offensive hatten wir dann noch einen sehr unerfahrenen Harit, McKennie, sowie einen Konoplyanka der nie auf Schalke warm wurde und einen Burgi, der damals immer einen reingestolpert hat und einen immer verletzten Embolo. Auch unter Tedesco war es zunächst der Fokus taktisch diszipliniert zu stehen und dann schnell umzuschalten um zum Tor zu kommen. Wir standen tief und haben durch unsere Grundordnung halt erst in der eigenen Hälfte angefangen zu pressen und dann durch die mangelnde Qualität unserer Stürmer nur selten einen Angriff konsequent zuende gespielt und mussten uns häufig auf Standards verlassen und durch Leidenschaft getragene Spiele wie gegen den BVB oder Frankfurt verlassen. Es war am Ende ein Mix aus Betonverteidigen Standards und Glück der uns auf Platz 2 gebracht hat.
Mittlerweile haben wir mit Kenny einen echten RV und grundsätzlich mit Kabak/Stambouli/Nastasic/Sané 4 sehr gute Innenverteidiger, die Sowohl mit als auch gegen den Ball stark sind und auch in einer 2er IV Gegner stellen können. Dadurch können wir halt die Mittelfeldspieler viel Offensiver spielen und früher angreifen ohne Gefahr zu haben in einen Konter zu laufen(Erst ein Konter Gegentor diese Saison). Auch haben sich viele Junge Spieler in unserem Kader enorm weiterentwickelt. Serdar füllt mittlerweile die Rolle von Goretzka hervorragend aus. Mascarell ist endlich gesund und hat Rhythmus und Harit spielt Welten intelligenter und verrent sich nicht annähernd so häufig im Gegner und spielt bedeutend bessere Pässe und Calli kann viel höher stehen und hat nen kürzeren weg zu Tor und mit Raman und Matondo hat man echtes Tempo in der Gegnerischen Hälfte.
Der zweite Punkt ist das Wagner die Mannschaft einfach viel besser im Griff hat als Tedesco. So sehr ich ihn mag, er hat zu keinem Zeitpunkt die Teamchemie wirklich im Griff gehabt und sich immer von der Euphorie tragen lassen. Bentaleb, Konoplyanka und Mendyl zu halten, aber Naldo, Höwedes und Fährmann auszubooten war schlichtweg dumm. Die Identifikation mit den Fans war weg und auch intern waren die alle Führungsspieler die, die Mannschaft kontrolliert haben. Als dann die Ergebnisse fehlten und die Egos mit den Spielern durchdrehten war Tedesco schlicht hilflos.
Wagner hat meiner Wahrnehmung nach mehr Ecken und Kanten als Tedesco und dadurch die Kabine besser im Griff. Die erste Handlung war, das Gift aus dem System zu spülen und einen Schlussstrich mit einigen Störelementen zu ziehen. Zudem spricht er glaube ich auch die Sprache der Spieler besser und kann die Stimmung besser lesen, was man vor allem an Harit sehen kann, den er vom Boden aus komplett aufgevaut und unterstützt hat. Zudem muss man auch sagen das er vom Typ und wie er redet einem Klopp sehr ähnlich wirkt was denke ich einfach auch in der Außendarstellung ihm sicherlich nicht schadet. Klingt vielleicht doof, aber ich denke schon das, das Einfluss hat. Auch muss man hierbei Schneider erwähnen der durch seine ruhige professionelle Art im Hintergrund einfach besser funktioniert als Heidel bei dem im letzten Jahr auch das Ego durchgebrannt ist und bei dem alles nach Panik ausgesehen hat-.
Der dritte Punkt ist dann Teamtaktik. Im zweiten Jahr hat Tedesco versucht der Mannschaft einen neuen Stil zu geben, der ästhetischer und offensiver sein sollte, was leider nicht funktioniert hat weil keiner wusste was er zu tun hatte und jeder teils vogelwild unterwegs war und überall Lücken waren die, die Gegner eiskalt ausgenutzt hatten, als er dann zurück zu 5 er Kette wollte hatte er nicht mehr die Spieler dafür und auch nicht mehr die Rückendeckung aus der Mannschaft.
Wagner, weiß was man hier sehen will und zwingt den Spielern nichts außerordentlich kompliziertes auf. Jeder weiß wo er zu stehen hat, wo seine Mitspieler sind und kann häufig mit einfachen Pässen den Ball schnell nach vorne bringen. Perfektes Beispiel dafür wäre das Tor gegen Union. Ballgewinn in der eigenen Hälfte und 4 schnelle Pässe später, bevor der Gegner sich formieren kann, ist der Ball im Tor. Das ist einfach, das ist sauber, aber effektiv und weil die Jungs momentan mit einer großen Leidenschaft unterwegs sind und Harit zaubert macht es sehr viel Spaß dem zuzuschauen. Interessant wird es hier sein was er nächste Saison plant, ob er den Stil aus dieser Saison verfeinert oder auch versucht Schalke einen Dominanz Fußball anzueignen.
