| Geburtsdatum | 23.10.1968 |
|---|---|
| Alter | 57 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | BSG Chemie Leipzig |
Alexander Schmidt [Trainer]
26.04.2021 - 16:00 Uhr
27.02.2022 - 14:15 Uhr
Dann will ich auch noch einmal meinen Senf zu den sportlichen Entwicklungen der letzten Monaten abgeben. Mein Augenmerk gilt dabei der sportlichen Leitung abseits und an der Seitenlinie, da sie meines Erachtens hauptverantwortlich ist für die Entwicklungen der letzten Monaten bis hin zum aktuellen Geschehen. Zu Bedenken ist, dass die nachfolgenden Ausführungen subjektiven und nicht objektiven Wahrnehmungen entsprungen ist
Ralf Becker/ Kristian Walter:
Unser Geschäftsführer Sport hat zusammen mit Chefscout Kristian Walter meines Erachtens eine relativ junge, talentierte und zweitligataugliche Mannschaft zusammengestellt. Der Kader ist in der Lage, verschiedene taktische Formationen auszufüllen und wurde auch in der Breite gut aufgestellt (jede Position ist doppelt besetzt). Sei es im 4-3-3, 3-5-2, 4-2-1-2-1, 4-2-2, 4-1-4-1 u.s.w. Insofern finde ich, hat Becker unter den momentanen Gegebenheiten (Corona, finanzieller Spielraum, „Strahlkraft“ des Vereins überregional) einen richtig guten Job gemacht!
Leider haben die langfristigen Verletzungen von Knipping, Weihrauch und Vlachodimos die Mannschaft auf verschiedene Weise arg geschwächt. Mit Knippings Ausfall ging der Mannschaft Führung und Mentalität, mit Weihrauch Spielkultur und mit Vlachodimos Überraschungsmomente verloren. Diese Aspekte haben Dynamo Dresden ab September merklich gefehlt und konnten von anderen Akteuren nicht kompensiert werden. Diesbezüglich konnten weder Löwe,Mai, Sollbauer, Stark (bezüglich Mentalität, Führung), noch Mörschel, Herrmann (bezüglich Spielkultur) oder Königsdörffer, Schröter, Borrello (Überraschungsmomente, Individualität) über einen längeren Zeitraum in die Bresche springen. Teilweise auch aus Verletzungsgründen (Mai, Herrmann, Borrello).
Hier sehe ich auch den einzigen Punkt, den man Becker und Walter vorwerfen kann: Diese Schwachpunkte wurden in der Winterpause nicht beseitigt! Statt Spieler mit Führungsqualitäten und Erfahrung für den Abstiegskampf zu verpflichten (gerade für die Mittelfeldzentrale und das Sturmzentrum), wurden weitere talentierte Spieler verpflichtet (Meier Batista, Drchal, Fein), teilweise ohne Spielpraxis und mit fehlendem Durchsetzungsvermögen, mit denen die Mannschaft schon ausreichend bestückt ist. Das Thema fehlende Führung auf dem Platz und Typen Marke Hefele oder Eilers geht uns in Liga 2 schon seit Jahren ab und wurde weder von Ralf Minge noch Ralf Becker ausreichend oder viel zu spät gelöst. Einzig Hartmann, Knipping und mit Abstrichen Daferner können dieser Kategorie seit 2017 (!) zugeordnet werden. Es überwiegen eine Vielzahl an lieben Jungs oder Schönwetterspieler.
Der letzte Punkt bringt mich zum wichtigsten Defizit in Mannschaft und Verein. Wie Jos Luhukay einstmals auf St. Pauli empfinde ich bei Dynamo eine zu große Wohlfühloase. Seit Jahren dominiert bei der Kaderzusammenstellung der Ansatz, talentierte und charakterlich gute Jungs und ein paar wenige Routiniers (Lambertz, Ebert, Stark, Knipping, Sollbauer) zu verpflichten. Jedoch fehlt es uns meines Erachtens an Typen, die unserem Spiel in den neunzig Minuten den Stempel aufdrücken und Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Hefele, Eilers und Kutschke waren die letzten unbequemen Spieler, die für Emotionen auf dem Platz gesorgt und das Publikum angeheizt haben.
Zudem mit Hartmann auch mal Tacheles auf und neben dem Platz geredet haben. Diesbezüglich sehe ich im aktuellen Aufgebot nur Daferner, Knipping und Mai, wobei letztere durch Verletzungen und Formschwankungen nicht den Einfluss nehmen konnten. Bleibt Daferner, was viel zu wenig ist!
Alexander Schmidt/ Ferydoon Zandi:
Bei der Bewertung unserer sportlichen Entwicklung klammere ich Heiko Scholz aus, da ich den Eindruck habe, dass er bei den Entscheidungen eher eine Nebenrolle spielt und die taktische Ausrichtung und Trainingssteuerung vorrangig in den Händen von Schmidt und Zandi liegt.
Alexander Schmidt ist die Zweitligasaison angetreten mit der Vision, aktiven Fussball spielen lassen zu wollen. Das hieß hohes Pressing und frühes Anlaufen des Gegners. Bis zum Spiel gegen Paderborn setzten er und Zandi dieses Versprechen erfolgreich um. Der langfristige Ausfall von Knipping und Vlachodimos hat für einen Bruch im Spiel und der Herangehensweise geführt. Zwar kam Vlachodimos häufig von der Bank, aber dann war er der einzige Unterschiedsspieler in unserer Offensive, weil er für die besonderen (Überraschungs)Momente und Impulse gesorgt hat. Mit dem Wegfall der beiden gingen Ordnung und Mut verloren. Die Mannschaft verlor von Spiel zu Spiel immer mehr an Glauben und Struktur.
Schmidt und Zandi gelang es nicht, den Ausfall der beiden oben genannten Spieler aufzufangen. Unser Spiel verlor zunehmend an Aktivität, Bissigkeit und an einem klar ersichtlichem Matchplan (Ausnahme Pokal gegen St. Pauli und das Spiel gegen Werder). Spieler wurden zunehmend auf positionsfremden Positionen aufgestellt und ihrer Stärken beraubt. Von der anfänglichen Aufstiegseuphorie war spätestens im Oktober nichts mehr zu erkennen und die immer wieder öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellte tolle Stimmung und Umgangsformen im Team wirkten sich sportlich nicht positiv aus und schien schnell Risse bekommen zu haben.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen konnten Schmidt/Zandi die Defensive einigermaßen stabilisieren, jedoch kosteten uns immer wieder auftretende Konzentrationsschwächen und technische Unzulänglichkeiten Punkte und Selbstvertrauen. Offensiv fanden wir kaum noch statt, Chancen waren Mangelware und wenn es welche gab, wurden sie zumeist kläglich vergeben. In den meisten Spielen ab Herbst hatten wir keine Kontrolle im Mittelfeld und die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen waren oft zu groß und die Wege zum gegnerischen Tor für unsere Offensivkräfte zu weit. Zudem mangelt es seit Monaten an Durchsetzungsvermögen und einem erfolgreichem Zusammenspiel samt einstudierter Laufwege bei unseren Stürmern. Sie laufen sich in der gegnerischen Hälfte den Wolf, was zu Lasten von Torgefahr und Abschlusssituationen geht. Zudem kommt aus dem Mittelfeld offensiv zu wenig Unterstützung, da Stark, Kade und Co. Hauptsächlich mit dem Stopfen von Löchern in der Zentrale beschäftigt sind.
Zwar haben Verletzungen wie die von Knipping, Vlachodimos, Herrmann und Borrello dafür gesorgt, dass sich kaum Automatismen in unserem Spiel entwickeln konnten. Jedoch ist dies hauptsächlich nicht gelungen, weil Schmidt und Zandi die Formation immer wieder geändert haben. Sowohl die Spieler als auch die Taktik betreffend. Das hat zu einer weiteren Verunsicherung einzelner Spieler beigetragen, sodass die wenigsten Akteure Konstanz in ihre Leistung und Überzeugungen bringen konnten. Einstellung und Willen waren zumeist erkennbar (Ausnahme Ingolstadt und Rostock), aber konfuse Positionsspielereien und Aus- wie Einwechslungen von Seiten der Verantwortlichen an der Seitenlinie haben die Aussicht auf mannschaftlichen Erfolg und ein Zugewinn an Selbstvertrauen torpediert.
