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Armin Veh
Geburtsdatum 01.02.1961
Alter 65
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Sport
Akt. Verein Vereinslos

Armin Veh [Trainer]

21.07.2012 - 10:33 Uhr
Armin Veh [Trainer] |#391
26.02.2013 - 18:01 Uhr
Zitat von beatstreet:
Was der Kollege Zandro mitteilen wollte ist, glaube ich, dass die englischen Wochen nicht immer den Ligabetrieb beeinflussen. Sei es da mal hingestellt, dass die Kräfte vielleicht nicht für 90 Minuten reichen, aber meist sind diese Spiele für den Gegner unattraktiver. Manche Mannschaften haben vielleicht im Pokal unglücklich gespielt und sinnen nun nach Rache, genauso gut könnte man behaupten, dass die Elf vielleicht eingespielter ist, als der Gegner, oder die Spieltaktik geht genau an diesem Tage auf.

Es gibt so viele Dinge, die ein Fussballspiel beeinflussen, die Fitness und Frische sind sicherlich ein Punkt der wichtig ist, aber er ist nicht immer entscheident.



Also ich finde er hat sich da schon recht klar ausgedrückt mit seiner Theorie:

Zitat
Ich habe inzwischen mene ganz eigene Theorie entwickelt und ich sehe diese Mannschaft sogar im Vorteil, weil sie sich so mehr im Spielfluß befindet.


Er sagt, dass sich die Mannschaft, die unter der Woche ein zusätzliches Spiel hatte, im Vorteil befinden würde. Und das ist Blödsinn!
Es mag vielleicht Situationen geben, wo der Nachteil nicht so groß ist. Zum Beispiel erhöhte Motivation, weil man unter der Woche blöd verloren hat. Oder ein gesteigertes Selbstvertrauen, weil man im Pokal gut gespielt und gewonnen hat.
Auf der anderen Seite kann ein schlechtes Pokalspiel die Spieler aber auch verunsichern, ein souveräner Sieg zu Selbstüberschätzung führen, woraufhin man den nächsten Gegner zu leicht nimmt.
Fazit: Diese "soft facts", die ein Spiel so mit sich bringt, kann man nicht ohne weiteres einschätzen und als Vor- oder Nachteil sehen. Genausowenig kann man diese Einflüsse auf die Psyche der Spieler für alle Spieler gleichermaßen annehmen - schließlich haben diese das Spiel und ihre eigene Leistung in diesem jeweils individuell wahrgenommen, also auch verschiedene Schlüsse daraus gezogen.

Was aber so oder so gleich bleibt, ist die fehlende Vorbereitung und die kürzere Regenarations-Phase. Das bedeutet nicht, dass deshalb immer das Team das unter der Woche gespielt hat, verlieren oder schlechter spielen wird. Es gibt ja auch noch andere Einflüsse, wie systemische Vorteile durch die gewählte Taktik, Tagesform, Schiri-Entscheidungen oder einfach Glück.
Trotzdem bleibt festzuhalten, dass im Durchschnitt die Mannschaft, die unter der Woche im Einsatz war, am WoE benachteiligt ist.
Und ganz sicher ist es nicht so, dass diese Mannschaft dann per se im Vorteil ist!!
Armin Veh [Trainer] |#392
26.02.2013 - 18:28 Uhr
Wenn Mannschaft A Spiele im 3-Tage-Takt bestreitet, wohingegen der Gegner seit Wochen oder gar Monaten kein Pflichtspiel bestritten hat (siehe Russlands Mannschaften bis letzte Saison), dann hat Mannschaft A aus dieser Hinsicht sicher nen Vorteil.
Dagegen kann doch kaum einer behaupten, dass Mannschaft B nen Nachteil hat, weil sie 6 Tage spielfrei hatte, während es bei der anderen nur 4 waren. Als ob B innerhalb von 6 Tagen der Spielrhythmus verloren hätt...und das, nachdem sie in ein und derselben Formation zig Wochen zuvor gespielt hat. :ugly
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wannabe_experte am 26.02.2013 um 18:40 Uhr bearbeitet
Armin Veh [Trainer] |#393
27.02.2013 - 11:34 Uhr
Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt) hat seine Titel-Ambitionen unterstrichen.