Ich hab bei Wagner und Schneider das Gefühl, das hier wirklich was aufgebaut wird. Das Team ums Team ist groß verstärkt worden, was, denke ich, Wagner enorm unter die Arme greift (Tedesco wirkte immer als ob er kurz vorm Burnout ist) und auch Transfers wirken wesentlich durchdachter. Bei Wagner hab ich das Gefühl das er immer weiß wo das Team gerade ist und reagieren kann und dass die Mannschaft durch die Bank weg voll hinter ihm steht und bereit ist seine Vorschläge anzunehmen.
Natürlich ist auch anzumerken das er jetzt erstmal nur eine Hinrunde hier ist, welche besser kaum hätte laufen können und man sehen wird wie er sich hält wenn es mal hart auf hart kommt, aber durch seine Art denke ich hat er sich enorm viel Kredit bei Fans und Spielern verdient, sodass die mit ihm sehr lange den Weg bereit sind mitzugehen.
Tedesco hatte in Coke einen richtigen RV im Kader, der auf sehr gutem Niveau diese Position spielen kann. Und auch unter Tedesco hatten wir nicht nur Naldo in der IV, sondern auch Höwedes und Kehrer. Unseren Kapitän, der auf höchstem Niveau in der Viererkette teilweise überragende Leistungen über Jahre hinweg zeigte und ein sehr athletischer junger, talentierter Spieler. Dazu kommt ein Nastasic, der ebenso wie Höwedes seit Jahren herausragende Leistungen in allen möglichen Systemen zeigte. Das sind alles Spieler, die mit Ball mindestens gut, im Fall von Nasty und Kehrer sogar stark und gegen den Ball herausragend sind.
Wir haben nicht Viererkette gespielt, weil Tedesco kein besseres Spielermaterial zur Verfügung hatte. Das ist ein Märchen. Wir haben so gespielt, weil Tedesco dieses System aufgrund der defensiven Stabilität bevorzugt und weil er dem Team nur in diesem System Sicherheit geben konnte. Der Erfolg gab ihm Recht, aber in der zweiten Saison hat man gesehen, was unter Tedescos Philosophie alles brach lag.
Dass es Ähnlichkeiten zwischen im Spiel gegen den Ball zwischen Tedesco und Wagner gibt, stimmt. Beide lassen ihre Mannschaften hoch und aggressiv pressen. Das ist jedoch unter fast allen Trainern im modernen Fußball zu finden und weder für Wagner noch für Tedesco eine Besonderheit. Allerdings ist das Spiel mit Ball und die Grundausrichtung deutlich unterschiedlich zwischen den beiden. Ohne das statistisch in der kurzen Zeit untermauern zu können, würde ich sagen, dass wir ein sichereres Passspiel unter Wagner haben und vermehrt auf kurze Pässe und weniger auf lange Bälle setzen. Das wollte Tedesco auch etablieren, hat es aber nicht geschafft der Mannschaft ein funktionierendes Ballbesitzspiel beizubringen. Dass beide auf taktische Disziplin setzen würden, ist ebenfalls kein Argument für einen ähnlichen Fußball. Darauf setzen von Pep über Hecking bis Breitenreiter so gut wie alle Trainer weltweit. Egal welchen Stil sie bevorzugen. es gibt noch deutlich mehr spielerische und auch taktische unterschiedliche Ausrichtungen, die ich gerne versuchen kann darzulegen, wenn ich mehr Zeit habe.
Man kann darüber sprechen, dass Tedesco es in seiner zweiten Saison schwerer hatte, weil wichtige Spieler weggebrochen sind, die man nicht so einfach ersetzen kann. Serdar war noch nicht angekommen und auch Sane wackelte teilweise unter Tedesco (wobei er für diesen Naldo opferte). Dennoch war Tedescos größtes Versäumnis eine spielerische Kultur in der Mannschaft zu entwickeln und das flog ihm in seinem zweiten Jahr um die Ohren als er plötzlich anders spielen wollte und die Mannschaft damit überfordert war. Wagner hingegen versucht bereits zu Beginn der Mannschaft spielerische Lösungen an die Hand zu geben und setzt vermehrt auf Kombinationen und flaches Passspiel. Natürlich kommen Wagner und der Mannschaft auch die von dir erwähnten "Erneuerungen" im Trainer- und Betreuerstab zugute, deren Einfluss wir vermutlich gar nicht messen können.
