Was für ein Zukunftskonzept hat Sechzig 2.0 ?
04.01.2016 - 15:27 Uhr
Was möchte ich?
Ich schätze seit Jahren diese Community hier. Mal mehr, mal weniger, aber wenn ich dieses Forum mit anderen vergleiche oder mit den Kommentarfunktionieren von Blogs, Zeitungen oder sozialen Netzwerken, so kann man durchaus davon sprechen, dass hier am ehesten Sachlichkeit und konstruktive Kommunikation gelebt wird. Ich denke, dafür steht dieses Forum auch irgendwo seit Jahren und wird auch in der Fangemeinde sowie von der Presse auch genutzt.
Im Endeffekt wünsche ich mir ein aussagekräftiges Ergebnis. Aussagekräftig in dem Sinne, dass jeder TM-Löwenforum-User hier eine Stimme abgibt und auch kurz seine Beweggründe erklärt. Gerne auch mit der ein oder anderen Diskussion, aber darauf abzielend, dass man ein Ergebnis findet, dass widerspiegelt, wie die -sachliche TM-Gemeinde- über die kurzfristige Zukunft des Vereins in der Mehrheit denkt. Aus diesem Grund habe ich auch diesen Threadnamen gewählt um irgendwo anzuschließen, weil genau darum geht es ja. Es geht im Grunde vielleicht nicht um ein Konzept, aber um eine Entscheidung, was wollen die Leute, was wollen die Mitglieder, mit was können die Mitglieder leben.
Ich will mich und die Diskussion hierbei auch von sportlichen und somit nicht beeinflussbaren Faktoren lossagen, weswegen den ein oder anderen die selbst gewünschte Auswahloption fehlt bsp. der explizit genannte möglichen Verbleib in der aktuellen Spielklasse. Mir geht es einzig und allein um Ismaik, um das Investorenmodell bei 60 und um die weitere Zukunft bzgl. der Anteile.
Ich wünsche mir darüberhinaus, dass die Formulierung der Auswahloptionen nicht auseinandergenommen werden. Wir haben nicht viel Einfluss, mir geht es rein um eure Vorstellung und euren Wunsch, ohne jetzt hier Wahrscheinlichkeiten auszuloten oder diese Entscheidungen beeinflussen zu können, da sie erstmal Ismaik und dann dem Verein obliegen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dreijahresplan am 04.01.2016 um 15:34 Uhr bearbeitet
04.01.2016 - 16:06 Uhr
Sollte die Überschrift nicht eher "Was für ein Zukunftskonzept sollte Sechzig haben?" heissen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fredclever77 am 04.01.2016 um 16:06 Uhr bearbeitet
04.01.2016 - 17:00 Uhr
Option 2 können wir (also der eV) nicht beeinflussen. Von daher kann es kein Konzept des Vereins sein.
Und Option 3 ist nur teilrealistisch. Natürlich kann man die Zusammenarbeit beenden. Aber daraus folgt noch lange keine automatische Insolvenz. Da hat der Mehrheitsgesellschafter immer noch ein Wörtchen mitzureden.
Und eine mutwillig herbeigeführte Insolvenz ist ein Straftatbestand, für den die Geschäftsführer und über die Geschäftsführungs GmbH auch das Vereinspräsidium persönlich haftbar gemacht werden.
Das einzige Konzept kann nur darin bestehen sich mit Ismaik gütlich zu einigen, auf was auch immer, oder darauf zu warten, dass er endgültig die Lust verliert.
Und Option 3 ist nur teilrealistisch. Natürlich kann man die Zusammenarbeit beenden. Aber daraus folgt noch lange keine automatische Insolvenz. Da hat der Mehrheitsgesellschafter immer noch ein Wörtchen mitzureden.
Und eine mutwillig herbeigeführte Insolvenz ist ein Straftatbestand, für den die Geschäftsführer und über die Geschäftsführungs GmbH auch das Vereinspräsidium persönlich haftbar gemacht werden.
Das einzige Konzept kann nur darin bestehen sich mit Ismaik gütlich zu einigen, auf was auch immer, oder darauf zu warten, dass er endgültig die Lust verliert.