Bis heute kann ich kein erfolgversprechendes Rezept für den Erhalt in Liga 2 bei Schmidt und Zandi erkennen. Außer Anlaufen unserer Stürmer und Pressing in der eigenen Hälfte kann ich kein taktisches Konzept nach knapp zehn Monaten und einem Großteil der aktuellen Saison erkennen. Vieles auf dem Spielfeld erscheint willkürlich, zufällig und unkoordiniert. Wir haben tolle Grundlagen mit unserem neuen Trainingszentrum, aber augenscheinliche Fortschritte bei den Spielern sowohl in taktischer wie individueller Hinsicht kann ich nicht erkennen. Da habe ich mir tatsächlich mehr versprochen im Vergleich zum Großen Garten! Die Mannschaft wie der Großteil der Spieler stagniert in seiner/ihrer Entwicklung. Und das ist der Verdienst von Schmidt und Zandi und der entscheidende Grund, warum ich für eine Neubesetzung auf diesen Positionen appelliere. Die sportliche Situation ist seit Monaten besorgniserregend und ich traue der Kombination Schmidt/Zandi die notwendigen Entwicklungsschritte unter den vorherrschenden Gegebenheiten nicht zu.
Denn seien wir mal ehrlich: Seit dem Vertrauensvorschuss nach der Niederlagenserie im Herbst hat sich sportlich nichts geändert und die Erfolge gegen Karlsruhe und Aue sind weder überzeugend und zum Teil glücklich zustande gekommen. Ein weiter so, nur weil Schmidt und Zandi nette Zeitgenossen sind, kann es meines Erachtens aus den obigen Gründen nicht geben. Sportlich haben beide nicht überzeugt und zu wenig aus den Fähigkeiten der einzelnen Spieler und der Mannschaft herausgekitzelt.
Die Frage ist nun, was Becker macht und was - wenn er sich für einen neuen Impuls entscheiden sollte - der Trainermarkt, die Geldbörse und das Image von Dynamo Dresden bei der Suche nach einer erfolgversprechenden Lösung auf dem heißen Trainerstuhl hergeben.
Soweit meine persönliche Sicht der Dinge.
Ralf Becker/ Kristian Walter:
Unser Geschäftsführer Sport hat zusammen mit Chefscout Kristian Walter meines Erachtens eine relativ junge, talentierte und zweitligataugliche Mannschaft zusammengestellt. Der Kader ist in der Lage, verschiedene taktische Formationen auszufüllen und wurde auch in der Breite gut aufgestellt (jede Position ist doppelt besetzt). Sei es im 4-3-3, 3-5-2, 4-2-1-2-1, 4-2-2, 4-1-4-1 u.s.w. Insofern finde ich, hat Becker unter den momentanen Gegebenheiten (Corona, finanzieller Spielraum, „Strahlkraft“ des Vereins überregional) einen richtig guten Job gemacht!
Leider haben die langfristigen Verletzungen von Knipping, Weihrauch und Vlachodimos die Mannschaft auf verschiedene Weise arg geschwächt. Mit Knippings Ausfall ging der Mannschaft Führung und Mentalität, mit Weihrauch Spielkultur und mit Vlachodimos Überraschungsmomente verloren. Diese Aspekte haben Dynamo Dresden ab September merklich gefehlt und konnten von anderen Akteuren nicht kompensiert werden. Diesbezüglich konnten weder Löwe,Mai, Sollbauer, Stark (bezüglich Mentalität, Führung), noch Mörschel, Herrmann (bezüglich Spielkultur) oder Königsdörffer, Schröter, Borrello (Überraschungsmomente, Individualität) über einen längeren Zeitraum in die Bresche springen. Teilweise auch aus Verletzungsgründen (Mai, Herrmann, Borrello).
Hier sehe ich auch den einzigen Punkt, den man Becker und Walter vorwerfen kann: Diese Schwachpunkte wurden in der Winterpause nicht beseitigt! Statt Spieler mit Führungsqualitäten und Erfahrung für den Abstiegskampf zu verpflichten (gerade für die Mittelfeldzentrale und das Sturmzentrum), wurden weitere talentierte Spieler verpflichtet (Meier Batista, Drchal, Fein), teilweise ohne Spielpraxis und mit fehlendem Durchsetzungsvermögen, mit denen die Mannschaft schon ausreichend bestückt ist. Das Thema fehlende Führung auf dem Platz und Typen Marke Hefele oder Eilers geht uns in Liga 2 schon seit Jahren ab und wurde weder von Ralf Minge noch Ralf Becker ausreichend oder viel zu spät gelöst. Einzig Hartmann, Knipping und mit Abstrichen Daferner können dieser Kategorie seit 2017 (!) zugeordnet werden. Es überwiegen eine Vielzahl an lieben Jungs oder Schönwetterspieler.
Der letzte Punkt bringt mich zum wichtigsten Defizit in Mannschaft und Verein. Wie Jos Luhukay einstmals auf St. Pauli empfinde ich bei Dynamo eine zu große Wohlfühloase. Seit Jahren dominiert bei der Kaderzusammenstellung der Ansatz, talentierte und charakterlich gute Jungs und ein paar wenige Routiniers (Lambertz, Ebert, Stark, Knipping, Sollbauer) zu verpflichten. Jedoch fehlt es uns meines Erachtens an Typen, die unserem Spiel in den neunzig Minuten den Stempel aufdrücken und Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Hefele, Eilers und Kutschke waren die letzten unbequemen Spieler, die für Emotionen auf dem Platz gesorgt und das Publikum angeheizt haben.
Zudem mit Hartmann auch mal Tacheles auf und neben dem Platz geredet haben. Diesbezüglich sehe ich im aktuellen Aufgebot nur Daferner, Knipping und Mai, wobei letztere durch Verletzungen und Formschwankungen nicht den Einfluss nehmen konnten. Bleibt Daferner, was viel zu wenig ist!
Alexander Schmidt/ Ferydoon Zandi:
Bei der Bewertung unserer sportlichen Entwicklung klammere ich Heiko Scholz aus, da ich den Eindruck habe, dass er bei den Entscheidungen eher eine Nebenrolle spielt und die taktische Ausrichtung und Trainingssteuerung vorrangig in den Händen von Schmidt und Zandi liegt.
Alexander Schmidt ist die Zweitligasaison angetreten mit der Vision, aktiven Fussball spielen lassen zu wollen. Das hieß hohes Pressing und frühes Anlaufen des Gegners. Bis zum Spiel gegen Paderborn setzten er und Zandi dieses Versprechen erfolgreich um. Der langfristige Ausfall von Knipping und Vlachodimos hat für einen Bruch im Spiel und der Herangehensweise geführt. Zwar kam Vlachodimos häufig von der Bank, aber dann war er der einzige Unterschiedsspieler in unserer Offensive, weil er für die besonderen (Überraschungs)Momente und Impulse gesorgt hat. Mit dem Wegfall der beiden gingen Ordnung und Mut verloren. Die Mannschaft verlor von Spiel zu Spiel immer mehr an Glauben und Struktur.
Schmidt und Zandi gelang es nicht, den Ausfall der beiden oben genannten Spieler aufzufangen. Unser Spiel verlor zunehmend an Aktivität, Bissigkeit und an einem klar ersichtlichem Matchplan (Ausnahme Pokal gegen St. Pauli und das Spiel gegen Werder). Spieler wurden zunehmend auf positionsfremden Positionen aufgestellt und ihrer Stärken beraubt. Von der anfänglichen Aufstiegseuphorie war spätestens im Oktober nichts mehr zu erkennen und die immer wieder öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellte tolle Stimmung und Umgangsformen im Team wirkten sich sportlich nicht positiv aus und schien schnell Risse bekommen zu haben.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen konnten Schmidt/Zandi die Defensive einigermaßen stabilisieren, jedoch kosteten uns immer wieder auftretende Konzentrationsschwächen und technische Unzulänglichkeiten Punkte und Selbstvertrauen. Offensiv fanden wir kaum noch statt, Chancen waren Mangelware und wenn es welche gab, wurden sie zumeist kläglich vergeben. In den meisten Spielen ab Herbst hatten wir keine Kontrolle im Mittelfeld und die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen waren oft zu groß und die Wege zum gegnerischen Tor für unsere Offensivkräfte zu weit. Zudem mangelt es seit Monaten an Durchsetzungsvermögen und einem erfolgreichem Zusammenspiel samt einstudierter Laufwege bei unseren Stürmern. Sie laufen sich in der gegnerischen Hälfte den Wolf, was zu Lasten von Torgefahr und Abschlusssituationen geht. Zudem kommt aus dem Mittelfeld offensiv zu wenig Unterstützung, da Stark, Kade und Co. Hauptsächlich mit dem Stopfen von Löchern in der Zentrale beschäftigt sind.