03.02.2020 - 18:41 Uhr
Zitat von jambawamba
Top Statement von David Wagner. Das war das erste, was ich dachte, als man Plea vom Platz gestellt hat und dann die ganze Zeit auf den Amateurfussball verwiesen hat. Im Amateurbereich geht es um schwerste Körperverletzungen gegenüber Schiris und nicht um lapidares meckern oder abwinken, wenn man nicht mit einer Entscheidung zufrieden ist. Das versucht man Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Als ob irgend ein asozialer Spieler in Köln-Kalk oder GE-Bulmke oder Berlin Neukölln sich davon abhalten lässt einem Schiri eine zu scheuern, weil die Profis jetzt schon ne gelbe Karte bekommen, wenn sie mit Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden sind und meckern. Was ein Schwachsinn!!!
Ich finde, David Wagner hat es genau auf den Punkt gebracht. Sehr gute Stellungnahme!
Top Statement von David Wagner. Das war das erste, was ich dachte, als man Plea vom Platz gestellt hat und dann die ganze Zeit auf den Amateurfussball verwiesen hat. Im Amateurbereich geht es um schwerste Körperverletzungen gegenüber Schiris und nicht um lapidares meckern oder abwinken, wenn man nicht mit einer Entscheidung zufrieden ist. Das versucht man Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Als ob irgend ein asozialer Spieler in Köln-Kalk oder GE-Bulmke oder Berlin Neukölln sich davon abhalten lässt einem Schiri eine zu scheuern, weil die Profis jetzt schon ne gelbe Karte bekommen, wenn sie mit Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden sind und meckern. Was ein Schwachsinn!!!
Ich finde, David Wagner hat es genau auf den Punkt gebracht. Sehr gute Stellungnahme!
Klar hat es Auswirkungen auf den Amateurfußball, aber nicht in die Richtung in die z.b. Wagner denkt.
Ja es gibt keine Auswirkung, wenn jetzt in der Bundesliga mal ein wenig strenger gepfiffen wird und das lamentieren mal hier mal dort mit Gelb oder Gelb Rot bestraft wird.
Um die Probleme im Amateurfußball zu lösen müsste die Mentalität des Fußballs geändert werden. Und zwar hin zu allen anderen Sportarten: Schiri ist unantastbar, kein Gemecker, nichts: Kurz 0 Toleranz. Ansonsten fliegen die Spieler halt eiskalt vom Platz.
Aber im Doppelpass wurde von den Verantwortlichen wieder deutlich gezeigt, dass das nicht gewollt ist sondern jedliches asoziales verhalten als "Emotionen müssen doch erlaubt sein" abgetan.
Und würde diese Mentalität von oben gelebt und dann auch unten umgesetzt werden dann ist die Hemmschwelle direkt viel höher, weil schon Kleinigkeiten direkt bestraft werden. Und dann hätte man diese Auswirkung auf den Asi von "Köln Kalk". Du kommst dann überhaupt nicht in diesen Lamentier -und Ausrastermodus rein.
04.02.2020 - 09:44 Uhr
Zitat von McSquarepants
Dem möchte ich zustimmen!
Das bestätigt doch Amateurschiedsrichter in ähnlichen Entscheidungen, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.
Entscheidungen des Schiedsrichters sind (abgesehen vom Videobeweis) unumstößlich. Dennoch wird gemeckert, diskutiert und gestikuliert - das sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren unter der Gürtellinie des Schiedsrichters. Der ist aber auch ein Mensch und kann nicht wegen einer Entscheidung so zum Abschuss freigegeben werden.
Null Toleranz und fertig. Solange die Profis jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren und seine Autorität mit Gesten untergraben, sagt sich jeder Amateur "Na dann kann ich das ja auch". Und die Schiedsrichter dort sind weniger gut geschult und stehen ALLEINE da, während die höherklassigen Schiedsrichter von Assistenten, Security und Kameras geschützt werden.
Das ganze hätte meiner Meinung nach aber schon 12 Jahre früher passieren können.
Zitat von Knappe04
Klar hat es Auswirkungen auf den Amateurfußball, aber nicht in die Richtung in die z.b. Wagner denkt.
Ja es gibt keine Auswirkung, wenn jetzt in der Bundesliga mal ein wenig strenger gepfiffen wird und das lamentieren mal hier mal dort mit Gelb oder Gelb Rot bestraft wird.
Um die Probleme im Amateurfußball zu lösen müsste die Mentalität des Fußballs geändert werden. Und zwar hin zu allen anderen Sportarten: Schiri ist unantastbar, kein Gemecker, nichts: Kurz 0 Toleranz. Ansonsten fliegen die Spieler halt eiskalt vom Platz.