"Grundsätzlich kann ich sagen: Ich will noch mal Deutscher Meister werden", sagte der 52-Jährige der "Sport Bild". Mit welchem Verein, das ließ Veh offen.

Der Vertrag des gebürtigen Augsburgers, der 2007 mit dem VfB Stuttgart den Titel holte, in Frankfurt läuft am Saisonende aus. Verhandlungen über eine Verlängerung will Veh erst führen, wenn die Eintracht 40 Punkte auf dem Konto hat.

Die Hessen, die am Freitag auf Borussia Mönchengladbach treffen, stehen derzeit mit 38 Zählern auf dem vierten Rang der Tabelle. Auf die Frage, ob Frankfurt nach Europa gehöre, antwortete Veh: "Absolut."

Kritik übte der frühere Stuttgarter und Wolfsburger Coach am Deutschen Fußball-Bund (DFB).

"Eintracht Frankfurt zahlt Millionen für die Sicherheit rund um Spiele. Wenn ich dann höre, dass Geisterspiele drohen, geht mir der Hut hoch. Das ist ja unheimlich kreativ von den Herren des DFB", sagte Veh.

Der Coach rechnet zudem mit dem Verbleib des umworbenen Mittelfeldspielers Sebastian Rode (Vertrag bis 2014) über das Saisonende hinweg: "Unser Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat gesagt, dass er auf keinen Fall verkauft wird."
Habe leider das Interview nicht gefunden. Eventuell in der Printausgabe?

Gruß
Armin Veh [Trainer] |#394
28.02.2013 - 05:38 Uhr
Zitat von Adlernest:
Bayern und Pep müssen auch erst mal zusammenwachsen, und mit Dortmund kann man nächste Saison sicherlich mithalten.
Nur, um das richtig zu verstehen: Du erachtest es als durchaus realistisch, dass unser Verein, die Sportgemeinde Eintracht Frankfurt, in der kommenden Saison mit dem BVB mithalten und evtl. sogar die Bayern gefährden kann, weil die Ära Josep Guardiola Anlaufzeit benötigt?

Ist das ernst gemeint oder fehlt da ausnahmsweise ein Smiley (;))?

Ganz allgemein zum Thema: Ein Verein darf sich nicht abhängig von einem Angestellten machen - das gilt sowohl für Spieler x, als auch für den Trainer, in diesem Fall Armin Veh. Mal angenommen, man hat insgeheim den Plan, Rode abzugeben (ganz davon ab, dass ich das nicht glaube...aber das steht auf einem anderen Blatt Papier), da man die Millionen braucht, um neue Spieler zu kaufen und diesen Plan als sinnvoller erachtet, dann kann es nicht sein, dass Veh der Eintracht mit einem Weggang droht und ihr die Pistole auf die Brust setzt, indem er sagt: "Wenn er geht, gehe ich mit. Wenn er bleibt, unterschreibe ich." SOLLTE es in Zukunft zu einer solchen Situation kommen (unabhängig davon, um welchen Spieler es sich handelt), dann muss ich ganz klar sagen: Und Tschüss!

Veh passt unheimlich gut zur Eintracht und man sollte alle sinnvollen Hebel in Bewegung setzen, um ihn zu halten, aber wenn man das eigene Konzept, den eigenen Finanzplan und die eigene Linie dafür verlassen muss, hat es keinen Sinn. Es ist ja nicht so, dass die Eintracht ein Wald-und Wiesenverein ist. Veh hat uns viel gegeben, den Klub nach vorne gebracht, gar keine Frage, aber in letzter Kosequenz profitiert er genauso von diesem Engagement - nicht nur finanziell. Sein Ruf hatte bei seinen letzten beiden Stationen massiv gelitten, jetzt ist er garantiert wieder ein gefragter Trainer, der relativ problemlos eine Stelle bei einem gutklassigen Verein bekäme (beispielsweise Schalke, woran ich nach wie vor glaube, sollte er sich gegen Frankfurt entscheiden). Es gibt momentan aber eigentlich keinen Grund, seine Zelte hier abzubrechen und ich könnte es auch nicht nachvollziehen. Dementsprechend sehe ich sehr gute Chancen, dass er seinen Vertrag hier zeitnah verlängert. Viele interessantere Alternativen fallen mir nicht ein (Schalke habe ich genannt und ansonsten? Vielleicht ein Job im Ausland, in der BL/2.Liga evtl. noch Hoffenheim, weil er da richtig Knete zur Verfügung hätte).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Smie1688 am 28.02.2013 um 06:08 Uhr bearbeitet
Armin Veh [Trainer] |#395
28.02.2013 - 08:22 Uhr
Zitat von Smie1688:
...mit einem Weggang droht und ihr die Pistole auf die Brust setzt, indem er sagt: "Wenn er geht, gehe ich mit. Wenn er bleibt, unterschreibe ich." SOLLTE es in Zukunft zu einer solchen Situation kommen (unabhängig davon, um welchen Spieler es sich handelt), dann muss ich ganz klar sagen: Und Tschüss!

