1. FC Köln 1. FC Köln
deadline-day banner
Anthony Modeste
Geburtsdatum 14.04.1988
Alter 38
Nat. Frankreich  Frankreich
Größe 1,88m
Vertrag bis -
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein Vereinslos

Leistungsdaten:

Anthony Modeste [27]

17.11.2018 - 20:10 Uhr
Anthony Modeste [27] |#991
13.02.2019 - 13:28 Uhr
Zitat von DonMarvel
Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von Dilbert

Zitat von Valen

Zitat von Neutraler

Zitat von wuz63

Zitat von Neutraler

Ist das momentan eigentlich nicht egal ob Modeste ein Spiel-Genehmigung bekommt?

Sicherlich würde ich Modeste gerne wieder spielen sehen, aber das ganze Theater hat er sich, mit den Beratern doch selber angetan nach China zu wechseln.

BigMo wird eh erstmal nur Einwechselspieler sein, solange es mit unserem Spielerduo gut klappt. Sicherlich werden wir in der Rückrunde noch einen Stürmer benötigen, vor allen Dingen wenn Cordoba noch häufiger sein T-Shirt auszieht und dafür gelb siehtaugen-zuhalten.

MMn haben wir noch genügend Zeit, lassen wir uns abwarten.


Naja, ich denke nicht nur er hatte $ in den Augen. Schmaddi und der Effzeh haben bei dem Deal ja auch kräftig abgesahnt und ihn sicherlich dazu "motiviert". Daher will ich die Aussage, er sei selbst dran schuld, nicht so ganz stehen lassen wollen.


Das Schmadtke, vor allen Dingen Wehrle die $Geld gesehen haben ist verständlich. So weit ich mich erinnere kam Modeste halbjährlich mit ner Gehaltsanpassung. Aber alles Schnee von gestern. Ich wollte hauptsächlich sagen, wir brauchen die Genehmigung nicht für das Paderbornspiel, es wird noch ohne ihn gehen.


Ich bin echt gespannt, wie lange die Fifa das Thema gedribbelt bekommt. Ich glaube nicht, dass das die letzte Verzögerung auf dem weg ist sad


Yepp - ich traue dem Weltverband in dieser Causa (und vielen anderen) auch nicht über den Weg! Denen fällt bestimmt noch etwas ein, um den Vorgang bzw. die vorläufige Spielerlaubnis weiter zu verzögern. Kein Papier im Fax? EMail der Chinesen “ausversehen“ im SPAM gelandet oder gelöscht? Plötzlicher 3 monatiger Team-Ausflug nach Katar?
Bis jetzt haben sich die feinen Herren auf jeden Fall nicht lösungsorientiert gezeigt....


Das kann man von der Fifa auch nicht erwarten. Wir untergraben hier schließlich ihre Autorität. Wäre der Fall andersherum gelagert wären wir ja auch Not amused. Ich erinnere hier nur mal an den Wechsel von Helmes nach Leverkusen. Der war auch an dem Sommer vertragsfrei weil wir versäumt hatten die Option vor dem Jahreswechsel zu ziehen und Bayer das so interpretiert hat, dass sie Gespräche führen durften. Hätte die DFL uns dazu dann einfach nur "Pech gehabt" gesagt, hätten wir das auch nicht hi genommen.

Ein Stück weit sägt der FC gerade an dem ast auf dem er selbst sitzt. Wenn die Trsnsferregularien fallen, wechseln Spieler nach belieben und der abgebende Verein erhält eine Entschädigung in Höhe der ausstehenden Gehälter. Unterstelkt man, dass der Spieler nachbesetzt werden muss, entfallen damit alle Gewinne aus spieler Verkäufen komplett.


Nur weil man auf baldige Lösung drängt, untergräbt man nirgendwo die Autorität.