Aber im Doppelpass wurde von den Verantwortlichen wieder deutlich gezeigt, dass das nicht gewollt ist sondern jedliches asoziales verhalten als "Emotionen müssen doch erlaubt sein" abgetan.
Und würde diese Mentalität von oben gelebt und dann auch unten umgesetzt werden dann ist die Hemmschwelle direkt viel höher, weil schon Kleinigkeiten direkt bestraft werden. Und dann hätte man diese Auswirkung auf den Asi von "Köln Kalk". Du kommst dann überhaupt nicht in diesen Lamentier -und Ausrastermodus rein.
Klar hat es Auswirkungen auf den Amateurfußball, aber nicht in die Richtung in die z.b. Wagner denkt.
Ja es gibt keine Auswirkung, wenn jetzt in der Bundesliga mal ein wenig strenger gepfiffen wird und das lamentieren mal hier mal dort mit Gelb oder Gelb Rot bestraft wird.
Um die Probleme im Amateurfußball zu lösen müsste die Mentalität des Fußballs geändert werden. Und zwar hin zu allen anderen Sportarten: Schiri ist unantastbar, kein Gemecker, nichts: Kurz 0 Toleranz. Ansonsten fliegen die Spieler halt eiskalt vom Platz.
Aber im Doppelpass wurde von den Verantwortlichen wieder deutlich gezeigt, dass das nicht gewollt ist sondern jedliches asoziales verhalten als "Emotionen müssen doch erlaubt sein" abgetan.
Und würde diese Mentalität von oben gelebt und dann auch unten umgesetzt werden dann ist die Hemmschwelle direkt viel höher, weil schon Kleinigkeiten direkt bestraft werden. Und dann hätte man diese Auswirkung auf den Asi von "Köln Kalk". Du kommst dann überhaupt nicht in diesen Lamentier -und Ausrastermodus rein.
Dem möchte ich zustimmen!
Das bestätigt doch Amateurschiedsrichter in ähnlichen Entscheidungen, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.
Entscheidungen des Schiedsrichters sind (abgesehen vom Videobeweis) unumstößlich. Dennoch wird gemeckert, diskutiert und gestikuliert - das sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren unter der Gürtellinie des Schiedsrichters. Der ist aber auch ein Mensch und kann nicht wegen einer Entscheidung so zum Abschuss freigegeben werden.
Null Toleranz und fertig. Solange die Profis jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren und seine Autorität mit Gesten untergraben, sagt sich jeder Amateur "Na dann kann ich das ja auch". Und die Schiedsrichter dort sind weniger gut geschult und stehen ALLEINE da, während die höherklassigen Schiedsrichter von Assistenten, Security und Kameras geschützt werden.
Das ganze hätte meiner Meinung nach aber schon 12 Jahre früher passieren können.
Gelbe Karten in der Bundesliga lösen kein gesellschaftliches Problem. Hier wird eine Verbindung zwischen dem Verhalten von Profis und kriminellen Vorgängen im Amateurfußball hergestellt, die nicht existiert.
Ein asozialer Gewalttäter lässt sich weder positiv noch negativ vom Verhalten Pleas beeinflussen und die Vorstellung, dass ein Amateur sich sagt, dass er einen Schiedsrichter körperlich angreifen darf, weil Plea gestikuliert ist einfach absurd.
04.02.2020 - 11:09 Uhr
Zitat von Runaway
Gelbe Karten in der Bundesliga lösen kein gesellschaftliches Problem. Hier wird eine Verbindung zwischen dem Verhalten von Profis und kriminellen Vorgängen im Amateurfußball hergestellt, die nicht existiert.
Ein asozialer Gewalttäter lässt sich weder positiv noch negativ vom Verhalten Pleas beeinflussen und die Vorstellung, dass ein Amateur sich sagt, dass er einen Schiedsrichter körperlich angreifen darf, weil Plea gestikuliert ist einfach absurd.
Zitat von McSquarepants
Dem möchte ich zustimmen!
Das bestätigt doch Amateurschiedsrichter in ähnlichen Entscheidungen, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.
Entscheidungen des Schiedsrichters sind (abgesehen vom Videobeweis) unumstößlich. Dennoch wird gemeckert, diskutiert und gestikuliert - das sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren unter der Gürtellinie des Schiedsrichters. Der ist aber auch ein Mensch und kann nicht wegen einer Entscheidung so zum Abschuss freigegeben werden.
Null Toleranz und fertig. Solange die Profis jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren und seine Autorität mit Gesten untergraben, sagt sich jeder Amateur "Na dann kann ich das ja auch". Und die Schiedsrichter dort sind weniger gut geschult und stehen ALLEINE da, während die höherklassigen Schiedsrichter von Assistenten, Security und Kameras geschützt werden.