...sprach didi hopp, verkaufte gustavo an die bayern und ekelte so rangnick weg. ein paar unrühmliche personaländerungen später fand sich der verein in liga 2 wieder und ward, hoffentlich, nimmermehr gesehen.
klar, die finanziellen rahmenbedingungen (haben die sowas überhaupt?) in hoffenheim sind andere. trotzdem seh ich das thema differenzierter. allerdings stimme ich dir zu: sollte für rode tatsächlich ein angebpt reinflattern wie die kolportierten 9 mio von arsenal, dann muss der verein auch verkaufen, etwas anderes macht keinen sinn. und wenn veh dann die lust verliert, ist es traurig, aber nicht zu ändern. die eintracht muss wirtschaftlich sinnvoll in einem maß agieren, wie veh es aus hamburg und wolfsburg vermutlich nicht so kennt.

dem rest deines beitrages kann ich mich anschließen. allerdings spricht der satz "ich will noch mal deutscher meister werden" eine klare sprache gegen einen wechsel zu schalke. veh kann vieles, aber gegen naturgesetze anstinken schafft auch er nicht.

•     •     •

Überlass das Denken Ronaldinho, der hat nen größeren Kopf.
Armin Veh [Trainer] |#396
28.02.2013 - 18:09 Uhr
Zitat von Adlernest:
Zitat von Smie1688:
Zitat von Adlernest:
Bayern und Pep müssen auch erst mal zusammenwachsen, und mit Dortmund kann man nächste Saison sicherlich mithalten.
Nur, um das richtig zu verstehen: Du erachtest es als durchaus realistisch, dass unser Verein, die Sportgemeinde Eintracht Frankfurt, in der kommenden Saison mit dem BVB mithalten und evtl. sogar die Bayern gefährden kann, weil die Ära Josep Guardiola Anlaufzeit benötigt?

Ist das ernst gemeint oder fehlt da ausnahmsweise ein Smiley (;))?


Natürlich das ist ernst gemeint, daher auch kein ( :) )

Wir können ja dieses Jahr schon ganz gut mithalten, gemessen an den Punkten.
Soviel Abstand ist da nicht. Und nächste Saison wird der eingeschlagene Weg mit Veh die nächste Dimension erreichen. :) Ich bin da recht zuversichtlich. :) Es gibt keine Anzeichen für deutliche Rückschläge.


Gemessen an den Punkten magst Du wohl Recht haben- davon abgesehen trennen uns von denen in meinen Augen aber noch Welten. Das fängt bei den Leistungsspitzen an ( was sie können, haben sie ja beispielsweise in der CL gezeigt ), geht weiter bei der individuellen Klasse der einzelnen Spieler, setzt sich in der Kaderbreite fort. Meiner Ansicht nach liegt deren Fokus nach 2 gewonnenen Meisterschaften ausserdem ganz klar auf der CL , habe bei denen diese Saison öfter das Gefühl, dass ihnen die letzte "Geilheit" auf die Meisterschaft fehlt und sie eigentlich mehr könnten.