Je länger der Verband Modeste die Genehmigung verweigert, desto schneller entfernt sich der Spieler vom Wettbewerb. Das kann für die FIFA auch zu einem Spießrutenlauf werden, wenn der Franzose weiterhin an der Ausübung seines Berufes gehindert wird. In den CAS-Regularien ist es doch klar definiert. Im Mittelpunkt triftiger Gründe aus Spielersicht steht der Vorwurf, dass der Klub die im Vertrag vereinbarte Vergütung nicht oder zu spät gezahlt hat. Darum geht es und bis dato gab es zu diesem Vorwurf noch nicht mal ein klare oder nur halbgare Stellungnahmen seitens Tianjin Quanjian. Warum man seitens der FIFA den Chinesen weiterhin das Zeitspiel gewähren lässt, sehe ich eher als Problem.

Warum aufgrund diesen Fallbeispiels zukünftig die Transferregularien fallen sollten, verstehe wer will. Modestes Situation ist kein zweiter Webster-Fall.


Wir untergraben die Autorität der Fifa nicht in dem wir auf zügige erledigu g drängen, sondern weil wir uns auf eine Klausel in Modeste Vertrag berufen, die den Fifa Regel widerspricht.

Denkt man das zuende und wendet das auf weitere Regeln der Fifa an, steht am Ende das individuelle Vertragstecht über den Fifa Regeln und es bedarf keiner Freigabe mehr durch den Verband.

In dem Moment kann jeder Spieler seinen Vertrag kündigen, einen neuen unterschreiben und die arbeitsrechtlichen folgen mit dem ehemaligen Verein klären. In deutschland würde das auf eine entschädigung i. H. V. der ausstehenden Gehälter hinaus laufen. Für Modeste wäre dann für über 30 Mio. weniger geflossen. Dies ist der ast den ich meinte.


Nur mal so zur Info, jede Ausstiegsklausel in einem Vertrag ist eine individuelle Vereinbarung und widerspricht den FIFA-Regularien.


Nein. Eine ausstiegsklausel bewirkt, dass der abgebende Verein dem Transfer zustimmt. Dagegen hat die Fifa nichts.


Eine Ausstiegsklausel bewirkt, dass Paragraph 18 der FIFA-Statuten außer Kraft gesetzt wird. Übrigens ein Grund, warum der FIFA seit vielen Jahren vor allem das portugiesische und spanische Arbeitsrecht ein Dorn im Auge ist. Diese Diskussionen führt man aber schon seit Jahren, da die Transferregularien der FIFA allgemein gegen bestimmte Rechtsgrundsätze verstoßen. D.h. aber noch lange nicht, dass zukünftig, aufgrund "skurriler" Vertragspassagen, die Regularien völlig außer Kraft gesetzt werden und nicht mehr marktadäquate Ablösen gezahlt werden müssen. Wenn man danach ginge, dürften dann auch andere Richtlinien (siehe 5-Jahres-Vertragslaufzeiten) bald reformiert gehören.


Paragraf 18 der Fifa Statuten regelt nach meiner Recherche den "Status der Ligen und von anderen Vereinigungen von Klubs".

Da du das wohl kaum meinst, kann ich dir aktuell leider nicht folgen.

Der Umstand den du beschreibst, ist aber genau das was ich mit dem Ast meinte, auf dem auch der FC sitzt.
Das Transferwesen, wie es nach Bosman aufgebaut wurde, funktioniert nur deshalb, weil die Fifa nicht alles was arbeitsrechtlich in den einzelnen Ländern möglich ist, akzeptiert und die Spielgenehmigung nutzt, um damit durch zu kommen. Hiervon profitieren nicht zuletzt die meisten Vereine.
Anthony Modeste [27] |#992
13.02.2019 - 14:02 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von Dilbert

Zitat von Valen

Zitat von Neutraler

Zitat von wuz63

Zitat von Neutraler

Ist das momentan eigentlich nicht egal ob Modeste ein Spiel-Genehmigung bekommt?

Sicherlich würde ich Modeste gerne wieder spielen sehen, aber das ganze Theater hat er sich, mit den Beratern doch selber angetan nach China zu wechseln.

BigMo wird eh erstmal nur Einwechselspieler sein, solange es mit unserem Spielerduo gut klappt. Sicherlich werden wir in der Rückrunde noch einen Stürmer benötigen, vor allen Dingen wenn Cordoba noch häufiger sein T-Shirt auszieht und dafür gelb siehtaugen-zuhalten.