Das ganze hätte meiner Meinung nach aber schon 12 Jahre früher passieren können.
Zitat von Knappe04
Klar hat es Auswirkungen auf den Amateurfußball, aber nicht in die Richtung in die z.b. Wagner denkt.
Ja es gibt keine Auswirkung, wenn jetzt in der Bundesliga mal ein wenig strenger gepfiffen wird und das lamentieren mal hier mal dort mit Gelb oder Gelb Rot bestraft wird.
Um die Probleme im Amateurfußball zu lösen müsste die Mentalität des Fußballs geändert werden. Und zwar hin zu allen anderen Sportarten: Schiri ist unantastbar, kein Gemecker, nichts: Kurz 0 Toleranz. Ansonsten fliegen die Spieler halt eiskalt vom Platz.
Aber im Doppelpass wurde von den Verantwortlichen wieder deutlich gezeigt, dass das nicht gewollt ist sondern jedliches asoziales verhalten als "Emotionen müssen doch erlaubt sein" abgetan.
Und würde diese Mentalität von oben gelebt und dann auch unten umgesetzt werden dann ist die Hemmschwelle direkt viel höher, weil schon Kleinigkeiten direkt bestraft werden. Und dann hätte man diese Auswirkung auf den Asi von "Köln Kalk". Du kommst dann überhaupt nicht in diesen Lamentier -und Ausrastermodus rein.
Klar hat es Auswirkungen auf den Amateurfußball, aber nicht in die Richtung in die z.b. Wagner denkt.
Ja es gibt keine Auswirkung, wenn jetzt in der Bundesliga mal ein wenig strenger gepfiffen wird und das lamentieren mal hier mal dort mit Gelb oder Gelb Rot bestraft wird.
Um die Probleme im Amateurfußball zu lösen müsste die Mentalität des Fußballs geändert werden. Und zwar hin zu allen anderen Sportarten: Schiri ist unantastbar, kein Gemecker, nichts: Kurz 0 Toleranz. Ansonsten fliegen die Spieler halt eiskalt vom Platz.
Aber im Doppelpass wurde von den Verantwortlichen wieder deutlich gezeigt, dass das nicht gewollt ist sondern jedliches asoziales verhalten als "Emotionen müssen doch erlaubt sein" abgetan.
Und würde diese Mentalität von oben gelebt und dann auch unten umgesetzt werden dann ist die Hemmschwelle direkt viel höher, weil schon Kleinigkeiten direkt bestraft werden. Und dann hätte man diese Auswirkung auf den Asi von "Köln Kalk". Du kommst dann überhaupt nicht in diesen Lamentier -und Ausrastermodus rein.
Dem möchte ich zustimmen!
Das bestätigt doch Amateurschiedsrichter in ähnlichen Entscheidungen, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.
Entscheidungen des Schiedsrichters sind (abgesehen vom Videobeweis) unumstößlich. Dennoch wird gemeckert, diskutiert und gestikuliert - das sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren unter der Gürtellinie des Schiedsrichters. Der ist aber auch ein Mensch und kann nicht wegen einer Entscheidung so zum Abschuss freigegeben werden.
Null Toleranz und fertig. Solange die Profis jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren und seine Autorität mit Gesten untergraben, sagt sich jeder Amateur "Na dann kann ich das ja auch". Und die Schiedsrichter dort sind weniger gut geschult und stehen ALLEINE da, während die höherklassigen Schiedsrichter von Assistenten, Security und Kameras geschützt werden.
Das ganze hätte meiner Meinung nach aber schon 12 Jahre früher passieren können.
Gelbe Karten in der Bundesliga lösen kein gesellschaftliches Problem. Hier wird eine Verbindung zwischen dem Verhalten von Profis und kriminellen Vorgängen im Amateurfußball hergestellt, die nicht existiert.
Ein asozialer Gewalttäter lässt sich weder positiv noch negativ vom Verhalten Pleas beeinflussen und die Vorstellung, dass ein Amateur sich sagt, dass er einen Schiedsrichter körperlich angreifen darf, weil Plea gestikuliert ist einfach absurd.
Falsch. Hier wird (von dir und auch von Wagner) eine Verbindung geleugnet, die offenkundig existiert. Deiner These liegt die - Entschuldigung - absurde Vorstellung zu Grunde, dass jeder Gewaltausbruch gegen einen Schiedsrichter im Amateurfußball einzig und allein auf einen "asoziale(n) Gewalttäter" zurückzuführen ist. Dass dieses Verhalten hochgradig kriminell und asozial ist, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber es ist halt auch die denkbar bequemste Möglichkeit, sich als BuLi-Trainer aus der Affäre zu ziehen, indem man als Profi dann einfach auf diesen Umstand verweist und sagt, das hätte ja alles mit dem Verhalten der Profis nichts zu tun. Ich finde solche Aussagen zeigen eher, dass man anders als behauptet seine Vorbildfunktion eben genau NICHT verstanden hat.
