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Westfalenstadion

12.07.2008 - 18:21 Uhr
Westfalenstadion |#3871
27.08.2026 - 17:48 Uhr
Zitat von -adi-
Zitat von halbgott

Tausende britische und insbesondere englische Fußballfans reisen regelmäßig nach Dortmund, um die einzigartige Atmosphäre im Signal Iduna Park (dem traditionellen Westfalenstadion) und vor der legendären „Gelben Wand“ (Südtribüne) live zu erleben...

jahrelang zig Quellen dazu, die TIMES, Telegraf usw schrieben das schon vor 13 Jahren und danach immer und immer wieder.

ein neues Stadion würde ca eine Milliarde kosten, da es erst in Jahren stattfinden würde, sogar eher teurer. Das Geld ist eh nicht da, eine Diskussion pro und kontra braucht man sowieso nicht zu führen.

Nach Bau eines superteuren Stadions hätte Dortmund einen Kapitalismus Tempel, mit vielen Lounges für Milliardäre statt vieler billiger Stehplätze. Es macht von vorn bis hinten wenig Sinn, steht jahrelang sowieso nicht auf der Tagesordnung und das ist auch gut so.

Wirtschaftlich betrachtet macht es auch wenig Sinn. Von den emotionalen Komponenten ganz abgesehen.

Wenn ich eine Milliarde auf 30 Jahre aufnehme zu 5%, zahle ich fast 70 Mio. pro Jahr ab.

Ziehen wir davon gerundet 10 Mio. Instandhaltung pro Jahr für das Westfalenstadion und 20 Mio., die so ein Kommerztempel vielleicht pro Jahr mehr erwirtschaftet ab, verringert sich das Budget dadurch jährlich immer noch um 40 Mio..

Und damit wäre die sportliche Wettbewerbsfähigkeit und damit die dauerhafte CL Qualifikation extrem gefährdet.

Natürlich könnte man noch nach kreativen Mitteln suchen, z.B. durch eine KE das Kreditvolumen reduzieren oder durch eine Fananleihe, analog zum Nachbarn, günstigere Zinssätze sichern.

Aber selbst dann ist das aus meiner Sicht wirtschaftlicher Selbstmord.


Ich liebe das Westfalenstadion. Nur sind es leider nicht 20 Millionen, die wir pro Jahr im Vergleich zu anderen Vereinen weniger einnehmen sondern eher 40 - 50 Millionen. Da muss man schon nachdenken. Und nicht jeder Stadionneubau ist ein Flop geworden (Allianz Arena, Metropolitano in Madrid) . Trotzdem wäre ich auch dafür alle Optionen am bisherigen Standort zu prüfen. Abriss und Neubau an derselben Stelle wird nicht klappen. Das kostet durch den Ausfall von mindestens drei Jahren (das können auch fünf werden) Spieltagseinnahmen, Kundenbindung und evtl. auch sportlich viele Punkte. Deshalb würde ich einen Neubau in unmittelbarer Nähe und nachfolgenden Abriss/Teilabriss mit Nachnutzung für die beste Option halten. Doch das wird nur auf den aktuell vom BVB genutzen Grundstücken nicht möglich sein. Da wird die Stadt ihrem größten Werbeträger und auch die umliegenden Anlieger schon helfen müssen.

•     •     •

Es gibt nichts Gutes - außer man tut es (Erich Kästner)
Westfalenstadion |#3872
27.08.2026 - 19:23 Uhr
Zitat von scorpiifornax
Zitat von -adi-

Zitat von halbgott

Tausende britische und insbesondere englische Fußballfans reisen regelmäßig nach Dortmund, um die einzigartige Atmosphäre im Signal Iduna Park (dem traditionellen Westfalenstadion) und vor der legendären „Gelben Wand“ (Südtribüne) live zu erleben...

jahrelang zig Quellen dazu, die TIMES, Telegraf usw schrieben das schon vor 13 Jahren und danach immer und immer wieder.

ein neues Stadion würde ca eine Milliarde kosten, da es erst in Jahren stattfinden würde, sogar eher teurer. Das Geld ist eh nicht da, eine Diskussion pro und kontra braucht man sowieso nicht zu führen.

Nach Bau eines superteuren Stadions hätte Dortmund einen Kapitalismus Tempel, mit vielen Lounges für Milliardäre statt vieler billiger Stehplätze. Es macht von vorn bis hinten wenig Sinn, steht jahrelang sowieso nicht auf der Tagesordnung und das ist auch gut so.

Wirtschaftlich betrachtet macht es auch wenig Sinn. Von den emotionalen Komponenten ganz abgesehen.

Wenn ich eine Milliarde auf 30 Jahre aufnehme zu 5%, zahle ich fast 70 Mio. pro Jahr ab.

Ziehen wir davon gerundet 10 Mio. Instandhaltung pro Jahr für das Westfalenstadion und 20 Mio., die so ein Kommerztempel vielleicht pro Jahr mehr erwirtschaftet ab, verringert sich das Budget dadurch jährlich immer noch um 40 Mio..