MMn haben wir noch genügend Zeit, lassen wir uns abwarten.


Naja, ich denke nicht nur er hatte $ in den Augen. Schmaddi und der Effzeh haben bei dem Deal ja auch kräftig abgesahnt und ihn sicherlich dazu "motiviert". Daher will ich die Aussage, er sei selbst dran schuld, nicht so ganz stehen lassen wollen.


Das Schmadtke, vor allen Dingen Wehrle die $Geld gesehen haben ist verständlich. So weit ich mich erinnere kam Modeste halbjährlich mit ner Gehaltsanpassung. Aber alles Schnee von gestern. Ich wollte hauptsächlich sagen, wir brauchen die Genehmigung nicht für das Paderbornspiel, es wird noch ohne ihn gehen.


Ich bin echt gespannt, wie lange die Fifa das Thema gedribbelt bekommt. Ich glaube nicht, dass das die letzte Verzögerung auf dem weg ist sad


Yepp - ich traue dem Weltverband in dieser Causa (und vielen anderen) auch nicht über den Weg! Denen fällt bestimmt noch etwas ein, um den Vorgang bzw. die vorläufige Spielerlaubnis weiter zu verzögern. Kein Papier im Fax? EMail der Chinesen “ausversehen“ im SPAM gelandet oder gelöscht? Plötzlicher 3 monatiger Team-Ausflug nach Katar?
Bis jetzt haben sich die feinen Herren auf jeden Fall nicht lösungsorientiert gezeigt....


Das kann man von der Fifa auch nicht erwarten. Wir untergraben hier schließlich ihre Autorität. Wäre der Fall andersherum gelagert wären wir ja auch Not amused. Ich erinnere hier nur mal an den Wechsel von Helmes nach Leverkusen. Der war auch an dem Sommer vertragsfrei weil wir versäumt hatten die Option vor dem Jahreswechsel zu ziehen und Bayer das so interpretiert hat, dass sie Gespräche führen durften. Hätte die DFL uns dazu dann einfach nur "Pech gehabt" gesagt, hätten wir das auch nicht hi genommen.

Ein Stück weit sägt der FC gerade an dem ast auf dem er selbst sitzt. Wenn die Trsnsferregularien fallen, wechseln Spieler nach belieben und der abgebende Verein erhält eine Entschädigung in Höhe der ausstehenden Gehälter. Unterstelkt man, dass der Spieler nachbesetzt werden muss, entfallen damit alle Gewinne aus spieler Verkäufen komplett.


Nur weil man auf baldige Lösung drängt, untergräbt man nirgendwo die Autorität.

Je länger der Verband Modeste die Genehmigung verweigert, desto schneller entfernt sich der Spieler vom Wettbewerb. Das kann für die FIFA auch zu einem Spießrutenlauf werden, wenn der Franzose weiterhin an der Ausübung seines Berufes gehindert wird. In den CAS-Regularien ist es doch klar definiert. Im Mittelpunkt triftiger Gründe aus Spielersicht steht der Vorwurf, dass der Klub die im Vertrag vereinbarte Vergütung nicht oder zu spät gezahlt hat. Darum geht es und bis dato gab es zu diesem Vorwurf noch nicht mal ein klare oder nur halbgare Stellungnahmen seitens Tianjin Quanjian. Warum man seitens der FIFA den Chinesen weiterhin das Zeitspiel gewähren lässt, sehe ich eher als Problem.

Warum aufgrund diesen Fallbeispiels zukünftig die Transferregularien fallen sollten, verstehe wer will. Modestes Situation ist kein zweiter Webster-Fall.


Wir untergraben die Autorität der Fifa nicht in dem wir auf zügige erledigu g drängen, sondern weil wir uns auf eine Klausel in Modeste Vertrag berufen, die den Fifa Regel widerspricht.

Denkt man das zuende und wendet das auf weitere Regeln der Fifa an, steht am Ende das individuelle Vertragstecht über den Fifa Regeln und es bedarf keiner Freigabe mehr durch den Verband.

