Werner Spinner [Präsident]
23.04.2012 - 21:54 Uhr
14.05.2016 - 11:43 Uhr
Aber genau das ist doch die Rolle von Spinner bei unserem Verein...
Er ist der Politiker der probiert alle Gruppierungen dem Gesamtverein unterzuordnen. Dafür geht er dann auch - im Sinne der Mehrheit - in teils sinnlose Gefechte für "Randgruppen" rein. Auch wenn man das kritisch sehen kann, hat er es mit dieser Ausprägung seiner Rolle geschafft das Gesamtfahrwasser zu beruhigen. Ob man das immer so gut findet, ist sicher diskutabel. Aber was ist denn die Alternative? Stehplätze weg und grundsätzlich in jedem Spiel alle Plätze personalisiert?
Er ist der Politiker der probiert alle Gruppierungen dem Gesamtverein unterzuordnen. Dafür geht er dann auch - im Sinne der Mehrheit - in teils sinnlose Gefechte für "Randgruppen" rein. Auch wenn man das kritisch sehen kann, hat er es mit dieser Ausprägung seiner Rolle geschafft das Gesamtfahrwasser zu beruhigen. Ob man das immer so gut findet, ist sicher diskutabel. Aber was ist denn die Alternative? Stehplätze weg und grundsätzlich in jedem Spiel alle Plätze personalisiert?
14.05.2016 - 19:19 Uhr
Nein, gehört er nicht. Im Gegenteil. Es war im gesamten Verein seit unglaublich langer Zeit nicht mehr so ruhig und dazu gehören Ultrafans eben dazu. Übrigens gibt es genügend Menschen auf der Welt, die es genauso sehen wie Spinner, ohne Ultra zu sein.
Eine derartige Kriminalisierung von ganzen Menschengruppen ist schlichtweg nicht förderlich für einen Weg zu einem ruhigeren Ultratum.
Ich kenne natürlich deinen Gedanken der "no tollerance", aber hier bin ich so dermaßen entgegen deiner Meinung. Polizisten machen auch Fehler und überschreiten Grenzen. Dürfen deshalb irgendwann keine Polizisten mehr in den Einsatz gehen und sollten allesamt ihr Amt niederlegen?
Zitat von Valen
Wir brauchen doch keinen Präsident der seine Sympathie daherholt, dass er allen nach dem Mund plappert. Wir brauchen einen Präsident der hilft einen ausgleich der unterschiedlichen Interessengruppen herzustellen und deren Themen so zu kanalisieren, dass es im Summe das beste für den Verein ist.
Wir brauchen doch keinen Präsident der seine Sympathie daherholt, dass er allen nach dem Mund plappert. Wir brauchen einen Präsident der hilft einen ausgleich der unterschiedlichen Interessengruppen herzustellen und deren Themen so zu kanalisieren, dass es im Summe das beste für den Verein ist.
Es geht nicht um "nachplappern", sondern um ein Einsetzen für alle Gruppen, solange es sich im Rahmen der Gesetzgebung verhält. Und wenn diese Saison unsere Ultras keine (oder kaum) über die Stränge geschlagen haben, darf man sich dafür auch einsetzen, dass dies auch gewürdigt wird durch weniger Kriminalisierung pauschal in Gänze.
Zitat von Valen
Eigentlich halte ich spinner für diesen Präsident, außer halt im Umgang mit unseren Ultras.
Eigentlich halte ich spinner für diesen Präsident, außer halt im Umgang mit unseren Ultras.
Weil du Ultras in Gänze verteufelst, anstelle dich wirklich mal mit ihnen auseinander zu setzen. Es sind kein grundlegend aggressiver, Gewalt suchender Haufen, der völlig homogen agiert. Find dich doch mal damit ab.
30.08.2016 - 12:43 Uhr
Zitat von fc-e-levve-lang
Ich sehe das Thema etwas differenzierter und kann die Haltung des Mitgliederrats zumindest in Teilen nachvollziehen.
Auch ich bin mit der Arbeit des Vorstands in den letzten Jahren sehr zufrieden und ich sehe auch ein, dass ein solches Amt praktisch einem Vollzeitjob entspricht und nur mit Leidenschaft und Hingabe auszufüllen ist.
Deshalb finde ich es nur logisch, dass sich die überwältigende Mehrheit der Mitglieder - mich eingeschlossen - für eine Vergütung ausgesprochen hat.
Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass sich diese "Aufwandsentschädigung" in irgend einer Weise an Gehältern der Lizenzspielerabteilung, der Geschäftsführung oder gar an Vorstandsvergütungen von DAX-Konzernen orientieren muss oder sollte.
Ich sehe das Thema etwas differenzierter und kann die Haltung des Mitgliederrats zumindest in Teilen nachvollziehen.
Auch ich bin mit der Arbeit des Vorstands in den letzten Jahren sehr zufrieden und ich sehe auch ein, dass ein solches Amt praktisch einem Vollzeitjob entspricht und nur mit Leidenschaft und Hingabe auszufüllen ist.
Deshalb finde ich es nur logisch, dass sich die überwältigende Mehrheit der Mitglieder - mich eingeschlossen - für eine Vergütung ausgesprochen hat.
Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass sich diese "Aufwandsentschädigung" in irgend einer Weise an Gehältern der Lizenzspielerabteilung, der Geschäftsführung oder gar an Vorstandsvergütungen von DAX-Konzernen orientieren muss oder sollte.
So weit bin ich bei Dir.
Zitat von fc-e-levve-lang
Ganz unabhängig davon, dass die ausgegliederte Profiabteilung unseres Vereins einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro macht, steht das Präsidium dem Gesamtverein (1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V.) vor. Einem Sportverein mit über 80.000 Beitrag zahlenden Mitgliedern, mit einer enormen Bedeutung für Stadt und Region. Diesen Verein als Präsidium zu führen ist eine große Ehre und die Vergütung sollte keinen Anreiz darstellen, dieses Amt zu bekleiden. Eine Vergütung von 150.000 Euro pro Vorstandsmitglied - wie sie Spinner und Co. gefordert haben - mag eine angemessene Bezahlung für die Tätigkeit sein, wenn man sie als Job begreift. Die vom Mitgliederrat vorgeschlagenen rund 80.000 Euro pro Kopf sind jedoch auch schon weit über dem Durschschnittslohn der Mitglieder angesiedelt und als reine Aufwandsentschädigung begriffen auch vollkommen ausreichend.