04.01.2016 - 17:05 Uhr
Ich würde ja ganz gerne über sportliche Zukunftskonzepte sprechen, aber das fällt aktuell wohl flach...
Der Punkt Neuanfang außerhalb des Profifußballs ist mir ehrlich gesagt etwas zu idealistisch. Wenns so einfach ginge, dass man dort bei Null anfängt und sich was Neues aufbaut, dann würde ich es vielleicht nehmen, aber da glaube ich nicht dran. Das wäre wohl in erster Linie ein vollkommen übereiltes Verfahren (für die Umstrukturierung von 2.Liga-Mannschaft auf Regionalligamannschaft bliebe wohl nur maximal 1 Monat) und somit eigentlich zum Scheitern verurteilt. Für einen Neuanfang bräuchte man ein gewisses Maß an Zeit und das hätten wir nicht. Vielmehr würde wahrscheinlich alles im Chaos versinken...
Für mich muss der Verbleib im Profifußball oberste Priorität haben. Freiwillig würde ich mich nicht den Gang in die 4. Liga stürzen, nur wenn alles andere keine Option mehr ist.
Für mich bleibt eigentlich nur abzuwarten, was mit Ismaik passiert. Einen Verkauf der Anteile können wir sowieso nicht beeinflussen.
Der Punkt Neuanfang außerhalb des Profifußballs ist mir ehrlich gesagt etwas zu idealistisch. Wenns so einfach ginge, dass man dort bei Null anfängt und sich was Neues aufbaut, dann würde ich es vielleicht nehmen, aber da glaube ich nicht dran. Das wäre wohl in erster Linie ein vollkommen übereiltes Verfahren (für die Umstrukturierung von 2.Liga-Mannschaft auf Regionalligamannschaft bliebe wohl nur maximal 1 Monat) und somit eigentlich zum Scheitern verurteilt. Für einen Neuanfang bräuchte man ein gewisses Maß an Zeit und das hätten wir nicht. Vielmehr würde wahrscheinlich alles im Chaos versinken...
Für mich muss der Verbleib im Profifußball oberste Priorität haben. Freiwillig würde ich mich nicht den Gang in die 4. Liga stürzen, nur wenn alles andere keine Option mehr ist.
Für mich bleibt eigentlich nur abzuwarten, was mit Ismaik passiert. Einen Verkauf der Anteile können wir sowieso nicht beeinflussen.
04.01.2016 - 17:10 Uhr
Doch noch was zum Sportlichen:
Rein sportlich haben wir mMn nach wie vor eine Perspektive. Man muss nur schauen, was da wieder für ein geiler U19-Jahrgang nachkommt.
Das + fähige sportliche Verantwortliche + einigermaßen finanzielle Sicherheit (sprich keine Talente verkaufen müssen) würde für ich schon reichen, dass da in 1-2 Jahren was richtig Gutes entsteht.
Aber wie gesagt, derzeit stellen sich Fragen zum sportlichen Konzept eher weniger, sondern eher wie überleben wir das nächste halbe Jahr...
Rein sportlich haben wir mMn nach wie vor eine Perspektive. Man muss nur schauen, was da wieder für ein geiler U19-Jahrgang nachkommt.
Das + fähige sportliche Verantwortliche + einigermaßen finanzielle Sicherheit (sprich keine Talente verkaufen müssen) würde für ich schon reichen, dass da in 1-2 Jahren was richtig Gutes entsteht.
Aber wie gesagt, derzeit stellen sich Fragen zum sportlichen Konzept eher weniger, sondern eher wie überleben wir das nächste halbe Jahr...
04.01.2016 - 20:25 Uhr
Dass Du den Thread schon vor Jahren eröffnet hast und dieser aktueller denn je ist, zeugt schon von Weitblick.
Allerdings gebe ich Leo Nero recht, dass aus den von ihm dargestellten Gründen die Optionen 2 und 3 nicht wirklich praktikable Optionen des Vereins oder der GF der KG sind.
Dennoch blieben schon noch Differenzierungen in den Optionen übrig. Und man kann die Optionen auch noch in die Dimensionen "Haltung gegenüber Ismaik" und "Haltung zu Ligazugehörigkeit/Stadion" auffächern, wobei beide Dimensionen natürlich nicht ganz unabhängig voneinander sind.