In dem Moment kann jeder Spieler seinen Vertrag kündigen, einen neuen unterschreiben und die arbeitsrechtlichen folgen mit dem ehemaligen Verein klären. In deutschland würde das auf eine entschädigung i. H. V. der ausstehenden Gehälter hinaus laufen. Für Modeste wäre dann für über 30 Mio. weniger geflossen. Dies ist der ast den ich meinte.


Nur mal so zur Info, jede Ausstiegsklausel in einem Vertrag ist eine individuelle Vereinbarung und widerspricht den FIFA-Regularien.


Nein. Eine ausstiegsklausel bewirkt, dass der abgebende Verein dem Transfer zustimmt. Dagegen hat die Fifa nichts.


Eine Ausstiegsklausel bewirkt, dass Paragraph 18 der FIFA-Statuten außer Kraft gesetzt wird. Übrigens ein Grund, warum der FIFA seit vielen Jahren vor allem das portugiesische und spanische Arbeitsrecht ein Dorn im Auge ist. Diese Diskussionen führt man aber schon seit Jahren, da die Transferregularien der FIFA allgemein gegen bestimmte Rechtsgrundsätze verstoßen. D.h. aber noch lange nicht, dass zukünftig, aufgrund "skurriler" Vertragspassagen, die Regularien völlig außer Kraft gesetzt werden und nicht mehr marktadäquate Ablösen gezahlt werden müssen. Wenn man danach ginge, dürften dann auch andere Richtlinien (siehe 5-Jahres-Vertragslaufzeiten) bald reformiert gehören.


Paragraf 18 der Fifa Statuten regelt nach meiner Recherche den "Status der Ligen und von anderen Vereinigungen von Klubs".

Da du das wohl kaum meinst, kann ich dir aktuell leider nicht folgen.

Der Umstand den du beschreibst, ist aber genau das was ich mit dem Ast meinte, auf dem auch der FC sitzt.
Das Transferwesen, wie es nach Bosman aufgebaut wurde, funktioniert nur deshalb, weil die Fifa nicht alles was arbeitsrechtlich in den einzelnen Ländern möglich ist, akzeptiert und die Spielgenehmigung nutzt, um damit durch zu kommen. Hiervon profitieren nicht zuletzt die meisten Vereine.


Regulations on the Status and Transfer of Players.

18. Special provisions relating to contracts between professionals and clubs.

3. A club intending to conclude a contract with a professional must inform the player’s current club in writing before entering into negotiations with him. A professional shall only be free to conclude a contract with another club if his contract with his present club has expired or is due to expire within six months. Any breach of this provision shall be subject to appropriate sanctions ...


Egal ob man sich auf Nichteinhaltung bestimmter Agreements bezieht, oder auf eine Ausstiegklausel, die Vertragskonstellationen umgehen soll, es handelt sich bei beiden Fällen um eine "individuelle Vereinbarung, die den Fifa Regel widerspricht."

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Anthony Modeste [27] |#993
13.02.2019 - 14:21 Uhr
Zitat von Jumbi
Was den zweiten Abschnitt angeht: hier wird eins der kleinsten Probleme des 1. FC Köln beschrieben. Die im eigenen Vertrag beschriebenen Zahlungen sind so geregelt, alles andere wäre sehr verwunderlich. Das viel größere Risiko sind die Regress-Ansprüche, die im Rahmen der Spielberechtigungsgültigkeit, Spielerausfall, Transferrechte etc., die Tianjin geltend machen könnte. Die werden zumindest probieren was möglich ist.


Wie sollten sich diese Ansprüche denn begründen? Selbst wenn wir keine Spielerlaubnis für Modeste erhielten, würde dies im Umkehrschluss nicht dazu führen, dass er plötzlich wieder Spieler von Tianjin ist. Hierfür bräuchte er einen gültigen Vertrag. Sein alter Vertrag ist aber nicht mehr gültig, da wirksam gekündigt.
Anthony Modeste [27] |#994
13.02.2019 - 14:33 Uhr
Zitat von wuerzbock
Zitat von Jumbi

Was den zweiten Abschnitt angeht: hier wird eins der kleinsten Probleme des 1. FC Köln beschrieben. Die im eigenen Vertrag beschriebenen Zahlungen sind so geregelt, alles andere wäre sehr verwunderlich. Das viel größere Risiko sind die Regress-Ansprüche, die im Rahmen der Spielberechtigungsgültigkeit, Spielerausfall, Transferrechte etc., die Tianjin geltend machen könnte. Die werden zumindest probieren was möglich ist.