Dabei ist das Problem doch viel komplexer, und der Gewaltausbruch stellt doch oft genau wie @S04-Maniac es sagt erst den letzten Schritt in der Eskalationskette dar. Es fängt doch i.d.R. nicht mit Jagdszenen an, sondern mit heftigem Protestieren und Reklamieren bei strittigen Entscheidungen. Und hab dann mal wen in der Mannschaft, der vielleicht eher ne kurze Lunte hat, dann schlägt genau das eben irgendwann in körperliche Gewalt um.
Es denkt auch niemand, dass gelbe Karten ein gesellschaftliches Problem lösen. Das wäre genauso absurd. Und dies dem DFB zu unterstellen ist es übrigens auch. Ich seh das ganze ziemlich janusköpfig: Gelbe Karten mögen da in manchen Fällen helfen, weil sie eine mögliche Eskalation frühzeitig unterbinden und die Entscheidungen der Schiedsrichter vermutlich generell weniger infrage gestellt würden, weil jeder, der protestiert, eben genau weiß, dass er sich am Rande der Karte bewegt. In anderen Fällen aber sind sie halt zusätzliches Öl ins Feuer und eskalieren noch mehr, als dass sie deeskalieren. Und dann hat man halt wieder den uralte Konflikt zwischen Vernunft und Emotion: Die Emotionen leiten dazu, etwas zu tun, was komplett unvernünftig und unzweckmäßig ist. Und manche tun es trotzdem. Und da helfen auch gelbe Karten nicht, im Gegenteil.
Um aber die Ratio, die hinter den etwas lockereren gelben Karten im Profibereich steht, zu durchschauen, muss man nun wirklich kein Einstein oder Platon sein: Der Schiedsrichter soll allgemein als Respekts- und Autoritätsperson etabliert werden, dessen Entscheidungen grundsätzlich weniger zur Disposition stehen. Dies soll dann über die enorme Reichweite des Profifußballs auch in untere Ligen transportiert werden. Diese Maßnahme als gänzlich unvernünftig abzutun und dabei lediglich auf die kriminelle Energie hinter Gewalt im Amateurfußball zu verweisen, ist für mich allenfalls eine ziemlich billige Vermeidungsstrategie, und ich gebe zu, ich hätte da mehr von Wagner erwartet. Gelbe Karten helfen nicht, das gesellschaftliche Problem zu lösen, eine (Teil-)Verantwortung einfach weiterzuschieben hilft aber auch nicht.
Ich seh abgesehen davon aber auch ein Problem in der lächerlichen Inkonsequenz des deutschen Schiedsrichterwesens. Als der VAR eingeführt wurde, sollte es für Fordern des VAR eigentlich konsequent gelb geben. Das wurde zwei Wochen lang durchgezogen, und dann hatte sich das auch schon wieder erledigt. Heute gehört das dann halt zur Tagesordnung bei jedem BuLi-Spiel, gibt ja auch bei uns da bestimmte Experten für... Und auch so ist es erstaunlich, was man durch meckern oder reklamieren halt tatsächlich auch erreicht. Das ist eben genau das Bild, dass der Profifußball derzeit transportiert. Die Schiris haben mit ihrer Inkonsequenz auch selbst ordentlich dazu beigetragen, dass ihre Entscheidungen nicht mehr respektiert werden.
Wenn die aktuelle Maßnahme überhaupt irgendwas bringen soll, dann muss sie auch zur Abwechslung mal durchgezogen werden. Hier sehe ich viel mehr das Problem, denn das traue ich den deutschen Schiris stand heute einfach nicht zu.
05.02.2020 - 12:53 Uhr
Zitat von Abstiegssorgen
Auch ich bin bei aller Enttäuschung ganz der Meinung, dass die Rote für Wagner Aktionismus eines Schiedsrichters war, der sich zur Hauptsache eines geilen Spiels machen wollte. Torunarigha fliegt ihm in die Beine und Wagner legt ihm beschwichtigend die Hände auf den Rücken! Erst als Torunarigha die Kiste greifen will und dabei stolpert, geht die Hand Wagners in Richtung Nacken! Er ist sichtlich irritiert oder geschockt! Das sah jeder. Ihm deswegen ne Rote zu zeigen ist lächerlich.