Bei der Haltung gegenüber Ismaik würde ich 3 Optionen unterscheiden:
1. Keine schmerzhaften Einschnitte und darauf bauen, dass Ismaik die Defizite in seinem eigenen Interesse ausgleichen wird (Im Großen und Ganzen also Weitermachen wie bisher).
2. Einige proaktive schmerzhafte Einschnitte, die nicht zwingend die Ligazugehörigkeit gefährden müssen (NLZ, Geschäftsstelle, Regionalliga-Mannschaft, Kaderkosten, Abgang von ein oder zwei Spielern, die akzeptable Ablöse bringen). Einerseits ein Zugeständnis an Ismaik, andererseits ein erster Schritt zu mehr Autonomie.
3. Radikaler Sparkurs, bei dem man keine weiteren Darlehen von Ismaik mehr akzeptiert (Ismaik kann die KG dann immer noch durch Eigenkapital gegen Genussscheine unterstützen, nur dann würde man die Sparmaßnahmen zurückfahren). Echte Unabhänigigkeit, weil man im Zweifel versucht, auch ohne Gelder des Investors eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen.
Auf der zweiten Dimension, also Haltung zu Ligazugehörigkeit/Stadion würde ich wiederum 3 Optionen unterscheiden, wobei die Option 4 auch in Kombination mit 5 oder 6 gewählt werden könnte:
4. Bewahrung der Chance auf Klassenerhalt in Liga 2 durch diverse Neuverpflichtungen, sofern Ismaik dafür neue Darlehen (also weiteres Fremdkapital) gibt.
5. Im Falle eines Abstiegs: Hinwirken auf eine Lizenzerteilung in Liga 3, auch wenn davon auszugehen ist, dass weiter in der AA gespielt werden muss.
6. Im Falle eines Abstiegs: Im Rahmen eines radikalen Sparkurses (Vereinsseitig: Ablehnung weiterer Darlehen) Hinwirken auf einen Lizenzentzug für Liga 3 und Spielberechtigung für die Regionalliga im GWS (Vorausgesetzt, die Verträge für die AA sind hier nicht mehr gültig, wie dies im Ismaik-Thread von Fundi ausgeführt wurde).
Meine persönliche Meinung zu den beiden Dimensionen:
Die klarste Meinung habe ich bei der Frage Ligazugehörigkeit: falls wir absteigen sollten, würde ich in jedem Fall die Regionalliga im GWS der 3.Liga in der AA vorziehen (falls wir in Liga 3 also nicht aus den Arena-Verträgen kommen sollten, wie von Rejek ja schon angedeutet): und zwar sowohl athmosphärisch, als auch im Hinblick auf wirtschaftliche Erwägungen.
Die größte Gefahr sehe ich allerdings im Regionalliga-Szenario, wenn dieses mit einer KG-Insolvenz verknüpft wäre. Bei meinem jetzigen Kenntnisstand gehe ich davon aus, dass Ismaik dann vermutlich kostenlos an den Großteil der vom Verein noch gehaltenen KG-Anteile kommen würde (wie im Ismaik-Thread dargestellt). Der Gefahr einer KG-Insolvenz könnte man - falls Ismaik juristisch für sich geklärt hat, dass diese für ihn Vorteile bringt - nur durch einen radikalen Sparkurs schon jetzt begegnen (wenn überhaupt), womit meine bevorzugte Option in der ersten Dimension beschrieben wäre. Mindestens wäre auch von Vereinsseite juristisch zu prüfen, wie realistisch das beschriebene Szenario des Anteilserwerbs aus der Insolvenzmasse ist.
Anders würde es sich darstellen, falls Ismaik seine Anteile noch in dieser Saison verkauft, dann könnte man es wohl wieder mit dem Versuch einer Zusammenarbeit mit dem neuen Investor versuchen und die Prioritäten würden sich verschieben (ggf. also neue Abhängigkeiten wegen der Höhergewichtung sportlicher Ziele).
