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Wolles Risiko! Plaudern wie der Trainer.

20.06.2022 - 18:33 Uhr
Ob ich was schaue wird relativ spontan sein. Für ernsten Protest hätte es stärkere Wege gegeben. Nichtantritte, Übertragungsverweigerung, etc. Sicher gab es auch Gründe gegen diese Protestformen. Am Ende ist die Vergabe der Witz, die es nie so hätte geben dürfen. Toll dass der Fifa-Präsi die Stadien so "beautiful" findet. Für was auch immer die dann ab nächstem Jahr da unten stehen.
Zitat von Aktivist
Kleines FYI: Anheuser-Busch, der weltgrößte Bierkonzern, investiert 75 Mio. Dollar in die Fifa-WM, um seine Marke Budweiser (das Budweiser aus St. Louis, nicht Budvar) weltweit bekannter zu machen. Normalerweise kein Problem bei einer WM. Und selbst in Katar ist Alkohol nicht verboten, auch wenn der Verkauf oder Ausschank auf Hotels und spezielle Orte beschränkt ist, die von westlichen Touristen besucht werden. Nun hat der Emir aber in letzter Minute ein Edikt erlassen, dass die ganzen Budweiser-Stände verboten hat, die müssen jetzt aus der Öffentlichkeit geschafft werden. Und all das Branding auch. Eine bestimmt 1-2 Jahre lang vorbereitete Marketingstrategie löst sich gerade in Wohlgefallen auf.

daumen-hoch

Ich würd' ja 'nen Schreikrampf kriegen und zum Telefon greifen: "Wenn Ihr mir noch einmal 75 Millionen abknöpfen wollt für nix, weil Ihr eure WM an irgendeinen Ölscheich verkauft habt, braucht ihr gar nicht erst zu fragen! Dann versucht es lieber bei einem Kamelmilchabfüller, Ihr ***Schwall aus Schimpfworten***!"


Wer weiß, welche "Edikte" der Emir da noch so kurzfristig erlässt, sobald die WM läuft... silent

Diese WM, diese FIFA, diese sogenannte "Nationalmannschaft".... da kann man doch echt nur noch fassungslos den Kopf schütteln. Bei mir ist da jedenfalls wirklich überhaupt keine Vorfreude mehr, kein Bauchkribbeln und keine bange Hoffnung, dass "Deutschland" da weit kommt. Nichts mehr wie früher - 2006, 2008, 2010...2014... Ich glaube, viel schlimmer als dass es einem inzwischen völlig egal ist, geht's ja eigentlich gar nicht mehr.

Natürlich war das reichlich absurd, die WM an so ein Staatsgebilde wie Katar zu vergeben. Jeder weiß, dass so etwas nur durch weitreichende Korruption möglich ist...
Aber selbst ohne diese WM in Katar kann und konnte ich schon ne ganze Weile nichts mehr mit dieser "Nationalmannschaft" anfangen, da diese seit Jahren nicht nur sportlich wenig mitreißend ist, sondern vor allem auch in der Zusammenstellung immer mehr an eine politisch korrekte Castingshow erinnert als an eine Fußballmanschaft. Überhaupt geht mir dieses ganze "woke" Gedöns rund um Fußballspiele nur noch auf den Zeiger...
Ich hab irgendwie auch kein Bock mir irgendwelche superreichen Marionetten anzusehen die abends mal an einer Shisha ziehen während wir hier in Deutschland frierend überlegen ob man die Heizung aufdrehen kann oder nicht.

Ich habe kein Problem mit einer Winter WM schließlich gehört die WM allen Ländern und wo bei uns Sommer ist ist’s wo anders Winter. Das sich die Verhältnisse mal umkehren, für mich kein Problem. Dass dies aber in Katar sein muss wo sich ja nun wirklich niemand für interessiert?
Ich frag mich auch warum die es nicht vernünftig gemacht haben. Also ihre Arbeiter vernünftig behandeln und entlohnen. Für die wäre es doch finanziell ein Fliegenfurz gewesen.