•     •     •

29.05.1999 - der pure Wahnsinn

" Das spricht vielleicht für eine schlechte Vereinskarriere - aber das war ein Höhepunkt meiner
Laufbahn!"
Jan-Aage Fjörtoft auf die Frage, was ihm der Siegtreffer gegen Bayern München bedeute.
Armin Veh [Trainer] |#397
28.02.2013 - 18:42 Uhr
Zitat von Smie1688:

Ganz allgemein zum Thema: Ein Verein darf sich nicht abhängig von einem Angestellten machen - das gilt sowohl für Spieler x, als auch für den Trainer, in diesem Fall Armin Veh. Mal angenommen, man hat insgeheim den Plan, Rode abzugeben (ganz davon ab, dass ich das nicht glaube...aber das steht auf einem anderen Blatt Papier), da man die Millionen braucht, um neue Spieler zu kaufen und diesen Plan als sinnvoller erachtet, dann kann es nicht sein, dass Veh der Eintracht mit einem Weggang droht und ihr die Pistole auf die Brust setzt, indem er sagt: "Wenn er geht, gehe ich mit. Wenn er bleibt, unterschreibe ich." SOLLTE es in Zukunft zu einer solchen Situation kommen (unabhängig davon, um welchen Spieler es sich handelt), dann muss ich ganz klar sagen: Und Tschüss!

Veh passt unheimlich gut zur Eintracht und man sollte alle sinnvollen Hebel in Bewegung setzen, um ihn zu halten, aber wenn man das eigene Konzept, den eigenen Finanzplan und die eigene Linie dafür verlassen muss, hat es keinen Sinn. Es ist ja nicht so, dass die Eintracht ein Wald-und Wiesenverein ist. Veh hat uns viel gegeben, den Klub nach vorne gebracht, gar keine Frage, aber in letzter Kosequenz profitiert er genauso von diesem Engagement - nicht nur finanziell. Sein Ruf hatte bei seinen letzten beiden Stationen massiv gelitten, jetzt ist er garantiert wieder ein gefragter Trainer, der relativ problemlos eine Stelle bei einem gutklassigen Verein bekäme (beispielsweise Schalke, woran ich nach wie vor glaube, sollte er sich gegen Frankfurt entscheiden). Es gibt momentan aber eigentlich keinen Grund, seine Zelte hier abzubrechen und ich könnte es auch nicht nachvollziehen. Dementsprechend sehe ich sehr gute Chancen, dass er seinen Vertrag hier zeitnah verlängert. Viele interessantere Alternativen fallen mir nicht ein (Schalke habe ich genannt und ansonsten? Vielleicht ein Job im Ausland, in der BL/2.Liga evtl. noch Hoffenheim, weil er da richtig Knete zur Verfügung hätte).



Hm, sehe ich um ehrlich zu sein etwas differenzierter.
Letztendlich ist es ja so, dass Armin Veh hauptverantwortlich ist für unseren sportlichen Erfolg und sich auch genau daran messen lassen muss – also plakativ gesagt: Wenns sportlich nicht mehr rund läuft bei der Eintracht, ist er es der als erstes seinen Hut nehmen muss.
Und entsprechend ist es mMn sein gutes Recht zu sagen: „Ich bleibe nur, wenn aus der aktuellen Mannschaft niemand verkauft wird.“

Ich habe damals bspw. auch sehr gut den Rücktritt von Rangnick bei Hoffenheim nachvollziehen können: Da wurden gewisse Ziele gesteckt, gewisse Erwartungen an den Trainer gestellt, die er umzusetzen hatte, die mit Sicherheit auch ein gewisses monetäres Gewicht hatten (es kann mir keiner erzählen, dass ein Trainer-Gehalt in der BuLi nicht sehr stark an das Erreichen gewisser Tabellenplätze oder Punktzahlen geknüpft ist..) und dann verkauft man einfach mal ohne sein Wissen seine 2 besten Spieler.

Und ganz ähnlich die Situation mit Veh (auch wenn es wohl niemand ohne sein Wissen machen würde) – er ist für die sportliche Qualität im Kader zuständig und letztendlich sollte er es sein, der entscheidet, ob die Mannschaft besser ist mit Sebastian Rode, oder besser ist wenn statt dessen die 10 Mio (fiktiver Wert) Ablöse in neue Spieler investiert werden. Und wenn Veh sagt: „Nein, der Rode ist sportlich besser, als die Spieler die wir für 10 Mio auf dem Markt kriegen können!“, dann sollte man Rode auch nicht verkaufen.