Zwar haben Verletzungen wie die von Knipping, Vlachodimos, Herrmann und Borrello dafür gesorgt, dass sich kaum Automatismen in unserem Spiel entwickeln konnten. Jedoch ist dies hauptsächlich nicht gelungen, weil Schmidt und Zandi die Formation immer wieder geändert haben. Sowohl die Spieler als auch die Taktik betreffend. Das hat zu einer weiteren Verunsicherung einzelner Spieler beigetragen, sodass die wenigsten Akteure Konstanz in ihre Leistung und Überzeugungen bringen konnten. Einstellung und Willen waren zumeist erkennbar (Ausnahme Ingolstadt und Rostock), aber konfuse Positionsspielereien und Aus- wie Einwechslungen von Seiten der Verantwortlichen an der Seitenlinie haben die Aussicht auf mannschaftlichen Erfolg und ein Zugewinn an Selbstvertrauen torpediert.
Bis heute kann ich kein erfolgversprechendes Rezept für den Erhalt in Liga 2 bei Schmidt und Zandi erkennen. Außer Anlaufen unserer Stürmer und Pressing in der eigenen Hälfte kann ich kein taktisches Konzept nach knapp zehn Monaten und einem Großteil der aktuellen Saison erkennen. Vieles auf dem Spielfeld erscheint willkürlich, zufällig und unkoordiniert. Wir haben tolle Grundlagen mit unserem neuen Trainingszentrum, aber augenscheinliche Fortschritte bei den Spielern sowohl in taktischer wie individueller Hinsicht kann ich nicht erkennen. Da habe ich mir tatsächlich mehr versprochen im Vergleich zum Großen Garten! Die Mannschaft wie der Großteil der Spieler stagniert in seiner/ihrer Entwicklung. Und das ist der Verdienst von Schmidt und Zandi und der entscheidende Grund, warum ich für eine Neubesetzung auf diesen Positionen appelliere. Die sportliche Situation ist seit Monaten besorgniserregend und ich traue der Kombination Schmidt/Zandi die notwendigen Entwicklungsschritte unter den vorherrschenden Gegebenheiten nicht zu.
Denn seien wir mal ehrlich: Seit dem Vertrauensvorschuss nach der Niederlagenserie im Herbst hat sich sportlich nichts geändert und die Erfolge gegen Karlsruhe und Aue sind weder überzeugend und zum Teil glücklich zustande gekommen. Ein weiter so, nur weil Schmidt und Zandi nette Zeitgenossen sind, kann es meines Erachtens aus den obigen Gründen nicht geben. Sportlich haben beide nicht überzeugt und zu wenig aus den Fähigkeiten der einzelnen Spieler und der Mannschaft herausgekitzelt.
Die Frage ist nun, was Becker macht und was - wenn er sich für einen neuen Impuls entscheiden sollte - der Trainermarkt, die Geldbörse und das Image von Dynamo Dresden bei der Suche nach einer erfolgversprechenden Lösung auf dem heißen Trainerstuhl hergeben.
Soweit meine persönliche Sicht der Dinge.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Proselyt am 27.02.2022 um 14:30 Uhr bearbeitet
27.02.2022 - 18:21 Uhr
@Proselyt: Schön endlich wieder von dir zu lesen!
Deine klugen Analysen fehlen hier absolut.
Deine Zeilen zu AS kann ich sachlich nachvollziehen. Eine Frage stelle ich dir aber konkret:
Du hattest Schmidts Vorgänger Kauczinski bereits ab Herbst 2020 ähnlich umfassend kritisiert, sein Spielsystem usw. Auch den Vorvorgänger Fiel.
Wie kommen wir denn aber aus diesem jährlichen "Trainer-Wechsel-Dich"-Spielchen raus? Gerade weil wir in den vergangenen 3 Jahren unterschiedliche Trainertypen hier hatten. Einen jungen, dynamischen Trainer, einen erfahrenen Trainer usw.
Da fehlen mir so bisschen bei der Anti-Trainer-Riege hier die Alternativen. Wo sind die Ansätze, mal einen langfristigen Ansatz zu fahren?
Ist es denn nicht so, dass wir als Klub, der zwischen 2. und 3. Liga pendelt, auch nur Trainer auf diesem Niveau bekommen? Kein Ole Werner oder Tedesco wird hier bei uns aufschlagen.
Schließlich spielt auch kein Glatzel oder Terodde hier.
Also sind dann die Erwartungen an einen Trainer - auf unserem Niveau - auch zu hoch, gerade wenn du, lieber @Proselyt, über unterschiedliche Trainer meist das gleiche schreibst???
Mich würde deine Antwort sehr interessieren.
Deine klugen Analysen fehlen hier absolut.
Deine Zeilen zu AS kann ich sachlich nachvollziehen. Eine Frage stelle ich dir aber konkret:
Du hattest Schmidts Vorgänger Kauczinski bereits ab Herbst 2020 ähnlich umfassend kritisiert, sein Spielsystem usw. Auch den Vorvorgänger Fiel.
Wie kommen wir denn aber aus diesem jährlichen "Trainer-Wechsel-Dich"-Spielchen raus? Gerade weil wir in den vergangenen 3 Jahren unterschiedliche Trainertypen hier hatten. Einen jungen, dynamischen Trainer, einen erfahrenen Trainer usw.
Da fehlen mir so bisschen bei der Anti-Trainer-Riege hier die Alternativen. Wo sind die Ansätze, mal einen langfristigen Ansatz zu fahren?
Ist es denn nicht so, dass wir als Klub, der zwischen 2. und 3. Liga pendelt, auch nur Trainer auf diesem Niveau bekommen? Kein Ole Werner oder Tedesco wird hier bei uns aufschlagen.
Schließlich spielt auch kein Glatzel oder Terodde hier.
Also sind dann die Erwartungen an einen Trainer - auf unserem Niveau - auch zu hoch, gerade wenn du, lieber @Proselyt, über unterschiedliche Trainer meist das gleiche schreibst???
Mich würde deine Antwort sehr interessieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Champi1982 am 27.02.2022 um 18:23 Uhr bearbeitet
27.02.2022 - 19:35 Uhr
@Champi1982
Fiel hätte ich niemals als Trainer in die Verantwortung genommen. Einen Novizen auf der Trainerbank mit ein paar Junioren-Spielen auf dem Buckel zum Cheftrainer eines Zweitbundesligisten zu machen, war (bei aller Wertschätzung!) der Kardinalfehler von Ralf Minges Wirken als Sportdirektor und hat sein Denkmal und die sportliche Entwicklung unseres Klubs nachhaltig beschädigt. Bei allen Verdiensten, aber das war absoluter Unfug. Und wie bei Fiel war ich auch von Kauczinskis taktischem Ansatz nicht begeistert und kein Fan. Diesbezüglich hat meine Ablehnung beider von Anfang an rein spielphilosophische Gründe. In der Situation nach Fiel hat die Verpflichtung von Kauczinski Sinn gemacht, weil er der Truppe die unter Fiel fehlende Ordnung und Stabilität verpasst (auch aufgrund der personellen Aufrüstung im Wintertransferfenster 2020/21) und meiner Ansicht nach uns auch in der Klasse gehalten hätte, wenn nicht Corona um die Ecke gekommen wäre. Aber nach dem Abstieg hätte ich auch ihn, trotz seiner charakterlichen Vorzüge und sympathischen Art, seines Amtes enthoben. Hinten dicht, kompakt stehen und vorne hilft oftmals der liebe Gott - das ist nicht meine Vorstellung von Fussball und schon gar nicht von Dynamo. Neben der nötigen Leidenschaft möchte ich einen aktiven, spielerischen Ansatz in Dresden sehen und den konnten weder Fiel (aus Naivität und Beratungsresistenz) noch Kauczinski (weil er für alles andere als dieser Vorstellung von Fussball steht) ansatzweise erfolgreich einbringen.