Das die FIFA mehr Richtung Asien schaut ist ein Trend, es gibt ja kaum noch europäische Geldgeber. Was die Fifa aber braucht sind die europäischen Fußballer. Die und deren Verbände wären die einzigen gewesen die den ganzen Spaß hätten nachhaltig boykottieren können. Stattdessen lassen sich Neuer und co. aber auf 100m große Plakate drucken und in Katar an die Fassade kleben.
Sehe das weitestgehend wie @Lauschepflock
Das komplette Interesse ist nahe dem Nullpunkt, obwohl wir erst bei der vorletzten WM Weltmeister geworden sind. Ich weiß nicht mal wann das erste Spiel der Deutschen Mannschaft ist. Es gibt auch keinerlei Verabredungen zum Fußball schauen, kein Tippspiel usw. Das war alles immer selbstverständlich.
Hab nur gestern ne Kicker Nachricht bekommen, dass man sich gegen die Fußballmacht Oman souverän mit 1:0 durchsetzen konnte.

Ich war eigentlich immer ein WM Junkie, 2002 habe ich das erste mal als Jungspund eine WM mit Interesse verfolgt und da kam Deutschland entgegen aller Erwartungen sogar bis ins Finale. 2006 war einfach nur ne tolle WM, auch wenn ich kein Spiel live gesehen habe. 2010 war ich ebenso mit Feuer dabei und 2014 war dann natürlich das Highlight mit dem WM Titel und dem legendären 7:1 gegen Brasilien.

Danach gab es irgendwie einen Bruch, 2018 war schon traurig irgendwie vom gesamten Feeling her aber das jetzt toppt wirklich alles.
Eine WM in solch einem "Staat", solch einem mittelalterlichen, rückständigen, homophoben, frauenfeindlichen, islamistischen (Liste könnte fast endlos weitergeführt werden) Gebilde diese Bühne zu bieten.
Ein Land was mit Fußball ungefähr genauso viel am Hut hat als würde in Deutschland die Baseball WM stattfinden.
Katar zeigt im Gesamten wunderschön was für ein widerlicher und korrupter Kommerz der Fußball inzwischen nur noch ist.

Was ich nicht ganz verstehe ist deiner Aussage zur Zusammenstellung der Mannschaft. Ja, wir haben um die 10 Spieler mit ausländischen Wurzeln. Aber hat du wirklich den Eindruck, dass diese aus Gründen der "Diversität" nominiert werden? Man kann sicher im Einzelfall über die ein oder andere Nominierung streiten, aber ich würde sagen das trifft auf einige Spieler jeglicher Herkunft zu.
Wir haben halt vor Jahrzehnten begonnen Menschen aus dem Ausland als billige Arbeitskräfte herzulocken. Das fing mal mit Türken und Vietnamesen an und hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Unter der Merkel Kanzlerschaft hat sich dann ja scheinbar in der deutschen Politik das Kredo durchgesetzt wir müssen das Sozialamt der ganzen Welt sein.
Ich will gar nicht wissen wie viele Millionen "Flüchtlinge" (mir tun die wenigen echten Leid) wir alleine seit 2015 aufgenommen haben, bei jedem Boot was in Afrika ablegt haben wir hier den Anspruch die "retten" zu müssen. Aber ich will mich da gar nicht weiter drüber aufregen, sind ja fast alles Frauen und Kinder sowie hochqualifizierte Fachkräfte die wir so dringend brauchen und auf jeden Fall absolut keinen kriminellen jungen Männer.
Die Nationalmannschaft jedenfalls ist doch einfach nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Was das Woke Gedöns angeht, das fällt mir eigentlich gar nicht so auf. Okay, neuers Regenbogen Kapitänsbinde oder mal ne entsprechende Bandenwerbung - ist halt grad total angesagt als Firma sein Logo entsprechend einzufärben... Oder übersehe ich da etwas?!
Vielleicht verteilt der DFB ja wirklich die Plätze nach Größe der Verbände und deren Mitgliedern. So wie die Teilnahmeberechtigung an der Profiliga. Im Sinne des DFB wäre das nur Fair.

Übrigens habe ich einige Reportagen gesehen wo unter anderem der DFB leicht gegen die FIFA aufmuckt. Wort wörtlich fordert der neue DFB Präsident von der FIFA ein, dass sie sich doch bitte an ihre compliance halten soll. Voll witzig wenn ein Verband der das nicht hinbekommt das von einem anderen Verband fordert.