Oder sich einen neuen Trainer suchen, was mMn eine Katastrophe wäre, da uns die Vergangenheit eines lehrt: Sportlicher Erfolg hat immer etwas mit Konstanz zu tun!
Besonders mit Konstanz auf der Trainerbank.
Natürlich gibt es auch Trainer, die auf Anhieb mit einer Mannschaft super erfolgreich waren, aber letztendlich waren das Mannschaften die schon von Haus aus über eine super hohe Qualität verfügt haben und als Titelaspiranten in eine Saison gegangen sind.
Aber eine Mannschaften auf Dauer zu entwickeln und zum Erfolg zu führen, hat eigentlich immer was mit Konstanz zu tun. Das kann man aktuell bei Hannover oder dem BVB gut beobachten, früher war Bremen ein super Beispiel dafür. Mainz und Freiburg auch, wo die Trainer „aus der eigenen Jugend“ kommen und Zeit bekommen haben, die Mannschaft zu entwickeln, auch wenn es mal Rückschläge gab.

Beste Gegenbeispiele: Schalke. Wolfsburg. Hamburg.

Deshalb wäre es für mich wirklich eine kleine Katastrophe, wenn Veh ginge und damit ein neuerlicher Umbruch in der Spielphilosophie und wohl auch in der Mannschaft an sich kommen würde.


Ach ja, nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Die ganze Situation würde sich sehr anders darstellen, wenn Bruchhagen oder der Aufsichtsrat am Ende der Saison der Meinung wären, dass wir aus finanziellen Gründen Rode verkaufen müssten und das Geld nicht reinvestieren, sondern aus bilanziellen Gründen „aufs Festgeldkonto“ packen müssten. Das wäre dann auch enttäuschend und auch dann würde ich verstehen, dass Veh aus Gründen der Perspektivlosigkeit woanders hingeht, aber dann würde ich sagen „gut, ist blöd, lässt sich aber nicht vermeiden, denn die wirtschaftliche Existenz des Vereins ist wichtiger als ein Trainer“.
Aber ich denke nicht, dass das der Fall ist! Sondern dass es allein um die Frage geht, was für den Verein sportlich langfristig besser ist. Und diese Frage sollte mMn der Trainer entscheiden, der für den sportlichen Erfolg auch die Verantwortung trägt…
Armin Veh [Trainer] |#398
28.02.2013 - 19:04 Uhr
Zitat von Adlernest:
Zitat von Smie1688:
Zitat von Adlernest:
Bayern und Pep müssen auch erst mal zusammenwachsen, und mit Dortmund kann man nächste Saison sicherlich mithalten.
Nur, um das richtig zu verstehen: Du erachtest es als durchaus realistisch, dass unser Verein, die Sportgemeinde Eintracht Frankfurt, in der kommenden Saison mit dem BVB mithalten und evtl. sogar die Bayern gefährden kann, weil die Ära Josep Guardiola Anlaufzeit benötigt?

Ist das ernst gemeint oder fehlt da ausnahmsweise ein Smiley (;))?


Natürlich das ist ernst gemeint, daher auch kein ( :) )

Wir können ja dieses Jahr schon ganz gut mithalten, gemessen an den Punkten.
Soviel Abstand ist da nicht. Und nächste Saison wird der eingeschlagene Weg mit Veh die nächste Dimension erreichen. :) Ich bin da recht zuversichtlich. :) Es gibt keine Anzeichen für deutliche Rückschläge.



Ach du meine Güte. Wenn du das wirklich Ernst meinst...dann tust du mir echt Leid.
Realitätssinn und sowas sind dir auch völlig fremd, oder?!
Ich will ja nicht schon wieder den Finger in die Wunde legen, aber denk einfach mal an den Beginn der Saison zurück und deine Saisonprognosen. Und dann überdenk noch mal ob man nach dem bisherigen Saisonverlauf tatsächlich solche wahnsinnigen Ideen verfolgen sollte, was die Entwicklung in der Zukunft betrifft.