Ganz unabhängig davon, dass die ausgegliederte Profiabteilung unseres Vereins einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro macht, steht das Präsidium dem Gesamtverein (1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V.) vor. Einem Sportverein mit über 80.000 Beitrag zahlenden Mitgliedern, mit einer enormen Bedeutung für Stadt und Region. Diesen Verein als Präsidium zu führen ist eine große Ehre und die Vergütung sollte keinen Anreiz darstellen, dieses Amt zu bekleiden. Eine Vergütung von 150.000 Euro pro Vorstandsmitglied - wie sie Spinner und Co. gefordert haben - mag eine angemessene Bezahlung für die Tätigkeit sein, wenn man sie als Job begreift. Die vom Mitgliederrat vorgeschlagenen rund 80.000 Euro pro Kopf sind jedoch auch schon weit über dem Durschschnittslohn der Mitglieder angesiedelt und als reine Aufwandsentschädigung begriffen auch vollkommen ausreichend.
Da nicht mehr. Ehre ist heutzutage kaum noch relevant in unserer Gesellschaft. Leider ein veraltetes Konzept - schließlich kann man von Ehre nicht leben. Vor allem im Fußball"geschäft" - guck Dir mal an was auf dem Platz mit Fairness los ist. Das ist genau dasselbe Thema. Heutzutage interessiert nur noch Geld (vielleicht ein bisschen überzogen, aber vom Ding her doch wahr). Gerade deswegen ist unser Vorstand noch besonderer, weil sie z.Zt. tatsächlich für die Ehre arbeiten.
Davon ab: Natürlich sollte die Vergütung nicht der alleinige Anreiz sein, aber andererseits doch eine angemessene Belohnung für den Job. Genau das ist es nämlich, ein Job. Ein ziemlich ausfüllender (In der Zeit könnte man wohl ein Unternehmergehalt verdienen), mit unglaublicher Verantwortung und mitten in der Öffentlichkeit. Es gibt wohl nicht viele andere Berufe, bei denen man so in den Medien präsent ist ohne für diese zu arbeiten, wie im Fußball. Vergleiche mit dem durchschnittlichen Fan sind daher mMn sinnlos - denn die wenigsten FC-Fans sind für ein Unternehmen mit 100 Mio Umsatz (!) verantwortlich und dabei allzeit im Öffentlichkeitsfokus. Würde unser Vorstand dem FC entsagen und zu einem ähnlich großen Unternehmen in einem "normalen" Geschäftsbereich gehen, würden sie dort Millionen verdienen. Mehrere. Warum sind dann 150k/Jahr/Person zu viel?
Das ist aber nur die Hälfte der Argumentation, bear with me. Der zweite Teil ist kurz und einfach: Ja, wir sind mittlerweile ein 100-Mio-Umsatz Unternehmen. Das sind wir dank unserem Vorstand. Dieser generiert uns hohe Millionenbeträge im Jahr. Im Vergleich zum Vorstand davor, der hohe Millionenbeträge im Jahr rausgehauen hat. Man könnte also sagen, unser Vorstand ist für uns sicherlich einen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr wert. Das sind Beträge, bei denen 450k/Jahr mehr oder weniger nicht mal auffallen.
Insofern kann es schonmal nichts mit geschäftlichen Gründen zu tun haben dass man auf den 200k besteht, sondern nur mit persönlichen. Vermutlich Neid. Oder Geltungsbedürfnis. Oder oder. Nichts wirklich rationales jedenfalls. Sagst Du ja auch, mit der Ehre und dem Vergleich mit den Mitlgliederlöhnen (vermutlich ist es genau das:"Wäääh ich verdiene aber nicht so viel, dann dürfen die das auch nicht! Schliesslich ist es eine große Ehre mein Vorgesetzter zu sein!").
Zitat von fc-e-levve-lang
Sicher, man kann darüber streiten, ob das Feilschen um 200.000 Euro mehr oder weniger bei der Größe des Vereins unnötiges Theater ist. Spinner, Schumacher und Ritterbach tun sich aber keinen Gefallen damit, hier auf Konfrontation zu gehen und das Verhältnis zum Mitgliederrat nachhaltig zu stören. Denn am Hungertuch nagt keiner der drei - ob nun mit 80.000 pro Jahr oder 150.000 Euro.
Sicher, man kann darüber streiten, ob das Feilschen um 200.000 Euro mehr oder weniger bei der Größe des Vereins unnötiges Theater ist. Spinner, Schumacher und Ritterbach tun sich aber keinen Gefallen damit, hier auf Konfrontation zu gehen und das Verhältnis zum Mitgliederrat nachhaltig zu stören. Denn am Hungertuch nagt keiner der drei - ob nun mit 80.000 pro Jahr oder 150.000 Euro.
Nun, das ist interessant. Warum sagen eigentlich alle, dass der Vorstand auf Kollisionskurs geht und nicht der Mitgliederrat? In meinen Augen ist das von denen sehr viel dümmer: Da ist man grad froh einen Vorstand gefunden zu haben, der erstklassige Arbeit leistet und dass man Ruhe im Verein hat etc. Und jetzt riskiert man durch diese kleinliche Neid-Haltung, dass nicht nur wieder Unruhe reinkommt. Nein man riskiert dazu noch den Vorstand wieder zu verlieren oder ihre Arbeit zu verschlechtern, indem man sich entfremdet. Und stellt sich wie ein Kind mit den Füßen stampfend in die Ecke und rückt nicht von der eigenen Vorstellung ab. MMn ist hier der Mitgliederrat derjenige, der dumm genung ist, das Verhältnis zum Vorstand nachhaltig zu stören.
Und was macht der Vorstand? Er verzichtet einfach weiterhin auf das Gehalt, weil ihm das alles zu blöd ist.
Wer ist jetzt derjenige, der auf Konfrontation geht und dem Verein keinen Gefallen tut?!
P.S.: Kann natürlich sein, dass ich mich in allen Punkten irre. Ich bin als Hamburger leider nicht ganz so nah am Verein, wie ich das gerne wäre. Aber das ist mein Blick von außen, den musste ich mal loswerden.
Anm. der Redaktion: Jegliche Kritik in diesem Artikel gilt dem Mitgliederrat, nicht dem zitierten User.
31.08.2016 - 11:20 Uhr
Hey, genau die Reaktion, die ich auf meinen Beitrag erwartet habe! Und dann auch noch 6 "lesenswert". Da habe ich wohl noch viel Argumentationsarbeit vor mir.
Ich versuche mich kurz zu fassen...