Aber sorry, das die Mannschaft farblich ausgewogen zusammengestellt wird ist doch Unfug und mindestens genau so aus der Zeit gefallen wie das Denken der Kataris.
Ich habe auch noch keinen gesehen, der sich selbst als "woke" bezeichnet. Mag es vereinzelt sicher geben. Am Ende ist das für mich ein in die Ecke schieben, genau wie sich viele das Richtung rechts angetan fühlen.

Am Ende reden wir bei Regenbogenflaggen und Co ja nur darüber (korrigiert mich, wenn ich irre), dass unser zwischenmenschlicher Umgang und unsere Rechte - wie es jeder für sich erwartet - auch für alle anderen Menschen, egal ihres Aussehens, Orientierungen und sonst was gelten. Soweit, so selbstverständlich. Sollte man meinen.

Klar kann man das Plakative kritisieren. Aber wäre das alles schon so selbstverständlich, dann wäre dieses Überrepräsentieren auch nicht notwendig. Ich will zumindest nicht mit manchen Minderheiten tauschen, was die Behandlung von anderen angeht.
Es gibt halt Leute bei denen der Klang des Etix Scanner am Eingang irgendwas triggert. Ganz normale Menschen vergessen ihre Kinderstube und denken sie haben das Recht darauf andere Menschen zu beleidigen.

Gerade auf der Haupttribüne sollte man als Verein zusehen diese Leute einzukreisen. Es ihnen schwerer zu machen. Das immer einfach hinzunehmen ist nicht der richtige Weg. Auf die Mitfans zu hoffen ist auch zu einfach. Vielleicht könnte man aus dem Verein heraus ein gewisses Lotsen Konzept starten? 1-2 Leute aus dem Verein die pro Block (geht halt nur auf der Haupttribüne) für Ordnung sorgen. Gerne auch Fußballkonform mit gelber und roter Karte. Bei zweimal gelb fliegste halt raus, nach dem 3. Rauswurf darfste 3 Heimspiele nicht kommen und irgendwann gibts Stadionverbot.

Es ist halt in den Leuten noch nicht angekommen das wir 4. Liga spielen. Gegen Bremen haben sich ernsthaft Leute beschwert das wir keine Chance haben. Hallo? Da liegen 3 Ligen dazwischen und kann nur anders aussehen, wenn der Höherklassige mitmacht!

Mir geht es aber explizit um klare Beleidigungen oder falls jemand was wirft. Nicht bei jedem „maaaan“ oder „hör doch auf“ oder „was machst du denn“.

Vielleicht würde die bloße Anwesenheit solcher Leute schon reichen.
Soweit wie ich weiß, stammt der Begriff "woke" ursprünglich aus der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 60er und 70er Jahre und bedeutete sinngemäß etwa, sich der inhärenten Ungerechtigkeit innerhalb der amerikanischen Gesellschaft bewusst zu sein, es nicht mehr zu akzeptieren - eben "erwacht" zu sein. Das war damals eben wichtig, da die übergroße Mehrheit der Bevölkerung - egal welcher Hautfarbe - eben noch in dem Alten verharrte, es als gegeben und unabänderlich akzeptierte.
Radikalchristliche und rechtsradikale Spindoctoren haben diesen ziemlich verknitterten und unmodernen Begriff ab Mitte der 2010 benutzt, um systematisch liberale oder mitte-rechte politische Positionen zu diskreditieren. Nicht zufällig um die selbe Zeit, wie erstmals ein schwarzer Bürgerrechtsanwalt das Amt des Präsidenten verteidigte und wie mehr und mehr Bundesstaaten gleiche Bürgerrechte für homosexuelle Menschen durchsetzten. Diese Fixierung auf Hautfarbe und Sexualität sieht man diesem Spin selbst heute noch an, denn als "woke" gelten insbesondere Menschen, die etwa mit "Black lives matter" symphatisieren oder dem fundamental-evangikalen Kreuzzug gegen Menschen mit angeborener verkehrter Geschlechteridentität entgegen stehen. Aber in rechten Kreisen steht "woke" mittlerweile für nichts anderes als "nicht rechtsradikal" und umfasst das gesamte Spektrum zwischen Hardcore Antifa bis moderat konservativ. Da sind sie alle gleichermaßen "woke", Joe Biden, Mitt Romney (republikanischer Senator von Utah - ausgerechnet der Mormonenstaat Utah!!), AOC, die US Army, Europa wird aus Gayropa bezeichnet (übrigens auch von unseren Antagonisten im Osten, den Russen), eben fast alle normalen Menschen.