Oder denk einfach mal an das Spiel von vor 2 Wochen zurück - als man in Dortmund (das sind die, mit denen wir angeblich so gut mithalten können...) gegen einen ersatzgeschwächten BVB, der 60 Minuten in Unterzahl spielen musste, mit 0:3 verloren hat und das in dieser Höhe sogar verdient.
Mithalten? Pustekuchen.

Wir spielen diese Saison unglaublich weit über unseren Verhätlnissen. Es gibt Mannschaften, die uns spielerisch und von ihrer individuellen Stärke weit überlegen sind. Viele von denen werden wir nicht noch einmal so leicht hinter uns lassen können. Und die eigenen Spieler, die teilweise einen echten Lauf haben, sich schon die ganze Saison in einer super Form befinden, werden diese Form nicht unbedingt auch im nächsten Jahr so abrufen können. Wenn wir tatsächlich nächste Saison wieder um einen EL-Startplatz werden mitspielen können, dann wäre das ein super Erfolg.
Und wenn es ein einstelliger Tabellenplatz wird, mit sicherem Abstand zum Abstiegskampf, dann wäre das immer noch gut. Alles andere muss sich auf Dauer entwickeln und ist nicht auf einmal da, nur weil wir mal eine Überraschungs-Saison aufs Parkett legen, in der wir obendrein noch unglaublich viel Glück mit Verletzungen (praktisch keine) und unserem Torwart haben und uns (Dank frühem Ausscheiden im Pokal) ganz auf die Liga konzentrieren können.

Du tust gerade so, als ob es die Wolfsburgs, Stuttgarts, Mainz's, Gladbachs und Hannovers der letzten Jahre nicht gegeben hätte und man nichts daraus hätte lernen können, wie eine Mannschaft - im Fall von Stuttgart und Wolfsburg auch mit deutlicher höherer individueller Qualität und deutlich mehr finanziellem Spielraum ausgestattet - in einer Saison tollen Fußball und "weit über ihren Verhältnissen" spielen kann, um in der nächsten Saison wieder im Mittelmaß der Liga zu versinken. Gibt es einen guten Grund, warum es uns anders gehen sollte?!
Natürlich ist die Mannschaft entwicklungsfähig, keine Frage. Aber selbst Klopp und der BVB - besserer Trainer und bessere Spieler - haben 3 Jahre und eine kontinuierliche Entwicklung gebraucht, um sich wirklich ganz oben "festbeißen" zu können. Und selbst diese Mannschaft hat diese Saison den ersten Rückschlag erlitten und liegt auf einmal 18 Punkte hinter der Tabellenspitze.
Und da meinst du, dass wir nach einer einzigen überraschend erfolgreichen Saison plötzlich mit Bayern und dem BVB mithalten können?! Ohne Worte.

Ich hoffe ja immer noch, dass es Ironie sein sollte.
Wenn nicht: Hey, du hast ein Recht auf deine Meinung!
Aber ich habe dann auch das Recht ganz herzhaft über diesen - meiner Meinung nach - ganz großen Blödsinn laut zu lachen...
Armin Veh [Trainer] |#399
28.02.2013 - 19:14 Uhr
Dein Beitrag ist definitiv differenzierter, aber hey, es war verdammt nochmal früh am Morgen, das muss man mir zugestehen.:D Deswegen habe ich ihn auch als lesenswert markiert, auch wenn ich manche Dinge anders sehe.

Das, was ich zu 100% unterschreibe, ist folgende Aussage (btw. es sind viele Aussagen drin, die ich ähnlich oder gleich sehe, aber die fasst es schon serh gut zusammen):

Zitat
Deshalb wäre es für mich wirklich eine kleine Katastrophe, wenn Veh ginge und damit ein neuerlicher Umbruch in der Spielphilosophie und wohl auch in der Mannschaft an sich kommen würde.
!!!