Danke, das ist doch ein wunderbares Argument für - und nicht gegen - das Ehrenamt. Sorgt für ein wenig Fußballromantik im knallharten Geschäft. Für eben dieses (Tages)Geschäft hält im übrigen die Geschäftsführung und nicht der Vorstand "seine Knochen" hin, weshalb dieser auch ein "echtes" Gehalt bekommt, über das wir hier ja nicht diskutieren.
Du wirst mir außerdem zustimmen, dass man von 80.000€ pro Jahr + "Ehre" wohl sehr gut leben kann, zumal die Herren alle ihre Schäfchen im Trockenen haben und über großzügige Nebeneinkünfte verfügen. Ritterbach ist bspw. Geschäftsführer seiner Firma (Verlag und Unternehmensberatung) und in diversen Karnevalsämtern aktiv, um nur einen aus dem Trio zu nennen. Das Vorstandsamt beim Effzeh macht er nicht Hauptberuflich! Auch die Tatsache, dass sie nun entschieden haben, vorerst ehrenamtlich weiter zu machen, sollte deutlich machen, dass sie es eben nicht wegen des Geldes machen und nicht auf das Geld angewiesen sind.
Siehe oben. Es ist eben kein Vollzeitjob, die Herrschaften haben weitere Verpflichtungen (und Einkünfte). Daher müssen sie für ihre repräsentative Arbeit als FC-Vorstand auch kein Gehalt auf DAX-Vorstands-Niveau erhalten, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Was sie in der freien Wirtschaft verdienen könnten ist daher irrelevant. Im Übrigen war Spinner früher im Bayer-Vorstand, hat fürstlich verdient und sich dennoch als Rentner und Privatier bewusst für das Ehrenamt des FC-Präsidenten entschieden, bevor überhaupt über eine Vergütung des Vorstandes diskutiert wurde und schließlich eine Satzungsänderung initiiert wurde.
Hier muss ich dir vehement widersprechen. Nicht der Vorstand allein generiert hohe Millionenenbeträge, sondern die Lizenzspielerabteilung (KGaA) inkl. ihrem Vorstand. Insbesondere die hervorragende Arbeit der Geschäftsführung (aber natürlich auch Trainerteam und Spieler) unterschlägst du hier schamlos. Noch einmal: Ich möchte in keinster Weise die hervorragende Arbeit unseres Vorstandes kleinreden und es mag auch sein, dass wir in Sachen Sponsoring und Vermarktung ohne diesen Vorstand mit außergewöhnlichem Vertriebs- und Marketing-Knowhow heute deutlich schlechter da ständen.
Aber nach deine Logik müssten sie konsequenterweise bestbezahlteste "Mitarbeiter" im Unternehmen sein, vor Spielern, Trainern und Geschäftsführung.
Auch fallen 450.000 Euro im Jahr definitiv auf - erst recht unserem Schwaben in der Geschäftsführung. Es gibt immer noch hohe Verbindlichkeiten, auch wenn sich die Lage in den letzten drei Jahren deutlich verbessert hat. Aber es geht mir hier gar nicht um den absoluten Betrag. Das habe ich bereits in meinem vorherigen Post deutlich gemacht.
Und genau hier liegt für mich die Widersprüchlichkeit verborgen:
Wenn sie einerseits kein Problem damit haben, den Job ehrenamtlich noch ein Jahr fortzuführen, aber andererseits 80.000 Euro pro Kopf sie in ihrem Ego kränkt, dann stimmt mich das nachdenklich. Das hat überhaupt nichts mit Neid zu tun, sonst müsste ich dem Profifußball sowieso komplett den Rücken kehren. Deine Vermutungen sind mangels Informationen nicht überprüfbar und somit bloße Unterstellung.
Daher könnten wir die Diskussion an dieser Stelle bereits beenden. Denn wir waren alle nicht bei der Sitzung des Gemeinsamen Ausschusses dabei und mir scheint es - da bin ich wieder ganz bei dir - nach Interpretation der Medienberichterstattung, als ginge es in WIrklichkeit nicht um die konkreten Summen, sondern um die persönlichen Befindlichkeiten und Egos der Gremiumsmitglieder (Vorstand und Mitgliederratsvertreter). Inwiefern hier der - in der Vergangenheit häufig "unbequeme" - Müller-Römer eine Rolle spielt, ist für mich aus Köln genauso schwer zu beurteilen wie für dich aus Hamburg.
Nichtsdestotrotz können wir hier wunderbar über die angemessene Höhe der Vergütung des Vorstands diskutieren.
Ein wunderbarer Schachzug, um den Mitgliederrat in der Öffentlichkeit unter Druck zu setzen und die Mitglieder auf die Seite des Vorstands zu ziehen. Wie gesagt: Wer intern für die Eskalation verantwortlich ist, können wir von außen nicht feststellen, aber an deiner Reaktion sehe ich, dass die Strategie des Vorstands aufzugehen scheint. Das ist zwar schade, weil es der ergebnisoffenen Debatte nicht zuträglich ist, aber in der Politik ist das längst gängige Praxis. Von Politik versteht der Vorstand offensichtlich deutlich mehr als der Mitgliederrat, was mich allerdings auch wenig überrascht.
Ach, du, ich kann Kritik schon vertragen, wenn sie tatsächlich stichhaltige Argumente enthält. Die hast du in meinen Augen leider nicht geliefert. Dennoch danke für deinen Beitrag, der es mir ermöglicht meine Gedanken zu präzisieren.
Ich versuche mich kurz zu fassen...
Zitat von Klopa
Da nicht mehr. Ehre ist heutzutage kaum noch relevant in unserer Gesellschaft. Leider ein veraltetes Konzept - schließlich kann man von Ehre nicht leben. Vor allem im Fußball"geschäft" - guck Dir mal an was auf dem Platz mit Fairness los ist. Das ist genau dasselbe Thema. Heutzutage interessiert nur noch Geld (vielleicht ein bisschen überzogen, aber vom Ding her doch wahr). Gerade deswegen ist unser Vorstand noch besonderer, weil sie z.Zt. tatsächlich für die Ehre arbeiten.
Da nicht mehr. Ehre ist heutzutage kaum noch relevant in unserer Gesellschaft. Leider ein veraltetes Konzept - schließlich kann man von Ehre nicht leben. Vor allem im Fußball"geschäft" - guck Dir mal an was auf dem Platz mit Fairness los ist. Das ist genau dasselbe Thema. Heutzutage interessiert nur noch Geld (vielleicht ein bisschen überzogen, aber vom Ding her doch wahr). Gerade deswegen ist unser Vorstand noch besonderer, weil sie z.Zt. tatsächlich für die Ehre arbeiten.