Typisches Beispiel für rechtextremes Neusprech. Ein Kampfbegriff der vor allem den politischen Gegner entmenschlichen und abwerten soll; wie die alten Griechen, die sämtliche Nichtgriechen als barbaroi - Barbaren - bezeichneten und das auch genau so meinten. Oder wie Christen des Mittelalters jeden Nichtchristen als Heiden bezeichnet haben, gleich wie dessen Zivilisationsstufe war.

Sprache, Sprache, die Macht der Sprache. Witzigerweise waren glaube ich linksextreme Denker wie Lenin, welche die klassische Erkenntnis, dass Sprache das Denken formen kann, als erste zielgerichtet für die Politisierung und Transformierung der Gesellschaft im Sinne eines machtvollen Staates einsetzten. Ihre eifrigsten Schüler jedoch, ob in den 30-40ern oder heutzutage, sind die Faschisten.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Aktivist am 17.11.2022 um 12:47 Uhr bearbeitet
@Bogdan0815 na das ist ja ne süße Idee mit den Blockwarten.
Wer sollen diese Aufpasser denn sein, wer wählt die aus, nach welchen Kriterien usw.?
Meinst du wenn da ein 70-jähriger mit hochroten Kopf und 200er Puls gerade seine Seele aus dem Leib brüllt und da kommt irgendein Spargeltarzan angelatscht und zeigt dem ne gelbe Karte, dass das den juckt grins
Soll der dann mit Gewalt aus dem Stadion entfernt werden? Von wem, den Ordnern, der Polizei?!

Ich hoffe das ist irgendwie als Comedy gemeint, auch wenn es nicht so rüber kommt.

Beim Fußball wird doch überall gemeckert und gemotzt. In der Kreisklasse, in der Verbandsliga, in der Regionalliga genauso wie in der Bundesliga und auch in der Champions League wird das genauso gemacht.
Es ist eben oft emotional und das macht doch auch ein Stück weit den Reiz aus.
Als ich noch selbst gespielt habe gab es für mich nichts geileres, als ausgepfiffen und beleidigt zu werden. Mit diesem Push habe ich immer meine besten Spiele gemacht.
Würde mir auch zu weit gehen, Streit auf den Zuschauerrängen quasi zu ermutigen, nur weil Zuschauer "pöbeln" - das ist immerhin noch erlaubt in diesem Land. (bezugnehmend auf das Beispiel mit Bremen)
Aber mal verschärft gedacht: was passiert, wenn z.B. bei einem Spiel Anhänger der Hardcore-Gruppen auf den "bürgerlichen" Zuschauertribünen stehen und Raketen usw. in die Fanblock abfeuern. Normalerweise trennt man die Fangruppen ja. Wenn man nun bestimmte Maßnahmen zur strengeren Kontrolle in den Blöcken durchführt und stattdessen mischen sich die Pyrotechniker in die normalen Ränge?

Mir kam der Gedanke wegen des Babelsberg-Ultra-Aufrufes. Nun, gemäß dem Aufruf wollen sie ja draußen bleiben. Was, wenn ein paar Hartgesottene mit exakt so einer Absicht ins Stadion gehen? Und natürlich auch andersherum, falls unseren Auswärtsfahrern mal bestimmte Sanktionen auferlegt werden. Bzw. generell unsere Ultras, weil sie ja schon bewiesen haben, dass sie Raketen in besetzte Tribünen feuern. Was z.B., wenn exakt diese Ultras diesmal von der Osttribüne in den Babelsberger Block schießen, weil sie so na genug dran - anders als wenn sie auf der anderen Seite des Platzes im eigenen Fanblock stehen?

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Aktivist am 17.11.2022 um 14:32 Uhr bearbeitet
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