Wie sollten sich diese Ansprüche denn begründen? Selbst wenn wir keine Spielerlaubnis für Modeste erhielten, würde dies im Umkehrschluss nicht dazu führen, dass er plötzlich wieder Spieler von Tianjin ist. Hierfür bräuchte er einen gültigen Vertrag. Sein alter Vertrag ist aber nicht mehr gültig, da wirksam gekündigt.


Wobei es dann ja auch keinen Grund zur Verweigerung der Spielgenehmigung gäbe. Aber selbst wenn sein Vertrag in China gültig wäre, wären alle denkbaren Regressansprüche ja erstmal gegen ihn selbst gerichtet. Der Verein hat zig mal betont, an dem Verfahren nicht beteiligt zu sein. Die einzige Konstellation, in der man dann mal ein bisschen nachdenken könnte, wäre eine schwere Verletzung während des Trainings bei uns. Aber auch dann wäre es nicht selbstverständlich, dass daraus Ansprüche gegen den Verein entstünden. Maßnahmen um ihm die Trainingsteilnahme zu untersagen, hat es ja scheinbar auch nicht gegeben.
Anthony Modeste [27] |#995
13.02.2019 - 15:59 Uhr
Zitat von wuerzbock

Wie sollten sich diese Ansprüche denn begründen? Selbst wenn wir keine Spielerlaubnis für Modeste erhielten, würde dies im Umkehrschluss nicht dazu führen, dass er plötzlich wieder Spieler von Tianjin ist. Hierfür bräuchte er einen gültigen Vertrag. Sein alter Vertrag ist aber nicht mehr gültig, da wirksam gekündigt.

Wenn ich soweit alles richtig verstanden habe, ist aber doch genau die Frage, ob er tatsächlich wirksam gekündigt hätte. Aus dem Vertrag ergab sich ja wohl ein Kündigungsrecht, bei einer bestimmten Bedingung, die wohl vorliegt, danach hat er also rechtmäßig kündigen können.
FIFA-Regularien schreiben aber eine schärfere Bedingung vor, damit ein Spieler selbstständig aus einem laufenden Vertrag aussteigen kann und die wäre tatsächlich nicht gegeben.

Aus Sicht von FIFA-Regularien hatte Modeste keinen Kündigungsgrund ist wäre daher für die FIFA so lange als Spieler von Tianjin zu sehen, so lange Tianjin seinerseits nicht die Vertragsauflösung bestätigt.

Dass da dann Arbeitsrecht und FIFA-Regularien auseinanderfallen, sorgt ja für diese schräge Konstellation, dass es tatsächlich sein könnte, dass der Arbeitnehmer Modeste rechtmäßig seinen Vertrag mit seinem Arbeitgeber gekündigt hat, für die FIFA der Fußballspieler Modeste aber noch ein Spieler bei Tianjin ist. Wenn der FC den dann unter Vertrag nimmt, verhält er sich arbeitsrechtlich einwandfrei, aus Sicht der FIFA ggf. aber nicht, über die ordentliche Gerichtsbarkeit hätte der FC nichts zu befürchten, aber verbandsintern ist eine Strafe von der FIFA mWn tatsächlich nicht auszuschließen. Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass die FIFA einen Verein bestraft, der sich an staatliche Gesetze hält, aber die internen Regularien bricht, da muss man nur mal in Wilhelmshaven nachfragen.

Dann bliebe am Ende tatsächlich nur der Gang vor das CAS, wo dann eigentlich endgültig Rechtssicherheit geschaffen werden müsste. Vorausgesetzt, die FIFA stellt sich nicht völlig quer und weigert sich, sich dem CAS zu unterwerfen.
Anthony Modeste [27] |#996
13.02.2019 - 16:23 Uhr
Zitat von False_9

FIFA-Regularien schreiben aber eine schärfere Bedingung vor, damit ein Spieler selbstständig aus einem laufenden Vertrag aussteigen kann und die wäre tatsächlich nicht gegeben.