Leider ziemlich komplex, angesichts der vielen Unwägbarkeiten. Ich fürchte, mit den bestehenden 3 Optionen in der Threaderöffnung könnten wir nur "Wünsche" der Fans abbilden, aber keine "praktikablen Konzepte". Da ich es persönlich interessanter finde, wenn Wünsche sich auf unterscheidbare und praktikable Konzepte beziehen, habe ich jetzt doch meine Optionen aufgeführt, auch wenn ich mich gleich dafür entschuldigen möchte, dass ich damit dem Wunsch, die Optionen nicht zu zerpflücken, nicht nachgekommen bin.
Allerdings gebe ich Leo Nero recht, dass aus den von ihm dargestellten Gründen die Optionen 2 und 3 nicht wirklich praktikable Optionen des Vereins oder der GF der KG sind.
Dennoch blieben schon noch Differenzierungen in den Optionen übrig. Und man kann die Optionen auch noch in die Dimensionen "Haltung gegenüber Ismaik" und "Haltung zu Ligazugehörigkeit/Stadion" auffächern, wobei beide Dimensionen natürlich nicht ganz unabhängig voneinander sind.
Bei der Haltung gegenüber Ismaik würde ich 3 Optionen unterscheiden:
1. Keine schmerzhaften Einschnitte und darauf bauen, dass Ismaik die Defizite in seinem eigenen Interesse ausgleichen wird (Im Großen und Ganzen also Weitermachen wie bisher).
2. Einige proaktive schmerzhafte Einschnitte, die nicht zwingend die Ligazugehörigkeit gefährden müssen (NLZ, Geschäftsstelle, Regionalliga-Mannschaft, Kaderkosten, Abgang von ein oder zwei Spielern, die akzeptable Ablöse bringen). Einerseits ein Zugeständnis an Ismaik, andererseits ein erster Schritt zu mehr Autonomie.
3. Radikaler Sparkurs, bei dem man keine weiteren Darlehen von Ismaik mehr akzeptiert (Ismaik kann die KG dann immer noch durch Eigenkapital gegen Genussscheine unterstützen, nur dann würde man die Sparmaßnahmen zurückfahren). Echte Unabhänigigkeit, weil man im Zweifel versucht, auch ohne Gelder des Investors eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen.
Auf der zweiten Dimension, also Haltung zu Ligazugehörigkeit/Stadion würde ich wiederum 3 Optionen unterscheiden, wobei die Option 4 auch in Kombination mit 5 oder 6 gewählt werden könnte:
4. Bewahrung der Chance auf Klassenerhalt in Liga 2 durch diverse Neuverpflichtungen, sofern Ismaik dafür neue Darlehen (also weiteres Fremdkapital) gibt.
5. Im Falle eines Abstiegs: Hinwirken auf eine Lizenzerteilung in Liga 3, auch wenn davon auszugehen ist, dass weiter in der AA gespielt werden muss.
6. Im Falle eines Abstiegs: Im Rahmen eines radikalen Sparkurses (Vereinsseitig: Ablehnung weiterer Darlehen) Hinwirken auf einen Lizenzentzug für Liga 3 und Spielberechtigung für die Regionalliga im GWS (Vorausgesetzt, die Verträge für die AA sind hier nicht mehr gültig, wie dies im Ismaik-Thread von Fundi ausgeführt wurde).
Meine persönliche Meinung zu den beiden Dimensionen:
Die klarste Meinung habe ich bei der Frage Ligazugehörigkeit: falls wir absteigen sollten, würde ich in jedem Fall die Regionalliga im GWS der 3.Liga in der AA vorziehen (falls wir in Liga 3 also nicht aus den Arena-Verträgen kommen sollten, wie von Rejek ja schon angedeutet): und zwar sowohl athmosphärisch, als auch im Hinblick auf wirtschaftliche Erwägungen.
Die größte Gefahr sehe ich allerdings im Regionalliga-Szenario, wenn dieses mit einer KG-Insolvenz verknüpft wäre. Bei meinem jetzigen Kenntnisstand gehe ich davon aus, dass Ismaik dann vermutlich kostenlos an den Großteil der vom Verein noch gehaltenen KG-Anteile kommen würde (wie im Ismaik-Thread dargestellt). Der Gefahr einer KG-Insolvenz könnte man - falls Ismaik juristisch für sich geklärt hat, dass diese für ihn Vorteile bringt - nur durch einen radikalen Sparkurs schon jetzt begegnen (wenn überhaupt), womit meine bevorzugte Option in der ersten Dimension beschrieben wäre. Mindestens wäre auch von Vereinsseite juristisch zu prüfen, wie realistisch das beschriebene Szenario des Anteilserwerbs aus der Insolvenzmasse ist.