Der Fall Schmidt gestaltet sich anders. Ihn kannte ich nicht. Aber seine Herangehensweise hat mir gefallen, weil er meinen Vorstellungen von Fussball entsprochen und anfänglich sehr erfolgreich umgesetzt hat. Jedoch war er über einen sehr langen Zeitraum nicht in der Lage, aufgrund der personellen Situation, einen erfolgversprechenden Plan B zu entwickeln. Außer Floskeln und übertriebenem Aktionismus kam da nichts mehr. Dies hat ihm bei mir sehr viel Kredit gekostet. Offensivspiel miserabel, Standards miserabel, unverständliche Aufstellungen, Messen mit zweierlei Maß bei Spielerbewertungen sind nur einige meiner Kritikpunkte an ihm. Mit dem ersten leichten Gegenwind (Paderborn) ist sein Kartenhaus (seine Spielidee) zusammengebrochen und von Woche zu Woche wurden die Spielidee immer weniger verständlich und die Aussicht auf Erfolg geringer. Trotz deutlich verbesserter Trainingsbedingungen haben sich die Spieler nicht weiterentwickelt. Weder individuell, noch in irgendeinem System. Weil es an Automatismen und einer offensiv erfolgversprechenden Spielidee fehlt. Ich kann zumindest keine erkennen.
Ich wünschte mir, wir hätten einen Trainer, der uns eine stetige Entwicklung ermöglicht. Grundlage dafür ist eine Spielidee, die unserem Verein ein Gesicht gibt und die Frage klärt, für was wir stehen wollen. Aktiven, offensiven Fussball (wenn möglich wie in den späten Achtzigern, von den Siebzigern will ich gar nicht erst anfangen) oder aus einer defensiven Grundordnung mit schnellem Umkehrspiel? Oder einem Mix aus beidem? Mit vorrangig defensiver Denke (Kauczinski) oder ohne jegliche Balance im Spiel und ohne das entsprechende Spielermaterial (Fiel) war Misserfolg voraussehbar und bei kluger Personalauswahl vermeidbar. Schmidt hatte alle Möglichkeiten, dem steten Wechselspiel auf Dresdens heißestem Posten ein Ende zu bereiten. Er hatte eine breite Basis an Sympathisanten für seine Idee vom Fussball. Aber er hat sie mit dem ersten Rückschlag über Bord geworfen, statt dranzubleiben und mit dem vorhandenen Spielermaterial am System und den individuellen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Weil ich dies vermisse, und dies nicht erst seit gestern, hat er sämtlichen Kredit bei mir verspielt.
Die Lösung: Das Beispiel Kiel zeigt, wie weit man kommen kann, wenn die sportliche Führung eine Spielidee entwickelt und sich die dazu passenden Trainer (und Spieler) holt und ihnen Vertrauen schenkt. Dazu benötigt es Geduld und eine Vision. Nichts, was Dynamo-DNA ist. Aber wir haben im Herbst mit dem Festhalten an Schmidt einen ersten Versuch in diese Richtung gestartet. Wenn auch erfolglos, weil Schmidt kein Walter oder Werner ist. Jetzt heißt es, einem dem Kader und den Möglichkeiten entsprechende gute Wahl zu treffen, um das von vielen Experten zurecht schlummernde Potential dieser Truppe freizulegen. Sei es durch eine externe oder perspektivisch interne Lösung.
Noch eine Anmerkung zu Dir persönlich, Champi. Mir gefiel, wie du dich in den letzten Monaten dem einen oder anderen Dauernörgler in den Weg und vor die Truppe gestellt hast. Aber argumentativ hast du selbst auch nur wenig bis gar nichts angeboten. Immer nur von anderen Vorschläge zur Veränderung der sportlichen Talfahrt einzufordern und diese dann reflexartig zu kritisieren, ohne selbst Gewinnbringendes ins Spiel zu bringen, reicht für eine sinnstiftende Diskussion nicht aus. Diesbezüglich muss mehr von dir kommen, als der Satz "Was ist denn die Alternative?" oder "Was würdest du anders machen?" Und wenn dann Angebote kommen, fehlt es mir oft an einem Eingehen auf diese Positionen/Einsichten deinerseits und stelle einem Beharren auf eigene Standpunkten fest. Bei aller Wertschätzung musste dies auch mal geschrieben werden
Das soll es meinerseits dann endgültig zu dieser Angelegenheit gewesen sein!
Fiel hätte ich niemals als Trainer in die Verantwortung genommen. Einen Novizen auf der Trainerbank mit ein paar Junioren-Spielen auf dem Buckel zum Cheftrainer eines Zweitbundesligisten zu machen, war (bei aller Wertschätzung!) der Kardinalfehler von Ralf Minges Wirken als Sportdirektor und hat sein Denkmal und die sportliche Entwicklung unseres Klubs nachhaltig beschädigt. Bei allen Verdiensten, aber das war absoluter Unfug. Und wie bei Fiel war ich auch von Kauczinskis taktischem Ansatz nicht begeistert und kein Fan. Diesbezüglich hat meine Ablehnung beider von Anfang an rein spielphilosophische Gründe. In der Situation nach Fiel hat die Verpflichtung von Kauczinski Sinn gemacht, weil er der Truppe die unter Fiel fehlende Ordnung und Stabilität verpasst (auch aufgrund der personellen Aufrüstung im Wintertransferfenster 2020/21) und meiner Ansicht nach uns auch in der Klasse gehalten hätte, wenn nicht Corona um die Ecke gekommen wäre. Aber nach dem Abstieg hätte ich auch ihn, trotz seiner charakterlichen Vorzüge und sympathischen Art, seines Amtes enthoben. Hinten dicht, kompakt stehen und vorne hilft oftmals der liebe Gott - das ist nicht meine Vorstellung von Fussball und schon gar nicht von Dynamo. Neben der nötigen Leidenschaft möchte ich einen aktiven, spielerischen Ansatz in Dresden sehen und den konnten weder Fiel (aus Naivität und Beratungsresistenz) noch Kauczinski (weil er für alles andere als dieser Vorstellung von Fussball steht) ansatzweise erfolgreich einbringen.
Der Fall Schmidt gestaltet sich anders. Ihn kannte ich nicht. Aber seine Herangehensweise hat mir gefallen, weil er meinen Vorstellungen von Fussball entsprochen und anfänglich sehr erfolgreich umgesetzt hat. Jedoch war er über einen sehr langen Zeitraum nicht in der Lage, aufgrund der personellen Situation, einen erfolgversprechenden Plan B zu entwickeln. Außer Floskeln und übertriebenem Aktionismus kam da nichts mehr. Dies hat ihm bei mir sehr viel Kredit gekostet. Offensivspiel miserabel, Standards miserabel, unverständliche Aufstellungen, Messen mit zweierlei Maß bei Spielerbewertungen sind nur einige meiner Kritikpunkte an ihm. Mit dem ersten leichten Gegenwind (Paderborn) ist sein Kartenhaus (seine Spielidee) zusammengebrochen und von Woche zu Woche wurden die Spielidee immer weniger verständlich und die Aussicht auf Erfolg geringer. Trotz deutlich verbesserter Trainingsbedingungen haben sich die Spieler nicht weiterentwickelt. Weder individuell, noch in irgendeinem System. Weil es an Automatismen und einer offensiv erfolgversprechenden Spielidee fehlt. Ich kann zumindest keine erkennen.
Ich wünschte mir, wir hätten einen Trainer, der uns eine stetige Entwicklung ermöglicht. Grundlage dafür ist eine Spielidee, die unserem Verein ein Gesicht gibt und die Frage klärt, für was wir stehen wollen. Aktiven, offensiven Fussball (wenn möglich wie in den späten Achtzigern, von den Siebzigern will ich gar nicht erst anfangen) oder aus einer defensiven Grundordnung mit schnellem Umkehrspiel? Oder einem Mix aus beidem? Mit vorrangig defensiver Denke (Kauczinski) oder ohne jegliche Balance im Spiel und ohne das entsprechende Spielermaterial (Fiel) war Misserfolg voraussehbar und bei kluger Personalauswahl vermeidbar. Schmidt hatte alle Möglichkeiten, dem steten Wechselspiel auf Dresdens heißestem Posten ein Ende zu bereiten. Er hatte eine breite Basis an Sympathisanten für seine Idee vom Fussball. Aber er hat sie mit dem ersten Rückschlag über Bord geworfen, statt dranzubleiben und mit dem vorhandenen Spielermaterial am System und den individuellen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Weil ich dies vermisse, und dies nicht erst seit gestern, hat er sämtlichen Kredit bei mir verspielt.