Wenn es aber de jure keinen Vertrag gibt, kann die FIFA nicht auf Einhaltung eines imaginären Vertrags bestehen, das die Spielberechtigung bedingt.

Die Chinesen können auch nicht mit der Ablösesumme o.ä. argumentieren. Die Ablösesumme diente ja nur der Vertragsauflösung. Dann haben sie einen Vertrag mit Modeste geschlossen, dessen Verpflichtungen sie offenbar nicht erfüllt haben, weshalb Modeste diesen Vertrag gekündigt hat. Der Vertrag in Deutschland mit dem FC ist von beiden Seiten, mindestens vom FC, im guten Glauben geschlossen worden, dass Modeste keine vertraglichen Verpflichtungen mehr mit Tianjin hat.

Die FIFA hat ja festgestellt, dass die Vertragsverletzung da war. Dass diese nach (schweizerischem) "weltlichem Recht" Modeste dazu berechtigt den Hut zu schwingen, kann die FIFA nicht ändern. Also nutzt sie das Mittel der Spielberechtigung. Diese ist aber an ein bestehendes Arbeitsverhältnis mit dem Spieler geknüpft.

Es wird in meinen Augen auch keinen Präzedenzfall geben, da dieser Fall nicht das Zeug zum zweiten Bosman-Urteil hat. Die einzige Signalwirkung aus diesem Streit ist zweierlei:
1. Wer nach China will, lässt sich auf China ein.
2. Clubs, bezahlt Eure Spieler.



PS: Ich mag mich auch irren und ich bin total auf dem Holzweg. Auch möglich.
Anthony Modeste [27] |#997
13.02.2019 - 17:03 Uhr
Zitat von DonMarvel
Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von DonMarvel

Zitat von Valen

Zitat von Dilbert

Zitat von Valen

Zitat von Neutraler

Zitat von wuz63

Zitat von Neutraler

Ist das momentan eigentlich nicht egal ob Modeste ein Spiel-Genehmigung bekommt?

Sicherlich würde ich Modeste gerne wieder spielen sehen, aber das ganze Theater hat er sich, mit den Beratern doch selber angetan nach China zu wechseln.

BigMo wird eh erstmal nur Einwechselspieler sein, solange es mit unserem Spielerduo gut klappt. Sicherlich werden wir in der Rückrunde noch einen Stürmer benötigen, vor allen Dingen wenn Cordoba noch häufiger sein T-Shirt auszieht und dafür gelb siehtaugen-zuhalten.

MMn haben wir noch genügend Zeit, lassen wir uns abwarten.


Naja, ich denke nicht nur er hatte $ in den Augen. Schmaddi und der Effzeh haben bei dem Deal ja auch kräftig abgesahnt und ihn sicherlich dazu "motiviert". Daher will ich die Aussage, er sei selbst dran schuld, nicht so ganz stehen lassen wollen.


Das Schmadtke, vor allen Dingen Wehrle die $Geld gesehen haben ist verständlich. So weit ich mich erinnere kam Modeste halbjährlich mit ner Gehaltsanpassung. Aber alles Schnee von gestern. Ich wollte hauptsächlich sagen, wir brauchen die Genehmigung nicht für das Paderbornspiel, es wird noch ohne ihn gehen.


Ich bin echt gespannt, wie lange die Fifa das Thema gedribbelt bekommt. Ich glaube nicht, dass das die letzte Verzögerung auf dem weg ist sad


Yepp - ich traue dem Weltverband in dieser Causa (und vielen anderen) auch nicht über den Weg! Denen fällt bestimmt noch etwas ein, um den Vorgang bzw. die vorläufige Spielerlaubnis weiter zu verzögern. Kein Papier im Fax? EMail der Chinesen “ausversehen“ im SPAM gelandet oder gelöscht? Plötzlicher 3 monatiger Team-Ausflug nach Katar?
Bis jetzt haben sich die feinen Herren auf jeden Fall nicht lösungsorientiert gezeigt....