Anders würde es sich darstellen, falls Ismaik seine Anteile noch in dieser Saison verkauft, dann könnte man es wohl wieder mit dem Versuch einer Zusammenarbeit mit dem neuen Investor versuchen und die Prioritäten würden sich verschieben (ggf. also neue Abhängigkeiten wegen der Höhergewichtung sportlicher Ziele).
Leider ziemlich komplex, angesichts der vielen Unwägbarkeiten. Ich fürchte, mit den bestehenden 3 Optionen in der Threaderöffnung könnten wir nur "Wünsche" der Fans abbilden, aber keine "praktikablen Konzepte". Da ich es persönlich interessanter finde, wenn Wünsche sich auf unterscheidbare und praktikable Konzepte beziehen, habe ich jetzt doch meine Optionen aufgeführt, auch wenn ich mich gleich dafür entschuldigen möchte, dass ich damit dem Wunsch, die Optionen nicht zu zerpflücken, nicht nachgekommen bin.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hanse-Loewe am 04.01.2016 um 20:38 Uhr bearbeitet
08.01.2016 - 06:45 Uhr
Konnte aus Termingründen
Deinen post nur überfliegen. Hoffe halt, daß sich mein Horroszenario nicht verwirklicht und wir bis zur verspäteten Einigung, mal wieder handlungsunfähig sind. Kreuzer schmeißt hin und wir gehen pleite.(Rudimentär ausgedrückt
)
Ein Rumkrebsen durch die RL-Aufstiegsrunden, wie damals in der BayLiga, wäre wohl diesmal der endgültige Tod...
Deinen post nur überfliegen. Hoffe halt, daß sich mein Horroszenario nicht verwirklicht und wir bis zur verspäteten Einigung, mal wieder handlungsunfähig sind. Kreuzer schmeißt hin und wir gehen pleite.(Rudimentär ausgedrückt
) Ein Rumkrebsen durch die RL-Aufstiegsrunden, wie damals in der BayLiga, wäre wohl diesmal der endgültige Tod...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von michrasman am 08.01.2016 um 06:47 Uhr bearbeitet
08.01.2016 - 14:40 Uhr
Ich gehe auch nicht auf die Umfrage ein, aus den selben Gründen wir Hanse-Loewe und LeoNero, die haben es schon ausreichend dargelegt.
Ich mache zunächst mal meine eigene "Wünsch-Dir-was" Aussage.
Ideal wäre für mich gewesen, man hätte nie einen Investor gebraucht. Man hätte konsolidiert, wäre aus eigener Kraft fähig eine schwarze Null mit einem mittelmäßigen 2.Ligaetat zu stemmen, dann könnte man Verkäufe von Weigl, Wolf etc. reinvestieren oder gar mal was auf die hohe Kante legen.
Ich mache zunächst mal meine eigene "Wünsch-Dir-was" Aussage.
Ideal wäre für mich gewesen, man hätte nie einen Investor gebraucht. Man hätte konsolidiert, wäre aus eigener Kraft fähig eine schwarze Null mit einem mittelmäßigen 2.Ligaetat zu stemmen, dann könnte man Verkäufe von Weigl, Wolf etc. reinvestieren oder gar mal was auf die hohe Kante legen.
08.01.2016 - 15:04 Uhr
Speziell an Dreijahresplan, auch wenn ich mir damit bei Dir sicher keine Sympathiepunkte holen werde.
Ich habe noch nie jemanden gehört oder einen Post gelesen der lautete:
"Ich will Regionalliga"..
ich höre und lese immer nur vom
"NEUANFANG in der Regionalliga".