Danke, das ist doch ein wunderbares Argument für - und nicht gegen - das Ehrenamt. Sorgt für ein wenig Fußballromantik im knallharten Geschäft. Für eben dieses (Tages)Geschäft hält im übrigen die Geschäftsführung und nicht der Vorstand "seine Knochen" hin, weshalb dieser auch ein "echtes" Gehalt bekommt, über das wir hier ja nicht diskutieren.
Du wirst mir außerdem zustimmen, dass man von 80.000€ pro Jahr + "Ehre" wohl sehr gut leben kann, zumal die Herren alle ihre Schäfchen im Trockenen haben und über großzügige Nebeneinkünfte verfügen. Ritterbach ist bspw. Geschäftsführer seiner Firma (Verlag und Unternehmensberatung) und in diversen Karnevalsämtern aktiv, um nur einen aus dem Trio zu nennen. Das Vorstandsamt beim Effzeh macht er nicht Hauptberuflich! Auch die Tatsache, dass sie nun entschieden haben, vorerst ehrenamtlich weiter zu machen, sollte deutlich machen, dass sie es eben nicht wegen des Geldes machen und nicht auf das Geld angewiesen sind.
Zitat von Klopa
Davon ab: Natürlich sollte die Vergütung nicht der alleinige Anreiz sein, aber andererseits doch eine angemessene Belohnung für den Job. Genau das ist es nämlich, ein Job. Ein ziemlich ausfüllender (In der Zeit könnte man wohl ein Unternehmergehalt verdienen), mit unglaublicher Verantwortung und mitten in der Öffentlichkeit. Es gibt wohl nicht viele andere Berufe, bei denen man so in den Medien präsent ist ohne für diese zu arbeiten, wie im Fußball. Vergleiche mit dem durchschnittlichen Fan sind daher mMn sinnlos - denn die wenigsten FC-Fans sind für ein Unternehmen mit 100 Mio Umsatz (!) verantwortlich und dabei allzeit im Öffentlichkeitsfokus. Würde unser Vorstand dem FC entsagen und zu einem ähnlich großen Unternehmen in einem "normalen" Geschäftsbereich gehen, würden sie dort Millionen verdienen. Mehrere. Warum sind dann 150k/Jahr/Person zu viel?
Davon ab: Natürlich sollte die Vergütung nicht der alleinige Anreiz sein, aber andererseits doch eine angemessene Belohnung für den Job. Genau das ist es nämlich, ein Job. Ein ziemlich ausfüllender (In der Zeit könnte man wohl ein Unternehmergehalt verdienen), mit unglaublicher Verantwortung und mitten in der Öffentlichkeit. Es gibt wohl nicht viele andere Berufe, bei denen man so in den Medien präsent ist ohne für diese zu arbeiten, wie im Fußball. Vergleiche mit dem durchschnittlichen Fan sind daher mMn sinnlos - denn die wenigsten FC-Fans sind für ein Unternehmen mit 100 Mio Umsatz (!) verantwortlich und dabei allzeit im Öffentlichkeitsfokus. Würde unser Vorstand dem FC entsagen und zu einem ähnlich großen Unternehmen in einem "normalen" Geschäftsbereich gehen, würden sie dort Millionen verdienen. Mehrere. Warum sind dann 150k/Jahr/Person zu viel?
Siehe oben. Es ist eben kein Vollzeitjob, die Herrschaften haben weitere Verpflichtungen (und Einkünfte). Daher müssen sie für ihre repräsentative Arbeit als FC-Vorstand auch kein Gehalt auf DAX-Vorstands-Niveau erhalten, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Was sie in der freien Wirtschaft verdienen könnten ist daher irrelevant. Im Übrigen war Spinner früher im Bayer-Vorstand, hat fürstlich verdient und sich dennoch als Rentner und Privatier bewusst für das Ehrenamt des FC-Präsidenten entschieden, bevor überhaupt über eine Vergütung des Vorstandes diskutiert wurde und schließlich eine Satzungsänderung initiiert wurde.
Zitat von Klopa
Das ist aber nur die Hälfte der Argumentation, bear with me. Der zweite Teil ist kurz und einfach: Ja, wir sind mittlerweile ein 100-Mio-Umsatz Unternehmen. Das sind wir dank unserem Vorstand. Dieser generiert uns hohe Millionenbeträge im Jahr. Im Vergleich zum Vorstand davor, der hohe Millionenbeträge im Jahr rausgehauen hat. Man könnte also sagen, unser Vorstand ist für uns sicherlich einen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr wert. Das sind Beträge, bei denen 450k/Jahr mehr oder weniger nicht mal auffallen.
Das ist aber nur die Hälfte der Argumentation, bear with me. Der zweite Teil ist kurz und einfach: Ja, wir sind mittlerweile ein 100-Mio-Umsatz Unternehmen. Das sind wir dank unserem Vorstand. Dieser generiert uns hohe Millionenbeträge im Jahr. Im Vergleich zum Vorstand davor, der hohe Millionenbeträge im Jahr rausgehauen hat. Man könnte also sagen, unser Vorstand ist für uns sicherlich einen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr wert. Das sind Beträge, bei denen 450k/Jahr mehr oder weniger nicht mal auffallen.
Hier muss ich dir vehement widersprechen. Nicht der Vorstand allein generiert hohe Millionenenbeträge, sondern die Lizenzspielerabteilung (KGaA) inkl. ihrem Vorstand. Insbesondere die hervorragende Arbeit der Geschäftsführung (aber natürlich auch Trainerteam und Spieler) unterschlägst du hier schamlos. Noch einmal: Ich möchte in keinster Weise die hervorragende Arbeit unseres Vorstandes kleinreden und es mag auch sein, dass wir in Sachen Sponsoring und Vermarktung ohne diesen Vorstand mit außergewöhnlichem Vertriebs- und Marketing-Knowhow heute deutlich schlechter da ständen.
Aber nach deine Logik müssten sie konsequenterweise bestbezahlteste "Mitarbeiter" im Unternehmen sein, vor Spielern, Trainern und Geschäftsführung.
Auch fallen 450.000 Euro im Jahr definitiv auf - erst recht unserem Schwaben in der Geschäftsführung. Es gibt immer noch hohe Verbindlichkeiten, auch wenn sich die Lage in den letzten drei Jahren deutlich verbessert hat. Aber es geht mir hier gar nicht um den absoluten Betrag. Das habe ich bereits in meinem vorherigen Post deutlich gemacht.