Das kann man von der Fifa auch nicht erwarten. Wir untergraben hier schließlich ihre Autorität. Wäre der Fall andersherum gelagert wären wir ja auch Not amused. Ich erinnere hier nur mal an den Wechsel von Helmes nach Leverkusen. Der war auch an dem Sommer vertragsfrei weil wir versäumt hatten die Option vor dem Jahreswechsel zu ziehen und Bayer das so interpretiert hat, dass sie Gespräche führen durften. Hätte die DFL uns dazu dann einfach nur "Pech gehabt" gesagt, hätten wir das auch nicht hi genommen.

Ein Stück weit sägt der FC gerade an dem ast auf dem er selbst sitzt. Wenn die Trsnsferregularien fallen, wechseln Spieler nach belieben und der abgebende Verein erhält eine Entschädigung in Höhe der ausstehenden Gehälter. Unterstelkt man, dass der Spieler nachbesetzt werden muss, entfallen damit alle Gewinne aus spieler Verkäufen komplett.


Nur weil man auf baldige Lösung drängt, untergräbt man nirgendwo die Autorität.

Je länger der Verband Modeste die Genehmigung verweigert, desto schneller entfernt sich der Spieler vom Wettbewerb. Das kann für die FIFA auch zu einem Spießrutenlauf werden, wenn der Franzose weiterhin an der Ausübung seines Berufes gehindert wird. In den CAS-Regularien ist es doch klar definiert. Im Mittelpunkt triftiger Gründe aus Spielersicht steht der Vorwurf, dass der Klub die im Vertrag vereinbarte Vergütung nicht oder zu spät gezahlt hat. Darum geht es und bis dato gab es zu diesem Vorwurf noch nicht mal ein klare oder nur halbgare Stellungnahmen seitens Tianjin Quanjian. Warum man seitens der FIFA den Chinesen weiterhin das Zeitspiel gewähren lässt, sehe ich eher als Problem.

Warum aufgrund diesen Fallbeispiels zukünftig die Transferregularien fallen sollten, verstehe wer will. Modestes Situation ist kein zweiter Webster-Fall.


Wir untergraben die Autorität der Fifa nicht in dem wir auf zügige erledigu g drängen, sondern weil wir uns auf eine Klausel in Modeste Vertrag berufen, die den Fifa Regel widerspricht.

Denkt man das zuende und wendet das auf weitere Regeln der Fifa an, steht am Ende das individuelle Vertragstecht über den Fifa Regeln und es bedarf keiner Freigabe mehr durch den Verband.

In dem Moment kann jeder Spieler seinen Vertrag kündigen, einen neuen unterschreiben und die arbeitsrechtlichen folgen mit dem ehemaligen Verein klären. In deutschland würde das auf eine entschädigung i. H. V. der ausstehenden Gehälter hinaus laufen. Für Modeste wäre dann für über 30 Mio. weniger geflossen. Dies ist der ast den ich meinte.


Nur mal so zur Info, jede Ausstiegsklausel in einem Vertrag ist eine individuelle Vereinbarung und widerspricht den FIFA-Regularien.


Nein. Eine ausstiegsklausel bewirkt, dass der abgebende Verein dem Transfer zustimmt. Dagegen hat die Fifa nichts.


Eine Ausstiegsklausel bewirkt, dass Paragraph 18 der FIFA-Statuten außer Kraft gesetzt wird. Übrigens ein Grund, warum der FIFA seit vielen Jahren vor allem das portugiesische und spanische Arbeitsrecht ein Dorn im Auge ist. Diese Diskussionen führt man aber schon seit Jahren, da die Transferregularien der FIFA allgemein gegen bestimmte Rechtsgrundsätze verstoßen. D.h. aber noch lange nicht, dass zukünftig, aufgrund "skurriler" Vertragspassagen, die Regularien völlig außer Kraft gesetzt werden und nicht mehr marktadäquate Ablösen gezahlt werden müssen. Wenn man danach ginge, dürften dann auch andere Richtlinien (siehe 5-Jahres-Vertragslaufzeiten) bald reformiert gehören.


Paragraf 18 der Fifa Statuten regelt nach meiner Recherche den "Status der Ligen und von anderen Vereinigungen von Klubs".