Und dieser Ruf nach NEUANFANG ist für mich leider ein deutliches Zeichen, dass sehr viele auch die Investorengegner, die jetzt nach der RL und dem GWS rufen, dann doch möglichst bald wieder rauf wollen. Das habe ich selbst miterlebt in der Bayernliga. Klar hatte ich da auch schöne Tage, aber im Hinterkopf war doch der Aufstiegswunsch, die Rückkehr in den Profifussball und da war ich sicher nicht in der Unterzahl mit diesem Wunsch.
Nur wird das heute ungleich schwerer, da uns FCA, Ingolstadt, Fürth und Konsorten den Rang ablaufen werden und zwar in allem, in den Fans und auch in unserer heiß geliebten Jugendarbeit. Ich meine, dass in der Bayernliga überhaupt keine Talente aus dem eigenen Stall für uns spielten. Der Aufstiegskader unter Lorant bestand nur aus für Bayernligaverhältnisse teuren, erfahrenen Spielern.
Auch das reinigende Gewitter in der Führungsetage auf das Du meines Wissens hoffst, wird so genauso wenig zwingend geschehen wie es unmöglich ist uns in Liga2 reinzuwaschen. Aber es fehlt doch der Wille zu diesem Gewitter, warum soll das in der RL anders sein und vor allem warum sollen den fähigere Leute kommen?
Dazu kommt, das bei uns Anspruch und Realität traditionell auseinander klaffen. Zu viele sehen uns als Traditionsverein, der ja eigentlich Buli spielen soll. In der RL sind wir dann halt der Verein, der mind. in Liga3 oder wieder in die 2. Liga gehört. Selbe Geschichte nur anderer Handlungsort.
Der Abstieg in die Amateuergefilde wird mir zu sehr romantisiert. Wer sagt denn überhaupt, dass es in Sachen Chaos besser würde. Wer garantiert, dass wir es in Liga4 oder gar noch niedriger nicht in gewohnter TSV-Tradition schaffen wunderbar weiter über unsere Verhältnisse zu leben? Ich kenne uns gar nicht anders, wir haben nie Geld und wenn wir mal einen Euro haben, dann geben wir 3 Euro aus, so war es doch seit ich denken kann.
Ich weiß Du denkst ich könnte nicht den Abschied vom Profifussball verdauen, aber das ist es nicht. Ich habe einfach nur ganz starke Bedenken, dass wir genauso weiter stümpern, nur auf noch niedrigerem Niveau, ich glaube alles würde sogar noch schlimmer und unprofessioneller als es das jetzt schon ist.
Und ganz ehrlich, dann sehe ich uns lieber in Liga2 nach AbuDhabi zum Betteln fliegen, als in der Hammelklasse beim Großmetzgereibetrieb in Erding ums überleben zu winseln.
Ich habe noch nie jemanden gehört oder einen Post gelesen der lautete:
"Ich will Regionalliga"..
ich höre und lese immer nur vom
"NEUANFANG in der Regionalliga".
Und dieser Ruf nach NEUANFANG ist für mich leider ein deutliches Zeichen, dass sehr viele auch die Investorengegner, die jetzt nach der RL und dem GWS rufen, dann doch möglichst bald wieder rauf wollen. Das habe ich selbst miterlebt in der Bayernliga. Klar hatte ich da auch schöne Tage, aber im Hinterkopf war doch der Aufstiegswunsch, die Rückkehr in den Profifussball und da war ich sicher nicht in der Unterzahl mit diesem Wunsch.
Nur wird das heute ungleich schwerer, da uns FCA, Ingolstadt, Fürth und Konsorten den Rang ablaufen werden und zwar in allem, in den Fans und auch in unserer heiß geliebten Jugendarbeit. Ich meine, dass in der Bayernliga überhaupt keine Talente aus dem eigenen Stall für uns spielten. Der Aufstiegskader unter Lorant bestand nur aus für Bayernligaverhältnisse teuren, erfahrenen Spielern.
Auch das reinigende Gewitter in der Führungsetage auf das Du meines Wissens hoffst, wird so genauso wenig zwingend geschehen wie es unmöglich ist uns in Liga2 reinzuwaschen. Aber es fehlt doch der Wille zu diesem Gewitter, warum soll das in der RL anders sein und vor allem warum sollen den fähigere Leute kommen?