Zitat von Klopa
Insofern kann es schonmal nichts mit geschäftlichen Gründen zu tun haben dass man auf den 200k besteht, sondern nur mit persönlichen. Vermutlich Neid. Oder Geltungsbedürfnis. Oder oder. Nichts wirklich rationales jedenfalls. Sagst Du ja auch, mit der Ehre und dem Vergleich mit den Mitlgliederlöhnen (vermutlich ist es genau das:"Wäääh ich verdiene aber nicht so viel, dann dürfen die das auch nicht! Schliesslich ist es eine große Ehre mein Vorgesetzter zu sein!").
Insofern kann es schonmal nichts mit geschäftlichen Gründen zu tun haben dass man auf den 200k besteht, sondern nur mit persönlichen. Vermutlich Neid. Oder Geltungsbedürfnis. Oder oder. Nichts wirklich rationales jedenfalls. Sagst Du ja auch, mit der Ehre und dem Vergleich mit den Mitlgliederlöhnen (vermutlich ist es genau das:"Wäääh ich verdiene aber nicht so viel, dann dürfen die das auch nicht! Schliesslich ist es eine große Ehre mein Vorgesetzter zu sein!").
Und genau hier liegt für mich die Widersprüchlichkeit verborgen:
Wenn sie einerseits kein Problem damit haben, den Job ehrenamtlich noch ein Jahr fortzuführen, aber andererseits 80.000 Euro pro Kopf sie in ihrem Ego kränkt, dann stimmt mich das nachdenklich. Das hat überhaupt nichts mit Neid zu tun, sonst müsste ich dem Profifußball sowieso komplett den Rücken kehren. Deine Vermutungen sind mangels Informationen nicht überprüfbar und somit bloße Unterstellung.
Daher könnten wir die Diskussion an dieser Stelle bereits beenden. Denn wir waren alle nicht bei der Sitzung des Gemeinsamen Ausschusses dabei und mir scheint es - da bin ich wieder ganz bei dir - nach Interpretation der Medienberichterstattung, als ginge es in WIrklichkeit nicht um die konkreten Summen, sondern um die persönlichen Befindlichkeiten und Egos der Gremiumsmitglieder (Vorstand und Mitgliederratsvertreter). Inwiefern hier der - in der Vergangenheit häufig "unbequeme" - Müller-Römer eine Rolle spielt, ist für mich aus Köln genauso schwer zu beurteilen wie für dich aus Hamburg.
Nichtsdestotrotz können wir hier wunderbar über die angemessene Höhe der Vergütung des Vorstands diskutieren.
Zitat von Klopa
Und was macht der Vorstand? Er verzichtet einfach weiterhin auf das Gehalt, weil ihm das alles zu blöd ist.
Wer ist jetzt derjenige, der auf Konfrontation geht und dem Verein keinen Gefallen tut?!
Und was macht der Vorstand? Er verzichtet einfach weiterhin auf das Gehalt, weil ihm das alles zu blöd ist.
Wer ist jetzt derjenige, der auf Konfrontation geht und dem Verein keinen Gefallen tut?!

Ein wunderbarer Schachzug, um den Mitgliederrat in der Öffentlichkeit unter Druck zu setzen und die Mitglieder auf die Seite des Vorstands zu ziehen. Wie gesagt: Wer intern für die Eskalation verantwortlich ist, können wir von außen nicht feststellen, aber an deiner Reaktion sehe ich, dass die Strategie des Vorstands aufzugehen scheint. Das ist zwar schade, weil es der ergebnisoffenen Debatte nicht zuträglich ist, aber in der Politik ist das längst gängige Praxis. Von Politik versteht der Vorstand offensichtlich deutlich mehr als der Mitgliederrat, was mich allerdings auch wenig überrascht.
Zitat von Klopa
Anm. der Redaktion: Jegliche Kritik in diesem Artikel gilt dem Mitgliederrat, nicht dem zitierten User.
Anm. der Redaktion: Jegliche Kritik in diesem Artikel gilt dem Mitgliederrat, nicht dem zitierten User.

Ach, du, ich kann Kritik schon vertragen, wenn sie tatsächlich stichhaltige Argumente enthält. Die hast du in meinen Augen leider nicht geliefert. Dennoch danke für deinen Beitrag, der es mir ermöglicht meine Gedanken zu präzisieren.
04.08.2017 - 15:15 Uhr
Die Argumentation von Richartz bei effzeh.com ist in seiner Verlogenheit kaum zu überbieten.
Die Dramatisierung von Spinners Aussagen in den gleichen Kontext zu setzen, wie Beckenbauers Ausführungen zur Sklavenarbeit in Katar, oder besser noch zum Holocaust in den 30/40er Jahren ist eine Farce!
Spinner hat lediglich darauf hingewiesen, dass eine Debatte über Menschenrechtsverletzungen in China im luftleeren Raum nicht möglich ist. Selbstverständlich hat er völlig Recht, dass eine Gesamtbeurteilung über soziale und politische Gegebenheiten in anderen Ländern nicht losgelöst von der vorherrschenden kulturellen und geschichtlichen Prägung geführt werden kann. Mit keinem Wort legitimiert er Menschenrechtsverletzungen vor Ort.
Es ist übrigens nicht das erste Mal dass der Autor mit einem derart polemischen Kommentar auffällt. Scheint also wohl ein stilistisches Hilfsmittel zu sein.
Das Verlogene an dem Kommentar: Vermutlich hat der Autor den Artikel über sein Macbook oder Ipad hochgeladen, in seinen teuren Markensneakers stehend. Alles Made in China. Ob er vor dem Kauf noch eine Protestnote verfasst hat?
Ergo: Populistischer, nach Aufmerksamkeit haschender Kommentar, der die Lesezeit nicht wert war. Sorry für die deutlichen Worte.
Die Dramatisierung von Spinners Aussagen in den gleichen Kontext zu setzen, wie Beckenbauers Ausführungen zur Sklavenarbeit in Katar, oder besser noch zum Holocaust in den 30/40er Jahren ist eine Farce!
Spinner hat lediglich darauf hingewiesen, dass eine Debatte über Menschenrechtsverletzungen in China im luftleeren Raum nicht möglich ist. Selbstverständlich hat er völlig Recht, dass eine Gesamtbeurteilung über soziale und politische Gegebenheiten in anderen Ländern nicht losgelöst von der vorherrschenden kulturellen und geschichtlichen Prägung geführt werden kann. Mit keinem Wort legitimiert er Menschenrechtsverletzungen vor Ort.