Da du das wohl kaum meinst, kann ich dir aktuell leider nicht folgen.

Der Umstand den du beschreibst, ist aber genau das was ich mit dem Ast meinte, auf dem auch der FC sitzt.
Das Transferwesen, wie es nach Bosman aufgebaut wurde, funktioniert nur deshalb, weil die Fifa nicht alles was arbeitsrechtlich in den einzelnen Ländern möglich ist, akzeptiert und die Spielgenehmigung nutzt, um damit durch zu kommen. Hiervon profitieren nicht zuletzt die meisten Vereine.


Regulations on the Status and Transfer of Players.

18. Special provisions relating to contracts between professionals and clubs.

3. A club intending to conclude a contract with a professional must inform the player’s current club in writing before entering into negotiations with him. A professional shall only be free to conclude a contract with another club if his contract with his present club has expired or is due to expire within six months. Any breach of this provision shall be subject to appropriate sanctions ...


Egal ob man sich auf Nichteinhaltung bestimmter Agreements bezieht, oder auf eine Ausstiegklausel, die Vertragskonstellationen umgehen soll, es handelt sich bei beiden Fällen um eine "individuelle Vereinbarung, die den Fifa Regel widerspricht."


Ich verstehe immer noch nicht wo das gegen meine Argumentation spricht.
Anthony Modeste [27] |#998
13.02.2019 - 17:06 Uhr
Zitat von wuerzbock
Zitat von False_9

FIFA-Regularien schreiben aber eine schärfere Bedingung vor, damit ein Spieler selbstständig aus einem laufenden Vertrag aussteigen kann und die wäre tatsächlich nicht gegeben.


Wenn es aber de jure keinen Vertrag gibt, kann die FIFA nicht auf Einhaltung eines imaginären Vertrags bestehen, das die Spielberechtigung bedingt.

Die Chinesen können auch nicht mit der Ablösesumme o.ä. argumentieren. Die Ablösesumme diente ja nur der Vertragsauflösung. Dann haben sie einen Vertrag mit Modeste geschlossen, dessen Verpflichtungen sie offenbar nicht erfüllt haben, weshalb Modeste diesen Vertrag gekündigt hat. Der Vertrag in Deutschland mit dem FC ist von beiden Seiten, mindestens vom FC, im guten Glauben geschlossen worden, dass Modeste keine vertraglichen Verpflichtungen mehr mit Tianjin hat.

Die FIFA hat ja festgestellt, dass die Vertragsverletzung da war. Dass diese nach (schweizerischem) "weltlichem Recht" Modeste dazu berechtigt den Hut zu schwingen, kann die FIFA nicht ändern. Also nutzt sie das Mittel der Spielberechtigung. Diese ist aber an ein bestehendes Arbeitsverhältnis mit dem Spieler geknüpft.

Es wird in meinen Augen auch keinen Präzedenzfall geben, da dieser Fall nicht das Zeug zum zweiten Bosman-Urteil hat. Die einzige Signalwirkung aus diesem Streit ist zweierlei:
1. Wer nach China will, lässt sich auf China ein.
2. Clubs, bezahlt Eure Spieler.



PS: Ich mag mich auch irren und ich bin total auf dem Holzweg. Auch möglich.


Ich glaube schon, dass du auf den richtigen Weg bist. Allein wird die Fifa das nicht kampflos hinnehmen und hat ein massives Interesse daran, dass es zu einer Einigung innerhalb ihrer Regularien kommt. Dementsprechend wird sie das Verfahren verschleppen wo sie nur kann.
Anthony Modeste [27] |#999
13.02.2019 - 17:14 Uhr
Stellt sich für mich die Frage, sollte nachträglich durch Gerichtsentscheid für Modeste bzw. Effzeh entschieden werden, ob Schadensersatzansprüche gegen die Fifa gestellt werden können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wuz63 am 13.02.2019 um 17:21 Uhr bearbeitet
Anthony Modeste [27] |#1000
13.02.2019 - 17:50 Uhr
Was ist eigentlich, wenn China die Frist verstreichen lässt bis Donnerstag?

•     •     •

Es sei vermerkt, wenn die Sterne sagen, ich bin schöner als gestern

  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.