Dazu kommt, das bei uns Anspruch und Realität traditionell auseinander klaffen. Zu viele sehen uns als Traditionsverein, der ja eigentlich Buli spielen soll. In der RL sind wir dann halt der Verein, der mind. in Liga3 oder wieder in die 2. Liga gehört. Selbe Geschichte nur anderer Handlungsort.
Der Abstieg in die Amateuergefilde wird mir zu sehr romantisiert. Wer sagt denn überhaupt, dass es in Sachen Chaos besser würde. Wer garantiert, dass wir es in Liga4 oder gar noch niedriger nicht in gewohnter TSV-Tradition schaffen wunderbar weiter über unsere Verhältnisse zu leben? Ich kenne uns gar nicht anders, wir haben nie Geld und wenn wir mal einen Euro haben, dann geben wir 3 Euro aus, so war es doch seit ich denken kann.
Ich weiß Du denkst ich könnte nicht den Abschied vom Profifussball verdauen, aber das ist es nicht. Ich habe einfach nur ganz starke Bedenken, dass wir genauso weiter stümpern, nur auf noch niedrigerem Niveau, ich glaube alles würde sogar noch schlimmer und unprofessioneller als es das jetzt schon ist.
Und ganz ehrlich, dann sehe ich uns lieber in Liga2 nach AbuDhabi zum Betteln fliegen, als in der Hammelklasse beim Großmetzgereibetrieb in Erding ums überleben zu winseln.
08.01.2016 - 18:00 Uhr
No concept
No future
Oder war es andersrum?
Es ist zum verzweifeln ..
No future
Oder war es andersrum?
Es ist zum verzweifeln ..
08.01.2016 - 20:37 Uhr
DIe Umfrage hat m.E. in der vorliegenden Form wenig Sinn. Über "Konzepte" für Sechzig entscheidet derzeit nur einer, nämlich Hasan Ismaik. Über unsere Wünsche/Pläne wird der sich vermutlich herzlich wenig kümmern. Man könnte daher bestenfalls eine Abstimmung zur Frage durchführen, welche Reaktion Ismaiks uns kurzfristig am wahrscheinlichsten vorkommt:
(a) Ismaik verkauft vor Saisonende seine Anteile.
- Dann kann man erst weiter fragen, sobald man den/die neuen Investor(en) kennt. Die Wahrscheinlichkeit für einen schnellen Verkauf ist nach den letzten Äußerungen Ismaiks wohl nicht gestiegen, aber die Möglichkeit besteht nach wie vor.
(b) Ismaik behält die Anteile und gibt weiterhin wenigstens so viel Geld, dass Zweit- oder Drittligafußball möglich bleibt.
- Das wird für die KGaA vermutlich mit einem massiven, schmerzlichen Sparkurs verbunden sein. Er bringt vielleicht endlich Bewegung in die Stadionfrage und zwingt zu besserem Wirtschaften, aber wird uns kurzfristig nicht konkurrenzfähiger machen. Bei einem sportlich oder lizenzbedingten Abstieg in Liga drei wird man sich dort vielleicht für längere Zeit einrichten müssen. Welches Konzept man dann verfolgen kann, hängt vom finanziellen Spielraum ab, der bleibt.
(c) Ismaik verkauft nicht, lässt die KGaA nicht pleite gehen, akzeptiert aber den Lizenzentzug für die Profiligen und "parkt" seine KGaA vorerst auf kleiner Flamme in einer Amateurliga, wo sie weitgehend vom e.V. finanziert werden kann.
- Das hätte nur Sinn, wenn Ismaik ggf. lange warten will, bis 50+1 irgendwann fällt, und sich über Jahre Arbeit mit einem Verein im sportlichen Nirgendwo machen will. Voraussetzung wäre auch, dass Ismaik zukünftig irgendwann noch einmal nennenswert in Sechzig investieren will (bzw. es finanziell überhaupt kann). Er müsste sich im klaren sein, dass er in München definitiv zum Hassobjekt würde.
(d) Ismaik verkauft nicht, aber lässt die KGaA pleite gehen.