Und damit wäre die sportliche Wettbewerbsfähigkeit und damit die dauerhafte CL Qualifikation extrem gefährdet.

Natürlich könnte man noch nach kreativen Mitteln suchen, z.B. durch eine KE das Kreditvolumen reduzieren oder durch eine Fananleihe, analog zum Nachbarn, günstigere Zinssätze sichern.

Aber selbst dann ist das aus meiner Sicht wirtschaftlicher Selbstmord.


So ein moderner Kommerztempel mit der passenden Anzahl Logen und ungefähr gleicher Kapazität würde im Schnitt 1-3 Mio pro Spieltag mehr abwerfen....

Das finde ich schwer einzuschätzen. Wenn dem wirklich so ist, wäre es wirtschaftlich theoretisch stemmbar. Auch wenn es trotzdem eine hypothetische Diskussion bleibt.

Aber wir reden hier von Dortmund und nicht Hamburg, Frankfurt oder München. Die Mehreinnahmen hast du nur, wenn sie ganzen VIP-Logen auch dauerhaft gebucht sind.
Sowohl vom Einzugsgebiet als auch von der Struktur der Region sehe ich das, im Vergleich zu genannten Städten, nicht als Selbstläufer.

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Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
Westfalenstadion |#3873
27.08.2026 - 20:21 Uhr
Zitat von -adi-

Wirtschaftlich betrachtet macht es auch wenig Sinn. Von den emotionalen Komponenten ganz abgesehen.

Wenn ich eine Milliarde auf 30 Jahre aufnehme zu 5%, zahle ich fast 70 Mio. pro Jahr ab.

Ziehen wir davon gerundet 10 Mio. Instandhaltung pro Jahr für das Westfalenstadion und 20 Mio., die so ein Kommerztempel vielleicht pro Jahr mehr erwirtschaftet ab, verringert sich das Budget dadurch jährlich immer noch um 40 Mio..

Und damit wäre die sportliche Wettbewerbsfähigkeit und damit die dauerhafte CL Qualifikation extrem gefährdet.

Natürlich könnte man noch nach kreativen Mitteln suchen, z.B. durch eine KE das Kreditvolumen reduzieren oder durch eine Fananleihe, analog zum Nachbarn, günstigere Zinssätze sichern.

Aber selbst dann ist das aus meiner Sicht wirtschaftlicher Selbstmord.


Ich bin absolut pro aktuelles Westfalenstadion. Allerdings glaube ich, dass du bei der Rechnung etwas zu kurz greifst.

10 Mio. jährliche Instandhaltung dürften eher die Untergrenze sein und auch nur, wenn man sich auf das absolut Notwendige beschränkt. Dazu kommen Modernisierungen, höhere Personal- und Betriebskosten sowie der energetische Faktor. Ein Neubau wäre hier technisch und organisatorisch deutlich effizienter. Man sollte also nicht nur die reine Instandhaltung des alten Stadions gegen die Finanzierung eines Neubaus rechnen.

Auch bei den Einnahmen sehe ich deutlich mehr Potential als die von dir angesetzten 20 Mio. Laut dieser Quelle liegen zwischen Bayern und Dortmund allein bei den Spieltagseinnahmen rund 77 Mio. € pro Jahr... vor allem wegen der Logenausstattung (BVB: 18, Schalke zum Vergleich: 81). Bayern markiert dabei eher die Obergrenze, ein vorsichtigerer Vergleich mit Klubs wie Stuttgart oder Frankfurt liegt näher. Trotzdem halte ich 30 bis 40 Mio. € zusätzliche Spieltagseinnahmen langfristig nicht für unrealistisch. Dazu kommen bessere Vermarktung, ein potenziell höherer Namenssponsor, zusätzliche Hospitality-Angebote, Stadionführungen etc.

Und bei den 1 Mrd. € Baukosten müsste man ebenfalls wissen, was darin überhaupt enthalten ist. Sind Grundstücke berücksichtigt? Gibt es Fördermöglichkeiten von EU, Land oder Bund?

Deshalb würde ich nicht pauschal von „wirtschaftlichem Selbstmord" sprechen. Der kann langfristig genauso darin liegen, am bestehenden Stadion festzuhalten, immer wieder Geld hineinzustecken und gleichzeitig bei den Einnahmen gegenüber der Konkurrenz weiter zurückzufallen.

Die Lösung muss für mich ohnehin kein Extrem sein. Weder komplette Kommerzialisierung noch 109 % Tradition und auch nicht zwingend nur Neubau oder Status quo. Ein gezielter Ausbau, etwa der Logenkapazität, gehört für mich genauso auf den Tisch. Entscheidend wäre ein Mittelweg, der die Seele des Westfalenstadions erhält, aber wirtschaftlich deutlich mehr Möglichkeiten schafft.

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HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
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