Auch ich bin bei aller Enttäuschung ganz der Meinung, dass die Rote für Wagner Aktionismus eines Schiedsrichters war, der sich zur Hauptsache eines geilen Spiels machen wollte. Torunarigha fliegt ihm in die Beine und Wagner legt ihm beschwichtigend die Hände auf den Rücken! Erst als Torunarigha die Kiste greifen will und dabei stolpert, geht die Hand Wagners in Richtung Nacken! Er ist sichtlich irritiert oder geschockt! Das sah jeder. Ihm deswegen ne Rote zu zeigen ist lächerlich.
Für die Handlung von Wagner gibt es sicherlich mehrere Möglichkeiten sie zu begründen. Wagner selbst hat auf der PK gesagt, er hätte nicht verstanden, weshalb er die rote Karte bekommen hat, weil keinerlei böse Intention vorlag. In der nervlichen Anspannung und nach über 100 gespielten Minuten denkt man sicherlich nicht über jede Aktion vorab genau nach. Ich glaube schon, dass er ihm erst nur aufhelfen wollte, dann merkt, wie aufgebracht Torunarigha ist und als dieser den Kasten wirft, nimmt er schnell die Hände weg, weil das sonst nur noch mehr eskalieren könnte.
Muss er da die Hände am Spieler haben? Nein. Ist das was er macht eine klare Tätlichkeit? Nein. Ist es eine sehr emotionale Szene unter erheblicher nervlicher Anspannung? Sicherlich.
Allein schon, dass die Einschätzungen der Fans aus beiden Lagern und auch neutrale Zuschauer jeweils von "klare rote Karte" bis zu "absoluter Blödsinn" gehen, zeigt doch schon, wie schwer die Szene zu interpretieren ist.
Für ist das aber auch nicht entscheidend. Die wohl leider berechtigten Anschuldigungen, dass Teile usnerer Fans einen Gegenspieler rassistisch beleidigt haben wiegt für mich sehr viel schwerer. Darauf sollte der Fokus liegen und dafür gesorgt werden, dass die Täter bestraft werden.
Was Wagner und Torunarigha angeht reicht wohl ein persönliches Gespräch, um da etwaige Unstimmigkeiten zu klären und dann soll der DFB entscheiden, wie man mit der ausgesprochenen Strafe umgeht. Gegen beide wohlgemerkt, weil auch die gelbe Karte sehr unsensibel war mit der Vorgeschichte.
06.02.2020 - 11:26 Uhr
Also ich würde an dieser Stelle die Gegenposition einnehmen. Rote Karte wegen Tätlichkeit ist es für mich tatsächlich nicht. Zeitspiel kann ich allerdings voll und ganz nachvollziehen. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen "Wieso?", allerdings liegt die Antwort klar auf der Hand:
Osmers geht zum Bildschirm und schaut sich die Szene in Zeitlupe nochmal an. Plötzlich wird ihm klar, dass sich die Szene deutlich langsamer abgespielt hat, als er es Sekunden vorher im Eindruck hatte. Es sieht sogar aus, als würde sich David Wagner extra langsam bewegen, um hier beim Stand von 2:2 und deutlicher Überlegenheit seiner Mannschaft einige wertvolle Sekunden rauszuschlagen. Klare Sache: Rot!
Osmers geht zum Bildschirm und schaut sich die Szene in Zeitlupe nochmal an. Plötzlich wird ihm klar, dass sich die Szene deutlich langsamer abgespielt hat, als er es Sekunden vorher im Eindruck hatte. Es sieht sogar aus, als würde sich David Wagner extra langsam bewegen, um hier beim Stand von 2:2 und deutlicher Überlegenheit seiner Mannschaft einige wertvolle Sekunden rauszuschlagen. Klare Sache: Rot!
06.02.2020 - 12:23 Uhr
I.d.R. kritisiere ich Schiedsrichter nicht, weil ich der Meinung bin, dass der Job nicht einfach ist und durch die ganzen Diskussionen rund um den VAR (Hand/Elfmeter/rote Karte/gelbe Karte...etc.), die Unsicherheit bei manchen Vertretern dieser Zunft geradezu greifbar ist.
In diesem Fall allerdings und das ganz ohne königsblaue Brille, ist die Entscheidung einer roten Karte gegen David Wagner unerklärlich. Selbst in Zeitlupe oder auch in Echtzeit, kann man weder eine Tätlichkeit noch eine "Behinderung" des Spielers erkennen, der sich immerhin noch soviel Zeit nimmt die Getränkekiste durch die Gegend zu feuern.