Die Lösung: Das Beispiel Kiel zeigt, wie weit man kommen kann, wenn die sportliche Führung eine Spielidee entwickelt und sich die dazu passenden Trainer (und Spieler) holt und ihnen Vertrauen schenkt. Dazu benötigt es Geduld und eine Vision. Nichts, was Dynamo-DNA ist. Aber wir haben im Herbst mit dem Festhalten an Schmidt einen ersten Versuch in diese Richtung gestartet. Wenn auch erfolglos, weil Schmidt kein Walter oder Werner ist. Jetzt heißt es, einem dem Kader und den Möglichkeiten entsprechende gute Wahl zu treffen, um das von vielen Experten zurecht schlummernde Potential dieser Truppe freizulegen. Sei es durch eine externe oder perspektivisch interne Lösung.
Noch eine Anmerkung zu Dir persönlich, Champi. Mir gefiel, wie du dich in den letzten Monaten dem einen oder anderen Dauernörgler in den Weg und vor die Truppe gestellt hast. Aber argumentativ hast du selbst auch nur wenig bis gar nichts angeboten. Immer nur von anderen Vorschläge zur Veränderung der sportlichen Talfahrt einzufordern und diese dann reflexartig zu kritisieren, ohne selbst Gewinnbringendes ins Spiel zu bringen, reicht für eine sinnstiftende Diskussion nicht aus. Diesbezüglich muss mehr von dir kommen, als der Satz "Was ist denn die Alternative?" oder "Was würdest du anders machen?" Und wenn dann Angebote kommen, fehlt es mir oft an einem Eingehen auf diese Positionen/Einsichten deinerseits und stelle einem Beharren auf eigene Standpunkten fest. Bei aller Wertschätzung musste dies auch mal geschrieben werden
Das soll es meinerseits dann endgültig zu dieser Angelegenheit gewesen sein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Proselyt am 27.02.2022 um 19:57 Uhr bearbeitet
27.02.2022 - 21:24 Uhr
Warum wird bis Dienstag Abend gewartet, hat sich ein Wunschkandidat Bedenkzeit erbeten und AS darf solange weitermachen?
Damit einen schönen guten Abend in die Runde und kurz zu meiner Person. Ich lese hier schon über 10 Jahre mit und natürlich sehr gespannt die Beiträge der User, die nah am Ofenrohr sitzen. Die aktuelle Situation bewog mich nun, mich auch mal hier zu beteiligen.
Was einen über Jahre umtreibt, ist die fehlende qualitative Konstanz des Vereins auf der Trainerbank. Die Trainer, die dem Spiel Dynamo's mE Ihre Handschrift erkennbar aufgedrückt haben, sind an einer Hand abgezählt. Nach Uwe Neuhaus hatten wir mMn bis dato nur Trainer, deren Spielweise mehr oder weniger nicht eindeutig konstant erkennbar gewesen ist, aber vorallem gewisse Grundtugenden vermissen ließ. Man kann ja in Dresden Spiele verlieren, jedoch ist die Art und Weise entscheidend. Zu oft sah man Leistungen, die nicht nur blutleer waren, sondern man von außen den Bolzen in der Hose der Spieler sehen konnte und es klingelte mit Vorankündigung. Von daher war/ist die Halbwertszeit in unserem Umfeld dann auch begrenzt, wie auch diese nun des Herrn Alexander Schmidt.
Wir sahen anfangs eine erfrischende Spielidee, in der die Spieler defensiv sehr gut gekämpft und gestanden haben. Ob nun die Verletzung von Knipser einen direkten Zusammenhang zu dem katastrophalen Leistungsschwund hatte, kann man sich streiten, jedoch hat man in dieser Situation der Niederlagenserie im Herbst zurecht erstmal am Trainer festgehalten. Sicherlich mit dem Ziel, die Stagnation der Mannschaft nicht nur in den Griff zu bekommen, sondern viel mehr die Entwicklung der Mannschaft wieder positiv in Punkten gestalten zu können. Was das Dresdner Publikum jedoch dann geboten bekam, waren Kampfansagen in den PK's und spielerische Offenbarungseide auf dem Platz. Da dort bekanntlich die Wahrheit liegt, ist es nicht im Ansatz nachvollziehbar, wie man in dieser Negativserie Ende des vergangenen Jahres die Spieler mit mehreren Wechseln in den Spielsystemen, Aufstellungen von Spielern auf ungewohnten Positionen und nicht nachvollziehbaren Personalentscheidungen weiter verunsichern konnte. Der Gipfel war dann die Niederlage in Ingolstadt, die nicht nur vorerst einen Tiefpunkt für den Vereins darstellte, sondern auch die Hilflosigkeit des Trainers offenbarte. Hier wäre es folgerichtig gewesen, den Trainer in der Winterpause zu wechseln und diesen in die punktuellen Verstärkungen mit einzubeziehen, die vorallem in der Leadereigenschaft auf dem Platz notwendig gewesen wäre. Alexander Schmidt hatte mE mit dem Spiel in Ingolstadt jedweden Kredit verspielt.
Nun gut, man machte mit ihm weiter und holte frisches Personal, dass Ergebnis kennt mit der Hansa Niederlage Jeder. Die Entwicklung ging in den 7 Spielen in diesem Jahr weiter rapide bergab und AS findet dagegen keine Lösungen. Man muss schon sehr optimistisch die Spiele anschauen, um nicht zu erkennen, dass der Matchplan mit den während der Partie getroffenen Entscheidungen nichts mit Zufall zu tun haben. Der Hoffnung, dass Herr Schmidt es noch schaffen wird, den Bock umzustossen, sollte man sich nicht ergeben. Der Fußball ist ein hartes Tagesgeschäft, in dem nur Punkte zählen und da haben wir mir 4 Punkten aus 7 Spielen fast nichts geholt. Bei unserem Restprogrogramm sollte man den Cut nun machen, so beschissen dieser Schritt auch jedes Mal ist, aber die Klasse muss um ALLES gehalten werden und da es nicht um Namen, sondern um die SG Dynamo Dresden geht, sollte man nichts unversucht lassen.
Von daher wundert mich die aktuelle Untätigkeit iVm Verschiebung auf Dienstag!
Guten Abend
27.02.2022 - 21:35 Uhr
Zitat von Oddo44
Man hat völlig unnötig und fahrlässig den Vorsprung auf den Relegationsplatz verspielt.
Man hat völlig unnötig und fahrlässig den Vorsprung auf den Relegationsplatz verspielt.
Das ist richtig, liegt aber zu großen Teilen auch an einer miserablen Transferpolitik, denn man hatte im Winter Gelegenheit, die Schwachstellen, die spätestens im Herbst auch für Laien sichtbar waren, zu beheben. Und hat das wieder mal verschlafen bzw. sich zu sicher gefühlt.
Zitat von Kermit_der_Frosch
Fredi Bobic war ja heute im Doppelpass anwesend und beschrieb eben gut, warum das mit dem Modell Streich bei bestimmten Teams nicht funktionieren wird und da zählen die Hertha und auch wir mit dazu. In einem Umfeld, wo viel erwartet wird, ein Verein der eine große Historie vorzuweisen hat, sehr viele Fans besitzt, man an Vergangenes anknüfen möchte, dann wird es immer schnell zu genau dieser Problematik kommen. Wenn Alexander Schmidt genau jetzt in Aue Trainer wäre, würde es gar keine Diskussion geben.
Fredi Bobic war ja heute im Doppelpass anwesend und beschrieb eben gut, warum das mit dem Modell Streich bei bestimmten Teams nicht funktionieren wird und da zählen die Hertha und auch wir mit dazu. In einem Umfeld, wo viel erwartet wird, ein Verein der eine große Historie vorzuweisen hat, sehr viele Fans besitzt, man an Vergangenes anknüfen möchte, dann wird es immer schnell zu genau dieser Problematik kommen. Wenn Alexander Schmidt genau jetzt in Aue Trainer wäre, würde es gar keine Diskussion geben.
Aue hat letztes Jahr den erfolgreichen Trainer auf Platz 11 rausgeekelt und sich dann mit einer völlig obskuren Strategie unter komplettem Realitätsverlust völlig demontiert. Die sind nun wirklich das schlechteste Beispiel, was man hätte finden können. Aber dafür hast du ja ein gewisses Talent.
Nochmal: Du vermischst erneut verschiedene Dinge zu einer Halbwahrheit. Ja, Dynamo hat ein Egoproblem, im Umfeld und in Teilen offenbar sogar im Management. Das ist ja schon in den Vereinsslogan gebrannt: „Wir haben einen Traum“ und zeigt sich aber regelmäßig in genau dieser Träumerei.
Ganz konkret Träumerei wie, ohne Stürmer keine Probleme in der Liga zu bekommen. Das Gerede von Bundesliga und Eurobabogal an vielen Ecken ist man ja gewohnt.