- Eher unwahrscheinlich, weil Ismaik sich damit vor allem selbst schädigt und mit einem Verkauf auf jeden Fall besser bedient wäre. Im offenen Brief gab es keinen Hinweis, dass er beabsichtigt, auf einem solchen Weg eine Totalkontrolle über die KGaA zu erreichen. Ggf. könnte der e.V. durch einen entschlossenen Konfrontationskurs mit Ismaik versuchen, diese Möglichkeit zu forcieren, aber dafür gibt es derzeit keinerlei Hinweise.
Fazit: Derzeit würde ich (b) vor (c) und (a) als die wahrscheinlichsten Varianten ansehen - die sportlichen Konsequenzen sind in beiden Fällen einigermaßen trostlos. Wünschen dürften sich die meisten Fans (a), weil dies das einzige Szenario ist, das für die unmittelbare Zukunft Hoffnung auf besseren Erfolg im Profifußball beinhaltet. Eine Minderheit fände wohl auch (d) attraktiv, aber sowohl der e.V. als auch Ismaik werden dies zu verhindern suchen. In fast jedem Fall gehen wir also schweren Zeiten entgegen, aber das weiß sowieso jeder.
(a) Ismaik verkauft vor Saisonende seine Anteile.
- Dann kann man erst weiter fragen, sobald man den/die neuen Investor(en) kennt. Die Wahrscheinlichkeit für einen schnellen Verkauf ist nach den letzten Äußerungen Ismaiks wohl nicht gestiegen, aber die Möglichkeit besteht nach wie vor.
(b) Ismaik behält die Anteile und gibt weiterhin wenigstens so viel Geld, dass Zweit- oder Drittligafußball möglich bleibt.
- Das wird für die KGaA vermutlich mit einem massiven, schmerzlichen Sparkurs verbunden sein. Er bringt vielleicht endlich Bewegung in die Stadionfrage und zwingt zu besserem Wirtschaften, aber wird uns kurzfristig nicht konkurrenzfähiger machen. Bei einem sportlich oder lizenzbedingten Abstieg in Liga drei wird man sich dort vielleicht für längere Zeit einrichten müssen. Welches Konzept man dann verfolgen kann, hängt vom finanziellen Spielraum ab, der bleibt.
(c) Ismaik verkauft nicht, lässt die KGaA nicht pleite gehen, akzeptiert aber den Lizenzentzug für die Profiligen und "parkt" seine KGaA vorerst auf kleiner Flamme in einer Amateurliga, wo sie weitgehend vom e.V. finanziert werden kann.
- Das hätte nur Sinn, wenn Ismaik ggf. lange warten will, bis 50+1 irgendwann fällt, und sich über Jahre Arbeit mit einem Verein im sportlichen Nirgendwo machen will. Voraussetzung wäre auch, dass Ismaik zukünftig irgendwann noch einmal nennenswert in Sechzig investieren will (bzw. es finanziell überhaupt kann). Er müsste sich im klaren sein, dass er in München definitiv zum Hassobjekt würde.
(d) Ismaik verkauft nicht, aber lässt die KGaA pleite gehen.
- Eher unwahrscheinlich, weil Ismaik sich damit vor allem selbst schädigt und mit einem Verkauf auf jeden Fall besser bedient wäre. Im offenen Brief gab es keinen Hinweis, dass er beabsichtigt, auf einem solchen Weg eine Totalkontrolle über die KGaA zu erreichen. Ggf. könnte der e.V. durch einen entschlossenen Konfrontationskurs mit Ismaik versuchen, diese Möglichkeit zu forcieren, aber dafür gibt es derzeit keinerlei Hinweise.
Fazit: Derzeit würde ich (b) vor (c) und (a) als die wahrscheinlichsten Varianten ansehen - die sportlichen Konsequenzen sind in beiden Fällen einigermaßen trostlos. Wünschen dürften sich die meisten Fans (a), weil dies das einzige Szenario ist, das für die unmittelbare Zukunft Hoffnung auf besseren Erfolg im Profifußball beinhaltet. Eine Minderheit fände wohl auch (d) attraktiv, aber sowohl der e.V. als auch Ismaik werden dies zu verhindern suchen. In fast jedem Fall gehen wir also schweren Zeiten entgegen, aber das weiß sowieso jeder.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von LeoRugiens am 08.01.2016 um 20:40 Uhr bearbeitet
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