Wenn sich Osmers tatsächlich auf diesen Paragraphen beruft:
„Des Feldes verwiesen wird ein Teamoffizieller u.a. bei folgenden Vorgehen: Verzögerung der Spielfortsetzung durch das gegnerische Team (z.B. durch Nichtfreigabe des Balls, Wegspielen des Balls, Behinderung der Bewegung eines Spielers).“
...dann sprechen wir hier über die "Behinderung der Bewegung eines Spielers"? Sein ernst???
Ich weiss nicht was man in dieser Situation gesehen haben will, was einen zu einer solchen Entscheidung kommen lässt. Eigentlich ist da jedes Wort zu viel.
Es ist für mich eine krasse Fehlentscheidung, die ein weiteres Kapitel in der Geschichte "überforderter Schiris dank Überprüfung des Videobeweises", schreibt.
Eigentlich kann man nur den Kopf schütteln. Ich bin auf zukünfitge Entscheidungen in ähnlichen Situationen gespannt,wenn die Bank tatsächlich aktiv ins Spielgeschehen eingreift. Dann müsste es jedemal jetzt rote Karten hageln...
Einfach mal zugeben,dass man sich im Eifer des Gefechts von der Hektik hat anstecken lassen und zu einer falschen Entscheidung gelangt ist. Dass würde die Situation noch retten, alles andere wäre nur Unsinn und falsche Rückendeckung für eine Fehlentscheidung, so dass die Akzeptanz des VAR weiter sinken wird.
Eier zeigen und dazu stehen, dass man Mist gebaut hat!
In diesem Fall allerdings und das ganz ohne königsblaue Brille, ist die Entscheidung einer roten Karte gegen David Wagner unerklärlich. Selbst in Zeitlupe oder auch in Echtzeit, kann man weder eine Tätlichkeit noch eine "Behinderung" des Spielers erkennen, der sich immerhin noch soviel Zeit nimmt die Getränkekiste durch die Gegend zu feuern.
Wenn sich Osmers tatsächlich auf diesen Paragraphen beruft:
„Des Feldes verwiesen wird ein Teamoffizieller u.a. bei folgenden Vorgehen: Verzögerung der Spielfortsetzung durch das gegnerische Team (z.B. durch Nichtfreigabe des Balls, Wegspielen des Balls, Behinderung der Bewegung eines Spielers).“
...dann sprechen wir hier über die "Behinderung der Bewegung eines Spielers"? Sein ernst???
Ich weiss nicht was man in dieser Situation gesehen haben will, was einen zu einer solchen Entscheidung kommen lässt. Eigentlich ist da jedes Wort zu viel.
Es ist für mich eine krasse Fehlentscheidung, die ein weiteres Kapitel in der Geschichte "überforderter Schiris dank Überprüfung des Videobeweises", schreibt.
Eigentlich kann man nur den Kopf schütteln. Ich bin auf zukünfitge Entscheidungen in ähnlichen Situationen gespannt,wenn die Bank tatsächlich aktiv ins Spielgeschehen eingreift. Dann müsste es jedemal jetzt rote Karten hageln...
Einfach mal zugeben,dass man sich im Eifer des Gefechts von der Hektik hat anstecken lassen und zu einer falschen Entscheidung gelangt ist. Dass würde die Situation noch retten, alles andere wäre nur Unsinn und falsche Rückendeckung für eine Fehlentscheidung, so dass die Akzeptanz des VAR weiter sinken wird.
Eier zeigen und dazu stehen, dass man Mist gebaut hat!
06.02.2020 - 14:45 Uhr
Zitat von Der_Eine
Die Rote war einer der größten Skandale der letzten Jahre und die Begründung jetzt schlägt nochmal alles. Wir befinden uns nun auf einer surrealen Ebene. Das alles ist nicht mehr real erfassbar und nachvollziehbar.
Die Rote war einer der größten Skandale der letzten Jahre und die Begründung jetzt schlägt nochmal alles. Wir befinden uns nun auf einer surrealen Ebene. Das alles ist nicht mehr real erfassbar und nachvollziehbar.
Es ist sicher keiner der größten Skandale der letzten Jahre, es ist eine Fehlentscheidung. Nicht mehr und nicht weniger. Eine ziemlich dumme und vor allem die Erklärung danach ist das Sahnehäubchen, aber kein Riesenskandal.
Wir haben auf Schalke irgendwie immer die Tendenz, alles was gegen uns läuft zum Skandal oder Absicht auszurufen, nach dem Motto "Wir sind Schalker, keiner mag uns..". Darin suhlen wir uns förmlich.
Zurück zu der Entscheidung:
Ich verstehe nicht, warum der Schiri nicht einfach zugibt, dass er da Bockmist gebaut hat. Hätte die Situation wenigstens halbwegs gerettet. So lacht sich halb Deutschland kaputt.
Zurecht!
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