Aber: Zweite Bundesliga halten hat nichts, aber auch gar nichts mit Träumerei zu tun, und angesichts krasser Sieglosserien und einer extrem mauen Offensive den Trainer anzudiskutieren, ist ganz normales Geschäft. Wir wollen und müssen ein Zweitligist sein. Außer Rostock haben alle unsere Tabellennachbarn bereits den Trainer gewechselt, zum Teil mehrfach. Das hat nichts mit übertriebenen Erwartungen zu tun, Dynamo ist da diese Saison bereits ausgesprochen zurückhaltend und geduldig.
28.02.2022 - 00:38 Uhr
Also gut, ich muss hier nochmal eine Lanze für Schmidt brechen!
Wenn ich sein Engagement mal Revue passieren lasse: Anfangs kam er mit seiner Pressingidee und damit haben wir in Liga 3 die anderen Teams überfallen. Ich würde sagen: Klassischer Trainereffekt in Verbindung mit einer eh hochklassigen Mannschaft. Das hat echt Spaß gemacht. Das ging dann auch in Liga 2 noch ein, zwei Spiele gut (naja, 4), aber danach wurde von unseren Gegnern auch ein bisschen Analyse betrieben und die Gegenmassnahmen wurden besser. Dazu kommt, daß wir - Besonderheit unseres diesjährigen Spielplans, ich kann es nicht oft genug betonen - fast alle Schwergewichte der Liga gehäuft genau in der Mitte der Saison einer hinter dem Anderen weg haben: Paderborn - Heidenheim - Darmstadt - Bremen - Pauli - Nürnberg - Schalke. Das sind, mit Ausnahme des HSV, die Plätze 1-8.
DA MUSST DU ALS AUFSTEIGER EINE DURSTSTRECKE EINKALKULIEREN.
Das heißt, genau zu dem Zeitpunkt, als sich unsere Gegner sowieso besser auf unseren Zweitliga-unerfahrenen Trainer eingestellt haben, kommen noch die Gegner, die uns eh größere Probleme bereiten, die Verletztenmisere kommt da lediglich on top. Ich denke, dafür haben wir eigentlich eine ziemlich brauchbare Hinserie hingelegt. Ich finde, man kann eigentlich gar nicht genug betonen, wie gut AS das eigentlich gelungen ist.
Jetzt kommt das Leistungsloch: Gegen die direkte Konkurrenz aus Sandhausen, Aue, FCI, Rostock und Hannover haben wir aber mal sowas von erbärmlich schlecht gespielt, daß es uns allen die Sprache verschlagen hat. Mitten dazwischen rein fällt die Transferperiode, von der ich mir eigentlich viel versprochen habe, aber Fein und Drchal finden noch überhaupt nicht statt. Keine Ahnung, was da passiert ist - ob die Spieler nervlich durch waren, oder Schmidt ratlos. Da war kein Plan zu erkennen, und ich verstehe , warum seitdem Schmidt in Frage gestellt wird. Aber auch in dieser Phase hatten wir ein Problem mit den Spielern - Weihrauch noch nicht fit, Ehlers immer noch auf der Suche nach seiner Form, Borello wie gehemmt. Dazu die ominöse Auswärtsschwäche.
Allerdings sehe ich in den Spielen seit Rostock einen klaren Aufwärtstrend:
Ich sehe da über die letzten drei Spiele einen klaren Aufwärtstrend, obwohl alle drei Gegner uns individuell / physisch deutlich überlegen sind, was man auch in vielen Situationen sehen kann. Offenbar hat jemand gewisse Schlüsse aus den Ingolstadt und Rostockspielen gezogen, und die Ergebnisse bekommen wir jetzt langsam Stück für Stück zu sehen. Die Niederlage in der letzten Minute schmerzt mich sehr, aber das Spiel und der Fight, den wir geliefert hatten, war richtig gut, und mir macht das ehrlich gesagt eher Mut für den Rest der Rückrunde.
Irgendwann wird uns auch der Knipser wieder mehr Stabilität geben; OBM kommt immer besser in Fahrt und ich hoffe auch noch sehr darauf, daß uns Fein in der Offensive bzw. im Aufbauspiel mehr Optionen und Struktur bringen wird. Das soll ja eine seiner Stärken sein. Das heißt, es wird langsam, aber stetig besser, und wir haben selbst dabei vielleicht noch etwas Luft nach oben.
Wir haben zu viele Gegentore in den ersten 30 Minuten bekommen. OK. Aber nicht in den letzten 3 Spielen, die wir allesamt zu null in der ersten HZ gespielt haben. Es ist also nicht so, daß sich nix tut.
Bei der Betrachtung der Spielverläufe zeichnet sich ja auch ab, daß wir über die 90 Minuten offenbar besser werden. Das finde ich erstaunlich. Das bedeutet für mich, daß AS ein Spiel lesen und besser als seine Gegenüber daraus produktive Schlüsse ziehen kann. Er ist also in der Lage, Dinge zu verändern. Warum betone ich das so? Weil es außergewöhnlich ist. Als Cheftrainer mußt Du ein gewisses Ego und eine Überzeugung mitbringen, ohne die Du die Mannschaft nicht auf Deinen Weg bringen kannst. Wenn es nicht so läuft, kann das nicht an Deinem Konzept liegen. Bei AS ist das anders, er kann nicht nur erkennen, was nicht läuft, sondern auch noch Korrekturen vornehmen UND seine Spieler können das dann auch noch umsetzen. Das finde ich faszinierend. Weder Neuhaus noch Fiel konnten das - die haben immer stur an ihrem System festgehalten, denn es war ja schließlich das Beste, was es gibt.
Deswegen möchte ich wissen, wie es mit Schmidt weitergeht. Um den Jahreswechsel hatten wir eine Phase, da waren wir echt mies, und ich weiß nicht, warum. Aber ich finde, gerade arbeiten wir uns Schritt für Schritt da raus. Das Spiel gegen Darmstadt hat mir bis auf die reihenweise vergebenen Groß- und Halbchancen richtig gut gefallen und Mut gemacht. Klar KÖNNTE es sein, daß es mit Capretti oder Schuster oder wem auch immer auch besser läuft, aber ich glaube, daß auch Schmidt uns die Klasse erhalten kann, und WENN er das tut, DANN haben wir einen besseren Trainer und ein besseres Team; dann haben wir die Kontinuität, die wir uns eigentlich alle wünschen. Ich denke, er wird es packen.
Wenn ich sein Engagement mal Revue passieren lasse: Anfangs kam er mit seiner Pressingidee und damit haben wir in Liga 3 die anderen Teams überfallen. Ich würde sagen: Klassischer Trainereffekt in Verbindung mit einer eh hochklassigen Mannschaft. Das hat echt Spaß gemacht. Das ging dann auch in Liga 2 noch ein, zwei Spiele gut (naja, 4), aber danach wurde von unseren Gegnern auch ein bisschen Analyse betrieben und die Gegenmassnahmen wurden besser. Dazu kommt, daß wir - Besonderheit unseres diesjährigen Spielplans, ich kann es nicht oft genug betonen - fast alle Schwergewichte der Liga gehäuft genau in der Mitte der Saison einer hinter dem Anderen weg haben: Paderborn - Heidenheim - Darmstadt - Bremen - Pauli - Nürnberg - Schalke. Das sind, mit Ausnahme des HSV, die Plätze 1-8.
DA MUSST DU ALS AUFSTEIGER EINE DURSTSTRECKE EINKALKULIEREN.
Das heißt, genau zu dem Zeitpunkt, als sich unsere Gegner sowieso besser auf unseren Zweitliga-unerfahrenen Trainer eingestellt haben, kommen noch die Gegner, die uns eh größere Probleme bereiten, die Verletztenmisere kommt da lediglich on top. Ich denke, dafür haben wir eigentlich eine ziemlich brauchbare Hinserie hingelegt. Ich finde, man kann eigentlich gar nicht genug betonen, wie gut AS das eigentlich gelungen ist.