Es ist übrigens nicht das erste Mal dass der Autor mit einem derart polemischen Kommentar auffällt. Scheint also wohl ein stilistisches Hilfsmittel zu sein.
Das Verlogene an dem Kommentar: Vermutlich hat der Autor den Artikel über sein Macbook oder Ipad hochgeladen, in seinen teuren Markensneakers stehend. Alles Made in China. Ob er vor dem Kauf noch eine Protestnote verfasst hat?
Ergo: Populistischer, nach Aufmerksamkeit haschender Kommentar, der die Lesezeit nicht wert war. Sorry für die deutlichen Worte.
04.08.2017 - 16:35 Uhr
Zitat von rhing_no1
Über Fakten braucht es keine Diskussion!
Über Fakten braucht es keine Diskussion!
Zitat von rhing_no1
Herr Spinner ist persönlich zu weit gegangen, allein der Kontext der beiden aufeinanderfolgenden Fragen zeigt das. Wie schon geschrieben hatte er 2 gute Möglichkeiten, klar und deutlich der Realität ins Auge zu sehen und dies auch zu kommunizieren, oder einfach die Frage zu schieben/streichen.
Herr Spinner ist persönlich zu weit gegangen, allein der Kontext der beiden aufeinanderfolgenden Fragen zeigt das. Wie schon geschrieben hatte er 2 gute Möglichkeiten, klar und deutlich der Realität ins Auge zu sehen und dies auch zu kommunizieren, oder einfach die Frage zu schieben/streichen.
Ich erlaube mir mal, den zweiten Teil des Zitates im Sinne des ersten Teils zu korrigieren. Groß geschriebene Passagen sind geändert:
"Herr Spinner ist MEINER ANSICHT NACH persönlich zu weit gegangen, allein der Kontext der beiden aufeinanderfolgenden Fragen zeigt das SO WIE ICH DAS VERSTEHE. Wie schon geschrieben SEHE ICH PERSÖNLICH NUR 2 gute Möglichkeiten, klar und deutlich der Realität ins Auge zu sehen und dies auch zu kommunizieren, oder einfach die Frage zu schieben/streichen."
In der Form wäre dein Text okay und das Wort 'Fakten' in Ordnung. Ansonsten ist es nur nerviges moralisieren.
04.08.2017 - 22:00 Uhr
Für Menschenrechte zu argumentieren, das kann nicht anstrengend genug sein. Was Spinner macht, das ist ja eher das Gegenteil -er bezieht nicht gegen die Verletzung der Menschenrechte in China Stellung, sondern sagt, dass man Asien dazu eben kennen und verstehen müsse (Was mich auch etwas ärgert, wenn Spinner sagt, dass die meisten eh keine Ahnung haben).
Ich bin auch etwas schockiert von den Aussagen Spinners. Wie er es sagt, das ist ungeschickt. Auch wenn er sich hier als Politiker versucht, so gelingt das nicht. Menschenrechte sind nicht zu diskutieren.
Andererseits könnte man natürlich auch argumentieren, dass jeder, der Produkte aus China kauft indirekt ein Unrechtsregime unterstützt. Das sind wir dann alle.
Es gibt also zwei Dinge, die man diskutieren kann: Menschenrechte in China und Spinners Aussagen.
Das Erste empfinden wir alle als Unrecht. Kaufen wir dennoch Produkte aus China: Ja. Haben wir genau damit China stark gemacht ? Sicher. Haben wir uns beim Kauf unseres letzten Flat-TVs Gedanken gemacht, dass dieser in einem Land hergestellt wurde, das keinen freien Zugang zum Internet erlaubt und das Regierungskritiker einsperrt ? Vermutlich eher nicht.
Das Zweite kann entstehen aus Spinners globaler Sicht-und Denkweise, aus jahrelanger Erfahrung mit der chinesischen Wirtschaft und vielleicht auch aus den daraus folgenden Rechtfertigungsversuchen eben dieser Geschäfte. Es kann sogar seine Meinung sein, dann teile ich die nicht.
Was ich blöd finde, nein unnötig in unserer Situation finde ich, dass er diese Aussagen in einem Interview in seiner Funktion als Präsident des FCs trifft. Ich habe den ersten Teil des Interviews sehr gelobt (von dem alle anderen User meinte, dass es inhaltsleer wäre), den zweiten Teil finde ich für den Präsidenten meines 1.FC Köln, bei dem ich Mitglied bin, unpassend. Wie gesagt: Wenn es seine Meinung ist, dann teile ich sie nicht. Aber ich boykottiere auch keine chinesischen Produkte. Aber beides hat nicht unbedingt etwas mit Fussball zu tun.
Ich bin auch etwas schockiert von den Aussagen Spinners. Wie er es sagt, das ist ungeschickt. Auch wenn er sich hier als Politiker versucht, so gelingt das nicht. Menschenrechte sind nicht zu diskutieren.
Andererseits könnte man natürlich auch argumentieren, dass jeder, der Produkte aus China kauft indirekt ein Unrechtsregime unterstützt. Das sind wir dann alle.
Es gibt also zwei Dinge, die man diskutieren kann: Menschenrechte in China und Spinners Aussagen.
Das Erste empfinden wir alle als Unrecht. Kaufen wir dennoch Produkte aus China: Ja. Haben wir genau damit China stark gemacht ? Sicher. Haben wir uns beim Kauf unseres letzten Flat-TVs Gedanken gemacht, dass dieser in einem Land hergestellt wurde, das keinen freien Zugang zum Internet erlaubt und das Regierungskritiker einsperrt ? Vermutlich eher nicht.
Das Zweite kann entstehen aus Spinners globaler Sicht-und Denkweise, aus jahrelanger Erfahrung mit der chinesischen Wirtschaft und vielleicht auch aus den daraus folgenden Rechtfertigungsversuchen eben dieser Geschäfte. Es kann sogar seine Meinung sein, dann teile ich die nicht.
Was ich blöd finde, nein unnötig in unserer Situation finde ich, dass er diese Aussagen in einem Interview in seiner Funktion als Präsident des FCs trifft. Ich habe den ersten Teil des Interviews sehr gelobt (von dem alle anderen User meinte, dass es inhaltsleer wäre), den zweiten Teil finde ich für den Präsidenten meines 1.FC Köln, bei dem ich Mitglied bin, unpassend. Wie gesagt: Wenn es seine Meinung ist, dann teile ich sie nicht. Aber ich boykottiere auch keine chinesischen Produkte. Aber beides hat nicht unbedingt etwas mit Fussball zu tun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von zettikowski am 04.08.2017 um 22:01 Uhr bearbeitet
05.08.2017 - 12:26 Uhr
Zitat von Andreas79
Ich finde die Fragestellungen sehr hinterhältig. Klar gibt es dort Menschenrechtsverletzungen, doch wenn es danach geht müsste das Rad der Globalisierung auf Nachkriegszeitniveau bis Ende 80er Jahre zurück geschraubt werden.