Es wäre eine riesengroße Scheiße auf deutsch gesagt, wenn der Trainer uns verlassen würde. Wir haben es doch am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, einen passender Trainer zu finden, bei dem tatsächlich (fast) alles passt. Zudem ist das "seine" Mannschaft mit Spielern, die einfach sehr, sehr gut zu der veh'schen Spielphilosophie passen. Wenn wir den worst case nehmen (Veh weg), bin ich mir jetzt schon sicher, dass es, unabhängig wer seinen Posten übernehmen würde, zu großen Problemen kommen wird - das heißt nicht zwangsläufig Abstieg etc., aber eine solche Saison traue ich keinem möglichen Nachfolger zu, trotz (größtenteils) gleichbleibenden Spielermaterials.

Ansonsten habe ich mich in meinem anderen Beitrag ziemlich schlecht ausgedrückt. Veh hat selbstverständlich das recht, seinen Verbleib von den Personalien Rode oder Jung abhängig zu machen, er ist es, der sich letztlich wieder am Erfolg/Misserfolg messen lassen muss. Was ich eigentlich meinte: Wenn Veh zu Bruchhagen sagt: "Du Heri, wenn du Rode und Jung verkaufst bin ich weg.", und Bruchhagen dann einlenkt und den Plan, der wirtschaftlich sinnvoller ist, verlässt, nur um dem Trainer einen Gefallen zu tun, bin ich definitiv für einen Trainerwechsel.

Ich bin nach wie vor 100%ig davon überzeugt, dass Rode bei uns bleibt. Aber mal angenommen (auch wenn es Schwachsinn ist), dieses 22 Mio. Angebot von Arsenal stimmt und Bruchhagen sagt: "Wir müssen verkaufen, egal, wie weit wir im möglichen europäischen Wettbewerb kommen, diese Summe können wir weder dadurch, noch durch Fernsehgelder etc. einspielen." und Veh dann trotzdem sagt, dass er das nicht akzeptiert, muss er gehen. Und dann könnte ich das "Pistole auf die Brust setzen", wie ich es oben nannte, auch nicht nachvollziehen.

Boah ich bin komplett unfähig, das so auszudrücken, wie ich es eigentlich meine...kommt auch nicht oft vor.:D Kurzgesagt: Wenn der Punkt kommt, an dem die Eintracht einen deutlichen finanziellen Mehrwert durch den Verkauf von Spieler xy hat (Stichwort unmoralisches Angebot), könnte ich einen freiwilligen Abgang von Veh nicht verstehen.

Aber gut, in meinem Beitrag sind sehr viele ungelegte Eier enthalten. Ich gehe zunächst davon aus, dass Rode bis mind. 2014 hier bleibt und Jung verlängert...und dann MUSS Veh eigentlich verlängern, weil ich kaum einen Verein sehe, der ihm zeitnah eine bessere Perspektive bieten kann. Abgesehen von Schalke...
Armin Veh [Trainer] |#400
28.02.2013 - 20:17 Uhr
Zitat von RoyalTL:

Beste Gegenbeispiele: Schalke. Wolfsburg. Hamburg.

Deshalb wäre es für mich wirklich eine kleine Katastrophe, wenn Veh ginge und damit ein neuerlicher Umbruch in der Spielphilosophie und wohl auch in der Mannschaft an sich kommen würde.

Wobei bei allen drei Vereinen ein Problem vorlag, was wir nicht (mehr) haben: Inkompetenz in der Führungsebene. Wenn mans genau nimmt, könnte man den Horst eigentlich auch als inkompentent darstellen, aber er ist meilenweit besser als ein Tönnies, Müller oder Magath.
Die Wölfe haben mit Allofs nen soliden Manager eingekauft und Arnesen ist besser als nix/Reinhardt und aus sportlicher Hinsicht hundertmal besser als Hofmann.

Worauf ich hinaus will: mit einem gescheiten Manager ist ein kurzfristiger Übergang von Trainer A zu Trainer B machbar. Es ist auch nicht gesagt, dass ein kompletter Bruch in der Spielphilosophie und damit einhergehend ein Bruch in der Mannschaftszusammenstellung kommen muss...
selbst wenn die Philosophie mehr Richtung Reagieren/Kontern ginge, wir hätten aus meiner Sicht das Material dazu. Rode kann das, Inui auch, Aigner ist auch recht schnell, Jung und Otsche ebenfalls, wie ich find. Überhaupt ist ein Kontersystem aus meiner Sicht wesentlich einfacher zu installieren, als ein agierendes System.
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