Jetzt kommt das Leistungsloch: Gegen die direkte Konkurrenz aus Sandhausen, Aue, FCI, Rostock und Hannover haben wir aber mal sowas von erbärmlich schlecht gespielt, daß es uns allen die Sprache verschlagen hat. Mitten dazwischen rein fällt die Transferperiode, von der ich mir eigentlich viel versprochen habe, aber Fein und Drchal finden noch überhaupt nicht statt. Keine Ahnung, was da passiert ist - ob die Spieler nervlich durch waren, oder Schmidt ratlos. Da war kein Plan zu erkennen, und ich verstehe , warum seitdem Schmidt in Frage gestellt wird. Aber auch in dieser Phase hatten wir ein Problem mit den Spielern - Weihrauch noch nicht fit, Ehlers immer noch auf der Suche nach seiner Form, Borello wie gehemmt. Dazu die ominöse Auswärtsschwäche.
Allerdings sehe ich in den Spielen seit Rostock einen klaren Aufwärtstrend:
- In Paderborn immerhin ein 0:0 ermauert, auch wenn wir dort die schwächere Mannschaft waren. Das ist OK, Paderborn hat ganz andere Möglichkeiten. Immerhin hinten die Null, nur nach vorne lief leider nix.
- zuhause gegen Heidenheim ein 1:1, da hatten wir zwar etwas Glück, aber für mich ist der Elfer berechtigt. Der Ellenbogen hat da draußen nicht viel verloren, wenn man zum Kopfball geht. Immerhin danach waren wir gegen einen individuell besser besetzten Gegner die bessere Mannschaft und hätten einen Sieg verdient gehabt. Hinten stabil, und zum Ende hin ging auch wieder nach vorne etwas.
- zuhause gegen Darmstadt haben wir am Ende gegen eine deutlich besser besetzte Mannschaft zwar verloren, aber wir haben das gesamte Spiel über Chancen kreiert, etwas, das uns in vielen Spielen zuvor völlig gefehlt hatte. Und das, obwohl der für mich erkennbare primäre Matchplan (Langer Ball auf Daferner) komplett in die Hose ging. Fußball scheitert zuweilen an der Präsenz des Gegners.
Ich sehe da über die letzten drei Spiele einen klaren Aufwärtstrend, obwohl alle drei Gegner uns individuell / physisch deutlich überlegen sind, was man auch in vielen Situationen sehen kann. Offenbar hat jemand gewisse Schlüsse aus den Ingolstadt und Rostockspielen gezogen, und die Ergebnisse bekommen wir jetzt langsam Stück für Stück zu sehen. Die Niederlage in der letzten Minute schmerzt mich sehr, aber das Spiel und der Fight, den wir geliefert hatten, war richtig gut, und mir macht das ehrlich gesagt eher Mut für den Rest der Rückrunde.
Irgendwann wird uns auch der Knipser wieder mehr Stabilität geben; OBM kommt immer besser in Fahrt und ich hoffe auch noch sehr darauf, daß uns Fein in der Offensive bzw. im Aufbauspiel mehr Optionen und Struktur bringen wird. Das soll ja eine seiner Stärken sein. Das heißt, es wird langsam, aber stetig besser, und wir haben selbst dabei vielleicht noch etwas Luft nach oben.
Wir haben zu viele Gegentore in den ersten 30 Minuten bekommen. OK. Aber nicht in den letzten 3 Spielen, die wir allesamt zu null in der ersten HZ gespielt haben. Es ist also nicht so, daß sich nix tut.
Bei der Betrachtung der Spielverläufe zeichnet sich ja auch ab, daß wir über die 90 Minuten offenbar besser werden. Das finde ich erstaunlich. Das bedeutet für mich, daß AS ein Spiel lesen und besser als seine Gegenüber daraus produktive Schlüsse ziehen kann. Er ist also in der Lage, Dinge zu verändern. Warum betone ich das so? Weil es außergewöhnlich ist. Als Cheftrainer mußt Du ein gewisses Ego und eine Überzeugung mitbringen, ohne die Du die Mannschaft nicht auf Deinen Weg bringen kannst. Wenn es nicht so läuft, kann das nicht an Deinem Konzept liegen. Bei AS ist das anders, er kann nicht nur erkennen, was nicht läuft, sondern auch noch Korrekturen vornehmen UND seine Spieler können das dann auch noch umsetzen. Das finde ich faszinierend. Weder Neuhaus noch Fiel konnten das - die haben immer stur an ihrem System festgehalten, denn es war ja schließlich das Beste, was es gibt.
Deswegen möchte ich wissen, wie es mit Schmidt weitergeht. Um den Jahreswechsel hatten wir eine Phase, da waren wir echt mies, und ich weiß nicht, warum. Aber ich finde, gerade arbeiten wir uns Schritt für Schritt da raus. Das Spiel gegen Darmstadt hat mir bis auf die reihenweise vergebenen Groß- und Halbchancen richtig gut gefallen und Mut gemacht. Klar KÖNNTE es sein, daß es mit Capretti oder Schuster oder wem auch immer auch besser läuft, aber ich glaube, daß auch Schmidt uns die Klasse erhalten kann, und WENN er das tut, DANN haben wir einen besseren Trainer und ein besseres Team; dann haben wir die Kontinuität, die wir uns eigentlich alle wünschen. Ich denke, er wird es packen.
28.02.2022 - 07:12 Uhr
Zitat von Miss-Dynamo-3
Mein Fazit: wir sind derzeit nicht in der Lage, aus dem Spiel heraus ein Tor zu machen.
...
Positiv sind mir eigentlich nur Giorbelidze, Stark und Solbauer aufgefallen. Von Mai kann man halten, was man will, aber er bringt immer nochmals neuen Schwung und Energie ins Spiel. Königsdörfer kann ich schon seit ein paar Spielen nichts abgewinnen, ebensowenig Kade, obwohl ich ein großer Fan von ihm bin.
Liegt es an AS? Keine Ahnung, aber für erfolgreichen Fußball brauchen wir Tore und da sehe ich einfach Null Entwicklung seit Saisonbeginn, sonder nur Rückschritte. Wenn der Trainer keine neuen Lösungen findet, wenn die Gegner das alte System aushebeln, ist das schon unglücklich. Bin gespannt.
Mein Fazit: wir sind derzeit nicht in der Lage, aus dem Spiel heraus ein Tor zu machen.
...
Positiv sind mir eigentlich nur Giorbelidze, Stark und Solbauer aufgefallen. Von Mai kann man halten, was man will, aber er bringt immer nochmals neuen Schwung und Energie ins Spiel. Königsdörfer kann ich schon seit ein paar Spielen nichts abgewinnen, ebensowenig Kade, obwohl ich ein großer Fan von ihm bin.
Liegt es an AS? Keine Ahnung, aber für erfolgreichen Fußball brauchen wir Tore und da sehe ich einfach Null Entwicklung seit Saisonbeginn, sonder nur Rückschritte. Wenn der Trainer keine neuen Lösungen findet, wenn die Gegner das alte System aushebeln, ist das schon unglücklich. Bin gespannt.
Liebe Miss,
In vielen stimme ich dir zu.
Die Hoffnung ... ein neuer Trainer könnte ... habe ich nicht.
Ein Trainerwechsel kann, wie zuletzt bei Werder Bremen Wunder bewirken, wenn die Mannschaft deutlich unter ihren Möglichkeiten spielt.
Das ist bei uns mMn. nicht wirklich der Fall.
Die Mannschaft hat am Sonnabend das gespielt was sie kann und hätte mit Glück sogar ein Tor aus dem Spiel heraus erzielen und gewinnen können.
Ich sehe uns eher bei Ingolstadt u.a. angesiedelt, bei denen sich der dritte Trainer in diesem Jahr versuchen darf.
Wir sollten uns nicht zu viel von einem möglichen Trainerwechsel versprechen.
In den letzten 10 Jahren haben wir trotz eines Uwe Neuhaus, der über drei Jahre da war, nicht weniger als 11 (!!!) fest verpflichtete Cheftrainer gesehen.
An eine Weiterentwicklung während der Saison in den 7 Zweitligajahren kann ich mich nicht erinnern. Das wäre auch etwas zu viel verlangt.
An eine nennenswerte Entwicklung von einzelnen Spielern von einem Talent zu einem herausgehobenen Spieler der 2. Liga kann ich mich auch nicht erinnern.
Rückblickend fällt auf, dass es in diesen 10 Jahren unseren Kaderplanern nicht einmal gelungen ist, einen Spieler zu verpflichten, der bei uns in Liga 2 voll eingeschlagen ist und den wir dann mit Mehrwert verkaufen konnten.
Diesen Erfolg bei Verpflichtungen macht den Unterschied zwischen uns und einem Heidenheim, Kiel … aus.
Diesen Fakt übersehen wir gern und versteifen uns stattdessen auf eine Trainerdiskussion, die unsere Probleme nicht lösen wird.