Es wird nicht hinterfragt, woher wir unsere Lebensmittelrohstoffe her bekommen, seltene Erden, Rohöl, Gas u.s.w.
Auch eine kritische Haltung zu Sponsoren, wie Gazprom, Fly Emirates, werden nicht hinterfragt.
Trainingslager in Katar oder überhaupt im Nahen Osten werden abgehalten, doch Kritik an diese Vereine gibt es keine.
Doch jetzt hat der FC einen guten Präsidenten und dieser äußert sich vorsichtig zu politischen Lage in anderen Ländern und schon steht er am Pranger?
Manche Leute sind für mich nicht zu verstehen.
Ich finde die Fragestellungen sehr hinterhältig. Klar gibt es dort Menschenrechtsverletzungen, doch wenn es danach geht müsste das Rad der Globalisierung auf Nachkriegszeitniveau bis Ende 80er Jahre zurück geschraubt werden.
Es wird nicht hinterfragt, woher wir unsere Lebensmittelrohstoffe her bekommen, seltene Erden, Rohöl, Gas u.s.w.
Auch eine kritische Haltung zu Sponsoren, wie Gazprom, Fly Emirates, werden nicht hinterfragt.
Trainingslager in Katar oder überhaupt im Nahen Osten werden abgehalten, doch Kritik an diese Vereine gibt es keine.
Doch jetzt hat der FC einen guten Präsidenten und dieser äußert sich vorsichtig zu politischen Lage in anderen Ländern und schon steht er am Pranger?
Manche Leute sind für mich nicht zu verstehen.
Zunächst finde ich diese Diskussion gut und wichtig und Dein Beitrag ist gut, wenn ich ihm auch nicht zustimme.
Ich bestreite nicht, dass der FC einen guten Präsidenten hat. Das heisst aber nicht, dass ich jede Meinung von ihm teilen muss und das wiederum heisst für mich, dass er seine persönlichen Meinungen nicht unbedingt als Präsident des FC mitteilen muss. Ich stelle Spinner nicht an den Pranger, aber Menschenrechte sind ein ernstes Thema.
04.12.2017 - 10:13 Uhr
Betreffs eures Ex-Trainers würde ich mich als langjähriger Freiburg-Fan auch mal über die Entlassung äußern:
Ich finde, dass wir Freiburger derzeit irgendwie für jeden Bundesliga-Verein eine Art Vorbild für Vereinsführung und Verhältnis Trainer/Vorstand sind. Bei jedem anderen Verein, der unten drin steckt, wäre Streich in einer ähnlichen Situation wie bei euch in Köln mit großer Sicherheit entlassen worden, egal wieviel er mit der Mannschaft erreicht hätte. Hier weiß man einfach, was man an ihm als Trainer hat, menschlich, taktisch und sportlich! Ich habe schon drei Spieler des SC Freiburg, Vincent Sierro, Karim Guédé und Christian Günter, im Rahmen meiner Studizeitung vom SC interviewen dürfen und alle haben gesagt, dass er menschlich der beste Trainer ist, den sie je hatten. Allein dies zeigt schon, wieviel Wertschätzung und Rückendeckung er Tag für Tag von Saier/Hartenbach bekommt und in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten kann.
Die Kölner Vereinsführung sollte sich wirklich dafür schämen und, wie sie es vor ein paar Tagen noch so schön betont haben, am Modell Streich ein Vorbild nehmen. Es ist beschämend, einen solch guten und sympathischen Trainer wie Stöger es ist, zu feuern. Er hat in den vier Jahren das geschafft, was wenige Trainer in Köln schaffen: Ruhe in den Verein zu bringen. Er wird der BuLi mit seiner Art sehr fehlen! Allein die Aussage von Streich, dass Stöger viel cooler wie er sei, sagt alles, wie sympathisch Stöger ist. Trotz allem hoffe ich, dass ihr noch irgendwie die Kurve bekommt und am Ende vor Bremen und Hamburg auf Platz 16 landet, denn ihr seid mir einfach schon immer sympathisch gewesen!
Liebe Grüße aus Freiburg
@philippSCF
Ich finde, dass wir Freiburger derzeit irgendwie für jeden Bundesliga-Verein eine Art Vorbild für Vereinsführung und Verhältnis Trainer/Vorstand sind. Bei jedem anderen Verein, der unten drin steckt, wäre Streich in einer ähnlichen Situation wie bei euch in Köln mit großer Sicherheit entlassen worden, egal wieviel er mit der Mannschaft erreicht hätte. Hier weiß man einfach, was man an ihm als Trainer hat, menschlich, taktisch und sportlich! Ich habe schon drei Spieler des SC Freiburg, Vincent Sierro, Karim Guédé und Christian Günter, im Rahmen meiner Studizeitung vom SC interviewen dürfen und alle haben gesagt, dass er menschlich der beste Trainer ist, den sie je hatten. Allein dies zeigt schon, wieviel Wertschätzung und Rückendeckung er Tag für Tag von Saier/Hartenbach bekommt und in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten kann.
Die Kölner Vereinsführung sollte sich wirklich dafür schämen und, wie sie es vor ein paar Tagen noch so schön betont haben, am Modell Streich ein Vorbild nehmen. Es ist beschämend, einen solch guten und sympathischen Trainer wie Stöger es ist, zu feuern. Er hat in den vier Jahren das geschafft, was wenige Trainer in Köln schaffen: Ruhe in den Verein zu bringen. Er wird der BuLi mit seiner Art sehr fehlen! Allein die Aussage von Streich, dass Stöger viel cooler wie er sei, sagt alles, wie sympathisch Stöger ist. Trotz allem hoffe ich, dass ihr noch irgendwie die Kurve bekommt und am Ende vor Bremen und Hamburg auf Platz 16 landet, denn ihr seid mir einfach schon immer sympathisch gewesen!
Liebe Grüße aus Freiburg
@philippSCF
04.12.2017 - 14:27 Uhr
Zitat von philippSCF
Betreffs eures Ex-Trainers würde ich mich als langjähriger Freiburg-Fan auch mal über die Entlassung äußern:
Ich finde, dass wir Freiburger derzeit irgendwie für jeden Bundesliga-Verein eine Art Vorbild für Vereinsführung und Verhältnis Trainer/Vorstand sind. Bei jedem anderen Verein, der unten drin steckt, wäre Streich in einer ähnlichen Situation wie bei euch in Köln mit großer Sicherheit entlassen worden, egal wieviel er mit der Mannschaft erreicht hätte. Hier weiß man einfach, was man an ihm als Trainer hat, menschlich, taktisch und sportlich! Ich habe schon drei Spieler des SC Freiburg, Vincent Sierro, Karim Guédé und Christian Günter, im Rahmen meiner Studizeitung vom SC interviewen dürfen und alle haben gesagt, dass er menschlich der beste Trainer ist, den sie je hatten. Allein dies zeigt schon, wieviel Wertschätzung und Rückendeckung er Tag für Tag von Saier/Hartenbach bekommt und in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten kann.
Die Kölner Vereinsführung sollte sich wirklich dafür schämen und, wie sie es vor ein paar Tagen noch so schön betont haben, am Modell Streich ein Vorbild nehmen. Es ist beschämend, einen solch guten und sympathischen Trainer wie Stöger es ist, zu feuern. Er hat in den vier Jahren das geschafft, was wenige Trainer in Köln schaffen: Ruhe in den Verein zu bringen. Er wird der BuLi mit seiner Art sehr fehlen! Allein die Aussage von Streich, dass Stöger viel cooler wie er sei, sagt alles, wie sympathisch Stöger ist. Trotz allem hoffe ich, dass ihr noch irgendwie die Kurve bekommt und am Ende vor Bremen und Hamburg auf Platz 16 landet, denn ihr seid mir einfach schon immer sympathisch gewesen!
Liebe Grüße aus Freiburg
@philippSCF
Betreffs eures Ex-Trainers würde ich mich als langjähriger Freiburg-Fan auch mal über die Entlassung äußern:
Ich finde, dass wir Freiburger derzeit irgendwie für jeden Bundesliga-Verein eine Art Vorbild für Vereinsführung und Verhältnis Trainer/Vorstand sind. Bei jedem anderen Verein, der unten drin steckt, wäre Streich in einer ähnlichen Situation wie bei euch in Köln mit großer Sicherheit entlassen worden, egal wieviel er mit der Mannschaft erreicht hätte. Hier weiß man einfach, was man an ihm als Trainer hat, menschlich, taktisch und sportlich! Ich habe schon drei Spieler des SC Freiburg, Vincent Sierro, Karim Guédé und Christian Günter, im Rahmen meiner Studizeitung vom SC interviewen dürfen und alle haben gesagt, dass er menschlich der beste Trainer ist, den sie je hatten. Allein dies zeigt schon, wieviel Wertschätzung und Rückendeckung er Tag für Tag von Saier/Hartenbach bekommt und in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten kann.
Die Kölner Vereinsführung sollte sich wirklich dafür schämen und, wie sie es vor ein paar Tagen noch so schön betont haben, am Modell Streich ein Vorbild nehmen. Es ist beschämend, einen solch guten und sympathischen Trainer wie Stöger es ist, zu feuern. Er hat in den vier Jahren das geschafft, was wenige Trainer in Köln schaffen: Ruhe in den Verein zu bringen. Er wird der BuLi mit seiner Art sehr fehlen! Allein die Aussage von Streich, dass Stöger viel cooler wie er sei, sagt alles, wie sympathisch Stöger ist. Trotz allem hoffe ich, dass ihr noch irgendwie die Kurve bekommt und am Ende vor Bremen und Hamburg auf Platz 16 landet, denn ihr seid mir einfach schon immer sympathisch gewesen!
Liebe Grüße aus Freiburg
@philippSCF
Und das Beispiel Borussia Dortmund hat gezeigt, dass es nach einer Weile neue Impulse und Weiterentwicklung braucht, um nicht im sportlichen Wettbewerb zu ermatten.
Stöger wurde für seine menschliche Führung wertgeschätzt und das habe ich befürwortet. Aber ich möchte hier nochmal das Beispiel von einem Jojic bringen, der gegen Hertha bei Rückstand in der eigenen Hälfte mehrfach mit der Hacke dem Gegner den Ball zuspielt.
Es ist eine schwierige Situation die Mannschaft nach so vielen Rückschlägen Woche für Woche aufs neue zu motivieren. Aber bei manchen Kandidaten fehlt mir etwas das Verständnis. Das gilt z.B. für einen Osako gegen Schalke oder auch für einen Rausch, der immer wieder und immer wieder Abseitspositionen aufhebt und so Tore verschuldet.
Ich denke mit Schrecken an die Zeiten zurück wo die Proleten aus der Süd einen Spieler wie Pezzoni terrorisiert haben. Das will ich auf keinen Fall zurück. Aber ich habe leider ein wenig das Gefühl, dass man mit der Ruhe und Wohlfühlatmosphäre etwas zu großzügig geworden ist intern. Das hat sich nicht zuletzt auch darin geäußert, keine Spieler abgeben zu wollen. Bei einigen Spielern wie Jojic oder Olkowski hält man sich an einzelnen Spielen fest und fantasiert von einem Potenzial, das diese Spieler letztlich nur äußerst selten und situativ erkennen lassen. Im Fußballgeschäft gehört es dazu den Kader zu optimieren und sich sportlich weiterzuentwickeln - auch mit der Konsequenz sich von netten, sympathischen Kerlen trennen zu müssen. Man braucht sich ja nicht der Illusion hingeben, dass nur unsere Spieler nette Jungs wären. Für mich war z.B. früh absehbar, dass Coke auf Schalke dem Trainerwechsel zum Opfer fallen würde. Man hätte hier noch recht lange die Möglichkeit gehabt einen Schritt nach vorne zu gehen auf der Position der rechten Verteidigung.
Diese Vernachlässigung der Weiterentwicklung kann man nicht Schmadtke allein in die Schuhe schieben, ich sehe hier im Gegenteil eher das Versäumnis von Stöger, der "seine Jungs" als Truppe zusammenhalten wollte. Sicher ein ehrbarer Ansatz - aber offenkundig ohne sportlichen Erfolg. Und für diesen Erfolg wurde Spinner gewählt, daher das Handeln. Darüber hinaus ist zu betonen, dass die Trennung mehr oder weniger einvernehmlich geschehen ist und Stöger nicht zur Persona non grata degradiert wurde. Stöger wollte die Garantie, die der Vorstand ihn bei dem Leistungsstand nunmal nicht aussprechen kann.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.