Wir können, wie der MSV Duisburg im Jahr 2018, nach einem missglückten Saisonstart einen Spitzentrainer, wie Torsten Lieberknecht verpflichten. Auch er braucht für den Erfolg individuelle Klasse und Ausgewogenheit im Kader.
AS hat in der Winterpause aufgrund fehlender Qualität in der Offensive gefordert Veränderungen im Kader vorzunehmen.
Unsere Kaderplaner haben sich bemüht und mit Batista Meyer zumindest einen Spieler verpflichtet, der Freude macht, ohne dass er in der Lage wäre unser Problem in der Offensive allein lösen zu können.
Wir haben lt. TM einen der schwächsten Kader der Liga. Und selbst dabei sind die am höchsten dotierten jungen Spieler eher im spekulativen Vorgriff auf künftige Entwicklungsperspektiven, gemessen an ihrem derzeitigen Leistungsvermögen,
überbewerten.
Fein 1,5 Mill., Königsdörfer 1,0 Mill., Ehlers 0,8 Mill, Drchal 0,7 Mill
Ein Trainerwechsel ist die letzte eher psychologische Karte die RB ausspielen kann, um noch einmal einen Reizpunkt zu setzten. Mehr aber eben auch nicht. Zu viele Hoffnungen sollten wir mMn. damit nicht verbinden.
28.02.2022 - 11:16 Uhr
Aufwärtstrend? Wo bitteschön ist hier ein Aufwärtstrend zu verzeichnen? Wenn ihr damit meint, dass wir in den letzten 3 Spielen nicht nach 18 Minuten mit 4 Toren zurückgelegen haben, gebe ich euch gern Recht! Ansonsten ist das Schönrederei! Schmidt schafft es nicht, der Mannschaft eine Struktur zu geben. Man hat das Gefühl, es beruht alles auf dem Prinzip Zufall. Die eklatanten ersten Halbzeiten gehen Einem nur noch auf den Sack. Im Radio wird bereits davon gesprochen, erst nach 30 Minuten dazu zu schalten, alles andere wäre eh schade um die Zeit. ( so wurde es mir vom Taxifahrer erzählt, der uns Samstag vom Stadion nach Hause gebracht hat ). Leute macht endlich die Augen auf und seht den Tatsachen ins Gesicht: Wir schlingern Richtung 3. Liga!!! Punkt aus!
28.02.2022 - 13:27 Uhr
Zitat von Biple
Hansa: 4 Gegentore und keine Antwort
Paderborn: Keine Gegentore aber auch keine Offensivaktion, gegen ein deutlich stärkeres Team. Glücklicher Punkt.
Hansa: 4 Gegentore und keine Antwort
Paderborn: Keine Gegentore aber auch keine Offensivaktion, gegen ein deutlich stärkeres Team. Glücklicher Punkt.
Paderborn in den Spielen zuvor total harmlos zu Hause. Im Spiel gegen Dynamo ebenfalls bei Weitem nicht so stark wie gegen St. Pauli zuvor.
Zitat von Biple
Heidenheim: Unentschieden aber 30 Minuten das bessere Team, einzelne gute Offensivaktionen
Heidenheim: Unentschieden aber 30 Minuten das bessere Team, einzelne gute Offensivaktionen
1. Halbzeit völlig für den Lokus, planlos und ohne Struktur ... von Aufwärtstrend kann keine Rede sein. 2 Halbzeit etwas besser, allerdings gegen ebenfalls nicht stark aufspielende Heidenheimer zu Hause viel zu wenig!
Zitat von Biple
Darmstadt: 90 Minuten starkes, absolut ausgeglichenes Spiel gegen ein Spitzenteam der Liga mit vielen guten Offensivaktionen über die vollen 90 Minuten, am Ende sehr unglücklich verloren.
Darmstadt: 90 Minuten starkes, absolut ausgeglichenes Spiel gegen ein Spitzenteam der Liga mit vielen guten Offensivaktionen über die vollen 90 Minuten, am Ende sehr unglücklich verloren.
90 Minuten starkes Spiel??? Aha ... na da ...
Zitat von Biple
Klar ist das ein Aufwärtstrend, das ist ja wohl meilenweit weg von den Auftritten gegen Aue, FCI oder Hannover. Wenn wir noch zehnmal so auftreten wie gegen Darmstadt ist mir nicht bange. Die Frage ist halt, bei welchen Spielen werden wir NICHT so auftreten.
Klar ist das ein Aufwärtstrend, das ist ja wohl meilenweit weg von den Auftritten gegen Aue, FCI oder Hannover. Wenn wir noch zehnmal so auftreten wie gegen Darmstadt ist mir nicht bange. Die Frage ist halt, bei welchen Spielen werden wir NICHT so auftreten.
Das einzigste Spiel, wo ich halbwegs mit dem Aufwärtstrend mitgehe, war gegen den HSV. Kampf und Leidenschaft wie es sein muss. Alle anderen Spiele waren nicht geeignet, um im Abstiegskampf was zu holen!! Ich gebe gern zu, dass das Tor gegen Darmstadt unglücklich ist, aber im Endeffekt hätte es auch schon eher fallen können. Wenn man seine eigenen, seltenen Chancen nicht nutzt ( Kade 90. Min. etc.), dann verlierste in der Regel! Und gegen Heidenheim kommt man nur zurück, weil der Keller untypischer Weise mal für Dynamo gerufen hat. Ohne den glücklichen Elfer verliert man auch das Spiel! Wenn sich hier nicht radikal was ändert, sind die nächsten 4 Spiele nur für die Statistik!
28.02.2022 - 16:41 Uhr
Zitat von Biple
@EventkutteSGD klar, kann man mit genausoviel Berechtigung auch so herum sehen, da kann ich Dir für Deine Eindrücke und Beobachtungen nirgends einen Fehler unterstellen.
Ich war ja da am Samstag, da ging auch noch so viel schief - und zwar nicht vom Gegner erzwungene, sondern „unforced errors“ - zum Haareraufen. Wenn ich nur an Weihrauchs „kurze“ Ecke denke… *schauder*. Trotzdem war das Welten besser als vorangegangene Spiele. Wir mosern seit Monaten, dass wir keine Abschlüsse haben; die hatten wir diesmal über das ganze Spiel. Doch doch, das ist schon besser, aber noch ganz weit weg von 3 Punkten. Aber das ist so ein zartes unscheinbares Pflänzchen, das muß jetzt ganz fleissig gehegt unf begossen werden. Auf gar keinen Fall darf man das jetzt beschneiden oder niedertrampeln…
@EventkutteSGD klar, kann man mit genausoviel Berechtigung auch so herum sehen, da kann ich Dir für Deine Eindrücke und Beobachtungen nirgends einen Fehler unterstellen.
Ich war ja da am Samstag, da ging auch noch so viel schief - und zwar nicht vom Gegner erzwungene, sondern „unforced errors“ - zum Haareraufen. Wenn ich nur an Weihrauchs „kurze“ Ecke denke… *schauder*. Trotzdem war das Welten besser als vorangegangene Spiele. Wir mosern seit Monaten, dass wir keine Abschlüsse haben; die hatten wir diesmal über das ganze Spiel. Doch doch, das ist schon besser, aber noch ganz weit weg von 3 Punkten. Aber das ist so ein zartes unscheinbares Pflänzchen, das muß jetzt ganz fleissig gehegt unf begossen werden. Auf gar keinen Fall darf man das jetzt beschneiden oder niedertrampeln…
Stellt sich jetzt die Frage nach dem Gärtner, der das Pflänzchen aufziehen soll. Einer der es kennt und schon die ganze Zeit unter seinen Fittichen hat ? Der sich sicherlich selbst ein anderes Wachstumsergebnis vorgestellt hat und sich die ganze Zeit fragt, warum es so mickrig bleibt, obwohl er schon so ziemlich alles versucht hat?
Oder einen anderen Gärtner, der mit einer völlig anderen Herangehensweise die Sache angeht, um mit speziellen Tricks und Kniffen das Pflänzchen so gesund und widerstandsfähig zu machen, dass es wächst und gedeiht, obwohl in den nächsten Wochen die Bedingungen für zarte Triebe wohl alles Andere als sonnig und warm werden. Es wird wohl eher stürmisch und kühl bzw. ungemütlich.
Da braucht es wohl einen besonderen Dünger und einen grünen Daumen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von omanyd-saxony am 28.02.2022 um 16:45 Uhr bearbeitet
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